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17. Juli 2019, 15:16:48
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  • Atlas5-401 AV078, InSight, VAFB SLC3E, 13:05MESZ: 05. Mai 2018
  • InSight - Landung - ca. 21:00 MEZ: 26. November 2018

Autor Thema: InSight auf Atlas V 401  (Gelesen 227681 mal)

Offline Hugo

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Re: InSight auf Atlas V 401
« Antwort #1100 am: 28. Juni 2019, 20:06:02 »
Lumpi hat oben das JPL-DLR-Team zitiert, daß das Loch erst mit Sand aufgefüllt werden muss. Aber eins nach dem anderen. Erstmal die Struktur fertig herunterheben, und dann das Problem bestmöglich neu analysieren.

Offline rok

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Re: InSight auf Atlas V 401
« Antwort #1101 am: 29. Juni 2019, 21:33:33 »
Die Bilder vom Umsetzen der Support Structure sind eingetroffen. Der vorher schon angekündigte "3. Schritt" ist damit abgeschlossen und es werden jetzt einige weitere Untersuchungen stattfinden, bevor man sich zu weiteren Maßnahmen entschließt.

(Das Bild stammt aus der aktuellen Serie der NASA):

https://mars.nasa.gov/insight/multimedia/raw-images/?order=sol+desc%2Cdate_taken+desc&per_page=50&page=0&mission=insight




Offline rok

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Re: InSight auf Atlas V 401
« Antwort #1102 am: 30. Juni 2019, 18:01:18 »
Die Ergebnisse der Aktion (das Versetzen der Haltestruktur) sehen richtig gut aus. Der Halter wurde zunächst soweit angehoben, dass die Kabelschlaufe, die noch im "Schornstein" steckte, herausgezogen wurde, anschließend konnte man beim weiteren Anheben sehen, dass das Messkabel problemlos aus dem Kabelfach gezogen wird und dass auch der Scanner für die Tiefenanzeige funktioniert.

Man wird sich die Situation in den nächsten Tagen noch genauer anschauen. T. Spohn bevorzugt derzeit, den Hohlraum, den sich der Maulwurf geschaffen hat, mit Regolith aufzufüllen und anschließend durch den Scoop direkt neben der Sonde auf den Boden zu drücken, um diesen zu verdichten. Der Arm kann maximal mit einer Kraft von ca. 40 N auf den Boden drücken, das sollte ausreichen, dass eine Reibungskraft von ca. 5 N entsteht, die den Rückstoß des Maulwurfs soweit abfängt, dass eine Fortbewegung möglich wird.

Ich hätte ja gerne noch ein weiteres "diagnostisches Hämmern" unter direkter Kamerabeobachtung gesehen.   ;)

Quelle wie üblich ("Logbuch" und "Originalbilder"):

https://www.dlr.de/dlr/desktopdefault.aspx/tabid-11031/
« Letzte Änderung: 01. Juli 2019, 13:43:33 von rok »

Offline rok

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Re: InSight auf Atlas V 401
« Antwort #1103 am: 01. Juli 2019, 13:38:42 »
Aus dem InSight-Logbuch von heute:

Als nächstes wird nun der Greifer losgelassen und verstaut, so dass die Schaufel des Arms benutzt werden kann. Wir werden mit Hilfe der IDC Kamera auf dem Arm den Maulwurf und die Grube untersuchen können und sehen, ob wir unsere Pläne anpassen müssen. Falls nicht, werden wir verfahren, wie geplant: Das heißt, die Grube verfüllen, den Boden belasten und dabei hämmern. Wegen des "4th of July" Feiertages in den USA und den Arbeiten zum Verstauen des Greifers wird es noch mindestens eine Woche dauern, bevor wir weitere Neuigkeiten haben werden. 
......
Das sollte dann auch die twitter-Anfrage von raumfahrer.net beim dlr beantworten.

Offline Lumpi

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Re: InSight auf Atlas V 401
« Antwort #1104 am: 04. Juli 2019, 19:13:34 »
Aus dem InSight-Logbuch von heute:

Als nächstes wird nun der Greifer losgelassen und verstaut, so dass die Schaufel des Arms benutzt werden kann. Wir werden mit Hilfe der IDC Kamera auf dem Arm den Maulwurf und die Grube untersuchen können und sehen, ob wir unsere Pläne anpassen müssen. Falls nicht, werden wir verfahren, wie geplant: Das heißt, die Grube verfüllen, den Boden belasten und dabei hämmern. . 


Falls das alles nicht zum Erfolg führt, würde man offenbar auch direkt mit dem Arm auf den Maulwurf drücken.

