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Autor Thema: Boeing CST-100 / Starliner  (Gelesen 282479 mal)

Offline MarsMCT

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Re: Boeing CST-100 / Starliner
« Antwort #475 am: 10. Juni 2016, 20:31:28 »
Ich schaffs immer noch nicht, mich vollständig rauszuhalten.  :(

Das Problem mit Atlas + CST-100 dürfte in der geringen Stabilität der Centaur-Oberstufe liegen. Man packt die nicht ohne Grund normalerweise in die Nutzlastverkleidung, das hat Stabilitätsgründe.

Jetzt aerodynamische Belastung durch die Form von CST-100 kombiniert mit hohem Gewicht. Nutzlastverkleidung geht nicht wegen Abort Anforderungen. Das wird schwer zu lösen sein. Eine Variante mit höherer Tragfähigkeit alleine löst nicht das Centaur-Problem.

Zum Namen, der geht mir auch nicht über die Zunge. Den haben sie bestimmt in Anlehnung an den Dreamliner gewählt. Soll die Hoffnung ausdrücken, daß die Entwicklung von Starliner nicht mehr Schwierigkeiten bereitet als die Entwicklung des Dreamliner.


Offline Schneefüchsin

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Re: Boeing CST-100 / Starliner
« Antwort #476 am: 10. Juni 2016, 20:41:50 »
Wenn sie zusätzlich zum SAS noch ein paar kleien Thruster anbringen, die quasi an der Nutzlast ziehen, könnte es die Oberstuffe entlasten. Dies wäre wohl aber am Ende noch mehr Masse und graußiges Masse-Leistungs-Verhältnis dort oben.

Grüße aus dem Schnee

Offline Sensei

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Re: Boeing CST-100 / Starliner
« Antwort #477 am: 10. Juni 2016, 22:39:13 »
O.o
Wie soll dass denn bitte funktionieren - und aussehen?
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Offline Schneefüchsin

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Re: Boeing CST-100 / Starliner
« Antwort #478 am: 10. Juni 2016, 23:07:06 »
kleine Triebwerke, die an der Seite der Kapsel oder des Servicemoduls angebracht sind. Sie werden während der schweren Aerodynamischen Phase gezündet und sorgen so für eine Entlastung der Struktur unterhalb von CST-100, wodurch diese nicht mehr statisch gefärdet ist.

Grüße aus dem Schnee

Offline Pirx

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Re: Boeing CST-100 / Starliner
« Antwort #479 am: 10. Juni 2016, 23:10:56 »
Ich muß bei der Angelegenheit immer wieder an Indiens GSLV  denken, die seit massiven Strukturproblemen erstmal nur noch mit einer Nutzlastverkleidung mit geringerem Durchmesser fliegt.

Siehe auch https://www.raumfahrer.net/news/raumfahrt/25072011232417.shtml

Bin sehr gespannt, wie sie die Kuh vom Eis bzw. den Starliner auf die Atlas bekommen.

Gruß   pirx
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Offline Sensei

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Re: Boeing CST-100 / Starliner
« Antwort #480 am: 10. Juni 2016, 23:12:47 »
Und diese werden dann so konstruiert dass sie keine zusätzlichen Vibrationen und belastungen in die Struktur tragen und aerodynamisch unproblematisch sind?

Lass sie doch erst mal in eine derart tiefe kriese stürzen bevor sie zu solch verzweifelten maßnahmen greifen müssen.
Im Moment hört es sich eher danach an, als ob sie einer recht einfachen Lösung auf der spur sind und es einfach nur noch etwas mehr zeit braucht
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Offline Pirx

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Re: Boeing CST-100 / Starliner
« Antwort #481 am: 10. Juni 2016, 23:14:35 »
.... und sorgen so für eine Entlastung der Struktur unterhalb von CST-100, wodurch diese nicht mehr statisch gefärdet ist.

Grüße aus dem Schnee
Brauchen Kapsel- oder Servicemodulreserven. Und pusten an der Außenhaut des Centaur entlang ..? Sehe ich nicht.

