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Autor: Raumfahrer.net Redaktion / 29. September 2020, 08:05 Uhr

RFA: Abkommen mit Andøya Space für Erststart

Rocket Factory Augsburg unterzeichnet Abkommen mit Andøya Space für Erststart. Eine Pressemitteilung der OHB SE Bremen.

Quelle: OHB SE
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RFA via OHB

Bild vergrößernKünstlerische Darstellung eines Starts von RFA One von der Insel Andøya.
(Bild: RFA via OHB)
28. September 2020 Augsburg, Deutschland. Die Rocket Factory Augsburg AG (RFA), eine Beteiligung des Raumfahrtunternehmens OHB SE, wird mit dem norwegischen Unternehmen Andøya Space einen Startstandort für einen Microlauncher einrichten. Dazu haben die beiden Partner jetzt eine Absichtserklärung unterzeichnet. An dem Standort sollen ab 2022 Startdienstleistungen für Kleinsatelliten zur Verfügung gestellt werden.

„Diese Partnerschaft ist von zentraler Bedeutung, denn sie ermöglicht es der RFA und Andøya Space, den ersten Satelliten von Kontinentaleuropa aus mit einer europäischen Trägerrakete in die Umlaufbahn zu bringen“, betont Dr. Stefan Brieschenk, Chief Operation Officer der RFA.

Jörn Spurmann, Chief Commercial Officer der RFA, fügt hinzu: „Wir sind überzeugt, mit Andøya Space den besten Partner gefunden zu haben, um unseren Kunden ab 2022 unseren End-to-End-Startservice anbieten zu können.“

Andøya Space errichtet den neuen Startkomplex auf der Insel Andøya, 35 Kilometer südlich des bestehenden Startplatzes für suborbitale Flüge. Dieser neue Standort wird den Betreibern von Trägerraketen der Nutzlastklasse von 1,5 Tonnen unabhängige Integrationseinrichtungen und Zugang zu zwei Startrampen mit der erforderlichen Unterstützungsinfrastruktur bieten.

Die RFA wird vom Raumfahrtunternehmen OHB SE und der Münchner Risikokapitalgesellschaft Apollo Capital Partners als strategischer Investor unterstützt. Das Unternehmen entwickelt derzeit ein Trägersystem namens RFA ONE mit einer Nutzlastkapazität von 1,5 Tonnen. Mit diesem sollen Kleinsatelliten von Europa aus in eine niedrige Erdumlaufbahn gebracht werden. Der erste Start ist für 2022 geplant. Die RFA hat kürzlich das Tanksystem der Oberstufe des Trägersystems bei Tieftemperaturversuchen qualifiziert und bereitet derzeit in Esrange, Schweden, Heißbrandversuche des Haupttriebwerks vor.

„Wir sind überzeugt, dass die Rocket Factory Augsburg eines der fortschrittlichsten Small-Satellite-Launch-Vehicle-Unternehmen in Europa ist. Sie als Partner an Andøya Space zu binden, ist für uns von großer Bedeutung. Die RFA verfügt über die technischen Fähigkeiten, die innovative Kultur und das enthusiastische Team, die wir in einem Partner brauchen, um unser Vorhaben voranzubringen. Wir freuen uns darauf, sie bei ihren Missionen in polare und sonnensynchrone Umlaufbahnen zu unterstützen“, erklärt Odd Roger Enoksen, CEO und Präsident von Andøya Space.

Über die RFA
Seit ihrer Gründung im August 2018 hat die RFA ein Team von 75 (Stand: September 2020) New-Space-Veteranen aus zwanzig verschiedenen Nationen zusammengestellt und entwickelt ein Trägersystem der Nutzlastklasse von 1,5 Tonnen. Ein eigener Turbopumpen-Prototyp wurde von Grund auf neu entwickelt und hat Mitte 2019 erste erfolgreiche Tests durchlaufen. Die Qualifizierung des Oberstufentanks unter kryogenen Bedingungen wurde Anfang 2020 erfolgreich durchgeführt. Gleichzeitig wird in Schweden ein Triebwerkstestgelände eingerichtet, auf dem ab September 2020 Heißbrandtests eines Verbrennungsmotors mit abgestufter Verbrennung durchgeführt werden sollen. Bis Herbst 2020 wird zudem das Avioniksystem der Trägerrakete bereit für erste Tests sein. Da alle Systementwicklungen parallel durchgeführt werden, freut sich die RFA, den Status des bevorstehenden integrierten Stufentests im nächsten Jahr präsentieren zu können.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.rfa.space

Über ASC
Andøya Space verfügt über 58 Jahre Erfahrung im suborbitalen Raketenbetrieb für die Erforschung der oberen Atmosphäre. Das Unternehmen führt zudem Raketentests durch, bietet Ausbildung und Flugzertifizierung für UAV-Operationen an und verfügt über Kapazitäten für wissenschaftliche Ballonoperationen und bodengestützte Ionosphärenbeobachtungseinrichtungen. Andøya Space befindet sich im Besitz der norwegischen Regierung (90 %) und Kongsberg Defence and Aerospace. Das Unternehmen erhielt im Juni die volle Unterstützung des norwegischen Parlaments sowie seiner Eigentümer für den Bau des Weltraumbahnhofs.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.andoyaspace.no

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