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Autor: Axel Nantes / 07. August 2018, 15:48 Uhr

Chandrayaan 2: Lander braucht Re-Design

Anfang August 2018 wurde bekannt, dass sich die indische Mondmission Chandrayaan 2 weiter verzögern wird. Grund dafür sind erforderliche Entwurfsänderungen am Lander.

Quelle: ISRO, NDTV, PTI, The Week, Times of Islamabad, Varta Mitra
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ISRO

Bild vergrößernRover und Lander von Chandrayaan 2 - Illustration
(Bild: ISRO)
Die Triebwerke des von der Indischen Weltraumforschungsorganisation (Indian Space Research Organisation, ISRO) zur Verwendung vorgesehenen Mondlanders verursachen bei Schubänderungen Vibrationen, die nachteilig sind, berichtete The Week aus Indien. Der Lander verfügt im derzeitigen Stadium über vier 800 Newton starke Triebwerke und zusätzlich acht 50 Newton starke Motoren zur Lageregelung. Alle Triebwerke sind Zweistofftriebwerke und verbrennen laut ISRO Monomethylhydrazin (MMH) mit Stickstofftetroxid (NTO).

Ob die derzeitige Verschiebung von Oktober 2018 auf Januar 2019 ausreicht, um die zusätzlichen Arbeiten erfolgreich durchzuführen, bleibt abzuwarten. Ein weiterer Aufschub käme für den Autor nicht überraschend. Varta Mitra sprach am 5. August 2018 bereits von einer Verschiebung auf Februar 2019.

Geplant ist, dass der Lander von Chandrayaan 2 in der Nähe des Südpols des Mondes weich aufsetzen soll. An Bord des Landers soll ein kleiner sechsrädriger Rover zum Mond gelangen. Über eine Rampe soll der Rover den Lander verlassen, und sich anschließend im Bereich der Landestelle autark auf der Oberfläche des Erdtrabanten bewegen. Man hofft, dass die Mission rund 14 Erdtage, entsprechend einem Mondtag, auf der Mondoberfläche aktiv sein kann.

Wegen der gegenüber den ursprünglichen Planungen größer gewordenen Masse des Rovers (rund 20 Kilogramm) ist mittlerweile ein Start auf einer Rakete vom Typ GSLV MK-III statt vom Typ GSLV MK-II vorgesehen, schrieb die Times of Islamabad. Als Gesamtstartmasse der Mission gab die ISRO 2011 noch 2.650 Kilogramm an. 2017 wurden bereits 3.320 Kilogramm Startmasse genannt. Varta Mitra sprach am 5. August 2018 von rund 3.290 Kilogramm.

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