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Autor Thema: Heinrich Hertz - H2Sat  (Gelesen 4859 mal)

Offline Schillrich

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Heinrich Hertz - H2Sat
« am: 24. Oktober 2010, 14:28:55 »
Heinrich Hertz (H2Sat) soll ein deutscher Technologiesatellit im Bereich der Kommunikation werden. Mit ihm sollen nationale Technologien ab 2014/2015 im GSO erprobt werden. Gerade im Kommunikationsbereich werden durch die Industrie Innovation nur langsam eingeführt. Die vorherige On-Orbit-Verifikation neuer Konzepte und Technologien ist in diesem Segment notwendig, um diese in der Industrie zu etablieren ("zu verkaufen").

Die Plattform von Heinrich Hertz wird von OHB entwickelt, als kleiner GSO-Satellit, basierend auf der SGEO-Plattform (Small GEO), die 2012 mit HispaSat erstmals in den Orbit kommen soll.

Voraussichtlich werden die Technologienutzlasten den Satelliten nicht voll "ausfüllen", so dass auch "echte" Nutzer ihre Nutzlasten mit unterbringen können. Wahrscheinlich wird das BMVg eine Kommunikationsnutzlast mit integrieren lassen, zumindest ist es Kandidat.

Welche Nutzlasten/Technologien mit an Bord sein sollen:

LISA 
Intersatelliten-Antenne im Ka-Band mit elektronischer Schwenkung für kleine Schwenkwinkel

MEDUSA
Multispotbeam-Antenne im Ka-Band zur Reduzierung der Komplexität auf eine Rx- und eine Multispotbeam-Antenne

VERSA 
Verteilnetzwerk zur Reduzierung der Komplexität. Verwendung von Syntactic Foam (Verbundwerkstoff aus Glas-Hohlkugeln) als Trägermaterial

KERAMIS 
Keramische Mikrowellenschaltkreise, Ka-Band-Downlink auf Basis der LTC-Mehrlagentechnologie (Low Temperature Cofi red Ceramics)

LIQUIDA 
Liquid Crystal Antenna Array, Flüssigkristallgesteuerte Phasenschieber

TWTA 
Mini-Verstärkerröhre (Ka-Band) und Netzteil (EPC). Einzelansteuerung jedes Feed-Elementes mit kleiner Leistung

MPM 
V6-Microwave Power Module – Kombination zweier Verstärkungskanäle einschließlich nachgeschaltetem Hochfrequenz-Netzwerk zur Realisierung von bis zu 500 Watt Hochfrequenz-Leistung

FDOC 
Linearisierter Ku-Band-Röhrenverstärker, integrierter Vorverstärker, Ausgangsleistung einstellbar
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Offline tomtom

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Re: Heinrich Hertz - H2Sat
« Antwort #1 am: 12. Juli 2011, 09:39:31 »
Der Forschungssatellit Heinrich Hertz soll jetzt vom BMVg militärisch genutzt werden.

Wie Schillrich oben schon ankündigte, sollen unabhängige Nutzlastkapazitäten ("Hosted payload") zu Kommunikationszwecken vom BMVg in Anspruch genommen werden.

Dazu überträgt das BMVg dem DLR, zunächst zeitlich begrenzt, die Befugnis, Verwaltungsaufgaben zu übernehmen.
Die Auftragsvergabe für die 15-monatige Entwicklungsphase A1/B soll noch in 2011 erfolgen (aus haushaltsrechtlichen Gesichtspunkten).

Die Nutzung des Satelliten durch das BMVg in den nächsten 15 Jahren wird so begründet:
Zitat
Hiervon profitieren unter anderem zivile und militärische Einsatzkräfte in Katastrophen- oder Krisengebieten, wenn bodengestützte Kommunikationsinfrastruktur überlastet oder zerstört ist. Im Einklang mit der Raumfahrtstrategie der Bundesregierung ist das Projekt "Heinrich Hertz" somit am gesamtgesellschaftlichen Nutzen orientiert.
http://www.dlr.de/rd/DesktopDefault.aspx/tabid-2091/5929_read-31453/



Offline tomtom

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Re: Heinrich Hertz - H2Sat
« Antwort #2 am: 21. Oktober 2014, 22:56:50 »
Neue Wege der ressortübergreifenden Kooperation in der Satellitenkommunikation gestartet

Das BMWi teilt mit, dass die Staatssekretäre vom BMWi und dem BMVg zusammenarbeiten.

http://www.bmwi.de/DE/Presse/pressemitteilungen,did=665000.html

Was daran neu ist, erschließt sich mir nicht, außer vielleicht der geplante Start soll jetzt 2019 erfolgen.

Offline Schillrich

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Re: Heinrich Hertz - H2Sat
« Antwort #3 am: 22. Oktober 2014, 06:53:52 »
Hallo tomtom,

wann gab es schon eine ressort-übergreifende Satellitemission, also mit zwei "gleichgroßen" und in sich eigenständigen Anteilen? Normalerweise würde das BMWi seine Technologiemission machen, und das BMVg seine Kommunikationsmission.
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Offline Schillrich

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Re: Heinrich Hertz - H2Sat
« Antwort #4 am: 28. Juni 2017, 13:31:14 »
Heute wurde (endlich) der Vertrag zwischen dem Raumfahrtmanagement DLR und OHB unterzeichnet, um die Phasen C/D+Start für Heinrich Hertz durchzuführen:
http://www.dlr.de/dlr/presse/desktopdefault.aspx/tabid-10172/213_read-23011/year-all/#/gallery/27325


Bild: DLR CC-BY 3.0
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Offline cullyn

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Re: Heinrich Hertz - H2Sat
« Antwort #5 am: 02. Juli 2017, 15:56:29 »
Seit fast 10 Jahren gibt es eine Konstante bei H2Sat: der Launch ist 5 Jahre nach Press-Release. Das wurde jetzt erstmals auf 4 Jahre reduziert.
Mal sehen ob beim endgültigen Start von H2Sat Internet noch benutzt wird :).

Offline tomtom

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Re: Heinrich Hertz - H2Sat
« Antwort #6 am: 14. Dezember 2017, 23:43:04 »
DLR macht mit Arianespace eine Startvertrag für eine Ariane 5. Der Start soll jetzt zwischen Mitte 2021 und Ende 2022 stattfinden.

http://www.arianespace.com/press-release/arianespace-to-launch-germanys-heinrich-hertz-technology-demonstrator-satellite-on-an-ariane-5-rocket/

Offline tomtom

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Re: Heinrich Hertz - H2Sat
« Antwort #7 am: 27. September 2018, 23:06:31 »
Eine Tochtergesellschaft der MT Aerospace wird beauftragt mit dem Bodensegment und unterstrecht damit die Leistungsfähigkeit und Kompetenz im Bereich der militärischen Satellitenkommunikation.

https://www.pressebox.de/inaktiv/mt-mechatronics-gmbh/MT-Mechatronics-mit-Beteiligung-an-grosser-Heinrich-Hertz-Mission/boxid/923110

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