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Autor Thema: Japan: Erdbeben 11. März 2011  (Gelesen 88534 mal)

Offline alswieich

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Japan: Erdbeben 11. März 2011
« am: 11. März 2011, 12:57:09 »
Mahlzeit!

Es gab heute in Japan ein schweres Erdbeben. Das wahrscheinlich schwerste, das in Japan aufgezeichnet wurde (8,9 auf der Richter-Skala). Tsunamis mit bis zu 10 m Höhe rollen über die Küstenregionen Japans. Viele Sender und Web-Seiten berichten darüber. Stellvertretend nur dieser Link:
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Erdbeben-und-Tsunami-in-Japan-Live-Berichte-im-Internet-7-Update-1205969.html
Das Ausmaß der Verwüstungen ist noch nicht überschaubar.
Ich hoffe, daß sich möglichst viele Menschen noch rechtzeitig vor den Wassermassen in Sicherheit bringen konnten/können.

Gruß
Peter

Edit: Link-Adresse dem Update angepasst.
« Letzte Änderung: 12. März 2011, 11:43:38 von alswieich »

Offline xwing2002

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Re: Japan: Erdbeben 11. März 2011
« Antwort #1 am: 11. März 2011, 13:26:17 »
Marapi, Christchurch, jetzt Japan mit dem ungeheuren Wert von 8.9 auf der Richter-Skala, seit fast einem Jahr ist am pazifischen Feuerring eine Aktivität vorhanden, die immer wieder bedrohlich zeigt, dass unsere Wissenschaft nicht viel mehr kann, als uns ein Verständnis geben, vielleicht eine ungefähre Erwartung - aber keine Prognose, keine Vorhersage. Naturgewalt ist ein sehr treffendes Wort.
Zwei Dinge sind unendlich: das Universum und die menschliche Dummheit; aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.     Albert Einstein (1879-1955),

Offline Pham

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Re: Japan: Erdbeben 11. März 2011
« Antwort #2 am: 11. März 2011, 15:48:54 »
So wie sich die Nachrichtenlage aus Japan aktuell darstellt, ist, trotz sehr drastischen Bioldern der vorrückenden Tsunamiflut, der Schaden durchaus moderat, wenn man vergleicht, das das Beben und die folgenden Tsunamis durchaus in der gleichen Liga spielen wie bei dem beben 2004 im Indischen Ozean.
Tokyo ist gerade mal 400 km vom herd eines der heftigsten beben entfernt, seit Aufzeichnungsbeginn .. und hat das beben erstaunlich gut weggesteckt.
Naturgewalten solchen Ausmaßes sind also nicht Ereignisse, denn die Menscheit völlig schutzlos ausgeliefert ist (noch stärkere beben sind durch tektonische ursachen kaum vorstellbar). man kann durch Vorrausplanung und gut voraus geplantes Krisenmanagement die Folgen deutlich verringern (was es natürlich nicht besser macht, für diejenigen die trotzdem noch Opfer wurden)

Bis zum jetztigen Zeitpunkt finde ich es erstaunlich wie professionell Japan mit einer derart heftigen Naturkatastrophe umgeht.

Müssten wir allein dem gesunden Menschenverstand vertrauen, so wäre die Welt noch immer eine Scheibe.

