<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Aminosäure &#8211; Raumfahrer.net</title>
	<atom:link href="https://www.raumfahrer.net/tag/aminosaeure/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.raumfahrer.net</link>
	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
	<lastBuildDate>Sun, 24 Aug 2025 14:18:29 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=7.0</generator>

<image>
	<url>https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/cropped-R-Logo-neu-o-512-32x32.png</url>
	<title>Aminosäure &#8211; Raumfahrer.net</title>
	<link>https://www.raumfahrer.net</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>JKU Forschung gibt Hinweise auf Entstehung von Bausteinen des Lebens</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/jku-forschung-gibt-hinweise-auf-entstehung-von-bausteinen-des-lebens/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Aug 2024 16:25:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astrobiologie/Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Aminosäure]]></category>
		<category><![CDATA[Ammoniak]]></category>
		<category><![CDATA[JKU]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Meteorit]]></category>
		<category><![CDATA[Protein]]></category>
		<category><![CDATA[Universität Linz]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.raumfahrer.net/?p=143745</guid>

					<description><![CDATA[<p>Für Leben braucht es die richtigen Bedingungen – Wärme, Wasser und natürlich: Die Baustoffe des Lebens, zum Beispiel Aminosäuren und Proteine. Eine Pressemeldung der Johannes Kepler Universität (JKU) Linz. Quelle: Johannes Kepler Universität Linz 27. August 2024. 27. August 2024 &#8211; Aminosäuren und Proteine wurden bereits auf Meteoriten nachgewiesen. Eine Forschungsarbeit der Johannes Kepler Universität [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/jku-forschung-gibt-hinweise-auf-entstehung-von-bausteinen-des-lebens/" data-wpel-link="internal">JKU Forschung gibt Hinweise auf Entstehung von Bausteinen des Lebens</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Für Leben braucht es die richtigen Bedingungen – Wärme, Wasser und natürlich: Die Baustoffe des Lebens, zum Beispiel Aminosäuren und Proteine. Eine Pressemeldung der Johannes Kepler Universität (JKU) Linz.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Johannes Kepler Universität Linz 27. August 2024.</p>



<p class="wp-block-paragraph">27. August 2024 &#8211; Aminosäuren und Proteine wurden bereits auf Meteoriten nachgewiesen. Eine Forschungsarbeit der Johannes Kepler Universität Linz hat nun aufgezeigt, wie diese Bausteine des Lebens im Weltall entstehen könnten – und fügen so unserem Verständnis des Lebens eine wichtige Facette hinzu. Sowohl auf Meteoriten als auch auf Proben, die auf Raummissionen eingebracht wurden, haben Forscher*innen bereits präbiotische Moleküle nachgewiesen – also jene Grundbausteine, die für Leben, wie wir es kennen, notwendig sind. Wie diese entstehen können, war lange strittig.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zwar gibt es die Strecker-Synthese, bei der aus Zutaten wie Blausäure, organischen Carbonylverbindungen und Ammoniak präbiotische Moleküle entstehen. Aber da Ammoniak ein sehr flüchtiges Gas ist, wurde es bisher noch nie in Asteroiden oder Meteoriten entdeckt.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="600" height="400" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/08/jkuEntstehungpraebiotischerMolekueleSchoefbergerFernandez60.jpg" alt="Entstehung präbiotischer Moleküle. (Grafik: Schöfberger, Fernandez)" class="wp-image-143749" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/08/jkuEntstehungpraebiotischerMolekueleSchoefbergerFernandez60.jpg 600w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/08/jkuEntstehungpraebiotischerMolekueleSchoefbergerFernandez60-300x200.jpg 300w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/08/jkuEntstehungpraebiotischerMolekueleSchoefbergerFernandez60-272x182.jpg 272w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /><figcaption class="wp-element-caption">Entstehung präbiotischer Moleküle. (Grafik: Schöfberger, Fernandez)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ammoniak auf Meteoriten</strong><br>Hier dürfen sich Wolfgang Schöfberger und Lucas Fernández vom Schoefberger Lab am Institut für Organische Chemie der JKU über einen wissenschaftlichen Durchbruch freuen. Durch elektrochemische Experimente unter Verwendung eines Meteorits als Katalysator konnten die beiden JKU Chemiker nachweisen, dass ein im Meteorit enthaltenes Mineral in einer komplexen Reaktion Ammoniak freisetzt – der fehlende Baustein präbiotischer Moleküle war gefunden!</p>



<p class="wp-block-paragraph">„In einem weiteren Schritt konnten wir die Bildung dieser Moleküle konkret nachweisen. Diese Entdeckungen erweitern unser Verständnis der astrobiologischen Chemie erheblich und bieten wertvolle Einblicke in präbiotische Prozesse sowie das mögliche Vorhandensein von Bausteinen des Lebens im gesamten Universum“, erklärt Schöfberger.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Autoren und insbesondere Wolfgang Schöfberger danken für die finanzielle Unterstützung des Linz Institute of Technology (LIT) und des Austrian Science Fund (FWF). Die Forschungsergebnisse wurden mittlerweile im renommierten Magazin Chemistry &#8211; A European Journal publiziert.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img decoding="async" width="600" height="341" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/08/jkuallendecv3choefbergerFernandez60.jpg" alt="Meteorit Allende CV3. (Bild: Schöfberger, Fernandez)" class="wp-image-143747" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/08/jkuallendecv3choefbergerFernandez60.jpg 600w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/08/jkuallendecv3choefbergerFernandez60-300x171.jpg 300w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /><figcaption class="wp-element-caption">Meteorit Allende CV3. (Bild: Schöfberger, Fernandez)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Himmelskörper als „Taxi“ für Moleküle</strong><br>Durch Meteoriten könnten diese Moleküle auf verschiedene Planeten gekommen sein – und bei richtigen Bedingungen zu Grundbausteinen des Lebens geworden sein. „Eines der großen Rätsel bei der Erforschung des Ursprungs des Lebens ist die Frage, wie die erste Zelle und der erste lebende Organismus entstanden sind“, sagt Wolfgang Schöfberger. „Obwohl dies immer noch heftig diskutiert wird, wissen wir jetzt, dass sich präbiotische Moleküle tatsächlich auf Meteoriten bilden können.