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	<title>Alpen &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>Alpen &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>AstroGeo Podcast: Von Gletschern und Gestirnen &#8211; die Milanković-Zyklen</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/astrogeo-podcast-gletscher-und-gestirne-milankovic-zyklen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Karl Urban]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 21 Feb 2025 12:16:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[AstroGeo Podcast]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im Jahr 1914 wird Milutin Milanković verhaftet. Im Exil entschlüsselt er ein jahrzehntelanges Rätsel: Warum wechseln sich auf der Erde Eis- und Warmzeiten ab? Seine Theorie verbindet erstmals die Erdbahn um die Sonne mit dem Klima der Erde.</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Im Jahr 1914 wird Milutin Milanković verhaftet. Im Exil entschlüsselt er ein jahrzehntelanges Rätsel: Warum wechseln sich auf der Erde Eis- und Warmzeiten ab? Seine Theorie verbindet erstmals die Erdbahn um die Sonne mit dem Klima der Erde.</h4>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="600" height="453" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/02/gletscher-lagune-island-skaftafell-nationalpark_rn.jpg" alt="" class="wp-image-147006" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/02/gletscher-lagune-island-skaftafell-nationalpark_rn.jpg 600w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/02/gletscher-lagune-island-skaftafell-nationalpark_rn-300x227.jpg 300w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /><figcaption class="wp-element-caption"><br>Die Gletscherlagune Skaftafell in Island liegt im kargen Vorland der größten Eiskappe Europas, des Vatnajuköll im Osten Islands. Während der letzten Eiszeit glichen die unvergletscherten Teile Europas dieser Landschaft (Quelle: Karl Urban).</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Im Jahr 1914 wird in Dalj im Osten des heutigen Krotatiens ein Mann verhaftet. Er hatte in einem früheren Krieg als Soldat für das serbische Militär gekämpft und die Streitkräfte Österreich-Ungarns wollen ihn nun daran hindern, im kurz zuvor ausgebrochenen Weltkrieg zu kämpfen. Doch das hatte er ohnehin nicht vor: In seinem erzwungenen Exil in Budapest wird er in den kommenden vier Jahren fernab des Kriegsgeschehens eine Theorie ausarbeiten, die erstmals die Sphären des Himmels mit dem Klima der Erde verbinden wird. Er wird drei Phänomene entschlüsseln, die wir heute als Milanković-Zyklen kennen, benannt nach dem serbischen Mathematiker Milutin Milanković.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Karl erzählt in dieser Podcastfolge, welches Problem Milanković zu lösen versuchte: Schon ein Jahrhundert zuvor hatten Geologen erkannt, dass das Klima der Welt nicht immer so gewesen war wie in der Gegenwart. Im Jahr 1837 gab der Schweizer Naturforscher Louis Agassiz deshalb bekannt, dass in Europa in grauer Vorzeit eine Eiszeit geherrscht haben müsse. Riesige Gletschermassen hätten sich nicht nur über den gesamten Alpenraum ausgebreitet, sondern auch weite Teile Europas bedeckt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In den folgenden Jahrzehnten erhärtete sich die Hypothese von Agassiz. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler fanden heraus, dass es sogar mehrere Eiszeiten gegeben haben musste, die von Zeiten wärmeren Klimas unterbrochen waren, die unserer heutigen Welt glichen. Doch warum dieser Wechsel von Kalt- und Warmzeiten überhaupt stattfand, dafür gab es viele Hypothesen und nur wenig Konsens. Das Eiszeit-Problem war jahrzehntelang in der Welt, ohne dass die Wissenschaft einer Lösung näherkam.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Von Anfang an waren Unregelmäßigkeiten der Erdbahn und andere astronomische Ursachen im Gespräch, aber bei den meisten Geologen nicht hoch im Kurs. Zu fern schien der Lauf der Planeten, zu unwahrscheinlich, dass sie die Kraft der Sonnenstrahlung auf der Erde ausreichend stark verändern würden. Erst Milutin Milanković änderte diese Sichtweise: Er nutzte genauere astronomische Daten und die bekannten physikalische Gesetze seiner Zeit, um zu berechnen, wie die Sonne auf das Klima der Erde auf unterschiedlichen Breitengraden wirkt. Hatte dieser serbische Mathematiker endlich das Eiszeit-Problem gelöst?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im AstroGeo Podcast erzählen sich die Wissenschaftsjournalisten Franziska Konitzer und Karl Urban regelmäßig eine Geschichte, die ihnen entweder die Steine unseres kosmischen Vorgartens eingeflüstert – oder die sie in den Tiefen und Untiefen des Universums aufgestöbert haben. Der Podcast ist auch auf <a href="https://podcasts.apple.com/us/podcast/astrogeo-geschichten-aus-astronomie-und-geologie/id525300156" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">iTunes</a> oder <a href="https://open.spotify.com/show/0a0X8ogJx046skJBbow9AC" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">Spotify</a> zu finden.</p>


