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	<title>Apollo 17 &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>Apollo 17 &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>Perseverance stellt Rekord für außerirdisch zurückgelegte Fahrstrecken auf</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Oct 2026 09:26:11 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Der Marsrover „Perseverance“ der NASA hat eine größere Strecke zurückgelegt als jedes andere Fahrzeug zuvor auf der Oberfläche eines anderen Himmelskörpers. Am 11. Oktober erreichte der Kilometerzähler des Rovers 45,22 Kilometer und übertraf damit den Rekord von 45,16 Kilometer, den der NASA-Rover „Opportunity“ aufgestellt hatte, der den Mars von 2004 bis 2018 erkundete. „Perseverance“ erreichte [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Der Marsrover „Perseverance“ der NASA hat eine größere Strecke zurückgelegt als jedes andere Fahrzeug zuvor auf der Oberfläche eines anderen Himmelskörpers. Am 11. Oktober erreichte der Kilometerzähler des Rovers 45,22 Kilometer und übertraf damit den Rekord von 45,16 Kilometer, den der NASA-Rover „Opportunity“ aufgestellt hatte, der den Mars von 2004 bis 2018 erkundete. „Perseverance“ erreichte diese Marke am 2.006. Marstag (Sol) seiner Mission und legte in fünfeinhalb Jahren eine Strecke zurück, für die „Opportunity“ fast 15 Jahre gebraucht hatte.<br>Eine Pressemitteilung der National Aeronautics and Space Administration NASA.</p>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: <a href="https://science.nasa.gov/blogs/perseverance-mars-rover/2026/10/12/nasas-perseverance-sets-off-world-record-for-total-distance-driven/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">NASA Science Editorial Team</a>, 12. Oktober 2026</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><a href="https://www.youtube.com/watch?v=XaxuV6tsIb4&amp;source_ve_path=OTY3MTQ&amp;embeds_referring_euri=https%3A%2F%2Fscience.nasa.gov%2F" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="750" height="424" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/10/1-Perseverance-Drive-Path-Animation-750x424-1.jpg" alt="" class="wp-image-154669" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/10/1-Perseverance-Drive-Path-Animation-750x424-1.jpg 750w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/10/1-Perseverance-Drive-Path-Animation-750x424-1-300x170.jpg 300w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Diese animierte Orbitalkarte zeigt die Route, die der Marsrover „Perseverance“ der NASA seit seiner Landung im Jahr 2021 bis zum 11. Oktober 2026 zurückgelegt hat – dem Tag, an dem er den bisher vom „Opportunity“-Rover der Behörde gehaltenen Fahrrekord auf einem anderen Himmelskörper gebrochen hat. Bis zu diesem Datum hat „Perseverance“ über 45 Kilometer zurückgelegt.<br>Bildquelle: NASA/JPL-Caltech</em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Dieser Meilenstein wurde erreicht, als „Perseverance“ auf dem <a href="https://science.nasa.gov/mission/mars-2020-perseverance/location-map/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Weg zu einem Gebiet</a> namens „Idubi“ durch die Region am westlichen Rand des Jezero-Kraters fuhr, die den Spitznamen „Lac de Charmes“ trägt und in der der Rover möglicherweise einige der ältesten Geländeabschnitte untersucht, die jemals im Sonnensystem erforscht wurden. Die Gesteine und das Gelände von „Lac de Charmes“ sind so uralt, dass ihre irdischen Entsprechungen längst durch Erosion und Plattentektonik (auf dem Mars gibt es keine tektonischen Platten) ausgelöscht wurden, und in Idubi hofft das Wissenschaftsteam, Spuren alter hydrothermaler Systeme zu finden.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/10/2-e1-PIA26812-NAVCAM-record.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="500" height="376" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/10/2-e1-PIA26812-NAVCAM-record-500x376-1.jpg" alt="" class="wp-image-154670" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/10/2-e1-PIA26812-NAVCAM-record-500x376-1.jpg 500w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/10/2-e1-PIA26812-NAVCAM-record-500x376-1-300x226.jpg 300w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Eine der Navigationskameras von „Perseverance“ nahm dieses Bild am 11. Oktober 2026 auf – an jenem Mars-Tag (Sol), an dem der Rover durch eine Fahrt von 91,31 Meter seine Gesamtfahrleistung über den Rekord von „Opportunity“ von 45,16 Kilometer auf dem Mars hinaus steigerte.