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Autor Thema: Meteoriten & Co - Boten aus dem Weltall.  (Gelesen 200533 mal)

astro112233

  • Gast
Re: Meteoriten & Co - Boten aus dem Weltall.
« Antwort #75 am: 29. Juni 2007, 11:38:31 »
Hallo Raumfahrer,

anbei ein Link, der die russische Suizid-Variante der Eisen-Meteoriten-Ätzung eindrucksvoll verdeutlicht. Die Chemiker unter euch werden genau so schockiert sein wie ich.

Es handelt sich um 7 relativ kurze Video-Sequenzen, die ihr euch mal in Ruhe reinziehen solltet. Das Zeug wo das Ätzmonster auf die Eisenscheiben kippt ist keine Ahoi Brause, sondern verdünnte Säure !!!  

Link:
http://etching-meteorite-seymchan.blogspot.com/

Wenns ruckelt, ist wohl wieder der aufgerufenen Server überlastet. Einfach etwas Ausdauer zeigen oder später versuchen.

Das Ambiente der Werkstatt spricht für sich und wo die Ätzpampe schlussendlich versickert weiß der Geier.

Atemschutzmaske auf, Schutzhandschuhe an und los gehts. Frankenstein lässt Grüßen.

Grüße sendet Konrad.   ;)

Albert

  • Gast
Re: Meteoriten & Co - Boten aus dem Weltall.
« Antwort #76 am: 06. Juli 2007, 16:34:48 »
an alle Finder von Meteoriten und anderer Himmelskörper:

Wenn ihr das Korpus delicte findet, gehört es euch!

Hier ein Gerichtsentscheid:

HIER

 :o
« Letzte Änderung: 06. Juli 2007, 16:35:23 von Albert »

astro112233

  • Gast
Re: Meteoriten & Co - Boten aus dem Weltall.
« Antwort #77 am: 07. Juli 2007, 11:08:26 »
Oh mein Gott,

wie ekelhaft ist das schon wieder. Hier bewahrheitet sich der Spruch - Geldgier ist aller Übel Anfang -. Und das von beiden Seiten.

1. Die österreichischen Pressefreunde von tirol ORF.at sind offensichtlich nicht einmal in der Lage, das korrekte Gewicht des Neuschwanstein 3 zu eruieren. Die Angabe !750g ist das Gewicht von Neuschwanstein 1. Neuschwanstein 3 ist 2842g schwer. Ist doch egal, Hauptsache die Auflage stimmt.  

Originalseite: http://tirol.orf.at/stories/201205/

2. Der Bürgermeister und seine Gemeinderatsgeschwader hätten ja selbst nach dem Himmelsboten suchen können, oder lassen. Niemand hinderte sie daran. Nur erkannten sie nach den zahlreichen Presseberichten wohl nicht den enormen Wert des Meteoriten. Logisch, so was exotisches wie Meteoriten kannten sie vorher gar nicht. Ist mal was völlig anderes als Bergkristall.  

Jedoch nach der Bekanntgabe des Fundes beginnt der provinziell geprägte Denkprozess und die Profilierungssucht. Aus Marktgemeinde wir Meteoritengemeinde, welch kometenhafter Aufstieg und Visionen werden war. Für die geringe Eintrittsgebühr von 12 Euro pro Nase wandeln Tausende von Touristen andächtig zu der gemeindeeigenen Geröllhalde, um den heiligen Ort des Geschehens hautnah zu erfahren und Schweinchen schlau verkauft lustig Souvenirs zu dem Meteoritenfall. Neuschwanstein 3 aus Plastik, aus Schokolade oder für sportliche zum aufblasen. Blasmusik und Würstchen runden das Familienerlebnis ab.    

