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Autor Thema: EU - Space Policy auf EU-Ebene  (Gelesen 99042 mal)

Offline stillesWasser

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Re: EU - Space Policy auf EU-Ebene
« Antwort #400 am: 10. Oktober 2018, 17:49:00 »
"Die Gegner einer positiven Zukunft der europäischen Raumfahrt sitzen im Kanzleramt, im Élysée-Palast und im ESA-HQ."
Oder anders/weniger polimisch formuliert: Alle wichtigen institutionellen europäischen Raumfahrtakteure halten das für ne dumme Idee.

Aber die haben natürlich keine Ahnung! Die GSA ist natürlich der einzige Weg, die Seuche des GEO-Returns loszuwerden. Deshalb sitzt sie auch in Prag, dem Ballungszentrum der europäischen Raumfahrt.
"Dragon 2 is designed to be able to land anywhere in the solar system. Red Dragon Mars mission is the first test flight."- https://twitter.com/elonmusk/status/725364699303301120

Offline tobi

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Re: EU - Space Policy auf EU-Ebene
« Antwort #401 am: 10. Oktober 2018, 19:42:24 »
Für die Schaffung der EU-Raumfahrtagentur muss der Rat der europäischen Union dafür stimmen, die nationalen Regierungen können es also noch verhindern:
https://de.wikipedia.org/wiki/Rat_der_Europ%C3%A4ischen_Union

Ich gehe davon aus, dass das EU-Parlament dafür stimmt.

Ich bin gespannt, wie es weiter geht.  8)
Airbus Chef Tom Enders: "Wegwerf-Raketen sind ein Auslaufmodell."

Offline tobi

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Re: EU - Space Policy auf EU-Ebene
« Antwort #402 am: 17. Oktober 2018, 14:42:03 »
Ich poste mal hier auch wenn es von Eurospace kommt:
https://eurospace.org/eurospace-position-paper-the-growing-us-ambition-for-space-dominance-a-new-challenge-for-european-independence-in-space/

Eurospace schlägt Alarm bzgl. den US-Ambitionen in der zivilen und militärischen Raumfahrt. Europa wird abgehängt.

Man hat sich mit der ESA getroffen:
https://eurospace.org/high-level-forum-eurospace-esa-joint-press-release/

Zu der geplanten EU Agentur gibt man keine Stellungnahme ab. Schwach.

Zitat
Jan Woerner and Jean-Loïc Galle shared the need for the European space sector to have at disposal resources commensurate with both EU and Member States political ambitions and Industry competitiveness challenges. In this regard – they said – next ESA ministerial Council in 2019 will be a turning point for the perspectives of the European space sector and for the value it will be able to generate for Europe in the years to come.
Space19+ soll jetzt der Wendepunkt werden. Das bezweifle ich doch mal stark.

Airbus Chef Tom Enders: "Wegwerf-Raketen sind ein Auslaufmodell."

Offline MillenniumPilot

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Re: EU - Space Policy auf EU-Ebene
« Antwort #403 am: 17. Oktober 2018, 16:37:33 »
Aus Tobi’s Link:

Zitat
In this perspective, large-scale private projects such as the Starlink mega-constellation currently designed and built entirely by SpaceX (launchers, satellites and ground terminals) are candidates for massive US governmental support through long-term service contracts, directly contributing to the strategic goal of US hegemony of the global space sector.

Ist da mehr im Busch als wir denken?

Offline tomtom

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Re: EU - Space Policy auf EU-Ebene
« Antwort #404 am: 02. November 2018, 23:24:20 »
Die EU befaßt sich auf einer Konferenz "EUSpace for Business" mit den üblichen Akteuren zu den Themen Newspace und Security, also vor allem um Geschäft.

http://copernicus.eu/euspace-business

Das bisherige Geschäft Ariane ist wohl kein Thema.

Und Ende Januar 2019 gibt es die 11te Ausgabe der EU-Space-Policy-Konferenz.

Offline tomtom

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Re: EU - Space Policy auf EU-Ebene
« Antwort #405 am: 11. November 2018, 00:53:10 »
Bericht von der EUSpace-Konferenz, Graz, wo sich ca. 250 Regierungs- und Kommissionsmitglieder über die Entwicklung der europäischen Raumfahrtpolitik berieten.

Mit Ausnahme der bemannten Raumfahrt nimmt Europa bereits führende Positionen in allen Weltraumbereichen ein: dazu gehören Wissenschaft, Erkundung, Erdbeobachtung, Navigation, Telekommunikation, Startdienste, Raumflugbetrieb.

https://infothek.bmvit.gv.at/weltraumkonferenz-euspace-kleinsatelliten-aus-oesterreich/

Offline tomtom

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Re: EU - Space Policy auf EU-Ebene
« Antwort #406 am: 12. November 2018, 10:58:27 »
ESA-Chef Wörner will mit der EU zum EU-Rahmenprogramm (2021-27) verhandeln:
„Die Frage ist, wer hat das Sagen bei neuen Programmen und wer macht was, da muss man schon genauer hinsehen. Das sind einfach zwei unterschiedliche Welten, die miteinander kooperieren.“

Er sagt aber auch, dass die Kooperation mit der EU im Prinzip so weitergeht wie bisher. „Wir haben eine saubere Struktur, die sehr gut funktioniert. Deshalb versuche ich immer wieder klarzumachen, ich kämpfe nicht gegen die EU - und ich hoffe, die EU kämpft nicht gegen uns -, sondern wir sehen in der Kooperation, dass wir da weiterkommen als im Wettbewerb. Aber wir sind da auf gutem Weg, denke ich.“

https://science.orf.at/stories/2946280/

Offline tobi

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Re: EU - Space Policy auf EU-Ebene
« Antwort #407 am: 12. November 2018, 12:16:45 »
Deshalb versuche ich immer wieder klarzumachen, ich kämpfe nicht gegen die EU - und ich hoffe, die EU kämpft nicht gegen uns -, sondern wir sehen in der Kooperation, dass wir da weiterkommen als im Wettbewerb. Aber wir sind da auf gutem Weg, denke ich.“

https://science.orf.at/stories/2946280/

Ich hoffe die EU kämpft gegen die ESA. :o
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Offline tobi