<br>Bildquelle: NASA/JPL-Caltech</em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Großteil des Verdienstes gebührt der autonomen Fahrfähigkeit von „Perseverance“. Mithilfe eines autonomen Navigationssystems namens „<a href="https://www.nasa.gov/missions/mars-2020-perseverance/perseverance-rover/nasas-perseverance-now-autonomously-pinpoints-its-location-on-mars/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">AutoNav</a>“ erfasst der Rover während der Fahrt das Gelände, erstellt eine 3D-Karte der Gefahrenstellen und legt seine Route zwischen den von den Rover-Planern auf der Erde ausgewählten Wegpunkten fest – eine Fähigkeit, die das Team als „Denken während der Fahrt“ bezeichnet. „Perseverance“ kann all das bei oder nahe seiner <a href="https://www.jpl.nasa.gov/videos/first-drive-test-of-nasas-mars-2020-rover/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Höchstgeschwindigkeit</a> tun und dabei in einem einzigen Sol bis zu 412 Meter zurücklegen. Der sechsrädrige Wissenschaftsroboter hat mehr als 90 % seiner Gesamtstrecke unter Verwendung von „AutoNav“ zur Geländebewertung zurückgelegt, verglichen mit etwa 5 % beim ersten Mars-„AutoNav“-System auf „<a href="https://www.jpl.nasa.gov/missions/mars-exploration-rover-opportunity-mer/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Opportunity</a>“ und dessen Zwilling „Spirit“. Während der erste Marsrover der NASA, <a href="https://www.jpl.nasa.gov/missions/mars-pathfinder-sojourner-rover/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Sojourner</a>, die vor ihm liegende Strecke anhand von 20 Messpunkten bewertete, verarbeitet „Perseverance“ bei jedem Blick 600.000 Messpunkte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Es ist eine Ehre, an Perseverance mitzuarbeiten – gerade jetzt, wo sich die Technologie so weit entwickelt hat, dass solche Fahrten zur Routine geworden sind“, sagte Steven Lee, Projektleiter für die Rover <a href="https://www.jpl.nasa.gov/missions/mars-science-laboratory-curiosity-rover-msl/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Curiosity</a> und Perseverance am Jet Propulsion Laboratory der NASA in Südkalifornien. „Die ursprüngliche Mission sah eine Fahrstrecke von höchstens 20 Kilometer vor. Diese Marke haben wir längst weit übertroffen, und da alle Mobilitätssysteme voll funktionsfähig sind und die Testergebnisse zur Verlängerung der Lebensdauer vielversprechend sind, gehen wir davon aus, dass ‚Perseverance‘ diesen Rekord noch viele Jahre lang weiter ausbauen wird.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die NASA hat kürzlich die erste Verlängerung der Mission genehmigt, die im Oktober begann und die Erkundung des Kraterrandes durch „Perseverance“ bis etwa Ende 2028 fortsetzen wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Sechs Räder, viele Mitwirkende</strong></p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/10/3-JPL_DrivingDistanceRecord_GraphicRecreation_August2026_v3.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="400" height="711" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/10/3-JPL_DrivingDistanceRecord_GraphicRecreation_August2026_v3-400x711-1.jpg" alt="" class="wp-image-154672" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/10/3-JPL_DrivingDistanceRecord_GraphicRecreation_August2026_v3-400x711-1.jpg 400w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2026/10/3-JPL_DrivingDistanceRecord_GraphicRecreation_August2026_v3-400x711-1-169x300.jpg 169w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><em>Diese Infografik veranschaulicht die zurückgelegten Strecken verschiedener Rover auf der Oberfläche des Mondes und des Mars. Von den dargestellten Fahrzeugen sind die NASA-Marsrover „Perseverance“ und „Curiosity“ noch immer im Einsatz und bewegen sich über die Oberfläche; die für diese beiden angegebenen Zahlen beziehen sich auf die bis zum 11. Oktober 2026 zurückgelegten Strecken.