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	<title>Amazon &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>Beyond Gravity erhält Grossauftrag von ULA für Raketenstarts von Amazons Projekt Kuiper</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 Oct 2022 16:59:06 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Mitte März dieses Jahres erhielt Beyond Gravity (ehemals RUAG Space) den Zuschlag für die Entwicklung und Lieferung des Dispensersystems für die geplante Satellitenkonstellation von Amazon. Das Projekt Kuiper zielt darauf ab, erschwingliche Internetverbindungen auf der ganzen Welt bereitzustellen. Nun hat United Launch Alliance (ULA) Beyond Gravity einen Auftrag zur Lieferung von 38 Raketenspitzen für ihre [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Mitte März dieses Jahres erhielt Beyond Gravity (ehemals RUAG Space) den Zuschlag für die Entwicklung und Lieferung des Dispensersystems für die geplante Satellitenkonstellation von Amazon. Das Projekt Kuiper zielt darauf ab, erschwingliche Internetverbindungen auf der ganzen Welt bereitzustellen. Nun hat United Launch Alliance (ULA) Beyond Gravity einen Auftrag zur Lieferung von 38 Raketenspitzen für ihre Vulcan-Raketen erteilt. Eine Pressemitteilung von Beyond Gravity.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Beyond Gravity 27. Oktober 2022.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ULAVulcanCentaurPayload2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Hauptbestandteile der neuen Vulcan-Trägerrakete. (Grafik: ULA)" data-rl_caption="" title="Hauptbestandteile der neuen Vulcan-Trägerrakete. (Grafik: ULA)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ULAVulcanCentaurPayload26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Hauptbestandteile der neuen Vulcan-Trägerrakete. (Grafik: ULA)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Raketenspitzen werden die Amazon-Satelliten vom Start bis zum Einsatz schützen. Um das Volumen zu bewältigen, verdoppelt Beyond Gravity seine Kapazitäten in den USA und errichtet gemeinsam mit ULA eine neue Produktionsanlage in Decatur (Alabama). Damit werden rund 200 zusätzliche Arbeitsplätze in den USA geschaffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schnelles, erschwingliches Internet weltweit – das verspricht Amazons geplante Kuiper-Satellitenkonstellation, die 3.236 Satelliten in eine niedrige Erdumlaufbahn bringen soll. Bereits im März sicherte sich Beyond Gravity einen Großauftrag direkt von Amazon zur Entwicklung und Herstellung der maßgeschneiderten, skalierbaren Dispensersystemen. Beyond Gravity erhielt außerdem den Zuschlag für die Lieferung von 38 Raketenspitzen an den amerikanischen Raketenbauer United Launch Alliance (ULA) für dessen Vulcan-Raketen, die Amazons Kuiper-Konstellation ins All bringen werden. Eine Einheit besteht aus drei Verbundwerkstoffelementen, darunter die Nutzlastverkleidung (die Spitze der Trägerrakete), das Hitzeschild, welches die Trägerrakete während des Starts vor der Hitze des Triebwerks schützt und der Zwischenstufenadapter, der die Schnittstelle zur Oberstufe der Trägerrakete bildet.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verdoppelung der Produktionskapazität und der Arbeitsplätze</strong><br>André Wall, CEO von Beyond Gravity, sagt: «Ich bin sehr stolz darauf, dass die Vulcan-Trägerraketen, welche die Kuiper-Konstellation in den Weltraum tragen werden, auf unsere führende und bewährte Technologie im Bereich der Verbundwerkstoffstrukturen vertrauen. Dieser Vertrag mit ULA markiert das nächste Kapitel in unserer langjährigen Partnerschaft und stärkt und erweitert unsere Präsenz in den USA.» Die 38 Nutzlastverkleidungen für ULA werden am Standort von Beyond Gravity in Decatur, Alabama, hergestellt. Als Folge des Auftrags wird Beyond Gravity eine zweite Produktionsstätte in Decatur errichten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das neue Gebäude hat eine Fläche von mehr als 250.000 Quadratmetern, darunter 30.000 Quadratmeter Lager und 20.000 Quadratmeter Bürofläche. Paul Horstink, der die Launchers Division als Executive Vice President leitet, erklärt: «Beyond Gravity hat fantastische Mitarbeitende mit einem hohen Maß an Engagement und einem klaren Fokus auf die Bedürfnisse unserer Kunden. Mit dieser neuen Anlage wird Beyond Gravity das nächste Level erreichen: Von insgesamt 10 Nutzlastverkleidungen, die in Decatur pro Jahr produziert werden, soll die Zahl auf 25 steigen. Außerdem wird die Belegschaft von Beyond Gravity in den USA von heute knapp über 200 auf voraussichtlich 400 Mitarbeitende anwachsen.» Die neue Anlage wird Anfang 2024 fertiggestellt sein und den Betrieb aufnehmen.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ULAVulcanCentaurRocket2k.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Vulcan-Trägerrakete startet - künstlerische Darstellung. (Grafik: ULA)" data-rl_caption="" title="Vulcan-Trägerrakete startet - künstlerische Darstellung. (Grafik: ULA)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ULAVulcanCentaurRocket26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Vulcan-Trägerrakete startet &#8211; künstlerische Darstellung. (Grafik: ULA)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Langfristige strategische Partnerschaft mit ULA</strong><br>Seit 2015 besteht zwischen ULA und Beyond Gravity eine strategische Partnerschaft für die Herstellung von Verbundwerkstoffstrukturen für die Atlas V-Rakete und die Vulcan Centaur-Trägerrakete. «Wir blicken auf eine lange Geschichte einer starken Partnerschaft mit Beyond Gravity zurück und freuen uns darauf, die großartige Arbeit fortzusetzen, während wir unsere Startrate für unsere Vulcan-Trägerrakete erhöhen», sagt Tory Bruno, CEO von ULA.