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein wichtiger Durchbruch – und was auf der Erde funktioniert hat, könnte durchaus auch auf anderen Planeten erfolgreich gewesen sein. „Unsere Forschung ist ein Hinweis, dass Leben tatsächlich häufiger vorkommen könnte, als man meint“, sagt auch Lucas Fernández und hofft auf weitere spannende Erkenntnisse auf der Suche nach dem Ursprung allen Lebens.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Publikation:</strong><br>From Meteorite to Life’s Building Blocks: A possible Electrochemical Pathway to Amino Acids and Peptide Bonds. &#8211; Fernandez &#8211; Chemistry – A European Journal &#8211; Wiley Online Library<br>doi.org/10.1002/chem.202401856<br><a href="https://chemistry-europe.onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/chem.202401856" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://chemistry-europe.onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/chem.202401856</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=1181.msg565328#msg565328" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Leben im Universum</a></li>
</ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/jku-forschung-gibt-hinweise-auf-entstehung-von-bausteinen-des-lebens/" data-wpel-link="internal">JKU Forschung gibt Hinweise auf Entstehung von Bausteinen des Lebens</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>FU Berlin: Entdeckung von Biosignaturen im All</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/fu-berlin-entdeckung-von-biosignaturen-im-all/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 May 2024 21:59:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Astrobiologie/Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Cassini]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonden]]></category>
		<category><![CDATA[Sonnensystem]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Aminosäure]]></category>
		<category><![CDATA[Biosignatur]]></category>
		<category><![CDATA[CDA]]></category>
		<category><![CDATA[Eis]]></category>
		<category><![CDATA[Enceladus]]></category>
		<category><![CDATA[FU Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Hydrothermalfeld]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[LILBID]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.raumfahrer.net/?p=139733</guid>

					<description><![CDATA[<p>Bedingungen auf Saturnmond Enceladus im Labor simuliert. Eine Pressemitteilung der Freien Universität Berlin. Quelle: Freie Universität Berlin 14. Mai 2024. 14. Mai 2024 &#8211; Im Jahr 2018 wurden in Eispartikeln des Saturnmonds Enceladus sehr große organische Moleküle entdeckt. Noch ist unklar, ob sie auf die Existenz von Leben hindeuten oder auf andere Weise entstanden sind. [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/fu-berlin-entdeckung-von-biosignaturen-im-all/" data-wpel-link="internal">FU Berlin: Entdeckung von Biosignaturen im All</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Bedingungen auf Saturnmond Enceladus im Labor simuliert. Eine Pressemitteilung der Freien Universität Berlin.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Freie Universität Berlin 14. Mai 2024.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/PIA17184Enceladus30Nov2010NASAJPLCaltechSpaceScienceInstitute1k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Enceladus im Blick der Raumsonde Cassini am 30. November 2010. (Bild: NASA/JPL-Caltech/Space Science Institute)" data-rl_caption="" title="Enceladus im Blick der Raumsonde Cassini am 30. November 2010. (Bild: NASA/JPL-Caltech/Space Science Institute)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/PIA17184Enceladus30Nov2010NASAJPLCaltechSpaceScienceInstitute26.jpg" alt="Enceladus im Blick der Raumsonde Cassini am 30. November 2010. (Bild: NASA/JPL-Caltech/Space Science Institute)" class="wp-image-139743"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Enceladus im Blick der Raumsonde Cassini am 30. November 2010. (Bild: NASA/JPL-Caltech/Space Science Institute)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">14. Mai 2024 &#8211; Im Jahr 2018 wurden in Eispartikeln des Saturnmonds <a href="https://www.raumfahrer.net/tag/enceladus/" data-wpel-link="internal">Enceladus</a> sehr große organische Moleküle entdeckt. Noch ist unklar, ob sie auf die Existenz von Leben hindeuten oder auf andere Weise entstanden sind. Eine aktuelle Studie könnte helfen, diese Frage zu beantworten. Bedingungen, die zur Entstehung oder Aufrechterhaltung von Leben in extraterrestrischen Ozeanen führen können, könnten demnach molekulare Spuren in Eiskörnern hinterlassen. Die Arbeiten wurden an der Freien Universität Berlin durchgeführt &#8211; der leitende Wissenschaftler Dr. Nozair Khawaja ist gerade an die Universität Stuttgart gewechselt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Wiege des Lebens auf der Erde befand sich vermutlich in einem Heißwasser-Schlot auf dem Grund des Ozeans. „In der Forschung sprechen wir auch von einem Hydrothermal-Feld“, erklärt Dr. Nozair Khawaja vom Institut für Raumfahrtsysteme (IRS) der Universität Stuttgart. „Es gibt gute Hinweise darauf, dass in solchen Feldern Bedingungen herrschen, die für die Entstehung oder Aufrechterhaltung einfacher Lebensformen wichtig sind.