<br>Bildquelle: NASA/JPL-Caltech</em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Der Rekord von „Perseverance“ krönt fast drei Jahrzehnte Rover-Einsätze der NASA auf dem Mars, wobei jede Mission weiter und leistungsfähiger war als die vorherige.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Rover „Sojourner“, der etwa so groß wie ein Mikrowellenherd ist, legte während seiner 83-Sol-Mission im Jahr 1997 etwa 100 Meter zurück. Die beiden golfwagengroßen Zwillinge „<a href="https://www.jpl.nasa.gov/missions/mars-exploration-rover-spirit-mer-spirit/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Spirit</a>“ und „Opportunity“ trafen 2004 ein und hatten eine Hauptmission von 90 Sol. „Spirit“ legte 7,7 Kilometer zurück, bevor er 2010 dem Marswinter zum Opfer fiel. Opportunity rollte 5.111 Sol lang weiter, absolvierte 2015 den ersten außerirdischen Marathon und stellte den Rekord auf, den Perseverance nun übertroffen hat. Der Curiosity-Rover der NASA, der 2012 im Gale-Krater landete und nach wie vor fleißig im Einsatz ist, <a href="https://science.nasa.gov/mission/msl-curiosity/location-map/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">hat mehr als</a> 38,07 Kilometer zurückgelegt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Der Rover, der diesen Rekord gebrochen hat, tat dies, indem er seine eigenen Entscheidungen über die Route traf. Da Perseverance die Autonomie hat, einfach loszufahren, ist er ein besserer Fahrer als der, der gelandet ist – und wir sind noch nicht fertig“, so Mark Maimone, stellvertretender Teamleiter für den Roboterbetrieb bei Perseverance. „Unsere neueste Software bringt Perseverance bei, weniger zu lenken und mehr zu rollen sowie seine eigene Position während der Fahrt anhand von Orbitalkarten zu überprüfen. Die nächste Herausforderung ist das Sonnenlicht selbst. Blendungen in den Navigationskameras sind der Grund, warum wir am Nachmittag anhalten, wenn wir in Richtung Sonne fahren. Wenn wir dem Rover beibringen können, über diese Störungen hinwegzusehen, erhält jeder nachfolgende Rover einen längeren Arbeitstag.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Rekord im Offroad-Fahren auf einem anderen Himmelskörper beschränkt sich nicht nur auf den Mars: Bereits zu einem früheren Zeitpunkt der Mission wurden Rekorde beim Fahren auf dem Mond gebrochen. „Perseverance“ übertraf sowohl die 35,7 Kilometer, die die Apollo-17-Astronauten Gene Cernan und Harrison Schmitt 1972 zurückgelegt hatten, als auch die 39 Kilometer, die der sowjetische Rover „Lunokhod 2“ 1973 zurückgelegt hatte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Aufstellen von Distanzrekorden ist nur ein Nebeneffekt. Dank der Ausdauer und der längeren Fahrten rückt eine größere geologische Vielfalt schneller in greifbare Nähe – es können mehr Gesteinsaufschlüsse untersucht und mehr über die Geschichte des Roten Planeten aus seinen Gesteinen abgelesen werden. Diese Reichweite führte „Perseverance“ von einem alten Seebett hinauf zu einem versteinerten Flusssystem, wo der Rover an einem Felsen namens „Cheyava Falls“ eine potenzielle <a href="https://www.jpl.nasa.gov/news/nasa-says-mars-rover-discovered-potential-biosignature-last-year/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Biosignatur</a> entdeckte, und weiter zum Kraterrand, wo möglicherweise eine ganz andere Art von uraltem Lebensraum – ein hydrothermaler – auf ihn wartet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Perseverance hat <a href="https://science.nasa.gov/mission/mars-2020-perseverance/mars-rock-samples/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">29 Gesteins- und Regolithproben</a> gesammelt, die den Kraterboden, einen von einem längst verschwundenen Fluss gebildeten Schwemmkegel und nun auch den Kraterrand abdecken. In diesem letzten Gebiet untersucht er durch Einschläge entstandene Gesteine, die etwa 4 Milliarden Jahre alt sind und aus einem Kapitel der Planetengeschichte stammen, das auf der Erde fast vollständig ausgelöscht wurde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach „Lac de Charmes“ wird der Rover entlang des Kraterrandes weiterfahren und im Rahmen der verlängerten Mission in Richtung Süden zu den „Rainbow Falls“ fahren, einem 100 Meter breiten Block aus alter Kruste, der durch den Einschlag, der den Jezero-Krater schuf, angehoben wurde.