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Autor Thema: Meteoriten & Co - Boten aus dem Weltall.  (Gelesen 201524 mal)

H.J.Kemm

  • Gast
Re: Meteoriten & Co - Boten aus dem Weltall.
« Antwort #225 am: 12. September 2009, 07:59:18 »
Moin Raffi,

die Zenithal Hourly Rate (ZHR) der *August Perseiden* liegt bei 100. Am 12. August 2009 erreichten die Perseiden ihr Maximum mit einer ZHR von ~ 200 Meteoren pro Stunde.

Die *September Perseiden* sind da viel bescheidener, beim Maximum erreichen sie eine ZHR von höchstens 5.

Jerry

Hansjuergen

  • Gast
Re: Meteoriten & Co - Boten aus dem Weltall.
« Antwort #226 am: 18. September 2009, 00:13:35 »
Astronomen ist in der australischen Wüste ein außergewöhnlicher Meteorit in die Falle gegangen. Mit einer Reihe von Kameras während seines Falls beobachtet, konnte der etwa faustgroße Stein geborgen und analysiert werden. Und auch seine Herkunftsregion im Sonnensystem lässt sich berechnen, berichten die Forscher im Magazin “Science”.
Weiter geht es hier: http://astronomie.scienceticker.info/2009/09/17/exotischer-meteorit-in-der-kamerafalle/

H.J.Kemm

  • Gast
Re: Meteoriten & Co - Boten aus dem Weltall.
« Antwort #227 am: 18. September 2009, 00:32:48 »
Moin,

das finde ich super.

Was mich aber immer wieder etwas verwirrt ist die Aussage (Zitat aus dem Artikel): Auf den ersten Blick wirke der Bunburra-Rockhole-Meteorit wie ein normaler Vertreter der Eukrite, berichten die Forscher. Als wahrscheinlicher Ursprungskörper dieser Steinmeteoriten gilt der große Asteroid Vesta im Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter. Gemessen an seinem Gehalt verschiedener Sauerstoffisotope, muss der Meteorit jedoch einen anderen Mutterkörper haben. Offenbar hat man diesen bislang übersehen und einige Meteoriten vielleicht fälschlicherweise der Vesta zugeschrieben.

Wenn ich mir das Orbit-Diagram von *4 Vesta*
(Classification: Main-belt Asteroid) ansehe >>> dann frage ich mich, mit was begründen die Wissenschaftler die Aussage nach der Herkunft.

Jerry

A1942D

  • Gast
Re: Meteoriten & Co - Boten aus dem Weltall.
« Antwort #228 am: 20. September 2009, 13:09:04 »
Hallo, da hatte ich mich auch immer gewundert, aber dann habe ich den Versuch einer Erklärung gelesen.

Es ist ja zwischenzeitlich möglich, die Herkunft einiger beobachteter Meteoritenfälle genau zu bestimmen, indem man die Bahn der Meteoriten mit Hilfe von Gleichungen und Berechnungen bis zu ihrem Ursprung verfolgte und dieser lag fast immer im Asteroidengürtel wo es immer wieder zu Kollisionen zwischen verschiedenen Asteroiden gibt. Da werden dann Stücke abgespalten und aus ihrer Bahn geschleudert.  Diese Stücke kommen dann auf neue Umlaufbahnen, die sich teilweise mit der Umlaufbahn unserer Erde kreuzen. Diese Meteorite werden dann früher oder später von der Schwerkraft der Erde eingefangen werden und fallen dann als Sternschnuppe nieder.
Es gibt dunkle C-Asteroide, die aus kohlenstoffhaltigen Mineralien zusammengesetzt sind, S-Asteroide, die aus helleren, stärker reflektierenden Gesteinen bestehen oder M-Asteroide, deren Oberfläche metallisch zu sein scheint.
Mit diesem Fingerprint haben Astronomen den ein oder anderen Asteroiden als Mutterkörper bestimmter Meteorite identifiziert. A.D.

H.J.Kemm

  • Gast
Re: Meteoriten & Co - Boten aus dem Weltall.
« Antwort #229 am: 22. September 2009, 07:48:59 »
Moin Adolf,

gut erklärt. Ich ergänze das noch, nachdem ich mich da schlau gemacht habe.

Da gibt es Meteoriten aus der HED-Gruppe.

