<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>2012 DA14 &#8211; Raumfahrer.net</title>
	<atom:link href="https://www.raumfahrer.net/tag/2012-da14/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.raumfahrer.net</link>
	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
	<lastBuildDate>Thu, 01 Sep 2022 18:48:57 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=7.0</generator>

<image>
	<url>https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/cropped-R-Logo-neu-o-512-32x32.png</url>
	<title>2012 DA14 &#8211; Raumfahrer.net</title>
	<link>https://www.raumfahrer.net</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Asteroid Day 2022: Warum das Ganze?</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/asteroid-day-2022-warum-das-ganze/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Kirsten Müller]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Sep 2022 10:30:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Beobachtung]]></category>
		<category><![CDATA[Erde]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Sonnensystem]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[2012 DA14]]></category>
		<category><![CDATA[Asteroid 2012 DA14]]></category>
		<category><![CDATA[Asteroid Day]]></category>
		<category><![CDATA[Asteroid Day 2022]]></category>
		<category><![CDATA[Luxemburg]]></category>
		<category><![CDATA[Meteoride]]></category>
		<category><![CDATA[Tscheljabinsk]]></category>
		<category><![CDATA[Tunguska]]></category>
		<category><![CDATA[UNO]]></category>
		<category><![CDATA[UNOOSA]]></category>
		<category><![CDATA[Vereinte Nationen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.raumfahrer.net/?p=114382</guid>

					<description><![CDATA[<p>Was haben der 30. Juni 1908 und der 15. Februar 2013 gemeinsam? Über Entstehung und Organisation des Asteroid Day. Ein Beitrag von Kirsten Müller und Ingo Muntenaar. Sowohl am 30. Juni 1908 als auch am 15. Februar 2013 haben Ereignisse stattgefunden, die das Leben auf der Erde hätten weitgehend vernichten können, so wie es bereits [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/asteroid-day-2022-warum-das-ganze/" data-wpel-link="internal">Asteroid Day 2022: Warum das Ganze?</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Was haben der 30. Juni 1908 und der 15. Februar 2013 gemeinsam? Über Entstehung und Organisation des Asteroid Day.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Kirsten Müller und Ingo Muntenaar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sowohl am 30. Juni 1908 als auch am 15. Februar 2013 haben Ereignisse stattgefunden, die das Leben auf der Erde hätten weitgehend vernichten können, so wie es bereits mehrere Male durch Einschläge von kosmischen Brocken auf die Erdoberfläche geschehen ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">An beiden Tagen sind Meteoroide in die Erdatmosphäre eingedrungen und haben schwere lokale Verwüstungen hervorgerufen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 30. Juni 1908 kam es über Tunguska, Sibirien, zu einer gewaltigen Detonation. Ein Kometenkern mit einem errechneten Durchmesser von 40 m ist damals in einer Höhe von 10 km explodiert und die resultierende Druckwelle hat Hunderte Quadratkilometer Waldbestand wie Streichhölzer umgeknickt. Diese Explosion hatte eine Sprengkraft, die geschätzten zwölf Megatonnen TNT gleichkommt. Während hier vermutlich keine Menschen zu Schaden kamen, verlief der <a href="https://www.raumfahrer.net/orbit-des-ural-meteoriten-berechnet/" data-wpel-link="internal">Eintritt eines Meteors in der Nähe der russischen Stadt Tscheljabinsk</a> am 15. Februar 2013 gegen 4:20 Uhr MEZ nicht so glimpflich. In einer Höhe von ungefähr 20 km explodierte ein Meteoroid mit einem Durchmesser von ca. 17 m und einem Gewicht von 7000 Tonnen. Die durch die Explosion ausgelöste Druckwelle erreichte die russische