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	<title>2024BX1 &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>2024BX1 &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>Uni Münster: Ribbeck’scher Meteorit aus dem Havelland 4,5 Milliarden Jahre alt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Aug 2024 19:44:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Forscher untersuchten 202 Bruchstücke / Streufeld umfasste eine Fläche von 1,5 mal 10 Kilometer. Eine Information der Universität Münster. Quelle: Universität Münster 1. August 2024. 1. August 2024 &#8211; Zu Beginn dieses Jahres, am 21. Januar, war ein riesiger Feuerball vor allem über dem Bundesland Brandenburg sichtbar. Er entstand, weil ein kleiner Himmelskörper in die [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Forscher untersuchten 202 Bruchstücke / Streufeld umfasste eine Fläche von 1,5 mal 10 Kilometer. Eine Information der Universität Münster.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Universität Münster 1. August 2024.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/08/EinFundstueckdesMeteoritenRibbeckDennisHarries.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Ein Fundstück des Meteoriten „Ribbeck“ (Bild: Dennis Harries)" data-rl_caption="" title="Ein Fundstück des Meteoriten „Ribbeck“ (Bild: Dennis Harries)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="160" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/08/EinFundstueckdesMeteoritenRibbeckDennisHarries26.jpg" alt="Ein Fundstück des Meteoriten „Ribbeck“ (Bild: Dennis Harries)" class="wp-image-142973"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Ein Fundstück des Meteoriten „Ribbeck“ (Bild: Dennis Harries)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">1. August 2024 &#8211; Zu Beginn dieses Jahres, am <a href="https://www.raumfahrer.net/asteroid-2024-bx1-erleuchtet-den-brandenburger-nachthimmel/" data-wpel-link="internal">21. Januar</a>, war ein riesiger Feuerball vor allem über dem Bundesland Brandenburg sichtbar. Er entstand, weil ein kleiner Himmelskörper in die Erdatmosphäre eingedrungen war, zerplatzte und in zahlreichen Bruchstücken in der Nähe von Ribbeck im Havelland zu Boden ging. Nachdem sich in den folgenden Tagen Hunderte Menschen auf die Suche nach den Überresten des eingedrungenen Körpers gemacht hatten, konnten Forscher unter der Leitung von Prof. Dr. Addi Bischoff und Dr. Markus Patzek vom Institut für Planetologie der Universität Münster jetzt die Fundstücke untersuchen. Die beiden Wissenschaftler haben mit fast 30 weiteren Kolleginnen und Kollegen aus fünf Ländern ihre Ergebnisse in der Fachzeitschrift „Meteoritics &amp; Planetary Science“ unter dem Titel „Cosmic pears from the Havelland (Germany): Ribbeck, the twelfth recorded aubrite fall in history“ veröffentlicht. Mit den „kosmischen Birnen“ spielen die Autoren auf das bekannte Gedicht „Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland“ von Theodor Fontane und die Birnen an, die die titelgebende Figur verteilt.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/08/TruemmerfeldRibbeckBergeLietzowAndreasMoeller.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Kartenansicht des Trümmerfeldes in Ribbeck, Berge und Lietzow. Die Pfeile markieren die Fundstücke, die die Wissenschaftler untersucht haben. (Bild: Andreas Möller)" data-rl_caption="" title="Kartenansicht des Trümmerfeldes in Ribbeck, Berge und Lietzow. Die Pfeile markieren die Fundstücke, die die Wissenschaftler untersucht haben. (Bild: Andreas Möller)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="138" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/08/TruemmerfeldRibbeckBergeLietzowAndreasMoeller26.jpg" alt="Kartenansicht des Trümmerfeldes in Ribbeck, Berge und Lietzow. Die Pfeile markieren die Fundstücke, die die Wissenschaftler untersucht haben. (Bild: Andreas Möller)" class="wp-image-142975"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Kartenansicht des Trümmerfeldes in Ribbeck, Berge und Lietzow. Die Pfeile markieren die Fundstücke, die die Wissenschaftler untersucht haben. (Bild: Andreas Möller)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">In ihrer Publikation beschreiben die Autoren, dass 202 Bruchstücke des Meteoriten mit einem Gesamtgewicht von 1,8 Kilogramm aufgefunden wurden. Das Streufeld umfasste eine Größe von 1,5 mal 10 Kilometer in der Nähe der Ortschaften Ribbeck, Berge und Lietzow. Dank der ungewöhnlich schnell erfolgreichen Suche konnte das Team nur wenige Tage nach dem Fall mit ihrer Untersuchung beginnen. Ohne es zu diesem Zeitpunkt zu wissen, standen die Sucher zunächst vor einer Herausforderung. „In der Regel hält man bei der Meteoritensuche nach schwarzen Steinen Ausschau. Aufgrund der Mineralogie und Zusammensetzung wiesen die Bruchstücke von Ribbeck aber keine durchgängig dunkle Schmelzkruste auf. Wahrscheinlich wurden deshalb in den ersten Suchtagen zahlreiche Stücke übersehen, bis man diese Eigenart erkannt hatte“, erklärt der Erstautor der Publikation, Addi Bischoff.