Die HED-Gruppe setzt sich aus drei verschiedenen Klassen von eng verwandten Achondriten zusammen, den Howarditen, Eukriten und Diogeniten, deren Anfangsbuchstaben das Kürzel "HED" formen. Von ihrer mineralogischen Zusammensetzung und Entstehung her sind diese Meteorite recht verschieden, aber ihre nahezu identischen chemischen und isotopischen Muster zeigen ganz klar, dass alle drei von ein und demselben Mutterkörper stammen müssen. (Zitat aus Mitschrift)

Darüber hinaus erfordert die Bildung einiger Mineralien, die in Meteoriten gefunden worden sind, Abkühlungsraten, die nur in Körpern von Asteroidengröße ablaufen können. Mittlerweile versucht man sogar auf Basis der Reflexionsspektren der Asteroide, welche Auskunft über die Zusammensetzung der Oberfläche geben, eine Einteilung in Spektren-Typen und die Zuordnung der entsprechenden Meteoritenklassen zu finden. Die beste Übereinstimmung konnte bisher zwischen den sogenannten HED-Chondriten und dem V-Klasse Asteroiden *(4) Vesta* gefunden werden die ein Alter von 4,4 - 4,5 Mrd Jahren aufweisen. Aus diesem Grund werden die Meteorite der HED-Gruppe manchmal auch *Vestameteorite* genannt. (Zitat aus Beitrag von unserem Mitglied und Experten Konrad (Astro - MP))


Bild: neo.jpl.nasa.gov / Keck II Telescope - Adaptive Optics system

Aber damit es wohl noch nicht getan. Es gibt ja einen  gewaltigen Krater am Südpol von *(4) Vesta* mit einem ø von 460 km und einer Tiefe von 13 km. (Bild oben) Dieser entstand vor langer Zeit bei der Kollision mit einem anderen Asteroiden. Dabei wurde Material der HED-Gruppe ausgeworfen. Dieses Material machte sich in verschiedenen Brockengrössen auf die lange Reise und landete schliesslich als Meteoriten auf unserer Erde. Die gefundenen Exemplare wurden genauer untersucht und in 3 Gruppen gewertet und zugeordnet, wobei die Howardite Muster von der Oberfläche, Eukrite Teile des basaltischen Mantels und Diogenite Muster von plutonischen Tiefengesteinen von *(4) Vesta* darstellen.

Ganz schön verwirrend.

Jerry 




Hansjuergen

  • Gast
Re: Meteoriten & Co - Boten aus dem Weltall.
« Antwort #230 am: 22. September 2009, 09:04:34 »
Hallo Jerry+Adolf,

was die Herkunft von Meteoriten betrifft liest sich das Alles ganz gut, doch habe ich hier eine Frage zu Adolfs Beitrag:
...Es ist ja zwischenzeitlich möglich, die Herkunft einiger beobachteter Meteoritenfälle genau zu bestimmen, indem man die Bahn der Meteoriten mit Hilfe von Gleichungen und Berechnungen bis zu ihrem Ursprung verfolgte...
Kann der Meteorit nicht schon vor dem Erfassen seine Bahn verändert haben und so statt von Punkt X  von ganz anderer Position kommen? :-\

Hansjürgen


H.J.Kemm

  • Gast
Re: Meteoriten & Co - Boten aus dem Weltall.
« Antwort #231 am: 22. September 2009, 23:22:18 »
Moin Hansjürgen,

nach meinem Kenntnisstand, bzw. so habe ich das jedenfalls aus dem Referat entnommen, könnte das zwar passieren, aber diese Möglichkeit wird als sehr gering eingeschätzt.

Die Bahnkenntnis ergibt da auch ein Ergebnis:

planetare Meteoroide - Kleinkörper mit einer schwach exzentrischen Umlaufbahn. Es handelt sich meistens um Bruchstücke von Asteroiden oder vom Mond bzw. Mars,
kometarische Meteoroide - Kleinkörper mit sehr unterschiedlichen Umlaufbahnen, die denen von Kometen entsprechen und parabolische Meteoroide e - Kleinkörper, deren Herkunft nicht eindeutig geklärt ist und die eine stark exzentrische bzw. parabolische Umlaufbahn aufweisen.

Wenn da jetzt ein Kleinkörper von einem Asteroiden abgesprengt wird und dann nach einer exentrischen Bahn auf die Erde schlägt, dann kommt man natürlich in´s Grübeln weil die Zuordnung nicht stimmt.
Es ist eigentlich ein planetarischer Meteoroid, aber durch einen Crash und die nachfolgende veränderte Flugbahn ein parabolischer Meteoroid.