Stadt ca. 1,5 Minuten später und brachte Glasfronten und Fenster zum Zerbersten. Durch umherfliegende Glassplitter wurden Tausende Menschen verletzt. Die bei der Explosion freigesetzte Kraft entsprach einem TNT-Äquivalent von ca. 500 Kilotonnen. Das entspricht der dreißigfachen Menge der Atombombe, die am 6. August 1945 über Hiroshima abgeworfen wurde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ebenfalls am 15. Februar 2013, allerdings in den Abendstunden, passierte ein Asteroid mit einem Durchmesser von 45m die Erde. Der minimalen Abstand zur Erdoberfläche lag bei ca. 28000 Kilometern. Im Gegensatz zum Einschlag, der in den frühen Morgenstunden des 15. Februar 2013 vollkommen unerwartet passierte, wurde der <a href="https://www.raumfahrer.net/der-asteroid-2012-da14-naehert-sich-der-erde/" data-wpel-link="internal">Asteroid 2012 DA14</a> bereits ein Jahr vorher durch eine Durchmusterung des Himmels durch die ESA entdeckt und die Bahndaten exakt vermessen. Eine Kollision kann für die nächsten Jahrzehnte ausgeschlossen werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Von einem fiktiven Asteroideneinschlag in London und den Reaktionen der Menschen handelt der Film „51 Degrees North“, der im Frühjahr 2014 von dem Regisseur Grigorij Richters und dem Queen-Gitarristen und Astrophysiker Brian May produziert wurde. Im September 2014 wurde der Film beim Starmus-Festival aufgeführt, einer Veranstaltung mit einer Kombination aus Wissenschaft, Kunst und Musik, bei der Astronauten, Kosmonauten, Nobelpreisträger und andere prominente Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Kultur, Kunst und Musik auftreten. Aus dieser künstlerischen Zusammenarbeit gründeten Richters und May den Asteroid Day.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Organisation Asteroid Day wurde im Oktober 2014 von Richters und May, dem Astronauten Rusty Schweickart (Apollo 9) und der Präsidentin der <a href="https://b612foundation.org/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Stiftung B612</a>, Danica Remy, ins Leben gerufen und offiziell am 3. Dezember 2014 gegründet.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Hauptziele der Organisation Asteroid Day sind:</strong></p>



<ol class="wp-block-list"><li>Anwendung von verfügbaren Technologien durch Regierungen und philanthropische Organisationen, um erdnahe Asteroiden zu entdecken, die den Menschen schaden könnten.</li><li>Eine Verhundertfachung der Entdeckungsrate von Asteroiden und eine Mehrung der unter Beobachtung gestellten Asteroiden. Es sollen 100.000 Entdeckungen pro Jahr innerhalb der nächsten 10 Jahre erreicht werden.</li><li>Globale Übernahme des Asteroid Days am 30. Juni jedes Jahres, um das Bewusstsein um die Gefahr durch Asteroiden und die Möglichkeiten des Schutzes zu stärken.</li></ol>



<p class="wp-block-paragraph">In der Unterorganisation UNOOSA (United Nations Office for Outer Space Affairs) der Vereinten Nationen wurde eine Arbeitsgruppe namens Action Team on Near Earth Objects eingerichtet. Diese Arbeitsgruppe befasst sich mit der Datenauswertung von Suchprogrammen, die erdnahe Objekte erfassen. Gleichzeitig gibt diese Arbeitsgruppe weltweite Warnungen vor Asteroideneinschlägen und entwickelt Strategien, um die Erde vor der Gefahr eines Asteroideneinschlags zu schützen. Der Repräsentant und Sprecher der Organisation Asteroid Day in der UNOOSA-Arbeitsgruppe ist der rumänische Kosmonaut Dumitru Dorin Prunariu (Sojus 40).