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	<title>Abstandsmessung &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<title>Abstandsmessung &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>Kosmologie: Ringkampf am Himmel</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/kosmologie-ringkampf-am-himmel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Jul 2024 21:23:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Ein LMU-Team liefert ein Modell dafür, was die Farbe einer Galaxie über ihren Abstand verrät, um kosmische Strukturen zu vermessen. Eine Presseinformation der Ludwig-Maximilians-Universität München. Quelle: Ludwig-Maximilians-Universität München 15. Juli 2024. 15. Juli 2024 &#8211; Unser Universum ist etwa 13,8 Milliarden Jahre alt, und mit der Zeit sind aus kleinsten Ungleichheiten am Anfang die großen [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Ein LMU-Team liefert ein Modell dafür, was die Farbe einer Galaxie über ihren Abstand verrät, um kosmische Strukturen zu vermessen. Eine Presseinformation der Ludwig-Maximilians-Universität München.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: Ludwig-Maximilians-Universität München 15. Juli 2024.</p>



<p>15. Juli 2024 &#8211; Unser Universum ist etwa 13,8 Milliarden Jahre alt, und mit der Zeit sind aus kleinsten Ungleichheiten am Anfang die großen Strukturen gewachsen, die Teleskope am Nachthimmel sehen können: Galaxien wie unsere Milchstraße, Galaxienhaufen und noch größere Ansammlungen von Materie oder dünne Strukturen aus Gas und Staub. Wie schnell dieses Wachstum vonstattengeht, hängt zumindest im heutigen Universum von einer Art Ringkampf der Naturkräfte ab: Was hat die Dunkle Materie, die durch ihre Gravitation alles zusammenhält und noch mehr Materie anzieht, der Dunklen Energie, die das Universum auseinandertreibt, entgegenzuhalten? „Diesen Ringkampf können wir beobachten, wenn wir die Strukturen am Himmel genau vermessen können“, sagt LMU-Astrophysiker Daniel Grün. Dazu dienen teleskopische Beobachtungsprojekte, die große Teile des Himmels sehr genau in Bilder fassen: zum Beispiel der Dark Energy Survey mit dem Blanco-Teleskop in Chile und der kürzlich in Betrieb genommene Euclid-Satellit. An beiden Projekten sind LMU-Wissenschaftler und -Wissenschaftlerinnen, teilweise in leitender Funktion, seit Jahren beteiligt.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/07/desisliceoriginalDESI2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Illustration der von DESI bestimmten dreidimensionalen Positionen von Galaxien, also auch der Abstände, mithilfe der spektroskopischen Messung der Rotverschiebung. (Grafik: DESI)" data-rl_caption="" title="Illustration der von DESI bestimmten dreidimensionalen Positionen von Galaxien, also auch der Abstände, mithilfe der spektroskopischen Messung der Rotverschiebung. (Grafik: DESI)" data-wpel-link="internal"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="600" height="266" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/07/desisliceoriginalDESI60.jpg" alt="Illustration der von DESI bestimmten dreidimensionalen Positionen von Galaxien, also auch der Abstände, mithilfe der spektroskopischen Messung der Rotverschiebung. (Grafik: DESI)" class="wp-image-142692" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/07/desisliceoriginalDESI60.jpg 600w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/07/desisliceoriginalDESI60-300x133.jpg 300w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Illustration der von DESI bestimmten dreidimensionalen Positionen von Galaxien, also auch der Abstände, mithilfe der spektroskopischen Messung der Rotverschiebung. (Grafik: DESI)</figcaption></figure>



<p><strong>Bisher größter Datensatz ausgewertet</strong><br>Die Entfernungen der einzelnen Strukturen und Galaxien von uns exakt zu bestimmen, ist dabei nicht immer einfach, aber besonders wichtig. Denn je größer der Abstand, desto länger war das Licht einer Galaxie zu uns unterwegs und desto älter ist also die Momentaufnahme des Universums, die wir uns aus ihrer Beobachtung machen können. Eine wichtige Quelle dafür ist etwa die beobachtete Farbe einer Galaxie, die von erdgebundenen Teleskopen wie dem Blanco-Teleskop oder Satelliten wie Euclid gemessen wird. Eine neue Arbeit eines Teams um Jamie McCullough und Daniel Grün im Fachmagazin MNRAS liefert nun mit dem bisher größten Datensatz Aufschluss darüber, was die Farbe verschiedener Galaxien tatsächlich über ihren wahren Abstand aussagt.</p>