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=18563.msg593344#msg593344" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Rover Perseverance (Mars 2020) &#8211; Missionsphase auf dem Mars</a></li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Universität Bayreuth untersucht Mondgestein der Apollo-Missionen 16 und 17</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/universitaet-bayreuth-untersucht-mondgestein-der-apollo-missionen-16-und-17/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 Sep 2023 20:29:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Sie sind vor mehr als drei Milliarden Jahren auf dem Mond entstanden, gelangten vor rund 50 Jahren zur Erde und sind vor kurzem auf dem Campus der Universität Bayreuth eingetroffen: Mondgesteinsproben, die von den Apollo-Missionen 16 und 17 der NASA eingesammelt wurden. Eine Pressemitteilung der Universität Bayreuth. Quelle: Universität Bayreuth 29. September 2023. 29. September [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Sie sind vor mehr als drei Milliarden Jahren auf dem Mond entstanden, gelangten vor rund 50 Jahren zur Erde und sind vor kurzem auf dem Campus der Universität Bayreuth eingetroffen: Mondgesteinsproben, die von den Apollo-Missionen 16 und 17 der NASA eingesammelt wurden. Eine Pressemitteilung der Universität Bayreuth.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Universität Bayreuth 29. September 2023.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Mondgestein-Apollo-16-17-2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Polierte Anschliffe von Mondgesteinsproben der Apollo-Missionen 16 und 17 im Bayerischen Geoinstitut (BGI). (Foto: UBT / Chr. Wißler)" data-rl_caption="" title="Polierte Anschliffe von Mondgesteinsproben der Apollo-Missionen 16 und 17 im Bayerischen Geoinstitut (BGI). (Foto: UBT / Chr. Wißler)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Mondgestein-Apollo-16-17-26.jpg" alt="Polierte Anschliffe von Mondgesteinsproben der Apollo-Missionen 16 und 17 im Bayerischen Geoinstitut (BGI). (Foto: UBT / Chr. Wißler)" class="wp-image-132692"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Polierte Anschliffe von Mondgesteinsproben der Apollo-Missionen 16 und 17 im Bayerischen Geoinstitut (BGI). (Foto: UBT / Chr. Wißler)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">29. September 2023 &#8211; Die US-amerikanische Weltraumagentur hat die Proben dem Bayerischen Geoinstitut (BGI) der Universität Bayreuth für wissenschaftliche Untersuchungen zur Verfügung gestellt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unter der Leitung von Prof. Dr. Audrey Bouvier, einer international renommierten Expertin für extraterrestrisches Gestein, werden die Proben in den kommenden Jahren mit massenspektrometrischen High-Tech-Verfahren auf ihre chemische Zusammensetzung hin analysiert. Für diese Untersuchungen verfügt das BGI nicht nur über neueste Forschungstechnologien, sondern auch über spezielle Reinräume, die gewährleisten, dass das Mondgestein nicht unter dem Einfluss von Staub oder Feuchtigkeit verändert wird. Bei den von der NASA gelieferten Gesteinsproben handelt es sich um kleine Gesteinsstücke und polierte Anschliffe von der Größe eines Daumenabdrucks. Sie sollen jetzt mit hoher räumlicher Auflösung im Detail analysiert werden. Die Astronauten von Apollo 16 und 17 haben einen großen Teil dieser Proben mit Hilfe des batteriegetriebenen Mondautos „Lunar Roving Vehicle“ eingesammelt, mit dem sie Exkursionen im Umkreis der Landestelle unternehmen konnten.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/NWALunar-2k.