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Generalversammlung der UNO hat im Dezember 2016 den 30. Juni offiziell zum International Asteroid Day deklariert. Dieses Datum ist nicht zufällig gewählt, sondern erinnert an den oben bereits erwähnten Eintritt des Kometenkerns in die tiefen Schichten der Erdatmosphäre, der am 30. Juni 1908 zu den verheerenden Verwüstungen in Tunguska, Sibirien, geführt hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit dem International Asteroid Day erhofft man sich, dass das öffentliche Bewusstsein und Interesse für die Erforschung von Asteroiden gestärkt wird. Durch den Asteroid Day will man eine steigende Unterstützung in der Öffentlichkeit für kooperative, globale Maßnahmen zur Vermeidung von Asteroideneinschlägen auf der Erde erzielen. Gleichzeitig wirbt der Asteroid Day für eine Erhöhung der Unterstützung für ein stark erhöhtes Tempo bei der frühzeitigen NEO-Erkennung und für eine internationale NEO-Demonstrationsmission.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit 2015 wird der Asteroid Day weltweit mit publikumswirksamen Veranstaltungen durchgeführt. Die Hauptveranstaltung ist dabei in Luxemburg. Dabei wird am 30. Juni immer ein Live-Programm mit dem Titel „AD Live“ ausgestrahlt. In dem mehrstündigen Fernsehprogramm kommen internationale Experten zu Wort und diskutieren über Asteroidenmissionen und Abwehrmechanismen vor Asteroideneinschlägen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit 2016 findet im Rahmenprogramm in Luxemburg ebenfalls ein Technical Briefing zum Asteroid Day statt. Dabei werden die neuesten Forschungsergebnisse durch Wissenschaftler vorgestellt. Begleitet wird diese Veranstaltung durch ein Astronautenforum.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=16280.msg536889#msg536889" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Asteroid Day</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/asteroid-day-2022-warum-das-ganze/" data-wpel-link="internal">Asteroid Day 2022: Warum das Ganze?</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Der Asteroid 2012 DA14 nähert sich der Erde</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/der-asteroid-2012-da14-naehert-sich-der-erde/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 Feb 2013 20:24:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Beobachtung]]></category>
		<category><![CDATA[Sonnensystem]]></category>
		<category><![CDATA[2012 DA14]]></category>
		<category><![CDATA[Asteroid]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[NEO]]></category>
		<category><![CDATA[Swing-by-Manöver]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=36342</guid>

					<description><![CDATA[<p>In den Abendstunden des 15. Februar wird der Asteroid 2012 DA14 die Erde in einer Entfernung von lediglich 27.700 Kilometern passieren und uns dabei für kurze Zeit sogar näher sein als die Satelliten, welche die Erde in einem geostationären Orbit umkreisen. Trotz dieser geringen Entfernung besteht jedoch definitiv keine Kollisionsgefahr. Ein Beitrag von Ralph-Mirko Richter. [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/der-asteroid-2012-da14-naehert-sich-der-erde/" data-wpel-link="internal">Der Asteroid 2012 DA14 nähert sich der Erde</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">In den Abendstunden des 15. Februar wird der Asteroid 2012 DA14 die Erde in einer Entfernung von lediglich 27.700 Kilometern passieren und uns dabei für kurze Zeit sogar näher sein als die Satelliten, welche die Erde in einem geostationären Orbit umkreisen. Trotz dieser geringen Entfernung besteht jedoch definitiv keine Kollisionsgefahr.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Ralph-Mirko Richte</a>r. Quelle: ESA, JPL, NASA Science.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/11022013212414_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/11022013212414_small_1.jpg" alt="NASA, JPL-Caltech" width="300" height="225"/></a><figcaption>
Der Asteroid 2012 DA14 wird die Erde am 7. Februar 2013 in einer Entfernung von weniger als 28.000 Kilometern passieren und sich dabei für kurze Zeit sogar innerhalb der Umlaufbahnen der geostationären Satelliten befinden. Aufgrund der dabei auf den Asteroiden einwirkenden Gravitationskräfte wird sich auch dessen Umlaufbahn verändern. 
