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Autor Thema: Ende Sonnensystem / Anfang galaktische Region  (Gelesen 24520 mal)

Offline trallala

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Re: Ende Sonnensystem / Anfang galaktische Region
« Antwort #50 am: 03. März 2010, 10:22:29 »
Vielleicht ist es auch nicht sooo sinnvoll bei dieser Teilchendichte von einer Temperatur des "Mediums" zu sprechen. Da ist kein Medium, da ist hier und da mal ein einsames Teilchen ;)

Aber streng physikalisch stimmt das natürlich mit der Temperatur.

Offline 4rest

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Re: Ende Sonnensystem / Anfang galaktische Region
« Antwort #51 am: 24. Mai 2010, 17:32:29 »
Wenn hier her nicht passt löschen oder verschieben.

Das Sonnensystem bewegt sich auf Millionen Grad heiße Gaswolke zu.

http://www.sciencedaily.com/releases/2010/05/100521191114.htm

(Foto "Science Daily")

H.J.Kemm

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Re: Ende Sonnensystem / Anfang galaktische Region
« Antwort #52 am: 25. Mai 2010, 08:29:40 »
Moin,

Wenn hier her nicht passt löschen oder verschieben.

Doch, passt hier exakt rein - aber, diese Aussage sollten wir noch mal genauer untersuchen. Bisher war bekannt >>> Beitrag # 28, # 30, # 32 und vor allen # 41.

Jerry

Offline Schillrich

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Re: Ende Sonnensystem / Anfang galaktische Region
« Antwort #53 am: 25. Mai 2010, 08:53:55 »
Hallo,

ja, man muss zu dem Artikel mehr sagen und einordnen.

Zitat
Das Sonnensystem bewegt sich auf Millionen Grad heiße Gaswolke zu.

Im Artikel wird im Konjunktiv und von einer Hypothese gesprochen. Daher lohnt es sich schon, mehr als nur einen Satz über das Modell zu verlieren.

Ein polnisch-amerikanisches Team hat eine weitere Hypothese für die IBEX-Ergebnisse vorgeschlagen. Dabei sollen die ENA (Energetic Neutral Atoms) aus einem Bereich jenseits des Sonnensystems kommen, wo unsere lokale Gaswolke mit einer anderen lokalen Gasblase aus heißem und turbulentem Gas kollidiert.

In der heißen Blase (local bubble) sollen schnelle Ionen vorhanden sein, u.a. von Supernovae. Diese interagieren an der Grenzschicht mit den neutralen Atomen unserer eigenen lokalen Wolke (local cloud) und fangen dabei Elektronen ein. Danach sind sie ENA und kommen auch ins Innere unseres Systems.
Das von IBEX entdeckte Band wäre ein geometrischer Beobachtungseffekt, wenn wir tangential entlang der gekrümmten Grenzfläche zwischen den beiden Bereichen blicken, da wir dann mit einem Blick flach durch weite Bereiche der Grenzfläche blicken und sie als "ENA-dicht" wahrnehmen. Die Bereiche der Grenzfläche, auf die wir "senkrecht" blicken, erscheinen hingegen "ENA-dünn".
Eine Aussage des Modells wäre, dass die Grenzfläche relativ nahe ist, wenige tausend AU im Vergleich zu mehreren Lichtjahren bisheriger Modelle.

Die Dichte in diesen Wolken liegt übrigens unter dem besten künstlich erzeugten Vakuum auf der Erde ...

Wie gesagt, alles nur ein Modell ... aber interessant, da deutlich anders als die anderen Erklärungen für IBEX.
\\   //    Grüße
 \\ ///    Daniel

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H.J.Kemm

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Re: Ende Sonnensystem / Anfang galaktische Region
« Antwort #54 am: 25. Mai 2010, 08:58:21 »
Moin Daniel,

danke, hatte gerade meine Interpretation fertig und schon hast Du es geschrieben.

Jerry

Offline Schillrich

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Re: Ende Sonnensystem / Anfang galaktische Region
« Antwort #55 am: 25. Mai 2010, 08:59:51 »
Oh ... sorry, Jerry ...
\\   //    Grüße
 \\ ///    Daniel

"Failures are ammo in your arsenal, not baggage that weighs you down." (JPL)

Offline Schillrich

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Re: Ende Sonnensystem / Anfang galaktische Region
« Antwort #56 am: 10. Juni 2011, 08:43:10 »
Ich hatte es schon im Voyager-Thread gepostet, es passt aber thematisch übergeordnet auch hierher:


Die Voyagerdaten aus dem Bowshock/Heliosheath haben überrascht. Jetzt hat man eine Interpretation:
http://science.nasa.gov/science-news/science-at-nasa/2011/09jun_bigsurprise/

Es gibt dort magnetische Blasen. Die Blasen sind über hundert Millionen Kilometer groß, so dass die Sonden Jahre brauchen sie zu durchqueren. Das durch die Rotation der Sonne verwundene/verdrillte Magnetfeld der Sonne wirft dort "Falten", die sich dann durch Verlangsamung der Ausbreitung im Heliosheath aufstauen. Dadurch kann es zur Rekonnexion kommen, was zur Bildung der Blasen führt. Diese Blasen sind dann eigenständig/losgelöst vom Magnetfeld und bilden eine Art "Schaum" *. Dieses Modell unterscheidet sich sehr von den früheren, dass die Linien des Magnetfelds kontinuierlich/stetig zurück gebogen würden. Wobei dieses Modell zwischen den gefundenen Blasen durchaus noch gültig sein kann.
Die Geometrie des Magnetfelds da draußen ist interessant/wichtig, um zu beschreiben wie wir mit der galaktischen Umwelt interagieren. Man ist sich noch nicht sicher, ob der Schaum eher eine poröse Barriere gegen kosmische Strahlung bildet (also mehr ungehindert durch die Lücken durchlässt) oder ob die Blasen gute Orte zum Einfangen und Einsperren von kosmischer Strahlung sind.


*Ich frage mich, ob diese bildlichen Analogien der Wissenschaftler uns vielleicht doch einen falschen Eindruck vermitteln können ...


Hier auch noch mal als Video:

ScienceCasts: Big Surprise
\\   //    Grüße
 \\ ///    Daniel

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