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Autor: Raumfahrer.net Redaktion / 03. November 2020, 15:58 Uhr

ESA: Verschiebungen der Landoberfläche

Daten der Mission Sentinel-1: Deutschlandkarte zeigt Verschiebungen der Landoberfläche. Eine Information der Europäischen Raumfahrtagentur (European Space Agency, ESA).

Quelle: ESA
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contains modified Copernicus Sentinel data (2014–18), processed by BGR

Bild vergrößernVerschiebungen der Landoberfläche in Deutschland
(Bild: contains modified Copernicus Sentinel data (2014–18), processed by BGR)
Zum ersten Mal sind im Rahmen des Projektes „BodenBewegungsdienst Deutschland (BBD)“ winzige Verschiebungen der Landoberfläche für ganz Deutschland abgebildet worden – und zwar mithilfe der Copernicus-Radarmission Sentinel-1.

Die Deformation der Erdoberfläche, ebenso wie ihr Absinken, geschieht häufig aufgrund von Veränderungen, die unterirdisch vonstatten gehen, zum Beispiel wegen Grundwasserentnahme, Bergbau, der natürlichen Verdichtung von Sedimenten sowie rasanter Urbanisierung.

Solche Bodenbewegungen können sehr gefährlich werden, sowohl in städtischen als auch in ländlichen Gebieten, wo kontinuierliche Verschiebungen im Laufe der Zeit zum Beispiel Gebäude, Straßen, Brücken, Deiche und weitere Infrastruktur beschädigen können. Sie können aber auch die Art und Weise, wie oberirdische Gewässer fließen und sich ansammeln, verändern. All dies hat wirtschaftliche Auswirkungen.

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Bild vergrößernVeränderungen im Gebiet von Bremerhafen
(Bild: contains modified Copernicus Sentinel data (2014–18), processed by BGR)
Stadtentwicklungsprojekte und Maßnahmen zur Gefährdungsabschätzung verlassen sich dabei auf die Überwachung der Bodenbewegungen, die üblicherweise mithilfe von landbasierten Vermessungsmethoden stattfindet.

Aus dem Weltraum gemachte Aufnahmen bieten dagegen kosteneffiziente, systematische und hochpräzise Vermessungen für einen Großteil der Erdoberfläche.

Die Radarbilder der zwei Satelliten umfassenden Copernicus-Mission Sentinel-1 können Bodenbewegungen kartographieren und dabei helfen, Veränderungen dieser Bewegungen auf wenige Millimeter genau nachzuverfolgen.

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Bild vergrößernAbsinken im Ruhrgebiet
(Bild: contains modified Copernicus Sentinel data (2014–18), processed by BGR)
Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) hat die Missionsdaten genutzt, um mit ihrem Ground Motion Service bestimmte Datenprodukte zu generieren. Das Ergebnis ist Deutschlands erste landesweite Bodendeformationskarte.

Diese erste Karte zeigt millimetergenau, wie sich die Landoberfläche in Deutschland jährlich zwischen 2014 und 2018 verschoben hat.

Das Absinken im Ruhrgebiet im Westen des Landes, in der Karte rot markiert, rührt vom Braunkohletagebau, begleitet von einer Grundwassersenkung, her. Blau markierte, angrenzende Gebiete sind wahrscheinlich das Resultat eines Grundwasseranstiegs nach dem Stopp der Bergbauaktivitäten.

Behörden können die entwickelten Datenprodukte nutzen, um die Stadtplanung zu verbessern oder sogar, um problematische Absenkungen zu erkennen, bevor sie mit bloßem Auge zu sehen sind.

Für ausgewählte Regionen können die Daten von Copernicus Sentinel-1 im Rahmen des Dienstes auch mit Daten der deutschen Satellitenmission TerraSAR-X ergänzt werden.

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