<p><iframe title="AstroGeo Podcas: Von Gletschern und Gestirnen - die Entdeckung der Milanković-Zyklen" height="200" width="100%" style="margin-bottom:0" src="https://astrogeo.de/wp-content/plugins/podlove-web-player/web-player/share.html?config=https%3A%2F%2Fastrogeo.de%2Fwp-json%2Fpodlove-web-player%2Fshortcode%2Fconfig%2Fdefault%2Ftheme%2Fraumfahrernet&#038;episode=https%3A%2F%2Fastrogeo.de%2Fwp-json%2Fpodlove-web-player%2Fshortcode%2Fpublisher%2F3397" frameborder="0" scrolling="no" tabindex="0"></iframe></p>



<p class="wp-block-paragraph">Frühere Ausgaben des AstroGeo Podcast <a href="https://astrogeo.de" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">gibt es auf astrogeo.de</a>. AstroGeo ist ein Podcast der Riffreporter eG. Er ist frei verfügbar und entsteht durch die finanzielle Unterstützung seiner Hörerinnen und Hörer. Das geht mit einem monatlichen Abonnement oder einer Spende. Diese und <a href="https://astrogeo.de/unterstuetze-uns/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">jede andere Form der finanziellen Unterstützung</a> hilft dabei, dass der Podcast weiter werbefrei bleibt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=19493.msg572201#msg572201" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">AstroGeo Podcast</a></li>



<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=762.msg572202#msg572202" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Klimawandel</a></li>



<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=916.msg565009#msg565009" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Planet Erde</a></li>
</ul>
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			</item>
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		<title>Der Rhein fällt trocken</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/der-rhein-faellt-trocken/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Aug 2022 20:58:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erde]]></category>
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		<category><![CDATA[Alpen]]></category>
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		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[Klimawandel]]></category>
		<category><![CDATA[Köln]]></category>
		<category><![CDATA[Niedrigwasser]]></category>
		<category><![CDATA[Sentinel-2]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Wasserstand des Rheins, des zweitgrößten Flusses Europas, ist aufgrund steigender Temperaturen und ausbleibender Niederschläge weiter gesunken, so dass viele Schiffe nicht mehr mit voller Kapazität auf dem Wasser fahren können. Die Copernicus Sentinel-2-Mission hat einen Teil des Rheins in der Nähe von Köln aufgenommen, der den großen Unterschied zwischen August 2021 und August 2022 [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Der Wasserstand des Rheins, des zweitgrößten Flusses Europas, ist aufgrund steigender Temperaturen und ausbleibender Niederschläge weiter gesunken, so dass viele Schiffe nicht mehr mit voller Kapazität auf dem Wasser fahren können. Die Copernicus Sentinel-2-Mission hat einen Teil des Rheins in der Nähe von Köln aufgenommen, der den großen Unterschied zwischen August 2021 und August 2022 zeigt. Eine Pressemitteilung der European Space Agency (ESA).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: <a href="https://www.esa.int/ESA_Multimedia/Images/2022/08/Rhine_river_runs_dry#.Yvzhb9S_uW4.link" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">ESA</a>; 17. August 2022.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Rhein, der von den Schweizer Alpen bis zur Nordsee fließt, ist ein wichtiger Schifffahrtsweg für viele Produkte, von Getreide über Chemikalien bis hin zu Kohle. Wenn der Wasserstand sinkt, müssen Frachtschiffe mit reduzierter Ladung fahren, um nicht auf Grund zu laufen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">An der Engstelle Kaub in der Nähe von Frankfurt sank der Wasserstand am Montag auf 32 cm, gegenüber 42 cm in der vergangenen Woche. Schiffe benötigen jedoch rund 1,5 m, um voll beladen fahren zu können, so dass es für größere Schiffe schwierig ist, die Gewässer zu passieren. Frachtschiffe können zwar weiterhin fahren, aber nur mit etwa 25 bis 35 % der Schiffskapazität.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Niedrigwasserstände treten früher als üblich ein, wobei die niedrigsten Wasserstände normalerweise im September oder Oktober verzeichnet werden. Die für diese Woche vorhergesagten niedrigeren Temperaturen und Niederschläge könnten dem Rhein jedoch Erleichterung verschaffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Phänomen, mit dem der Rhein konfrontiert ist, ist in weiten Teilen Europas nach einem ungewöhnlich heißen und trockenen Sommer, der zu Waldbränden und Wasserknappheit führte, üblich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Copernicus Sentinel-2-Satelliten nehmen hochauflösende Bilder auf, die Informationen über die Bedingungen auf der Erde liefern, z. B. über die Pflanzenwelt, den Boden und die Küstenregionen. Die Mission besteht aus zwei Satelliten, die beide mit einem innovativen multispektralen Bildgeber ausgestattet sind &#8211; einer Kamera, die optische Bilder über einen Bereich von Wellenlängen jenseits des sichtbaren Lichts aufnimmt. Weitere Informationen über den Satelliten Sentinel-2 finden Sie unter <a rel="noreferrer noopener follow" href="https://www.esa.int/Applications/Observing_the_Earth/Copernicus/Sentinel-2" target="_blank" data-wpel-link="external">https://www.esa.int/Applications/Observing_the_Earth/Copernicus/Sentinel-2</a></p>