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Ein Stück eines Meteoriten, der aus Impaktbrekzien-Gestein besteht und vor etwa 26.000 Jahren in der Wüste Sahara einschlug. (Foto: A. Bouvier)" data-rl_caption="" title="Ein Stück eines Meteoriten, der aus Impaktbrekzien-Gestein besteht und vor etwa 26.000 Jahren in der Wüste Sahara einschlug. (Foto: A. Bouvier)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="179" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/NWALunar-26.jpg" alt="Ein Stück eines Meteoriten, der aus Impaktbrekzien-Gestein besteht und vor etwa 26.000 Jahren in der Wüste Sahara einschlug. (Foto: A. Bouvier)" class="wp-image-132694"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Ein Stück eines Meteoriten, der aus Impaktbrekzien-Gestein besteht und vor etwa 26.000 Jahren in der Wüste Sahara einschlug. (Foto: A. Bouvier)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Analysen von Mondgestein sind nicht nur aufschlussreich für die Entstehung des Mondes, sondern bieten ebenso Einblicke in die Entstehung und die Frühgeschichte der Erde, die durch eine hohe Einschlagsdichte von Asteroiden geprägt war. Frühere Untersuchungen haben bereits gezeigt, dass die Entstehung der Erde in ihrer heutigen Gestalt und die Entstehung ihres Trabanten aufgrund einer Kollision der Erde mit einem unbekannten Planeten eng miteinander verknüpft waren. Doch während alle Gesteine auf der Erdoberfläche infolge der Plattentektonik und unter dem Einfluss von Klima, Wetter und weiteren geologischen Prozessen ständigen Veränderungen unterworfen waren, blieb das Mondgestein weitgehend konserviert. Es ähnelt bis heute sehr stark dem Gestein, wie es sich vor mehr als drei Milliarden Jahren bei der Entstehung des Mondes herausgebildet hat.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Prof-Dr-Audrey-Bouvier-and-Ran-Zhao-MSc-2k.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="Ran Zhao M.Sc. und Prof. Dr. Audrey Bouvier (v.l.) bereiten in einem Reinraumlabor des BGI Untersuchungen von extraterrestrischem Gestein vor. (Foto: UBT / Chr. Wißler)" data-rl_caption="" title="Ran Zhao M.Sc. und Prof. Dr. Audrey Bouvier (v.l.) bereiten in einem Reinraumlabor des BGI Untersuchungen von extraterrestrischem Gestein vor. (Foto: UBT / Chr. Wißler)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Prof-Dr-Audrey-Bouvier-and-Ran-Zhao-MSc-26.jpg" alt="Ran Zhao M.Sc. und Prof. Dr. Audrey Bouvier (v.l.) bereiten in einem Reinraumlabor des BGI Untersuchungen von extraterrestrischem Gestein vor. (Foto: UBT / Chr. Wißler)" class="wp-image-132696"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Ran Zhao M.Sc. und Prof. Dr. Audrey Bouvier (v.l.) bereiten in einem Reinraumlabor des BGI Untersuchungen von extraterrestrischem Gestein vor. (Foto: UBT / Chr. Wißler)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">„Die Untersuchung bestimmter Mondgesteine, so genannter Impaktbrekzien, ermöglicht uns eine Zeitreise in die Vergangenheit: Sie zeigen uns, wie die Erde einst aussah. Diese Gesteine enthalten Spuren des intensiven planetarischen Bombardements, das auf der Mondoberfläche und dementsprechend auch auf der Erde stattfand. Diese Erkenntnisse sind vor allem deshalb besonders interessant, weil sie Rückschlüsse auf chemische und physikalische Gegebenheiten erlauben, unter denen vor ungefähr 3,7 Milliarden Jahren das Leben auf der Erde entstand. Besonders wertvoll sind dabei Isotopenanalysen, die wir hier am BGI mit Forschungstechnologien durchführen können, die es zur Zeit der Apollo-Missionen noch gar nicht gab“, sagt Prof. Dr. Audrey Bouvier, Professorin für experimentelle Planetologie an der Universität Bayreuth.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Ran-Zhao-MSc-2k.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="Ran Zhao M.Sc., Doktorand am BGI, wirft einen ersten Blick auf das Mondgestein. (Foto: UBT / Chr. Wißler)" data-rl_caption="" title="Ran Zhao M.Sc., Doktorand am BGI, wirft einen ersten Blick auf das Mondgestein. (Foto: UBT / Chr. Wißler)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Ran-Zhao-MSc-26.jpg" alt="Ran Zhao M.Sc., Doktorand am BGI, wirft einen ersten Blick auf das Mondgestein. (Foto: UBT / Chr. Wißler)" class="wp-image-132698"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Ran Zhao M.Sc., Doktorand am BGI, wirft einen ersten Blick auf das Mondgestein. (Foto: UBT / Chr. Wißler)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Dem von ihr geleiteten Forschungsteam am BGI gehört auch Ran Zhao