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Was sind Nutzlastverkleidungen?</strong><br>In der Fachsprache werden die Raketenoberteile als &#8222;Nutzlastverkleidungen&#8220; bezeichnet. &#8222;Die Hauptaufgabe, der aus zwei Halbschalen bestehenden Nutzlastverkleidungen ist es, die Satelliten vor dem Start vor hohen Temperaturen, Sonneneinstrahlung, Staub, Feuchtigkeit oder Regen am Startplatz zu schützen. Darüber hinaus schützen die Nutzlastverkleidungen die darin eingeschlossenen Satelliten in den ersten Flugminuten zuverlässig vor Lärmvibrationen, enormer Reibungswärme und mechanischen Belastungen. Beyond Gravity fertigt die Halbschalen aus einem Stück aus Kohlefaserverbundwerkstoff, der in einem Industrieofen &#8222;ausgehärtet&#8220; wird. Dies senkt die Kosten im Vergleich zu Halbschalen, die im Autoklav hergestellt werden, und ermöglicht eine doppelt so schnelle Produktion.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Über Beyond Gravity</strong><br>Beyond Gravity mit Hauptsitz in Zürich, Schweiz, ist das erste Startup, das Agilität, Geschwindigkeit und Innovation mit jahrzehntelanger Erfahrung und bewährter Qualität verbindet. Rund 1.600 Mitarbeiter an 12 Standorten in sechs Ländern (Schweiz, Schweden, Österreich, Deutschland, USA und Finnland) entwickeln und fertigen Produkte für Satelliten und Trägerraketen mit dem Ziel, die Menschheit voranzubringen und die Erforschung der Welt und darüber hinaus zu ermöglichen. Beyond Gravity ist der bevorzugte Lieferant von Strukturen für alle Arten von Trägerraketen und führend bei ausgewählten Satellitenprodukten und Konstellationen im Bereich New Space. Im Jahr 2021 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von rund CHF 319 Millionen. Mehr Informationen unter: <a href="https://www.beyondgravity.com/en" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">www.beyondgravity.com</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=16595.msg539471#msg539471" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Beyond Gravity (vormals RUAG)</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>OHB: Ariane-6-Großauftrag für Arianespace von Amazon</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/ohb-ariane-6-grossauftrag-fuer-arianespace-von-amazon/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 06 Apr 2022 17:23:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Ariane 6-Großauftrag von Amazon an den Startanbieter Arianespace. MT Aerospace AG erwartet gute Auftragsaussichten. Eine Pressemitteilung der OHB SE Bremen. Quelle: OHB SE. Augsburg, 6. April 2022. Das US-Unternehmen Amazon hat sich beim Aufbau seiner Satellitenkonstellation Project Kuiper im All für Starts mit Europas neuer Großrakete Ariane 6 entschieden. Die MT Aerospace AG, ein Tochterunternehmen [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Ariane 6-Großauftrag von Amazon an den Startanbieter Arianespace. MT Aerospace AG erwartet gute Auftragsaussichten. Eine Pressemitteilung der OHB SE Bremen.</h4>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph">Quelle: OHB SE.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/A64inflightesadducros2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/A64inflightesadducros26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Ariane 6 im Flug &#8211; künstlerische Darstellung. (ESA / D. Ducros)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Augsburg, 6. April 2022. Das US-Unternehmen Amazon hat sich beim Aufbau seiner Satellitenkonstellation Project Kuiper im All für Starts mit Europas neuer Großrakete Ariane 6 entschieden. Die MT Aerospace AG, ein Tochterunternehmen des deutschen Raumfahrt- und Technologiekonzerns OHB SE, ist einer der größten Zulieferer von Komponenten für dieses Trägerraketenprogramm und erwartet gute Auftragsaussichten durch den Ariane 6-Hauptauftragnehmer ArianeGroup.</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Die Entscheidung, die Projekt Kuiper-Satelliten mit Ariane 6-Raketen zu starten, ist ein echter Wendepunkt in der Geschichte dieser neuen Trägerrakete! Diese Entscheidung stellt eine neue Weichenstellung für das europäische Trägerraketenprogramm als Ganzes sowie für europäische Zulieferer wie MT Aerospace dar&#8220;, freut sich Hans Steininger, CEO der MT Aerospace AG. &#8222;Mit 18 bestellten Ariane 6-Starts über einen Zeitraum von 3 Jahren wird unsere Produktion durch einen anspruchsvollen Produktionshochlauf deutlich steigen. Das ist eine hervorragende Nachricht für unser Unternehmen und die Produktionsstandorte in Augsburg und Bremen.