Gruß   Pirx
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Offline Schneefüchsin

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Re: Boeing CST-100 / Starliner
« Antwort #482 am: 10. Juni 2016, 23:33:52 »
Ich sagte nicht, das die Idee gut ist, sondern nur eine Idee.
Warscheinlich bringt das wirklich mehr Probleme mit sich, als sie löst, angekokelte Centaur inklusieve. ;)

Grüße aus dem Schnee

Offline MR

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Re: Boeing CST-100 / Starliner
« Antwort #483 am: 11. Juni 2016, 00:16:18 »
Gegen dieses Problem würde ein leistungsfähigerer Träger helfen und 22,8 t in einen LEO sollten ja auch für die schwerste Starliner Kapsel reichen.

Das Problem liegt nicht in der Tragfähigkeit der Rakete selbst, zumindest wenn das stimmt, was ich vermute. Sondern daran, das die Centauer-Oberstufe strukturell nicht für so schwere Nutzlasten ausgelegt ist. Warum auch, primär wird die Atlas 5 für Nutzlasten in den GTO oder GSO oder für Raumsonden verwendet. Da diese Nutzlasten Prinzip bedingt leichter sind, stellt sich dort das Problem nicht bzw es wäre sogar kontraproduktiv. Bei der Oberstufe zählt jeden Kilo, es schlägt 1:1 auf die Nutzlast durch. Also baut man die Oberstufe so leicht wie möglich. Warum soll man auch eine Oberstufe für 10 t Nutzlast auslegen, wenn die schwerste Nutzlast in 14 Jahren gerade mal 7,5 t schwer war?

Jetzt aber geht es darum, ca 10 t in einen sehr niedrigen Erdorbit zu befördern. Damit stellt sich dieses Problem jetzt zum ersten Mal. Eine Atlas V 431 könnte theoretisch durchaus 15 t in den LEO bringen, leistungsfähig genug ist die Atlas 5 also durchaus, es gäbe auch noch genug Spiel nach oben. Aber was hilft das, das das strukturelle Limit der Centauer-Stufe bei vielleicht 9 t liegt? Einzige Lösung ist eine strukturelle Verstärkung der Centauer oder eine Veränderung beim Aufstieg, um dort die Belastung zu reduzieren. Vermutlich hat man beim Start der schweren Cygnus-Kapseln neue Daten gewonnen, die es ratsam erscheinen lassen, die Belastung zu reduzieren.

Offline Pirx

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Re: Boeing CST-100 / Starliner
« Antwort #484 am: 11. Juni 2016, 07:37:40 »
.... Einzige Lösung ist eine strukturelle Verstärkung der Centauer oder eine Veränderung beim Aufstieg, um dort die Belastung zu reduzieren. ...
Wenn sich das nicht wegen Kleinbeträgen "auf dem Papier lösen" lässt, könnte es imho gut auf eine der oder beide von Dir genannten Lösungen herauslaufen, kann ich mir vorstellen.

Gruß   Pirx
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Offline Zenit

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Re: Boeing CST-100 / Starliner
« Antwort #485 am: 29. Juli 2016, 17:06:06 »
Die modernisierte C3PF für den Starliner:


Wenn man dieses cleane Layout mal damit vergleicht, wie es vor gar nicht mal allzu langer Zeit zu Shuttle-Zeiten in der OPF-3 ausgesehen hat, dürfte der Fortschritt recht deutlich sein...


https://blogs.nasa.gov/commercialcrew/2016/07/26/boeing-debuts-modernized-high-bay-at-kennedy/
https://en.wikipedia.org/wiki/Orbiter_Processing_Facility

Gruß
Martin
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Offline -eumel-

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Re: Boeing CST-100 / Starliner
« Antwort #486 am: 16. August 2016, 00:17:23 »
Wenn man dieses cleane Layout mal damit vergleicht, wie es vor gar nicht mal allzu langer Zeit zu Shuttle-Zeiten in der OPF-3 ausgesehen hat, dürfte der Fortschritt recht deutlich sein...

