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	<title>2003 UB313 &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>2003 UB313 &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<item>
		<title>Planetenkandidat Xena deutlich größer als Pluto</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/planetenkandidat-xena-deutlich-groesser-als-pluto/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Feb 2006 17:20:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Sonnensystem]]></category>
		<category><![CDATA[2003 UB313]]></category>
		<category><![CDATA[MPI]]></category>
		<category><![CDATA[Pluto]]></category>
		<category><![CDATA[Xena]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>2003 UB313, der vermeintlich „zehnte Planet“ unseres Sonnensystems, ist nach Aussage eines deutschen Teams vom Max-Planck-Institut deutlich größer als der Planet Pluto. Dadurch wurde eine mittlerweile revidierte Vorab-Einschätzung einer Hubble-Aufnahme falsifiziert, die ergab, dass das Objekt nur wenig größer als Pluto sei. Ein Beitrag von Julian Schlund. Quelle: centauri-dreams. Die Entdeckung des Objekts 2003 UB313 [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading"><i>2003 UB313</i>, der vermeintlich „zehnte Planet“ unseres Sonnensystems, ist nach Aussage eines deutschen Teams vom <i>Max-Planck-Institut</i> deutlich größer als der Planet Pluto. Dadurch wurde eine mittlerweile revidierte Vorab-Einschätzung einer Hubble-Aufnahme falsifiziert, die ergab, dass das Objekt nur wenig größer als Pluto sei.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Julian Schlund. Quelle: centauri-dreams.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Entdeckung des Objekts <i>2003 UB313</i> im Oktober gehörte zu den <a href="https://www.raumfahrer.net/astronomie-jahresrueckblick-2005/" data-wpel-link="internal">Höhepunkten des vergangenen Astronomie-Jahres</a> und entfachte nicht zuletzt aufgrund der Tatsache, dass der eisige Kleinplanet, auch unter dem Namen Xena bekannt, dem <i>Edgeworth-Kuiper-Belt</i> entstammt, eine heftige Debatte über dessen etwaigen Planetenstatus sowie der Definition eines Planeten an sich. Die bald darauf folgende Meldung, dass er einen <a href="https://www.raumfahrer.net/mond-um-aeussersten-planeten-entdeckt/" data-wpel-link="internal">Mond besitzt</a>, sorgte nur zur einer weiteren Erhitzung des Streits und schließlich zu der Entscheidung, zur Klärung die <i>IAU (International Association of Universities)</i> einzuschalten.                    
Es sind zwar einige Vorschläge gemacht worden, aber eine endgültige Entscheidung wurde nicht getroffen und somit bleiben vorerst unsere neun Planeten. Die neuentdeckten Objekte tragen den Titel Transneptune.   
</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Neu 2006: Streitfrage über die genaue Größe Xenas</strong>
<br>
Die Größe von <i>2003 UB313</i> ist ebenfalls elementarer Bestandteil der immer noch andauerenden Debatte. Die Gruppe um Michael Brown vom <i>California Institute of Technology</i> hatte den Kleinplaneten damals anhand seiner Helligkeit im sichtbaren Licht (<i>Laser Guide Star Adaptive Optics System</i>) auf etwa 2700 Kilometer Durchmesser geschätzt und damit größer als den neunten Planeten unseres Sonnensystems, Pluto, mit 2300 Kilometern.                    

<br>
Aktuell befindet sich die Gruppe um Michael Brown im Streit mit Altenhoff und seinen Kollegen vom <i>Max-Planck-Institut</i>. Beide berechneten die Größe Xenas kürzlich neu. Der springende Punkt: sie kamen zu völlig unterschiedlichen Ergebnissen.                    

<br>
<strong>Hubble-Aufnahme:</strong>
<br>
Auf der Website des Magazins <i>Science</i> ist zu lesen, dass die Astronomen vom CIT das Reflektionsvermögen anhand einer neuen Aufnahme des Weltraumteleskops Hubble auf 92 Prozent schätzten. Der Kleinplanet wäre demnach kaum größer als Pluto. Allerdings ging man dabei an die Grenzen der optischen Auflösung von Hubble.   