<p>Prinzipiell lässt sich der Abstand einer Galaxie mithilfe von Spektroskopie genau bestimmen. Dabei vermisst man die Spektrallinien von entfernten Galaxien. Diese scheinen, da das Universum sich insgesamt ausdehnt, eine umso größere Wellenlänge zu haben, je weiter eine Galaxie von uns entfernt ist. Denn das Licht ferner Galaxien erfährt auf dem langen Weg zu unserer Galaxie ebenfalls eine Ausdehnung der Wellenlänge. Dieser Effekt, Rotverschiebung genannt, verändert auch die scheinbaren Farben, die die Instrumente im Bild der Galaxie messen. Sie wirken röter, als sie sind. Das ist ähnlich dem Dopplereffekt beim Martinshorn eines sich entfernenden Krankenwagens, bei dem sich auch die scheinbare Tonhöhe beim Vorbeifahren ändert.</p>



<p><strong>Keine zwei Galaxien sind gleich</strong><br>Jamie McCullough, Doktorandin an der LMU und an der Universität Stanford, verwendete für ihre Analyse spektroskopische Messungen des Dark Energy Spectroscopic Instrument (DESI) und verknüpfte sie mit dem bisher größten Datensatz zur genauen Messung von Galaxien-Farben (KiDS-VIKING). Konkret kombinierten die Autoren spektroskopische Daten von DESI aus insgesamt 230.000 Galaxien mit den Farben dieser Galaxien in der KiDS-VIKING-Durchmusterung und bestimmten daraus jeweils die Beziehung zwischen der Entfernung einer Galaxie von uns und ihrer beobachteten Farbe und Helligkeit. Keine zwei Galaxien im Universum sind gleich, aber für jede Klasse ähnlicher Galaxien gibt es eine spezielle Beziehung zwischen beobachteter Farbe und Rotverschiebung. „Wenn wir Entfernungsinformationen mit Messungen der Form von Galaxien kombinieren können, können wir aus den Lichtverzerrungen großräumige Strukturen herauslesen“, sagt Jamie McCullough. Die Ergebnisse der Studie ermöglichen es, aus den Aufnahmen von Euclid oder dem Dark Energy Survey für jede in Bildern beobachtete Galaxie den wahren Abstand statistisch zu bestimmen.</p>



<p><strong>DESI-Kartierung: Interaktiver Flug durch Millionen von Galaxien</strong><br>So besteht dann die Möglichkeit, aus den beobachteten Verzerrungen der Galaxienbilder selbst etwas über das Verhalten kosmischer Strukturen heute und vor Milliarden von Jahren zu lernen und diese besser zu verstehen. Dies gibt einen Einblick in die Entwicklungsgeschichte des Universums. Um den Verlauf der Strukturbildung mit der Zeit beobachten zu können, muss man nicht Milliarden Jahre warten, sondern nur die Struktur in verschiedenen Abständen von der Erde vermessen. Mit Bildern alleine ist das aber fast unmöglich, denn der Abstand einer Galaxie von uns ist nicht ohne Weiteres aus ihrer Erscheinung in einem Bild abzulesen. Die Studie von Jamie McCullough enthält den Schlüssel hierzu: Sie liefert ein Modell dafür, was die scheinbare „Farbe“ einer Galaxie uns über ihren Abstand von uns aussagt.</p>



<p><strong>Beobachten, wie Dunkle Materie und Dunkle Energie miteinander ringen</strong><br>Das große Ziel ist es, aus dieser genauen Verteilung und Beobachtung unterschiedlich weit entfernter Galaxien etwas über den Ringkampf der Naturkräfte abzuleiten, also dem Ringen von Dunkler Materie und Dunkler Energie. „Um wirklich zu sehen, was passiert, muss man die einzelnen Runden dieses Ringkampfes betrachten können“, sagt Grün. Denn die Dunkle Energie ist aktuell im Begriff aufzuholen und die Bildung größerer Massenansammlungen im Universum womöglich ganz aufzuhalten. „So erst verstehen wir, was die Dunkle Materie und die Dunkle Energie denn eigentlich sind und wer von ihnen den kosmischen Ringkampf am Ende gewinnen wird.“</p>



