Zum Jahrestag des 1. bemannten deutschen Raumflugs
Zum Jahrestag des 1. bemannten deutschen Raumflugs
Raumfahrt-Meldungen
Astronomie-Meldungen
Raumfahrer.net bei

Raumfahrer.net bei Twitter

Nachrichten und Updates vom Portal
Kurzmeldungen
News-Übersicht
News-Archiv
Alle Meldungen
RSS-Newsfeed
InSpace Magazin

Vierzehntäglich aktuelle Berichte und Meldungen via E-Mail

Autor: Günther Glatzel / 28. September 2010, 22:37 Uhr

Michibiki im Zielorbit

Der japanische Satellit zur Verbesserung der Empfangbarkeit von Navigationssignalen ist auf seiner quasistationären Erdumlaufbahn angekommen.

Quelle: JAXA
Druckansicht hören RSS Newsfeed
JAXA

Michibiki bezieht Position über der Erde - Illustration
(Bild: JAXA)
Simulation mittels Orbitron

Die Bahn sieht von der Erde aus betrachtet wie eine Acht aus. Dabei sind die Signale des Satelliten etwa 8 Stunden pro Tag gut in Japan empfangbar.
(Bild: Simulation mittels Orbitron)
Durch diese besondere Bahn steht er einerseits täglich etwa 8 Stunden hoch über Japan und ist damit auch in Gebirgsgegenden und Straßenschluchten in Japans Großstädten über längere Zeit empfangbar. Andererseits nimmt er keine Position im Geostationären Orbit ein und kreuzt auch nicht diese Bahn.

Bisher ist der Empfang von GPS-Signalen durch geografische und bauliche Eigenheiten in Japan teilweise enorm eingeschränkt. Die Verfügbarkeit verwertbarer Positionsdaten liegt im Mittel bei etwa 90%. Ein im Zenit befindlicher zusätzlicher Satellit kann hier bereits helfen. Allerdings ist es für eine Dreipunktpeilung günstiger, wenn der Satellit in Nord-Süd-Richtung pendelt und nicht im geostationären Orbit feststeht. Für Japan ist der Geostationäre Orbit genauso wenig im Zenit wie in Mitteleuropa.

Zwei weitere Satelliten, gut verteilt auf der vom Boden aus gesehenen "Achterbahn" sollen zusammen mit Michibiki die Empfangbarkeit auf etwa 99% verbessern. Dabei pendeln die Satelliten bei einer Umlaufzeit, die der Rotationsdauer der Erde entspricht an einem Tag jeweils zwischen 41° nördlicher und südlicher Breite über Japan, Neuseeland und Australien. Etwa ein Drittel des Tages befinden sie sich dabei praktisch genau über Japan. Da die Bahnhöhe zwischen 32.600 und 39.000 Kilometern schwankt, werden Satelliten auf der Geostationären Bahn weder gestört noch gefährdet.

Michibiki gelangte am 11. September an der Spitze einer H-2A-Trägerrakete in eine elliptische Erdumlaufbahn, die an den folgenden Tagen an die gewünschten Parameter angepasst wurde. Die mittlere geografische Länge der Bahn liegt bei 135 Grad Ost.

China hat zuerst quasistationäre Satelliten für Navigationssignale gestartet. Mittlerweile befinden sich Beidou G1, G2 und G3 im Einsatz. Damit kann man bereits vor Fertigstellung des kompletten Satellitensystems in China verwertbare, eigene Navigationssignale nutzen. Für eine Abdeckung des gesamten Globus sind aber Bahnen in mittlerer Höhe und mit Inklinationen um 55 Grad erforderlich, die von mehreren in gleichen Abständen fliegenden Satelliten besetzt sind. Diesen Zustand will China mit Beidou/Compass bis 2015 erreichen, Russland mit GloNaSS bereits Ende dieses Jahres.

Verwandte Meldungen:
Raumcon:
Dieser Beitrag ist mir etwas wert: Flattr? | Spenden
 
Navigation
Anzeige
Anzeige

The Snake

Info
Fine Art Print

bestellen

Nach oben Anzeige - Skywatcher Teleskop N 130/900 © Raumfahrer Net e.V. 2001-2018