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08. August 2020, 07:33:46
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Autor Thema: Meteoriten & Co - Boten aus dem Weltall.  (Gelesen 215204 mal)

Offline Mirka

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Re: Meteoriten & Co - Boten aus dem Weltall.
« Antwort #575 am: 08. Februar 2016, 22:05:01 »
Das Foto mit dem Reisfeld nehme ich denen auch nicht ganz ab^^ Eine indische Seite hat ein anderes Foto veröffentlicht: http://www.newindianexpress.com/states/tamil_nadu/The-Space-Rock-that-Claimed-a-Life-in-Vellore/2016/02/07/article3265717.ece In der Klickstrecke findet sich auch ein Bild eines blauen Meteoriten.

Magellan

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Re: Meteoriten & Co - Boten aus dem Weltall.
« Antwort #576 am: 08. Februar 2016, 23:01:18 »
Ja das sieht schon eher so aus. Und da kann man sich auch denken, daß selbst das weggespritzte Material noch kreuzgefährlich ist...

Offline Gertrud

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Re: Meteoriten & Co - Boten aus dem Weltall.
« Antwort #577 am: 09. Februar 2016, 20:18:07 »
Hallo Zusammen,

nach dieser Meldung soll ein Busfahrer getroffen worden sein und die Familie erhielt
als Ausgleich 100.000 Rupien (1.470 $).
Allerdings steht dort nichts von einem Reisfeld.
Der Busfahrer stand auf einem Rasenstück in der Nähe der Cafeteria des College, als er möglicherweise getroffen wurde. Es wurde ein dunkelblauer Stein am Ort gefunden.

Zitat
The bus driver was standing on a patch of grass near the college cafeteria when he was killed, while two gardeners and a student were injured, officials said. A dark blue stone resembling a diamond was found at the scene.
Quelle:
http://newsdaily.com/2016/02/scientists-investigate-suspected-meteorite-death-in-southern-india/

Schaun wir mal,
welche Meldungen sich realisieren.
Mit den besten Grüßen
Gertrud
 
die Erklärung zu meinem Avatar:
http://de.wikipedia.org/wiki/NGC_2442
http://antwrp.gsfc.nasa.gov/apod/ap070315.html
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Magellan

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Offline Gertrud

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Re: Meteoriten & Co - Boten aus dem Weltall.
« Antwort #579 am: 10. Februar 2016, 14:26:42 »
Hallo Zusammen,

in diesem Link ist ein Video von der Stelle des Einschlages des vermutlichen Meteoriten enthalten. Es ist auch ein Bild von einem sehr dunklen, nicht mehr so blauen Brocken zu sehen.
http://www.ndtv.com/tamil-nadu-news/meteorite-caused-mishap-in-vellore-college-chief-minister-jayalalithaa-1274701

Weitere Links zu dem Thema:
http://timesofindia.indiatimes.com/city/chennai/Scientists-question-Tamil-Nadu-governments-claim-that-meteorite-blast-killed-bus-driver-in-Vellore/articleshow/50894959.cms
http://www.nytimes.com/2016/02/10/world/asia/that-wasnt-a-meteorite-that-killed-a-man-in-india-nasa-says.html

Die Tage werden bestimmt nähere Angaben zu dem evtl. Meteoriten erfolgen.

Mit den besten Grüßen
Gertrud
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Magellan

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Re: Meteoriten & Co - Boten aus dem Weltall.
« Antwort #580 am: 10. Februar 2016, 15:47:54 »
Langsam wirds mysterious, nun gibts schon 3 verschiedene Bilder von der Einschlagstelle  ;D

Offline Gertrud

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Re: Meteoriten & Co - Boten aus dem Weltall.
« Antwort #581 am: 10. Februar 2016, 16:24:19 »
Hallo @Magellan,

Jau,  ;D
das hatte ich gestern schon gedacht.
Und jetzt auch ein unterschiedliches Aussehen des vermutlichen Meteoriten.
Nur der Busfahrer ist jetzt das arme Opfer geblieben.