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<figure class="wp-block-image aligncenter size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Rhine_River_in_August_2021_pillars.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Rhine_River_in_August_2021_pillars_350x350.jpg" alt=""/></a><figcaption>Die Copernicus-Sentinel-2-Mission hat am 25. August 2021 einen Teil des Rheins in der Nähe von Köln abgebildet.</figcaption></figure>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<figure class="wp-block-image aligncenter size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Rhine_River_in_August_2022_pillars.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Rhine_River_in_August_2022_pillars_350x350.jpg" alt=""/></a><figcaption>Der selbe Ausschnitt am 12. August 2022.</figcaption></figure>
</div>
</div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Über die Europäische Weltraumorganisation</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Europäische Weltraumorganisation (ESA) ist das Tor Europas zum Weltraum.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die ESA ist eine 1975 gegründete zwischenstaatliche Organisation, die den Auftrag hat, die Entwicklung der europäischen Raumfahrtkapazitäten zu gestalten und sicherzustellen, dass die Investitionen in die Raumfahrt den Bürgern Europas und der Welt zugute kommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der ESA gehören 22 Mitgliedstaaten an: Österreich, Belgien, die Tschechische Republik, Dänemark, Estland, Finnland, Frankreich, Deutschland, Griechenland, Ungarn, Irland, Italien, Luxemburg, die Niederlande, Norwegen, Polen, Portugal, Rumänien, Spanien, Schweden, die Schweiz und das Vereinigte Königreich. Slowenien, Lettland und Litauen sind assoziierte Mitglieder.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die ESA hat eine formelle Zusammenarbeit mit fünf Mitgliedstaaten der EU aufgenommen. Kanada nimmt im Rahmen eines Kooperationsabkommens an einigen ESA-Programmen teil.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Erfahren Sie mehr über die ESA unter <a href="https://www.esa.int/" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">www.esa.int</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Durch die Koordinierung der finanziellen und intellektuellen Ressourcen ihrer Mitglieder kann die ESA Programme und Aktivitäten durchführen, die weit über die Möglichkeiten eines einzelnen europäischen Landes hinausgehen. Sie arbeitet insbesondere mit der EU bei der Umsetzung der Programme Galileo und Copernicus sowie mit Eumetsat bei der Entwicklung von meteorologischen Missionen zusammen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=762.msg536456#msg536456" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Klimawandel</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Folgen des Klimawandels in den Alpen vom Weltall aus sichtbar</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/folgen-des-klimawandels-in-den-alpen-vom-weltall-aus-sichtbar/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Jun 2022 09:54:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erde]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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		<category><![CDATA[Universität Basel]]></category>
		<category><![CDATA[Vegetation]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Klimaerwärmung trifft den Alpenraum besonders stark. Wie die Arktis wird auch das europäische Gebirge grüner. Forschende der Universitäten Lausanne und Basel zeigen nun im Fachblatt «Science» anhand von Satellitendaten, dass die Vegetation oberhalb der Baumgrenze in fast 80 Prozent der Alpen zugenommen hat. Auch die Schneefläche ist geschrumpft, wenn auch bisher nur leicht. Eine [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die Klimaerwärmung trifft den Alpenraum besonders stark. Wie die Arktis wird auch das europäische Gebirge grüner. Forschende der Universitäten Lausanne und Basel zeigen nun im Fachblatt «Science» anhand von Satellitendaten, dass die Vegetation oberhalb der Baumgrenze in fast 80 Prozent der Alpen zugenommen hat. Auch die Schneefläche ist geschrumpft, wenn auch bisher nur leicht. Eine Medienmitteilung der Universität Basel.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Universität Basel 2. Juni 2022.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/PischahornRichtungPlattenhoernerSRumpf.