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Möglicherweise gibt es derartige Schlote auch auf einem Himmelskörper, der nach kosmischen Maßstäben nicht weit von unserem Heimatplaneten entfernt ist: dem Saturnmond Enceladus. Der Trabant misst ungefähr 500 Kilometer im Durchmesser, seine Oberfläche ist mit einer 30 Kilometer dicken Hülle aus Eis bedeckt. Im Jahr 2005 entdeckten Wissenschaftler*innen über seinem Südpol eine riesige Wolke aus Eispartikeln. Drei Jahre später durchflog die NASA-Raumsonde <a href="https://www.raumfahrer.net/tag/cassini/" data-wpel-link="internal">Cassini</a> diese Wolke. Die Messinstrumente der Sonde offenbarten Erstaunliches: Die Zusammensetzung der Partikel deutete mit großer Sicherheit darauf hin, dass unter Enceladus‘ Eisdecke ein Ozean aus flüssigem Wasser vorhanden sein muss.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Enceladus-Meer enthält organische Moleküle</strong><br>Khawaja hat die Daten der Cassini-Mission zusammen mit dem Planetologen Professor Frank Postberg von der Freien Universität (FU) Berlin genauer analysiert. „In den Jahren 2018 und 2019 sind wir dabei auf verschiedene organische Moleküle gestoßen, darunter auch solche, die typischerweise Bausteine biologische Verbindungen sind.“ Die Daten wurden mit einem niedrig auflösenden Messinstrument von Cassini aufgezeichnet. Dennoch könnten sie darauf hindeuten, dass der Ozean auf dem Saturnmond Enceladus voll von organischen Molekülen ist. „Und das bedeutet möglicherweise, dass dort chemische Reaktionen ablaufen, die irgendwann zu Leben führen könnten.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Forscher*innen vermuten auch auf dem Grund des Enceladus-Meeres Hydrothermalfelder. Unklar war bislang, ob die entdeckten organischen Moleküle in diesen Feldern entstanden sind. Khawaja hat nun zusammen mit seinen Mitarbeiter*innen Lucia Hortal und Thomas Sullivan nach einer Möglichkeit gesucht, diese Frage zu beantworten. „Dazu haben wir an der FU Berlin im Labor die Parameter eines möglichen Hydrothermalfelds auf Enceladus simuliert“, sagt Khawaja, der gerade von der Freien Universität Berlin an die Universität Stuttgart gewechselt ist. „Dann haben wir untersucht, welche Auswirkungen diese Bedingungen auf eine einfache Kette von Aminosäuren haben.“ Aminosäuren sind die Grundbausteine von Proteinen und die Basis sämtlichen Lebens, wie wir es kennen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der Testapparatur herrschten Temperaturen von 80 bis 150 Grad Celsius und ein Druck von 80 bis 100 bar &#8211; etwa hundertmal höher als auf der Erdoberfläche. Unter diesen extremen Verhältnissen veränderten sich die Aminosäureketten mit der Zeit auf charakteristische Weise. Doch lassen sich diese Änderungen mit den Messinstrumenten auf Raumsonden überhaupt nachweisen? Anders gefragt: Hinterlassen sie eine unverwechselbare Signatur, die man in den Daten von Cassini (oder auch künftiger Raummissionen) finden können müsste?</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/CassinisCosmicDustAnalyzerCDADLRCCBY3080.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Der Cosmic Dust Analyzer (CDA) der Raumsonde Cassini. (Bild: DLR (CC-BY 3.0))" data-rl_caption="" title="Der Cosmic Dust Analyzer (CDA) der Raumsonde Cassini. (Bild: DLR (CC-BY 3.0))" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/CassinisCosmicDustAnalyzerCDADLRCCBY3026.jpg" alt="Der Cosmic Dust Analyzer (CDA) der Raumsonde Cassini. (Bild: DLR (CC-BY 3.0))" class="wp-image-139740"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Der Cosmic Dust Analyzer (CDA) der Raumsonde Cassini. (Bild: DLR (CC-BY 3.0))</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Hydrothermalfelder hinterlassen Spuren in den Messdaten</strong><br>Das Messinstrument an Bord der Cassini-Raumsonde, der sogenannte Cosmic Dust Analyzer, analysiert Staub- und Enceladus-Eispartikel im All, die mit Geschwindigkeiten von bis zu 20 Kilometern pro Sekunde unterwegs sind. Der High-Speed-Crash führt dazu, dass das Material verdampft und die Moleküle in ihm zertrümmert werden. Die Bruchstücke verlieren dabei Elektronen und sind dann positiv geladen. Sie lassen sich mit einer negativ geladenen Elektrode anziehen und treffen dort dann umso früher ein, je leichter sie sind. Wenn man die Laufzeit aller Bruchstücke misst, erhält man ein sogenanntes Massenspektrum. Daraus kann man dann Rückschlüsse auf das Ursprungsmolekül ziehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Labor lässt sich diese Messmethode nur mit großem Aufwand anwenden. „Wir haben stattdessen erstmals für Eispartikel, die hydrothermal verändertes Material enthielten, eine alternative Messmethode namens LILBID genutzt“, erklärt Khawaja. „Sie liefert ganz ähnliche Massenspektren wie das Cassini-Instrument. Damit haben wir unsere Aminosäurekette vor und nach dem Versuch vermessen. Dabei sind wir auf charakteristische Signale gestoßen, die durch die Reaktionen in unserem simulierten Hydrothermalfeld hervorgerufen wurden.“ Die Forschenden werden dieses Experiment nun mit weiteren organischen Molekülen unter erweiterten geophysikalischen Bedingungen im Enceladus-Ozean wiederholen. Ihre Ergebnisse ermöglichen es, die Cassini-Daten (oder auch die Daten künftiger Missionen) auf solche Signaturen zu durchforsten. Falls man sie findet, wäre das ein weiterer Hinweis auf die Existenz eines Hydrothermalfeldes auf Enceladus. Damit stiege auch die Wahrscheinlichkeit, dass auf Enceladus Leben entstehen und überdauern kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=5764.msg561601#msg561601" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Leben im Sonnensystem</a></li>
</ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/fu-berlin-entdeckung-von-biosignaturen-im-all/" data-wpel-link="internal">FU Berlin: Entdeckung von Biosignaturen im All</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Neue Emmy-Noether-Gruppe erforscht interstellare Eisgemische</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/neue-emmy-noether-gruppe-erforscht-interstellare-eisgemische/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 Dec 2023 17:15:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astrobiologie/Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Extrasolar]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Aminosäure]]></category>
		<category><![CDATA[Astrochemie]]></category>
		<category><![CDATA[Eis]]></category>
		<category><![CDATA[Elektronen]]></category>