<p><strong>Originalpublikation:</strong><br>J McCullough, D Gruen, A Amon, A Roodman, D Masters, A Raichoor, D Schlegel, R Canning, F J Castander, J DeRose, R Miquel, J Myles, J A Newman, A Slosar, J Speagle, M J Wilson, J Aguilar, S Ahlen, S Bailey, D Brooks, T Claybaugh, S Cole, K Dawson, A de la Macorra, P Doel, J E Forero-Romero, S Gontcho A Gontcho, J Guy, R Kehoe, A Kremin, M Landriau, L Le Guillou, M Levi, M Manera, P Martini, A Meisner, J Moustakas, J Nie, W J Percival, C Poppett, F Prada, M Rezaie, G Rossi, E Sanchez, H Seo, G Tarlé, B A Weaver, Z Zhou, H Zou, DESI Collaboration, DESI complete calibration of the colour–redshift relation (DC3R2): results from early DESI data, Monthly Notices of the Royal Astronomical Society, Volume 531, Issue 2, June 2024, Pages 2582–2602, doi.org/10.1093/mnras/stae1316<br><a href="https://academic.oup.com/mnras/article/531/2/2582/7686823?login=false" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://academic.oup.com/mnras/article/531/2/2582/7686823?login=false</a><br>pdf: <a href="https://academic.oup.com/mnras/article-pdf/531/2/2582/58061300/stae1316.pdf" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://academic.oup.com/mnras/article-pdf/531/2/2582/58061300/stae1316.pdf</a></p>


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		<item>
		<title>GNSS und Raspberry Pi: Kostengünstiger Sensor erfasst den Pegel von Flüssen</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/kostenguenstiger-sensor-erfasst-den-pegel-von-fluessen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 23 Nov 2022 22:42:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erde]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Forschende der Universität Bonn haben ein Verfahren entwickelt, mit dem sich der Wasserstand von Flüssen rund um die Uhr überwachen lässt. Der kostengünstige Sensor eignet sich etwa für flächendeckende Hochwasser-Warnsysteme. Die Studie ist in der Zeitschrift Water Resources Research erschienen. Eine Pressemitteilung der Universität Bonn. Quelle: Universität Bonn 23. November 2022. 23. November 2022 &#8211; [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Forschende der Universität Bonn haben ein Verfahren entwickelt, mit dem sich der Wasserstand von Flüssen rund um die Uhr überwachen lässt. Der kostengünstige Sensor eignet sich etwa für flächendeckende Hochwasser-Warnsysteme. Die Studie ist in der Zeitschrift Water Resources Research erschienen. Eine Pressemitteilung der Universität Bonn.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Quelle: Universität Bonn 23. November 2022.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/WasserstandsSensorMakanKaregarUniBonn2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Der Wasserstands-Sensor - lässt sich mit Solarzellen betreiben und arbeitet dann völlig autark und wartungsfrei. (Foto: Makan Karegar/Uni Bonn)" data-rl_caption="" title="Der Wasserstands-Sensor - lässt sich mit Solarzellen betreiben und arbeitet dann völlig autark und wartungsfrei. (Foto: Makan Karegar/Uni Bonn)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/WasserstandsSensorMakanKaregarUniBonn26.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">Der Wasserstands-Sensor &#8211; lässt sich mit Solarzellen betreiben und arbeitet dann völlig autark und wartungsfrei. (Foto: Makan Karegar/Uni Bonn)</figcaption></figure>



<p>23. November 2022 &#8211; Forschende der Universität Bonn haben ein Verfahren entwickelt, mit dem sich der Wasserstand von Flüssen rund um die Uhr überwachen lässt. Der kostengünstige Sensor eignet sich etwa für flächendeckende Hochwasser-Warnsysteme. Die Studie ist in der Zeitschrift Water Resources Research erschienen.</p>



<p>Es gibt eine ganze Reihe von Methoden, den Pegel eines Wasserlaufs zu bestimmen &#8211; von sehr einfachen (per Messlatte) bis hin zu High-Tech-Lösungen per Radar. Doch alle haben einen Haken: Die meisten Messgeräte können durch Hochwasser beschädigt werden, viele erlauben keine kontinuierliche Überwachung, ihre Fernablesung gestaltet sich schwierig oder sie sind einfach zu teuer.</p>



<p>In Wesel am Niederrhein verrichtet dagegen bereits seit zwei Jahren ein Messgerät seinen Dienst, das diese Nachteile nicht hat: Es ist kostengünstig, zuverlässig und dazu in der Lage, den Pegelstand per Mobilfunk kontinuierlich an ein Auswertungs-Zentrum zu übermitteln. Damit eignet es sich im Prinzip zur engmaschigen Warnung vor Hochwasser- und Dürre-Ereignissen.</p>