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/PischahornRichtungPlattenhoernerSRumpf60.jpg" alt=""/></a><figcaption>Blick über die Schweizer Alpen, vom Pischahorn in Richtung der Gipfelgruppe der Plattenhörner. (Foto: Sabine Rumpf)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">2. Juni 2022 &#8211; Schmelzende Gletscher sind zum Symbol des Klimawandels in den Alpen geworden. Vom Weltall betrachtet ist auch das Schwinden von Schneeflächen bereits sichtbar. Allerdings ist dies bei Weitem nicht die größte Veränderung infolge steigender Temperaturen. Zu diesem Schluss kommt ein Forschungsteam um Prof. Dr. Sabine Rumpf von der Universität Basel sowie Prof. Dr. Grégoire Mariéthoz und Prof. Dr. Antoine Guisan von der Universität Lausanne.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Forschenden untersuchten zusammen mit Kollegen aus Holland und Finnland die Veränderung der Schneefläche und der Vegetation anhand hochaufgelöster Satellitendaten aus den Jahren 1984 bis 2021. In diesem Zeitraum hat das Pflanzenwachstum auf 77 Prozent der Fläche oberhalb der Baumgrenze zugenommen. Dieses Phänomen des «Ergrünens» durch die Klimaerwärmung ist bereits für die Arktis gut dokumentiert und wurde auch vereinzelt schon für Gebirge beschrieben.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Dreiviertel der Alpen mit stärkerem Pflanzenwachstum</strong><br>«Das Ausmaß in den Alpen erweist sich als wirklich enorm», sagt Sabine Rumpf, Erstautorin der Studie und seit Februar Assistenzprofessorin an der Universität Basel. Die Alpen ergrünen, da neue Gebiete von Pflanzen bewachsen werden und die Vegetation allgemein dichter und höherwüchsiger wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bisherige Studien hatten vor allem den Einfluss des Klimawandels auf die alpine Artenvielfalt und die Veränderungen der Verbreitung von Pflanzenarten in den Fokus genommen. Eine so umfassende Analyse des zunehmenden Pflanzenwachstums in den Alpen gab es bisher jedoch nicht. Grund für die Zunahme der pflanzlichen Biomasse-Produktion sind vor allem Veränderungen des Niederschlags und längere Vegetationsperioden infolge steigender Temperaturen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">«Alpenpflanzen sind an harsche Bedingungen angepasst, aber nicht sehr konkurrenzstark», so Rumpf. Durch die Veränderung der Umweltbedingungen verlören die spezialisierten Arten ihren Vorteil und würden verdrängt. «Die einzigartige Artenvielfalt der Alpen steht also unter hohem Druck.»</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Schneefläche bereits leicht zurückgegangen</strong><br>Im Vergleich zur Vegetation veränderte sich die Ausdehnung der Schneefläche oberhalb der Baumgrenze seit 1984 nur leicht. Für ihre Analyse schlossen die Forschenden Regionen unterhalb von 1700 Höhenmetern sowie Gletscher und Wälder aus. Bezogen auf die übrigen Bereiche stellten sie fest, dass auf knapp 10 Prozent dieser Fläche die Schneedecke deutlich abgenommen hat. Das klingt zwar nicht nach viel, ist aber dennoch besorgniserregend, betonen die Forschenden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">«Frühere Auswertungen von Satellitendaten hatten noch keinen solchen Trend festgestellt», erklärt Antoine Guisan, einer der beiden Letztautoren der Studie. «Grund dafür dürfte sein, dass die Auflösung der Satellitenbilder nicht ausreichte oder man zu kurze Zeiträume betrachtet hat.»</p>



<p class="wp-block-paragraph">«Lokale Messungen zeigen seit Jahren einen Rückgang der Schneedicke in tieferen Lagen», ergänzt Grégoire Mariéthoz. «Zumindest stellenweise hat dieser Rückgang bereits dazu geführt, dass Flächen größtenteils schneefrei geworden sind.» Anhand der Satellitendaten lässt sich nur unterscheiden, ob eine Parzelle schneebedeckt ist oder nicht. Aussagen über die Schneedicke erlauben die Daten indes nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit fortschreitender Klimaerwärmung dürften die schneefreien Flächen in den Alpen weiter zunehmen. Dadurch entsteht ein Teufelskreis: «Eine grünere Bergwelt reflektiert weniger Sonnenlicht und führt somit zu einer weiteren Klimaerwärmung – und daher zum weiteren Schwinden reflektierender Schneeflächen», sagt Sabine Rumpf. Die Erwärmung lässt zudem die Gletscher weiter schmelzen und den Permafrost tauen. Mehr Bergrutsche und Murgänge könnten die Folge sein. Zudem spiele Schnee und Eis der Alpen eine wichtige Rolle für die Trinkwasserversorgung und nicht zuletzt für den Tourismus, betont Rumpf.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Originalpublikation</strong><br>Sabine Rumpf et al.: From white to green: Snow cover loss and increased vegetation productivity in the European Alps. Science (2022), doi: 10.1126/science.abn6697.<br><a href="https://www.science.org/doi/10.1126/science.abn6697" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://www.science.org/doi/10.1126/science.abn6697</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=762.msg533070#msg533070" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Klimawandel</a></li></ul>
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