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Autor Thema: Nautilus-X  (Gelesen 30440 mal)

Offline tomtom

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Nautilus-X
« am: 14. Februar 2011, 13:00:25 »
Es gibt ein neues NASA-Konzept für bemannte Exploration mit dem Namen Nautilus-X mit verschiedenen Mission-Scenarien. Darin ist auch eine Zentrifuge integriert.

http://spirit.as.utexas.edu/~fiso/telecon/Holderman-Henderson_1-26-11/Holderman_1-26-11.ppt


Offline runner02

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Re: Nautilus-X
« Antwort #1 am: 14. Februar 2011, 13:56:17 »
Das gefällt mir nich schlecht ;)

Das könnte man sowohl als Labor im LEO benützen, als auch als Weg zum Mars / NEO ...


Aber da bräuchte man dann ja ein MHLV ( ;D ) um das zu starten, oder wie bekommt man die Zentrifuge in einem Stück hoch??


2011-2013 ein Zentrifugendemonstrator an der ISS;
COST: $84M - $143M ? Das würde sich auszahlen, selbst wenn das Vehikel selbst nie fliegen würde...
Der Preis kommt mir aber verhältnismäßig sehr billig vor...
(über Musk) “He wants to make people a multi-planet species, and he’s not going to quit. He’ll change the model, or he’ll spend more of his own money—he’ll do something. He’s not in it to build the rockets; that’s a means to an end. It’s a religion for him.”

rm39

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Re: Nautilus-X
« Antwort #2 am: 14. Februar 2011, 15:11:34 »
Interessant, der abgebildet Roboterarm hat ein Gelenk mehr im Vergleich zu Canadarm2.

Offline Crest

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Re: Nautilus-X
« Antwort #3 am: 14. Februar 2011, 16:31:42 »
Canadarm 3 :-)

Und die drei Module vor der Zentrifuge sehen irgendwie aufblasbar aus...

Offline sf4ever

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Re: Nautilus-X
« Antwort #4 am: 14. Februar 2011, 16:51:17 »
Das wäre was neues, dass man viel mehr auf Bigelow-Module aufbaut und auch mal eine Zentrifuge einbaut. Das könnte mal ein echter Anfang für ein interplanetarisches Raumschiff sein.

Ich hoffe mal, dass was daraus wird.
MfG
sf4ever

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websquid

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Re: Nautilus-X
« Antwort #5 am: 14. Februar 2011, 17:04:22 »
Und die drei Module vor der Zentrifuge sehen irgendwie aufblasbar aus...
Genau das sind sie ;)
Die Zentrifuge bis auf das dunkelgraue übrigens auch.

mfg websquid

Online Gertrud

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Re: Nautilus-X
« Antwort #6 am: 14. Februar 2011, 17:34:48 »

Hallo Zusammen,

dazu habe ich zwei Links,
die eine kurze Übersicht zu dem Thema geben.

http://www.spaceref.com/news/viewsr.rss.html?pid=36068

http://hobbyspace.com/nucleus/?itemid=26786


Gertrud
die Erklärung zu meinem Avatar:
http://de.wikipedia.org/wiki/NGC_2442
http://antwrp.gsfc.nasa.gov/apod/ap070315.html
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Die Gabe des Staunens lässt uns die Welt aufgeschlossener sehen und ihre Wunder würdigen. (Richard Henry Lee)

Offline sf4ever

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Re: Nautilus-X
« Antwort #7 am: 14. Februar 2011, 17:39:11 »
Im  NSF wird auch schon seit einiger Zeit darüber geredet:
http://forum.nasaspaceflight.com/index.php?topic=23954.0
MfG
sf4ever

Kommt doch auch mal in den Chat

Offline Haus Atreides

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Re: Nautilus-X
« Antwort #8 am: 14. Februar 2011, 20:35:20 »
Nette Technologiestudie, auch wenn imo. der US-Kongress hier wieder aufschreien wird.  ;D

Es zeigt aber wie sehr viel Potential inzwischen in der Post-Transhab Technologie gesehen wird und was bei zukünftigen Raumstationen zu erwarten wäre.

