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Raumcon
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Autor Thema: Meteoriteneinschlag von Carancas  (Gelesen 6115 mal)

Offline paygar

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Meteoriteneinschlag von Carancas
« am: 19. September 2007, 15:35:45 »
Meteoriten-Dampf vergiftet Dorfbewohner
Nach dem Einschlag eines Meteoriten in der Nähe ihres Dorfes sind 200 Peruaner an einer rätselhaften Übelkeit mit Erbrechen und Kopfschmerzen erkrankt – offenbar eine Vergiftung durch aufsteigende Dämpfe.

Mehr hier-->http://www.focus.de/wissen/wissenschaft/astronomie/peru_aid_133226.html
"To invent an airplane is nothing. To build one is something. But to fly is everything." --Otto Lilienthal

SchwarzeMaterie

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Re: Meteoriteneinschlag von Carancas
« Antwort #1 am: 19. September 2007, 18:43:12 »
Können einen ja richtig leid tun, die Bauern. Erst der Rums vom Meteoriten und dann noch der von den Berichterstattern vor Ort. Das Erlebnis werden sie wohl so schnell nicht vergessen, nun gibt's bei denen auch endlich mal wieder ein Thema zu Tisch.

weiterer Link:
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,506516,00.html

Hoffen wa mal für die Armen, dass sich die Dämpfe wieder legen.  :o


Gruß
« Letzte Änderung: 19. September 2007, 18:46:29 von SchwarzeMaterie »

H.J.Kemm

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Re: Meteoriteneinschlag von Carancas
« Antwort #2 am: 21. September 2007, 02:35:01 »
Moin,

ob es sich wirklich um einen Meteoriteneinschlag handelt ist noch nicht raus. Da werden erst noch entsprechende Untersuchungen anstehen.

Hier mal ein kleiner Film >>>

http://www.youtube.com/watch?v=WABwQ3EOHTU

Jerry

Offline Nakova

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Re: Meteoriteneinschlag von Carancas
« Antwort #3 am: 21. September 2007, 16:21:44 »
Genau! Vieleicht ist´s ja auch ein Objekt von irgendeinem Land (Sateliet oder so was)!
Als er die Himmel bereitete, war ich da; als er einen Kreis [hebr. "chug" was zudem Kugel bedeutet] über der Fläche der Wassertiefe festsetzte ... (im 10 Jahrhunderd v.Chr. von Salomo verfasst)

Offline GlassMoon

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Re: Meteoriteneinschlag von Carancas
« Antwort #4 am: 21. September 2007, 18:17:54 »
unwahrscheinlich, das würde man wohl wissen, wobei alles wohl verglüht wäre..


vielleicht ein bissel science-fiction, aber könnte es nicht sein, dass bakterien in dem meteoriten waren, die die bewohner jetz krank machen?
42/13,37 ≈ Pi

Offline Schillrich

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Re: Meteoriteneinschlag von Carancas
« Antwort #5 am: 21. September 2007, 19:10:58 »
Zur Zeit vermutet man einfach Schwefel-Wasserstoff als Ursache. Das wäre dann so etwas wie der Geruch von faulen Eiern, oder?
\\   //    Grüße
 \\ ///    Daniel

"Failures are ammo in your arsenal, not baggage that weighs you down." (JPL)

H.J.Kemm

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Re: Meteoriteneinschlag von Carancas
« Antwort #6 am: 25. September 2007, 03:13:51 »
Moin,

das *Geheimnis* scheint nun doch gelüftet.

Es soll ein Stein-Eisen Meteorit vom Typ Pallasit sein, der jetzt den Namen *Huanocollo* trägt. Auch das Rätsel wegen der *giftigen* Dämpfe ist gelöst. Der Boden in der gesamten Umgebung, also auch an der Eischlagstelle, ist arsenhaltig (für diese Gegend nicht ungewöhnlich). Durch den Einschlag wurden Arsendämpfe freigesetzt, die aus dem Krater strömen. Die Leute, die dort nachsehen gingen, atmeten die Dämpfe ein und haben eine leichte Arsenvergiftung.



Man weiss auch zwischenzeitlich wann dieser Meteorit eingeschlagen ist, die Flugroute korrespondiert mit der Form des Kraters, auch das beschädigte Dach eines ~ 100 m entfernten Hauses ist jetzt geklärt.

