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Autor: Raumfahrer.net Redaktion / 02. April 2021, 11:28 Uhr

OHB: PDR für Giant Magellan Telescope erreicht

Preliminary Design Review für Giant Magellan Telescope erreicht. OHB Digital Connect baut mechanische Struktur für eines der größten Teleskope der Welt. Eine Pressemitteilung der OHB SE Bremen.

Quelle: OHB SE
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M3 Engineering

Bild vergrößernKünstlerische Darstellung des Gehäuses, des Teleskops und des Standorts (Las Campanas, Chile).
(Bild: M3 Engineering)
Mainz, 1. April 2021. Die OHB Digital Connect, ein Tochterunternehmen des Raumfahrtkonzerns OHB SE, hat erfolgreich den Preliminary Desing Rewiev (PDR) für das Projekt Giant Magellan Telescope (GMT) erreicht. Die OHB-Tochter, die in der OHB-Gruppe das Geschäftssegment Teleskope, Antennen & Smart Mechatronics ausfüllt, hatte im November 2019 gemeinsam mit dem Unternehmen Ingersoll Machine den Vertrag für das Design, den Bau und die Errichtung der Teleskop-Struktur unterzeichnet. Mit dem PDR wurden nun die Projektschritte Zeitplan, Design und Qualität vom Kunden GMTO Corporation, ein Konsortium aus führenden Universitäten und wissenschaftlichen Instituten, erfolgreich abgenommen. Das GMT gehört mit 24,5 Metern Durchmesser zur nächsten Generation von Großteleskopen.

„Mit der Technologie des GMT soll das Verständnis der Wissenschaft vom Universum revolutioniert werden. Seine sieben Primärspiegel mit jeweils 8,40 Meter Durchmesser werden Licht vom Rande des Universums reflektieren, das sich wenige tausend Jahre nach dem Urknall auf den Weg zu uns gemacht hat. Die kleineren Sekundär-Spiegel werden diese Lichtstrahlen zu Spezialgeräten führen, die messen werden, wie weit die beobachteten Himmelskörper entfernt sind und aus welchem Material sie bestehen“, sagt Volker Grimm, Projektleiter bei OHB Digital Connect.

10-mal stärker als das Hubble Teleskop
Das GMT, das in der chilenischen Atacama-Wüste in 2.550 Meter Höhe aufgebaut wird, wird etwa 10-mal stärker als das Hubble Teleskop sein. Der Standort des GMT auf dem Berg Las Campanas Peak bietet durch sein trockenes Klima ideale Voraussetzungen für 300 sternenklare Beobachtungsnächte pro Jahr. Die künftige Heimat des GMT birgt aber auch Gefahren: Durchschnittlich sechs Erdbeben pro Monat erschüttern die Gegend – ihnen muss das Teleskop selbstverständlich standhalten. „Um dieser Herausforderung gerecht zu werden, wurde ein eigenes Erdbebendämpfungssystem entwickelt, welches das Teleskop für die Lebensdauer von 50 Jahren und darüber hinaus schützen wird“, sagt Volker Grimm.

Im Betrieb sorgt ein hydraulisches Lagerungskonzept mit Direktantrieben für die Ausrichtung des 1.800 Tonnen Stahl-Kolosses. Herzstück der mechanischen Struktur ist der so genannte Gregorian Instrument Rotator, der die optischen Instrumente beherbergen und sie wie eine Revolvertrommel in die gewünschte Beobachtungsposition bringen wird. „Seine Genauigkeit ist die Grundlage der wissenschaftlichen Aktivitäten, die der Menschheit erstaunliche Erkenntnisse über die Vergangenheit und die Zukunft der Galaxie bringen wird. Ein derartiger Projekterfolg ist nur zu erlangen, wenn neben einer großen Portion Expertise auch persönliches Engagement, herausragender Teamgeist und Freude an den eigenen Aufgaben vorhanden sind. Und dies ist im Mainzer Team definitiv der Fall“, sagt Dennis Winkelmann, Geschäftsführer OHB Digital Connect.

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