Mit gespannten Grüßen,
welche Lösung wir mal lesen werden, ;)
Gertrud
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Magellan

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Re: Meteoriten & Co - Boten aus dem Weltall.
« Antwort #582 am: 10. Februar 2016, 16:31:16 »
Sicher eine mit dem Wahrheitsgehalt von 2 mal 2 = 4,3  ;D

Offline Gertrud

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Re: Meteoriten & Co - Boten aus dem Weltall.
« Antwort #583 am: 15. Februar 2016, 20:43:42 »
Hallo Zusammen,

im Februar 2013 ging ein sehr großer Bolide in der Region Chelyabinsk nieder und die Auswirkungen der Schockwelle verletzte fast 1.500 Menschen. Zahlreiche Gebäudeschäden ereigneten sich auch durch die Schockwelle. Paar Seiten weiter zurück in diesem Thread wurde damals darüber ausführlich berichtet.
Nach unzähligen Simulationen ist immer noch unklar, wie die genaue Bahn des Boliden verlief. Zuerst war ein Zusammenhang mit dem Asteroid (367943) Duende, der am gleichen Tage die Erde mit fast 27.700 km Entfernung passierte, vermutet worden. Die Forschungsarbeiten bestätigten den Zusammenhang nicht.
Jetzt halten es die Wissenschaftler durch ein Modell für möglich, das der Asteroid 2011 EO40 ein Verwandter sein könnte. Es gibt aber noch keinen spektroskopischen Nachweis, ob beide genetisch miteinander verknüpft sind.
Die Ergebnisse von de la Fuente Marcos und Aarseth zeigen, dass der Chelyabinsk Impaktor wahrscheinlich zu dem am 15.02.1982 mit einen Abstand von weniger wie 0,0015 AU die Erde passierenden Asteroid 2011 EO40 gehören könnte. Das Haupthindernis zur Bestimmung der richtigen Umlaufbahn des Boliden Chelyabinsk verhindert seine geozentrische Geschwindigkeit beim Aufprall.

Quelle:
http://www.alphagalileo.org/ViewItem.aspx?ItemId=161039&CultureCode=en

Mit den besten Grüßen
Gertrud
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Offline AliveAgain

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Re: Meteoriten & Co - Boten aus dem Weltall.
« Antwort #584 am: 21. Februar 2016, 23:45:59 »
Hallo in die Runde.

Ich wurde im April 1990 Augenzeuge des Überfluges vom Glanerbrug-Meteoriten kurz vor seinem Einschlag.
Auf dem Weg zu meinem Auto sah ich eine sehr helle Erscheinung über den Himmel rasen. Das alles untermalt von einem ohrenbetäubenden Lärm, der wie der Nachbrenner eines Kampfjets klang. Damals habe ich mir keine weiteren Gedanken darüber gemacht was das wohl gewesen sein könnte.

Erst 2012 habe ich mich mit einem Leiter einer Sternwarte über meine Sichtung unterhalten und es war sehr schnell klar, dass es sich wegen des Datums und der ungefähren Uhrzeit um den genannten Meteoriten gehandelt haben muss. Ich habe dann versucht ein paar Nachforschungen anzustellen aber die Infos sind nur sehr mager.

Das alles ist eigentlich noch nicht sehr interessant.
Interessant hingegen ist die Tatsache dass der Sound zeitgleich mit dem hellen Feuerschweif aufgetreten ist. Krefeld ist ungefähr 100Km von Glanerbrug entfernt und da Schall ja bekanntermassen nicht sehr schnell ist hätte man das Getöse eigentlich niemals zeitgleich hören können/dürfen. Mir wurde dann berichtet, dass das Phänomen schon öfter beobachtet worden ist. Leider findet man im Netz auch zu diesem Thema nicht viel. Scheinbar nennt sich das wohl "Electrophonic Sound"  (http://www.gefsproject.org/electrophones/)

Hat da jemand mehr Infos oder weiss wo man an mehr Infos kommen kann?