<br>
(Bild: NASA, JPL-Caltech)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Am Abend des 22. Februar 2012 entdeckten die drei spanischen Amateurastronomen Miguel Hurtado, Jaime Nomen und Jaume Andreu bei ihren Beobachtungen mit dem Teleskop des La Sagra-Observatoriums bei Granada/Spanien einen kleinen, sich rasch bewegenden Himmelskörper. Weiterführende Beobachtungen dieses Objektes und die daraus abgeleiteten Parameter der Umlaufbahn zeigten, dass es sich bei dem neu entdeckten Asteroiden um ein sogenanntes <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Erdnahes_Objekt" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Near-Earth Objekt</a> handelt &#8211; ein Objekt, welches bei seinem Umlauf um die Sonne die Umlaufbahn der Erde kreuzt und unserem Heimatplaneten dabei in regelmäßigen Abständen sehr nahe kommen kann. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Tatsächlich zeigten die Berechnungen der Astronomen, dass 2012 DA14 &#8211; so die offizielle Bezeichnung des Asteroiden &#8211; die Erde am kommenden Freitag, dem 15. Februar 2013 in einer Entfernung von lediglich 27.700 Kilometern passieren wird. Die Gefahr eines Einschlages auf der Erde kann aufgrund dieser Entfernung jedoch mit absoluter Sicherheit ausgeschlossen werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Allerdings wird der Asteroid der Erdoberfläche für kurze Zeit näher sein als die Kommunikationssatelliten, welche die Erde in einem <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Geostation%C3%A4rer_Orbit" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">geostationären Orbit</a> in einer Entfernung von etwa 35.800 Kilometern umkreisen. Aber auch die Kollision mit einem dieser Satelliten kann ausgeschlossen werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Der Asteroid bewegt sich genau im Bereich des geostationären Rings, in dem sich auch zahlreiche Kommunikationssatelliten befinden&#8220;, so Detlef Koschny von der europäischen Weltraumagentur ESA, welcher im Rahmen des &#8222;Space Situational Awareness&#8220;-Programms der ESA (zu deutsch &#8222;Weltraumlageerfassungsprogramm&#8220;) für die Erfassung und Analyse erdnaher Objekte zuständig ist. &#8222;Diese Satelliten sind allerdings keiner Gefahr ausgesetzt, da der Asteroid von unten kommen und den geostationären Ring somit nicht schneiden wird.&#8220; Auch für andere Satelliten oder die Internationale Weltraumstation ISS besteht keine Gefahr, da sich deren Umlaufbahnen um die Erde in deutlich kürzeren Abständen zur Erdoberfläche befinden und keine Überschneidungen mit der Flugbahn von 2012 DA14 aufweisen. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ein kosmischer Streifschuss</strong></p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/11022013212414_big_2.gif" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/11022013212414_small_2.gif" alt="ESA, La Sagra Sky Survey" width="260"/></a><figcaption>
Die Fotosequenz auf welcher der Asteroid 2012 DA14 entdeckt wurde. 
<br>
(Bild: ESA, La Sagra Sky Survey)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Trotzdem stellt dieser nahe Vorbeiflug in kosmischen Maßstäben betrachtet eine Art &#8222;Streifschusses&#8220; dar. </p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Dies ist ein Rekord-Vorbeiflug&#8220;, so Don Yeomans, der Leiter des &#8222;Near Earth Object&#8220;-Programms der NASA. &#8222;Seit dem Beginn einer regelmäßigen Himmelsdurchmusterung in den 1990er Jahren haben wir niemals ein Objekt dieser Größe registriert, welches der Erde auf seiner Flugbahn so nahe gekommen ist.&#8220; Andere Objekte haben sich der Erde in der Vergangenheit zwar bereits dichter angenähert, waren allerdings deutlich kleiner als der etwa 50 Meter durchmessende Asteroid 2012 DA14. