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Autor: Thomas Geuking / 03. April 2018, 14:37 Uhr

SpaceX – Weiterer Versorgungsflug zur ISS

Mit mehr als 2.600 Kilogramm Fracht startete SpaceX mit einer Falcon 9 am 02.04.2018 um 22:30 Uhr MESZ (GMT+2h) von der Startrampe 40 in Cape Canaveral einen weiteren Versorgungsflug zur ISS. Am Mittwoch den 04.04.2018 soll die Kapsel planmäßig die ISS erreichen und mit dem Roboterarm der Station eingefangen werden.

Quelle: SpaceX, NASA, University of Surrey
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Innerhalb weniger Tage ist dies der zweite Start einer Falcon 9 Rakete, nach dem erfolgreichen Start von 10 Iridium-Next Satelliten von der Vandenberg Air Force Base in Kalifornien und bereits der 7. Start für SpaceX in 2018. Sowohl die erste Stufe der Rakete, als auch die Dragon Kapsel sind bereits geflogen. Auch der Erstflug der ersten Stufe galt einem Versorgungsflug zur ISS im August 2017. Die Dragon Kapsel belieferte bereits im April 2016 die ISS mit Nachschub. Diesmal hat sie insgesamt etwas mehr als 2.600 kg Fracht an Bord, unter anderem 1.070 kg wissenschaftliche Hardware und Experimente und 344 kg Proviant für die 6-köpfige Besatzung.

NASA

Start der SpaceX Dragon Kapsel zur ISS am 02.04.2018
(Bild: NASA)
Zur Fracht gehören auch zwei kleine Satelliten. Einer davon ist ein europäischer Kleinsatellit mit dem die zukünftige Beseitigung von Weltraumschrott unter realen Bedingungen getestet werden soll. Das Projekt heißt RemoveDEBRIS («Trümmer beseitigen»). Es ist ein Gemeinschaftsprojekt von 8 Projektpartnern unter der Leitung der University of Surrey in England, gefördert durch die EU. Ein Lasersystem aus der Schweiz dient zur Vermessung und Annäherung an das zu beseitigende Objekt. Seine Daten helfen zu entscheiden, ob und wie man das Objekt beseitigen kann. Zur Wahl steht ein etwa 4 qm großes Netz, dass das Objekt einfangen und in die Atmosphäre befördern soll, oder eine Harpune. Damit der Satellit nicht selbst zu Weltraumschrott wird, entfaltet er ein Segel, welches ihn am Ende seiner Mission bremst und so in die Atmosphäre eintreten lässt. Ob die Planungen der Ingenieure funktionieren soll diese Machbarkeitsstudie klären. Selbst wenn alles funktioniert, bleibt es ein aufwendiges Verfahren, bei dem jedes Objekt einzeln beseitigt werden müsste.

Ein Video auf der Seite der University of Surrey erläutert den Missionsverlauf.

Missionsseite der Universität

Die Raumkapsel soll laut SpaceX einen Monat an die Station angekoppelt bleiben und schließlich mit ca. 1,8 t Fracht zur Erde zurückkehren, um im Pazifischen Ozean vor der Küste von Kalifornien niederzugehen. Für die erste Stufe gab es kein „happy end“ mit einer weichen Landung zur erneuten Verwendung. Um zusätzliche Daten für zukünftige Flüge zu sammeln, wurde die Stufe beim Abstieg über das normale Maß belastet, eine anschließende Bergung war nicht geplant.

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