3. Den Meteorit einfach über die Grenze "schmuggeln" ist auch nicht die feine Englische Art. Der Dr. wusste genau, was ihm blüht, sprich das er wahrscheinlich leer ausgeht, wenn er den Fund in Österreich meldet. Der österreichische Meteorit sollte ebenfalls im Ries Kratermuseum seinen Platz finden. Damit haben wir doch ausreichend Erfahrung, "Die schöne Berlinerin", Publikumsliebling aller Berlin-Besucher stamm bekanntlich aus Ägypten und wurde quasi nach Deutschland verschlepp. Seit Jahrzehnten bettelt Ägypten um die Rückgabe der Nofretete, ohne Erfolg. Die damaligen Ausgrabungsfunde wurden gerecht geteilt, Ägypten erhielt den "Müll", Deutschland die Filetstücke.

4. Die Urteilsbegründung ist sehr professionell und beeindruckend, für den unkundigen Laien beinahe beängstigend. Dennoch meine Hochachtung vor dem Richter. Ist ja fachlich betrachtet völlig korrekt, jedoch die juristischen Formulierungen sind für Normalos sehr gewöhnungsbedürftig.

Originalseite: Urteil mit Urteilsbegründung. Klasse Leküre !!!
http://www.justiz.bayern.de/imperia/md/content/stmj_internet/gerichte/landgerichte/augsburg/8_o_1758_06_eu.doc

Zitat
Substanzveränderungen an einem Grundstück.

Besitzwillen äußerte und auch keine Zueignungshandlung vornahm.

Eine Sache ist verborgen, wenn sie sich in einer Lage befunden hat, in der sie nicht ohne weiteres persönlich wahrnehmbar ist. Nicht verborgen sind dagegen offen liegende Gegenstände, und zwar auch dann, wenn ihre Auffindbarkeit durch die Verhältnisse wesentlich erschwert ist.

Best of. Vielmehr war der aus dem Weltall stammende Meteorit ursprünglich herrenlos.   [smiley=tekst-toppie.gif]

5. Fragen.

Gehen die Spezialisten, welche die notwendigen Daten eines Falls zur Verfügung stellen völlig leer aus?

Wie kommt die Unmenge von NWAs eigentlich über die Grenzen der Fund-Staaten?  

Wie können z.B. Millbillillis legal aus Australien ausgeführt werden?

6. Vorschlag.
An den Zollstationen sollten Meteoritenklappen aufgestellt werden. Dort wirft der unglückliche Finder seinen herrenlosen Meteorit einfach hinein. Pendant zur Babyklappe.

7. Finde ich widererwartend einen Meteoriten, strafe ich das Ding mit bösen Blicken und lasse ich ihn einfach liegen, bringt nur Ärger und Verdruss.

8. Quintessenz
Jeder der beiden Kontrahenten sollte die Hälfte des Meteoriten bekommen. Das halte ich persönlich für gerecht. Sprich der Finder 2 Drittel und der Staat 1 Drittel.

Bitte den Beitrag nicht ganz so Ernst nehmen.

Sternwarte Singen e.V. - Wissenswertes über die Neuschwanstein-Meteoriten.
http://www.sternwarte-singen.de/meteorit_neuschwanstein1.htm

Grüße sendet Konrad.  :)

Grundsatzfrage: Kann bei der Beschädigung einer Sache durch einen gefallenen Meteoriten der Asteroidengürtel verklagt werden?
« Letzte Änderung: 07. Juli 2007, 11:19:35 von astro112233 »

Albert

  • Gast
Re: Meteoriten & Co - Boten aus dem Weltall.
« Antwort #78 am: 07. Juli 2007, 15:29:50 »
Hi Konrad, danke für deinen Hintergrundbericht:
Ich lach mich schief...!

 ;D

PS. Die Nofretete lassen wir besser auf der Museumsinsel in Berlin, dort hat sie einen würdigen Platz; wo kämen wir denn hin, wenn die Briten oder Franzosen oder Russen alle ihre Museumsschätze (Beutestücke) zurückgeben müssten...

