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Autor Thema: Russische Raumfahrt  (Gelesen 1101793 mal)

Online alepu

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Re: Russische Raumfahrt
« Antwort #4400 am: 09. Mai 2020, 16:49:53 »
FGB-2 wird da auch erwähnt .
Das Modul gibt es anscheinend auch immer noch , soll jetzt angeblich zum Nauka- Modul ausgebaut werden .

Offline Ariane 42L

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Re: Russische Raumfahrt
« Antwort #4401 am: 09. Mai 2020, 16:58:42 »
Im August 1995 unterzeichnete Boeing, als der amerikanischer Hauptauftragnehmer für die ISS, und das staatliche russische Weltraumforschungs und -produktionszentrum, Khrunitschew, einen 190-Mio.-Dollar-Vertrag. Danach zeichnet Khrunitschew für Entwicklung, Bau, Test und Lieferung des Functional Cargo Block (russ. Abk.: FGB).
Die NASA sicherte mit dieser finanziellen Transferleistung den pünktlichen Start des FGB ab.
Später wurden Kosten in Höhe von 215 Millionen Dollar genannt.

Offline Ariane 42L

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Re: Russische Raumfahrt
« Antwort #4402 am: 09. Mai 2020, 17:33:53 »
FGB war im Dezember 1996 innerhalb des Zeitplans und des Budget fertiggestellt wurden. Der Start war zu diesen Zeitpunkt noch in November 1997 geplant gewesen.
Durch Finanzierungsproblme könnten Khrunitschew das Service-Module (SM), erhielt spater den Swesda, nicht fertigstellen. Dadurch müsste an FGB einige bauliche Verändungen durchgeführt.
Deshalb gibt es zwei Angaben für die Bauzeit.

Offline Pirx

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Re: Russische Raumfahrt
« Antwort #4403 am: 10. Mai 2020, 09:13:22 »
Moderationshinweis: Bitte achtet darauf, hier keine USA-vs.-Russland-Diskussion zu produzieren. Hier geht es nicht um Nationen-Ugah-Ugah sondern schlicht und einfach um Aspekte russischen Raumfahrtschaffens.

Gruß   Pirx
Die gefährlichste Weltanschauung ist die Weltanschauung derer, die die Welt nie angeschaut haben. (Alexander von Humboldt)

Offline HAL 9000

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Re: Russische Raumfahrt
« Antwort #4404 am: 10. Mai 2020, 17:27:34 »
Hallo

@alepu

Das Modul FGB-2 war die Reserveeinheit für Sarja, falls der Start dieses Moduls gescheitert wäre.
Als Aufgrund von Geldmangel einige der ursprünglich noch geplanten
russischen ISS-Module gestrichen wurden, wurde FGB-2 zu einem
großen Forschungsmodul umgebaut und in NAUKA umbenannt. Der
Start war einmal für den Dezember 2011(!) geplant, wurde aber
wegen technischer und finanzieller Probleme immer wieder
verschoben.
Zuletz war der 30. November 2020 als Startdatum anvisiert worden.
Ob dieser Termien gehalten werden kann ist aber auch nicht sicher.

Gruß HAL 9000

Offline Steffen

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Re: Russische Raumfahrt
« Antwort #4405 am: 13. Mai 2020, 02:46:13 »
Hallo

Zuletzt hieß es, dass Nauka frühestens Ende Mai nach Baikonur geliefert werden kann. Es mussten noch veraltete Ventile und Instrumente getauscht, und sehr viel getestet werden, denn für die Technik ist schon lange die Garantie ausgelaufen. Falls das Modul dann tatsächlich in Baikonur ankommen sollte, dann muss es dort auch noch mindestens 7 Monate getestet und auf den Start vorbereitet werden. Auch der European Robotic Arm (ERA), der seit x-Jahren irgendwo herumliegt, soll mit Nauka zur ISS gebracht werden. In diesem Jahr ist also mit dem Start nicht mehr zu rechnen.

Anderes Thema:
Roscosmos und NASA haben einen Vertrag unterschrieben, im Herbst einen Astronauten mit einer Sojus zur ISS fliegen zu lassen. Der Start ist für Oktober geplant.
https://tass.com/science/1155703


viele Grüße
Steffen

Online HausD

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Re: Russische Raumfahrt
« Antwort #4406 am: 15. Mai 2020, 09:42:25 »
Kosmonautentraining im ZPK

Im Zusammenhang mit COVID-19 und der schrittweisen Rücknahme von Beschränkungen, wird die Ausbildung der Kosmonauten im ZPK/CTC "J.Gagarin" im Sternenstädtchen schrittweise wieder aufgenommen.          (Quelle: ZPK/CTC )

"Ich habe das Gefühl, dass ich schon lange nicht mehr trainiert habe." - sagte Kosmonaut  Alexander Misurkin.