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei der Analyse ermittelten die Wissenschaftler, dass der Meteorit „Ribbeck“ der eher seltenen Meteoritenklasse der <a href="https://www.raumfahrer.net/dlr-havelland-meteorite-gehoeren-einer-seltenen-klasse-an/" data-wpel-link="internal">Aubrite</a> angehört. Diese Klasse ist nach dem Meteoriten von Aubres benannt, der 1936 in Frankreich vom Himmel fiel und zu der weltweit nur zwölf Fälle gehören. Die Aubrite sind reich an Magnesium und Silizium. Der Meteorit „Ribbeck“ nimmt innerhalb seiner Klasse wiederum eine Sonderstellung ein, da das Gestein über einen außergewöhnlich hohen Anteil an Feldspäten verfügt – einem Mineral, das zur Gruppe der Silikate gehört.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/08/AddiBischoffliMarkusPatzekreUniMSInstitutfuerPlanetologie.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="Addi Bischoff (l.) und Markus Patzek untersuchen mithilfe eines Rasterelektronenmikroskops die Fundstücke. (Bild: Uni MS - Institut für Planetologie)" data-rl_caption="" title="Addi Bischoff (l.) und Markus Patzek untersuchen mithilfe eines Rasterelektronenmikroskops die Fundstücke. (Bild: Uni MS - Institut für Planetologie)" data-wpel-link="internal"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/08/AddiBischoffliMarkusPatzekreUniMSInstitutfuerPlanetologie26.jpg" alt="Addi Bischoff (l.) und Markus Patzek untersuchen mithilfe eines Rasterelektronenmikroskops die Fundstücke. (Bild: Uni MS - Institut für Planetologie)" class="wp-image-142969"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Addi Bischoff (l.) und Markus Patzek untersuchen mithilfe eines Rasterelektronenmikroskops die Fundstücke. (Bild: Uni MS &#8211; Institut für Planetologie)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Forscher gehen davon aus, dass der Mutterkörper des Ribbeck’schen Meteoriten etwa 4,5 Milliarden Jahre alt ist und aus dem Asteroidengürtel stammt. Dieser befindet sich zwischen den Umlaufbahnen der Planeten Mars und Jupiter. „Die intensive Brekziierung des Gesteins lässt auf eine bewegte Vergangenheit mit verheerenden Einschlagsergebnissen auf dem Mutterkörper schließen“, führt Markus Patzek aus. Bei Brekzien handelt es sich um Trümmergesteine, die durch Einschläge auf dem Mutterkörper entstanden sind und deren Trümmer, also Fragmente, durch einen erneuten Einschlag wieder verfestigt werden. Kleine Schmelzbereiche innerhalb der feinkörnigen Trümmer deuten beim Meteoriten „Ribbeck“ auf mindestens einen späteren Einschlagsprozess hin, der nach den Hauptfragmentierungsereignissen und der Brekzienbildung stattfand.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/08/BrekziierungMeteoritRibbeckMarkusPatzek.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="Auf diesem Bild ist die sogenannte Brekziierung des Meteoriten „Ribbeck“ mit seinen verfestigten Trümmerstücken gut zu erkennen. (Bild: Markus Patzek)" data-rl_caption="" title="Auf diesem Bild ist die sogenannte Brekziierung des Meteoriten „Ribbeck“ mit seinen verfestigten Trümmerstücken gut zu erkennen. (Bild: Markus Patzek)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/08/BrekziierungMeteoritRibbeckMarkusPatzek26.jpg" alt="Auf diesem Bild ist die sogenannte Brekziierung des Meteoriten „Ribbeck“ mit seinen verfestigten Trümmerstücken gut zu erkennen. (Bild: Markus Patzek)" class="wp-image-142971"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Auf diesem Bild ist die sogenannte Brekziierung des Meteoriten „Ribbeck“ mit seinen verfestigten Trümmerstücken gut zu erkennen. (Bild: Markus Patzek)
</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Meteoritenstücke fielen beim Auffinden durch einen intensiven Geruch nach Schwefelwasserstoff auf – ähnlich dem Geruch von faulen Eiern. Obwohl die Einzelstücke nur wenige Tage der feuchten Umgebung – Schnee mit anschließendem Tauwetter – ausgesetzt waren, fanden unmittelbar nach dem Fall chemische Reaktionen zwischen den Mineralphasen und der Feuchtigkeit statt, die den Geruch verursachten und die ursprüngliche Mineralogie des Gesteins veränderten. Bestimmte Mineralphasen im Meteoriten können unter irdischen Bedingungen nicht gebildet werden und sind instabil, das heißt, sie reagieren mit der irdischen Luftfeuchtigkeit und dem Wasser und zerfallen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Originalveröffentlichung</strong><br>Bischoff, Patzek et al., 2024: Cosmic pears from the Havelland (Germany): Ribbeck, the twelfth recorded aubrite fall in history. Meteoritics &amp; Planetary Science; DOI: 10.1111/maps.14245.<br><a href="https://archimer.ifremer.fr/doc/00902/101389/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://archimer.ifremer.fr/doc/00902/101389/</a><br>pdf: <a href="https://archimer.ifremer.fr/doc/00902/101389/112181.pdf" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://archimer.ifremer.fr/doc/00902/101389/112181.pdf</a></p>