		<category><![CDATA[Erde]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[RUB]]></category>
		<category><![CDATA[Stickstoff]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.raumfahrer.net/?p=134762</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die Forschungsgruppe will die Bedingungen aus dem Weltraum auf die Erde holen und so neue Erkenntnisse gewinnen, wie die Bausteine des Lebens entstanden sind. Eine Presseinformation der Ruhr-Universität Bochum (RUB). Quelle: Ruhr-Universität Bochum (RUB) 13. Dezember 2023. 13. Dezember 2023 &#8211; Wie genau chemische Vorgänge in Eisgemischen dazu beigetragen haben, dass auf der Erde Leben [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/neue-emmy-noether-gruppe-erforscht-interstellare-eisgemische/" data-wpel-link="internal">Neue Emmy-Noether-Gruppe erforscht interstellare Eisgemische</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die Forschungsgruppe will die Bedingungen aus dem Weltraum auf die Erde holen und so neue Erkenntnisse gewinnen, wie die Bausteine des Lebens entstanden sind. Eine Presseinformation der Ruhr-Universität Bochum (RUB).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Ruhr-Universität Bochum (RUB) 13. Dezember 2023.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/20231212eckhardtemmynoethergruppekm2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="André Eckhardts Gruppe stellt die Bedingungen aus dem Weltall im Labor nach. (Foto: RUB, Marquard)" data-rl_caption="" title="André Eckhardts Gruppe stellt die Bedingungen aus dem Weltall im Labor nach. (Foto: RUB, Marquard)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/20231212eckhardtemmynoethergruppekm26.jpg" alt="André Eckhardts Gruppe stellt die Bedingungen aus dem Weltall im Labor nach. (Foto: RUB, Marquard)" class="wp-image-134766"/></a><figcaption class="wp-element-caption">André Eckhardts Gruppe stellt die Bedingungen aus dem Weltall im Labor nach. (Foto: RUB, Marquard)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">13. Dezember 2023 &#8211; Wie genau chemische Vorgänge in Eisgemischen dazu beigetragen haben, dass auf der Erde Leben entstehen konnte, möchte ein Team vom Lehrstuhl für Organische Chemie II der Ruhr-Universität Bochum erforschen. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert die Arbeiten von Dr. André Eckhardt im Rahmen einer Emmy-Noether-Nachwuchsgruppe mit rund 1,5 Millionen Euro für sechs Jahre. „Das James-Webb-Weltraumteleskop macht es möglich, einen detaillierten Blick in die Eischemie von kleinen Staubpartikeln im Weltall zu erhaschen“, sagt Eckhardt. „Wir wollen die Bedingungen im Weltall im Labor nachstellen, um die chemischen Vorgänge bei der Bildung neuer interstellarer Moleküle besser zu verstehen.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Projekt mit dem Titel „Reaktivität und spektroskopische Charakterisierung von interstellar<br>relevanten Imin-Spezies“ startet Anfang 2024.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Harsche Weltraumbedingungen im Labor nachstellen</strong><br>Eckhardts Team wird interstellare Eisgemische bei tiefen Temperaturen und im Hochvakuum herstellen. Die Gemische bestrahlen die Forscher mit Elektronen, um die energiereiche kosmische Strahlung des Weltalls nachzuahmen. „Durch diese harschen Bedingungen können chemische Bindungen sehr leicht gebrochen werden. Aus einfachen kleinen Bausteinen können sich so leicht größere komplexere Moleküle bilden, die von Fachwissenschaftlern auch gerne als die Bausteine des Lebens angesehen werden“, so Eckhardt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In einem neuartigen Experiment sollen vor allem hochreaktive Spezies, welche unmittelbar nach dem Brechen chemischer Bindungen entstehen, direkt im Eis detektiert werden. Typischerweise reagieren diese sehr reaktiven Moleküle sofort weiter und lassen sich nur indirekt anhand der neu gebildeten Produkte nachweisen. „Mit unserem Experiment wollen wir diese bisher noch unbekannten reaktiven Zwischenstufen direkt im Eis nachweisen, um damit Aussagen über neue astrochemische Reaktionsmechanismen treffen zu können“, so Eckhardt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Schwerpunkt der Forschung liegt vor allem auf reaktiven Stickstoffverbindungen. Sie könnten als Bausteine für die heute existierenden Aminosäuren dienen, die essenziell für das Leben auf der Erde sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Methoden umfassen neben der organischen Synthese von Ausgangsverbindungen und Produkten verschiedene spektroskopische Techniken sowie quantenmechanische Berechnungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=1181.msg556943#msg556943" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Leben im Universum</a></li>
</ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/neue-emmy-noether-gruppe-erforscht-interstellare-eisgemische/" data-wpel-link="internal">Neue Emmy-Noether-Gruppe erforscht interstellare Eisgemische</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Neue Entdeckung gibt Einblicke in die Entstehung des Lebens</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/neue-entdeckung-gibt-einblicke-in-die-entstehung-des-lebens/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 10 Feb 2023 16:34:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astrobiologie/Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Aminosäure]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Glycin]]></category>
		<category><![CDATA[Grundbausteine]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Österreich]]></category>
		<category><![CDATA[Peptide]]></category>
		<category><![CDATA[Polymerisation]]></category>
		<category><![CDATA[Universität Innsbruck]]></category>
		<category><![CDATA[Universität Lyon]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraum]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.raumfahrer.net/?p=122160</guid>

