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Autor: Andreas Tramposch / 20. Juni 2004, 13:19 Uhr

Crewrettung bei Shuttle-Beschädigungen

Die NASA plant die Crew eines Space Shuttle im Falle einer Beschädigung wie bei der Columbia Katastrophe mittels Ersatz-Shuttle und Ersatz-Crew zu retten.

Spacetoday
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Wenn die NASA voraussichtlich im Frühling des nächsten Jahres die Space Shuttle Flüge wieder aufnehmen wird, ist es unmöglich ein Loch zu reparieren, dass so groß ist wie bei der Columbia, sagten Pressesprecher der Raumfahrtagentur am Freitag. Stattdessen planen die Shuttlemanager die Astronauten mit einem Ersatz-Shuttle zu retten, sagte Michael Kostelnik, Stellvertretender Administrator für Raumstationen und Space Shuttle von der NASA. Ein Ersatz-Shuttle mit Crew wird für die vorerst nächsten zwei geplanten Shuttleflüge vorbereitet und soll innerhalb von 30 bis 90 Tagen die Astronauten eines beschädigten Shuttle von der Raumstation abholen- vorausgesetzt das beschädigte Shuttle erreicht die Raumstation. Diese Strategie muss erst von einem unabhängigen Sonderkommando, geführt von den ehemaligen Astronauten Tom Stafford und Richard Covey, genehmigt werden. Kostelnik erzählte am Freitag, dass Programmanager die Rettungsstrategie aber nur als vorübergehende Alternative ansehen.



Beschädigung des linken Flügels beim Columbia-Start (Quelle: NASA)
Der erste Start der vorerst zwei geplanten Shuttle Missionen nach der Columbia Katastrophe ist zwischen 6. März und 18. April nächsten Jahres geplant. Die zweite Mission soll dann innerhalb der nächsten Wochen folgen. Die gesamte Space Shuttle Flotte ist seit der Columbia Katstrophe am 1. Februar 2003 auf Grund gesetzt worden. Damals wurde die Tragödie durch einen Schlag von einem Stück der Schaumstoff-Isolierung des externen Treibstofftanks auf den linken Shuttle Flügel während der Startphase ausgelöst. Die Folge war, dass dieser Einschlag einen Ausbruch in der Größe auf geschätzte 15 bis 20 Zentimeter im Hitzeschild verursachte. Beim Wiedereintritt verglühte des Shuttle infolge des beschädigten Hitzeschilds und die gesamte Crew musste ihr Leben lassen.

Das Stafford-Covey Sonderkommando drängte in einem Bericht vom 19. Mai die NASA ihre Fortschritt der Unteruchungen bekannt zu geben und mit Alternativvorschlägen zur Reparatur zu starten. Ingeneure haben indessen einen neuen Kitt entwickelt, der Brüche und Kachelöffnungen des spröden Karbonhitzeschilds der verwundbaren Flügelenden bis zu einer Größe von ungefähr zehn Zentimeter füllen kann. Es gibt noch eine dritte Strategie, die als sogenannte "wrap over an entire panel" (Austausch ganzer Flügeleinheiten) eher weniger realisierbar ist. Denn ein Shuttle besitzt 44 einzigartige Kacheln. Um für alle ein Austauschstück parat zu haben, müssten diese in der Raumstation zwischengelagert und von Astronauten mittels Weltraumspaziergang montiert werden. Das würde zu einem einen Großteil des Frachtraumes der Raumstation in beschlag nehmen und zum anderen können aufgrund schmaler Unregelmäßigkeiten in den Lücken zwischen den Kacheln ungewollte Störungen im extrem heißen Luftstrom während der Wiedereintrittsphase des Shuttle auftreten.

Die NASA plant auch die Außenseite des Shuttles mittels Kameras und anderen Sensoren die an einem 15 Meter langen Arm befestigt sind zu untersuchen. Am Tag nach dem Start wird dann dieser Arm vom Roboterarm des Shuttles über die Außenseite des Shuttles geführt, um diese nach Beschädigungen zu untersuchen.
 
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