<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=747.msg557990#msg557990" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Meteoriten &#038; Co &#8211; Boten aus dem Weltall</a></li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>DLR: Havelland-Meteorite gehören einer seltenen Klasse an</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/dlr-havelland-meteorite-gehoeren-einer-seltenen-klasse-an/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 05 Feb 2024 18:50:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Aubrite – Glücksfall für die Forschung. Eine Pressemitteilung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Quelle: DLR 5. Februar 2024. 5. Februar 2024 &#8211; Erste Untersuchungen der Meteorite aus dem Streufeld des Asteroiden 2024 BX1, der am 21. Januar 2024 nordwestlich von Berlin nahe Ribbeck die Atmosphäre durchschlug und um 1.32 Uhr weithin als [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Aubrite – Glücksfall für die Forschung. Eine Pressemitteilung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: DLR 5. Februar 2024.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Aubrit-Meteorit-im-DLR-Labor.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Das DLR-Institut für Planetenforschung in Berlin-Adlershof untersucht derzeit drei der über 20, nur maximal walnussgroßen Meteorite, die nach dem Fall auf landwirtschaftlich genutzte Flächen im Nordwesten von Berlin im Havelland gefunden wurden. Die Meteorite konnten als Aubrite klassifiziert werden, eine seltene Klasse von Meteoriten. Sie enthalten kaum Eisen und gehören zur Gruppe der Achondriten, Steinmeteoriten ohne die häufig anzutreffende Matrix aus Chondren (millimetergroßen Kügelchen). Dieser Meteorit hat eine Masse von 33 Gramm. (Bild: DLR (CC BY-NC-ND 3.0))" data-rl_caption="" title="Das DLR-Institut für Planetenforschung in Berlin-Adlershof untersucht derzeit drei der über 20, nur maximal walnussgroßen Meteorite, die nach dem Fall auf landwirtschaftlich genutzte Flächen im Nordwesten von Berlin im Havelland gefunden wurden. Die Meteorite konnten als Aubrite klassifiziert werden, eine seltene Klasse von Meteoriten. Sie enthalten kaum Eisen und gehören zur Gruppe der Achondriten, Steinmeteoriten ohne die häufig anzutreffende Matrix aus Chondren (millimetergroßen Kügelchen). Dieser Meteorit hat eine Masse von 33 Gramm. (Bild: DLR (CC BY-NC-ND 3.0))" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Aubrit-Meteorit-im-DLR-Labor-26.jpg" alt="Das DLR-Institut für Planetenforschung in Berlin-Adlershof untersucht derzeit drei der über 20, nur maximal walnussgroßen Meteorite, die nach dem Fall auf landwirtschaftlich genutzte Flächen im Nordwesten von Berlin im Havelland gefunden wurden. Die Meteorite konnten als Aubrite klassifiziert werden, eine seltene Klasse von Meteoriten. Sie enthalten kaum Eisen und gehören zur Gruppe der Achondriten, Steinmeteoriten ohne die häufig anzutreffende Matrix aus Chondren (millimetergroßen Kügelchen). Dieser Meteorit hat eine Masse von 33 Gramm. (Bild: DLR (CC BY-NC-ND 3.0))" class="wp-image-136511"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Das DLR-Institut für Planetenforschung in Berlin-Adlershof untersucht derzeit drei der über 20, nur maximal walnussgroßen Meteorite, die nach dem Fall auf landwirtschaftlich genutzte Flächen im Nordwesten von Berlin im Havelland gefunden wurden. Die Meteorite konnten als Aubrite klassifiziert werden, eine seltene Klasse von Meteoriten. Sie enthalten kaum Eisen und gehören zur Gruppe der Achondriten, Steinmeteoriten ohne die häufig anzutreffende Matrix aus Chondren (millimetergroßen Kügelchen). Dieser Meteorit hat eine Masse von 33 Gramm. (Bild: DLR (CC BY-NC-ND 3.0))</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">5. Februar 2024 &#8211; Erste Untersuchungen der Meteorite aus dem Streufeld des Asteroiden 2024 BX1, der am <a href="https://www.raumfahrer.net/asteroid-2024-bx1-erleuchtet-den-brandenburger-nachthimmel/" data-wpel-link="internal">21. Januar 2024</a> nordwestlich von Berlin nahe Ribbeck die Atmosphäre durchschlug und um 1.32 Uhr weithin als heller Meteor zu sehen war, sind am Museum für Naturkunde Berlin (MfN) und dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) erfolgreich vorgenommen worden. Die walnussgroßen Meteorite haben die seltene chemische Zusammensetzung vom Typ Aubrit. Die Ergebnisse der Klassifikation wurden am 2. Februar 2024 bei der internationalen Nomenklaturkommission der Meteoritical Society zur Prüfung und Bestätigung eingereicht. „Die Funde sind ein Glücksfall für die Meteoriten- und Planetenforschung“, freut sich Dr. Jörn Helbert vom DLR-Institut für Planetenforschung in Berlin, „diese seltenen Aubrite helfen uns sogar bei der Erforschung des Planeten Merkur, die wir ab Dezember 2025 mit der europäischen Mission BepiColombo beginnen werden.