					<description><![CDATA[<p>Ein Team von Wissenschaftlern aus Österreich und Frankreich hat einen neuen abiotischen Weg zur Bildung von Peptidketten aus Aminosäuren – ein wichtiger chemischer Schritt in der Entstehung von Leben – entdeckt. Die aktuelle Studie liefert einen starken Hinweis, dass dieser entscheidende Schritt für das Entstehen von Leben tatsächlich auch unter den sehr unwirtlichen Bedingungen im [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/neue-entdeckung-gibt-einblicke-in-die-entstehung-des-lebens/" data-wpel-link="internal">Neue Entdeckung gibt Einblicke in die Entstehung des Lebens</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Ein Team von Wissenschaftlern aus Österreich und Frankreich hat einen neuen abiotischen Weg zur Bildung von Peptidketten aus Aminosäuren – ein wichtiger chemischer Schritt in der Entstehung von Leben – entdeckt. Die aktuelle Studie liefert einen starken Hinweis, dass dieser entscheidende Schritt für das Entstehen von Leben tatsächlich auch unter den sehr unwirtlichen Bedingungen im Weltraum stattfinden kann. Eine Medieninformation der Universität Innsbruck.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Universität Innsbruck 10. Februar 2023.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/BedingungenimWeltraumESAHubbleNASAESOKNoll.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Das Leben könnte unter den sehr unwirtlichen Bedingungen im Weltraum entstanden sein. (Bild: ESA/Hubble &amp; NASA, ESO, K. Noll)" data-rl_caption="" title="Das Leben könnte unter den sehr unwirtlichen Bedingungen im Weltraum entstanden sein. (Bild: ESA/Hubble &amp; NASA, ESO, K. Noll)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/BedingungenimWeltraumESAHubbleNASAESOKNoll26.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">Das Leben könnte unter den sehr unwirtlichen Bedingungen im Weltraum entstanden sein. (Bild: ESA/Hubble &amp; NASA, ESO, K. Noll)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">10. Februar 2023 &#8211; Der Ursprung des Lebens ist eine der großen Fragen der Menschheit. Eine der Voraussetzungen für die Entstehung von Leben ist die abiotische – nicht durch Lebewesen bewirkte, chemische – Erzeugung und Polymerisation von Aminosäuren, den Bausteinen des Lebens. „Zwei Szenarien werden für die Entstehung von Leben auf der Erde diskutiert: Einerseits die erstmalige Erzeugung solcher Aminosäureketten auf der Erde und andererseits der Eintrag aus dem Weltall“, erklärt Tilmann Märk von der Universität Innsbruck. „Für letzteres müssten solche Aminosäureketten unter den dafür sehr ungünstigen und unwirtlichen Bedingungen im Weltraum entstehen.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Forscherteam um Michel Farizon von der Universität Lyon und Tilmann Märk von der Universität Innsbruck hat nun eine bedeutende Entdeckung auf dem Gebiet der abiotischen Peptidkettenbildung aus Aminosäuren gemacht, und zwar für die kleinste vorkommende Aminosäure, das Glycin, ein Molekül, das in den vergangenen Jahren bereits mehrfach extraterrestrisch beobachtet wurde. Eine kürzlich im Journal of Physical Chemistry A veröffentlichte Studie, die es auch auf die Titelseite der Zeitschrift schaffte, zeigt, dass kleine Cluster von Glyzinmolekülen bei Energieeintrag Polymerisation zeigen. Es kommt zu einer Reaktion innerhalb eines Clusters bestehend aus zwei Glyzinmolekülen. Aus den zwei Aminosäuren werden ein Dipeptid und ein Wassermolekül. Auch die Reaktion eines Dipeptids zu einem Tripeptid innerhalb eines Clusters wurde von den ForscherInnen nachgewiesen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Unsere Studie wirft Licht auf das bisher weniger beachtete unimolekulare Szenario der Bildung solcher Aminosäureketten unter den extremen Bedingungen des Weltraums“, sagt Michel Farizon. „Wir konnten zeigen, dass das Wachstum von Peptidketten durch unimolekulare Reaktionen in angeregten Cluster-Ionen erfolgt, ohne dass ein Kontakt mit einem zusätzlichen Partner wie Staub oder Eis erforderlich ist.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die aktuelle Arbeit liefert den Nachweis, dass der erste Schritt zur Entstehung von Leben unter den sehr unwahrscheinlichen Bedingungen des Weltraums stattfinden kann. „Die Studie ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zum Verständnis der Ursprünge des Lebens. Die Ergebnisse werden als Grundlage für weitere Forschungen auf diesem Gebiet dienen“, sind Michel Farizon und Tilmann Märk überzeugt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Originalpublikation:</strong><br>Glycine Peptide Chain Formation in the Gas Phase via Unimolecular Reactions. Denis Comte, Léo Lavy, Paul Bertier, Florent Calvo, Isabelle Daniel, Bernadette Farizon, Michel Farizon, and Tilmann D. Märk. J. Phys. Chem. A 2023, 127, 775−780, doi.org/10.1021/acs.jpca.2c08248, <a href="https://pubs.acs.org/doi/10.1021/acs.jpca.2c08248" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://pubs.acs.org/doi/10.1021/acs.jpca.2c08248</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=1181.msg544649#msg544649" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Leben im Universum</a></li>
</ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/neue-entdeckung-gibt-einblicke-in-die-entstehung-des-lebens/" data-wpel-link="internal">Neue Entdeckung gibt Einblicke in die Entstehung des Lebens</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Universität Bayreuth: Neue Erkenntnisse zum Asteroiden Ryugu</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/universitaet-bayreuth-neue-erkenntnisse-zum-asteroiden-ryugu/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 11 Jun 2022 08:24:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonden]]></category>
		<category><![CDATA[Sonnensystem]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Aminosäure]]></category>
		<category><![CDATA[Asteroid]]></category>
		<category><![CDATA[BGI]]></category>
		<category><![CDATA[Hayabusa 2]]></category>
		<category><![CDATA[Ivuna]]></category>
		<category><![CDATA[JAXA]]></category>
		<category><![CDATA[Photosphäre]]></category>
		<category><![CDATA[Planetesimal]]></category>
		<category><![CDATA[Ryugu]]></category>
		<category><![CDATA[Universität Bayreuth]]></category>
		<category><![CDATA[Wasser]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.raumfahrer.net/?p=110949</guid>