</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Das Team um Frank Altenhoff nutzte die genauere, so genannte <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Bolometer" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Bolometer</a>-Messung:</strong>
<br>
&#8222;Die Geschwindigkeit, mit der sich ein Kleinplanet am Himmel bewegt, verrät uns seine Entfernung&#8220;, erklärt Dr. Frank Bertoldi, &#8222;und damit können wir die durch Sonnenstrahlung erzeugte Oberflächentemperatur des Objekts berechnen. Die von uns gemessene Stärke der Wärmestrahlung, die von der Oberflächentemperatur und der Größe des Kleinplaneten abhängt, zeigt uns dann, wie groß der Kleinplanet tatsächlich ist. Hingegen erlaubt uns die optische Helligkeit, also die Reflektion des Sonnenlicht, keinen genauen Aufschluss über die Größe des Objekts, weil wir das recht niedrige Reflektionsvermögen der Oberfläche vorab nicht kennen.&#8220;                   
</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/02022006182059_small_1.jpg" alt="Max-Planck-Institute for Radioastronomy" width="260"/><figcaption>
Größenvergleich
<br>
(Bild: Max-Planck-Institute for Radioastronomy)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Anhand des Werts der abgestrahlten Wärmeleistung sowie einer geschätzten Oberflächentemperatur von etwa 24 Kelvin (-249 °C) kam das Team auf einen 300 Kilometer größeren Durchmesser, also ganze 3000 Kilometer. Dies entspräche wiederum einer Reflektion von 60 Prozent.                     
</p>



<p class="wp-block-paragraph">Fest steht, dass das deutsche Team genauere Messmethoden angewandt hat. Welche Messung sich letztendlich als die genauere herausstellen wird, bleibt natürlich dennoch abzuwarten. Genauso verhält es sich bei der Frage, inwieweit die Debatte um „Xena – Planet JA oder Planet NEIN“ dadurch wieder aufgewärmt wird.   
 </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>UPADATE!</strong>
<br>
Michael Brown ist mittlerweile zurückgerudert und sagt, seine Werte wären eine Vorab-Einschätzung gewesen, die sich als extrem ungenau herausgestellt habe. Die Messungen des Max-Planck-Teams sind also höchstwahrscheinlich die richtigen.  Nicht wenige Astronomen meinen nun, dass <i>2003 UB313</i> entweder auch der Planetenstatus anerkannt werden oder aber Pluto der Titel aberkannt werden sollte. Allein aus historischen Gründen ist letzteres Szenario allerdings mehr als fragwürdig&#8230;            
</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir halten Sie auf dem Laufenden!   
</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Mond um äußersten &#8222;Planeten&#8220; entdeckt</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/mond-um-aeussersten-planeten-entdeckt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 Oct 2005 12:36:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Beobachtung]]></category>
		<category><![CDATA[Sonnensystem]]></category>
		<category><![CDATA[Teleskope]]></category>
		<category><![CDATA[2003 UB313]]></category>
		<category><![CDATA[Hubble]]></category>
		<category><![CDATA[Keck-Observartorium]]></category>
		<category><![CDATA[Kuiper-Gürtel]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraumteleskop]]></category>
		<category><![CDATA[Xena]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Astronomen des Keck-Observatoriums auf Hawaii haben einen Mond entdeckt, der den äußersten bisher entdeckten Himmelskörper unseres Sonnensystems umkreist. Ein Beitrag von Michael Stein. Quelle: W. M. Keck Observatory. Seit der Entdeckung der ersten größeren Himmelskörper im so genannten &#8222;Kuiper-Gürtel&#8220; &#8211; einem Ring aus Millionen von unterschiedlich großen Gesteins- und Eisbrocken, der sich jenseits der Neptun-Umlaufbahn [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Astronomen des Keck-Observatoriums auf Hawaii haben einen Mond entdeckt, der den äußersten bisher entdeckten Himmelskörper unseres Sonnensystems umkreist.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Michael Stein. Quelle: W. M. Keck Observatory.