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die MT Aerospace AG hat einen Produktionsanteil von rund zehn Prozent an allen Ariane 6-Raketen und ist damit einer der größten Zulieferer für die europäische Trägerrakete. &#8222;Die Komponenten der Tanks und Metallstrukturen der Oberstufe und der Zentralstufe, die Hauptkomponenten der Zentralstufenstruktur des Vulcain 2.1-Triebwerks sowie die vorderen und hinteren Strukturen der Feststoffbooster kommen aus Augsburg&#8220;, sagt Ulrich Scheib, CCO der MT Aerospace AG. &#8222;Wir sind stolz, dass Europas neue Trägerrakete für das Projekt Kuiper ausgewählt wurde. Als Hauptlieferant der Ariane 6 freuen wir uns darauf, zum erfolgreichen Aufbau dieses ehrgeizigen Satellitenkonstellationsprojekts beizutragen.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Partner hinter Europas neuer großer Rakete</strong><br>Die Ariane 6 ist eine völlig neue, vielseitige und entwicklungsfähige Trägerrakete, die auf europäischen Spitzentechnologien basiert. Sie soll die Produktionskosten im Vergleich zu ihrer erfolgreichen Vorgängerin Ariane 5, an der MT Aerospace ebenfalls von Anfang an beteiligt war, um 40% senken. Der Erstflug der Ariane 6 ist für Ende 2022 geplant. Ariane 6 ist ein Programm der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) mit Beiträgen der europäischen Raumfahrtindustrie. Die ArianeGroup ist Hauptauftragnehmer und verantwortlich für die Entwicklung, Fertigung und Montage der gesamten Trägerrakete. Dies geschieht in Zusammenarbeit mit industriellen Partnern aus 13 europäischen Ländern. Der Startdienst Ariane 6 wird von der ArianeGroup-Tochter Arianespace vermarktet und betrieben. Für den Startplatz in Kourou ist die französische Raumfahrtagentur CNES zuständig.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Über MT Aerospace AG</strong><br>Die MT Aerospace AG ist ein Unternehmen in der Luft- und Raumfahrt mit rund 500 Mitarbeitern an den Standorten Augsburg, Bremen und Kourou, Französisch-Guayana. MT Aerospace entwickelt und produziert Schlüsselkomponenten für die Europäische Trägerrakete Ariane, die Airbus Flugzeugflotte, Raumfahrzeuge und Satelliten. MT Aerospace ist ein Technologieführer in Leichtbau-Strukturen unter Verwendung von Metall und Composite Materialien.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3406.msg530536#msg530536" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">OHB-System</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Arianespace: 18 Ariane-6-Starts für den Aufbau der Projekt Kuiper-Konstellation</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/arianespace-18-ariane-6-starts-fuer-den-aufbau-der-project-kuiper-konstellation/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 Apr 2022 20:44:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raketen]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Arianespace und Amazon unterzeichnen eine Vereinbarung über 18 Ariane-6-Starts, der größte Auftrag in der Geschichte von Arianespace. Die leistungsstärkste Version der Ariane 6, die Ariane 64, wird über einen Zeitraum von drei Jahren Satelliten der Projekt Kuiper-Breitbandkonstellation in den Orbit bringen. Eine Pressemitteilung von Arianespace. Quelle: Arianespace. Évry, Frankreich, 5. April 2022 &#8211; Arianespace und [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Arianespace und Amazon unterzeichnen eine Vereinbarung über 18 Ariane-6-Starts, der größte Auftrag in der Geschichte von Arianespace. Die leistungsstärkste Version der Ariane 6, die Ariane 64, wird über einen Zeitraum von drei Jahren Satelliten der Projekt Kuiper-Breitbandkonstellation in den Orbit bringen. Eine Pressemitteilung von Arianespace.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Arianespace.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/A64launchESADavidDucros20162k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/A64launchESADavidDucros201626.jpg" alt=""/></a><figcaption>Ariane-64-Start &#8211; künstlerische Darstellung. (Bild: ESA / D. Ducros)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Évry, Frankreich, 5. April 2022 &#8211; Arianespace und Amazon (NASDAQ: AMZN) haben während des International Space Symposium in Colorado Springs, USA, am 5. April den Abschluss eines historischen Vertrags über Startdienstleistungen bekannt gegeben. Im Rahmen des Vertrages wird Arianespace über einen Zeitraum von drei Jahren 18 Ariane-6-Starts vom europäischen Weltraumbahnhof in Französisch-Guayana durchführen. Von den 18 geplanten Starts im Rahmen des Projekts Kuiper, werden 16 mit einer verbesserten Version der Ariane 64 durchgeführt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Stéphane Israël, CEO von Arianespace, erklärte: „Dieser Vertrag, der größte, den wir je geschlossen haben, ist ein großer Moment in der Geschichte von Arianespace. Wir freuen uns, dass wir eine wichtige Rolle bei der Umsetzung von Amazons Projekt Kuiper spielen dürfen, das darauf abzielt, Dutzende Millionen von Menschen mit dem Internet zu verbinden. Es wird auf dem europäischen Innovationsgeist, der industriellen Stärke und der langjährigen Erfahrung der Ariane-Partner aufbauen. Wir sind ungeheuer stolz darauf, dass Amazon die Ariane 6 für diese Aufgabe ausgewählt hat, und freuen uns über diesen Vertrauensbeweis für unsere neue Trägerrakete. Dieser Tag markiert einen entscheidenden Erfolg für das Ariane-6-Programm und seine gesamte Wertschöpfungskette in Europa.