Zitat
And, although the arm can't grab the mole for repositioning, it could, if needed, push against the spike in an effort to get it to resume drilling.
https://www.skyandtelescope.com/astronomy-news/nasas-strategy-mars-insight-back-drilling/?utm_content=buffer59856&utm_medium=social&utm_source=twitter.com&utm_campaign=buffer
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Offline rok

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Re: InSight auf Atlas V 401
« Antwort #1105 am: 04. Juli 2019, 19:49:25 »
Das wäre dann aber wirklich die letzte Verzweiflungstat, man müsste die Schaufel millimetergenau auf die Kante des Maulwurfs setzen, um dass Messkabel nicht zu beschädigen und man müsste den Arm ständig mit dieser Genauigkeit nachführen.

Ich vermute, dass sie zunächst seitlich gegen das obere Ende des Mole drücken werden, falls die jetzt zunächst noch geplante Aktion (das Zusammendrücken des Bodens) keinen Erfolg haben sollte.

Offline Lumpi

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Re: InSight auf Atlas V 401
« Antwort #1106 am: 08. Juli 2019, 12:06:18 »
Der "Kraterboden" ist sichtbar. Wie viele Zentimeter mögen das sein?  :-\

Den Bildausschnitt habe ich von png in jpg umgewandelt und 2-fach vergrößert.
Originalbild von Sol 213 (03.Juli 2019):  https://mars.nasa.gov/raw_images/12147/?site=insight


Credit: NASA/JPL-Caltech
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Offline frog

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Re: InSight auf Atlas V 401
« Antwort #1107 am: 08. Juli 2019, 12:24:58 »
Nicht so viele. Ich schätze mal 10 - 12cm. Der Boden sieht felsig und hart aus. Ob da der Maulwurf überhaupt durchkommt?
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Offline Riker

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Re: InSight auf Atlas V 401
« Antwort #1108 am: 08. Juli 2019, 12:30:31 »
Ich meine, in dem von Lumpi eingestellten Bild ist (noch) nicht der Kraterboden zu sehen.
Das wird - im schlimmsten Falle - noch Teil der Kraterwand sein, da wir auch nicht die Spitze vom Maulwurf sehen können.

Oder ist das vielleicht nachgerutschtes Material???

Offline Lumpi

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Re: InSight auf Atlas V 401
« Antwort #1109 am: 08. Juli 2019, 13:00:27 »
... da wir auch nicht die Spitze vom Maulwurf sehen können.

Na zumindest die Spitze vom Maulwurf steckt doch wohl im Boden, die werden wir (hoffentlich) auch nicht sehen können.  ;)
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Offline SFF-TWRiker

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Re: InSight auf Atlas V 401
« Antwort #1110 am: 08. Juli 2019, 13:19:33 »
Ich würde sogar nur auf  ca. 5 cm tippen und denke, das was waagerechter Boden zu sein scheínt, ist nur nachgerutschtes Material der Bohrung.
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TWR genügt als Anrede

Offline Hugo

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Re: InSight auf Atlas V 401
« Antwort #1111 am: 08. Juli 2019, 19:19:30 »
Oder die Lochwand hat nur eine andere Farbe. Auf der Website sind mehrer Bilder mit verschiedenen Schattenwürfen zu sehen. Leider sieht man dabei auch nur schwer mehr. In einem 3D-Modell wird man das aber sicher nachrechnen können, wie der Schattenwurf wann wäre.

Die Sonde (Bohrhammer, Bohrer, Ramme, Maulwurf) soll imho ca 30 cm lang sein und ca 3 cm Durchmesser haben. Somit ca. so breit (und natürlich auch lang) wie ein 30cm Lineal. Also das Länge-Durchmesser-Verhältnis ist 1 zu 10. Von daher könnte das schon der Boden vom Loch sein. Auf anderen Bildern sieht man, daß die Sonde ca. 2 bis 2,5 Durchmesser aus dem Loch heraus schaut, somit ist sie zu 7,5 bis 8 Durchmesser im Boden. Somit sollte das Loch 22,5 bis 24 cm Tief sein.

Offline Terminus

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Re: InSight auf Atlas V 401
« Antwort #1112 am: 08. Juli 2019, 20:31:54 »
Der Boden sieht felsig und hart aus. Ob da der Maulwurf überhaupt durchkommt?

Das frage ich mich auch. Man meint da ja, sowas wie einen Schichtenaufbau zu erkennen. Ein Loch in lockerem Sand, oder wenigstens Kies sieht anders aus. Sieht für mich entweder nach verkrusteten Schichten oder gar nach kleinen Steinen aus. Jedenfalls kein Wunder, dass der Maulwurf sich da nicht gerade "wie ein Messer durch Butter" hämmern konnte.