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der Nacht vom 20. auf den 21. Januar, Samstag auf Sonntag, ereignete sich am Himmel über Berlin ein wissenschaftlich ganz außergewöhnlicher Zufall. Das Minor Planet Center, ein Asteroiden-Überwachungssystem der amerikanischen Weltraumorganisation NASA, meldete gegen Mitternacht, dass um 1.32 Uhr MEZ ein etwa ein Meter großer Asteroid über Berlin in die bis in eine Höhe von 100 Kilometer reichende Erdatmosphäre eindringen und zum größten Teil verglühen würde. Die Nacht war klar, so dass sowohl automatisierte, auf die Erfassung von Meteore ausgelegte Kamerasysteme die Feuerkugel registrierten, aber auch Amateurinnen und Amateure mit dem Mobiltelefon die Leuchtspur des kosmischen Körpers festgehalten haben. Die sekundenlange Leuchtspur des Boliden wurde sogar noch in Leipzig und Prag aufgezeichnet.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Aubrit-Meteorit-unter-dem-Mikroskop-2k.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Die „Havelland-Meteorite“ werden in verschiedenen Forschungseinrichtungen intensiv untersucht, u.a. am Berliner DLR-Institut für Planetenforschung (Bild), am Museum für Naturkunde Berlin, das eine der größten Meteoritensammlungen der Welt unterhält, an der Freien und Technischen Universität Berlin, an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und dem „Felsenkeller-Labor“ im Helmholz-Zentrum Dresden-Rossendorf. (Bild: DLR (CC BY-NC-ND 3.0))" data-rl_caption="" title="Die „Havelland-Meteorite“ werden in verschiedenen Forschungseinrichtungen intensiv untersucht, u.a. am Berliner DLR-Institut für Planetenforschung (Bild), am Museum für Naturkunde Berlin, das eine der größten Meteoritensammlungen der Welt unterhält, an der Freien und Technischen Universität Berlin, an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und dem „Felsenkeller-Labor“ im Helmholz-Zentrum Dresden-Rossendorf. (Bild: DLR (CC BY-NC-ND 3.0))" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="259" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Aubrit-Meteorit-unter-dem-Mikroskop-26.jpg" alt="Die „Havelland-Meteorite“ werden in verschiedenen Forschungseinrichtungen intensiv untersucht, u.a. am Berliner DLR-Institut für Planetenforschung (Bild), am Museum für Naturkunde Berlin, das eine der größten Meteoritensammlungen der Welt unterhält, an der Freien und Technischen Universität Berlin, an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und dem „Felsenkeller-Labor“ im Helmholz-Zentrum Dresden-Rossendorf. (Bild: DLR (CC BY-NC-ND 3.0))" class="wp-image-136514"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Die „Havelland-Meteorite“ werden in verschiedenen Forschungseinrichtungen intensiv untersucht, u.a. am Berliner DLR-Institut für Planetenforschung (Bild), am Museum für Naturkunde Berlin, das eine der größten Meteoritensammlungen der Welt unterhält, an der Freien und Technischen Universität Berlin, an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und dem „Felsenkeller-Labor“ im Helmholz-Zentrum Dresden-Rossendorf. (Bild: DLR (CC BY-NC-ND 3.0))</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Aus den Laboren auf die Äcker Brandenburgs</strong><br>Experten konnten aus den unterschiedlichen geometrischen Orientierungen der Leuchtspur berechnen, wo möglicherweise Bruchstücke, die beim Durchschießen der Atmosphäre nicht verglüht sind, als Meteorite auf die Erde gefallen sind: Sie konnten das Gebiet auf wenige Quadratkilometer von Äckern westlich von Berlin bei Nennhausen im Landkreis Havelland eingrenzen. Die Medien berichteten am Sonntagmorgen von dem Ereignis, und auch in den einschlägigen Social-Media-Kanälen von Astronominnen, Astronomen und Planetenforschenden verbreitete sich die Nachricht wie ein Lauffeuer. Interessierte machten sich am Sonntag und den Folgetagen auf die Suche nach Meteoriten – und waren überaus erfolgreich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist erst der achte Fall weltweit, für den die Kollision eines Asteroiden mit der Erde kurz vor dem Eintritt vorhergesagt wurde. Ein großes Such-Team des Museums für Naturkunde Berlin, des Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), der Freien Universität Berlin, der Technischen Universität Berlin und dem SETI Institute (USA) sammelte zwischen dem 21. und 28. Januar mehr als 20 Bruchstücke für die Forschungssammlung des Museums für Naturkunde.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Meteorit-Untersuchungen-im-DLR-2k.