 :-[

Offline alswieich

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    • Gera und seine Straßenbahn
Re: Meteoriten & Co - Boten aus dem Weltall.
« Antwort #79 am: 07. Juli 2007, 17:04:25 »
Zitat
Oh mein Gott, ...
Wieso deiner?
 ;)

Zitat
... Grundsatzfrage: Kann bei der Beschädigung einer Sache durch einen gefallenen Meteoriten der Asteroidengürtel verklagt werden?
Nein, aber er muß enger geschnallt werden.

Danke für diesen deinen Beitrag.


Gruß
Peter

H.J.Kemm

  • Gast
Re: Meteoriten & Co - Boten aus dem Weltall.
« Antwort #80 am: 08. Juli 2007, 08:34:10 »
Moin Konrad,

danke für diesen Bericht und besonderen Dank an Dich für diese tolle Interpretation.

Man soll´s ja nicht glauben. Da ist dies Bürgermeistermännchen plötzlich hellwach als es erfährt, dass das Ding (Neuschwanstein 3) richtig was wert ist. Es stellt sich mir die Frage, was hätte dieser Schlaumeier wohl gemacht, wenn das Ding einen richtigen Schaden verursacht hätte. Wäre er dann auch vor Gericht gezogen um Besitzansprüche  anzumelden?

Jerry

astro112233

  • Gast
Re: Meteoriten & Co - Boten aus dem Weltall.
« Antwort #81 am: 11. Juli 2007, 16:36:54 »


Bild: Eisenmeteorit Morasko Scheibe geätzt - Oktaedrit IIICD - Fundort: Morasko/Polen - Gewicht: 15,2g - Maße: 31 x 24 x 2mm - Mit Neumann Linien.

Neumann Linien
Bei den Neumannschen Linien handelt es sich um Parallelscharen von sehr dünnen Linien, die sich vielfach durchkreuzen. Die Linien zeugen von einem katastrophalen mechanischen Prozess, den der Meteorit ( Korrekt Meteoroid, da sich das Teil noch im All befand ) bei seiner Fragmentierung, zum Beispiel während der Kollision zweier Asteroiden, durchlaufen hat.

PS. Im Fall Neuschwanstein 3 wird das letzte Wort noch nicht gesprochen sein. Sprich weiterer Prozess.  [smiley=2vrolijk_08.gif]

Sternwarte Singen e.V.
http://www.sternwarte-singen.de

Viele Grüße sendet Konrad.  ;)

astro112233

  • Gast
Re: Meteoriten & Co - Boten aus dem Weltall.
« Antwort #82 am: 23. Juli 2007, 11:32:39 »



Kurz-Info
Name: Dar Al Gani 400 ( DaG400 ) - Mond Meteorit - Typ: Anorthosit - Gewicht: 0,045g - Fund: 1998 - Kontinent: Afrika - Staat: Libyen - Ort: Al Jufrah - TKW: 1425g - Sammlung: Astro1

Sternwarte Singen e.V.
http://www.sternwarte-singen.de

Gruß Konrad   ;)


H.J.Kemm

  • Gast
Re: Meteoriten & Co - Boten aus dem Weltall.
« Antwort #83 am: 25. Juli 2007, 11:26:57 »
Moin,

um *Neuschwanstein 3* wird weiter gekämpft.

Der Reuttener Bürgermeister hat Berufung gegen das in erster Instanz zu seinen Ungunsten gefällte Urteil angekündigt. Wiesenegg meint, daß es genügend Gutachten gäbe, die seine Rechtsauffassung bestärken.

Na dann schaun´n ma ma.

Jerry



astro112233

  • Gast
Re: Meteoriten & Co - Boten aus dem Weltall.
« Antwort #84 am: 25. Juli 2007, 23:39:49 »
Hallo Jerry,

vielen herzlichen Dank für den Hinweis.

