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Autor: Axel Nantes / 04. November 2018, 11:58 Uhr

Russland: Sojus-Start mit GloNaSS-M 757

Am 3. November 2018 startete von Plessezk im Norden Russlands eine Rakete von Typ Sojus-2.1b mit einem Navigationssatelliten an Bord. Letzterer wurde nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums auf der vorgesehenen Erdumlaufbahn ausgesetzt und mit der Tarnbezeichnung Kosmos 2.529 versehen.

Quelle: glonass-iac.ru, Roskosmos, Russisches Verteidigungsministerium, ZSKB Progress
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Bild vergrößernSojus-2.1b mit GloNaSS-M 757 wird auf den Start vorbereitet
(Bilder: Russisches Verteidigungsministerium)
Der Start der Sojus-2.1b Typ 14A14-1B, S/N L15000-036, vom ZSKB-Progress mit Lawotschkins Fregat-M-Oberstufe Typ 14S44, S/N 112-08, und der Nutzlastverkleidung Typ 14S737 erfolgte um 23:17 Uhr Moskauer Zeit von der Rampe 4 des Startkomplex 43 in Plessezk. Geplante genaue Startzeit war 23:17 Uhr und 53 Sekunden Moskauer Zeit, das ist 20:17 Uhr und 53 Sekunden Weltzeit (UTC).

Gegen 23:21 Uhr Moskauer Zeit am 3. November 2018 (20:21 Uhr UTC) wurde die Rakete mit ihrer Nutzlast im Fluge vom Bahnverfolgungs- und Satellitenkontrollzentrum der russischen Luft- und Weltraumverteidigungskräfte (Voyska Vozdushno-Kosmicheskoy Oborony, VKO - Russisch: Войска воздушно-космической обороны, ВКО) German Titow alias Golizyno 2 in Krasnoznamensk westlich von Moskau erfasst. Um 23:28 Uhr Moskauer Zeit (20:28 Uhr UTC) trennte sich die Orbitaleinheit der Rakete aus Fregat-M-Oberstufe und der Nutzlast von der zweiten - oder je nach Zählweisen dritten - Stufe der Sojus-2.1b.

Die Fregat-M-Oberstufe hatte anschließend für das Erreichen des Zielorbits zu sorgen. Das gelang offenbar wie vorgesehen. Eine erste Brennphase stellte zunächst den Übergang in eine stabile Parkbahn sicher, die zweite Brennphase bewirkte eine Bahn mit einem erdfernsten Bahnpunkt im Bereich des anvisierten Absetzorbits, und die dritte Brennphase führte schließlich zur Ausbildung einer annähernden Kreisbahn. Nach Daten der US-amerikanischen Weltraumüberwachung wurde die von der Oberstufe ausgesetzte Nutzlast, der Navigationssatellit, auf einem 64,82 Grad gegen den Erdäquator geneigten Orbit mit einem der Erde nächstliegenden Bahnpunkt von rund 19.122 Kilometern und einem erdfernsten Bahnpunkt von rund 19.163 Kilometern über der Erde beobachtet.

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Bild vergrößernSojus-2.1b-Start mit GloNaSS-M 757
(Bilder: Russisches Verteidigungsministerium)
Nach dem Aussetzen des Navigationssatelliten sollte sich die Oberstufe noch in einen ausreichenden Sicherheitsabstand zur Bahn des Satelliten bringen. Gemäß Daten der US-amerikanischen Weltraumüberwachung wurde die Oberstufe zwischenzeitlich auf einem 64,8 Grad gegen den Erdäquator geneigten Orbit mit einem der Erde nächstliegenden Bahnpunkt von rund 19.153 Kilometern und einem erdfernsten Bahnpunkt von rund 19.504 Kilometern über der Erde beobachtet.

Das GloNaSS-Kontrollzentrum gab bekannt, die Inbetriebnahmephase von GloNaSS-M 757 im Slot 15 der Ebene 2 der GloNaSS-Konstellation habe begonnen. GloNaSS-M 757 ist ein Produkt von Reschetnjow Informational Satellite Systems in Schelesnogorsk bei Krasnojarsk in Sibirien. Der Erdtrabant ist einer von sechs zuvor am Boden vorgehaltenen Reservesatelliten. GloNaSS-M 757, Seriennummer 79456557, war Anfang Oktober 2018 in Vorbereitung seines Starts nach Plessezk gebracht worden.

Am Boden sind jetzt noch vier Reservesatelliten vom Typ GloNaSS-M vorrätig. Den Satelliten dieses Typs spricht sein Hersteller eine Auslegungsbetriebsdauer von sieben Jahren zu. Die Geräte mit dem Erzeugniscode 14F113 und einer Startmasse von mindestens 1.415 Kilogramm haben jeweils drei Cäsium-Atomuhren an Bord. Wesentliche Komponenten der Raumfahrzeuge befinden sich innerhalb eines großen zentralen druckbeaufschlagten Gerätebehälters.

GloNaSS-M 757 alias Kosmos 2.529 ist katalogisiert als COSPAR-Objekt 2018-086A. Die Fregat-M-Oberstufe ist katalogisiert als COSPAR-Objekt 2018-086B.

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