Online Pham

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Re: Nautilus-X
« Antwort #9 am: 15. Februar 2011, 11:56:01 »
Irgendwie ziehe ich mttlerweile bei solchen Konzeptstudien die Augenbrauen hoch.  Anspruch und Wirklichkeit:
da tauchen (im prinzip wirklich spannende) Konzepte auf (Anspruch), während auf der anderen Seite die NASA oder überhaupt die amerikanische Raumfahrt eine Art Ausverkauf durchlebt und bald ohne bemannten Zugang zum LEO dasteht und auch ohne hartes konzept, wie und wann dieser zugang wieder erreicht werden könnte (Wirklichkeit).

Das lässt solche Konzept mittlerweile für mich irgendwie eher wie Wunschdenken aussehen à la: Das glaube ich erst, wenn ...
Noch nicht mal das letzte Konzept eines Kapselkonzeptes für den LEO hat aktuell überlebt, geschweige denn sowas wie Venture Star noch in den 90ern.

Die USA sollten sich erst mal im Klaren werden was sie wollen und wie, bevor Konzepte für Lösungen dargelegt werden, für die es nicht mal ein "Problem" gibt.

Ernüchtert ...  :-\
Müssten wir allein dem gesunden Menschenverstand vertrauen, so wäre die Welt noch immer eine Scheibe.

Offline tobi

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Airbus Chef Tom Enders: "Wegwerf-Raketen sind ein Auslaufmodell."

endrimac

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Re: Nautilus-X
« Antwort #11 am: 28. Februar 2011, 17:51:35 »
Nettes Konzept.

Man will also vielleicht eine Test Zentrifuge an die ISS schrauben, ob die 150 Millionen dafür reichen werden? Das ganze Teil für 3,7 Milliarden wird auch niemals erreicht werden. Eher 10 Milliarden am Ende.

Lass ma uns überraschen.

Offline Ensi

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Re: Nautilus-X
« Antwort #12 am: 01. März 2011, 00:04:14 »
Nettes Konzept.

Man will also vielleicht eine Test Zentrifuge an die ISS schrauben, ob die 150 Millionen dafür reichen werden? Das ganze Teil für 3,7 Milliarden wird auch niemals erreicht werden. Eher 10 Milliarden am Ende.

Lass ma uns überraschen.

sollte ARES 1 nicht mal insgesamt 13 Milliarden kosten?
dann wären selbst 10 Mrd. dafür fast geschenkt und viel zu niedrig angesezt..............

mfg
Ensi

Basileios

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Re: Nautilus-X
« Antwort #13 am: 02. März 2011, 09:16:37 »
Keine schlechte Idee, aber Zukunftsmusik.

Die USA müssen erstmal klären, wie ihre zukünftige Weltraumpolitik überhaupt aussehen soll.

Offline Halbtoter

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Re: Nautilus-X
« Antwort #14 am: 02. März 2011, 14:14:44 »
Mich würde interessieren wie man bei einer Zentrifuge den Übergang von fixer zur rotierenden Struktur luftdicht aber dennoch so reibungsarm wie möglich bekommt.

Offline knebel99

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Re: Nautilus-X
« Antwort #15 am: 02. März 2011, 15:41:15 »
Servus, das müsste im Prinzip ein Wellendichtring "Simmering" sein!?? Oder gäbs da noch ander Möglichkeiten?
"Get ready to witness the majesty and the power of Discovery as she lifts off one final time" Commander Steve Lindsey STS133

Offline Elatan

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Re: Nautilus-X
« Antwort #16 am: 02. März 2011, 16:42:58 »
Frage dazu: Warum muss es diesen Übergang zwischen fester und drehender Struktur überhaupt geben? Würde es nicht auch ein hantelförmiges Raumschiff tuen, das um sein Zentrum rotiert? Dabei würde dann zwar die Kraft vom Zentrum nach außen zunehmen, aber es wäre dafür auch wesentlich einfach zu bewerkstelligen, oder?

websquid

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Re: Nautilus-X
« Antwort #17 am: 02. März 2011, 16:45:13 »
Es geht gerade um ein Testmodul für die ISS. Das muss mit so einem System an der ISS befestigt werden, da sich diese natürlich nicht drehen kann.

Für ein eigenständiges Raumschiff wäre die Hantelform aber eine Möglichkeit

Offline Elatan

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Re: Nautilus-X
« Antwort #18 am: 02. März 2011, 16:46:23 »
Alles klar, danke :)

knt

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Re: Nautilus-X
« Antwort #19 am: 03. März 2011, 12:11:50 »
Ein anderer Aspekt ist sicher das Drehmoment. Es ist ja nur eine Zentrifuge. Welchen Effekt hat das auf die Lagestabilität der ISS und wie wird der Effekt ausgeglichen?