Gruß
Jürgen
No bucks - no Buck Rogers (Gus Grissom)

Offline rok

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Re: Meteoriten & Co - Boten aus dem Weltall.
« Antwort #585 am: 22. Februar 2016, 19:07:16 »
Hm AliveAgain,

die Theorie der "electrophonic sound"-Leute geht davon aus, dass der Eintritt eines Asteroiden in die Atmosphäre einen Elektromagnetischen Puls (EMP) auslösen kann, dessen Frequenz im VLF(!)-Bereich liegen soll. Dieser soll dann eine akkustische Schockwelle bis in Entfernungen von hunderten km erzeugen.

Eine Wechselwirkung von elektromagnetischen Wellen mit einer Wellenlänge im km-Bereich mit der Luft ist schon mal sehr fragwürdig. Und ein EMP, der permanent Energie an die Atmophäre abgibt, kommt nicht sehr weit (einige Meter ?). Diesem Argument wird begegnet, indem es "Knoten" geben soll, an dem sich reflektierte Wellenzüge verstärken können sollen würden.

Man schätzt dort, dass ein Mensch einmal im Leben so eine Erfahrung machen könnte. Vielleicht ist dir sowas passiert, ich bin da eher skeptisch, dass es diesen Effekt überhaupt gibt.

Robert

Offline AliveAgain

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Re: Meteoriten & Co - Boten aus dem Weltall.
« Antwort #586 am: 22. Februar 2016, 23:33:49 »
die Theorie der "electrophonic sound"-Leute geht davon aus, dass der Eintritt eines Asteroiden in die Atmosphäre einen Elektromagnetischen Puls (EMP) auslösen kann, dessen Frequenz im VLF(!)-Bereich liegen soll. Dieser soll dann eine akkustische Schockwelle bis in Entfernungen von hunderten km erzeugen.

Eine Wechselwirkung von elektromagnetischen Wellen mit einer Wellenlänge im km-Bereich mit der Luft ist schon mal sehr fragwürdig. Und ein EMP, der permanent Energie an die Atmophäre abgibt, kommt nicht sehr weit (einige Meter ?). Diesem Argument wird begegnet, indem es "Knoten" geben soll, an dem sich reflektierte Wellenzüge verstärken können sollen würden.

Man schätzt dort, dass ein Mensch einmal im Leben so eine Erfahrung machen könnte. Vielleicht ist dir sowas passiert, ich bin da eher skeptisch, dass es diesen Effekt überhaupt gibt.

Solchen Argumenten traue ich auch nicht so ohne weiteres.

Das gesehen zu haben war reiner Zufall. Hätte ich meinen Heimweg nur wenige Sekunden später angetreten hätte ich nur das Geräusch gehört.

Damals habe ich einfach gedacht, dass das Objekt nicht sehr hoch geflogen sei - ich hätte mal auf 100, maximal 150 Meter getippt (alleine schon wegen der immensen Helligkeit). Deswegen habe ich mich auch nicht gewundert. Da der Meteorit (Masse schätzt man nur auf 750 Gramm) aber mindestens 100 Km weg war und garantiert auch viel höher war, wundert es mich doch, was den Schall zeitgleich zur Sichtung erzeugt hat. Das Ganze hat nur etwa 4-5 Sekunden gebraucht um komplett durch mein Sichtfeld zu fliegen und der Schall war auch in dem Moment nicht mehr zu hören als die "Skyline von Krefeld" die Sichtung beendet hat.
Wenn es also nicht dieser electophonic sound gewesen ist - welche Erklärung könnte es noch geben?

Gruß
Jürgen
No bucks - no Buck Rogers (Gus Grissom)

Online fl67

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Re: Meteoriten & Co - Boten aus dem Weltall.
« Antwort #587 am: 23. Februar 2016, 13:24:20 »
Wenn es also nicht dieser electophonic sound gewesen ist - welche Erklärung könnte es noch geben?

* ein zufälliges Zusammentreffen der optischen Erscheinung mit einer lokalen Geräuschquelle (Flugzeug, Moped, ...)

* ein wahrnehmungs-psychologisches Phänomen: du siehst da was großes am Himmel und dein Unterbewusstsein denkt sich das passende Geräusch dazu - obwohl es gar nicht da war...