Viele Grüße sendet Konrad.   ;)

astro112233

  • Gast
Re: Meteoriten & Co - Boten aus dem Weltall.
« Antwort #85 am: 28. Juli 2007, 12:18:36 »
Brandneu !!!

Ein sog. "daylight fireball" wurde gefilmt und ist hier anzuschauen. Im letzten Drittel des Video seht ihr dann den Protagonisten.  

Link
http://tinyurl.com/yt6jsj

Angeblich hat man das Ereignis am 25. Juli 2007 mittags auch von Ostitalien und Slowenien aus sehen können und die Helligkeit soll bis zu -20 mag betragen haben.

Auf der US-Metcentralliste wurde bereits Skepsis geäußert, daß es sich um einen Meteor handle, es sei wohl eher ein fake. Ein jeder bilde sich nun selber ein Urteil.

Die extremen Helligkeitsausbrüche und die Fragmentierung deuten jedoch um ein reales Ereignis hin. Mal schauen was die Zukunft für Ergebnisse an den Tag bringt.

Gruß Alex und Konrad.   ;)

astro112233

  • Gast
Re: Meteoriten & Co - Boten aus dem Weltall.
« Antwort #86 am: 28. Juli 2007, 20:10:39 »
War wohl nichts mit der Feuerkugel !!!  

Zitat.
Mitglieder der US-Metcentralliste haben das auch als Fake dargestellt, z. B. Mike Farmer, der behauptet, dass Video bereits als YOUTUBE-Video schon vorher gesehen zu haben.

Inzwischen wurde aus den Meldungen rausgelesen, daß der kroatische Sender da wohl Archivaufnahmen reingemischt hat - na ja, nicht die feine englische Art, sowas jetzt als Novum zu präsentieren!

Vermutlich herrscht derzeit in der kroatischen Medienwelt ebenfalls das berüchtigte Sommerloch.

Gruß Konrad.   ;)

astro112233

  • Gast
Re: Meteoriten & Co - Boten aus dem Weltall.
« Antwort #87 am: 14. August 2007, 11:02:12 »
Hallo Sternfreunde,

heute empfehle ich euch die Webseite von Thomas Grau aus Bernau, nahe Berlin. Er ist Meteoriten-Jäger im wahrsten Sinne des Wortes. Thomas fand u.a. den Neuschwanstein-Meteoriten I. mit 1750g.

Nun ist er von einer Suchexpedition aus Spanien zurück gekehrt und das nicht mit leeren Händen. Was es bedeutet, systematisch nach Meteoriten eines beobachteten Meteoritenfalls zu suchen, seht ihr auf seiner Seite.  

Diese verdeutlicht die mühevolle Arbeit nach den zum Teil winzigen Boten aus dem All zu suchen und welche zu finden. Adleraugen benötigt man auf jeden Fall, wie ihr sehen werdet und Steine gab es dort mehr als genug.

Link
http://www.ausgangspunkt-erde.de/Aktivitaeten/2004/spanienmai07.html

Wie mir derzeit bekannt ist, gehen beinahe alle Stücke an Wissenschaftliche Institute und Museen.  

Nun wünsche ich euch viel Spaß und Erfolg bei der Suche.

Gruß Konrad.   ;)


astro112233

  • Gast
Re: Meteoriten & Co - Boten aus dem Weltall.
« Antwort #88 am: 18. August 2007, 19:24:32 »



Steinmeteorit Mount Egerton - Klasse: Achondrit Aubrit AUB-AN - Fund: 1941 - Fundort: Gascoyne / West-Australien - Gewicht: 3,1g - TKW 22kg.

Sternwarte Singen e.V.
http://www.sternwarte-singen.de

Gruß Konrad.   ;)

astro112233

  • Gast
Re: Meteoriten & Co - Boten aus dem Weltall.
« Antwort #89 am: 04. September 2007, 12:22:02 »







Kurz-Info
Eisen-Meteorit Sikhote Alin - Individuum mit einem kleinen Einschlags-Krater der durch einen weiteren Meteoriten entstand - Typ: IIAB - Fund: 1947 - Fundort: Primorskiy Kray Sibirien / Russland - Gewicht: 6,45g - TKW >23.000kg.

