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Autor Thema: Klimawandel  (Gelesen 173603 mal)

Online MillenniumPilot

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Re: Klimawandel
« Antwort #675 am: 02. Oktober 2018, 12:23:33 »
Hallo MilleniumPilot,

du möchtest also "die Vergangenheit ruhen lassen", das heißt, du distanzierst dich von früheren Aussagen zum Klimawandel. Andererseits packst du den ganzen Unfug, der von Lobbyorganisationen wie EIKE vor Jahren verbreitet wurde, aktuell vor ein paar Tagen wieder aus. Warum tust du das?

 Gertrud hat ja zu den einzelnen Punkten bereits einiges an Links recherchiert, von mir nur noch eine Anmerkung zu der von dir zitierten Bemerkung von M. Latif. Er hatte in 2011 darüber spekuliert, dass es möglicherweise eine Pause im Anstieg der globalen Temperatur geben würde. Das wurde von den entsprechenden Medien ziemlich aufgeblasen und war ihm hinterher so peinlich, dass er auf die Wette, die ihm daraufhin St. Rahmstorf angeboten hat, lieber nicht eingegangen ist.

Was habe ich ausgepackt? EIKE hab ich nicht mal mit der Kneifzange angepackt. Das fasse ich mal als Beleidigung auf. Aber ich habe Judith Currie, Abdussamatov oder eben REMSS, welches ich verlinkt habe, gelesen. Wenn Du das mit EIKE verwechselst, dann hast Du ein ernsthaftes Verständnisproblem. REMSS bevorzuge ich, weil man dort auch als Laie ohne viel Sucherei und mit Anmeldung faktisch Zugriff auf alle Forschungsdaten bekommt. Du kannst gerne mit mir diskutieren, aber dann sachlich und nicht auf so einer Basis, dass Du mir irgendwas in den Mund legst, was ich nie gesagt oder geschrieben habe.

PS: ohne irgendwelche Links rauszukramen. Latif hatte gesagt, dass die Dauer der ”Klimapause” ungewöhnlich ist und wenn diese noch laenger andauert, nicht mit den Klimamodellen vereinbar ist. Das hatte sich dann ja auch ein paar Jahre spaeter erledigt. Warum er sich dafuer schaemen sollte, erschliesst sich mir nicht. 

Online MillenniumPilot

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Re: Klimawandel
« Antwort #676 am: 02. Oktober 2018, 16:53:05 »
Ich denke, es liegt am wollen, nicht am koennen. ITER koennte sicherlich schon in der Testphase sein, wuerde es nicht chronisch an Geld mangeln. Ich will damit nicht sagen, dass wir die Kernfusion schon beherrschen, aber wir koennten schon weiter sein.

Ganz so einfach ist es nicht. Geld hin oder her. Bisher existiert kein Beweis das man in der Bilanz genug raus bekommt, um das einzusetzen. Man hofft auch die Projekte und vielleicht würde man damit den Durchbruch schaffen, es bleibt aber bei "vielleicht".

Ein wie ich finde, recht lesenswerter Artikel, der auch die Probleme des Projektes recht gut wiedergibt. Als Bigot damals das Projekt uebernahm, hat er mal anschaulich die die Bandbreite von politischen bis hin zu technischen Problemen geschildert. Er hatte es auch durchgesetzt, das letzte Wort zu haben, wenn Entscheidungen anstehen. Durch die Blume wird auch klar gesagt, wo es klemmt. Geld und natürlich immernoch ungelöste technische Details.

https://www.google.com/amp/s/www.sueddeutsche.de/wissen/energie-auf-dem-weg-zum-sonnenfeuer-1.3821823!amp