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Arianespace ist bekannt für seine Kompetenz bei der Errichtung von institutionellen und kommerziellen Satelliten-Konstellationen. Für diesen Auftrag wird Arianespace die Ariane 64 einsetzen, die als leistungsstärkste europäische Trägerrakete hervorragend für den anspruchsvollen Aufbau von Konstellationen geeignet ist. Die Ariane 6, die demnächst in Betrieb gehen wird, tritt die Nachfolge der Ariane 5 als Schwerlastrakete von Arianespace an.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vielseitigkeit, die hohe Leistungsfähigkeit und die vorausgesetzte Zuverlässigkeit der Ariane 6 waren ausschlaggebend dafür, dass der Zuschlag für das Projekt Kuiper erteilt wurde. Die Ariane 6 wurde von Anfang an so konzipiert, dass sie skalierbar ist und über ihre Lebenszeit regelmäßig neue Technologien integrieren kann. Bei 16 der 18 Ariane-64-Starts kommen P120C-Feststoffbooster für noch mehr Leistung zum Einsatz (in der Version „P120C+“). Durch kontinuierliche Weiterentwicklung der Ariane 6 verbessert Arianespace regelmäßig die Leistung seiner Startlösungen und kann damit den Bedürfnissen institutioneller und kommerzieller Kunden noch besser gerecht werden. Finanziert und geleitet werden die Entwicklungen von der Europäischen Weltraumorganisation ESA, die Umsetzung erfolgt über ArianeGroup als Hauptauftragnehmer für das Ariane-6-Trägerraketensystem.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Kuiper-Konstellation von Amazon soll in unversorgten und unterversorgten Regionen weltweit Breitbandinternet mit geringer Latenz und hoher Geschwindigkeit zu günstigen Preisen zur Verfügung stellen. Privathaushalte, Schulen, Krankenhäuser, Unternehmen, Regierungen und Institutionen, die bisher nicht ausreichend versorgt waren, könnten bald über das Projekt Kuiper vernetzt sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Über Arianespace</strong><br>Arianespace erschließt den Weltraum zur Verbesserung der Lebensbedingungen auf der Erde. Dazu bietet das Unternehmen Startdienste für alle Arten von Satelliten in alle Umlaufbahnen an. Seit 1980 hat Arianespace über 1.100 Satelliten in den Orbit gebracht. Ab 2022 wird Arianespace die von der ESA entwickelten Trägerraketen der neuen Generation Ariane 6 und Vega C betreiben. Das Unternehmen mit Sitz in Évry bei Paris verfügt über eine Einrichtung im Raumfahrtzentrum Kourou in Französisch-Guayana sowie über lokale Vertretungen in Washington D.C, Tokio und Singapur. Arianespace ist eine Tochtergesellschaft von ArianeGroup, die 74 Prozent der Anteile hält. Die übrigen Anteile sind im Besitz von 15 weiteren Vertretern der europäischen Trägerraketenindustrie. ESA und CNES gehören dem Verwaltungsrat an.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3422.msg530369#msg530369" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Arianespace</a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>ESO: Einfluss von Satellitenkonstellationen auf Astronomie</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/eso-einfluss-von-satellitenkonstellationen-auf-astronomie/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Mar 2020 12:50:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Neue ESO-Studie bewertet den Einfluss von Satellitenkonstellationen auf astronomische Beobachtungen. Eine Pressemitteilung des European Southern Observatory (ESO). Quelle: ESO. Astronomen haben kürzlich Bedenken über die Auswirkungen von Satelliten-Megakonstellationen auf die wissenschaftliche Forschung geäußert. Um die Auswirkungen, die diese Konstellationen auf astronomische Beobachtungen haben könnten, besser zu verstehen, hat die ESO eine wissenschaftliche Studie über ihre [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/eso-einfluss-von-satellitenkonstellationen-auf-astronomie/" data-wpel-link="internal">ESO: Einfluss von Satellitenkonstellationen auf Astronomie</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Neue ESO-Studie bewertet den Einfluss von Satellitenkonstellationen auf astronomische Beobachtungen. Eine Pressemitteilung des European Southern Observatory (ESO).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: ESO.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/03/megaconsteso2004a2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/03/megaconsteso2004a26.jpg" alt="Nachthimmel am Paranal-Observatorium der ESO in der Dämmerung, etwa 90 Minuten vor Sonnenaufgang. Die blauen Linien markieren die Höhengrade über dem Horizont.

Eine neue Studie der ESO, die den Einfluss von Satellitenkonstellationen auf astronomische Beobachtungen untersucht, zeigt, dass bis zu etwa 100 Satelliten hell genug sein könnten, um in der Dämmerung mit dem bloßen Auge sichtbar zu sein (Magnitude 5-6 oder heller). Die überwiegende Mehrheit von ihnen, deren Positionen mit kleinen grünen Kreisen im Bild markiert sind, würde tief am Himmel stehen, unter etwa 30 Grad Höhe, und/oder wäre eher schwach. Nur einige wenige Satelliten, deren Standorte rot markiert sind, würden sich über 30 Grad oberhalb des Horizonts befinden - dem Teil des Himmels, an dem die meisten astronomischen Beobachtungen stattfinden - und wären relativ hell (Magnitude von etwa 3-4). Zum Vergleich: Polaris, der Nordstern, hat eine Magnitude von 2, was 2,5 Mal heller ist als ein Objekt der Magnitude 3.