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="Aubrite sind seltene Meteorite, mit einem helleren Erscheinungsbild als die meisten Meteorite in den Sammlungen der Welt. Eines ihrer Erkennungsmerkmale ist der hohe Anteil am Mineral Enstatit, einem magnesiumreichen und eisenarmen Mineral aus der Gruppe der Orthosilikate, neben magnesiumreichen Olivinen und Troilit, was auf einen magmatischen Ursprung dieser Meteorite hindeutet. (Bild: DLR (CC BY-NC-ND 3.0))" data-rl_caption="" title="Aubrite sind seltene Meteorite, mit einem helleren Erscheinungsbild als die meisten Meteorite in den Sammlungen der Welt. Eines ihrer Erkennungsmerkmale ist der hohe Anteil am Mineral Enstatit, einem magnesiumreichen und eisenarmen Mineral aus der Gruppe der Orthosilikate, neben magnesiumreichen Olivinen und Troilit, was auf einen magmatischen Ursprung dieser Meteorite hindeutet. (Bild: DLR (CC BY-NC-ND 3.0))" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Meteorit-Untersuchungen-im-DLR-26.jpg" alt="Aubrite sind seltene Meteorite, mit einem helleren Erscheinungsbild als die meisten Meteorite in den Sammlungen der Welt. Eines ihrer Erkennungsmerkmale ist der hohe Anteil am Mineral Enstatit, einem magnesiumreichen und eisenarmen Mineral aus der Gruppe der Orthosilikate, neben magnesiumreichen Olivinen und Troilit, was auf einen magmatischen Ursprung dieser Meteorite hindeutet. (Bild: DLR (CC BY-NC-ND 3.0))" class="wp-image-136516"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Aubrite sind seltene Meteorite, mit einem helleren Erscheinungsbild als die meisten Meteorite in den Sammlungen der Welt. Eines ihrer Erkennungsmerkmale ist der hohe Anteil am Mineral Enstatit, einem magnesiumreichen und eisenarmen Mineral aus der Gruppe der Orthosilikate, neben magnesiumreichen Olivinen und Troilit, was auf einen magmatischen Ursprung dieser Meteorite hindeutet. (Bild: DLR (CC BY-NC-ND 3.0))</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ein fast unfassbarer Zufall</strong><br>Die meisten Meteorite werden in Gebieten ohne Vegetation gefunden, wie in Wüsten oder auf den Eisflächen der Antarktis. Dass nun ein Meteoritenfall, dazu noch vorhergesagt, quasi vor der Haustüre von mehreren Forschungseinrichtungen passiert, die sich mit diesen „Himmelssteinen“ befassen, ist ein ganz außergewöhnlicher Zufall – die Fläche aller Kontinente umfasst schließlich 150 Millionen Quadratkilometer. Drei Proben werden im Labor des DLR-Instituts für Planetenforschung untersucht. Die ersten Ergebnisse der Untersuchungen eines dieser Stücke mit der Elektronenstrahlmikrosonde des Museums für Naturkunde belegen die typische Mineralogie und chemische Zusammensetzung eines Achondriten vom Typ der Aubrite. Achondrite sind Steinmeteoriten, die nicht, wie die meisten Meteorite, aus millimeterkleinen Kügelchen aufgebaut sind, sondern eine, gewöhnlichen Steinen ähnelnde Matrix haben.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/nr4MuseumfNaturkundeBerlin.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="Aubrite sind eine relativ seltene Klasse von Meteoriten. Sie enthalten keine Metalle und bestehen hauptsächlich aus den Magnesium-Silikatmineralen Forsterit und Enstatit. Der Name Aubrit rührt vom ersten Fundort eines solchen Meteoriten her, dem Ort Aubre in der Auvergne im Südosten Frankreichs. Die etwa walnussgroßen Meteorite sind die Überbleibsel eines etwa einen Meter großen Asteroiden, der zum größten Teil um 1.32 Uhr MEZ am 21. Januar 2023 in der Erdatmosphäre über Berlin verglühte. (Bild: Museum für Naturkunde Berlin)" data-rl_caption="" title="Aubrite sind eine relativ seltene Klasse von Meteoriten. Sie enthalten keine Metalle und bestehen hauptsächlich aus den Magnesium-Silikatmineralen Forsterit und Enstatit. Der Name Aubrit rührt vom ersten Fundort eines solchen Meteoriten her, dem Ort Aubre in der Auvergne im Südosten Frankreichs. Die etwa walnussgroßen Meteorite sind die Überbleibsel eines etwa einen Meter großen Asteroiden, der zum größten Teil um 1.32 Uhr MEZ am 21. Januar 2023 in der Erdatmosphäre über Berlin verglühte. (Bild: Museum für Naturkunde Berlin)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="259" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/nr4MuseumfNaturkundeBerlin26.jpg" alt="Aubrite sind eine relativ seltene Klasse von Meteoriten. Sie enthalten keine Metalle und bestehen hauptsächlich aus den Magnesium-Silikatmineralen Forsterit und Enstatit. Der Name Aubrit rührt vom ersten Fundort eines solchen Meteoriten her, dem Ort Aubre in der Auvergne im Südosten Frankreichs. Die etwa walnussgroßen Meteorite sind die Überbleibsel eines etwa einen Meter großen Asteroiden, der zum größten Teil um 1.32 Uhr MEZ am 21. Januar 2023 in der Erdatmosphäre über Berlin verglühte. (Bild: Museum für Naturkunde Berlin)" class="wp-image-136518"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Aubrite sind eine relativ seltene Klasse von Meteoriten. Sie enthalten keine Metalle und bestehen hauptsächlich aus den Magnesium-Silikatmineralen Forsterit und Enstatit. Der Name Aubrit rührt vom ersten Fundort eines solchen Meteoriten her, dem Ort Aubre in der Auvergne im Südosten Frankreichs. Die etwa walnussgroßen Meteorite sind die Überbleibsel eines etwa einen Meter großen Asteroiden, der zum größten Teil um 1.32 Uhr MEZ am 21. Januar 2023 in der Erdatmosphäre über Berlin verglühte. (Bild: Museum für Naturkunde Berlin)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Der Aubrit, an dem erstmals dieses Material beschrieben wurde, befindet sich sogar in der Forschungssammlung des Museums für Naturkunde Berlin. Dieser fiel, daher der Name, am 14. September 1836 bei Aubres im Südosten Frankreichs. „Anhand dieses Belegmaterials konnten wir relativ zügig eine grobe Einordnung vornehmen“, erläutert Dr. Ansgar Greshake, wissenschaftlicher Leiter der Meteoritensammlung des Berliner Museums. „Das unterstreicht die immense Bedeutung von Sammlungen für die Forschung. Weltweit gibt es bisher erst von elf beobachteten Aubrit-Fällen Material in Sammlungen.