Dagegen muss man mal die Kosten fuer das EEG setzen. 25 Mrd. Euro aus der Umlage. Um es klar zu machen, ich bin ein Fan der regenerativen Energien, aber nicht so. Die Nutznießer in den ersten Jahren des Booms waren die Chinesen und die Betrueger. Durch die Einspeiseverguetung wurden die Panelpreise in absurde Hoehen getrieben und China hat sich mit Hilfe europaeischer Foerdermittel und Umlagen indirekt seine Solarindustrie aufgebaut. Ich verstehe, dass das am Anfang vom Gesetzgeber unterschätzt wurde, aber man hat praktisch nie darauf reagiert, ausser die Einspeiseverguetungen zu senken. Ich habe von 2010-12 in Tschechien Anlagen und Projekte betreut. Es war absurd was da ablief. Die Solarindustrie hat den Staat angebettelt, die Einspeiseverguetung radikal zu senken und die die Geld hatten, haben die Preise fuer Solaranlagen in die Hoehe getrieben, weil selbst 5.000 Euro/kWp bei Freiflaechenanlagen noch hoch lukrativ waren, obwohl die Anlagen damals schon fuer 2.5-3000€/kWp haetten gebaut werden koennen. Wieviel Geld wirklich den regenerativen Energien zu Gute kommt und wieviel Geld unnötig nach China und in private Taschen zum Schaden der Allgemeinheit geflossen sind, kann niemand mehr sagen, aber das, was dagegen ITER kostet, ist nur ein Bruchteil. Den Schaden hat mal wie immer unser Planet und das Klima.


Online Gertrud

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Re: Klimawandel
« Antwort #677 am: 02. Oktober 2018, 17:20:12 »
Hallo Zusammen,

in diesem Thread geht es um den Klimawandel.
Nicht um mögliche Projekte.
Diese Tage hatte ich darum gebeten, beim Thema zu bleiben.

Da es leider nicht erfolgt schließe ich den Thread. Gruß Gertrud


Hallo @MillenniumPilot,

in diesem Thread soll nicht über Politiker oder Parteien-Programme diskutiert werden.

Hier im Thread sollen wissenschaftliche Untersuchungen und die Hintergründe gesammelt werden.
Es geht um die Auswirkungen des Klimawandels auf die Erde.

Und nicht um Politik und Wirtschaft, die sich eh nach kurzer Zeit durch andere Besetzungen wieder verändert. Darauf ist verlass. ::)
Auch zweifelhafte Ansichten verschiedener Personen, die  ob, wann, wie oder es gibt keinen Klimawandel von sich geben, um sich zu profilieren, sollte nach meiner Ansicht hier keinen Platz eingeräumt werden.

Mit auf Verständnis hoffenden Grüßen
Gertrud
die Erklärung zu meinem Avatar:
http://de.wikipedia.org/wiki/NGC_2442
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Offline tobi

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Re: Klimawandel
« Antwort #678 am: 22. November 2018, 13:20:02 »

Online Gertrud

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Re: Klimawandel
« Antwort #679 am: 22. November 2018, 14:12:09 »
Hallo @tobi,

kannst Du uns bitte in deutsch mitteilen,
was im Artikel berichtet wird und ob es neue Erkenntnisse gibt.

Mit beste Grüßen
Gertrud
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Online MillenniumPilot

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Re: Klimawandel
« Antwort #680 am: 22. November 2018, 15:15:33 »
Ich spar mir lieber meine Meinung und bemühe ausschließlich Mr. Google

Zitat
Laut der World Meteorological Organization (WMO) hat die Menge an hitzeeinfangenden Treibhausgasen in der Atmosphäre einen neuen Höchststand erreicht. Es gibt keine Anzeichen für eine Trendwende, die den langfristigen Klimawandel, den Anstieg des Meeresspiegels, die Versauerung der Meere und extremeres Wetter vorantreibt. Das WMO Greenhouse Gas Bulletin zeigte, dass die global gemittelten Konzentrationen von Kohlendioxid (CO2) im Jahr 2017 405,5 Teile pro Million (ppm) erreichten, im Vergleich zu 403,3 ppm im Jahr 2016 und 400,1 ppm im Jahr 2015. Die Konzentrationen von Methan und Distickstoffoxid stiegen ebenfalls war ein Wiederaufleben einer starken Treibhausgas- und Ozon abbauenden Substanz namens CFC-11, die im Rahmen eines internationalen Abkommens zum Schutz der Ozonschicht reguliert wird. Seit 1990 ist der Strahlungsantrieb durch langlebige Treibhausgase um 41% gestiegen - die Erwärmung des Klimas. Laut CO2-Angaben der US-amerikanischen National Oceanic and Atmospheric Administration, die im WMO-Bulletin zitiert werden, ist der CO2-Anteil in den letzten zehn Jahren zu 82% gestiegen.  „Die Wissenschaft ist klar. Ohne schnelle Einsparungen von CO2 und anderen Treibhausgasen wird der Klimawandel zunehmend zerstörerische und irreversible Auswirkungen auf das Leben auf der Erde haben. Das Zeitfenster für Maßnahmen ist fast geschlossen “, sagte WMO-Generalsekretär Petteri Taalas. "Das letzte Mal, dass die Erde eine vergleichbare CO2-Konzentration hatte, war vor 3-5 Millionen Jahren, als die Temperatur um 2-3 ° C wärmer war und der Meeresspiegel 10-20 Meter höher war als jetzt", sagte Taalas.