Alexander Misurkin beim Training auf dem TS-7-Simulator in ZF-7-Zentrifuge befand.

Er gab eine eineinhalb monatige Trainingspause.

Am Simulator der ISS zur Handsteuerung war Oleg Artemjew mit einem Ausfall des Flugkontrollsystems, dem Verschwinden des Bildes auf dem Bildschirm und dem Einfrieren des Bildschirms konfrontiert.


Die Ausbilder bewerteten die Arbeit von Oleg Artemjew als ausgezeichnet               Fotos: ZPK/CTC

Der Kosmonauten-Trainingsplan im ZPK/CTC basiert auf minimaler Beteiligung von Ausbildern und auf Einhaltung der erlassenen Antiepidemiemaßnahmen.

Gruß, bleibt gesund und locker, aber auch diszipliniert, HausD

Online HausD

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Re: Russische Raumfahrt
« Antwort #4407 am: 22. Mai 2020, 18:09:24 »
Tests im Hydrolaboratium nach Reko

Im ZPK/CTC "J.Gagarin, dem Sternenstädtchen, fanden nach Abschluss einer groß angelegten Rekonstruktion erste  Tests der Systeme des Hydrolaboratoriums statt. Zu der geplanten Inspektion gehörte auch das Tauchen von Dummys in "Orlan"-Anzügen.
Das Ziel war die erste Prüfung von den Raumanzügen und  den Unterwassersystemen,  bevor Menschen mit dem Tauchen beginnen. Die Tests, die ungefähr zwei Stunden dauerten, führte ein Test- und Trainingsteam durch, darunter Taucher und Vertreter der medizinischen Abteilung des Kosmonautentrainingszentrums.    (Quelle: ZPK/Roskosmos)


Der "Taucher"-Dummy im "Orlan"-Anzug in der Tauchversion wird vorbereitet ...


... und dann zu Wasser gelassen

Auf der veglasten Galerie, links im Obergeschoss, hatte ich vor rd. 10 Jahren einmal die Gelegenheit, mir die Seite, auf der jetzt der "Tauch-Dummy" startete, und das Becken mit dem Übungsmodell und dem Modul PIRS  genauer anzusehen.

Die Überwachungsstelle befindet sich im Kellergeschoss und erlaubt den Kontakt mit den Probanten und den Tauchern. Dort laufen auch die physiologischen Werte der echten Kosmonauten in den Orlan-Anzügen auf, sodass im Ernstfall bzw. einer Simulation die Hilfs-Taucher eingreifen können.


Die Überwachungsstelle mit Monitoren, direkt vor einem großen Sichtfenster in das Tauchbecken


Rings um das Becken sind in mehreren Etagen noch Bullaugen für die Beobachtung von allen Seiten vorhanden
                                                                                                     Fotostrecke, Fotos: ZPK/Roskosmos
Gruß, bleibt gesund und locker, aber auch diszipliniert, HausD

Online McPhönix

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Re: Russische Raumfahrt
« Antwort #4408 am: 22. Mai 2020, 18:29:17 »
Feine Sache das !  :)
Ich habe keine Angst vor Aliens. Solange sie über uns lachen wegen dem kleinkarierten Raketengefummel auf der Erde, tun sie uns nix.

Online HausD

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Re: Russische Raumfahrt
« Antwort #4409 am: 22. Mai 2020, 19:30:32 »
Mmobiler Komplex zur Erdfernerkundung

Im April 2020 startete Roskosmos zusammen mit dem russischen Notfallministerium in Jakutien einen neuen mobilen Komplex zum Empfangen und Verarbeiten von Erdfernerkundungsdaten.
Der mobile Komplex bietet einen stabilen täglichen Informationsempfang bei Notfällen in den sibirischen und fernöstlichen Bundesbezirken.
Dadurch können schneller Entscheidungen über Brand- und Hochwassergefahren getroffen und Krisensituationen zuverlässig vorhergesagt werden.
Die erste Erprobung hat zum 30-jährigen Jubiläum stattgefunden.                 (Quelle: Roskosmos, Video M4C...)


Anlieferung des mobilen Komplexes                                        Foto: Roskosmos


Dei Inneneinrichtung des Empfangs- und Verarbeitungsteils       Bild: Video/ed.HausD


Der Komplex bei der Ersterprobung in Jakutien                        Bild: Video/ed.HausD

Seit dem 14. April 2020 wurden mehr als 110 Vermessungsrouten von den russischen Raumfahrzeugen Kanopus-V und Resurs-P sowie von ausländischen Satelliten empfangen und direkt an das russische Notfallministeriums über interne Kommunikationskanäle weitergesendet.
Dadurch konnte die Effizienz der Nutzung weltraumgestützter Materialien für die Verwaltungsaufgaben des russischen Notfallministeriums um mehr als das Zweifache gesteigert werden.

Gruß, bleibt gesund und locker, aber auch diszipliniert, HausD

Online HausD

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