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Autor Thema: Mondbeule    (Gelesen 1538 mal)

Albert

  • Gast
Mondbeule  
« am: 05. August 2006, 12:51:55 »
Noch ne Spiegel-Ente?

Also 1799 soll man auf der Rückseite des Mondes eine "Beule" entdeckt haben.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltraum/0,1518,druck-430182,00.html

So, so.
Wie geht das?
Bekanntlich zeigt uns der Mond immer die gleiche Seite. Erst anfangs der 60-iger Jahre kamen die ersten spektakulären Bilder von der Rückseite des Mondes, durch die russische Mondsonde Lunik ?

Weiss es hier jemand genauer?

Verwirrt
« Letzte Änderung: 05. August 2006, 12:52:59 von Albert »

godwin

  • Gast
Keine Ente, nur eine dumme Formulierung!
« Antwort #1 am: 05. August 2006, 23:03:09 »
Er stellte eine Hypothese über diese Depression (Beule) auf der Rückseite auf,
die wohl aus den mathematischen Berechnungen der tatsächlichen Bahn des
Mondes gegeben wäre.

Viel Interessanter ist, dass sich die Depression auf der Rückseite des Mondes befindet.
Ich hätte diese aus-dem-Bauch-heraus auf der der Erde zugewandten Seite vermutet.
(Hab vor Jahren mal eine Grafik über sich 'nah' umkreisende Sterne gesehen, mit
eindeutiger Tropfenform in Richtung des gemeinsamen Schwerpunktes.
Womit eigentlich schon klar ist, das der gemeinsame Schwerpunkt des Erde-Mond
Systems nicht Ursache dieser Depression ist, oder hab ich was verpasst?)

BTW: Wir sehen mitnichten immer nur 'eine Seite' des Mondes.
Durch die Libration, kurz der Mond eiert um uns rum :) , sehen wir knapp 60% der Oberfläche.
Die 'Beule' ist allerdings dadurch natürlich nicht auszumachen.

cu godwin

Albert

  • Gast
Re: Mondbeule  
« Antwort #2 am: 06. August 2006, 10:24:43 »
Hi Godwin

Hm, also von Hypothese steht im Spiegel nichts, auch nicht von Theorie, sondern so, wie wenn die "Beule" auf der Rückseite des Mondes zu sehen wäre.
Hier nochmals der Text:

Zitat
200 Jahren lang haben Astronomen gerätselt, woher der Mond seine Beule hat. Im Jahre 1799 hatte der Mathematiker Pierre-Simon Laplace berichtet, der Mond habe auf der von der Erde abgewandten Seite ein große Ausbuchtung. Nun scheint das Geheimnis endlich gelüftet zu sein, berichtet das Fachblatt "Science": Des Rätsel Lösung liefert ein Team um Ian Garrick-Bethell vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Cambridge.

REUTERS
Mond: Anziehungskraft von Erde und Sonne sollen Beule geformt haben
Ihrem Modell zufolge kreiste der Mond 100 Millionen Jahre nach seiner Entstehung in einer stark elliptischen Bahn um die Erde und kam ihr dabei näher als heute. In dieser Zeit bestand der Erdtrabant noch aus flüssigem Gestein, so dass das Spannungsfeld aus den Kräften von Erde und Sonne zu einer deutlichen Verformung des noch jungen Himmelskörpers führte.

Als das Magma nach und nach erstarrte, blieb die ungewöhnliche Verformung erhalten, schreiben Garrick-Bethell und seine Kollegen. Der Mond behielt demnach seine erstarrte Beule bei, während er über Jahrmillionen hinweg seine Umlaufbahn um die Erde veränderte. Zurzeit bewegt er sich jedes Jahr um knapp vier Zentimeter von der Erde weg.

Seit 1799 hatten Astronomen über dem Problem der Mondbeule gegrübelt. Frühere Berechnungen auf der Basis der aktuellen, annähernd kreisförmigen Umlaufbahn des Mondes um die Erde konnten die Größe der Ausbuchtung nicht erklären. Nun haben Garrick-Bethell und seine Kollegen nach eigenen Angaben erstmals ein schlüssiges Konzept vorgelegt.

Unter "Ausbuchtung" gefunden:

http://www.astronews.com/news/artikel/2006/02/0602-011.shtml

http://www.wappswelt.de/tnp/nineplanets/luna.html

Und die russische Mondsonde hiess Luna 2, 1959 gestartet.

 :-[
« Letzte Änderung: 06. August 2006, 10:34:28 von Albert »

Offline roger50

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  • Beiträge: 8071
Re: Mondbeule  
« Antwort #3 am: 06. August 2006, 11:50:48 »
Hallo Albert,

darf ich eine kleine Korrektur anbringen? Anscheinend bist Du mit dem Finger auf die falsche (Nachbar-) Taste geraten:

Die gesuchte Mondsonde hieß Luna 3 (damals 'im Westen' auch Lunik-3 genannt), und wurde auf den Tag genau 2 Jahre nach Sputnik 1 gestartet, am 4.10.59.

Hier ein Bild:



Luna 2 startete einen Monat früher, am 12. September und zerschellte auf der erdzugewandten Seite des Mondes. Damit war sie der erste Flugköper, der den Mond erreichte. Auch eine Erstleistung der Russen !

Schönen Sonntag
roger50

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