Jerry

A1942D

  • Gast
Re: Meteoriten & Co - Boten aus dem Weltall.
« Antwort #232 am: 23. September 2009, 10:01:19 »
Hallo,
Zitat
Die gefundenen Exemplare wurden genauer untersucht und in 3 Gruppen gewertet und zugeordnet, wobei die Howardite Muster von der Oberfläche, Eukrite Teile des basaltischen Mantels und Diogenite Muster von plutonischen Tiefengesteinen von *(4) Vesta* darstellen.

Ganz schön verwirrend.

Wenn man das so liest, dann versteht man auch die Liebhaber von Meteoriten (???).
Aber es gibt ja auch noch echte Exoten unter den Meteoren (???).
Da hat man welche gefunden mit einem Alter von weniger als 1,5 Mrd Jahren. Und diese sollen vulkanischen Ursprungs sein und von Planeten wie Venus und Mars stammen, evtl. sogar vom Merkur. Die in diesen Meteorien (???) eingeschlossenen Gasblasen können darüber Auskunft geben. A.D.

Offline Tomi06

  • Newbie
  • *
  • Beiträge: 29
Re: Meteoriten & Co - Boten aus dem Weltall.
« Antwort #233 am: 23. September 2009, 23:53:13 »
Hallo,

jetzt habe ich auch so ein Steinchen(Eisenmeteorit?) zu Hause. Wie kriege ich raus, das der echt ist.

Ich stelle mal ein Foto rein, vielleicht kann mir ja jemand weiterhelfen.

Grüße

Tomi

Hansjuergen

  • Gast
Re: Meteoriten & Co - Boten aus dem Weltall.
« Antwort #234 am: 24. September 2009, 08:55:50 »
Hallo Tomi,

wenn Du ihn gekauft hast (und nicht auf der Wiese gefunden ;) ) , solltest Du eigentlich ein Echtheits-Zertifikat haben. Vor  Monaten habe ich selbst einen Meteoriten ersteigert und habe mit ihm ein Zertifikat sowie auch den Bericht zum Fundort bekommen.

Gruß  Hansjürgen

H.J.Kemm

  • Gast
Re: Meteoriten & Co - Boten aus dem Weltall.
« Antwort #235 am: 24. September 2009, 13:55:01 »
Moin,

zu Adolfs in seinem letzten Beitrag und zu meiner eigenen Unwissenhait kann ich ein echter Fachmann jetzt für Aufklärung sorgen:

"Wer hat Meteorit am Himmel entdeckt?"

Nun das ist doch interessant, dass die Augenzeugen immer schon den noch fliegenden Meteoriten am Himmel sehen können?!
Und dann noch diese grausame Frage: Wer konnte ihn am Himmel entdecken?

NA NIEMAND!!!
Denn das geht überhaupt nicht!

Noch mal zum Abschreiben und Kopieren für alle unaufgeklärten Zeugen und Journalisten.
1.)
Die Lichterscheinung, die man am Himmel sehen kann, ist ein Meteor! Oder wenn diese Lichterscheinung richtig stark die Umgebung beleuchtet, dann nennt man diesen Meteor auch mal Feuerkugel oder gar Bolide. Das kann man mit bloßem Auge auch aus großer Entfernung sehen, denn dieses elekt. Plasmaphänomen ist kilometergroß!
2.)
Jene Meteore werden erzeugt durch einen Eindringling, der gerade durch die Erdatmosphäre angeschossen kommt. Dieses Objekt, welches staubkorngroß bis mehrere dutzende Meter groß sein kann, nennt man Meteoroide. Aber selbst den mehrere Meter großen Eindringling kann man aus mehr als 50km Entfernung überhaupt nicht sehen! Uns schon gar nicht bei Nacht! Denn er ist viel zu klein und leuchtet ja nicht selber!!! Ganz im Gegenteil zum Meteor!
3.)
Der Meteorit ist nur am Erdboden zu finden! Nur mit viel Glück und Ausdauer wird ein geübtes Auge diesen Himmelsstein entdecken und bewußt sehen können, es sei denn, man geht in ein Museum, wo diese Stücke aufbewahrt werden. Der Meteorit ist der auf die Erdoberfläche gefallene Rest vom Meteoroiden. Eben genau das, was noch übrig blieben kann, wenn ein festes Objekt aus dem Weltall gewaltsam auf die Erde abstürzt. Ein Meteorit kann also niemals aus Wasser oder aus gefrorenen Gasen bestehen, weil diese zwar theoretisch abstürzen können, aber später nicht mehr als festes Objekt zu finden sein werden.