Dies alles habe ich mir aus diesen Berichten mühsam selbst übersetzt; prüft doch bitte mal, ob ich nichts vergessen, übersehen oder falsch interpretiert habe.
Vielleicht gibt es ja bald einen richtigen Bericht in deutscher Sprache.

Alles nachzulesen >>>

Jerry  

Offline Nakova

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Re: Meteoriteneinschlag von Carancas
« Antwort #7 am: 25. September 2007, 09:19:53 »
Sehr schön!
Ich danke für dein Bemühungen, denn das Thema hatte ich hier drin stets verfolgt!

Gruß Nakova
Als er die Himmel bereitete, war ich da; als er einen Kreis [hebr. "chug" was zudem Kugel bedeutet] über der Fläche der Wassertiefe festsetzte ... (im 10 Jahrhunderd v.Chr. von Salomo verfasst)

astro112233

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Re: Meteoriteneinschlag von Carancas
« Antwort #8 am: 03. Oktober 2007, 12:57:40 »
Hi Jerry,

der Impakt ist ja wieder ein spektakuläres Ereignis. Mir den typischen Medienrummel und spekulativen Falschaussagen.

Ein Stein-Eisen oder Eisen-Meteorit ist das auf keinen Fall gewesen. Die momentane Sachlage deutet auf einen Stein-Meteoriten hin. Wahrscheinlich ein Chondrit. Was auf den kursierenden Bildern als Fundmaterial zu sehen ist, ist wenn was meteoritisches, 100% Stein-Meteorit. Eisen würde völlig anders aussehen und auch vom spez. Gewicht her wesentlich schwerer sein. Es handelt sich offensichtlich um Fragmente des eigentlichen Mutter-Einschlagkörpers, diese hat es beim Einschlag dann in die Umgebung gefetzt. Müssen noch abwarten, was da genau vom Himmel stützte. Einige Meteoritenhändler haben bereits einiges an Material von der einheimischen Bevölkerung erstanden, jedoch  wahrscheinlich illegal. Denn das sammeln ist in der Umgebung verboten. Polizei ist Vorort. Und ein peruanisches Gefängnis kann ich mir nicht als so richtig gemütlich vorstellen.

Eben wurde das erste Teil bei E... versteigert. Ist sofort gekauft worden.
http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&rd=1&item=180165238220&ssPageName=STRK:MEWA:IT&ih=008

Grüße sendet dir Konrad.   ;)

Meine Glosse.

Hallo Freunde,
ist wahrlich unglaublich, wie dilettantisch die peruanischen "Wissenschaftler" an die Erforschung des Wassertümpels herangehen, B.z. nicht ihre Neugier stillen. Mit Sicherheit wären einige Meteoritenhunter bereits mit Taucheranzug, im Namen der Wissenschaft, in die tosenden Fluten gestürzt. Darf man allerdings nicht. Das Kraterloch ist seit Tagen eingezäunt und nur für einen Obolus von 1,50.- € zu besichtigen.  

Mittlerweile tummeln sich dort allerdings zur Bewachung und Abschreckung eingesetzte blutrünstige Piranha Schwärme. Fressen Piranhas eigentlich auch Steinmeteorite?  

Ich bin mir sicher, dass das sagenumwobene Loch Chondrito so um die 11000 Meter tief ist, wie der Marianen Graben. Folglich muss das Entwässer explizit vorbereitet und geplant werden. Da gehen dann schon locker 2 oder 3 Jährchen ins Land. Des Weiteren stellt sich die finale Frage, wohin mit dem ganzen Wasser? Das fließt unkontrolliert über den Rand der Erdscheibe und tropft anschließend einfach so in den Weltraum. Dann ertrinkt bei ungünstiger Konstellation der Planeten die gesamte Population der Marschmenschen. Wenn dann in 20 Jahren die Amis dort landen, ist niemand mehr da der bewundernd applaudiert und Fähnchen schwing. Diese Methode geht also gar nicht. Geniale Alternative, vom irdischen Gegenpunkt des Loch Chondritos eine Bohrung teufen und dadurch den Abfluss der Brühe realisieren. Allerdings fließt dann das gesamte Magma aus dem Erdinneren in den Weltraum und die Erde schrumpft wie ein alter Apfel zum unbedeutenden nichts. Und die Marsmenschen sind ja auch noch da. Also doch, wenn auch unspektakulär, den kleinen Gummistöpsel im Loch Chondritos ziehen.