M.Sc. an. Er hat an der Universität Bayreuth den Masterstudiengang „Experimental Geosciences“ absolviert und nimmt nun im Rahmen seiner Doktorarbeit an den Analysen der Gesteinsproben teil. Die Untersuchungen werden sich auch auf die Analysen von Mondgestein erstrecken, das in Form von Meteoriten auf der Erde eingeschlagen ist. Mondmeteoriten liefern Stichproben von Gestein an anderen Orten auf der Mondoberfläche. Ihre chemischen und physikalischen Eigenschaften sind jedoch während ihres Eintritts in die Erdatmosphäre und infolge der Verwitterung auf der Erde in den letzten Zehntausenden von Jahren – bis zu ihrer Entdeckung in der Sahara-Wüste – stark verändert worden. Daher können sie nicht mehr als frisches Mondmaterial angesehen werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>In Vorbereitung: Analysen des Gesteins eines Marsmonds</strong><br>Prof. Dr. Audrey Bouvier wurde kürzlich von der Europäischen Weltraumorganisation ESA als europäisches Mitglied eines der &#8222;Science Strategy Teams&#8220; ausgewählt, die an der bevorstehenden Raumfahrtmission zur Erforschung der Marsmonde unter japanischer Leitung beteiligt sind. Eine Raumsonde der japanischen Raumfahrtagentur JAXA wird im Herbst 2024 zum Mars starten, um die beiden Marsmonde Phobos und Deimos genau zu beobachten und mindestens zehn Gramm Regolith-Gestein von der Phobos-Oberfläche einzusammeln. Die Gesteinsproben sollen 2029 auf der Erde eintreffen, aber internationale Strategieteams bereiten sich schon jetzt auf die Gesteinsanalysen vor. Die JAXA wird einen Teil der Proben dem BGI zur Verfügung stellen. Das Team von Prof. Bouvier beschäftigt sich dabei vor allem mit der Frage, welche Erkenntnisse über die Entstehung des frühen Sonnensystems und der terrestrischen Planeten aufgrund der Analysen von Marsmondgestein gewonnen werden können.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3479.msg555069#msg555069" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Apollo-Programm</a></li>
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		<title>Staubstürme am Mond</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/staubstuerme-am-mond/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 16 Dec 2005 19:09:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
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		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Daten vom über 30 Jahre alten Apollo 17 Experiment LEAM könnten das Phänomen der Staubstürme an jedem neuen Mondmorgen lösen. Ein Beitrag von andreastramposch. Quelle: NASA Science. Jeden Mondmorgen, wenn die Sonne erstmals nach zweiwöchiger, kalter Finsternis am Mond über seine staubige Oberfläche streift, regt sich ein seltsamer Sturm über die Mondoberfläche. Der Beweis dieser [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading advgb-dyn-42a0604c" id="daten-vom-uber-30-jahre-alten-apollo-17-experiment-leam-konnten-das-phanomen-der-staubsturme-an-jedem-neuen-mondmorgen-losen">Daten vom über 30 Jahre alten Apollo 17 Experiment LEAM könnten das Phänomen der Staubstürme an jedem neuen Mondmorgen lösen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von andreastramposch. Quelle: NASA Science.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large advgb-dyn-ac37a2a3"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/as17alsep13420500nasa2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/as17alsep13420500nasa26.jpg" alt="Bildquelle"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Der &#8222;Kasten&#8220; im Vordergrund zeigt das <i>Apollo17</i> Experiment  <i> LEAM</i>. (Bild: <i>NASA</i>) </figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Jeden Mondmorgen, wenn die Sonne erstmals nach zweiwöchiger, kalter Finsternis am Mond über seine staubige Oberfläche streift, regt sich ein seltsamer Sturm über die Mondoberfläche. Der Beweis dieser Mondstürme kam von einem alten Apollo Experiment das sich <i>LEAM (Lunar Ejecta and Meteorites)</i> nennt. 1972 haben <i>Apollo 17</i> Astronauten das <i>LEAM</i> am Mond installiert um nach aufgewirbeltem Staub zu suchen, der durch kleine Meteoriten hervorgerufen wird, die auf der Mondoberfläche einschlagen.    