Sternwarte Singen e.V.
http://www.sternwarte-singen.de/

Gruß Konrad.   ;)

astro112233

  • Gast
Re: Meteoriten & Co - Boten aus dem Weltall.
« Antwort #90 am: 15. Oktober 2007, 17:17:40 »



Exorbitant: Widmannstättensche-Figuren in 3D: Maßstab-Würfel - 10 x 10 x 10mm.

Handgefertigt von Mirko Graul http://www.meteorite-mirko.de/





Widmannstättensche Figuren
Das Mineral Kamanzit ( Balkeneisen ) bildet den größten Anteil der sichtbaren Lamellen. Diese werden von Taenit ( Bandeisen ) an den Seiten eingefasst, während der Plessit, als drittes Mineral die Zwischenräume ausfüllt. Ein Mikroskop gewährt bei der Betrachtung der geätzten Meteoritenfläche weitere interessante Einblicke.

In dieser Ausprägung kommen die Gefügestrukturen in irdischem Material niemals vor. Wissenschaftlern ist bisher die künstliche Herstellung der Widmannstättenschen Figuren nicht gelungen. Sie sind quasi fälschungssicher und ein eindeutiges Indiz auf einen Eisenmeteoriten des Typs Oktaedrit. Diese Muster entstehen durch das extrem langsame Abkühlen und Auskristallisieren der beiden Minerale Taenit und Kamazit unter dem Einfluss der im Weltall herrschenden Schwerelosigkeit. Die Abkühlung des betroffenen Materials beträgt in 1 Million Jahre lediglich 1° Celsius.

Sternwarte Singen
http://www.sternwarte-singen.de

Mit meteoritischen Grüßen

Konrad

Alfatom

  • Gast
Re: Meteoriten & Co - Boten aus dem Weltall.
« Antwort #91 am: 15. Oktober 2007, 20:02:52 »
Sozusagen "Geschockte Quarze"

astro112233

  • Gast
Re: Meteoriten & Co - Boten aus dem Weltall.
« Antwort #92 am: 15. Oktober 2007, 21:40:46 »
Hi Alfatom,

beinahe richtig. Jedoch in Eisen-Meteoriten kommt kein Quarz vor. Sie bestehen hauptsächlich aus Eisen, Nickel und einem äußerst geringen Anteil anderer Bestandteile, die jedoch quasi bedeutungslos sind. Die Gefügestruktur in Oktaedriten beruht nicht auf die Einwirkung mechanischer Kräfte, sondern einzig und allein durch die oben aufgeführten Einflüsse. So jedenfalls ist der derzeitige Wissensstand.

Anders verhält es sich bei Hexaedriten, die eine brutale mechanische Einwirkung erfuhren. Bei ihnen zeigen sich nach dem Ätzvorgang die Neumann Linien.  http://www.sternwarte-singen.de/hexatit.htm

Geschockte Quarze treten in Impaktgestein auf. Die durch den Impakt ausgelöste, gewaltige Schockwelle, rast mit unvorstellbarer Energie in die betroffenen Gesteinsschichten und verursacht die Schockphänomene. Anbei mein Link. Ist zwar ein Belemnit und hat mit Quarz nichts zu tun, ist aber echt geschockt der arme Kerl. Er war vor der Schockwelle völlig gerade.http://www.sternwarte-singen.de/belemnit_ries_geschockt_ka1_vss2006.htm  

Grüße sendet Konrad.   ;)
« Letzte Änderung: 15. Oktober 2007, 21:43:11 von astro112233 »

astro112233

  • Gast
Re: Meteoriten & Co - Boten aus dem Weltall.
« Antwort #93 am: 02. November 2007, 22:21:59 »



