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Autor: Raumfahrer.net Redaktion / 20. April 2019, 05:58 Uhr

Ringvorlesung im Museum für Kommunikation

Ringvorlesung in Nürnberg unter dem Titel „Mondlandungen. Imaginations- und Rezeptionswelten“ ab 30. April 2019. Informationen von der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU).

Quelle: FAU
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NASA

Bild vergrößernApollo-11-Landefähre auf der Mondoberfläche
(Bild: NASA)
In der Nacht vom 20. auf den 21. Juli 2019 jährt sich das „größte Ereignis aller Zeiten“ (L. Engell) zum fünfzigsten Mal, nämlich die erste bemannte Mondlandung. Aus diesem Anlass veranstaltet das Institut der Theater- und Medienwissenschaft gemeinsam mit dem Interdisziplinären Medienwissenschaftlichen Zentrum (IMZ) der FAU und dem Museum für Kommunikation Nürnberg eine Ringvorlesung, in der Vergangenheit und Zukunft, Fakten und Fiktionen, Vorbereitung und Rezeption von Mondmissionen aus diversen medienkulturwissenschaftlichen Perspektiven in den Blick genommen werden.

Ringvorlesung: Mondlandungen. Imaginations- und Rezeptionswelten.
Unter dem Titel „Mondlandungen. Imaginations- und Rezeptionswelten“ werden ab 30. April jeweils mittwochs 19.00 Uhr (Ausnahme: erster Termin am Dienstag, 30. April) im Museum für Kommunikation Nürnberg (Lessingstraße 6, 90443 Nürnberg) verschiedene Facetten des Themas aufgegriffen.

Im Titel „Mondlandungen. Imaginations- und Rezeptionswelten“ findet sich nicht ohne Grund drei Mal der Plural: Sollen doch die Vorträge der Reihe erstens die Berichterstattung über Mondmissionen an sehr unterschiedlichen Orten der Welt in den Blick nehmen. So wird nicht nur ein Einblick gegeben in die Rezeption in den USA oder in Deutschland, sondern auch in öffentliche Stimmungslage in der ehemaligen Sowjetunion, Japan, China und Zentralafrika.

Zweitens wird in der Vorlesungsreihe die Ideengeschichte einer Reise zum Mond zeitlich zum einen weit in die Vergangenheit zurückverfolgt werden. Zum anderen soll ebenso der Frage nachgegangen werden, welche Zukunftsprojekte für eine Rückkehr zum Mond gegenwärtig diskutiert werden.

Drittens werden nicht nur tatsächlich geplante und/oder tatsächlich realisierte Mondmissionen in den Blick genommen. Mindestens ebenso wichtig sind die Imaginationen solcher Missionen in Romanen, Spielfilmen oder Computerspielwelten. Zentrales Ziel der Vorlesungsreihe ist somit, Vergangenheit und Zukunft lunarer Missionen nachzugehen, in ihren transnationalen, politischen, medialen sowie fiktiven Facetten.

Damit reicht die Vorlesung weit hinaus über die eine Mission, deren Höhenpunkt vor fünfzig Jahren die erste bemannte Mondlandung realisierte und anlässlich derer Ausstellung und Vorlesungsreihe stattfinden.

Ausstellung Raumschiff Wohnzimmer. Die Mondlandung als Medienereignis
Die Ringvorlesung begleitet die Ausstellung Raumschiff Wohnzimmer. Die Mondlandung als Medienereignis im Museum für Kommunikation in Nürnberg. Sie geht ab Donnerstag, 25. April, der Faszination für die Mondlandung in Ost und West nach und fragt nach den Wechselwirkungen zwischen Raumfahrt, Fernsehen und globaler kommunikativer Vernetzung.

Die erste bemannte Mondlandung ist eines der größten Medienereignisse der Geschichte. Zahlreiche Ausschnitte aus Spielfilmen, Bildungssendungen und der Marathonübertragung des WDR liefern bewegte Bilder, Hörstationen warten mit Originaltönen aus den fünfziger und sechziger Jahren und Zeitzeugenberichten auf. Im Wintersemester 2018/19 fand an der FAU das Praxisseminar „50 Jahre Mondlandung“ statt. Im Zuge dessen entstanden Zeitzeugeninterviews, die an einer Station in der Ausstellung zu hören sind. Weitere Informationen und alle Termine des Beiprogramms sind online zu finden: www.mfk-nuernberg.de.

Die Ausstellung ist vor jedem Vortrag ab 18 Uhr exklusiv geöffnet. Reguläre Öffnungszeiten sind dienstags bis freitags, 9-17 Uhr, samstags und sonntags, 10-18 Uhr.

Alle Termine und Themen der Ringvorlesung im Überblick:
  • Dienstag, 30. April, 19.00 Uhr
    2000 Jahre Mondlandung
    Dr. Sven Grampp, Lehrstuhl für Medienwissenschaft der FAU
  • Mittwoch, 8. Mai, 19.00 Uhr
    Große – Kleine – Erste Schritte: Fritz Langs „Frau im Mond“, die Weimarer Republik und die Anfänge der Raumfahrt
    Michael Zuber, Hermann-Oberth-Raumfahrt-Museum, Feucht
  • Mittwoch, 15. Mai, 19.00 Uhr
    Von Gagarin zu Apollo – (verflochtene) Rezeptionen und Repräsentationen in der Sowjetunion und in Japan
    Prof. Dr. Julia Obertreis, Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte mit dem Schwerpunkt der Geschichte Osteuropas der FAU, Prof. Dr. Fabian Schäfer, Lehrstuhl für Japanologie mit dem Schwerpunkt Japan der Moderne und Gegenwart der FAU
  • Mittwoch, 22. Mai, 19.00 Uhr
    Weltraumarchitektur. Gedacht – gebaut – gedeutet
    PD Dr. Eva Wattolik, Lehrstuhl für Kunstgeschichte der FAU
  • Mittwoch, 5. Juni, 19.00 Uhr
    Mare Desiderii. Sowjetische Mondfiktionen und Kolonisierungsfantasien
    Dr. Matthias Schwartz, Leibniz-Zentrum für Literatur- und Kulturforschung, Berlin
  • Mittwoch, 19. Juni, 19.00 Uhr
    James Bond, die NASA und der Mond – Verschwörungstheorien zur Mondlandung
    Carolin Lano, Lehrstuhl für Medienwissenschaft der FAU
  • Mittwoch, 3. Juli, 19.00 Uhr
    Afrika und die Mondlandung: Pressestimmen und Erinnerungen
    PD Dr. Katrin Bromber, Leibniz-Zentrum Moderner Orient, Berlin
  • Mittwoch, 10. Juli, 19.00 Uhr
    Von Peenemünde bis Peking – die VR China auf dem Langen Marsch in den Weltraum
    Prof. Dr. Marc Matten, Lehrstuhl für Sinologie der FAU
  • Mittwoch, 17. Juli, 19.00 Uhr
    Planen, fliegen, siedeln – Mondlandungen im Computerspiel
    Dr. Peter Podrez, Lehrstuhl für Medienwissenschaft der FAU

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