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Autor Thema: Kambrische Explosion  (Gelesen 11508 mal)

Offline Brainstorm64

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Re: Kambrische Explosion
« Antwort #25 am: 11. Dezember 2009, 14:19:01 »
Es ist sogar vorstellbar, daß die Evolution schon wärend der Phase der "Sterilität" oder besser "Armut" "Explodierte".
Der Grund ist einfach: Wenn es von jeder Art eine große Zahl Individuen gibt, kommen genetische Variationen, bei einem Individuum nur gering wenn überhaupt zum Tragen. Es gibt einfach zu viele "Originale" als das eine Änderung eine Auswirkung hätte. Zumindest dauert es lange bis die Änderung sich auswirkt.
Ganz anders in Phasen, in denen das Leben an der Grenze steht. Hier gibt es nicht nur wenige Arten, sondern oft auch nur wenige Individuen pro Art. Wenn hier nun ein Individuum eine Mutation hervorbringt, die für das Überleben hilfreich ist, kann diese sich schneller über die Gesamtpopulation ausbreiten, weil viel weniger Individuen insgesamt vorhanden sind.
Das unter solchen Umstanden (Viele freie Ökologische Nieschen, die besetzt werden wollen, schnellere Evolution durch geringe Individuenzahl) schnell zu einer Explosion des Lebens kommt, ist da nicht mehr überraschend.
Schödingers Katze ist jetzt 77 Jahre alt, glaubt Ihr wirklich daß die noch lebt?

Online Schillrich

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Re: Kambrische Explosion
« Antwort #26 am: 11. Dezember 2009, 14:51:27 »
Dem kann ich nicht zustimmen, sowohl aus Sicht der natürlichen Evolution als auch wie ganz allgemein genetische Algorithmen funktionieren, wenn man in ihnen eine Mutation betrachtet.

  • Eine große Population hat zur Folge, dass es mehr Kreuzungen und mehr Mutationen gibt. Damit gibt es auch häufiger die Chance, dass etwas "Neues" entsteht und sich ausbreiten kann.
  • Du unterstellst, dass etwas "Neues" durch "zu vielen Originale" wieder verschwindet. Warum sollten sie es wieder verdrängen? Wenn es gut ist, bleibt es bestehen und setzt sch durch, bei vielen Individuen sogar sicherer und schneller als bei kleinen Populationen. Die Umwelt besorgt die Selektion und den Selektionsdruck, nicht die Population selbst.

Bei genetischen Algorithmen gibt es als Kennzahl die sog. "Übernahmegeschwindigkeit", wie schnell praktisch "gute" Individuen den Genpool einer Population übernehmen. Das ist, wenn man es mal beobachtet, erstaunlich. Wichtig ist eine hohe Zahl an Kreuzungen, also Paarungen.
Wenn bei einem Individuum ein Mutation oder eine vorteilhafte Kombination auftaucht, dann muss sich diese bereits jetzt, bei der nächsten Paarung durchsetzen, wo sie nur einmal da ist. Da ist es egal, wie groß der Rest der Population ist.
\\   //    Grüße
 \\ ///    Daniel

"Failures are ammo in your arsenal, not baggage that weighs you down." (JPL)

Atomino

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Re: Kambrische Explosion
« Antwort #27 am: 11. Dezember 2009, 17:12:06 »
Ich sehe keine Zwangsläufigkeit einer Evolutionsexplosion nach einer (besonders langen) Eiszeit. Hier spielen eher Faktoren wie das Auftreten komplexer Mehrzeller und die "Erfindung" von Skeletten eine Rolle (was man anhand von Fossilien vor Ediacara nicht nachweisen kann!). Ansonsten hätte eine solche "Biodiversifizierung" schon viel eher stattfinden können/müssen. Die Erde war wahrscheinlich lange vorher schon einmal ein "Schneeball". (vor ca. 2 Mrd. Jahren). Ich empfehle dazu noch mal "Aus Feuer und Eis - die Erde (Teil1)" -> kann man bei youtube gucken ;) ist wirklich interessant!

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