<p>„Kern unseres Geräts ist ein kostengünstiger GNSS-Empfänger“, erklärt Dr. Makan Karegar vom Institut für Geodäsie und Geoinformation der Universität Bonn. Das sind Sensoren, die die Position ihres Standorts auf wenige Meter genau bestimmen können. Dazu nutzen sie unter anderem die GPS-Satelliten der USA sowie ihre russischen Pendants, GLONASS. „Mit Hilfe der Satellitensignale lässt sich aber auch der Abstand der GNSS-Antenne zur Oberfläche eines Flusses messen“, sagt Karegar.</p>



<p><strong>Reflektierte Signale erlauben Rückschlüsse auf den Wasserstand</strong><br>Denn die von den Satelliten ausgesandten Wellen werden nur zum Teil direkt von der Antenne aufgefangen. Der Rest wird von der Umgebung (in diesem Fall der Wasseroberfläche) reflektiert und gelangt über diesen Umweg zum Empfänger. Dieser reflektierte Anteil ist daher länger unterwegs. Er bildet bei der Überlagerung mit dem direkt empfangenen Signal bestimmte Muster, Interferenzen genannt. Aus ihnen lässt sich der Abstand der Antenne zum Wasserspiegel errechnen.</p>



<p>„Wir können das GNSS-Gerät an jeder Struktur anbringen, sei es einer Brücke, einem Gebäude oder einem Baum oder Zaun neben dem Fluss“, erläutert Karegar. „Von dort kann es berührungslos rund um die Uhr den Flusspegel messen &#8211; im Schnitt auf 1,5 Zentimeter exakt. Dabei ist es selbst im Falle eines Hochwassers nicht gefährdet.“ Die Genauigkeit des Verfahrens kommt zwar nicht an die eines radargestützten Pegelmessers heran. Für die angedachten Einsatzzwecke reicht sie aber voll und ganz aus. Zudem ist das Gerät mit knapp 150 Euro auch erheblich günstiger als sein High-Tech-Pendant.</p>



<p>Die GNSS-Antenne ist mit einem Minicomputer verbunden, einem sogenannten Raspberry Pi. „Das Gerät ist etwa so groß wie ein kleines Smartphone; dennoch hat es genug Leistung, um aus den Rohdaten den Wasserstand berechnen zu können“, betont Prof. Dr. Kristine Larson vom Institut für Geodäsie und Geoinformation. Der Minicomputer ist aufgrund seiner Flexibilität und seines geringen Stromverbrauchs unter Bastlern sehr beliebt, die damit verschiedenste Projekte realisieren. Er lässt sich problemlos über Solarzellen mit Strom versorgen und arbeitet dann völlig autark. Seine Messdaten übermittelt er per Mobilfunk.</p>



<p><strong>Informationen zum Nachbau im Internet</strong><br>„Die von uns geschriebene Software ist Open Source“, erläutert Larson. „Sie kann also von jedem ohne Gebühren genutzt werden.“ Im Internet stellen die Forschenden zudem sämtliche Informationen zu ihrem Projekt bereit. Interessentinnen und Interessenten können das Messgerät also problemlos nachbauen.</p>



<p>Einen Nachteil hat das Verfahren allerdings: Es ist nur für Flussläufe mit einer Breite von mindestens 40 Metern geeignet. „Das ist der kleinste Radius, aus dem die Antenne das reflektierte Satellitensignal empfängt“, sagt Karegar. „Wenn der Wasserlauf zu schmal ist, stammt ein zu großer Anteil der Reflektionen von Uferbereichen.“ Die Beteiligten planen aber, ihren Auswertungscode weiter zu optimieren. Sie hoffen so, auch bei kleineren Flüssen wie der Ahr noch zu sicheren Messergebnissen kommen zu können.</p>



<p><strong>Beteiligte Institutionen und Förderung:</strong><br>An der Studie war neben der Universität Bonn die Federal University of Rio Grande do Sul in Brasilien beteiligt. Das Projekt wurde durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), das National Council for Scientific and Technological Development Brasilien (CNPq) sowie die Rio Grande do Sul State Research Funding Agency (Fapergs) gefördert.</p>



<p><strong>Weitere Informationen:</strong><br><a href="https://github.com/MakanAKaregar/RPR" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://github.com/MakanAKaregar/RPR</a></p>



<p><strong>Originalpublikation:</strong><br>Makan A. Karegar et al.: Raspberry Pi Reflector (RPR): A Low-cost Water-level Monitoring System based on GNSS Interferometric Reflectometry; Water Resources Research; DOI: 10.1029/2021WR031713; <a href="https://agupubs.onlinelibrary.wiley.com/doi/abs/10.1029/2021WR031713" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://agupubs.onlinelibrary.wiley.com/doi/abs/10.1029/2021WR031713</a>;</p>