Die Anzahl der sichtbaren Satelliten sinkt zur Mitte der Nacht hin ab, wenn mehr Satelliten in den Erdschatten fallen, was durch den dunklen Bereich links im Bild dargestellt wird. Die Satelliten im Erdschatten sind unsichtbar. (Bild: ESO/Y. Beletsky/L. Calçada)"/></a><figcaption>Nachthimmel am Paranal-Observatorium der ESO in der Dämmerung, etwa 90 Minuten vor Sonnenaufgang. Die blauen Linien markieren die Höhengrade über dem Horizont.<br> Eine neue Studie der ESO, die den Einfluss von Satellitenkonstellationen auf astronomische Beobachtungen untersucht, zeigt, dass bis zu etwa 100 Satelliten hell genug sein könnten, um in der Dämmerung mit dem bloßen Auge sichtbar zu sein (Magnitude 5-6 oder heller). Die überwiegende Mehrheit von ihnen, deren Positionen mit kleinen grünen Kreisen im Bild markiert sind, würde tief am Himmel stehen, unter etwa 30 Grad Höhe, und/oder wäre eher schwach. Nur einige wenige Satelliten, deren Standorte rot markiert sind, würden sich über 30 Grad oberhalb des Horizonts befinden &#8211; dem Teil des Himmels, an dem die meisten astronomischen Beobachtungen stattfinden &#8211; und wären relativ hell (Magnitude von etwa 3-4). Zum Vergleich: Polaris, der Nordstern, hat eine Magnitude von 2, was 2,5 Mal heller ist als ein Objekt der Magnitude 3.<br> Die Anzahl der sichtbaren Satelliten sinkt zur Mitte der Nacht hin ab, wenn mehr Satelliten in den Erdschatten fallen, was durch den dunklen Bereich links im Bild dargestellt wird. Die Satelliten im Erdschatten sind unsichtbar. (Bild: ESO/Y. Beletsky/L. Calçada)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Astronomen haben kürzlich Bedenken über die Auswirkungen von Satelliten-Megakonstellationen auf die wissenschaftliche Forschung geäußert. Um die Auswirkungen, die diese Konstellationen auf astronomische Beobachtungen haben könnten, besser zu verstehen, hat die ESO eine wissenschaftliche Studie über ihre Auswirkungen in Auftrag gegeben, die sich auf Beobachtungen mit ESO-Teleskopen im sichtbaren und infraroten Bereich konzentriert, aber auch andere Observatorien in Betracht zieht. Die Studie, die insgesamt 18 repräsentative Satellitenkonstellationen berücksichtigt, die von SpaceX, Amazon, OneWeb und anderen entwickelt werden, zusammen über 26 Tausend Satelliten [1], wurde jetzt zur Veröffentlichung in Astronomy &amp; Astrophysics angenommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass große Teleskope wie das Very  Large Telescope (VLT) der ESO und das kommende Extremely Large Telescope (ELT) der ESO von den in der Entwicklung befindlichen Konstellationen &#8222;mäßig beeinflusst&#8220; werden. Der Effekt ist bei Langzeitbelichtungen (von etwa 1.000 s) stärker ausgeprägt, von denen bis zu 3% in der Dämmerung, der Zeit zwischen Morgengrauen und Sonnenaufgang und zwischen Sonnenuntergang und Abenddämmerung, zunichte gemacht werden könnten. Kürzere Belichtungen wären weniger stark betroffen, wobei weniger als 0,5% der Beobachtungen dieser Art beeinträchtigt würden. Beobachtungen zu anderen Zeiten während der Nacht wären ebenfalls weniger gefährdet, da sich die Satelliten im Schatten der Erde befinden und daher nicht beleuchtet werden. Je nach wissenschaftlichem Kontext könnten die Auswirkungen durch Änderungen der Betriebszeiten der ESO-Teleskope gemildert werden, obwohl diese Änderungen mit Kosten verbunden sind [2]. Auf Seiten der Industrie wäre ein wirksamer Schritt zur Abschwächung der Auswirkungen eine Verdunkelung der Satelliten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Studie kommt auch zu dem Schluss, dass der größte Einfluss auf  Durchmusterungen von großen Feldern, insbesondere mit großen Teleskopen, erfolgen würde. Beispielsweise wären etwa 30% bis 50% der Aufnahmen mit dem Vera-C.-Rubin-Observatorium der US National Science Foundation (keine Einrichtung der ESO) &#8222;stark beeinträchtigt&#8220;, je nach Jahreszeit, Nachtzeit und den vereinfachenden Annahmen der Studie. Maßnahmen, die an den Teleskopen der ESO angewendet werden könnten, würden bei diesem Observatorium nicht funktionieren, obwohl andere Strategien aktiv erforscht werden. Weitere Studien sind erforderlich, um die  wissenschaftlichen Auswirkungen dieses Verlusts an Beobachtungsdaten und  die Komplexität ihrer Analyse vollständig zu verstehen. Großfeld-Durchmusterungsteleskope wie das Rubin-Observatorium können große Teile des Himmels schnell abtasten, wodurch sie unerlässlich sind, um kurzlebige Phänomene wie Supernovae oder potenziell gefährliche  Asteroiden zu entdecken. Aufgrund ihrer einzigartigen Fähigkeit, sehr große Datensätze zu erzeugen und Beobachtungsobjekte für viele andere  Observatorien zu finden, haben die astronomischen Gemeinschaften und  Förderungseinrichtungen in Europa und anderswo Durchmusterungsteleskope als eine der wichtigsten Prioritäten für zukünftige Entwicklungen in der Astronomie eingestuft.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/03/megaconsteso2004b2k.