Ich hoffe, ich konnte damit zur Volksaufklärung beitragen!
Rolling Eyes
Thomas

European Research Center
for Fireballs and Meteorites


(Der Beitrag ist im Orginal hier nachzulesen >>> )

Dieser Beitrag stammt von Thomas Grau, advanced member im A.K.M. e.V. Forum.

Thomas hat mir die Wiedergabe seines Beitrages ausdrücklich genehmigt; ich danke ihm dafür.

Hoffentlich halten wir uns ab jetzt an die richtige Betitelung!

Jerry
« Letzte Änderung: 25. September 2009, 02:25:55 von H.J.Kemm »

A1942D

  • Gast
Re: Meteoriten & Co - Boten aus dem Weltall.
« Antwort #236 am: 25. September 2009, 09:22:28 »
Hallo,  sehr schön erklärt; hoffentlich kann ich mir das auch merken!
Ich wollte noch ein Thema aufgreifen das hier noch nicht angeschnitten wurde. Unser Mitglied Jac (Corsar) hatte bei seinem letzten Besuch in Hannover erzählt, dass immer am 3. Oktober unsere Erde die Flugbahn von einigen Meteoren kreuzt. Das sollen Bruchstücke vom Mars sein. Ist das eigentlich bekannt? A.D.

H.J.Kemm

  • Gast
Re: Meteoriten & Co - Boten aus dem Weltall.
« Antwort #237 am: 26. September 2009, 01:23:41 »
Moin,

ich nehme an, dass er sich auf den *Zagami* bezieht, der am 3. Oktober 1962, in der Katsina Province, Nigeria auf die Erde gestürzt ist.


Zagami - Mars Meteorit - Typ: Shergottit - Gewicht: 0,124g
Bild: sternwarte-singen.de / Sammlung: Konrad Andrä  

Die *Zagami* Meteoriten waren ursprünglich Vulkangestein, das auf der Marsoberfläche vor etwa einer Mrd. Jahren abgekühlte. Das Gestein wurde in den Raum geschleudert, nachdem ein Komet oder Asteroid vor etwa 2,5 Mio Jahren auf dem Mars aufschlug. Einige dieser Stücke sollen sich noch in einem grösseren Orbit um den Mars bewegen und unsere Erde kreutzt diese Flugbahn jedes Jahr um den 3. Oktober. Daher hoffen die Sammler bald wieder auf einen neuen Meteoriten.

Nebenbei: GEOLOGEN SENDS Marsmeteorit BACK TO HOME PLANET
Ein kleines Stückchen von *Zagami* wurde mit *Mars Global Surveyor* zurück zum Mars geschickt.

Über *Mars Global Surveyor* haben wir hier im Forum schon berichtet >>>

Jerry
« Letzte Änderung: 26. September 2009, 02:05:03 von H.J.Kemm »

H.J.Kemm

  • Gast
Re: Meteoriten & Co - Boten aus dem Weltall.
« Antwort #238 am: 29. September 2009, 10:45:43 »
Moin,


Dies aktuelles Hubble-Bild zeigt Jupiter: Auf der Südhalbkugel ist noch sehr gut die Einschlagsnarbe zu sehen, die von der Kollision mit einem Kometen übrig blieb.


Dunkle Flecken in der Atmosphäre von Jupiter nach dem Einschlag des Kometen Shoemaker-Levy 9.

So kennen wir eigentlich den Kontakt zwischen dem Riesen *Jupiter* und einem Kometen, der sich leichtsinnigerweise zu dicht an ihn herangetraut hat.

Aber es geht auch anders.

Es gibt nämlich das *TSC* (temporary satellite capture).
Das bedeutet, das sich eingefangene Kometen nach einer gewissen Zeit wieder vom *Jupiter* lösen und ihre eigene Flugbahn einrichten.

So der Komet *147P/Kushida-Muramatsu*. Er war für 12 Jahre, in der Zeit von 1949 bis 1961, ein Mond/Planet des Riesen. Wissenschaftler um Dr. Ohtsuka berechneten Bahnen von einigen Kometen die sich in der Nähe der Hilda-Gruppe aufhalten. Hilda ist der Namensgeber einer Gruppe von Asteroiden, die sich in einer Bahnresonanz von 3:2 mit dem Planeten *Jupiter* um die Sonne bewegen. Ihnen gemeinsam ist ein mittlerer Sonnenabstand zwischen 3,7 und 4,2 AE, eine Bahnexzentrizität kleiner als 0,3 und eine Inklination kleiner als 20°. Diese Resonanz bewirkt, dass der Riese diesen Bereich mit seiner Gravitationsanziehung leer räumt. Kommen nun die Quasi-Hilda-Kometen auf ihrem Flug durchs Sonnensystem in den Bereich der Hilda-Asteroiden, sind sie Kandidaten für das *TSC*-Phänomen.


