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Autor: Karl Urban / 22. Januar 2004, 11:32 Uhr

Spirit ohne Kontakt zur Erde

Nach einem Sturm über einer wichtigen Kommunikations-Antenne war auch der Kontaktversuch mit einer Marssonde der NASA zu ihrem Rover Spirit erfolglos.

NASA
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Der Marsrover Spirit in einer Computergrafik.
(Grafik: NASA)
Gestern überzog ein schwerer Sturm die Deep Space-Antenne nahe Canberra in Australien. Das amerikanische Deep Space Network umfasst derzeit weltweit drei große Radioantennen, die für die Kommunikation und den Datenaustausch mit interplanetaren Missionen der NASA verantwortlich sind. Bei dem Sturm am Mittwoch war das Senden und Empfangen von Signalen nicht möglich, so dass Spirit völlig ohne Signale von der Erde blieb.
 
Die Bodenmannschaften der NASA in Pasadena, Kalifornien haben den Rover allerdings auf eine solche Situation vorbereitet. Allerdings konnten innerhalb dieses Marstages keine wissenschaftlichen oder Bild-Daten mit der Marsoberfläche ausgetauscht werden. Unabhängig davon sei aber auch ein Kontakt mit dem Mars-Orbiter Mars Global Surveyor nicht erfolgreich verlaufen. Dies deutet darauf hin, dass die Kommunikationsschwierigkeiten nicht nur auf den Sturm über Australien zurückzuführen sind.

Laut einer NASA-Pressemitteilung von gestern war das Senden und Empfangen schließlich wieder möglich. Jedoch habe man als Antwort von Spirit nicht mehr als die einfache Bestätigung erhalten, dass die Daten empfangen werden.

Laut der NASA seien aber solche Schwierigkeiten völlig normal. Auch während der Mission des 1997-er Rovers Pathfinder sei der Kontakt mehrfach abgebrochen.

Das Team in Pasadena durchdenke nun mehrere Szenarien, die nach dem Aufladen im aktuellen Marstag durchzuführen sind.

Update um 18.45 Uhr:
Auf einer Pressekonferenz um 18.00 Uhr (MEZ) in Pasadena, Kalifornien sprach nun NASA-Projektmanager Pete Theisinger von einer "sehr ernsten Störung" an Bord des Rovers ("a very serious anomaly on the vehicle"). Denn eigentlich ist die Software von Spirit so programmiert, dass sie in allen möglichen Kommunikationsfenstern zur Erde einen Kontaktversuch unternehmen soll. Dies trifft sowohl auf alle direkten Kontaktversuche mit dem Deep Space-Network als auch auf Überflüge der Orbiter Mars Global Surveyor und Mars Odyssey zu. Doch auch diese brachten keine neuen Ergebnisse. Die Bodenmannschaft kann sich derzeit nur auf ein einfaches Piepen des Rovers stützen, das signalisiert, dass der Rover noch zuhört.

Laut Theisinger existieren etliche mögliche Erklärungen für die Probleme. Es ließe sich an dieser Stelle kaum auf eine bestimmte Ursache rückschließen. So seien auch alle Spekulationen über ein verfrühtes Ende der Mission von Spirit oder mögliche Beschädigungen an Bord verfrüht.

Immerhin hatte die NASA aber heute trotzdem etwas Erfreuliches zu vermelden: Der Zwillingsrover Opportunity ist weiter auf Kurs in Richtung Mars und wird am 24. Januar den Landeanflug antreten.
 
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