“ Das Berliner Museum kuratiert mit über 12.000 Exemplaren eine der größten Meteoritensammlungen der Erde. Die Meteorite werden zu Forschungszwecken untersucht und zu einem Teil in der Ausstellung gezeigt. Meteorite stellen Urbausteine des Sonnensystems dar und sind wertvolle Proben für die Erforschung der Entstehung und Entwicklung von Planeten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aubrite sehen nicht aus, wie man sich allgemein Meteorite vorstellt. „Ein Aubrit ähnelt vom Aussehen her eher einem grauen Granit und besteht hauptsächlich aus den Magnesium-Silikaten Enstatit und Forsterit“, erklärt Christopher Hamann vom Berliner Naturkundemuseum, der an der Erstklassifikation beteiligt war. „Er enthält kaum Eisen und die Schmelzkruste, an denen man Meteorite üblicherweise gut erkennen kann, sieht völlig anders aus als bei den meisten anderen Meteoriten. Aubrite sind daher im Gelände schwierig zu erkennen.“</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/nr6MuseumfNaturkundeBerlin.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="Was der in Theodor Fontane in seiner berühmten Ballade so freigiebige, Birnen von seinem Baum an Wanderer verschenkende „Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland“ sich wohl gedacht hätte, als Meteoriten suchende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf den Felder im Nordwesten Berlin auftauchten und nach Himmelssteinen suchten? Die systematische Suche gleich mehrerer Berliner Einrichtungen war ohne Schnee, aber wassergetränktem Terrain von Erfolg gekrönt. Über 20 Meteorite wurden von dem am 21. Januar 2024 gefallenen Asteroiden gefunden. (Bild: Museum für Naturkunde Berlin)" data-rl_caption="" title="Was der in Theodor Fontane in seiner berühmten Ballade so freigiebige, Birnen von seinem Baum an Wanderer verschenkende „Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland“ sich wohl gedacht hätte, als Meteoriten suchende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf den Felder im Nordwesten Berlin auftauchten und nach Himmelssteinen suchten? Die systematische Suche gleich mehrerer Berliner Einrichtungen war ohne Schnee, aber wassergetränktem Terrain von Erfolg gekrönt. Über 20 Meteorite wurden von dem am 21. Januar 2024 gefallenen Asteroiden gefunden. (Bild: Museum für Naturkunde Berlin)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/nr6MuseumfNaturkundeBerlin26.jpg" alt="Was der in Theodor Fontane in seiner berühmten Ballade so freigiebige, Birnen von seinem Baum an Wanderer verschenkende „Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland“ sich wohl gedacht hätte, als Meteoriten suchende Wissenschaftler und Wissenschaftler auf den Felder im Nordwesten Berlin auftauchten und nach Himmelssteinen suchten? Die systematische Suche gleich mehrerer Berliner Einrichtungen war ohne Schnee, aber wassergetränktem Terrain von Erfolg gekrönt. Über 20 Meteorite wurden von dem am 21. Januar 2024 gefallenen Asteroiden gefunden. (Bild: Museum für Naturkunde Berlin)" class="wp-image-136520"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Was der in Theodor Fontane in seiner berühmten Ballade so freigiebige, Birnen von seinem Baum an Wanderer verschenkende „Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland“ sich wohl gedacht hätte, als Meteoriten suchende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf den Felder im Nordwesten Berlin auftauchten und nach Himmelssteinen suchten? Die systematische Suche gleich mehrerer Berliner Einrichtungen war ohne Schnee, aber wassergetränktem Terrain von Erfolg gekrönt. Über 20 Meteorite wurden von dem am 21. Januar 2024 gefallenen Asteroiden gefunden. (Bild: Museum für Naturkunde Berlin)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die im Havelland gefundenen Bruchstücke werden nach Abschluss der Untersuchungen in verschiedenen, auf unterschiedliche wissenschaftliche Aspekte spezialisierte Labore in Berlin, Dresden und Münster, der Öffentlichkeit in einer kleinen Sonderausstellung zugänglich gemacht. Informationen hierzu folgen. Auf dem YouTube-Kanal des Museums findet sich ein Video zur Erforschung des Materials am Museum für Naturkunde Berlin als Teil der Serie „Museums-Evolution“.