Credit: Ohtsuka/Asher - Weg von *147P/Kushida-Muramatsu* zum *Jupiter, um ihn herum (wahrscheinlich zweimal) und dann weg von ihm.

Es gibt möglicherweise einen nächsten Kandidaten. Das soll der Komet *111P/Helin-Roman-Crockett* in den Jahren 2068 und 2086 sein, der dann bis zu 6 Umläufe absolvieren wird. Dieser Komet war bereits bei *Jupiter*, in den Jahren 1967 bis 1985 hat er 6 Umrundungen durchgeführt.

Jerry     
 

A1942D

  • Gast
Re: Meteoriten & Co - Boten aus dem Weltall.
« Antwort #239 am: 01. Oktober 2009, 14:38:32 »
Hallo, das ist ja sehr interessant. Sind das dann Trojaner? A.D.

H.J.Kemm

  • Gast
Re: Meteoriten & Co - Boten aus dem Weltall.
« Antwort #240 am: 01. Oktober 2009, 17:20:52 »
Moin,

Sind das dann Trojaner? A.D.

diese beiden *Satelliten* sind keine *Trojaner*.
 
*Trojaner* sind Asteroiden die *Jupiter* in seiner Bahn mit einem mittleren Abstand von 60° vorauseilen bzw. folgen, auf den Lagrange-Punkten L4 und L5, bei ~ 5,2 AE.
Zur besseren Unterscheidung haben die Wissenschaftler diesen Jupiter-Trojanern Namen aus Homers Ilias gegeben, wobei die Vorauseilenden griechisch und die Nachfolgenden trojanisch sind.

Auf dem folgenden Bild kannst Du das sehr gut erkennen:



Die oben genannten Raumkörper stammen aus dem Bereich der Hildas, ~ 4 AE.

Jerry      

H.J.Kemm

  • Gast
Re: Meteoriten & Co - Boten aus dem Weltall.
« Antwort #241 am: 07. Oktober 2009, 02:02:16 »
Moin,

in diesem Thread unter Beitrag # 172 hat Hansjürgen etwas über den Asteroiden "2008 TC3" geschrieben.

Jetzt gibt es noch Neuigkeiten.

Zur großen Überraschung der Wissenschaftler vom Johnson Space Center der NASA in Houston im US-Bundesstaat Texas handelt es sich bei den Meteoritenbruchstücken um etwas ganz Besonderes, nämlich um einen polymikten Ureiliten. Polymikt bedeutet, dass das Meteoritengestein eine Mischung aus unterschiedlichen Gesteinen und Mineralen ist. Ureilite gelten als Schmelzreste von Gesteinen, aus denen beim Aufschmelzen die bei niedrigeren Temperaturen freiwerdenden Bestandteile von den hochtemperaturfesten Mineralen getrennt wurden.   (Eine nähere Beschreibung gibt es hier >>> )

Jerry



 

Hansjuergen

  • Gast
Re: Meteoriten & Co - Boten aus dem Weltall.
« Antwort #242 am: 10. Oktober 2009, 00:07:56 »
Den hätte ich gerne auch LIVE gesehen! :o

Tolle Aufnahmen von Meteoriten über Kanada, welcher zeitweise 100 mal heller als der Vollmond gewesen sein soll. Schaut man sich die Aufnahme an geht einem wirklich ein Licht auf ;) , siehe hier:
http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltall/0,1518,653976,00.html#ref=nldt

Hansjürgen

astro112233

  • Gast
Re: Meteoriten & Co - Boten aus dem Weltall.
« Antwort #243 am: 11. Oktober 2009, 00:36:30 »
Ausgerechnet wieder Kanada.  :'(

In Kanada herrscht ein gesetzlich untermauertes Ausfuhrverbot für in Kanada gefallene und aufgefundene Meteoriten. Allerdings dürfen Sammler bei der zuständigen Regierungsbehörde einen offiziellen Antrag für eine Ausfuhrgenehmigung stellen. Das Prozedere dauert üblicherweise zwischen 4 und 6 Monaten. Dann folgt die Entscheidung ob dem Antrag stattgegeben wird oder nicht.