Name: Claxton Steinmeteorit Fragment - Typ: Chondrit L6 - Gewicht: 0,350g - Fall: 10. Dezember 1984 - Ort: Claxton / Evans County im Bundesstaat Georigia / USA - TKW: 1455g

Kurz-Info
Himmlische Post erhielt Carutha Barnard am 10. Dezember 1984 gegen 17:30 Uhr kostenlos zugestellt. Ausgerechnet suchte sich ein 1455g schwerer faustgroßer Steinmeteorit den aus Metall bestehenden Briefkasten als irdischen Landestelle aus und demolierte den selben mit brachialer Gewalt, bevor der Bote aus dem Weltall auf den Boden fiel. Das kuriose Geschehen ereignete sich 10km süd-östlich von Claxton / Evans County im Bundesstaat Georigia / USA. Das exorbitante Ereignis beobachteten zwei Personen in einer Entfernung von 36 Meter und ebenfalls zwei Personen in einem Abstand von 20 Meter von der Einschlagstelle des Meteoriten. Des Weiteren berichteten die Augenzeugen von einem lauten, pfeifenden Geräusch, bevor der kosmische Eindringling auf den Briefkasten stürzte. Zweifelsfrei gehört der Claxton Meteoritenfall zu den spektakulärsten in der Geschichte der Meteoritenkunde und hat seinen festen Platz in der Fachliteratur gefunden. Oft ist auch die amüsante, jedoch sehr treffende Bezeichnung - The Mailbox Hammer Stone - zu lesen.

Sternwarte Singen e.V.
http://www.sternwarte-singen.de


Grüße sendet Konrad.   ;)




Offline Mary

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Re: Meteoriten & Co - Boten aus dem Weltall.
« Antwort #94 am: 03. November 2007, 00:28:09 »
Hallo Konrad,
genau auf den Briefkasten, das ist ja genial. ;D :D
Durfte die arme Besitzerin des Briefkastens sich wenigstens den Meteoriten behalten?

Mary

astro112233

  • Gast
Re: Meteoriten & Co - Boten aus dem Weltall.
« Antwort #95 am: 10. Dezember 2007, 22:51:05 »
Hallo Mary,

hatte deine Frage leider übersehen. Nun, die "Geschädigten" haben sich glücklicherweise an dem ungebetenen Himmelsboten "gesund" gestoßen. Vor einigen Wochen wurde bei dem Auktionshaus Bonham New York die Mail Box für circa 50.000 $ angeboten, jedoch nicht ersteigert. Demgegenüber hat das hintere Verschlussteil seinen Liebhaber gefunden, glaube um die 6.000 $ wurden dafür bezahlt.      

Und die Grammpreise für Teile des Meteoriten sind recht beachtlich. Wenn ich von meinem Fragment ausgehe, liegt der Grammpreis bei ungefähr 400 $.  

Gruß Konrad.   ;)

H.J.Kemm

  • Gast
Re: Meteoriten & Co - Boten aus dem Weltall.
« Antwort #96 am: 10. Januar 2008, 15:21:48 »
Moin,

in Sachen *Neuschwansten 3* ist eine Entscheidung getroffen worden:

Im Rechtsstreit *Neuschwansten 3* ist es jetzt im Landgericht Augsburg zu einem Vergleich zwischen den Streitparteien gekommen. Der zu einer weltweit seltenen Gruppe von Meteoriten gehörende "Neuschwanstein 3" bleibt beim deutschen Finder. Der Physiker verpflichtete sich im Gegenzug, sämtliche Gerichtskosten zu übernehmen und eine pauschale Ausgleichszahlung von 25.000 € an die Gemeinde Reutte zu zahlen.