Offline Nakova

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Re: Meteoriten & Co - Boten aus dem Weltall.
« Antwort #588 am: 23. Februar 2016, 15:22:42 »
Synchronität mit einer lokalen Geräuschquelle oder wahrnehmungs-psychologisches Phänomen - dein Ernst? Bemerkenswert groß dein Glaube an einem solchen Zufall. Außerdem schätze ich persönlich, Jürgen, nicht Synästhesie-Patient ein.
Meine persönliche Theorie ist viel eher die, dass es doch vielleicht möglich ist, dass jenes Geräusch zwar vom Eintritt in die Atmosphäre her rührt, aber eben weit bevor der Meteor auffällig sichtbar - durch sein Leuchten (oder eben dem der Plasmaspur) - wird. Denn bevor did Ding erleuchtet ist es ja schon in der Atmosphäre und kann Krach machen ohne das man es sehen wahrnimmt.  Insofern kommt der Sound schon versögert an, aber eben von einem früheren Startzeitpunkt als jener wie man den Meteor sieht. Aber das sein nur mal ein Gedankenspiel von mir.  :P
Als er die Himmel bereitete, war ich da; als er einen Kreis [hebr. "chug" was zudem Kugel bedeutet] über der Fläche der Wassertiefe festsetzte ... (im 10 Jahrhunderd v.Chr. von Salomo verfasst)

Offline Schlomo

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Re: Meteoriten & Co - Boten aus dem Weltall.
« Antwort #589 am: 23. Februar 2016, 15:53:04 »
Eine zufällige Koinzidenz kann ich mir auch nicht vorstellen. Andererseits tritt das Geräusch nur sehr selten auf. Ich habe in meinen knapp über 10.000 Beobachtungsstunden etwa 100 helle bis sehr helle Meteore gesehen, aber nie ein Geräusch dazu gehört. Meinen Kollegen ging es genau so. Aber ich kenne natürlich die Berichte von anderen Beobachtern, die glaubhaft versichern, in einigen Fällen tatsächlich etwas gehört zu haben.

Und ich kenne einen “Beobachter”, der bereits Minuten vor einem Meteoritenfall etwas wahrgenommen hat. Nur kann er leider nicht berichten, welcher Art seine Wahrnehmung war. Denn: Es ist der Hund meiner Eltern. Das Ganze ereignete sich Anfang der 80er Jahre. Der Hund wollte mitten in der Nacht raus, meine Mutter ließ ihn über die Terrassentür in den Garten, aber anstatt sein “Geschäft” zu verrichten blieb er stehen und starrte nach oben. Nach wenigen Momenten flog ein heller Meteor über den Himmel. Der Hund ging dann wieder ins Haus und schlief weiter. Das war in München, der Meteorit schlug in der Nähe des Bodensees ein.

Aus den Erzählungen meiner Mutter schließe ich, dass der Hund mehrere Minuten bevor der Meteorit zu sehen war, etwas bemerkt hatte.

Schall scheidet also aus. Der Meteor kann zu dem Zeitpunkt noch nicht einmal die Erdatmosphäre erreicht haben. Und irgend so eine “elektroakustische” Wahrnehmung? Also, ich weiß nicht. Ich kenne zwar ein besonders schräges Erlebnis eines alten Bekannten, ein Funkamateur (Adi Scherbaum aus Ottobronn, leider längst verstorben), der im 80m Band mit 1kW Leistung gesendet hat, als sein Nachbar bei ihm geklingelt hat und meinte, er würde Morsezeichen aus einem Wassereimer hören. Wir haben das dann sogar reproduzieren können: Der Eimer stand etwa 50 Meter vom Einspeisungspunkt der Antenne entfernt, und wenn Adi auf seine Morsetaste drückte, konnte man das im Eimer hören. Recht laut sogar. Muss ein (ungewöhnlicher) Resonanzeffekt gewesen sein.

Aber das waren 1kW aus ein paar Meter Entfernung...