„Die Wissenschaft ist klar. Ohne schnelle Einsparungen von CO2 und anderen Treibhausgasen wird der Klimawandel zunehmend zerstörerische und irreversible Auswirkungen auf das Leben auf der Erde haben. Das Zeitfenster für Maßnahmen ist fast geschlossen “, sagte WMO-Generalsekretär Petteri Taalas. "Das letzte Mal, dass die Erde eine vergleichbare CO2-Konzentration hatte, war vor 3-5 Millionen Jahren, als die Temperatur um 2-3 ° C wärmer war und der Meeresspiegel 10-20 Meter höher war als jetzt", sagte Taalas. Das WMO Greenhouse Gas Bulletin berichtet über die Konzentration von Treibhausgasen in der Atmosphäre. Emissionen repräsentieren, was in die Atmosphäre geht. Konzentrationen stellen dar, was in der Atmosphäre nach dem komplexen System der Wechselwirkungen zwischen Atmosphäre, Biosphäre, Lithosphäre, Kryosphäre und Ozeanen verbleibt. Etwa ein Viertel der Gesamtemissionen wird von den Ozeanen und ein weiteres Viertel von der Biosphäre absorbiert. Ein separater Emissionslückenbericht von UN-Umwelt (UNEP), der am 27. November veröffentlicht werden soll, dokumentiert die politischen Verpflichtungen, die die Länder zur Verringerung der Treibhausgasemissionen eingegangen sind. Die WMO- und UNEP-Berichte kommen zu den wissenschaftlichen Nachweisen hinzu, die der Sonderbericht des Zwischenstaatlichen Ausschusses für Klimaänderungen (IPCC) über die globale Erwärmung von 1,5 ° C vorgelegt hat. Dies bedeutet, dass die Nettoemissionen von CO2 um 2050 null sein müssen (die Menge an CO2, die in die Atmosphäre gelangt, muss der Menge entsprechen, die durch natürliche und technische Senken entfernt wird), um den Temperaturanstieg unter 1,5 ° C zu halten. Es zeigte sich, wie ein Temperaturanstieg unter 2 ° C die Risiken für das menschliche Wohlbefinden, die Ökosysteme und die nachhaltige Entwicklung verringern kann. „CO2 bleibt hunderte von Jahren in der Atmosphäre und noch länger in den Ozeanen. Derzeit gibt es keinen Zauberstab, um das gesamte überschüssige CO2 aus der Atmosphäre zu entfernen “, sagte die stellvertretende WMO-Generalsekretärin Elena Manaenkova. "Jeder Bruchteil der globalen Erwärmung spielt eine Rolle, und jeder Million Treibhausgase", sagte sie. Zusammen bilden die Berichte eine wissenschaftliche Grundlage für die Entscheidungsfindung bei den UN-Klimaverhandlungen, die vom 2. bis 14. Dezember im polnischen Katowice stattfinden werden. Das Hauptziel des Treffens ist die Verabschiedung der Umsetzungsleitlinien des Pariser Klimaabkommens, das darauf abzielt, den Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur auf 1,5 ° C zu halten. „Der neue IPCC-Sonderbericht über die globale Erwärmung von 1,5 ° C zeigt, dass in allen Bereichen der Gesellschaft und der Wirtschaft eine tiefe und rasche Reduzierung der Kohlendioxid- und anderen Treibhausgasemissionen erforderlich ist. Das WMO Greenhouse Gas Bulletin, das einen weiterhin steigenden Trend bei den Treibhausgaskonzentrationen zeigt, unterstreicht die Dringlichkeit dieser Emissionssenkungen “, sagte der Vorsitzende des IPCC, Hoesung Lee.