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/03/megaconsteso2004b26.jpg" alt="Dieses 2D-Schaubild veranschaulicht, dass ein Beobachter in mittleren Breitengraden nur einen Bruchteil der Satelliten der Konstellationen sehen würde, die die Erde umkreisen. Um sichtbar zu sein, müssen sich die Satelliten über dem Horizont des Beobachters befinden und von der Sonne beleuchtet werden. Die meisten Satelliten befänden sich unterhalb des Horizonts und/oder wären durch den Erdschatten verdeckt, der für einen bestimmten Beobachter mit fortschreitender Nacht immer mehr vom Himmel abdeckt. (Bild: ESO/L. Calçada)"/></a><figcaption>Dieses 2D-Schaubild veranschaulicht, dass ein Beobachter in mittleren Breitengraden nur einen Bruchteil der Satelliten der Konstellationen sehen würde, die die Erde umkreisen. Um sichtbar zu sein, müssen sich die Satelliten über dem Horizont des Beobachters befinden und von der Sonne beleuchtet werden. Die meisten Satelliten befänden sich unterhalb des Horizonts und/oder wären durch den Erdschatten verdeckt, der für einen bestimmten Beobachter mit fortschreitender Nacht immer mehr vom Himmel abdeckt. (Bild: ESO/L. Calçada)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Sowohl Berufs- als auch Amateurastronomen haben auch Bedenken darüber  geäußert, wie sich Satelliten-Megakonstellationen auf die unverfälschte Sicht auf den Nachthimmel auswirken könnten. Die Studie zeigt, dass  sich jederzeit etwa 1.600 Satelliten der Konstellationen über dem Horizont eines Observatoriums in mittleren Breitengraden befinden werden, von denen die meisten allerdings tief am Himmel stehen werden &#8211; innerhalb von 30° über dem Horizont. Oberhalb dieser Grenze &#8211; dem Teil des Himmels, in dem die meisten astronomischen Beobachtungen stattfinden &#8211; werden sich zu jeder Zeit etwa 250 Satelliten der Konstellationen befinden. Während sie alle bei Sonnenuntergang und Sonnenaufgang von der Sonne beleuchtet werden, geraten sie gegen Mitte der Nacht immer mehr in den Erdschatten. Die ESO-Studie setzt für alle diese Satelliten eine Helligkeit voraus. Mit dieser Annahme könnten bis zu 100 Satelliten hell genug sein, um in der Dämmerung mit dem bloßen Auge sichtbar zu sein, wobei sich etwa 10 davon höher als 30° über dem Horizont befinden würden. All diese Zahlen sinken mit zunehmender Dunkelheit und dem Eintauchen der Satelliten in den Erdschatten. Insgesamt würden diese neuen Satellitenkonstellationen die Anzahl der mit dem bloßen Auge am Nachthimmel sichtbaren Satelliten oberhalb von 30° grob verdoppeln [3].</p>



<p class="wp-block-paragraph">In diesen Zahlen sind die unmittelbar nach dem Start sichtbaren  Satellitenzüge nicht enthalten. Obwohl sie spektakulär und hell sind, sind sie kurzlebig und nur kurz nach Sonnenuntergang oder vor Sonnenaufgang und &#8211; zu einem bestimmten Zeitpunkt &#8211; nur von einem sehr begrenzten Gebiet auf der Erde aus sichtbar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die ESO-Studie verwendet Vereinfachungen und Annahmen, um  konservative Schätzungen der Auswirkungen zu erhalten, die in der Realität kleiner sein können als in der Studie berechnet. Um die tatsächlichen Auswirkungen genauer zu quantifizieren, sind anspruchsvollere Modellierungen erforderlich. Während der Schwerpunkt auf den ESO-Teleskopen liegt, gelten die Ergebnisse für ähnliche Nicht-ESO-Teleskope, die auch im Sichtbaren und im Infrarot arbeiten, mit ähnlicher Instrumentierung und wissenschaftlichen Fällen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Satellitenkonstellationen werden auch Auswirkungen auf Radio-, 
Millimeter- und Submillimeter-Observatorien haben, darunter das Atacama 
Large Millimeter/Submillimeter Array (ALMA) und das Atacama Pathfinder 
Experiment (APEX). Diese Auswirkungen werden in weiteren Studien 
berücksichtigt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die <a href="https://www.eso.org/public/germany/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">ESO</a> ergreift zusammen mit anderen Observatorien, der Internationalen Astronomischen Union (<a href="https://www.iau.org/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">IAU</a>), der American Astronomical Society (<a href="https://aas.org/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">AAS</a>), der Royal Astronomical Society (<a href="https://ras.ac.uk/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">RAS</a>) des Vereinigten Königreichs und anderen Gesellschaften Maßnahmen, um das Bewusstsein für dieses Thema in globalen Foren wie dem Ausschuss der Vereinten Nationen für die friedliche Nutzung des Weltraums (<a href="https://www.unoosa.org/oosa/en/ourwork/copuos/index.html" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">COPUOS</a>) und dem Europäischen Ausschuss für Radioastronomie-Frequenzen (<a href="https://www.craf.eu/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">CRAF</a>) zu schärfen. Dies geschieht, während mit den Raumfahrtunternehmen praktische Lösungen erforscht werden, die die umfangreichen Investitionen in hochmoderne bodengestützte Astronomieeinrichtungen sichern können. Die ESO unterstützt die Entwicklung von Regulierungsrahmen, die letztlich die harmonische Koexistenz von vielversprechenden technologischen Fortschritten in einer niedrigen Erdumlaufbahn mit den Bedingungen gewährleisten, die es der Menschheit ermöglichen, ihre Beobachtung und ihr Verständnis des Universums fortzusetzen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Endnoten</h3>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/03/megaconsteso2004c2k.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/03/megaconsteso2004c26.jpg" alt="Nachthimmel über der Baustelle des Extremely Large Telescope der ESO, das Ende 2025 in Betrieb genommen werden soll. Im Hintergrund ist ein Laser-Guide des nahe gelegenen Very Large Telescope zu sehen.