Mir ist die Idee für eine andere Umsetzung einer Zentrifuge gekommen. Bisher habe ich immer ganze Raumschiff Module gesehen die rotieren. Prinzipell würde es doch aber ausreichen, wenn innerhalb einer fixen Druckhülle nur der "Innenausbau" rotiert. Vereinfacht stelle mir da einen Zylinder vor, der als Druckhülle dient, und in dem ein zweiter Zylinder (etwa auf einem Schienen/Rollen System) rotiert. Der Antrieb würde sich nicht in der Mittelachse befinden sondern zwischen den Zweizylindern. Dazu könnten mehrere E-Motoren dienen.

Das klingt aus meiner Laienperspektive irgendwie solider, und einfacher als die bekannten Karusell / Gondel / Betonmischer Formen. Vorallem hätte man natürlich kein Problem mit Dichtungen und alle Mechanik wäre innerhalb des Druckraums und könnte ohne EVA repariert werden.

Offline Schillrich

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Re: Nautilus-X
« Antwort #20 am: 03. März 2011, 12:45:43 »
Hallo knt,

Drehmomentausgleich spielt ja nur eine Rolle, wenn man die Rotation ändert (bremsen und anschieben), und auch beim Ausgleich von Reibung. Wenn die Masse aber einmal in Schwung und reibungsarm  (-frei?) gelagert ist, gibt es auch kein Drehmoment. Auf der ISS und Satelliten im GEO rotieren die Solarzellen auch kontinuierlich, wobei hier die Größenordnungen von Massen und Drehimpuls ganz andere sind.
\\   //    Grüße
 \\ ///    Daniel

"Failures are ammo in your arsenal, not baggage that weighs you down." (JPL)

jakda

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Re: Nautilus-X
« Antwort #21 am: 03. März 2011, 14:16:42 »
der Drehmoment spielt dann keine Rolle mehr, wohl aber der Kreiseleffekt...
Bei entsprechenden Massen wird es dann sehr schwierige, eine Lageänderung durchzuführen. Oder man dreht sich "um die Kreiselachse herum"...


.. Vereinfacht stelle mir da einen Zylinder vor, der als Druckhülle dient, und in dem ein zweiter Zylinder (etwa auf einem Schienen/Rollen System) rotiert.
Man darf nur keine Fenster in beide Zylindewände einbauen, sonst haste eine Stroboskopeffekt...  :D

knt

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Re: Nautilus-X
« Antwort #22 am: 03. März 2011, 15:37:10 »
Man könnte ja einen Comic an die Innenwand des Aussenzylinders malen - etwa einen Hasen der durch einen Wald hoppelt. Da findet sich bestimmt ein Psychologe der das befürwortet ;)

websquid

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Re: Nautilus-X
« Antwort #23 am: 03. März 2011, 19:45:48 »
Wenn du einen Zylinder haben willst, kannst du die Fenster gleich an die Außenwand (neben den Dockingport?) setzen. Die Fenster müssen ja nicht an der Seite sein ;)

Offline runner02

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Re: Nautilus-X
« Antwort #24 am: 04. März 2011, 09:31:36 »
Zitat
Drehmomentausgleich spielt ja nur eine Rolle, wenn man die Rotation ändert (bremsen und anschieben), und auch beim Ausgleich von Reibung. Wenn die Masse aber einmal in Schwung und reibungsarm  (-frei?) gelagert ist, gibt es auch kein Drehmoment.

Ok, sagen wir mal sie läuft, und der Rest der ISS dreht sich nicht.

Gänzlich Reibungsfrei wird man das aber nicht hinbekommen. Also wird die  Zentrifuge permanent schwach abgebremst, während die  restliche ISS eine Minimale Drehbeschleunigung in Gegenrichtung erhält.

Das lässt sich natürlich mit Treibstoff - sprich Geld - regeln.
(über Musk) “He wants to make people a multi-planet species, and he’s not going to quit. He’ll change the model, or he’ll spend more of his own money—he’ll do something. He’s not in it to build the rockets; that’s a means to an end. It’s a religion for him.”