Offline xwing2002

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Re: Japan: Erdbeben 11. März 2011
« Antwort #3 am: 11. März 2011, 16:54:34 »
Das hat mich auch enorm beeindruckt, wie routiniert, kontrolliert und leistungsfähig Japans Rettungskräfte sich sofort der Lage angenommen haben. Auch die Bevölkerung ist unglaublich trainiert für eine solche Ausnahmesituation.
Die erdbebentaugliche Umsetzung der Bebauung seit den frühen 1950iger Jahren hat sich enorm bewährt, die Schäden in Tokio sind verblüffend gering, die meisten Systeme, die auf die P-Welle mit Abschaltung reagieren sollten, haben das verläßlich getan, siehe Züge, siehe Atomkraftwerke.
Jetzt müssen sie letztere nur noch nachkühlen können, ich hoffe sehr, dass sie das in den Griff bekommen. Warum ein Erdbebengeschütteltes Land Kraftwerke betreibt, deren energieerzeugende Prozesse sich nun mal nicht einfach abschalten lassen und die dann auch noch an der Küste platziert, das ist eine ganz eigene Diskussion und soll hier nicht stattfinden.
Im Grunde genommen ist Japan ein Land, das wirklich auf dem neusten Stand der Erdbebenforschung operiert... aber eben auch aufzeigt, wogegen Menschen sich nicht schützen können. Und eine Tsunamiwelle dieses Ausmaßes ist nicht abfangbar, egal, was Menschen sich einfallen lassen oder erforschen.

Gibt es eigentlich schon Satellitenbilder von den betroffenen Gebieten? Wären hilfreich um die Hilfsmaßnahmen koordinieren zu können.
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Offline distance.X

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Re: Japan: Erdbeben 11. März 2011
« Antwort #4 am: 11. März 2011, 17:20:33 »
Es ist wirklich beeindruckend, wie ruhig die Bevölkerung mit dieser Situation umgeht. Aber sie haben eben auch diesbezüglich ein wenig Übung und erleben Erdbeben recht häufig. Jeder Einwohner soll z.B. ein kleines Notfallpaket bei sich zu Hause haben, unvorstellbar für mich Europäer.

Satellieten- bzw. Radarbilder will morgen das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) speziell das Zentrum für Satellitengestützte Kriseninformation (ZKI) in Oberpfaffenhofen bereitstellen. Sie werden die Geländebewegungen in dreidimensionaler Darstellung zeigen, somit die Schäden an Straßen, Schienen etc. verdeutlichen.

"Dass dieser Planet Zufall ist, das will ich jetzt glauben..." (Reinhard Furrer)

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Offline Schillrich

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Re: Japan: Erdbeben 11. März 2011
« Antwort #5 am: 11. März 2011, 20:07:00 »
Ehrlich gesagt, ich denke das wahre Ausmaß an Zerstörung und Chaos werden wir erst noch sehen, wenn die Kommunikationskanäle etabliert sind um ein Lagebild zu ermöglichen. Ich denke nicht, dass es "glimpflich" abging.
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Offline Ruhri

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Re: Japan: Erdbeben 11. März 2011
« Antwort #6 am: 11. März 2011, 23:24:29 »
Hunderte Tote, kilometerweit überschwemmte Küstenstreifen, brennende Raffinerien, Kernreaktoren kurz vor der Kernschmelze - das Wort "glimpflich" kann man da in der Tat nur relativ benutzen. Mit weniger guter Vorbereitung hätte es noch erheblich schlimmer kommen können, etwa mit großflächigen Schäden im Großraum Tokio. Schlimm genug ist es allemal.  :'(

Offline tobi

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Re: Japan: Erdbeben 11. März 2011
« Antwort #7 am: 11. März 2011, 23:28:21 »
Der Spiegel malt mal wieder schwarz:
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,750397,00.html

Zitat
Kein Land der Welt ist besser gegen Erdbeben gerüstet als Japan - doch weder moderne Architektur noch ausgefeilte Vorwarnsysteme konnten die Katastrophe verhindern. Das Desaster dürfte das Vertrauen der Japaner in ihre Sicherheitstechnologie erschüttert haben.

Was soll man aus diesem Bericht lernen? Auf Sicherheitstechnologie verzichten, damit es noch mehr Tote gibt? :-\ :'(
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Offline Kreuzberga

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Re: Japan: Erdbeben 11. März 2011
« Antwort #8 am: 11. März 2011, 23:33:20 »
Hallo,

ich hab dem Thema einen eigenen Thread gegeben.