Integriertes globales Treibhausgas-Informationssystem

Das Greenhouse Gas Bulletin basiert auf Beobachtungen des WMO Global Atmosphere Watch-Programms, das die sich ändernden Treibhausgasniveaus infolge der Industrialisierung, den Energieverbrauch aus fossilen Brennstoffen, intensivierte landwirtschaftliche Praktiken, zunehmende Landnutzung und Entwaldung verfolgt. Globale Durchschnittswerte im Bulletin repräsentieren die globale Atmosphäre. Die Dringlichkeit von Maßnahmen zur Verringerung der Treibhausgasemissionen erfordert mehr Instrumente auf nationaler und subnationaler Ebene, um die Akteure dabei zu unterstützen, wirksame und effiziente Maßnahmen zu ergreifen. In Anbetracht dieses Bedarfs hat WMO die Entwicklung von beobachtungsbasierten Instrumenten initiiert, die die Emissionsminderungsmaßnahmen lenken und deren Ergebnisse beispielsweise im Öl- und Gassektor bestätigen können. Ein neues integriertes globales Treibhausgas-Informationssystem (IG3IS) bietet den Rahmen für die Entwicklung und Standardisierung der auf Beobachtungen basierenden Instrumente. IG3IS wird von den Ländern auf freiwilliger Basis umgesetzt und wird in den nationalen Mechanismus für die Meldung von Emissionen in den Rahmen der Vereinten Nationen für Klimaänderungen und die jährliche Konferenz der Vertragsparteien einfließen.

Wichtigste Ergebnisse des Greenhouse Gas Bulletin

Kohlendioxid

Kohlendioxid ist das wichtigste langlebige Treibhausgas in der Atmosphäre. Die Konzentrationen erreichten 2017 405,5 ppm, 146% der vorindustriellen Zeit (vor 1750). Der CO2-Anstieg von 2016 bis 2017 entsprach in etwa der durchschnittlichen Wachstumsrate der letzten zehn Jahre. Es war kleiner als der Rekordsprung, der von 2015 bis 2016 unter dem Einfluss eines starken El Niño-Ereignisses beobachtet wurde, das in tropischen Regionen Dürren auslöste und die Fähigkeit von „Senken“ wie Wäldern und Vegetation, CO2 zu absorbieren, reduzierte. Es gab kein El Niño im Jahr 2017.

Methan

Methan (CH4) ist das zweitwichtigste langlebige Treibhausgas und trägt etwa 17% zum Strahlungsantrieb bei. Etwa 40% des Methans wird durch natürliche Quellen (z. B. Feuchtgebiete und Termiten) in die Atmosphäre abgegeben, und etwa 60% stammen aus menschlichen Aktivitäten wie Viehzucht, Reisanbau, Verwertung fossiler Brennstoffe, Deponien und Verbrennung von Biomasse. Das atmosphärische Methan erreichte 2017 einen neuen Höchststand von etwa 1859 Teilen pro Milliarde (ppb) und liegt nun bei 257% des vorindustriellen Niveaus. Ihre Steigerungsrate war ungefähr gleich hoch wie in den letzten zehn Jahren. Lachgas Distickstoffoxid (N2O) wird sowohl aus natürlichen (etwa 60%) als auch aus anthropogenen Quellen (etwa 40%), einschließlich Ozeanen, Boden, Verbrennung von Biomasse, Dünger und verschiedenen industriellen Prozessen, in die Atmosphäre abgegeben. Seine atmosphärische Konzentration betrug im Jahr 2017 329,9 Teile pro Milliarde. Das sind 122% des vorindustriellen Niveaus. Es spielt auch eine wichtige Rolle bei der Zerstörung der stratosphärischen Ozonschicht, die uns vor den schädlichen ultravioletten Strahlen der Sonne schützt. Es macht etwa 6% des Strahlungsantriebs durch langlebige Treibhausgase aus.