Ist "Fortschritt" die richtige Bezeichnung für eine leergeräumte Halle? ???

Die Raumfahrzeuge, die in dieser Halle für den Start vorbereitet werden, sind doch zu unterschiedlich.
Das Shuttle war schon ein richtiges Raumschiff für bis zu acht Mann Besatzung und große Frachtteile.
Da hätte man ein Paar von diesen "Starliner" Kapseln einladen und in den Orbit bringen können.
Vor allem waren die Shuttles wiederverwendbar und wurden in der OPF nach der Landung umfangreich gewartet.
Das Shuttle war viel größer und erforderte Zugang zu allen Ebenen und Bauteilen.

Die CST-100 wird fertig geliefert, fällt zum Missions-Ende irgendwo am Fallschirm runter und ist dann Schrott.

Das soll nun der große Fortschritt sein?! ???
Dafür braucht man eigentlich gar nicht so eine große Halle.
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Offline tobi

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Re: Boeing CST-100 / Starliner
« Antwort #487 am: 16. August 2016, 00:31:34 »
Starliner soll aber auch wiederverwendbar sein. ;)
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Offline -eumel-

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Re: Boeing CST-100 / Starliner
« Antwort #488 am: 16. August 2016, 00:53:01 »
Starliner soll aber auch wiederverwendbar sein. ;)

Achso - SpaceX wirkt schon! 8)
Haben die nicht immer gesagt, das geht nicht / rentiert sich nicht? ???
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Offline -eumel-

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Re: Boeing CST-100 / Starliner
« Antwort #489 am: 16. August 2016, 01:33:30 »
Vor dem großen VAB fährt ein kleiner Tieflader entlang - hinaus zum SLC-41:


Er liefert den neuen Crew Access Arm mit White Room.
Durch ihn sollen die Raumfahrer in die CST-100 Starliner Kapsel einsteigen, wenn sie auf der Atlas V Rakete zum Start bereit ist.



Photo Credit: NASA/Kim Shiflett



Crew Access Arm mit White Room samt Schwenkachse:


Aufwärts geht es mit dem Kran:


Hier sieht man die vielen Düsen des Sound Supression Systems am Abgas-Tunnel:




Der Zugangsarm wird in der ausgeschwenkten Position montiert:


Eingeschwenkt ist noch genügend Platz zur Rakete:


Nun kann´s losgehen! :D
Ähh - wo ist die Rakete mit dem Starliner? ??? :D
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Offline AndiJe

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Re: Boeing CST-100 / Starliner
« Antwort #490 am: 16. August 2016, 04:31:55 »
White Room... ein Relikt aus Apollo- und Shuttle-Zeiten, bald wieder im Einsatz, und möge uns diesmal ein Apollo 1 erspart bleiben... und LOC und vor allem horrende Ausgaben wie bei beiden Vorgänger-Programmen!
Der Mensch kann nicht ewig in der Wiege bleiben, daher geht's ab sofort in die Krabbelstube!

Offline MpunktApunkt

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Re: Boeing CST-100 / Starliner
« Antwort #491 am: 16. August 2016, 09:10:48 »
Hallo,

ist der Arm auch höhenverstellbar, dass man bei Bedarf auch eine kürzere oder längere Rakete unter den Starliner packen kann?
Wenn Du heute morgen schon sechs unmögliche Dinge getan hast, warum dann nicht als siebentes zum Frühstück ins Milliways, das Restaurant am Ende des Universums?

Offline -eumel-

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Re: Boeing CST-100 / Starliner
« Antwort #492 am: 16. August 2016, 23:54:17 »
Ein kurzes Video zum Starliner Crew Access Arm:


https://www.youtube.com/watch?v=Y8r6lAOOCHc
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Offline MR

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Re: Boeing CST-100 / Starliner
« Antwort #493 am: 17. August 2016, 00:11:39 »
White Room... ein Relikt aus Apollo- und Shuttle-Zeiten, bald wieder im Einsatz, und möge uns diesmal ein Apollo 1 erspart bleiben... und LOC und vor allem horrende Ausgaben wie bei beiden Vorgänger-Programmen!