Gruß Kreuzberga

Offline Ruhri

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Re: Japan: Erdbeben 11. März 2011
« Antwort #9 am: 11. März 2011, 23:58:59 »
Was soll man aus diesem Bericht lernen? Auf Sicherheitstechnologie verzichten, damit es noch mehr Tote gibt? :-\ :'(

Ja, das ist Unsinn.  >:(

Die Japaner wissen mit Sicherheit, dass sich schwere Schäden nicht vermeiden lassen, und die Erdbebenvorhersage ist auch ihnen noch lange nicht möglich. Man kann natürlich immer wieder darüber nachdenken, ob man die Schutzmaßnahmen noch weiter verbessern kann, und das tut man in Japan bestimmt auch. Wenn denn dann die Katastrophe kommt, dann kommt sie eben, und man muss mit den Folgen leben.

Offline xwing2002

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Re: Japan: Erdbeben 11. März 2011
« Antwort #10 am: 12. März 2011, 00:19:40 »
Was soll man aus diesem Bericht lernen? Auf Sicherheitstechnologie verzichten, damit es noch mehr Tote gibt? :-\ :'(
Nein, das sehe ich nicht als die Lehre. Die Sicherheitssysteme haben in vielen Bereichen gut funktioniert und schlimmeres verhütet. Eine Lehre, die ich sehr wohl sehe betrifft Kernkraftwerke, sowohl generell, als auch insbesondere in Erdbebenzonen, egal wie rohstoffarm das Land auch sein mag. Die Radioaktivität im Kontrollzentrum von Fukushima ist aktuell auf das 1000-fache des Normalwertes gestiegen, was laut Kernphysiker Heinz Smital auf eine partielle Kernschmelze hindeuten könnte, Druck wurde abgelassen, musste, Radioaktivität ist trotz Filterversuch freigesetzt worden, außerhalb des Atomkraftwerkes ist die Strahlenbelastung bereits 8-fach höher als normal, die Evakuierungszone wurde von 3 auf 10km erhöht, Ersatzbatterien, Stromgeneratoren und aufbereitetes Kühlwasser wurden vor Ort geschafft, können aber wegen Inkompatibilität der Anschlüsse nicht eingesetzt werden. Das ist bedrohlich absurd.
Und wirft auch die Frage nach der Redundanz von Sicherungssystemen auf, wenn man schon Reaktoren in Erdbebengebieten betreiben will. Vielleicht sollte man sich dann an der Redundanzbesessenheit der Raumfahrt ein Beispiel nehmen.
"Die japanischen Atomkraftwerke sind für Erdbeben ausgelegt. Einem Beben dieser Stärke sind sie offenbar dennoch nicht durchweg gewachsen. "Die Natur kann immer noch eins draufsetzen", so Heinz Smital im Interview mit der Tagesschau."
Und genau das ist das Problem.
Wenn sie das in absehbarer Zeit nicht eindämmen und bewältigen können, dann könnten das Erdbeben und der Tsunami Japans geringere Probleme sein.

Nachbeben erschüttern weiter das Gebiet... früh um 6h Ortszeit wurde der Großraum Tokio von einem weiteren schweren Beben erschüttert,  auch Nagano verzeichnet erneut schwere Erschütterungen, die Verwüstung durch den Tsunami ist noch nicht vollständig erfaßt, aber Brände und Wassermassen haben ganze Städte und Landstriche zerstört.

Übersicht der Beben: http://geofon.gfz-potsdam.de/db/eqinfo.php
Rund um Fukushima: http://www.greenpeace.de/themen/atomkraft/nachrichten/artikel/erdbeben_in_japan_regierung_ruft_atomaren_notstand_aus/
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Offline Ruhri

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Re: Japan: Erdbeben 11. März 2011
« Antwort #11 am: 12. März 2011, 00:24:07 »
Ja, die Reaktoren sind ein Problem. Wie stark war das Hauptbeben? 8,9? Die Reaktoren sind ausgelegt auf Beben bis zu einer Stärke von 8,4 oder so. Nicht gut...