					<description><![CDATA[<p>Universität Bayreuth an der Erforschung von Weltraumgestein beteiligt. Eine Pressemitteilung der Universität Bayreuth. Quelle: Universität Bayreuth 10. Juni 2022. 10. Juni 2022 &#8211; Ein internationales Forscherteam mit Prof. Dr. Audrey Bouvier, Kosmochemikerin am Bayerischen Geoinstitut (BGI) der Universität Bayreuth, berichtet in &#8222;Science&#8220; über mineralogische und chemische Analysen von Gesteinsproben des Asteroiden Ryugu. Die Raumsonde Hayabusa2 [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/universitaet-bayreuth-neue-erkenntnisse-zum-asteroiden-ryugu/" data-wpel-link="internal">Universität Bayreuth: Neue Erkenntnisse zum Asteroiden Ryugu</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Universität Bayreuth an der Erforschung von Weltraumgestein beteiligt. Eine Pressemitteilung der Universität Bayreuth.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Universität Bayreuth 10. Juni 2022.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/BGIUBT2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/BGIUBT600.jpg" alt=""/></a><figcaption>Das Bayerische Geoinstitut (BGI) auf dem Campus der Universität Bayreuth. (Foto: UBT)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">10. Juni 2022 &#8211; Ein internationales Forscherteam mit Prof. Dr. Audrey Bouvier, Kosmochemikerin am Bayerischen Geoinstitut (BGI) der Universität Bayreuth, berichtet in &#8222;Science&#8220; über mineralogische und chemische Analysen von Gesteinsproben des Asteroiden Ryugu. Die Raumsonde Hayabusa2 der japanischen Raumfahrtbehörde JAXA hat 2019 Proben von dem Asteroiden, der einen Durchmesser von 0,9 Kilometern hat, gesammelt und in einer Kapsel zur Erde zurückgeschickt. Die Forschungsergebnisse werden zu neuen Erkenntnissen über die Entstehung des Sonnensystems und die chemische Zusammensetzung der terrestrischen Planeten beitragen. Unter Bouviers Leitung wird die Erforschung von Weltraumgestein am BGI weiter intensiviert. Neben Asteroiden werden hier in den kommenden Jahren auch Gesteinsproben von Mars und Mond untersucht.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ProfDrAudreyBouvierUBTChrWissler2k.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ProfDrAudreyBouvierUBTChrWissler26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Prof. Dr. Audrey Bouvier, Bayerisches Geoinstitut (BGI), Universität Bayreuth. (Foto: UBT / Chr. Wißler)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Prof. Dr. Audrey Bouvier ist Mitglied des internationalen Forschungsteams, das an den ersten, in Japan durchgeführten chemischen Analysen der Ryugu-Gesteinsproben beteiligt war. Im Gegensatz zu den zahlreichen Meteoriten, die auf der Erdoberfläche eingeschlagen sind, haben die vom Asteroiden entnommenen Proben einen entscheidenden Vorteil: Sie sind garantiert nicht durch den Eintritt in die Erdatmosphäre oder den Aufenthalt auf der Erde chemisch verändert worden. Sie sind so entstanden, wie sie sind: im Weltraum. Die von Hayabusa2 zur Erde gesandten Gesteinsproben hatten ein Gesamtgewicht von etwas mehr als 5,4 Gramm. &#8222;Als die Probenbehälter schließlich in Japan geöffnet wurden, war die Überraschung groß, denn es handelte sich um weitaus mehr Material, als wir ursprünglich erwartet hatten&#8220;, sagt Bouvier. &#8222;Die Proben in den Behältern sahen aus wie dunkle Kieselsteine. Die meisten waren nur wenige Millimeter groß, einige wenige waren größer – bis zu einem Zentimeter, was nahe an der maximalen Größe liegt, die man bei der Probeentnahme an der Asteroid-Oberfläche erhalten kann.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ryugu zeigt Spuren der Geschichte des Sonnensystems</strong><br>Bei ihrer Untersuchung von Ryugu entdeckten die Forscher, dass die Mineralien in Kontakt mit einer wässrigen Flüssigkeit bei einer Temperatur von etwa 37 Grad Celsius verändert wurden, aber nie Temperaturen von über 100 Grad Celsius ausgesetzt waren. Chronologische Untersuchungen deuten darauf hin, dass diese Veränderungen etwa fünf Millionen Jahre nach der Entstehung der ersten Mineralien im Sonnensystem stattgefunden haben. Diese Veränderungen fanden in einem der unzähligen Kleinstplaneten (Planetesimale) statt, aus denen sich später die Planeten des Sonnensystems durch Akkretion entwickelten. Auf dem Planetesimal, aus dem Ryugu herausgesprengt wurde, könnte es reichlich Wasser gegeben haben, was eine wichtige Voraussetzung für die Entstehung von Leben gewesen wäre.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiteres auffälliges Merkmal ist die Häufigkeit der in den Gesteinsproben enthaltenen chemischen Elemente: Ryugu ähnelt den kohlenstoffhaltigen CI-Chondriten des Meteoriten Ivuna, aber besonders stark ist die Ähnlichkeit mit der Zusammensetzung der Photosphäre der Sonne. Die Photosphäre ist die äußere Hülle eines Sterns, von der Licht in den Weltraum abgestrahlt wird, so dass man daraus seine chemische Zusammensetzung ableiten kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Analysen der Ryugu-Proben deuten außerdem darauf hin, dass der Asteroid von einem Planetesimal abstammt, das sich am äußersten Rand des Sonnensystems gebildet hat. Später wanderte Ryugu in das Innere des Sonnensystems und gelangte auf seine heutige erdnahe Umlaufbahn um die Sonne. In der aktuellen Forschung wird vermutet, dass Materialien, die am äußersten Rand des Sonnensystems entstanden sind, zur Entstehung der Erde beigetragen haben könnten. Kohlenstoffhaltige Materialien könnten eine wichtige Quelle für die so genannten flüchtigen Elemente auf der Erde gewesen sein. Flüchtige Elemente wie Wasserstoff, Sauerstoff und Kohlenstoff sind wesentliche Bestandteile der Erdatmosphäre und der Ozeane und haben daher einen entscheidenden Anteil an der Entstehung des Lebens.