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Autor: Martin Ollrom / 14. April 2004, 20:52 Uhr

Neue Bilder von Titan

Titan, der größte Mond Saturns, wurde von der Erde mit dem Very Large Telescope beobachtet. Ziel waren Formationen auf der Oberfläche Titans.

ESO
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Neue Bilder von bisher ungekannter Qualität wurden vom Very Large Telescope (VLT) der Europäischen Südsternwarte (ESO) und der Simultaneous Differential Imager (SDI) auf NACO. Diese Bilder wurden von einem internationalen Forscherteam ausgearbeitet.



Hier sieht man die Titan Oberfläche in der Nacht. (Bild: ESO)
Mit der SDI Kamera ist man in der Lage extrem, scharfe dreifärbige Bilder zu machen. Gerade dies ist wichtig für Zielobjekte mit einer dicken Atmosphäre, wie Titan. Mit einer neuartigen Technologie bekommt man Bilder, die von allen Reflexionen und sonstigen Störquellen befreit sind. Sie bilden das Reflexionsvermögen der Oberfläche von Titan ausnahmslos ab.

Die Bilder zeigen einige Stellen auf der Oberfläche, die sehr unterschiedliche Reflexionen haben. Die sogenannten "Dunkel-Gebiete" sind für die Wissenschaftler am interessantesten. Eine mögliche Erklärung könnte sein, dass sich auf der Oberfläche große Flächen von Kohlenwasserstoff befinden. Es gibt eindeutig mehr helle Gebiete als "Dunkel-Gebiete". Das bedeutet, dass der Großteil der Oberfläche aus gut reflektierbaren Materialen besteht.

Was immer es ist, dieses neue Observatorium wird sehr wichtig für die Planung des Titan Landers Huygens werden, der Anfang 2005 auf der Titan-Oberfläche landen soll.

Titan ist der größte Mond im Saturn-System und der zweitgrößte im Sonnensystem (nur Jupiters Ganymed ist etwas größer). Titan ist der einzige bekannte Ort mit einer so erheblichen Atmosphäre. Sie besteht größten Teils aus Stickstoff (so wie bei der Erde) zeigt aber auch signifikante Spuren von Methan auf. Aufgrund dessen kann Titan nur mit einen 8-10 Meter Teleskop beobachtet werden, da alle anderen kaum durch die Atmosphäre blicken können oder nur unbrauchbare und unerkennbare Bilder liefern. Titan wurde von allen Seiten abfotographiert, so dass man sagen kann, man hat einen Plan von Titans Oberfläche.

Auf diesem Plan sieht man, wie sich Titans Oberfläche im Sonnenlicht reflektiert. Titan sieht fast genauso aus wie Saturn. Normalerweise kann man Titan nur in 16 Tagen seiner Orbitperiode beobachten - doch in den letzten und auch noch kommenden Wochen kann man ihn länger beobachten.

Weitere Forschungsarbeit erleichtert Cassini/Huygens-Mission
Das Expertenteam wird weiter Bilder von Titan machen, ehe Huygens Ende diesen Jahres auf Titan landen wird. Man will mit Hilfe dieser Bilder interpretieren und verstehen, wohin die Reise von Huygens führen wird. Jedes Bild kann wichtig sein.

Die ersten Bilder von Titan wurden mit dem Hubble Teleskop in den 90-er Jahren gemacht. 2001 folgten dann weitere Bilder vom Keck II und Gemini North Telescope und vom Very Large Telescope der ESO.
 
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