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Autor Thema: Merkuri-P  (Gelesen 3388 mal)

Offline tul

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Merkuri-P
« am: 25. Februar 2011, 17:06:33 »
Russland plant im Jahre 2016 einen Lander zusammen mit einem Orbiter zum Merkur zu schicken. Die ganze Mission hat ein Gewicht von 8120 Kilo und soll mit einer Soyus-2 gestartet werden. Der Lander hat eine Masse von 710 Kilo um 40 Kilo auf der Oberfläche zu landen.

http://cwe.ccsds.org/sea/docs/SEA-D-DOR/Meeting%20Materials/2010.10.London/CCSDS%20Fall%202010%20-%20NPOL_Presentation_v2.pdf

« Letzte Änderung: 28. Juli 2011, 14:50:26 von Schillrich »

websquid

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Re: Mercury-P 2016
« Antwort #1 am: 25. Februar 2011, 17:44:50 »
Schön wärs, aber ob das klappt?

Dieses PDF liest sich mehr oder weniger wie eine Wunschliste von Lawotschkin ;)
Die ganzen Missionen sind zwar tatsächlich geplant, aber eine Absage ist bei den meisten noch möglich und gerade die Merkur-Mission wird sehr anfällig für Verschiebungen sein, da es sich um eine Mission auf Basis der Dvina-TM Plattform handelt. Die Entwicklung davon könnte noch etwas dauern ;)

Auch eine Mars-Sample-Return Mission (Mars-Grunt) 2018 ist wohl utopisch, ähnliches gilt für die meisten anderen...

PS: Um exakt zu sein: Die Rakete für Merkur-P wäre eine Sojus-2.1b

websquid

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Re: Mercury-P 2016
« Antwort #2 am: 26. Februar 2011, 15:55:19 »
Kurz noch was zu Dvina:
Dvina wurde im Juni 2010 als Satellitenplattform mit elektrischem Antrieb (Ionentriebwerke) von NPO Lawotschkin angekündigt. Haupteinsatzzweck wäre der Bau von Satelliten für den GEO, wobei Satelliten auf Dvina Basis nicht im GEO ausgesetzt würden wie die meisten russischen Satelliten, sondern vom LEO aus mit eigenem Antrieb in diesen Orbit fliegen. Es sollte zwei unterschiedliche Versionen für mittlere Träger (Sojus, Zenit, Angara 3) und schwere Träger (Proton, Angara 5) geben, die sich durch Masse und Leistung unterscheiden.

Wenig später kam dann der Vorschlag Dvina-TM (TM=Transport Modul) als Basis für interplanetare Sonden. Die Technik ist vergleichbar, allerdings für andere Kommunikationswege ausgelegt (Dvina: bis 40.000km, Dvina-TM: Interplanetar)

Dazu kamen dann natürlich auch Konzepte, um diese Plattform zu nutzen. Dazu gehört auch dieses hier. Aber es ist keine Finanzierung für irgendeine Dvina-Mission festgelegt, weder für einen Satelliten, noch für eine Sonde.

http://www.russianspaceweb.com/dvina.html

mfg websquid

websquid

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Re: Mercury-P 2016
« Antwort #3 am: 25. Juli 2011, 16:09:42 »
Missionskonzept von Merkuriy-P


Beim IPM handelt es sich um die Fregat-Oberstufe (I? Propulsion Module), beim SEPM um Dvina-TM (Solar-Electric Propulsion Module)

Offline tul

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Re: Mercury-P 2016
« Antwort #4 am: 25. Juli 2011, 21:50:53 »
Nachdem die Landung auf dem Merkur bzw. auf Europa sich vom Prinzip wohl nicht von der Landung auf dem Mond unterscheiden ergeben die russischen Pläne Sinn. Entscheidend dürfte dann sein, ob Luna-Glob und Luna-Resource erfolgreich sind.
Wäre interessant zu wissen, wie sich die Temperaturbedingungen eines Landers auf der Merkuroberfläche von der Mondoberfläche unterscheiden.

websquid

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Re: Mercury-P 2016
« Antwort #5 am: 25. Juli 2011, 21:58:01 »
Die Landetechnik dürfte tatsächlich bei den drei Zielen vergleichbar sein, mit leichten Unterschieden aufgrund der unterschiedlichen Größen. Allerdings ist es auf Merkur ziemlich heiß - interessant dürfte hier vor allem die Technik für Venera-D sein, wo ja wieder ein Venuslander eingeplant ist.

Online Schillrich

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Re: Mercury-P 2016
« Antwort #6 am: 26. Juli 2011, 07:33:32 »
Früher haben die Sowjets ja gerne verschiedene Missionen auf einem Fluggerät kombiniert. Hier wollen die Russen wahrscheinlich keine Landekapseln beim Venus-FlyBy abwerfen?
\\   //    Grüße
 \\ ///    Daniel

"Failures are ammo in your arsenal, not baggage that weighs you down." (JPL)

Offline GG

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Re: Mercury-P 2016
« Antwort #7 am: 26. Juli 2011, 10:16:20 »
Man plant ja auch die Venusmission Verena D mit Orbiter, Ballonsonden und Lander für 2016-2018.

Offline Martin

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Re: Mercury-P 2016
« Antwort #8 am: 26. Juli 2011, 12:23:03 »
Schön wärs, aber ob das klappt?

Dieses PDF liest sich mehr oder weniger wie eine Wunschliste von Lawotschkin ;)
Die ganzen Missionen sind zwar tatsächlich geplant, aber eine Absage ist bei den meisten noch möglich und gerade die Merkur-Mission wird sehr anfällig für Verschiebungen sein, da es sich um eine Mission auf Basis der Dvina-TM Plattform handelt. Die Entwicklung davon könnte noch etwas dauern ;)

Auf russianspaceweb steht zur Mission: Planungsbeginn 2016?, urspruengliches Startdatum 2016, derzeitiges Startdatum nach 2020, in "definition stage".

http://www.russianspaceweb.com/russia_2010s.html
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