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Re: EU - Space Policy auf EU-Ebene
« Antwort #408 am: 12. November 2018, 20:02:58 »
Zitat
„Es steht in der Konvention, dass wir die Industrie in allen unseren Mitgliedsländern entwickeln müssen. Wir können nicht einfach ein Monopol in einem Land machen.“

Hmm man könnte auch eine DLR-Konvention machen. Die Bundesländer finanzieren das DLR und das DLR verteilt die Aufträge entsprechend der eingegangen Geldmittel. Das Bremen soviel Geld als Mini-Bundesland bekommt, konnte ich noch nie nachvollziehen! :o
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Offline MillenniumPilot

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Re: EU - Space Policy auf EU-Ebene
« Antwort #409 am: 14. November 2018, 05:51:46 »
Bericht von der EUSpace-Konferenz, Graz, wo sich ca. 250 Regierungs- und Kommissionsmitglieder über die Entwicklung der europäischen Raumfahrtpolitik berieten.

Mit Ausnahme der bemannten Raumfahrt nimmt Europa bereits führende Positionen in allen Weltraumbereichen ein: dazu gehören Wissenschaft, Erkundung, Erdbeobachtung, Navigation, Telekommunikation, Startdienste, Raumflugbetrieb.

https://infothek.bmvit.gv.at/weltraumkonferenz-euspace-kleinsatelliten-aus-oesterreich/

Bei den ersten 3 Punkten stimme ich noch zu, aber Navigation, Telekommunikation und Startdiensten ist man fuehrend? Wozu braucht dann Ariane Space Milliardensubventionen? Wenn ich irgendwo der Beste bin, dann verdiene ich Geld und haenge nicht am Tropf von Regierungen.

Offline tomtom

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Re: EU - Space Policy auf EU-Ebene
« Antwort #410 am: 14. November 2018, 11:12:23 »
Bei den ersten 3 Punkten stimme ich noch zu, aber Navigation, Telekommunikation und Startdiensten ist man fuehrend? Wozu braucht dann Ariane Space Milliardensubventionen? Wenn ich irgendwo der Beste bin, dann verdiene ich Geld und haenge nicht am Tropf von Regierungen.

Die Frage, ob jemand führend ist, ist unabhängig davon, ob staatliche Subventionen fließen. Die USA legen wert darauf, dass die NASA führend ist und geben dafür eine Menge staatlicher Gelder aus. Ariane hatte (hat) einen hohen Marktanteil an kommerziellen Sat-Starts und kann daher als führend bezeichnet werden, unabhängig davon, ob das mit Subventionen erkauft wird (werden wird).

Die Frage ist tatsächlich, ob die EU die bessere Organisation ist. Die Interessen liegen zu ca. 50% bei Frankreich, zu ca. 20% bei Deutschland. Ein EU-Interesse läßt sich eigentlich nicht erkennen, das BMWi behauptet jedenfalls, dass kleinere Mitgliedsländer kein Interesse an Raumfahrt haben.

Wenn jemand etwas für Ariane machen könnte, dann Frankreich und Deutschland und da ist im Moment Schweigen im Wald.

Offline MillenniumPilot

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Re: EU - Space Policy auf EU-Ebene
« Antwort #411 am: 14. November 2018, 14:19:29 »
4 komerzielle Starts der Ariane 5 und eine Wissenschaftsmission in 2018 sind viel? Und dafuer muss die Rakete auch noch massivst mit Foerdermitteln subventioniert werden. Bei allem Respekt, dass ist nicht fuehrend, dass ist irgendwo im Mittelfeld rumhaengen. Und ich teile auch absolut nicht Deine Meinung, dass Subventionen nichts mit Wettbewerbsfähigkeit zu tun hat. Wer Subventionen benoetigt ist nicht wettbewerbsfähig und wer nicht wettbewerbsfähig ist, ist nicht fuehrend. Ich glaube auch kaum, dass sich die NASA als fuehrend iin der aktuellen Raumfahrt bezeichnet. Wie wettbewerbsfähig die Ariane 5 wirklich ist, wuerde man sehen, wenn die Foerdermittel eingestampft und die EU die Entwicklungskosten einfordern wuerde. Dann waere der Laden pmeite.

Offline tomtom

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Re: EU - Space Policy auf EU-Ebene
« Antwort #412 am: Gestern um 09:43:12 »
14 europäische Raumfahrtunternehmen schicken einen Brief an die Kommission, das sie ein eigenständiges Forschungs- und Entwicklungs-Raumfahrtbudget festlegen solle anstatt ein allgemeines Horizon2020 Budget.

https://twitter.com/pbdes/status/1063391709311246336

Die Kritik der Industrie an Horizon2020 gibt es schon länger, da ist man Unzufrieden, wie es die EU handhabt.

Offline stillesWasser

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Re: EU - Space Policy auf EU-Ebene
« Antwort #413 am: Gestern um 09:57:38 »
Meine Güte, wäre es denn wirklich zu viel verlangt, wenn europäische Raumfahrtunternehmen nur ein einziges Mal eine Entwicklung aus eigener Kasse bezahlen?
"Dragon 2 is designed to be able to land anywhere in the solar system. Red Dragon Mars mission is the first test flight."- https://twitter.com/elonmusk/status/725364699303301120

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