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Havelland-Meteorite helfen bei der Erforschung des Merkur</strong><br>Der Zufälle nicht genug, nützen die Aubrite auch bei den Vorbereitungen für die Erforschung des Planeten Merkur mit der Raumsonde BepiColombo der Europäischen Weltraumorganisation ESA. Diese wird am 5. Dezember 2025 in eine Umlaufbahn um den Planeten einschwenken. „Aubrite sind die besten Analoge, die wir für die Oberfläche des Merkurs haben“, erklärt Jörn Helbert, Leiter der Abteilung Planetare Labore. Dort werden unter anderem Gesteins- und Staubproben, die man auf der Venus und dem Merkur vermutet, unter den dort herrschenden extrem hohen Temperaturen hinsichtlich ihrer spektralen Eigenschaften untersucht. „Dank dieses kosmischen Zufalls können wir an den Aubrit-Meteoriten gut anderthalb Jahre vor Missionsbeginn wichtige Untersuchungen an einem Merkur-Analoggestein im Labor vornehmen. Dieser Zufall ist kaum zu fassen!“ Gemeinsam mit dem benachbarten DLR-Institut für Optische Sensorsysteme und der Universität Münster wurde am DLR für BepiColombo ein Spektrometer entwickelt, das die Mineralogie des Merkur kartieren wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=747.msg558503#msg558503" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Meteoriten &amp; Co &#8211; Boten aus dem Weltall.</a></li>
</ul>
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		<item>
		<title>Asteroid 2024 BX1 erleuchtet den Brandenburger Nachthimmel</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/asteroid-2024-bx1-erleuchtet-den-brandenburger-nachthimmel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Geuking]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Jan 2024 16:20:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Beobachtung]]></category>
		<category><![CDATA[Sternenhimmel]]></category>
		<category><![CDATA[2024BX1]]></category>
		<category><![CDATA[Asteroid]]></category>
		<category><![CDATA[Boliden]]></category>
		<category><![CDATA[CNEOS]]></category>
		<category><![CDATA[Komet]]></category>
		<category><![CDATA[Meteorit]]></category>
		<category><![CDATA[Meteoriten]]></category>
		<category><![CDATA[Meteoroid]]></category>
		<category><![CDATA[Minor Planet Centre]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[NEA Scout]]></category>
		<category><![CDATA[Sternschnuppen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein kleiner etwa ein Meter großer Asteroid, verglühte am Sonntag den 21. Januar 2024 um 1:32 Uhr Ortszeit (MEZ) harmlos nahe Berlin und erhellte den Himmel über Brandenburg. Zu sehen war er noch bis nach Prag in Tschechien. Erst kurz vorher entdeckt, konnte die NASA seine Flugbahn verfolgen und den Ort des Eintritts in die [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Ein kleiner etwa ein Meter großer Asteroid, verglühte am Sonntag den 21. Januar 2024 um 1:32 Uhr Ortszeit (MEZ) harmlos nahe Berlin und erhellte den Himmel über Brandenburg. Zu sehen war er noch bis nach Prag in Tschechien. Erst kurz vorher entdeckt, konnte die NASA seine Flugbahn verfolgen und den Ort des Eintritts in die Atmosphäre etwa 60 km westlich von Berlin vorhersagen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Autor: Thomas Geuking, Quelle: NASA.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Eintritt des Asteroiden in die Atmosphäre erzeugte einen hellen Feuerball oder Boliden, der sogar aus der Tschechischen Republik gesehen wurde, und  kleine Meteoriten haben am Eintrittsort in die Atmosphäre etwa 60 Kilometer westlich von Berlin, die Erdoberfläche erreicht. In den vergangenen Tagen haben sich zahlreiche Hobby-Astronomen und Neugierige auf den Weg gemacht, um dort nach <a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=747.msg558156#msg558156" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Stückchen</a> des Mini-Asteroiden zu suchen. Der Asteroid wurde als 2024 BX1 bezeichnet und hatte eine Größe von etwa einem Meter.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kleine Asteroiden wie dieser treffen von Zeit zu Zeit unseren Planeten. Sie stellen keine Gefahr für das Leben auf der Erde dar, können aber eine wichtige Demonstration der Fähigkeit der NASA zur schnellen Berechnung der Flugbahnen und der Veröffentlichung von Einschlagwarnungen sein. Bereits 95 Minuten vor dem Eintritt in die Atmosphäre konnte das Scout-System der NASA den Ort und die Zeit des Eintritts vorhersagen. Dies ist erst das achte Mal in der Geschichte, dass ein kleiner erdgebundener Asteroid noch im Weltraum entdeckt wurde, bevor er in unsere Atmosphäre eindrang und dort verglühte.