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/04102005143648_small_1.jpg" alt="" width="285" height="280"/><figcaption> <i>Keck</i> -Aufnahme von &#8222;Xena&#8220; und ihrem Mond &#8222;Gabrielle&#8220; (rechts). <br> (Foto: W. M .Keck Observatory) </figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Seit der Entdeckung der ersten größeren Himmelskörper im so genannten &#8222;Kuiper-Gürtel&#8220; &#8211; einem Ring aus Millionen von unterschiedlich großen Gesteins- und Eisbrocken, der sich jenseits der Neptun-Umlaufbahn in unserem Sonnensystem erstreckt &#8211; ist für Astronomen die Frage nach dem Wesen eines Planeten nur noch schwer zu beantworten. Ist <a href="https://www.raumfahrer.net/pluto/" data-wpel-link="internal">Pluto</a> ein Planet oder nicht vielmehr einfach nur das größte bisher entdeckte Mitglied des Kuiper-Gürtels, ein so genanntes &#8222;KBO&#8220; (&#8222;Kuiper-Belt-Object&#8220;)? Falls Pluto seinen Status als neunter Planet unseres Sonnensystems behalten sollte: Was ist mit den in den letzten Jahren entdeckten großen KBOs jenseits von Pluto? Diese auch als &#8222;Transneptunische Objekte&#8220; bezeichneten Himmelskörper haben teilweise Durchmesser von rund 3.000&nbsp;Kilometer (2003&nbsp;UB313) und sind damit größer als Pluto (rund 2.300&nbsp;Kilometer Durchmesser) &#8211; es wird zunehmend schwieriger, eine Definition für Planeten zu formulieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Noch schwieriger wird die Abgrenzung zu den Planeten, wenn KBOs über eigene Monde verfügen. Einem Team am <a href="https://keckobservatory.org/" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">Keck-Observatorium</a> auf Hawaii ist genau eine solche Entdeckung im September gelungen, als sie einen Begleiter von 2003 UB313 &#8211; Spitzname &#8222;Xena&#8220; &#8211; entdeckten. In Anlehnung an den für 2003 UB313 vergebenen Spitznamen wurde der Mond &#8222;Gabrielle&#8220; genannt (so heißt die Begleiterin von Xena in der gleichnamigen amerikanischen TV-Serie). Die Entdeckung gelang am 10. September mit einem der beiden 10 Meter-Teleskope des Observatoriums, wobei eine adaptive Optik in Verbindung mit einem Lasersystem zum Ausgleich atmosphärischer Störungen zum Einsatz kam. Damit sind schon zwei KBOs mit ungefährer Pluto-Größe bekannt, die über natürliche Trabanten verfügen (das andere KBO mit eigenem Mond ist 2003 EL61).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Xena beziehungsweise 2003&nbsp;UB313 kreist auf einer stark elliptischen Umlaufbahn um die Sonne. Im sonnennächsten Punkt ist das KBO &#8222;nur&#8220; etwa 37&nbsp;AE (Astronomische Einheiten = Distanz Erde-Sonne = rund 150&nbsp;Millionen Kilometer) von unserem Zentralgestirn entfernt und bewegt sich damit innerhalb der Pluto-Bahn, während der erdfernste Punkt den Himmelskörper fast 100&nbsp;AE von ihr entfernt. Der nun entdeckte Mond ist verglichen mit Xena sehr klein &#8211; seine Helligkeit ist rund sechzigmal schwächer als die von 2003&nbsp;UB313 &#8211; und umkreist den &#8222;Planeten&#8220; etwa alle vierzehn Tage (dieser Wert ist allerdings nur eine vorläufige Schätzung). Weitere Beobachtungen mit einem der Keck-Teleskope sowie dem <a href="https://www.raumfahrer.net/category/hubble/" data-wpel-link="internal"><i>Hubble</i>-Weltraumteleskop</a> sollen die Umlaufbahn von &#8222;Gabrielle&#8220; weiter konkretisieren, was eine Bestimmung des Masse von Xena möglich machen würde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ob und wann 2003 UB313 den Status des zehnten Planeten unseres Sonnensystems zuerkannt bekommt ist derzeit noch unklar. Momentan ist eine Arbeitsgruppe der <a href="https://www.iau.org/" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">International Astronomical Union (IAU)</a> dabei, Mindeststandards für die Anerkennung eines Himmelskörpers als &#8222;Planet&#8220; zu erarbeiten, und bis dahin werden alle großen KBOs von der IAU neutral als &#8222;Transneptunische Objekte&#8220; bezeichnet. Da 2003 UB313 höchstwahrscheinlich größer als Pluto ist, stehen die Chancen allerdings gut, dass dieser Himmelskörper in den Rang eines Planeten erhoben wird. Wenn dies geschehen sollte, wird man auch neu über einen Namen für diesen Randbewohner unseres Sonnensystems nachdenken &#8211; &#8222;Xena&#8220; wird 2003 UB313 mit Sicherheit nicht heißen. Angesichts der wachsenden Leistungsfähigkeit erd- und satellitengebundener Teleskope werden in Zukunft wohl noch einige weitere Planeten-Kandidaten in unserem Sonnensystem entdeckt werden.</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/mond-um-aeussersten-planeten-entdeckt/" data-wpel-link="internal">Mond um äußersten &#8222;Planeten&#8220; entdeckt</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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