Wenn du überlegst, wie viel damals für beide Programme allein neu entwickelt werden musste, war die Entwicklung, zumindest bei Apollo, gar nicht mal so teuer. Beim Shuttle war das Problem, das er seiner Zeit einfach zu weit voraus war. Aber auch durch den Shuttle hat man wertvolle Erfahrungen gewonnen. Immerhin gibt man wieder verwendbare Raumgleiter nicht komplett auf. Die X-37 baut ja in vielen Dingen auf dem Shuttle auf, speziell was den Hitzeschild betrifft. Auch auf den Dream Chaser darf man noch gespannt sein.

Offline Zenit

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Re: Boeing CST-100 / Starliner
« Antwort #494 am: 17. August 2016, 18:23:38 »
Ist "Fortschritt" die richtige Bezeichnung für eine leergeräumte Halle? ???

Die Raumfahrzeuge, die in dieser Halle für den Start vorbereitet werden, sind doch zu unterschiedlich.
Das Shuttle war schon ein richtiges Raumschiff für bis zu acht Mann Besatzung und große Frachtteile.
Da hätte man ein Paar von diesen "Starliner" Kapseln einladen und in den Orbit bringen können.
Vor allem waren die Shuttles wiederverwendbar und wurden in der OPF nach der Landung umfangreich gewartet.
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Die CST-100 wird fertig geliefert, fällt zum Missions-Ende irgendwo am Fallschirm runter und ist dann Schrott.

Das soll nun der große Fortschritt sein?! ???
Dafür braucht man eigentlich gar nicht so eine große Halle.

Du darfst nicht vergessen, dass in der C3PF nicht nur der Zusammenbau der Starliner, sondern auch die Fertigung der Servicemodule, die Betankung des Raumschiffs, das Deservicing und die Wartung stattfinden wird. Außerdem wird in der Halle natürlich nicht nur eine einzige Kapsel, sondern gleich eine ganze Flotte Starliner unterbringen. Und alle Schritte für das Processing einer ganzen Raumschiffflotte (das Wort schaut irgendwie komisch aus) in einer Halle unterzubringen, die noch dazu mit relativ wenig Gerät auskommt, ist für mich auf jeden Fall ein Fortschritt, die Preise zu senken.

Gruß
Martin
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Offline -eumel-

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Re: Boeing CST-100 / Starliner
« Antwort #495 am: 18. August 2016, 01:16:48 »
Tut mir leid, aber einen Fortschritt kann ich dort nicht erkennen.
Im Gegenteil: Es ist wohl eher gefährlich, die Betankung mit leicht entzündlichen und vor allem hochgiftigen Stoffen in einer großen Produktionshalle durchzuführen, wo noch an anderen Prozessen gearbeitet wird.

Beim Betanken sind höchste Sicherheitsvorkehrungen und Ganzkörper-Schutzanzüge erforderlich:

Airbus Defence and Space 
Betankung des ATV in Kourou

Hier zum Beispiel ein Artikel über das Betanken des ATV.

Weil das so gefährlich ist, wird das eigentlich immer in speziellen Gebäuden gemacht - aus gutem Grund.
Wo soll denn da der Fortschritt sein, wenn das in der großen Halle gemacht wird, wo noch andere Menschen arbeiten?

"Eine ganze Raumschiffflotte in einer Halle" finde ich übertrieben.
In der Praxis werden es wohl eher ein paar einzelne kleine Kapseln gleicher Bauart sein.
Wieviele sollen denn pro Jahr starten?

Sie haben die technische Ausrüstung aus einer gut funktionierenden Halle ausgeräumt und aus einer Autowerkstatt eine Fahrradwerkstatt
gemacht.
Dafür brauchen sie weniger Werkzeug und Geräte - und Fahrräder sind billiger.
Und das soll nun Fortschritt sein? ???