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><img decoding="async" width="709" height="397" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Einschlag-am-21.01.2024-von-2024BX1.jpg" alt="" class="wp-image-136157" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Einschlag-am-21.01.2024-von-2024BX1.jpg 709w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Einschlag-am-21.01.2024-von-2024BX1-300x168.jpg 300w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Einschlag-am-21.01.2024-von-2024BX1-600x336.jpg 600w" sizes="(max-width: 709px) 100vw, 709px" /><figcaption class="wp-element-caption">Diese Karte zeigt die Stelle, an der der kleine Asteroid 2024 BX1 am 21. Januar 2024 über Deutschland, etwa 60 Kilometer westlich von Berlin, harmlos in der Erdatmosphäre verglühte. (Quelle: NASA)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Das Zentrum für <a href="https://cneos.jpl.nasa.gov/about/cneos.html" data-type="link" data-id="https://cneos.jpl.nasa.gov/about/cneos.html" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Near Earth Object Studies (CNEOS)</a> berechnet die Umlaufbahn jedes bekannten Near-Earth Objects, (NEO) um der NASA Bewertungen potenzieller Einschlaggefahren zu liefern. Dazu sammelt das Scout-Programm, das vom CNEOS am Jet Propulsion Laboratory der NASA in Südkalifornien entwickelt wurde und betrieben wird, Informationen von Webseiten über potenzielle Asteroidenentdeckungen und berechnet die möglichen Flugbahnen, noch bevor diese Objekte als Entdeckungen bestätigt wurden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Asteroid 2024 BX1 wurde erstmals weniger als drei Stunden vor seinem Einschlag von Krisztián Sárneczky an der Bergstation Piszkéstető des Konkoly-Observatoriums in der Nähe von Budapest in Ungarn beobachtet. Diese frühen Beobachtungen wurden dem <a href="https://minorplanetcenter.net/about" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Minor Planet Center </a>– einer Organisation für die Sammlung, Auswertung und Veröffentlichung von Daten über Kleinplaneten (Asteroiden, Zwergplaneten) und Kometen – gemeldet und automatisch auf der Webseite für erdnahe Objekte veröffentlicht, damit andere Astronomen zusätzliche Beobachtungen machen konnten. Diese Daten dienten dann dem Scout-System als Grundlage für die weiteren Berechnungen der Flugbahn und die Einschlagwarnung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nachdem innerhalb einer knappen halben Stunde drei Beobachtungen auf der Webseite des<a href="https://minorplanetcenter.net/about" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external"> Minor Planet Center </a>veröffentlicht wurden, erkannte Scout zunächst, dass ein Einschlag möglich war und dass zusätzliche Beobachtungen dringend erforderlich waren. Als Astronomen aus ganz Europa dem <a href="https://minorplanetcenter.net/about" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Minor Planet Center </a>neue Daten meldeten, wurde die Flugbahn des Asteroiden genauer berechnet und die ermittelte Wahrscheinlichkeit, dass er auf der Erde aufschlägt, stieg erheblich. Siebzig Minuten nachdem 2024 BX1 zum ersten Mal entdeckt wurde, meldete Scout dann eine 100-prozentige Wahrscheinlichkeit eines Erdeinschlags und begann, den Ort einzugrenzen auf Nennhausen im Landkreis Havelland in Brandenburg westlich von Berlin. Der Feuerball am Himmel wurde von vielen Menschen beobachtet und zahlreiche Fotos und Videos im Internet geteilt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Asteroid, Meteoroid, Meteorit oder Komet: Was ist der Unterschied?</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Asteroiden</strong> werden auch als Kleinplaneten oder Planetoiden bezeichnet und haben eine Größe von einem Meter bis zu mehreren hundert Metern. Je größer, desto gefährlicher wäre ein Einschlag auf der Erde. Zurzeit geht aber von keinem der beobachteten Asteroiden eine unmittelbare Gefahr aus.</li>



<li>Ein <strong>Meteoroid</strong> ist keiner als ein Asteroid mit einem Durchmesser von einem Millimeter bis zu einem Meter. In den meisten Fällen verglühen sie beim Eintritt in die Atmosphäre vollständig. Treten <strong>Meteoroiden</strong> in die<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Erdatmosph%C3%A4re" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external"> </a>Atmosphäre ein, so erzeugen sie eine Leuchterscheinung, die<em> </em>Meteor genannt wird. Kleine Meteore werden auch als Sternschnuppen bezeichnet, große als Feuerkugeln oder Boliden. Verglüht ein <strong>Meteoroid</strong> oder <strong>Asteroid</strong> nicht vollständig und erreicht die Erdoberfläche, wird er <strong>Meteroit</strong> genannt.</li>



<li>Ein <strong>Komet</strong> ist ein Himmelskörper, der häufig aus Eis, Staub und lockerem Gestein besteht von meist einigen Kilometern Durchmesser, der durch Ausgasen in der Nähe der Sonne einen leuchtenden Schweif entwickelt.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=747.msg557990#msg557990" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Meteoriten &amp; Co &#8211; Boten aus dem Weltall</a></li>
</ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/asteroid-2024-bx1-erleuchtet-den-brandenburger-nachthimmel/" data-wpel-link="internal">Asteroid 2024 BX1 erleuchtet den Brandenburger Nachthimmel</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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