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Autor Thema: radiowellen ausbreitung  (Gelesen 6403 mal)

airwolf

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radiowellen ausbreitung
« am: 28. Mai 2008, 23:42:58 »
kann mir wer mal sagen wie weit sich die bis jetzt abgestrahlten radiowellen (tv etc....) ausgebreitet haben .
vieleicht auch noch grafisch ?



danke

Offline alswieich

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Re: radiowellen ausbreitung
« Antwort #1 am: 28. Mai 2008, 23:56:17 »
Mahlzeit!


Elektromagnetische Wellen breiten sich mit Lichtgeschwindigkeit aus. Aus Wikipedia ein
Zitat
Braun hatte bereits am 20. September 1898 eine „Funkenverbindung“ am Physikalischen Institut in Straßburg aufgebaut, die kurz darauf 30 km bis in den Vogesenort Mutzig reichte. 1899 überbrückte er von Cuxhaven aus 3 km bis zur Kugelbake und am 24. September 1900 die 62 km lange Strecke Cuxhaven–Helgoland.
[size=10]http://[u]http://de.wikipedia.org/wiki/Telegrafie[/u][/size]
Also seit fast 110 Jahren. Somit haben alle Außerirdischen im Umkreis von ca. 110 Lichtjahren die Möglichkeit uns abzuhören.


Gruß
Peter

Online -eumel-

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Re: radiowellen ausbreitung
« Antwort #2 am: 29. Mai 2008, 03:33:50 »
Das ist aber sehr theoretisch!
In der Praxis dürften die ersten schwachen, langwelligen und unsauberen Funksignale keinen Weg durch die Ionosphäre hinaus in den freien Raum gefunden haben.
Erst die kurzwelligen Funksendungen der letzten Jahrzehnte können die Ionosphäre durchdringen.
Aber die haben eine starke Richtwirkung und wurden ja nicht in den Weltraum ausgestrahlt.

Ich glaube nicht, daß man jedes Handy noch in einer Entfernung von 110 Lichtjahren empfangen kann.

Die Funkverbindung zu den Raumsonden innerhalb unseres Sonnensystems werden über das Deep Space Network betrieben, welches dafür riesige Parabolantennen mit 26, 34 und 70 Meter Durchmesser verwendet. Diese müssen exakt auf das Ziel ausgerichtet und nachgeführt werden.


70 m Parabolantenne des Deep Space Network in Goldstone zur Funkverbindung mit Raumsonden

Diese aufwendigen und teuren Anlagen würde man sicher nicht betreiben, wenn das mit den Funkwellen so einfach wäre!



304 m Radioteleskop in Arecibo

Am 16. November 1974 wurde von der riesigen Antenne des Arecibo-Observatoriums (304 Meter Durchmesser!) eine dreiminütige Botschaft zum 22.800 Lichtjahre entfernten Kugelsternhaufen Messier 13 im Sternbild Herkules gesendet.

Bei dieser sogenannten Arecibo-Botschaft handelt es sich um eine Botschaft von der Erde an mögliche Außerirdische.
Diese Funksendung war zwar mit 3 Minuten sehr kurz, hat aber möglicherweise die technischen Eigenschaften, in 22.800 Jahren in M 13 empfangen zu werden.

Ob zu genau dieser Zeit nun gerade jemand mit einer größeren Antennenanlage die Frequenz 2.388 Gigahertz aus Richtung Erde abhört, ist zwar nicht sonderlich wahrscheinlich, aber zumindest theoretisch möglich.

Ansonsten glaube ich kaum, daß wir von außerhalb unseres Sonnensystems funktechnisch wahrnehmbar sind.



« Letzte Änderung: 29. Mai 2008, 04:20:02 von -eumel- »
Nächster Berliner Stammtisch am Freitag, dem 29. November 2019 ab 19:30 Uhr in der Bar Gagarin.

airwolf

  • Gast
Re: radiowellen ausbreitung
« Antwort #3 am: 29. Mai 2008, 09:56:53 »
danke leute dann haben wir uns ja eigentlich sehr lange schon bemerkbar gemacht in unserer nachbarschaft

Offline alswieich

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Re: radiowellen ausbreitung
« Antwort #4 am: 31. Mai 2008, 21:37:37 »
Mahlzeit!


Danke -eumel-. An die Ionosphäre und unterschiedliche Wellenlängen habe ich in dem Moment überhaupt nicht gedacht. Sehr ärgerlich für mich.
Zitat
... Die Funkverbindung zu den Raumsonden innerhalb unseres Sonnensystems werden über das Deep Space Network betrieben, welches dafür riesige Parabolantennen mit 26, 34 und 70 Meter Durchmesser verwendet. Diese müssen exakt auf das Ziel ausgerichtet und nachgeführt werden...
Angenommen die Außerirdischen Lauscher haben unseren Planeten entdeckt. Dann sind ihre Antennen sicherlich exakt auf das Ziel (Erde) ausgerichtet und werden nachgeführt. Und "natürlich" haben sie viel bessere Antennen als unsere sind.  ;)
Aber hoffentlich nicht, denn meine Händytelefonate gehen sie nichts an...

Aber noch eine andere Frage hätte ich zur Ausbreitung:
Dringt etwas von den 50 und 60 Hz der Netzfrequenz nach da draußen? Es sind ja doch enorme Leistungen (Generatoren, Motoren, Trafos, Überlandleitungen, ... ). Oder schluckt/reflektiert das die Ionosphäre auch?


Gruß
Peter

[edit]Habe noch eine starke Sendequelle entdeckt: Atomexplosionen (elektromagnetischer Impuls). Wäre interessant zu wissen ob man aus ihnen auf intelligentes Leben schließen kann oder ob sie sich nicht von gewöhnlichen natürlichen Ereignissen unterscheiden lassen.[/edit]
« Letzte Änderung: 31. Mai 2008, 21:43:28 von alswieich »

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