Der Bürgermeister von Reutte kann mit diesem Urteil leben, denn es sei ihm immer wichtig gewesen, den Meteoriten für die Allgemeinheit zugänglich zu machen. "Die Beteuerung des Finders, den wertvollen Fund einem Museum - genannt wurde das Naturhistorische Museum in Wien - zur Verfügung zu stellen, entspricht unseren Wünschen ", erklärte er. Ungeklärt bleibt jedoch, wem der Meteorit juristisch betrachtet nun tatsächlich gehört.
(Teilzitat aus derStandard.at)

Jerry

Hansjuergen

  • Gast
Re: Meteoriten & Co - Boten aus dem Weltall.
« Antwort #97 am: 13. März 2008, 23:59:54 »
Neue Erkenntnisse zu der Feuerkugel vom 1. März über Süddeutschland:

Der Meteorit hat die Erde in der Gegend des Zürichsees erreicht. Dies fanden zwei Experten mit Hilfe von Augenzeugenberichten, Untersuchung der Steine und Mathematik heraus.


Nun steht es wohl endgültig fest: Der Meteorit, der am 1. März gesehen wurde, hat die Erde in der Schweiz erreicht.
"Wir sind uns sehr sicher, dass der Meteoritenfall irgendwo rund um den Zürichsee geschehen sein muss - wenn nicht sogar alle Steine verglüht sind", erklärt Meteoritenexperte Thomas Grau, der aus Berlin angereist war, um den Bodenseemeteoriten zu finden.
 

Gemeinsam mit Meteoritensammler Mark Vornhusen vom Schweizer Wetterdienst Meteomedia befragte Grau Augenzeugen, untersuchte Steine und rechnete. Das Ergebnis: Der direkte Nachbar im Süden ist das Zielgebiet der Feuerkugel, die über Mailand in die Erdatmosphäre eintrat.
SÜDKURIER-Leser brachten Forscher auf die richtige Fährte
Vor allem die vielen Hinweise der SÜDKURIER-Leser hätten die Forscher auf die richtige Fährte gebracht, betont Mark Vornhusen. Über 200 E-Mails und Anrufe, dazu zahlreiche Bilder und Blog-Beiträge im Internet waren wertvoll für die Experten. Auch wenn einige Hinweisgeber mit Vulkangestein oder älteren Meteoritenstücken scheinbar nur Graus Fachwissen testen wollten, sind beide Meteoritensammler hochzufrieden über den Verlauf der Untersuchungen. Auch am Bodensee hat sich gezeigt, was für Thomas Grau schon lange feststeht: "Man muss direkt vor Ort sein und mit den Leuten sprechen, ansonsten können leicht Missverständnisse und Widersprüche auftreten."
Mehr darüber hier:http://www.suedkurier.de/nachrichten/seite3/art1798,3106772
Hansjürgen

H.J.Kemm

  • Gast
Re: Meteoriten & Co - Boten aus dem Weltall.
« Antwort #98 am: 14. März 2008, 04:25:09 »
Moin,

ich habe diesen Beitrag aus *Crash mit Asteroiden* rausgenommen und hier rein gepackt.

Jerry

astro112233

  • Gast
Re: Meteoriten & Co - Boten aus dem Weltall.
« Antwort #99 am: 17. März 2008, 11:16:06 »
Eisen-Meteorit XXL









Kurz-Info
Name: Savik1 Eisenmeteorit - Gewicht: 0,64g Shale Probe 11x9x2mm - Fundort: Savequarfik - Fundjahr: 1913 - Land: Grönland - Kontinent: Arktisches Nordamerika - TKW: 3400kg

Bild 2 - Mein Freund.
Der Eisenmeteorit Savik1 ist heute im Geologisk Museum in Kopenhagen / Dänemark ausgestellt. Mirko Graul aus Bernau fotografierte bei seinem Museumsbesuch den grandiosen Meteorit. > http://www.meteorite-mirko.de

Herzliche Grüße sendet Konrad.  ;)

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