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Autor Thema: Künstliche Schwerkraft  (Gelesen 87290 mal)

Offline Nepsiuh

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Re: Künstliche Schwerkraft
« Antwort #225 am: 27. Oktober 2015, 19:29:39 »
Das Problem ist ebenfalls lösbar. Schaut unter "magnetflüßigkeitgedichtete Vakuum-Drehdurchführungen" nach. Wegen dem Verbot der Werbung bringe ich hier keine Firmennamen.
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Online Klakow

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Re: Künstliche Schwerkraft
« Antwort #226 am: 27. Oktober 2015, 23:13:12 »
Das ist wirklich klasse was Leute alles entwickelt haben. Damit besteht kein Grund mehr nicht beide Bereiche zu haben. Würde zwar noch Arbeit machen große Lager vom mehreren Metern herzustellen, aber gehen sollte das schon. Damit können Habbitat Module durchaus 50m von der Achse weg liegen und der Schwerkraftgradient sollte dann leicht akzeptabel sein.

Offline stefang

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Re: Künstliche Schwerkraft
« Antwort #227 am: 03. Februar 2016, 13:22:15 »
Im Film Elysium gibt es eine rotierende Raumstation, die nach Innen offen ist.

Raumschiffe können einfach hinein fliegen und haben einen Atmosphäreneintritt fast wie bei der Erde. Ich habe das damals im Kino für Unsinn gehalten, aber um so mehr ich darüber nachdenke, umso mehr glaube ich, dass das vielleicht tatsächlich möglich ist, wenn die Rotation stark genug ist. Gibt es dazu schon Konzepte? Ein offener Ring würde vieles einfacher machen.

EDIT: Ich sehe gerade, dass das hier im Thread "Fehler in Raumfahrtfilmen" schon ausführlich disktuiert wurde:
http://www.raumfahrer.net/forum/smf/index.php?topic=11949.msg265589#msg265589
In dieser Form funktioniert es also offensichtlich nicht. Aber wie wäre es mit einer Öffnung in der Mitte einer Scheibe? Sozusagen am Punkt, an dem es die wenigsten Verluste gibt.
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NotTheAndroidYouSearching

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Re: Künstliche Schwerkraft
« Antwort #228 am: 03. Februar 2016, 13:30:04 »
Ja das gibt es:

https://en.wikipedia.org/wiki/Bishop_Ring_(habitat)

Die Dimensionen wären allerdings gewaltig. 200km Höhe bräuchte man allein für die Seitenwände.

Offline stefang

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Re: Künstliche Schwerkraft
« Antwort #229 am: 04. Februar 2016, 11:20:39 »
Interessant. Kann man diese Höhe merklich verringern, indem man beispielsweise die Drehung so erhöht, dass man z.B. 1,5 g auf der Oberfläche hat?
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Offline blackman

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Re: Künstliche Schwerkraft
« Antwort #230 am: 04. Februar 2016, 11:28:01 »
Interessant. Kann man diese Höhe merklich verringern, indem man beispielsweise die Drehung so erhöht, dass man z.B. 1,5 g auf der Oberfläche hat?

Möchte ich sehen das du die ganze Zeit 1,5 G aushälst. ;)

NotTheAndroidYouSearching

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Re: Künstliche Schwerkraft
« Antwort #231 am: 04. Februar 2016, 11:43:20 »
Interessant. Kann man diese Höhe merklich verringern, indem man beispielsweise die Drehung so erhöht, dass man z.B. 1,5 g auf der Oberfläche hat?

Wie blackman schon sagte ist 1,5g eher unangenehm ( zu mindestens für die erste Generation ).
Das Konzept an sich finde ich aber sehr gut, es bietet eine große Landfläche mit der man einiges machen kann.
Ob man das ganze nicht trotzdem besser verschließt ist noch eine andere Frage, immerhin ist es ja keine richtige Gravitation und man wird über kurz oder lang etwas Atmosphäre verlieren, aber es kann sein das das so lange dauert das es keine Rolle spielt.

Die Außenwände sind auch nicht unbrauchbar, man könnte sie mit Aufzügen und Hangars zur Außenseite versehen, das macht das Landen von Raumschiffen etwas einfacher.

Offline Thot

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Re: Künstliche Schwerkraft
« Antwort #232 am: 19. August 2017, 21:08:45 »
Die Science Fiction (die "härtere" davon) hat das Thema künstliche Schwerkraft durch Zentrifugalkraft immer wieder aufgegriffen.

Die erzeugte künstliche Schwerkraft entspricht stets g=v²/r, wobei g die künstliche Schwerkraft, v die Bahngeschwindigkeit des Habitatbodens und r der Radius sei. Daraus folgt, dass man einen möglichst großen Radius haben will, um mit möglichst langsamer Bahngeschwindigkeit auszukommen.

Wenn ich die bisher erdachten Lösungen für das Problem mal zusammen fassen darf:

  • Torus-Struktur von Schiff oder Station - als Rad oder Zylinder.
  • Zwei Habitate, die durch ein langes Verbindungsstück miteinander verbunden werden und um den gemeinsamen Schwerpunkt rotieren. Auch denkbar mit zwei Shuttles/Weltraumflugzeugen.
  • Ein Habitat mit einem Gegengewicht (z.B. Fracht, Treibstoff, Radiatoren, etc.), die wieder durch ein langes Verbindungsstück verbunden sind und um den gemeinsamen Schwerpunkt rotieren. Auch denkbar zum Beispiel mit einer Art Space Shuttle/Weltraumflugzeug und einem Verbindungs- und einem Gegengewichtsteil, das an den Rücken des Raumfahrzeugs ankoppelt.
  • Teile des Schiffes rotieren entlang der Bewegungsachse des Raumfahrzeugs in die eine, andere Teile in die andere Richtung, evtl. ein weiterer Teil rotiert überhaupt nicht. Als Bonus gibt es noch den Entwurf, die Habitate in Beschleunigungsphasen in Antriebsrichtung auszurichten. Sehr schönes, fiktionales Design dazu: https://starfleet.deviantart.com/art/Valiant-Habitat-Module-31449697
  • Zwei senkrecht zur Bewegungsachse des Raumfahrzeugs montierte Zentrifugen, die in gegensätzliche Richtung rotieren.

Hab ich was vergessen?