Schalom, Schlomo

Offline Nakova

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Re: Meteoriten & Co - Boten aus dem Weltall.
« Antwort #590 am: 23. Februar 2016, 18:05:04 »
Das mit dem Hund finde ich eine interessante Begebenheit. Aber warum den Schall ausschließen? ....Der Mensch nimmt dabei Geräusche von rund 20 bis 20.000 Schwingungen pro Sekunde (Hz) wahr. Beim Hund fällt dieser Wert höher aus. Dieser beläuft sich auf ca. 15 bis 50.000 Schwingungen pro Sekunde (Hz). ... (Quelle: http://www.hunde.de) Zudem kommt noch, dass ich noch viel weniger daran Glaube, dass dieses Tier den Meteor gesehen, ertastet oder geschmeckt hat. Bestenfalls hat er eventuell eine Veränderung über den Geruch wahrgenommen, was ich aber auch zu den eher auszuschließneden Fakten legen würde.
Aber um auf das akustische zurückzukommen: Wenn man z.B. die 30.000 Hz nimmt die der Hund wahrnehmen kann, wäre das ein immenser Vorsprung zu dem Zeitpunkt an welchem ein Mensch es wahrnehmen könnte.
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Offline Jesterhead

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Re: Meteoriten & Co - Boten aus dem Weltall.
« Antwort #591 am: 23. Februar 2016, 18:23:24 »
Ich vermute mal, dass er Schall ausschließt, da der Meteorit ja erst wesentlich Später sichtbar war, also sich zum gegebenen Zeitpunkt er sich noch nicht in der Atmosphäre befand.
Und im Vakuum breitet sich Schall bekanntermaßen nicht aus

Offline Schlomo

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Re: Meteoriten & Co - Boten aus dem Weltall.
« Antwort #592 am: 23. Februar 2016, 18:44:01 »
Die Schallgeschwindigkeit ist nicht von der Frequenz abhängig. Hochfrequenter Ultraschall ist genau so schnell wie das ungestrichene a. Mal angenommen, der Hund hätte bereits 3 Minuten bevor der Meteor sichtbar war, etwas gehört (so lange dürfte es etwa gedauert haben, bis er meine Mutter geweckt hatte, sie ihn raus gelassen hat, er hochgeschaut und den Meteor gesehen hat), dann hätte der Schall in den 3 Minuten etwa 60 km zurückgelegt. Der Meteorit wäre (bei sagen wir mal 40 km/sek) in der selben Zeit 7200 km weit geflogen. Also hat der Hund etwas bemerkt, lange bevor der Meteorit mit der Erdatmosphäre in Berührung gekommen ist. Daher scheidet Schall aus. Geruch und so weiter natürlich ebenfalls.

Daher gebe ich ehrlich zu: Ich habe nicht den leisesten Hauch einer Ahnung, was da die Ursache war...

Ah, ja: Und ich glaube weder an Zufälle noch an irgend welches esoterische Zeug, sondern gehe davon aus, dass es dafür tatsächlich eine naturwissenschaftliche Erklärung gibt. Wenn ich auch keine Ahnung habe, wie die aussehen könnte. Die aktuelle Folklore bei einigen Forschen, dass die Geräusche durch niederfrequente Radiowellen ausgelöst werden, die ihrerseits durch die Interaktion des vom Meteoriten erzeugten Plasmas mit dem Magnetfeld der Erde produziert werden, scheint mir zwar ein erster Denkansatz zu sein, aber es bleibt eine zentrale Frage unbeantwortet: Wie sollen niederfrequente Radiowellen auf der Erdoberfläche Schall erzeugen? Bei einer Strahlungsdichte wie bei Adi Scherbaums Kurzwellensender und einem zufällig in Resonanz stehenden Wassereimer – ok. Aber bei einer um mindestens 10 hoch 16 geringeren Strahlungsdichte? Also das kommt mit doch etwas unwahrscheinlich vor. Ich denke, bis aus der Überlegung eine brauchbare Arbeitshypothese wird, dürfte noch einiges an Gehirnschmalz investiert werden müssen...

