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Autor Thema: Saturnmond Enceladus  (Gelesen 85406 mal)

Offline Lumpi

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Re: Saturnmond Enceladus
« Antwort #225 am: 07. November 2017, 16:07:26 »
Enceladus soll einen porösen Kern besitzen, indem das Wasser durch die Gezeitenkräfte Saturns auf mind. 90°C aufgeheizt wird. Es werde eine Reibungswärme zwischen 10 und 30 Gigawatt erzeugt, was ausreichend sei Enceladus Ozean für einige 10 Millionen bis zu einigen Milliarden von Jahren flüssig zu halten.
http://www.esa.int/Our_Activities/Space_Science/Cassini-Huygens/Heating_ocean_moon_Enceladus_for_billions_of_years

In den orange gekennzeichneten Breichen beträgt die Temperatur mind. 90°C.

Credit: NASA/JPL-Caltech/Space Science Institute; interior: LPG-CNRS/U. Nantes/U. Angers. Graphic composition: ESA
Das Bekannte ist endlich, das Unbekannte unendlich.

Offline Pham

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Re: Saturnmond Enceladus
« Antwort #226 am: 07. November 2017, 16:18:23 »
Enceladus soll einen porösen Kern besitzen, indem das Wasser durch die Gezeitenkräfte Saturns auf mind. 90°C aufgeheizt wird. Es werde eine Reibungswärme zwischen 10 und 30 Gigawatt erzeugt, was ausreichend sei Enceladus Ozean für einige 10 Millionen bis zu einigen Milliarden von Jahren flüssig zu halten.
http://www.esa.int/Our_Activities/Space_Science/Cassini-Huygens/Heating_ocean_moon_Enceladus_for_billions_of_years

In den orange gekennzeichneten Breichen beträgt die Temperatur mind. 90°C.

Credit: NASA/JPL-Caltech/Space Science Institute; interior: LPG-CNRS/U. Nantes/U. Angers. Graphic composition: ESA
10 Millionen bis einige Milliarden Jahre? Wie darf ich das verstehen?
Enceladus unterliegt ja den Gezeitenkräften des Saturn permanent. Insofern sollte Leistung auch ständig erbracht werden, welche das Mondinnere aufheizt.

Oder ist es so zu verstehen, dass der kern noch weitere 10Mio bis einige Mia Jahre derart warm wäre, wenn die Gezeitenkräfte heute aufhören würden, welche ihn mit Wärme vollpumpen?
Müssten wir allein dem gesunden Menschenverstand vertrauen, so wäre die Welt noch immer eine Scheibe.

Offline Lumpi

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Re: Saturnmond Enceladus
« Antwort #227 am: 07. November 2017, 17:09:25 »
Die Berechnungen beruhen auf einen verformbaren, noch nicht zur Gänze verfestigten, porösen Kern. Wenn sich der Kern in der Zukunft verfestigen sollte, wird weniger Reibungswärme erzeugt, was zu einer allmählichen Auskühlung führt. Die Gezeitenreibung der Eiskruste allein + der radioaktive Zerfall von Elementen im Kern reicht nicht aus, um den Wärmeverlust des Ozeans zu kompensieren. Der Ozean würde wohl lt. Modellrechnungen innerhalb von 30 Millionen Jahren gefrieren.
Das Bekannte ist endlich, das Unbekannte unendlich.

Online -eumel-

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Re: Saturnmond Enceladus
« Antwort #228 am: 02. Juli 2018, 00:15:11 »
Image credit: NASA/JPL/Space Science Institute

Südpol-Region des Saturn Mondes Encaladus
Starke Hydrothermalquellen mischen Material aus dem wassergefüllten, porösen Kern des Mondes mit Wasser aus dem massiven unterirdischen Ozean
- und blasen es in Form von Wasserdampf und Eiskörnern in den Weltraum hinaus.

Die Saturn-Sonde Cassini hatte dieses Phänomen bereits am 17. Februar 2005 bemerkt.
Die Auswertung der Cassini-Daten ist immer noch nicht abgeschlossen.
Auch ein Team um Frank Postberg und Nozair Khawaja von der Universität Heidelberg
untersucht weiterhin den Aufbau des ausgestoßenen Eises
und hat kürzlich Fragmente von großen, komplexen organischen Molekülen identifiziert.
Das verstärkt die Vorstellung, dass diese Meereswelt für Leben geeignete Bedingungen bieten könnte.
Nächster Berliner Stammtisch am Freitag, dem 28. September 2018 ab 19:30 Uhr in der Bar Gagarin.

Tags: Saturn