Argentinien hat ein ähnliches Gesetzt. Dort werden Meteoriten als Kulturgut bezeichnet. Alles was gefunden wird gehört dem Staat.

In der Schweiz gehören gefundene Meteoriten dem jeweiligen Kanton. Der Finder „darf“ mit einer finanziellen Entschädigung rechnen.

In Dänemark läuft das gleiche Spiel. Meteoriten sind Kulturgut. Der nach der spektakulären Feuerkugelsichtung durch einen deutschen professionellen Meteoritenhunter aufgespürte 25,8g Maribo Meteorit befindet sich seit etwa Februar 2009 zur Freude der Besucher und Wissenschaftler im Geologisk Museum Kopenhagen.

Seitdem wird an oberster Stelle über eine angemessene Entschädigung gebrütet.

Frage, wo bleibt bei diesen Gesetzeslagen der Anreiz auf die Suche nach Meteoriten zu gehen, diese noch rechtzeitig vor der drohenden Verrottung zu retten und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen?   :(

Impressionen aus Lolland/Dänemark 2009



Dieses Foto zeigt den historischen Fundpunkt. An dieser Stelle entdeckte Thomas Grau aus Bernau einen fragmentierten 25,8g Steinmeteoriten. Die umgebende Grasnabe wurde ausgestochen. Der sensationelle Erstfund befindet sich heute in der Obhut des Geologisk Museum Kopenhagen in Dänemark.



Das kleine Suchteam des Geologisk Museum/Kopenhagen/Dänemark.



Systematische Meteoritensuche auf einem übersichtlichen Golfplatz.



Selbst Flachdächer wurden abgesucht. Henning Haack in luftigen Höhen.



Gute Aussichten. Wenn hier ein Meteorit liegt, würde er garantiert gefuden.

Bedauerlicherweise war die tagelange intensive Suche auf ausgedehnten Apfelplantagen, Wiesen- und Golfpatzflächen und selbst auf Flachdächern ansässiger Firmen nicht von dem erhofften Erfolg gekrönt.

Gruß Konrad  ;)

Hansjuergen

  • Gast
Re: Meteoriten & Co - Boten aus dem Weltall.
« Antwort #244 am: 11. Oktober 2009, 23:56:28 »
Naja, vielleicht gilt das nicht für Mexiko, da ging am 9.Oktober2009 ebenfalls ein stark aufleuchtender Bolide runter, siehe Aufnahme hier:
http://www.heliotown.com/FBvhf20091009_0804Ashcraft.mp4

Hansjürgen

H.J.Kemm

  • Gast
Re: Meteoriten & Co - Boten aus dem Weltall.
« Antwort #245 am: 13. Oktober 2009, 09:06:45 »
Moin,

am 21. Oktober erreichen die *Orioniden* ihr Aktivitätsmaximum mit ZHR 30. Die *Orioniden* sind einer der fünf aktivsten Meteorströme. Sie machen sich alljährlich in den Morgenstunden des 19. bis 23. Oktobers als Schwarm von Sternschnuppen bemerkbar. Sie sind lose Wolken zerstreuten Materials des Halleyschen Kometen, die sich im Laufe der Jahrtausende durch Einflüsse kleiner Bahnstörungen und des Sonnenwinds entlang der Kometenbahn verteilt haben.

Jerry

astro112233

  • Gast
Re: Meteoriten & Co - Boten aus dem Weltall.
« Antwort #246 am: 13. Oktober 2009, 22:09:14 »
Helle Feuerkugel am Abendhimmel über Norddeutschland.  :D

AKM Forum
http://www.meteoros.de/php/viewtopic.php?t=7196

Gruß Konrad  ;)

Offline klausd

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Re: Meteoriten & Co - Boten aus dem Weltall.
« Antwort #247 am: 13. Oktober 2009, 22:17:42 »
Wahnsinn, hätte ich gerne gesehen  :o

Hansjuergen

  • Gast
Re: Meteoriten & Co - Boten aus dem Weltall.
« Antwort #248 am: 14. Oktober 2009, 08:55:44 »
...muß schön anzusehen gewesen sein, hier ein paar Stimmen von glücklichen Beobachtern :) :http://www.nonstopnews.de/meldung/9858

Hansjürgen

Hansjuergen

  • Gast
Re: Meteoriten & Co - Boten aus dem Weltall.
« Antwort #249 am: 14. Oktober 2009, 09:05:38 »
...und in den Niederlanden konnte man ihn schön fotografieren:
http://twitgoo.com/42p74

Hansjürgen

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