Schalom, Schlomo

Offline Pham

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Re: Meteoriten & Co - Boten aus dem Weltall.
« Antwort #593 am: 23. Februar 2016, 19:31:39 »
Die Schallgeschwindigkeit ist nicht von der Frequenz abhängig. Hochfrequenter Ultraschall ist genau so schnell wie das ungestrichene a. Mal angenommen, der Hund hätte bereits 3 Minuten bevor der Meteor sichtbar war, etwas gehört (so lange dürfte es etwa gedauert haben, bis er meine Mutter geweckt hatte, sie ihn raus gelassen hat, er hochgeschaut und den Meteor gesehen hat), dann hätte der Schall in den 3 Minuten etwa 60 km zurückgelegt. Der Meteorit wäre (bei sagen wir mal 40 km/sek) in der selben Zeit 7200 km weit geflogen. Also hat der Hund etwas bemerkt, lange bevor der Meteorit mit der Erdatmosphäre in Berührung gekommen ist. Daher scheidet Schall aus. Geruch und so weiter natürlich ebenfalls.

Daher gebe ich ehrlich zu: Ich habe nicht den leisesten Hauch einer Ahnung, was da die Ursache war...

Ah, ja: Und ich glaube weder an Zufälle noch an irgend welches esoterische Zeug, sondern gehe davon aus, dass es dafür tatsächlich eine naturwissenschaftliche Erklärung gibt. Wenn ich auch keine Ahnung habe, wie die aussehen könnte. Die aktuelle Folklore bei einigen Forschen, dass die Geräusche durch niederfrequente Radiowellen ausgelöst werden, die ihrerseits durch die Interaktion des vom Meteoriten erzeugten Plasmas mit dem Magnetfeld der Erde produziert werden, scheint mir zwar ein erster Denkansatz zu sein, aber es bleibt eine zentrale Frage unbeantwortet: Wie sollen niederfrequente Radiowellen auf der Erdoberfläche Schall erzeugen? Bei einer Strahlungsdichte wie bei Adi Scherbaums Kurzwellensender und einem zufällig in Resonanz stehenden Wassereimer – ok. Aber bei einer um mindestens 10 hoch 16 geringeren Strahlungsdichte? Also das kommt mit doch etwas unwahrscheinlich vor. Ich denke, bis aus der Überlegung eine brauchbare Arbeitshypothese wird, dürfte noch einiges an Gehirnschmalz investiert werden müssen...

Schalom, Schlomo
Sowas können auch Schein-Koinzidenzen sein.
Vergleichbar dem scheinbar erstaunlichen Ereignis, dass jemand genau in dem Moment anruft, in dem man an ihn denkt.
Und macht sich nicht klar, wie häufig man an jemand denkt, ohne dass dieser anruft .. oder jemand anruft, ohne dass man an ihn gedacht hat.  Da ist es eine reine Frage der Wahrscheinlichkeit, bis auch der Umstand eintritt, dass jemand anruft, an den man gerade gedacht hat.

Wie häufig machen Tiere ulkige Sachen, die ansonsten zum schmunzeln einladen, an die man aber ansonsten nicht weiter denkt.
Und dann ist man natürlich versucht eines der "ulkigen" Verhalten mit einem anderen Ereignis in Verbindung zu stellen, dass in zeitlicher Nähe geschieht.

Selbst wenn Hunde oder andere Tiere deutlich empfindlichere Sinne haben, wie wir Menschen, ist keiner dabei, der irgend einen Eindruck von einem Steinbrocken vermittel, der noch deutlich außerhab der Atmosphäre durch das Weltall segelt. Bestenfalls optisch. Aber genau da sind wir den Hunden überlegen.
Will sagen, wenn der das SEHEN sollte, wäre es uns ein leichtes. Und wir können so einen Metroriden NICHT sehen, bevor er als Meteor in Erscheinung tritt. Es sei denn er wäre riesig. 
Müssten wir allein dem gesunden Menschenverstand vertrauen, so wäre die Welt noch immer eine Scheibe.

Offline Pham

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Re: Meteoriten & Co - Boten aus dem Weltall.
« Antwort #594 am: 23. Februar 2016, 19:32:37 »
... esotherisch anmutende Sinneswahrnehmungen mal komplett außen vor gelassen.
Müssten wir allein dem gesunden Menschenverstand vertrauen, so wäre die Welt noch immer eine Scheibe.

Offline AliveAgain

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Re: Meteoriten & Co - Boten aus dem Weltall.
« Antwort #595 am: 23. Februar 2016, 22:15:13 »
Sind ja doch noch ein paar Antworten gekommen. Und das, obwohl das ja eigentlich nicht unbedingt das Forum ist in dem man diese Fragen stellt.

