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Autor: Maria Steinrück / 11. März 2007, 01:15 Uhr

Zwergnova tanzt aus der Reihe

Daten des Galaxy Evolution Explorers der NASA unterstützen eine bereits ältere Theorie, die besagt, dass manche Novae zwei Typen von Explosionen durchmachen. Diese Doppelsternsysteme leuchten alle paar Wochen kurz auf- bis zu dem nächsten großen Ausbruch ungefähr 10.000 Jahre später.

NASA
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NASA/JPL-Caltech

Im ultravioletten Licht ist die Hülle um Z Cam deutlich zu erkennen.
(Bild: NASA/JPL-Caltech)
Untersucht wurde der kataklysmisch veränderliche Stern Z Camelopardalis (Z Cam). Es handelt sich dabei um einen Weißen Zwerg, also einen bereits kollabierten Stern, der wasserstoffreiches Material von seinem Nachbarn im Doppelsternsystem an sich reißt. Dieses bildet eine rotierende Scheibe um den Weißen Zwerg.

Solche Sterne, deren Helligkeit öfter für kurze Zeit ansteigt, teilt man in zwei Klassen ein: Zwergnovae und klassische Novae.

Zwergnovae mit kleinen Ausbrüchen in kurzen Abständen leuchten auf, wenn durch eine Instabilität Material aus der Akkretionsscheibe auf die Oberfläche des Weißen Zwerges stürzt.
Klassische Novae haben große Ausbrüche, die viel heller als die der Zwergnovae sind, jedoch liegt bei ihnen auch viel mehr Zeit zwischen den Ausbrüchen. Diese entstehen, wenn der Weiße Zwerg genug Material aus der Akkretionsscheibe sammelt, dass der Druck ansteigt und eine Kernfusion hervorruft.

Z Cam ist 530 Lichtjahre von der Erde entfernt. Über Jahrzehnte konnten regelmäßige Ausbrüche in Abständen von drei Wochen beobachtet werden. Die Helligkeit stieg dabei auf das 40-fache an.

Gelegentlich sammeln Zwergnovae so viel Material von der Akkretionsscheibe, dass es zu einem klassischen Nova-Ausbruch kommt - zumindest vermuteten das die Forscher. Einen eindeutigen Beweis fanden sie jedoch nicht.

Bildquelle

Dieses Bild setzt sich aus Daten im nahen (gelb) und fernen (blau) ultravioletten Strahlungsbereich zusammen.
(Bild: NASA/JPL-Caltech)
Schließlich entdeckte Dr. Mark Seibert von der Carnegie Institution of Washington auf einem Bild des Galaxy Evolution Explorers Strukturen um Z Cam, die auf eine massive Hülle um den Stern hinwiesen, die während eines klassischen Nova-Ausbruchs vor wenigen tausend Jahren entstanden sein musste.

Zuvor hatte man diese Hülle nicht entdeckt, da sie im optischen Bereich kaum sichtbar ist. Auf den Bildern des Galaxy Evolution Explorers, die Z Cam in ultravioletten Wellenlängen zeigen, ist sie kaum zu übersehen. Neuere Daten bestätigen, dass die Zwergnova auch einmal einen klassische Nova-Ausbruch durchmachte. Währenddessen muss Z Cam der hellste Stern am Nachthimmel gewesen sein.
 
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