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Auf der Suche nach Leben im Weltraum: in Zukunft auch an der Universität Bayreuth</strong><br>Wenige Tage vor der Veröffentlichung des neuen &#8222;Science&#8220;-Artikels gab ein anderes internationales Forscherteam bekannt, dass in Gesteinsproben von Ryugu 20 verschiedene Aminosäuren nachgewiesen wurden. Aminosäuren sind die Bausteine des Lebens auf der Erde. &#8222;Es ist das erste Mal, dass Aminosäuren entdeckt wurden, die eindeutig nicht auf der Erde entstanden sind oder verändert wurden. Auch vor diesem Hintergrund ist der Asteroid Ryugu ein spannendes Forschungsobjekt, das aufschlussreiche Erkenntnisse über den Ursprung des Lebens verspricht. Deshalb wollen wir uns an der Universität Bayreuth in Zukunft verstärkt in die Analyse von extraterrestrischen Gesteinsproben einbringen&#8220;, sagt Prof. Dr. Audrey Bouvier. Gemeinsam mit Dr. Nobuyoshi Miyajima, Mineraloge am Bayerischen Geoinstitut, wird sie bei der japanischen Raumfahrtbehörde beantragen, dass Ryugu-Proben für weitere mineralogische und chemische Analysen an das BGI ausgeliehen werden. Im September 2022 werden am BGI neue Labore für Isotopengeochemie und Kosmochemie eröffnet. Hier sollen hochpräzise Isotopenstudien von Spurenmetallen in Ryugu- und anderen Planetenproben durchgeführt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Voraussichtlich werden auch Proben von Marsgestein an der Universität Bayreuth untersucht werden, sei es in Form von Meteoriten oder von Proben, die von laufenden und zukünftigen Missionen zurückgebracht werden. Die National Aeronautics and Space Administration (NASA) und die European Space Agency (ESA) haben Prof. Dr. Audrey Bouvier kürzlich als Mitglied der Mars Sample Return Campaign Science Group ausgewählt. Dieses internationale Gremium plant derzeit die Rückführung von Gesteinsproben vom Mars. Es definiert die wissenschaftlichen Ziele der laufenden Probensammlung durch den Perseverance-Rover und entscheidet über die Konservierung und Verteilung der Proben für wissenschaftliche Analysen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Zur Hayabusa2-Mission</strong><br>Die Raumsonde Hayabusa2 startete am 3. Dezember 2014 und erforschte den Asteroiden Ryugu 17 Monate lang (Juni 2018 bis November 2019). Die Mission umfasste zwei Landeoperationen, um Proben des Asteroiden zu sammeln. Bei der zweiten Landung wurde durch den Abschuss eines 5-Gramm-Tantal-Projektils ein Krater erzeugt, so dass nicht nur Oberflächenmaterial, sondern auch Gesteinsproben aus tieferen Schichten gesammelt werden konnten. Die Probenkapsel wurde am 6. Dezember 2020 in Australien geborgen und unter strengen Quarantänebedingungen während der COVID-19-Pandemie nach Japan gebracht. Das internationale Team, das die Ryugu-Proben bisher analysiert hat, besteht aus insgesamt sechs Forschergruppen, die von Wissenschaftler*innen in Japan geleitet werden. Prof. Dr. Audrey Bouvier ist Mitglied der Arbeitsgruppe, die die in den Proben enthaltenen chemischen Elemente und ihre Isotope untersucht. Die Raumsonde Hayabusa2 ist unterdessen auf dem Weg zu einem anderen Asteroiden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Veröffentlichung</strong><br>Tetsuya Yokoyama et al: Samples returned from the asteroid Ryugu are similar to Ivuna-type carbonaceous meteorites. Science 2022, doi.org/10.1126/science.abn7850<br><a href="https://www.science.org/doi/10.1126/science.abn7850" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://www.science.org/doi/10.1126/science.abn7850</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=8826.msg533235#msg533235" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">HAYABUSA-2 zu Asteroid (162173) Ryugu auf H-IIA</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/universitaet-bayreuth-neue-erkenntnisse-zum-asteroiden-ryugu/" data-wpel-link="internal">Universität Bayreuth: Neue Erkenntnisse zum Asteroiden Ryugu</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Wie das Leben auf die Erde kam</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/wie-das-leben-auf-die-erde-kam/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Feb 2022 19:53:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astrobiologie/Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Erde]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Aminoketen]]></category>
		<category><![CDATA[Aminosäure]]></category>
		<category><![CDATA[Glycin]]></category>
		<category><![CDATA[Jena]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[MPIA]]></category>
		<category><![CDATA[Peptide]]></category>
		<category><![CDATA[Staub]]></category>
		<category><![CDATA[Tunneleffekt]]></category>
		<category><![CDATA[Universität Jena]]></category>
		<category><![CDATA[Wasser]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.raumfahrer.net/?p=105746</guid>

					<description><![CDATA[<p>Forschungsteam der Friedrich-Schiller-Universität Jena und des Max-Planck-Instituts für Astronomie belegt möglichen außerirdischen Ursprung von Peptiden. Eine Pressemitteilung der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Quelle: Friedrich-Schiller-Universität Jena. 10. Februar 2022 &#8211; Forscher der Friedrich-Schiller-Universität Jena und des Max-Planck-Instituts für Astronomie haben auf der Suche nach dem Ursprung des Lebens eine neue Spur entdeckt: Sie konnten zeigen, dass unter Bedingungen, [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/wie-das-leben-auf-die-erde-kam/" data-wpel-link="internal">Wie das Leben auf die Erde kam</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading" id="forschungsteam-der-friedrich-schiller-universitat-jena-und-des-max-planck-instituts-fur-astronomie-belegt-moglichen-ausserirdischen-ursprung-von-peptiden-eine-pressemitteilung-der-friedrich-schiller-universitat-jena">Forschungsteam der Friedrich-Schiller-Universität Jena und des Max-Planck-Instituts für Astronomie belegt möglichen außerirdischen Ursprung von Peptiden. Eine Pressemitteilung der Friedrich-Schiller-Universität Jena.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Friedrich-Schiller-Universität Jena.