CFC-11

Das Bulletin enthält einen speziellen Abschnitt über CFC-11 (Trichlorfluormethan). Dies ist ein starkes Treibhausgas und ein stratosphärischer ozonabbauender Stoff, der im Montrealer Protokoll geregelt ist. Seit 2012 hat sich sein Rückgang auf rund zwei Drittel des Rückgangs im vorangegangenen Jahrzehnt verlangsamt. Die wahrscheinlichste Ursache für diese Verlangsamung sind erhöhte Emissionen im Zusammenhang mit der Produktion von FCKW-11 in Ostasien. Diese Entdeckung veranschaulicht die Bedeutung von Langzeitmessungen der atmosphärischen Zusammensetzung, wie sie beispielsweise vom Global Atmosphere Watch-Programm durchgeführt werden, bei der Bereitstellung von beobachtungsbasierten Informationen zur Unterstützung nationaler Emissionsinventare und zur Unterstützung von Vereinbarungen zur Bewältigung des anthropogenen Klimawandels zur Gewinnung der stratosphärischen Ozonschicht.

Hinweise für Redakteure

Das Global Atmosphere Watch-Programm von WMO koordiniert systematische Beobachtungen und Analysen von Treibhausgasen und anderen Spurenarten. 53 Länder haben Daten für das Greenhouse Gas Bulletin beigesteuert. Messdaten werden von den teilnehmenden Ländern gemeldet und vom World Data Center für Treibhausgase (WDCGG) der Japan Meteorological Agency archiviert und verteilt.

Hinweis:

Wer es etwas ausführlicher moechte und mit englisch keine Probleme hat, kann sich das Bulletin ausführlicher auf der neuen Seite des WDCGG herunterladen.

https://gaw.kishou.go.jp/static/publications/bulletin/Bulletin2017/ghg-bulletin-14.pdf

Die alte Homepage wird demnaechst gelöscht und wird nicht mehr aktualisiert.

Offline Therodon

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Re: Klimawandel
« Antwort #681 am: 22. November 2018, 15:39:48 »
Neuer Bericht von der WMO aus Genf: https://public.wmo.int/en/media/press-release/greenhouse-gas-levels-atmosphere-reach-new-record

Das 2017 ein Rekordjahr war, war ja schon länger bekannt (Bericht bezieht sich ja auf die Werte von 2017) und 2018 wird wohl nach Schätzungen den Rekord sogar noch brechen.

Offline ragger65

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Re: Klimawandel
« Antwort #682 am: 23. November 2018, 02:14:55 »
Das 2017 ein Rekordjahr war, war ja schon länger bekannt (Bericht bezieht sich ja auf die Werte von 2017) und 2018 wird wohl nach Schätzungen den Rekord sogar noch brechen.

Die Konzentration der Treibhausgase in der Erdatmosphäre steigt seit Jahrzehnten stetig und kontinuierlich an. Deshalb ist praktisch jedes neue Jahr ein Rekordjahr. Kann man/frau sich für CO2 z.B. hier anschauen: https://www.co2.earth/ (runterscrollen zu "Keeling Curve Monthly"). Oder für Methan: https://en.wikipedia.org/wiki/Atmospheric_methane (Diagramm oben rechts).

Offline rok

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Re: Klimawandel
« Antwort #683 am: 23. November 2018, 18:05:57 »
Da das CO2 in der Atmosphäre eine mittlere Verweildauer ("Halbwertszeit") von einigen Jahrzehnten hat, steigt der Anteil in der Luft weiterhin kontinuierlich, obwohl deutschland- und weltweit der jährliche Ausstoß "nur noch" geringfügig ansteigt. Dazu kommt halt die Freisetzung von Methan das zunehmend aus anthropogenen Eingriffen (Regenwald, Moore, Tierhaltung) sowie aus Rückkopplungsprozessen (bspw. Auftauen der Permafrostböden) entsteht.

Es nützt also nichts, die Produktion von Treibhausgasen in den nächsten Jahrzehnten langsam, langsam zu reduzieren, indem man diesen Vorgang "den Märkten" überlässt, sondern es erfordert ein drastisches Eingreifen, dass die Abgabe von klimarelevanten Gasen innerhalb von ca. 20 - 30 Jahren auf Null reduziert (Heizung, Schiffsverkehr, Elektrizitätserzeugung, Fahrzeugverkehr, Fliegen, Landwirtschaft, Betonherstellung, Industrieproduktion u.v.m.).