Eine Studie der ESO über den Einfluss von Satellitenkonstellationen auf astronomische Beobachtungen im sichtbaren und infraroten Bereich ergab, dass Großteleskope wie das Very Large Telescope der ESO und das ELT von den derzeit in Entwicklung befindlichen Konstellationen nur &quot;mäßig beeinflusst&quot; werden. Je nach wissenschaftlichem Kontext könnten die Auswirkungen durch Änderungen der Betriebszeiten der ESO-Teleskope verringert werden. (Bild: ESO/M. Zamani)"/></a><figcaption>Nachthimmel über der Baustelle des Extremely Large Telescope der ESO, das Ende 2025 in Betrieb genommen werden soll. Im Hintergrund ist ein Laser-Guide des nahe gelegenen Very Large Telescope zu sehen.<br> Eine Studie der ESO über den Einfluss von Satellitenkonstellationen auf astronomische Beobachtungen im sichtbaren und infraroten Bereich ergab, dass Großteleskope wie das Very Large Telescope der ESO und das ELT von den derzeit in Entwicklung befindlichen Konstellationen nur &#8222;mäßig beeinflusst&#8220; werden. Je nach wissenschaftlichem Kontext könnten die Auswirkungen durch Änderungen der Betriebszeiten der ESO-Teleskope verringert werden. (Bild: ESO/M. Zamani)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">[1] Viele der Parameter, die Satellitenkonstellationen charakterisieren,  einschließlich der Gesamtzahl der Satelliten, ändern sich häufig. Die Studie geht davon aus, dass insgesamt 26.000 Satelliten die Erde umkreisen werden. Diese Zahl könnte jedoch höher sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">[2] Beispiele für Maßnahmen zur Abschwächung der Folgen sind: Berechnung der Position der Satelliten, um zu vermeiden, dass die Beobachtung an der Stelle erfolgt, an der ein Satellit vorbeifliegt; Schließen des Teleskopverschlusses genau dann, wenn ein Satellit das Sichtfeld durchquert; und Beschränkung der Beobachtungen auf Bereiche des Himmels, die im Erdschatten liegen, wo die Satelliten nicht von der Sonne beleuchtet werden. Diese Methoden sind jedoch nicht für alle wissenschaftlichen Fälle geeignet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">[3] Es wird geschätzt, dass <a rel="noreferrer noopener follow" href="https://www.esa.int/Space_Safety/Space_Debris/Space_debris_by_the_numbers" target="_blank" data-wpel-link="external">derzeit etwa 34.000 Objekte</a> mit einer Größe von mehr als 10 cm die Erde umkreisen. Davon sind etwa 5.500 Satelliten, darunter etwa 2.300 funktionsfähige. Der Rest ist Weltraummüll, einschließlich Raketenoberstufen und Satellitenstartadapter. Etwa 2.000 dieser Objekte befinden sich zu jedem Zeitpunkt an einem beliebigen Ort über dem Horizont. Während der Dämmerung werden etwa 5-10 von ihnen von der Sonne beleuchtet und sind hell genug, um mit dem bloßen Auge gesehen zu werden.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Weitere Informationen</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Studie &#8222;On the impact of Satellite Constellations on Astronomical Observations with ESO Telescopes in the Visible and Infrared Domains&#8220; von O. Hainaut und A. Williams wird in Astronomy and Astrophysics erscheinen und ist <a rel="noreferrer noopener follow" href="https://www.eso.org/public/archives/releases/sciencepapers/eso2004/eso2004a.pdf" target="_blank" data-wpel-link="external">hier</a> und auf arXiv verfügbar.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Links</h3>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://www.eso.org/public/archives/releases/sciencepapers/eso2004/eso2004a.pdf" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Wissenschaftlicher Artikel</a></li><li><a href="https://www.eso.org/public/announcements/ann19062/" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">ESO-Mitteilung &#8222;Satellitenkonstellationen und ihr Einfluss auf die Astronomie&#8220;</a></li><li><a href="https://web.archive.org/web/20250308094316/https://www.iau.org/news/pressreleases/detail/iau2001/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">IAU-Pressemitteilung &#8222;Understanding the Impact of Satellite Constellations on Astronomy&#8220;</a></li><li><a href="https://aas.org/posts/advocacy/2019/12/aas-works-mitigate-impact-satellite-constellations-ground-based-observing" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">AAS-Mitteilung&#8220;AAS Works to Mitigate Impact of Satellite Constellations on Ground-Based Observing&#8220;</a></li><li><a href="https://docushare.lsst.org/docushare/dsweb/Get/Document-33805/LEOsatelliteConstellationImpactOpticalAstronomy20191004.docx" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Rubin Observatory Legacy Survey of Space and Time (LSST) &#8222;Impact on Optical Astronomy of LEO Satellite Constellations&#8220;</a></li></ul>



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<ul>
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</ul>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<item>
		<title>Das Amazon-Imperium schlägt zurück</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/das-amazon-imperium-schlaegt-zurueck/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 28 Nov 2015 21:15:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Amazon]]></category>
		<category><![CDATA[Blue Origin]]></category>
		<category><![CDATA[Elon Musk]]></category>
		<category><![CDATA[Jeff Bezos]]></category>
		<category><![CDATA[Landung]]></category>
		<category><![CDATA[LC 39 A]]></category>
		<category><![CDATA[New Shepard]]></category>