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/UniJena10022022JensMeyerUniJena2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/UniJena10022022JensMeyerUniJena26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Dr. Serge Krasnokutski untersucht die Bildung von Biomolekülen bei niedriger Temperatur im Vakuum. (Foto: Jens Meyer (Universität Jena))</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">10. Februar 2022 &#8211; Forscher der Friedrich-Schiller-Universität Jena und des Max-Planck-Instituts für Astronomie haben auf der Suche nach dem Ursprung des Lebens eine neue Spur entdeckt: Sie konnten zeigen, dass unter Bedingungen, wie sie im Weltall herrschen, Peptide auf Staub entstehen können. Diese Moleküle, die einer der Grundbausteine allen Lebens sind, sind also vielleicht gar nicht auf unserem Planeten entstanden, sondern womöglich in kosmischen molekularen Wolken.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ketten aus Aminosäuren</strong><br>Alles Leben, wie wir es kennen, besteht aus den gleichen chemischen Bausteinen. Dazu gehören Peptide, die im Körper völlig unterschiedliche Funktionen übernehmen: Sei es, um Stoffe zu transportieren, Reaktionen zu beschleunigen oder um in Zellen stabilisierende Gerüste zu bilden. Peptide bestehen aus einzelnen Aminosäuren, die in einer bestimmten Reihenfolge angeordnet sind. Die genaue Reihenfolge entscheidet darüber, welche Eigenschaften das Peptid am Ende besitzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie diese vielseitigen Biomoleküle entstanden sind, ist eine der Fragen nach dem Ursprung des Lebens. Dass dieser Ursprung außerirdischer Natur sein kann, zeigen Aminosäuren, Nukleobasen und verschiedene Zucker, die etwa in Meteoriden gefunden wurden. Damit aber aus einzelnen Aminosäure-Molekülen ein Peptid entsteht, braucht es ganz spezielle Bedingungen, die bislang eher auf der Erde vermutet wurden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Für den ersten Schritt muss Wasser da sein, für den zweiten Schritt darf kein Wasser da sein.</strong><br>„Bei dem herkömmlichen Weg, auf dem Peptide entstehen, spielt Wasser eine wichtige Rolle“, erklärt Dr. Serge Krasnokutski vom Astrophysikalischen Labor des Max-Planck-Instituts für Astronomie an der Universität Jena. Hierbei verbinden sich einzelne Aminosäuren zu einer Kette. Damit das geschieht, muss jeweils ein Wassermolekül entfernt werden. „Unsere quantenchemischen Berechnungen zeigten nun, dass die Aminosäure Glycin entstehen kann, indem sich eine chemische Vorstufe – ein sogenanntes Aminoketen – mit einem Wassermolekül verbindet. Vereinfacht zusammengefasst: In diesem Fall muss für den ersten Reaktionsschritt Wasser dazugegeben werden, für den zweiten muss Wasser entfernt werden.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit dieser Erkenntnis konnte das Team um den Jenaer Wissenschaftler nun einen Reaktionsweg nachweisen, der unter kosmischen Bedingungen ablaufen kann und dabei ohne Wasser auskommt. „Anstatt den chemischen Umweg zu gehen, in dem die Aminosäuren gebildet werden, wollten wir herausfinden, ob nicht stattdessen die Aminoketen-Moleküle entstehen und diese sich direkt zu Peptiden verbinden können“, beschreibt der Physiker die Grundidee der Arbeit, die nun im Fachjournal Nature Astronomy veröffentlicht wurde. Er ergänzt: „Und zwar unter den Bedingungen, wie sie in kosmischen molekularen Wolken herrschen: Also auf Staubpartikeln im Vakuum, bei denen die entsprechenden Chemikalien anwesend sind und dort reichlich vorkommen: Kohlenstoff, Ammoniak und Kohlenstoffmonoxid.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">In einer Ultrahochvakuum-Kammer wurden Substrate, die als Modell für die Oberfläche von Staubpartikeln dienen zusammen mit Kohlenstoff, Ammoniak und Kohlenmonoxid bei etwa einem Billiardstel des normalen Luftdrucks und Minus 263 Grad Celsius zusammengebracht. „Untersuchungen zeigten, dass unter diesen Bedingungen aus den einfachen Chemikalien das Peptid Polyglycin entstanden ist,“ fasst Krasnokutski das Ergebnis zusammen. „Hierbei handelt es sich also um Ketten aus der sehr einfachen Aminosäure Glycin, wobei wir verschiedene Längen beobachtet haben. Die längsten Exemplare bestanden aus elf Einheiten der Aminosäure.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch das vermutete Aminoketen konnte das Team in diesem Experiment nachweisen. „Dass die Reaktion bei derart niedrigen Temperaturen überhaupt ablaufen kann, liegt daran, dass die Aminoketen-Moleküle extrem reaktiv sind. Sie verbinden sich miteinander in einer effektiven Polymerisation. Das Produkt ist dann Polyglycin.“</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Quantenmechanischer Tunneleffekt könnte eine Rolle spielen</strong><br>„Dass die Polymerisation von Aminoketen unter solchen Bedingungen so einfach passieren kann, war dennoch überraschend für uns,“ sagt Krasnokutski. „Denn dazu muss eigentlich eine Energiebarriere überwunden werden. Allerdings kann es sein, dass uns ein besonderer Effekt der Quantenmechanik dabei zugutekommt. Denn in diesem speziellen Reaktionsschritt wechselt ein Wasserstoffatom seinen Platz. Dieses ist jedoch so klein, dass es als Quantenteilchen die Barriere nicht überwinden, sondern durch den Tunneleffekt gewissermaßen einfach durchqueren könnte.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jetzt wo klar ist, dass nicht nur Aminosäuren, sondern auch Peptidketten unter kosmischen Bedingungen entstehen können, müssen wir also bei der Erforschung des Ursprungs des Lebens möglicherweise nicht nur auf die Erde, sondern auch mehr ins Weltall blicken.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Original-Publikation:</strong><br>S. A. Krasnokutski, K.-J. Chuang, C. Jäger, N. Ueberschaar, Th. Henning, &#8222;A pathway to peptides in space through the condensation of atomic carbon&#8220;, Nature Astronomy (2022), DOI: <a href="https://www.nature.com/articles/s41550-021-01577-9" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://www.nature.com/articles/s41550-021-01577-9</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=1181.msg527190#msg527190" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Leben im Universum</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/wie-das-leben-auf-die-erde-kam/" data-wpel-link="internal">Wie das Leben auf die Erde kam</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