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<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4072.msg540935#msg540935" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">GPS</a></li>
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			</item>
		<item>
		<title>AstroGeo Podcast: Die verlorenen Mondspiegel</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/astrogeo-podcast-die-verlorenen-mondspiegel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Karl Urban]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 Jul 2022 06:05:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[AstroGeo Podcast]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Astronauten der Mondlandungen haben etwas wirklich Nützliches auf dem Mond zurückgelassen: Spiegel. Mit der Technik des „Lunar Laser Ranging“ können Forschende auch Jahrzehnte später längst nicht nur den Abstand zu unserem Mond hochgenau vermessen. Bei den Mondlandungen in den 1960er- und 1970er-Jahren ging es um Vieles – die Wissenschaft war da, ehrlich gesagt, eher [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die Astronauten der Mondlandungen haben etwas wirklich Nützliches auf dem Mond zurückgelassen: Spiegel. Mit der Technik des „Lunar Laser Ranging“ können Forschende auch Jahrzehnte später längst nicht nur den Abstand zu unserem Mond hochgenau vermessen.</h4>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2022/07/lunar-laser-ranging-teleskop-laser-mond.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2022/07/lunar-laser-ranging-teleskop-laser-mond-1024x628.jpg" alt="" class="wp-image-113284" width="400" height="245" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2022/07/lunar-laser-ranging-teleskop-laser-mond-1024x628.jpg 1024w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2022/07/lunar-laser-ranging-teleskop-laser-mond-300x184.jpg 300w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2022/07/lunar-laser-ranging-teleskop-laser-mond-768x471.jpg 768w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2022/07/lunar-laser-ranging-teleskop-laser-mond-1536x942.jpg 1536w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2022/07/lunar-laser-ranging-teleskop-laser-mond-600x368.jpg 600w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2022/07/lunar-laser-ranging-teleskop-laser-mond.jpg 1600w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption>Lunar Laser Ranging<br>Bild: NASA&#8217;s Goddard Space Flight Center/Bill Hrybyk</figcaption></figure>



<p>Bei den Mondlandungen in den 1960er- und 1970er-Jahren ging es um Vieles – die Wissenschaft war da, ehrlich gesagt, eher eine Randnotiz. Und die Apollo-Astronauten haben als Abschiedsgruß auch noch eine ganze Menge Müll zurückgelassen. Allerdings haben Sie auch etwas durch und durch Nützliches auf dem Mond abgestellt. Es war leicht zu tragen und unkompliziert in der Installation: Spiegel. Auch zwei sowjetische Mondfahrzeuge hatten Spiegel an Bord.</p>



<p>Franzi erzählt, warum die lunaren Retroreflektoren auch noch fünfzig Jahre nach dem Ansturm auf den Mond praktisch sind: Dieses „Lunar Laser Ranging“ ist längst nicht nur dafür gut, um den Abstand zu unserem Begleiter hochgenau zu vermessen.</p>



<p>Im AstroGeo Podcast erzählen sich die Wissenschaftsjournalisten Franziska Konitzer und Karl Urban alle zwei Wochen eine Geschichte, die ihnen entweder die Steine unseres kosmischen Vorgartens eingeflüstert – oder die sie in den Tiefen und Untiefen des Universums aufgestöbert haben. Der Podcast ist auch auf <a href="https://podcasts.apple.com/us/podcast/astrogeo-geschichten-aus-astronomie-und-geologie/id525300156" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">iTunes</a> oder <a href="https://open.spotify.com/show/0a0X8ogJx046skJBbow9AC" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Spotify</a> zu finden.</p>


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<p>Frühere Ausgaben des AstroGeo Podcast <a href="https://astrogeo.de" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">gibt es auf astrogeo.de</a>. AstroGeo ist der Podcast von <a href="https://www.riffreporter.de/de/genossenschaft/recherche-kollektive/weltraum-reporter" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Die Weltraumreporter</a>, einem Magazin der Riffreporter eG. Er ist frei verfügbar und entsteht durch die finanzielle Unterstützung seiner Hörerinnen und Hörer. Das geht mit einem monatlichen Abonnement die Weltraumreporter für 3,49 Euro pro Monat oder einer Spende. Diese und <a href="https://astrogeo.de/unterstuetze-uns/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">jede andere Form der finanziellen Unterstützung</a> hilft dabei, dass der Podcast weiter werbefrei bleibt.</p>



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