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Autor: Thomas Weyrauch / 07. Juli 2010, 12:48 Uhr

Ersatz für Amazonas 1 bestellt

Der Hersteller von Kommunikationssatelliten Space Systems/Loral wurde vom spanischen Betreiber Hispasat beauftragt, den als Ersatz für Amazonas 1 bestimmten Kommunikationssatelliten Amazonas 3 zu bauen.

Quelle: Astrium, Hispasat, SS/L, U.S. District Court Middle District of Florida
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Space Systems/Loral (SS/L)

Amazonas 3 im All - Illustration
(Bild: Space Systems/Loral (SS/L))
Der in Palo Alto im US-amerikanischen Bundesstaat Kalifornien ansässige Satellitenbauer Space Systems/Loral (SS/L) teilte am 6. Juli 2010 mit, dass er basierend auf dem 1300er Satellitenbus für die spanische Hispasat mit Sitz in Madrid einen leistungsfähigen Kommunikationssatelliten bauen wird. 33 Ku-Band-Transponder und 19 C-Band-Transponder der Kommunikationsnutzlast des Satelliten sind für einen gleichzeitigen Betrieb vorgesehen. Am Ende der Auslegungsbetriebszeit sollen die Solarzellenausleger des Trabanten noch eine elektrische Leistung von knapp 14 kW bereitstellen können. Ein Start des Raumfahrzeugs mit einer Masse von rund fünf Tonnen ist derzeit für das Jahr 2012 geplant. Im Weltraum will der Betreiber den neuen Satelliten bei 61 Grad West im geostationären Orbit einsetzen, um Europa und die beiden amerikanischen Kontinente mit Fernseh- und Radioprogrammen sowie Telefonie- und Datendiensten zu versorgen.

Der zur Zeit bei 61 Grad West im geostationären Orbit arbeitende auf dem Eurostar 3000S von Astrium basierende Amazonas 1 wird wegen eines Treibstofflecks seine ursprüngliche Auslegungsbetriebsdauer von 15 Jahren nicht erreichen. Während der am 16. August 2004 begonnenen Tests dieses mit 36 Ku- und 27 C-Band-Transpondern ausgestatteten Satelliten nach dem Start am 5. August 2004 stellte sich heraus, dass der Druck in einem der beiden Oxidatortanks des Antriebssystems in nicht vorgesehener Weise abnimmt. Vermutlich ist ein fehlerhaftes Pyroventil für den Druckverlust verantwortlich. In einer Anzahl gleicher Pyroventile wurden beim Zulieferer Conax aus St. Petersburg in Kalifornien Risse gefunden. Nach der Feststellung des Druckverlusts wurde von Astrium zunächst eine Betriebsdauerreduzierung von nicht mehr als fünf Jahren angenommen. Spätere Schätzungen gingen von einer möglichen Gesamtnutzungsdauer von nicht über fünf Jahren für Amazonas 1 aus.

 
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