Mich persönlich würde es nicht verwundern, wenn demnächst die Brühe in 25 Liter Behältern bei E... als Zauberelixier gegen extreme Verstopfung oder Blähungen angeboten wird. Nur 10 Liter pro Tag und die Darmperistaltik ist wieder in bester Ordnung. Marginale Nebenwirkungen: Heftigste Diarrhoe und höllische Kopfschmerzen. Aber man kann ja nicht alles haben. Ein Teufelskreis.    

Mir dämmert langsam, warum dort ein Stacheldrahtzaun errichtet wurde und Eintritt verlangt wird. Jedoch das darf ich hier nicht erörtern. Das Thema öffentliche Toiletten ist negativ besetzt und deshalb absolut tabu.  

Werbung: Peru Arsen Air offeriert.
Drei Tage Kurztrip zum gewaltigen Loch Chondritos in der unberührten endlosen Einöde des peruanischen Hochlandes.

Anreise ab Marktplatz:
Erleben sie eine 16 stündige Abenteuerfahrt auf naturbelassenen Pfaden in einem landestypischen rustikalen Fernreiseluxusholzwagen in angenehmer Gesellschaft von peruanischen Hochland Hühnern- und Ziegen.    

Verpflegung: Täglich das abwechslungsreiche und nahrhafte peruanische Nationalgericht, gegrillter Maiskolben ohne Filetsteak und ohne leckere Peffersoße.  

Highlight: Tägliche Fütterungshow der Loch Chondritos Piranhas mit frischen Filets vom Rind an Peffersoße. Tollkühner Demonstrator ist der jetzt leider einarmige Pepe.  

Absolutes Highlight: Meteoritensuche in glühender Hitze ohne nervenden Führer. Erfahren Sie ihre persönliche Ausdauer- und Belastungsgrenze. Irrläufer werden wöchentlich von unseren Sanitätsteam aufgesammelt.  

Sensationeller Spezialtarif für Optimisten. Hin und zurück für nur 1599.- €

Sensationeller Spezialtarif für Pessimisten. Nur hin für nur 699.- €

Scherz bei Seite.
Es entbehrt jeder Logik, das Kraterloch nicht umgehend trocken zulegen und nach dem eventuellen Inhalt zu schauen. Zur Not auch mit primitiven manuellen Pumpen. Das wäre doch, als ob ein Forscherteam in Ägypten ein Pharaonengrab entdeckt, das weltweit verkündet, jedoch nicht ergründet, was da eigentlich hübsches drin ist.

Viele Grüße sendet Konrad.   ;)
« Letzte Änderung: 03. Oktober 2007, 13:27:19 von astro112233 »

H.J.Kemm

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Re: Meteoriteneinschlag von Carancas
« Antwort #9 am: 03. Oktober 2007, 13:30:46 »
Moin Konrad,

sehr schön!

Aber man muß ja nicht hinfahren um dort einen Teil des *Huanocollo* illegal zu erwerben. Den gibt es doch schon bei Ebay >>>

 

Und das für nur 500 US $ zuzüglich Versangkosten von 30 US $.

Jerry

H.J.Kemm

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Re: Meteoriteneinschlag von Carancas
« Antwort #10 am: 12. Oktober 2007, 05:42:38 »
Moin,

unter
habe ich einen interessanten Beitrag gefunden. U.a. wird da über über einen Michael Farmer geschrieben.



Die Seite habe ich mal rausgesucht und stelle sie hier mal vor:


Da ist auch dies Bild von der angeblichen Flugbahn des Meteoriten, aufgenommen von einem Amateur, zu sehen:



Jerry


H.J.Kemm

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Re: Meteoriteneinschlag von Carancas
« Antwort #11 am: 14. Februar 2008, 11:37:04 »
Moin,

Naturkundemuseum Berlin untersucht jüngsten Meteoritenkrater

Unter diesem Titel gibt es hier einen ausführlichen Bericht >>>

Jerry

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