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Autor: Raumfahrer.net Redaktion / 18. Januar 2021, 10:51 Uhr

Verschwörungstheorien Gefahr für die Demokratie?

Prof. Dr. Monika Betzler analysierte im Rahmen der „Corona Lectures" der LMU, was Verschwörungstheorien so gefährlich macht. Verschwörungstheoretiker fühlen sich mit ihren Ängsten in der Öffentlichkeit nicht ausreichend wahrgenommen. Durch Gegenargumente fühlen sich Verbreiter von Verschwörungstheorien eher bestätigt. Eine Pressemitteilung der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU).

Quelle: Ludwig-Maximilians-Universität München
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LMU

Prof. Dr. Monika Betzler
(Bild: LMU)
München, 18. Januar 2021 – Im Rahmen der Online-Veranstaltungsreihe „Corona Lectures" der LMU analysierte Prof. Monika Betzler, auf welchen Denkfehlern Verschwörungstheorien basieren und warum sie so erfolgreich sind. Eine der Haupterkenntnisse der LMU-Philosophin: Menschen, die zu Verschwörungsmythen neigen, fühlen sich oft mit ihren Sorgen und Ängsten in der Gesellschaft nicht ausreichend wahrgenommen. Aus diesem Gefühl heraus entwickeln sie Misstrauen gegen Experten und Politiker. „Gegenargumente und Faktenchecks können diese Menschen nur schwer erreichen", so Betzler: „Denn ein Verschwörungstheoretiker hat selbstabdichtende Überzeugungen: Jeder Beweis gegen die Verschwörung bestätigt sie."

Deshalb ist es möglicherweise erfolgversprechender, den moralischen und gesellschaftlichen Schaden zu betonen, den Verschwörungstheorien anrichten. „Das Problem ist, dass Verschwörungsmythen anderen Menschen schaden", betont Betzler, Professorin für Praktische Philosophie und Ethik an der LMU. „Wir sollten Verschwörungstheorien sehr ernst nehmen, denn sie bedrohen die Demokratie. Sie sind nachweislich Katalysatoren für Polarisierung und Gewalt und unterwandern das Vertrauen in Politik und Wissenschaft."

Die Philosophin plädiert dafür, klar zu benennen, welche Auswirkungen Verschwörungstheorien auf unsere Werte haben und die Eigeninteressen derjenigen zu entlarven, die sie verbreiten. Dabei hält sie auch rechtliche Schritte unter Umständen für gerechtfertigt: „Wir sollten Hassreden, Verleumdungen und diskriminierende Äußerungen verbieten, insbesondere wenn sie mit Verschwörungsdenken einhergehen."

Der Vortrag und die anschließende Diskussion mit Prof. Oliver Jahraus, Vizepräsident der LMU, und dem Publikum ist auch auf dem Youtube-Kanal der LMU abrufbar: https://youtu.be/CegHufLtWrc




Weitere Informationen sowie ein Kurzinterview mit Prof. Monika Betzler finden Sie hier: https://www.uni-muenchen.de/forschung/news/2020/corona_betzler.html

Weitere Termine der „Corona Lectures": www.lmu.de/corona-lectures

Die Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU)
Die LMU ist eine der führenden Universitäten in Europa mit einer fast 500-jährigen Tradition. Sie bietet ein breites Spektrum aller Wissensgebiete – die ideale Basis für hervorragende Forschung und ein anspruchsvolles Lehrangebot. Es reicht von den Geistes- und Kultur- über Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften bis hin zur Medizin und den Naturwissenschaften. 16 Prozent der 50.000 Studierenden kommen aus dem Ausland – aus insgesamt 130 Nationen. Das Know-how und die Kreativität der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bilden die Grundlage für die herausragende Forschungsbilanz der Universität. Der Erfolg der LMU in allen drei Phasen des Exzellenz-Wettbewerbs und die dauerhafte Förderung als „Exzellenzuniversität" dokumentiert eindrucksvoll die Forschungsstärke der Münchener Universität. www.lmu.de

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