Und ja, ich kann sehr wohl Umweltgeräusche bremsender Strassenbahnen, Formel 1 Boliden, die durch die Strasen brettern oder Lärm der in in der Firma entsteht, voneinander unterscheiden.  :) Das muss ich also ausschliessen.

Ich habe heute mal genau zu dem Thema eine interessante Seite der NASA Science gefunden: http://science.nasa.gov/science-news/science-at-nasa/2001/ast26nov_1/
Leider hatte ich noch keine Zeit die weiterführenden Links zu besuchen.

Gruß
Jürgen
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Offline Gertrud

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Re: Meteoriten & Co - Boten aus dem Weltall.
« Antwort #596 am: 23. Februar 2016, 22:28:09 »
Hallo Zusammen,
auch wenn es jetzt etwas OT ist,
aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen,
unterschätzt die Wahrnehmungen und Sinne der Hunde nicht.
Der kleine Münsterländer setzte sich damals, in den Zeiten wo Handys noch ein Fremdwort war, ;) immer sehr früh an die Haustür und ich wußte, bald ( gute 5 min.) würde mein Mann mit dem Auto da sein.
Darum verstehe ich die Schilderung von @Schlomo sehr gut.

Mit den besten Grüßen
Gertrud
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Offline Schlomo

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Re: Meteoriten & Co - Boten aus dem Weltall.
« Antwort #597 am: 24. Februar 2016, 00:27:22 »
[off topic]
@Gertrud: Stimmt! Als mein Vater in den 70er Jahren auf einer Baustelle etwa 20 km östlich von uns gearbeitet hat, ist er immer so gegen 1715 nach Hause gekommen. Eine viertel Stunde vorher ist unser Hund jedes mal aufgesprungen und schwanzwedelnd vor der Tür gestanden und hat gewartet. Wir dachten, er würde die Zeit richtig abschätzen, bis er uns eines Tages eines Besseren belehrte. Er sprang wieder kurz nach 1700 auf, wartete vor der Tür und nach 5 Minuten ließ er den Schwanz sinken, schlich zurück auf seine Decke und legte sich dort mit einer riesigen Kummerfalte auf der Stirn hin. Nach 10 Minuten sprang er wieder total happy auf, und nach weiteren 10 Minuten kam mein Vater heim.

Er hatte zwischendurch bei einem Bäcker gehalten und Kuchen gekauft.

Und unser Hund hatte das aus 20 km Entfernung problemlos gehört.
[/off topic]

Schalom, Schlomo, der jetzt mal schnell die Links ansieht, ob es da vielleicht neue Erkenntnisse bei der NASA gibt...


Offline jdark

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Re: Meteoriten & Co - Boten aus dem Weltall.
« Antwort #598 am: 26. Februar 2016, 13:32:19 »
Hunde können das Magnetfeld wahrnehmen und evtl auch durch ein Meteorit erzeugte Deformationen :)

Ganz zufällig gabs vor kurzem diesen Artikel:
http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-19890-2016-02-25.html
Ach, und vergiss nicht den Müll aus dem Orbit rauszustellen...Ja, Schatz...

Offline rok

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Re: Meteoriten & Co - Boten aus dem Weltall.
« Antwort #599 am: 26. Februar 2016, 18:13:22 »
Also allmählich geht das ja nun definitiv ins esoterisch-absurde und hat mit Asteroiden eigentlich nichts mehr zu tun.

Hunde, die aus vielen km Entfernung ein spezielles Auto aus dem gesamten Verkehrslärm detektieren können. Oder einen kleinen Gesteinsbrocken, der sich noch tausende km von der Erde entfernt befindet.

Und dass Hunde sich evtl. am lokalen Magnetfeld orientieren können, heißt ja nicht, dass sie auf winzige und noch nicht einmal nachgewiesene Störungen dieses Magnetfeldes in einer Entfernung von hunderten km reagieren. Ein vorbeifahrendes Auto hat da sicherlich einen größeren Effekt.

Robert

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