Nachtrag: Ein zweiter Reaktor in der Region macht jetzt Ärger - Fukushima II. Leider gibt es dort eben Fukushima I mit drei aktiven und drei inaktiven Reaktorblöcken (+ zwei im Bau) und 12 Kilometer südlich Fukushima II mit ebenfalls 4 Blöcken. Da wird einem gleich ganz anders...  :-X

Offline Matjes

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Re: Japan: Erdbeben 11. März 2011
« Antwort #12 am: 12. März 2011, 08:15:57 »

Was ist eigentlich der Unterchied zwischen einem GAU und einem Super-GAU?

GAU - Kernschmelze aber das Reaktorgebäude bleibt heil
Super-GAU - Kernschmelze und Reaktorgebäude explodiert

???

Viel Glück Japan

Matjes

Offline Matjes

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Re: Japan: Erdbeben 11. März 2011
« Antwort #13 am: 12. März 2011, 09:04:08 »
Explosion im Reaktorgebäude. Da haben wir jetzt also einen Super-GAU.

Das ist überhaupt nicht gut.

Matjes

Offline Schillrich

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Re: Japan: Erdbeben 11. März 2011
« Antwort #14 am: 12. März 2011, 09:10:22 »
Noch ist ja nicht klar, was da explodiert sein soll. Es wurde noch nichts vom Reaktorgebäude gesagt.
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Offline xwing2002

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Re: Japan: Erdbeben 11. März 2011
« Antwort #15 am: 12. März 2011, 09:14:37 »
Bisher ist nur eine Explosion bestätigt. Das KANN der Wasserstoff sein, der von den Brennstäben aus dem Metall gelöst wurde und es KANN das Reaktorgebäude sein, das dem Druck nachgibt... es kann sich aber auch um Gasexplosionen handeln, die nicht zwangsläufig den GAU bedeuten müssen, so der Atomexperte eben im ZDF.
Es wird auf weitere Informationen gewartet.
WENN es der Wasserstoff war, dann ist die Lage mit Tschernobyl vergleichbar. Und die Frage ist, was machen die anderen Reaktoren. Denn wenn der Druck dort nicht mehr beherrschbar ist, dann besteht die Möglichkeit der hilflosen Benennung "Super-GAU" eine neue Dimension zu geben.
Ich hab' gerade gedacht: wenn man nicht lernt, dann müssen scheinbar die Lektionen schrecklicher werden.
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Offline Olli

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Re: Japan: Erdbeben 11. März 2011
« Antwort #16 am: 12. März 2011, 09:19:37 »
Was ist eigentlich der Unterchied zwischen einem GAU und einem Super-GAU?

So einfach lässt sich die Frage gar nicht beantworten, da sie für jeden Einrichtung, die mit radioaktiven Materialien arbeitet, separat bewertet werden muss.

Mit GAU ist ein größter anzunehmende Unfall gemeint - d.h., dass dieser mögliche Störfall bei der Planung der kerntechnischen Anlage berücksichtigt wurde. Bei deutschen Kernkraftwerken mit Druckwasserreaktor wäre ein GAU beispielsweise ein Bruch der Hauptkühlmittelleitung mit massivem Kühlmittelverlust.

Mit Super-GAU werden Unfälle bezeichnet, die über den oben definierten Auslegungsstörfall hinausgehen. Ein etwas besserer Begriff wäre wohl Auslegungsüberschreitender Störfall.

Insofern ist die Druckminderung, die in Fukushima I vorgenommen wurde allenfalls als GAU zu werten, da diese eine im Notfall greifende Sicherheitsmaßnahme war. Keine Frage, toll ist es natürlich nicht, dass dadurch Radioaktivität freigesetzt wurde. Aber in solchen Fällen wird die Maßnahme ergriffen, die das geringste Risiko und die geringsten Schade birgt - das wird einem schon in den Grundzügen jedes Strahlenschutzkurses eingetrichtert.

Nach dem Störfall in Three Miles Island in den USA 1979 wurde die übrigens auf für alle deutschen AKW Pflicht, ein so genanntes Wallmann-Ventil einzubauen, um den Druck im Druckbehälters mindern zu können.