		<category><![CDATA[Wiederverwendung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bereits seit mehreren Jahren wetteifern die Unternehmer Elon Musk und Jeff Bezos um den wiederverwendbaren Raumtransport. Jetzt ist Bezos der erste Flug auf über 100 km Höhe mit anschließender vertikaler Landung der Raketenstufe gelungen. Ein Beitrag von Tobias Willerding. Quelle: Blue Origin. Am Montag, den 23. November 2015, hat Blue Origin seine suborbitale Kapsel &#8222;New [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Bereits seit mehreren Jahren wetteifern die Unternehmer Elon Musk und Jeff Bezos um den wiederverwendbaren Raumtransport. Jetzt ist Bezos der erste Flug auf über 100 km Höhe mit anschließender vertikaler Landung der Raketenstufe gelungen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Tobias Willerding. Quelle: Blue Origin.   </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/blueorigin_launch.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/blueorigin_launch_low.jpg" alt="" class="wp-image-11352" width="300" height="191"/></a><figcaption>Start, hier eine Aufnahme vom ersten Versuch im April 2015
(Bild: Blue Origin)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Am Montag, den 23. November 2015, hat Blue Origin seine suborbitale Kapsel &#8222;New Shephard&#8220; erfolgreich auf über 100 km geflogen und anschließend die Raketenstufe wieder senkrecht auf dem Triebwerksstrahl gelandet. Der Flug folgt auf einen ersten Versuch im April, der bis auf die Landung der Raketenstufe ebenfalls erfolgreich war. Blue Origin ist eine Raumtransportfirma, die vom Amazon-Chef und Multimilliardär Jeff Bezos geleitet wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Kapsel wurde dabei von einer Raketenstufe, welche mit flüssigem Wasserstoff und flüssigem Sauerstoff befüllt ist, beschleunigt. Nach dem Verlassen der Erdatmosphäre haben sich Raumschiff und Raketenstufe getrennt. Die unbemannte Kapsel landete anschließend an einem Fallschirm und die Raketenstufe vertikal mit dem Haupttriebwerk auf einem vorgesehenden Landeplatz. Bei dem Haupttriebwerk handelt es sich um das BE-3, ein Triebwerk mit flüssigem Wasserstoff und Sauerstoff, das von Blue Origin in den letzten Jahren in Eigenregie entwickelt wurde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bezos sagte in einem Interview, dass er es kaum erwarten kann, einen zweiten Flug mit derselben Hardware zu unternehmen. Wann ein solcher Flug erfolgen könnte, ist jedoch unklar. Ebenfalls ist unklar, wann Weltraumtouristen einen ersten suborbitalen Trip ins All unternehmen können. Der Preis ist auch nicht bekannt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Blue Origin plant auch eine orbitale Trägerrakete, bei der das BE-3 Triebwerk die Oberstufe antreiben soll. Für die Hauptstufe entwickelt Blue Origin gerade das Hauptstromtriebwerk BE-4, das mit Methan und Sauerstoff arbeitet. Dieses Triebwerk soll auch an die ULA verkauft werden, wo es in dem Nachfolger der Atlas 5, der Vulcan, eingesetzt werden soll. Die Atlas 5 wird eingestellt, da sie zu teuer ist und das russische RD-180 Triebwerk benutzt, welches aus politischen Gründen nicht mehr für US-Militärstarts benutzt werden darf.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/blueorigin_landung.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/blueorigin_landung_low.jpg" alt="" class="wp-image-11350" width="300" height="136"/></a><figcaption>Raketenstufe im Landeanflug
(Bild: Blue Origin Youtube Video)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Elon Musk, der Chef von der Firma SpaceX, versucht ebenfalls seit mehreren Jahren eine Raketenstufe erfolgreich zu landen. Im Gegensatz zu Blue Origin ist sein Unterfangen jedoch ambitionierter. Die Unterstufe der orbitalen Trägerrakete Falcon 9 soll dabei nach der Stufentrennung zum Startplatz oder einer Seeplattform zurückfliegen und dort senkrecht landen. Dieses Unterfangen hat bisher auch schon fast geklappt aber eben nur fast. Dass Blue Origin Musk jetzt zuvor gekommen ist, ärgert Musk offenbar sichtlich. Kurz nach der Pressemitteilung von Blue Origin gratulierte er Blue Origin erst via Twitter bevor er in einer Reihe von Tweets den Erfolg von Blue Origin zu relativieren versuchte. SpaceX plant für Dezember den Erstflug der neuen &#8222;Falcon 9 Full Thrust&#8220;, wo auch eine weitere Seeplattformlandung versucht werden soll.</p>



<p class="wp-block-paragraph">SpaceX und Blue Origin sind schon des Öfteren aneinander geraten. In der Vergangenheit haben sie sich zum Beispiel über ein von Blue Origin eingereichtes Raketenseeplattformlandungspatent gestritten. Dieses Patent wurde nach Einspruch von SpaceX erstmal zurückgewiesen. Ein weiterer Streitpunkt war die Vergabe von LC-39, also desjenigen Startplatzes, wo z.B. Apollo 11 zum Mond gestartet ist. Die NASA hatte SpaceX eine Pacht über 20 Jahre zugeteilt, worauf Blue Origin Widerspruch eingelegt hatte. Auch diesen verlor Blue Origin. Musk kommentierte, dass es wahrscheinlicher sei, dass &#8222;Einhörner im Flammenschacht tanzen&#8220; als dass Blue Origin in 5 Jahren eine orbitales bemanntes Raumfahrtprojekt auf die Startrampe bekommt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Mehr Informationen:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://www.youtube.com/watch?v=9pillaOxGCo" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">Video vom Flug bei Youtube</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3385.msg345807#msg345807" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Blue Origin</a></li></ul>
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