Offline Therodon

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Re: Klimawandel
« Antwort #684 am: 23. November 2018, 18:15:34 »
Die Konzentration der Treibhausgase in der Erdatmosphäre steigt seit Jahrzehnten stetig und kontinuierlich an. Deshalb ist praktisch jedes neue Jahr ein Rekordjahr. Kann man/frau sich für CO2 z.B. hier anschauen: https://www.co2.earth/ (runterscrollen zu "Keeling Curve Monthly"). Oder für Methan: https://en.wikipedia.org/wiki/Atmospheric_methane (Diagramm oben rechts).

Ich meinte eher den jährlichen Ausstoss

@rok

Global gesehen unmöglich. Selbst langfristig unwahrscheinlich ausser man schafft wirklich die Kernfusion  was wohl ziemlich schnell die anderen Energie Träger ablösen würde


Offline MpunktApunkt

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Re: Klimawandel
« Antwort #685 am: 23. November 2018, 18:18:44 »
Ich bin mir sicher, wenn die Scheichs mit den Öl-Milliarden ihre Halbinsel und die Sahara mit Solarzellen und Sonnenkraftwerken zupflastern würde, wäre Wasserstoff sehr schnell der Energieträger der Zukunft. Nur macht das halt keiner.  >:( :-X
Wenn Du heute morgen schon sechs unmögliche Dinge getan hast, warum dann nicht als siebentes zum Frühstück ins Milliways, das Restaurant am Ende des Universums?

Online Sensei

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Re: Klimawandel
« Antwort #686 am: 23. November 2018, 18:28:00 »
Zitat
steigt der Anteil in der Luft weiterhin kontinuierlich, obwohl deutschland- und weltweit der jährliche Ausstoß "nur noch" geringfügig ansteigt
Vlt das Prinzip falsch verstanden, vlt auch einfach unglücklich ausgedrückt:

Selbst wenn der AUSSTOSS zurück ginge würde die Konzentration noch weiter zunehmen.

Das ist die Konzentration, das zweite der Anstieg der Konzentration (quasi die erste Ableitung) und das dritte die Wachstumsrate der Konzentration (2. Abl.)
“If the schedule is long, it's wrong; if it's tight, it's right." E.M.

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Offline rok

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Re: Klimawandel
« Antwort #687 am: 23. November 2018, 19:39:58 »
@ Sensei, so meinte ich es.
Es geht um die Summenkurve aus der vergangenen und aktuellen CO2-Abgabe und dem entsprechenden Abbau durch chemische oder biologische Prozesse. Solange die Zersetzung der Kohlendioxid-Moleküle in der Atmosphäre langsamer abläuft als die jährliche Neuproduktion, steigt der Anteil weiter an, selbst wenn "wir" die Emissionen konstant halten oder sogar ein wenig reduzieren.

Online MillenniumPilot

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Re: Klimawandel
« Antwort #688 am: 23. November 2018, 20:16:24 »
Ich bin mir sicher, wenn die Scheichs mit den Öl-Milliarden ihre Halbinsel und die Sahara mit Solarzellen und Sonnenkraftwerken zupflastern würde, wäre Wasserstoff sehr schnell der Energieträger der Zukunft. Nur macht das halt keiner.  >:( :-X

Da bist Du aber schlecht informiert. Am Golf sind die weltweit groessten Solaranlagen in Planung, oder sogar schon in Bau. Saudi Arabien plant 50 Milliarden fuer regenerative Energien. Ich war persoenlich auf einem Regierungsmeeting fuer regenerative Energien in Oman. Leider, das ist etwas aergerlich, zieht sich vieles laenger als geplant. Und was die Wasserstoffgeschichte anbelangt, das ist fuer eine schnelle transition absolut nicht darstellbar.