Die Annahme der Forscher vor der Landung, von der Verteilung größerer Steine an der Oberfläche (auf Bildern aus dem Orbit) auf die Verteilung solcher Steine auch in einigen Metern Tiefe zu schließen, klang ja nicht unplausibel. Wenn man sich aber jetzt mal ein steiniges Gelände vorstellt, über das äonenlang Marswind hinwegbläst und da nach und nach genug Sand und Staub ablagert, dass fast alle Steine darunter verschwinden... dann trifft die Annahme über die Bodenstruktur in der Tiefe irgendwann einfach nicht mehr zu?

Naja, wenn man so denkt, darf man ja überhaupt nirgends einen Versuch wagen, in die Tiefe zu bohren. Irgendwann/irgendwo muss man es halt mal probieren. :-\

Offline Andras1768

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Re: InSight auf Atlas V 401
« Antwort #1113 am: 09. Juli 2019, 14:36:42 »
Für mich sieht es auch so aus, als wenn der Maulwurf auf einen Stein gestoßen ist. Wenn man die ersten Fußabdrücke von HP3 sieht und mit den letzten vergleicht, scheint die Struktur die man in dem Loch sieht, ein Stein zu sein wo er nicht weiterkam und HP3 dadurch verschoben wurde.
Anschließend hat der Maulwurf durch die Erschütterung Material an den Bohrlochrand gedrückt und zum Teil wird auch etwas ins Loch gefallen sein. Was mich beim betrachten der Bilder und des Gifs auf der DLR Blogseite stutzig gemacht hat, ist die Tatsache, dass sich der Maulwurf wärend der ganzen Hebeaktion keinen Zentimeter bewegt hat. Das Datenkabel an dem der Maulwurf hängt, ist doch eigentlich relativ starr. Da hätte doch eine kleine Seitwärtsbewegung drin sein müssen. Vielleicht ist die photografisch ja nicht festgehalten worden. Meine Vermutung ist, dass der Maulwurf evtl. zwischen zwei Steinen, welche dicht beieinanderliegen, festsitzt. Dann würde wohl leider auch eine Bohrlochverdichtung nicht viel bringen. Evtl. müsste man das Bohloch mehrmals verdichten, bis der Maulwurf einen Weg, vorbei an den Steinen, gefunden hat.

Offline Sensei

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Re: InSight auf Atlas V 401
« Antwort #1114 am: 09. Juli 2019, 15:36:31 »
Zitat
Wenn man die ersten Fußabdrücke von HP3 sieht und mit den letzten vergleicht, scheint die Struktur die man in dem Loch sieht, ein Stein zu sein wo er nicht weiterkam und HP3 dadurch verschoben wurde.

Nö, das was man im Loch sieht ist auf keinen Fall ein Stein an dem der Maulwurf gescheitert ist.

Und das der Maulwurf sich nicht neigt ist auch klar - schließlich steckt er noch zu > ¾ mehr oder weniger fest im Boden

Offline Lumpi

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Re: InSight auf Atlas V 401
« Antwort #1115 am: 09. Juli 2019, 17:06:46 »
Für mich sieht das Material am Boden des Lochs nicht anders aus als das auf der Oberfläche, also kein Stein. Ob die weiter tiefer im Boden steckende Spitze des Maulwurfs aber vielleicht auf einen Stein gestoßen ist, ist eine andere Frage.

Das frage ich mich auch. Man meint da ja, sowas wie einen Schichtenaufbau zu erkennen. Ein Loch in lockerem Sand, oder wenigstens Kies sieht anders aus. Sieht für mich entweder nach verkrusteten Schichten oder gar nach kleinen Steinen aus. Jedenfalls kein Wunder, dass der Maulwurf sich da nicht gerade "wie ein Messer durch Butter" hämmern konnte.

Für die ersten 18 - 20 cm hatte der Maulwurf nur 5 Minuten benötigt, erst danach musste er "kämpfen"...

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Offline Andreas

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Re: InSight auf Atlas V 401
« Antwort #1116 am: 14. Juli 2019, 13:37:33 »

Offline MpunktApunkt

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Re: InSight auf Atlas V 401
« Antwort #1117 am: Gestern um 20:45:58 »
Hallo,

hier auch nochmal aus der Sicht der Instrument Context Camera (ICC):

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Gruß

Mario
Wenn Du heute morgen schon sechs unmögliche Dinge getan hast, warum dann nicht als siebentes zum Frühstück ins Milliways, das Restaurant am Ende des Universums?