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Autor: Thomas Weyrauch / 10. Mai 2010, 09:50 Uhr

Russisches Frühwarnsatellitensystem in der Krise

Das russische Frühwarnsatellitensystem hat nur noch drei funktionierende Raumfahrzeuge zur Verfügung, mit denen weder eine Überwachung rund um die Uhr noch eine Abdeckung des gesamten Erdballs möglich ist.

Quelle: russianforces.org
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Eine andauernde unzureichende finanzielle Ausstattung hat dazu geführt, dass das russische Frühwarnsatellitensystem seinen Vollausbau mit acht Satelliten in hochelliptischen Orbits sowie sieben Satelliten an Positionen im geostationären Orbit bisher nicht erreichen konnte. Statt dessen gibt es aktuell nur noch drei einsatzfähige Satelliten.

Im Januar 2009 waren es noch fünf Satelliten, mit denen gegebenenfalls gegnerische Raketenstarts erfasst werden hätten können. Zwei Satelliten verloren nach August 2009 die Fähigkeit, ihre Positionen auf ihren Umlaufbahnen um die Erde zu halten. Der am 21. Juli 2006 auf einen hochelliptischen Orbit gebrachte Kosmos 2422 alias NORAD 29.260 bzw. 2006-030A ist nicht mehr einsatzfähig, da seine Fluglage nicht mehr regelbar ist. Der am 24. August 2001 gestartete Kosmos 2379 alias NORAD 26.892 bzw. 2001-037A hat seine Position an 12 Grad Ost im geostationären Orbit verlassen und driftet auf einer Bahn mit mittlwereile über 5 Grad Neigung gegen den Äquator ostwärts.

Im April 2010 befanden sich lt. russianforces.org folgende russische Frühwarnsatelliten in Betrieb:

Kosmos 2430
  • NORAD Nr. 32268
  • Start am 23. Oktober 2007
  • hochelliptischer Orbit
  • Typ 73D6
  • li>84. US-K, Oko
Kosmos 2446
  • NORAD Nr. 33447
  • Start am 2. Dezember 2008
  • hochelliptischer Orbit
  • Typ 73D6
  • 85. US-K, Oko
Kosmos 2440
  • NORAD Nr. 33108
  • Start am 27. Juni 2008
  • geostationär 80 Grad Ost
  • Typ 71kh6
  • 11. US-KMO, Oko-1-System
Die beiden auf hochelliptischen Umlaufbahnen fliegenden Satelliten können die Vereinigten Staaten von Amerika für rund 12 Stunden pro Tag beobachten. Kosmos 2440 steht wie vor einem Jahr an einer Position bei rund 80 Grad Ost im geostationären Orbit und kann vor dort aus den größten Teil Europas, den mittleren Osten, Nordkorea, China und Russland überwachen.

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