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Trotzdem sind die Astronomen bereits seit mehreren Wochen damit beschäftigt, 2012 DA14 ausführlich zu beobachten. Außer seinem ungefähren Durchmesser, seiner Masse von etwa 130.000 Tonnen und seiner Rotationsdauer von etwa sechs Stunden ist über diesen Asteroiden bisher nur sehr wenig bekannt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Sehr wahrscheinlich dürfte es sich bei 2012 DA14 jedoch nicht um einen kompakten Körper sondern vielmehr um einen so genannten <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Rubble_Pile" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Rubble Pile</a> handeln &#8211; einen hauptsächlich aus losen Gesteinsbrocken zusammengesetzten, unregelmäßig geformten und lediglich durch seine Eigengravitation zusammengehaltenen Körper. Durch ausführliche Radarbeobachtungen, welche ab dem 15. Februar unter anderem mit den Radioteleskopen des <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Goldstone_Deep_Space_Communications_Complex" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">Goldstone-Komplexes</a> der NASA vorgesehen sind, wollen die Astronomen genauere Daten über die Abmessungen, die Form, die Oberflächenbeschaffenheit und die Rotationsdauer von 2012 DA14 gewinnen. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Das zukünftige Impaktrisiko</strong> <br>Außerdem soll durch diese Beobachtungen ermittelt werden, in welchem Umfang sich die Umlaufbahn des Asteroiden bei dieser nahen Erdpassage durch die dabei auf ihn einwirkenden Gravitationskräfte verändert. Laut den aktuellen Berechnungen sollte sich zum Beispiel die Umlaufperiode des Asteroiden um die Sonne von derzeit rund 368 Tagen durch den Vorbeiflug an der Erde auf dann nur noch etwa 317 Tage verkürzen. Dies hätte zur Folge, dass sich der Asteroid zukünftig fast nur noch innerhalb der Erdbahn um die Sonne bewegt, ohne die Erdbahn dabei zu schneiden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit den neuen Bahndaten soll dann eine neue Impaktrisikoprognose für zukünftige Vorbeiflüge von 2012 DA14 an der Erde erstellt werden. Aber auch bezüglich der kommenden Vorbeiflüge besteht laut den aktuellen Prognosen keine unmittelbare Gefahr für unseren Heimatplaneten: &#8222;Mithilfe der europäischen Asteroiden-Datenbank NEODyS kann sein Orbit ziemlich akkurat errechnet werden. Diesen Berechnungen zufolge kann eine Kollision mit der Erde, zumindest für dieses Jahrhundert, mit ziemlicher Sicherheit ausgeschlossen werden&#8220;, so Detlef Koschny. Bei seinen nächsten Umläufen um die Sonne wird 2012 DA14 einen deutlich größeren Abstand zur Erde halten als am kommenden Freitag. Die nächste relativ dichte Passage an der Erde wird erst am 16. Februar 2046 erfolgen. Aber auch hierbei wird sich 2012 DA14 der Erde auf dann lediglich rund eine Million Kilometer annähern, was in etwa der 2,6-fachen Distanz zwischen der Erde und dem Mond entspricht. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Astronomen schätzen, dass ein Asteroid wie 2012 DA14 die Erde in etwa alle 40 Jahre in einem vergleichbar geringen Abstand passiert. Lediglich etwa alle 1.200 Jahre kommt es dabei auch zu einer Kollision mit der Erde. Würde ein Asteroid wie 2012 DA14 jedoch mit der Erde kollidieren, so dürfte dies allerdings zumindestens zu regionalen Verwüstungen führen. Zuletzt trat ein solcher Fall wahrscheinlich am <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Tunguska-Ereignis" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">30. Juni 1908</a> ein, als ein vermutlich ebenfalls etwa 50 Meter durchmessender Asteroid über Sibirien in die Erdatmosphäre eintrat und dort in mehreren Kilometern Höhe in mehrere Einzelteile zerbrach. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Beobachtungsmöglichkeiten für Amateurastronomen</strong></p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/11022013212414_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/11022013212414_small_3.jpg" alt="ESA, ProjectPluto.com" width="300" height="216"/></a><figcaption>
Der Bahnverlauf des Asteroiden für den norddeutschen Raum. Je nach dem Standort des Beobachters kann die eingezeichnete Position minimal von der realen Position des Asteroiden abweichen. Für die mitteleuropäische Zeitzone muss zu den hier gezeigten Zeitangaben zudem jeweils eine Stunde zugefügt werden. 