Offline MpunktApunkt

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Re: Klimawandel
« Antwort #689 am: 24. November 2018, 09:13:02 »
Hallo,

vielen Dank für die Infos. In Planung und im Bau klingt ein bisschen nach SLS und BFwhatever. ;) Dann freue ich mich darauf, wie bei den beiden Systemen, wenn ich wirklich mal was von den arabischen Solaranlagen zu sehen bekomme.

Gruß

Mario
Wenn Du heute morgen schon sechs unmögliche Dinge getan hast, warum dann nicht als siebentes zum Frühstück ins Milliways, das Restaurant am Ende des Universums?

Online MillenniumPilot

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Re: Klimawandel
« Antwort #690 am: 24. November 2018, 09:21:16 »
Hallo,

vielen Dank für die Infos. In Planung und im Bau klingt ein bisschen nach SLS und BFwhatever. ;) Dann freue ich mich darauf, wie bei den beiden Systemen, wenn ich wirklich mal was von den arabischen Solaranlagen zu sehen bekomme.

Gruß

Mario

Ich komm da gelegentlich vorbei

https://www.protenders.com/projects/sweihan-solar-photovoltaic-plant

Es existiert.


Offline MpunktApunkt

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Re: Klimawandel
« Antwort #691 am: 24. November 2018, 09:28:44 »
Danke, dann ist wohl nur die PR deutlich hinter meinen Vergleichssystemen zurück. ;)
Wenn Du heute morgen schon sechs unmögliche Dinge getan hast, warum dann nicht als siebentes zum Frühstück ins Milliways, das Restaurant am Ende des Universums?

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Re: Klimawandel
« Antwort #692 am: 24. November 2018, 12:59:44 »
Die US Regierung in Form des NCA hat den aktuellen Bericht zur globalen Erwärmung und den Klimafolgeschaeden veröffentlicht.

Kurzversion

und hier kann man sich das Komplettdokument in Kapiteln runterladen.

Downloadpage

Uebersetzen kann ich das nicht. Ansonsten kein Kommentar.

Offline rok

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Re: Klimawandel
« Antwort #693 am: 24. November 2018, 17:37:36 »
Die einheimische Energieindustrie, die sich seit vielen Jahrzehnten aus den vorhandenen Rohstoffen bedient und dadurch ihre Macht gewonnen hat, möchte keine Konkurrenz aus alternativen Versorgungsstrukturen. Das gilt für die Braunkohleindustrie in Deutschland, die Ölindustrie aus (öl-)reichen arabischen Staaten (wie Milleniumpilot berichtete), die Steinkohle in Indien, China und den USA.
Es gibt zwar viele Ansätze zu einer "öko-Energie", die bereits im Labormaßstab verwirklicht wurden, aber für eine echte Energiewende reicht das überhaupt nicht. Dazu kommt die mangelnde Infrastruktur um diese Energie vom Erzeuger zum Verbraucher zu transportieren. Und das schreibe ich im Anblick der Windkraftanlagen, die seit Jahren vor meinem Dorf stehen (entweder ist kein Wind oder es ist zuviel Wind), weil die Netzbetreiber an der Infrastruktur nicht genug verdienen um sie konsequent auszubauen und den Strom dorthin zu bringen wo er die fossile Energie verdrängen könnte.
 

Offline Therodon

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Re: Klimawandel
« Antwort #694 am: 24. November 2018, 20:18:53 »
@rok
Konkurrenz hin oder her. Es gibt kein Konzept für umfangreiche  „öko energie“. Du wirst selbst in Jahrzehnten noch kaum sonnen und Wind Energie haben. Das ist und bleibt eher ein Spartenthema.

Da bräuchte man schon was neues. Möglichst etwas was permanent gleichbleibend Strom erzeugt. Und vielleicht fast noch wichtiger, etwas was regional erzeugt werden kann.

Online MillenniumPilot

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Re: Klimawandel
« Antwort #695 am: 24. November 2018, 21:02:46 »
@rok
Konkurrenz hin oder her. Es gibt kein Konzept für umfangreiche  „öko energie“. Du wirst selbst in Jahrzehnten noch kaum sonnen und Wind Energie haben. Das ist und bleibt eher ein Spartenthema.

Da bräuchte man schon was neues. Möglichst etwas was permanent gleichbleibend Strom erzeugt. Und vielleicht fast noch wichtiger, etwas was regional erzeugt werden kann.

