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Autor: Raumfahrer.net Redaktion / 10. September 2019, 12:00 Uhr

Vorträge am MPS: Der Sonne so nah

Die aktuelle öffentliche Vortragsreihe am MPS wirft einen Blick auf die Erforschung der Sonne: von frühen babylonischen Berechnungen bis hin zu aktuellen Weltraummissionen. Eine Pressemitteilung des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung.

Quelle: Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung
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NASA/SDO

Bild vergrößernSeit den 70er Jahren untersuchen Raumsonden die Sonne aus dem Weltall – und liefern dabei faszinierende Aufnahmen unseres Sterns.
(Bild: NASA/SDO)
4. September 2019 - Die Sonne ist uns so nah wie nie. Nein, nicht im wörtlichen Sinne, aber im übertragenen. Mit beeindruckender Detailschärfe blicken bodengebundene Sonnenteleskope auf unser Zentralgestirn; hochauflösende Messinstrumente untersuchen es an Bord von Raumsonden. Im Februar nächsten Jahres kommt mit dem Solar Orbiter der Europäischen Weltraumagentur (ESA) ein einzigartiger Sonnenspäher hinzu. Wie ist es zu dieser Entwicklung gekommen? Welche Sonden trauen sich besonders nah an die Sonne heran? Und welche Rätsel sind trotz der Datenflut von der Sonne noch immer ungelöst? Um diese und weitere Fragen geht es in der aktuellen Vortragsreihe des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung (MPS), die in diesem Monat startet. Unter dem Titel „Der Sonne so nah“ berichten fünf Forscher von „ihrem“ Blick auf die Sonne. Der erste Vortrag richtet sich speziell an Kinder.

Die Sonne ist uns so nah wie nie. Nein, nicht im wörtlichen Sinne, aber im übertragenen. Mit beeindruckender Detailschärfe blicken bodengebundene Sonnenteleskope auf unser Zentralgestirn; hochauflösende Messinstrumente untersuchen es an Bord von Raumsonden. Im Februar nächsten Jahres kommt mit dem Solar Orbiter der Europäischen Weltraumagentur (ESA) ein einzigartiger Sonnenspäher hinzu. Wie ist es zu dieser Entwicklung gekommen? Welche Sonden trauen sich besonders nah an die Sonne heran? Und welche Rätsel sind trotz der Datenflut von der Sonne noch immer ungelöst? Um diese und weitere Fragen geht es in der aktuellen Vortragsreihe des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung (MPS), die in diesem Monat startet. Unter dem Titel „Der Sonne so nah“ berichten fünf Forscher von „ihrem“ Blick auf die Sonne. Der erste Vortrag richtet sich speziell an Kinder.

Was würde ein Weltraumreisender erleben, der Kurs auf die Sonne setzt? Zu einem solchen fiktiven Flug zur Sonne lädt Dr. Achim Gandorfer vom MPS seine Zuhörerinnen und Zuhörer beim Auftaktvortrag am Donnerstag, 19. September 2019, ein. Die abenteuerliche Reise durchs All bietet die Möglichkeit, unser Zentralgestirn näher kennenzulernen: von den heftigen Eruptionen in ihrer Atmosphäre bis hin zur Kernfusion in ihrem Innern. Der Vortrag richtet sich an Erwachsene und Kinder ab zehn Jahren und beginnt (aus Rücksicht auf die jüngeren Sonnenbegeisterten) bereits um 17 Uhr.

Zu den historischen Anfängen der Sonnen- und Himmelsbeobachtung führt der Vortrag „Sonne, Mond und Planeten in der babylonischen Astronomie“ von Prof. Dr. Mathieu Ossendrijver am Donnerstag, 24. Oktober 2019, um 19 Uhr. Der Assyriologe und Astrophysiker erforscht an der Humboldt-Universität Berlin das astronomische Wissen der alten Babylonier.

Auch der dritte Vortrag am Donnerstag, 7. November 2019, um 19 Uhr blickt zurück ?  allerdings nicht tausende von Jahren, sondern „nur“ bis zu den Anfängen der weltraumgestützten Sonnenforschung. Unter der Überschrift „Sonnenbeobachtung aus dem Weltall: von Helios bis Solar Orbiter“ zeichnet Dr. Daniel Müller, Projektwissenschaftler der ESA-Missionen Solar Orbiter und SoHO, die Entwicklung von den frühen Sonnensonden der 70er Jahre bis zu aktuellen Projekten nach.

ESA

Bild vergrößernIm Februar 2020 startet die ESA-Mission Solar Orbiter. Die Sonde soll klären, wie sich Vorgänge auf der Oberfläche der Sonne auf ihre Plasmaumgebung auswirken.
(Bild: ESA)
Nach dieser Vorbereitung und einer Verschnaufpause im Dezember wenden sich Anfang 2020 die letzten beiden Vorträge in der Reihe den derzeit wohl spektakulärsten Sonnenmissionen zu. Während die Parker Solar Probe der amerikanischen Weltraumagentur NASA seit etwa einem Jahr im All unterwegs ist und schon jetzt näher an die Sonne herangeflogen ist als jede Raumsonde zuvor, soll der Solar Orbiter der ESA im Februar nächsten Jahres abheben. Ausgerüstet mit zehn Messinstrumenten wird die Sonde einen genauen Blick auf die Vorgänge auf der Oberfläche der Sonne werfen und gleichzeitig deren Auswirkung auf die unmittelbare Umgebung des Sterns direkt vor Ort messen. Zudem soll Solar Orbiter erstmals die Pole der Sonne überfliegen.

Zu beiden Projekten tragen Göttinger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler maßgeblich bei. Am Donnerstag, 16. Januar 2020, um 19 Uhr berichtet Dr. Volker Bothmer vom Institut für Astrophysik der Universität Göttingen von Ergebnissen der Parker Solar Probe und dem geplanten weiteren Missionsverlauf. Der Wissenschaftler gehört zu dem Team um das Instrument WISPR, das die Atmosphäre der Sonne und den Sonnenwind abbildet.
Kurz nach dem Start von Solar Orbiter Anfang Februar 2020 schließt Dr. Joachim Woch vom MPS die Reihe ab. Der Projektleiter des Solar Orbiter-Teleskops PHI blickt am Donnerstag, 20. Februar 2020, um 19 Uhr auf die nächsten Meilensteine der Mission, erläutert, welche offenen Fragen beantwortet werden sollen, und stellt die Messinstrumente vor, die das MPS zur Mission beiträgt.

Die Vorträge finden im Auditorium des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung, Justus-von-Liebig-Weg 3 statt. Der Eintritt ist kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

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