<br>
(Bild: ESA, ProjectPluto.com)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Asteroid 2012 DA14 wird seine dichteste Annäherung an die Erde am 15. Februar 2013 gegen 20:24 MEZ erreichen. Zu diesem Zeitpunkt wird er sich, aus &#8222;südlicher Richtung&#8220; kommend, bei einer südlichen Breite von minus sechs Grad und einer östlichen Länge von 97,5 Grad über dem indischen Ozean befinden. Bereits wenige Minuten später wird er &#8211; einen wolkenfreien Himmel vorausgesetzt &#8211; auch von Mitteleuropa aus am Himmel zu sehen sein, wobei er sich durch die Sternbilder Jungfrau, Haar der Berenike, Jagdhunde, Großer Bär, Drache und Kleiner Bär in Richtung des Himmelsnordpols und des dort gelegenen Polarsterns bewegt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Von Deutschland aus betrachtet wird der Asteroid dabei gegen 20:40 MEZ im Sternbild Jungfrau über dem östlichen Horizont aufsteigen und sich anschließend mit großer Geschwindigkeit in die nördliche Richtung bewegen. Hierbei wird er anfangs innerhalb von jeweils lediglich einer Minute seine Position um jeweils 0,7 Grad nach Norden verschieben und dabei innerhalb von etwa 40 Sekunden die Entfernung des sichtbaren Vollmonddurchmessers zurücklegen. Trotz seiner relativ geringen Entfernung wird der Asteroid dabei allerdings aufgrund seines geringen Durchmessers lediglich eine Helligkeit von maximal etwa 7,5 <a class="a" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Scheinbare_Helligkeit" target="_blank" rel="noopener noreferrer follow" data-wpel-link="external">mag</a> erreichen und somit nicht mit dem bloßem Auge erkennbar sein. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Für eine erfolgreiche Beobachtung ist neben der Kenntnis des genauen Standortes zu einem bestimmten Zeitpunkt vielmehr ein qualitativ hochwertiges Fernglas oder ein Teleskop erforderlich. Bereits 90 Minuten nach dem Überschreiten des Horizonts wird sich der Asteroid im Sternbild Großer Bär befinden. Zu diesem Zeitpunkt wird die Helligkeit jedoch bereits auf eine Wert von rund 10 mag abgesunken sein. Aufgrund der hohen Geschwindigkeit &#8211; relativ zur Erde bewegt sich 2012 DA14 mit einer Geschwindigkeit von rund 7,8 Kilometern pro Sekunde &#8211; dürfte es den irdischen Beobachtern nicht leicht fallen, den Asteroiden bei dieser Erdpassage erfolgreich zu beobachten oder sogar fotografisch abzubilden. Trotzdem wünschen wir allen Hobbyastronomen eine erfolgreiche Beobachtung dieses kosmischen Ereignisses. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit in Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=11564.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Asteroid 2012 DA14</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=669.345" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Erdnahe Asteroiden (NEOs)</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/der-asteroid-2012-da14-naehert-sich-der-erde/" data-wpel-link="internal">Der Asteroid 2012 DA14 nähert sich der Erde</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Asteroid 2012 DA14 kommt 2013 noch näher</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/asteroid-2012-da14-kommt-2013-noch-naeher/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 16 Mar 2012 16:41:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Sonnensystem]]></category>
		<category><![CDATA[2012 DA14]]></category>
		<category><![CDATA[Asteroid]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=34754</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der jüngst entdeckte Asteroid 2012 DA14 wird im Februar 2013 die Erde nur knapp verfehlen. Der Felsen aus dem All mit einem Durchmesser von rund 50 Metern wird der Erde näher kommen, als viele Satelliten es auf ihren regulären Umlaufbahnen tun. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: ESA. Eine Arbeitsgruppe von Amateurastronomen hatte den ungewöhnlichen [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/asteroid-2012-da14-kommt-2013-noch-naeher/" data-wpel-link="internal">Asteroid 2012 DA14 kommt 2013 noch näher</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Der jüngst entdeckte Asteroid 2012 DA14 wird im Februar 2013 die Erde nur knapp verfehlen. Der Felsen aus dem All mit einem Durchmesser von rund 50 Metern wird der Erde näher kommen, als viele Satelliten es auf ihren regulären Umlaufbahnen tun.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: ESA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/16032012174149_big_1.gif" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/16032012174149_small_1.gif" alt="ESA/La Sagra Sky Survey" width="260"/></a><figcaption>
 