Da wir hier nicht unmittelbar betroffen sind, bewahrt bitte Sorgfalt und Ruhe.

Grüße
Olli
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Offline xwing2002

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Re: Japan: Erdbeben 11. März 2011
« Antwort #17 am: 12. März 2011, 09:33:07 »
"Fernsehbilder des japanischen TV-Senders NHK deuten darauf hin, dass bei der Explosion Teile der Gebäudehülle des Reaktors Fukushima 1 weggebrochen sind."
Die Decke des Reaktors ist in den Reaktor eingefallen... das war jetzt alles, was nicht passieren sollte.
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Offline Pirx

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Re: Japan: Erdbeben 11. März 2011
« Antwort #18 am: 12. März 2011, 09:35:44 »
Ja, siehe http://www.ustream.tv/channel/foxtokimekitonight .

Vorher / Nachher-Vergleich:

Die gefährlichste Weltanschauung ist die Weltanschauung derer, die die Welt nie angeschaut haben. (Alexander von Humboldt)

Offline Pirx

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Re: Japan: Erdbeben 11. März 2011
« Antwort #19 am: 12. März 2011, 09:45:13 »
Die gefährlichste Weltanschauung ist die Weltanschauung derer, die die Welt nie angeschaut haben. (Alexander von Humboldt)

Offline tobi

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Re: Japan: Erdbeben 11. März 2011
« Antwort #20 am: 12. März 2011, 09:47:13 »
Gibt es eigentlich Satelliten im Orbit, die Radioaktivität messen können? Weiß da jemand was dazu ?
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Offline Pirx

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Offline Olli

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Re: Japan: Erdbeben 11. März 2011
« Antwort #22 am: 12. März 2011, 09:54:19 »
Gibt es eigentlich Satelliten im Orbit, die Radioaktivität messen können? Weiß da jemand was dazu ?

Nicht das ich wüsste. Dazu ist alpha- und -beta-Strahlung zu kurzreichweitig. Allenfalls nach oben abgestrahlten gammas könnten aus dem Orbit mit Gamma-Spektrometern nachgewiesen werden. Damit können Gammaintensitäten nach Energien gemessen werden, womit dann eine Element- bzw. Isotopenbestimmung möglich ist. Ob allerdings ein Erdbeobachtungssatellit damit ausgestattet ist, weiß ich nicht.

Gerade kommt die Meldung rein, dass bereits Iod-Tabletten in großen Mengen verteilt werden.

----
Edit: Gammas werden von der Atmosphäre hinreichend abgeschirmt - nicht umsonst wird Gammaastronomie mit Satelliten betrieben - daher wird die Messung wohl nicht möglich sein.
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Offline Pirx

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Re: Japan: Erdbeben 11. März 2011
« Antwort #23 am: 12. März 2011, 10:04:43 »
Gerade auf N24 zu Bildern der Explosion: Der Japanische Sprecher sagte, die Explosion habe auch direkt vom Reaktor kommen können. Mei, wenn sie denn mal Strahlungsmeßwerte veröffentlichen würden ...
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Offline xwing2002

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Re: Japan: Erdbeben 11. März 2011
« Antwort #24 am: 12. März 2011, 10:04:58 »
Alles spricht dafür, dass der Sicherheitsbehälter zerstört ist. Alles spricht dafür, dass eine Kernschmelze bereits vollständig oder partiell im Gang ist... die weiteren Maßnahmen sind Makulatur, da hat sich seit 1986 nicht wirklich viel verändert.
Fragen werden sein: wie tief kann sich der Kern durchschmelzen, wieviel Radioaktivität wird freigesetzt und aufgrund der Wetterlage wohin transportiert und wieviele Soldaten werden dieses Mal als Ersthelfer verstrahlt.
Weil wir nichts anderes und nichts besseres tun können, als 1986.
Irgendwie spricht auch niemand mehr von den anderen beiden Reaktoren, die von der Stromversorgung abgeschnitten sind.
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