Ich mag Autos! 8) :D
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Offline Gerry

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Re: Boeing CST-100 / Starliner
« Antwort #496 am: 18. August 2016, 05:18:08 »
[...]
Sie haben die technische Ausrüstung aus einer gut funktionierenden Halle ausgeräumt und aus einer Autowerkstatt eine Fahrradwerkstatt
gemacht.
Dafür brauchen sie weniger Werkzeug und Geräte - und Fahrräder sind billiger.
Und das soll nun Fortschritt sein? ???
[...]

Es gibt durchaus nicht wenige Menschen die den vermeintlichen "Rückschritt" vom Auto aufs Fahrrad als Fortschritt ansehen ;)

Das ist durchaus ne treffende Metapher für die Abkehr vom Shuttle hin zu den einfachen, zweckdienlichen Kapseldesigns. Autos binden extrem viele Resourcen (Geld, Platz, Umweltverschmutzung) dafür, dass sie meist nur eine Person von A nach B bringen. Genauso hat das Shuttle enorm viele Mittel gebunden nur um Pesonen in den LEO zu befördern. Die Kapsel kann, analog wie das Fahhrad, das viel effektiver.
Raumcon-Realist

Offline James

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Re: Boeing CST-100 / Starliner
« Antwort #497 am: 18. August 2016, 07:49:27 »
Das kommt ja auf den Blickwinkel der Betrachtung an.
Ökologisch mag es ein Fortschritt sein, auf das Auto zu verzichten und das Fahrrad zu benutzen.
Praktischer ist das Auto. Motor, Klimaanlage, Personenanzahl u.s.w.
Technisch gesehen ist das Auto ganz klar die höhere Entwicklungsstufe.

Raumfahrtanhänger betrachten ein Raumfahrzeug wie das Shuttle und eine Kapsel wohl eher aus dem technischen Blickwinkel.
Und so gesehen ist der Schritt von einem Shuttle zu einer Kapsel ein großer Schritt rückwärts.

(es wird die Kapsel Crew-Dragon geben, die benutzt werden wird...
 es wird die Kapsel Orion geben die sie benutzen werden wollen/müssen...
 wer braucht die Kapsel CST-100/Starliner?)

Offline McPhönix

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Re: Boeing CST-100 / Starliner
« Antwort #498 am: 18. August 2016, 10:54:44 »
....Praktischer ist das Auto. Motor, Klimaanlage, Personenanzahl u.s.w.
Naja die Personenzahl laß mal weg. Wenn man sich mal die Zeit nimmt und eine Menge Autos(PKW) betrachtet - grob geschätzt 80% mit einer Person, 10% mit 2 Personen unterwegs.
Wird also kaum genutzt.
Zitat
Und so gesehen ist der Schritt von einem Shuttle zu einer Kapsel ein großer Schritt rückwärts.
Sehe ich auch so. Resultiert nur daraus, so schnell wie möglich soviel wie möglich P/M hochzuballern.
Wenn die Menschheit in der Lage wäre, sich 20 Jahre Zeit zu nehmen und auch unvernichtetes Geld genug da wäre, könnte man wohl ein Raumfahrzeug entwickeln, was dann für weitere 2 Jahrzehnte gute und häufige Arbeit verrichten würde. Flugzeuge sind oft genug auch so lange aktiv. Das Argument "Kapseln sind sicherer" belege man statistisch....
Ich habe keine Angst vor Aliens. Solange sie über uns lachen wegen dem kleinkarierten Raketengefummel auf der Erde, tun sie uns nix.

Offline AndiJe

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Re: Boeing CST-100 / Starliner
« Antwort #499 am: 18. August 2016, 11:57:29 »
Auf sowjetischer Seite fallen mir ja schon drei LOC bei Kapseln ein: Soyus 1 mit dem Pechvogel Viktor Komarow, und die 2 Saljut-Besatzungen, auf amerikanischer Seite Apollo 1 und dann die 2 Shuttlebesatzungen der Challenger und der Columbia... aber die Soyus ist sicher über 150 x geflogen...müsste ich mal googeln...
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Tags: Commercial USA