<br>
(Bild: ESA/La Sagra Sky Survey)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Arbeitsgruppe von Amateurastronomen hatte den ungewöhnlichen Asteroiden am 22. Februar 2012 entdeckt. Seine geringe Größe und seine Bahn ließen eine Entdeckung erst zu, nachdem der Asteroid bereits an der Erde vorbei geflogen war. Er hatte unseren Planeten in einem Abstand passiert, der dem Siebenfachen des Abstands des Mondes zur Erde entspricht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Beobachtung des Himmelskörpers gelang vom Observatorium La Sagra in der Nähe von Granada im Südosten Spaniens. Der Standort in rund 1.700 Metern über dem Meeresspiegel ist einer der derzeit dunkelsten und am wenigsten von Lichtverschmutzung belasteten auf dem europäischen Festland.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nachdem sich die Beobachtergruppe entschieden hatte, eine Anzahl von automatisch arbeitenden Teleskopen eine Himmelsregion durchsuchen zu lassen, in der man üblicherweise keine Asteroiden findet, war die Entdeckung in gewisser Weise ein glücklicher Zufall. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Aktuelle Berechnungen sprechen für einen nächsten Vorbeiflug an der Erde am 15. Februar 2013. Dabei wird der Asteroid der Erdoberfläche voraussichtlich auf rund 24.000 Kilometer nahe kommen. Viele kommerzielle Satelliten, insbesondere Kommunikationssatelliten im Geostationären Orbit, ziehen in einem größeren Abstand um die Erde. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Vorbeiflug des Asteroiden wird in sicherer Entfernung erfolgen, wobei der Abstand aber gering genug ist für eine Beobachtung durch einen gängigen Feldstecher. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Umlaufbahn von 2012 DA14 um die Sonne ist der der Erde recht ähnlich. Für eine Sonnenumkreisung benötigt der Asteroid 366,24 Tage. Zwei Mal pro Jahr kreuzt er die Erdbahn. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Kollision mit der Erde wird für das kommende Rendezvous im Februar 2013 ausgeschlossen. Den sich andeutenden nahen Vorbeiflug wollen Astronomen für weitere Untersuchungen nutzen und die Gravitationswirkung von Erde und Mond auf die Bahn des Asteroiden berechnen. Nach dem Transfer im Februar 2013 soll die resultierende Flugbahn hinsichtlich eines zukünftigen Kollisionsrisikos bewertet    werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">2012 DA14 ist möglicherweise typisch für geschätzt eine halbe Millionen unentdeckter Objekte mit Durchmessern von bis zu 30 Metern, die der Erde sehr nahe kommen oder sie treffen können. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Rahmen eines Programms der Europäischen Raumfahrtorganisation (ESA) namens Situational Awareness Preparatory Programme kommt das Observatorium La Sagra neben anderen zum Einsatz, um Daten über Himmelskörper zu sammeln, die der Erde gefährlich werden könnten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Aktuell verfolgt die ESA das Ziel, ein Netzwerk automatischer, mit optischen Instrumenten ausgestatteter Beobachtungsstationen aufzubauen, mit dem es möglich ist, Asteroiden wie 2012 DA14 mindestens drei Wochen vor Erreichen ihres geringsten Erdabstands aufzuspüren. </p>



<p class="wp-block-paragraph">In Zusammenarbeit mit europäischen Industrieunternehmen plant die ESA das Netzwerk mit Teleskopen mit einem Durchmesser von jeweils einem Meter, deren addiertes Sichtfeld eine Durchmusterung des gesamten Himmels in einer Nacht möglich machen soll. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=669.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Erdnahe Asteroiden</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/asteroid-2012-da14-kommt-2013-noch-naeher/" data-wpel-link="internal">Asteroid 2012 DA14 kommt 2013 noch näher</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