Fuer diese Diskussion wurde ich letztens ernsthaft geruegt. Ich mag Dich ja, aber Deine Aussage ist imho einfach so nicht richtig. Regenerative Energien sind schon lange keine Nischenloesung mehr. Klar, Kernfusion waere die Loesung, aber die wurde stiefmütterlich behandelt. Wenn es das Forum erlaubt, koennen wir das Thema gerne in einem offtopic Bereich diskutieren, aber hier gibt das richtig Aerger!  ;D

Offline tomtom

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Re: Klimawandel
« Antwort #696 am: 24. November 2018, 21:39:26 »
So ist es! Wir haben keinen Offtopic Bereich. Es gibt wahnsinnig viele und extrem wichtige Themen in dieser Welt, aber in diesem Forum geht es normalerweise nur um Astronomie und Raumfahrt. Wenn wir über Klimawandel diskutieren, dann im Kontext einer astronomischen Sicht - und die wäre eher planetar. (und nicht regional-wie-bekomme-ich-meinen-Strom-aus-der-Steckdose).

Offline Andras1768

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Re: Klimawandel
« Antwort #697 am: 25. November 2018, 01:32:02 »
Verrückterweise gibt es wieder aktuell einen neuen Artikel, wie wir unser CO2 Problem in den Griff bekommen sollen. Das Ausmaß dieses Vorhabens ist wirklich planetar. Ansonsten wäre es wirkungslos. Mag sich jeder seine eigene Meinung dazu bilden.

https://www.spektrum.de/news/koennen-wir-den-klimawandel-mittels-neuer-technologie-aufhalten-die-co2-aus-der-luft-nehmen/1609658

Offline einsteinturm

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Re: Klimawandel
« Antwort #698 am: 25. November 2018, 06:20:27 »
Entgegen aller Beteuerungen,  da entsteht ein neuer Markt und der wird gedeckt werden von sehr mächtigen Gruppen in Wirtschaft und Politik. Keine guten Aussichten. Am Ende wird man doch Staub in der Atmosphäre verteilen müssen,  um noch was zu retten.

Offline RomanD

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Re: Klimawandel
« Antwort #699 am: 25. November 2018, 09:24:46 »
Verrückterweise gibt es wieder aktuell einen neuen Artikel, wie wir unser CO2 Problem in den Griff bekommen sollen. Das Ausmaß dieses Vorhabens ist wirklich planetar. Ansonsten wäre es wirkungslos. Mag sich jeder seine eigene Meinung dazu bilden.

https://www.spektrum.de/news/koennen-wir-den-klimawandel-mittels-neuer-technologie-aufhalten-die-co2-aus-der-luft-nehmen/1609658

Es verblüfft mich immer wieder, das Aufforstung als Mittel gegen CO2 diskutiert wirde. Das CO2 wird da doch nicht für immer gebunden sondern nach dem Tod der Bäume auf kurz oder lang wieder abgegeben. Man müsste die Bäume schon ernten und in der Wüste lagern oder in Öl umwandeln und selbige in große Tiefe pumpen, dann erst wäre das auch eine CO2 Reduktion (über der Erdoberfläche).

Auch habe ich eine ganz komische Gefühl, CO2 in die Tiefe zu pumpen. Wir verstehen doch offensichtlich noch gar nicht, wie weit Gestein Stoffe aufnehmen oder wieder abgegen kann - hat man doch erst kürzlich entdeckt, das die Erdkruste um ein vielfaches mehr Wasser in die Erde mitnimmt, wenn sie an den Plattengrenzen in die Tiefe abtaucht.


Ob Minerale oder Aufforstung oder was auch immer - im laufe der Zeit haben alle chemischen und biologische Vorgänge auf der Erdoberfläche ein gewisses Gleichgeicht gefunden und sich irgend wo eingependelt. Da halte ich es für gefährliche Augenwischerei, zu behaupten, wir können da etwas außerhalb des natürlichen Gleichgewichtes für immer fixieren.

Letzendlich haben wir den Kohlenstoff in großen Mengen aus der Tiefe geholt und Energie gewonnen, indem wir ihn in eine flüchtige Form - CO2 - umwandeln.

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