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Autor: Thomas Weyrauch / 26. September 2011, 14:04 Uhr

Merkur-Mission BepiColombo bucht Ariane 5

Mitte September 2011 wurde bekannt, dass die Europäische Raumfahrtagentur (ESA) und der Raketenbetreiber Arianespace den Start der europäisch-japanischen Merkur-Mission BepiColombo auf einer Ariane 5 ECA vereinbart haben.

Quelle: Arianespace, ESA, JAXA
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ESA/C. Carreau

Bild vergrößernBepiColombo im All - Illustration
(Bild: ESA/C. Carreau)
Nach den derzeitigen Planungen ist vorgesehen, BepiColombo im Juli 2014 von Kourou in Französisch-Guayana aus in den Weltraum zu transportieren. Das der erweiterten Erforschung des Planeten, der die Sonne im geringsten Abstand aller Planeten in unserem Sonnensystem umkreist, dienende Raumfahrzeug mit einer Startmasse von voraussichtlich rund 4.400 Kilogramm entsteht in enger Zusammenarbeit der ESA und der japanischen Agentur für Luft- und Raumfahrtforschung (JAXA).

Hat das Raumfahrzeug nach erfolgreichem Start, dem Verlassen der Erde mit einer Geschwindigkeit von rund 3,36 Kilometern pro Sekunde und einem rund sechs Jahre dauernden Überflug erst einmal eine Umlaufbahn um Merkur erreicht, soll es sich in zwei jeweils mindestens ein Jahr unabhängig voneinander operationsfähige Bestandteile trennen. ESA und JAXA haben den Bau jeweils eines dieser Teilsatelliten beauftragt und wollen sich entsprechend auch um den Betrieb ihres Merkurtrabanten kümmern, wenn der Planet erreicht wurde. Beide Teilsatelliten, der Mercury Planetary Orbiter (MPO) der ESA und der Mercury Magnetospheric Orbiter (MMO) der JAXA, sind mit einer Anzahl unterschiedlicher wissenschaftlicher Instrumente ausgestattet.

Der MPO soll seine Instrumente in einer Umlaufbahn zwischen 400 und 1.508 Kilometern über der Merkuroberfläche zum Einsatz bringen, für den MMO sind regelmäßige Messungen auch in größerem Abstand zur Oberfläche vorgesehen. Der am weitesten vom Merkur entfernte Bahnpunkt liegt für den MMO laut Plan bei 11.824 Kilometer über Merkurs Oberfläche.

Das erste Raumfahrzeug, das in die nähere Umgebung des Planeten Merkur gekommen ist, war die US-amerikanische Raumsonde Mariner 10 mit einer Startmasse von rund 503 Kilogramm. Sie absolvierte im Zeitraum 1974/75 drei Vorbeiflüge an dem innersten Planeten auf einer Bahn, die der italienische Wissenschaftler Guiseppe (kurz Bepi) Colombo vorgeschlagen hatte. Es darf erwartet werden, dass die neue nach dem Wissenschaftler bekannte Kundschaftermission deutlich mehr Informationen und Bilder nach Hause senden wird, als es Mariner 10 (u.a. rund 5.000 Bilder) Mitte der Siebziger des letzten Jahrhunderts tun konnte.

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