</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vor Milliarden von Jahren wurde der Mond kontinuierlich von Meteoriten getroffen, welche Felsen pulverisierten und die Mondoberfläche mit den staubigen Meteoritentrümmern überdeckten. So entstand der staubige Mond mit den vielen Einschlagskratern, wie wir ihn heute alle kennen. Heute passieren diese Meteoriteneinschläge viel seltener, aber noch immer wird der Mond von Meteoriten getroffen. In der <i>Apollo</i> Ära wollten die Wissenschaftler wissen wie viel Staub täglich durch diese Einschläge aufgewirbelt wird und welche Eigenschaften dieser Staub besitzt. <i>LEAM</i> sollte diese Fragen beantworten und besaß dazu drei Sensoren: einem Sensor, der die Geschwindigkeit, einem der die Energie und einem der die Richtung dieser feinen Staubpartikel bestimmen sollte.     
</p>



<p class="wp-block-paragraph"><i>LEAMs</i> drei Jahrzehnte alte Daten waren so verblüffend, dass sie jetzt von mehreren unabhängigen NASA und Universitätsprofessoren nachgeprüft werden. &#8222;Zu jedermanns Überraschung entdeckte <i>LEAM</i> eine große Anzahl von Staubpartikel an jedem Mondmorgen. Meistens aus Westen oder Osten und meistens langsamer als durch einen Einschlag hervorgerufen,&#8220; sagte Gary Olhoef, Professor für Geophysik an der Colorado School of Mines. Es gibt dafür eine Lösung: Die Tagesseite des Mondes ist positiv geladen, die Nachtseite ist negativ geladen. An der Schnittlinie zwischen der Tag-Nacht-Grenze am Mond (als <i>Terminator</i> bekannt) kommt es dabei aufgrund horizontal wirkender elektrischer Felder zu einer elektrostatischen Reaktion.    
Eine weiter interessante Tatsache lag in der stark steigenden Temperatur nur wenige Stunden nach dem Mondmorgen. Das <i>LEAM</i> musste sogar abgeschaltet werden um eine Überhitzung zu vermeiden. Eine mögliche Erklärung wäre folgende: elektrisch geladener Mondstaub wurde vom <i>LEAM</i> angezogen und umhüllte es. Dadurch wurde weniger Sonnenlicht reflektiert als absorbiert und das <i>LEAM</i> begann sich bis auf Siedetemperatur zu Erhitzen. Aufgrund der knappen Operationszeit des <i>LEAM</i> mit nur 770 Stunden konnten die Wissenschaftler aber keine ganz sichere Erklärung abgeben.     
</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits Apollo Astronauten erzählten während der Mondorbits von diesen Mondstürmen. Auch das <i>NASA Surveyor</i> Raumfahrzeug konnte diese Staubbewegungen an der <i>Terminator</i>-Grenze beobachten.    
Wissenschaftler glauben sogar, dass diese Mondstürme von der Erde aus als so genanntes <i>LTPs (Lunar Transient Phenomena)</i> gesichtet werden können. <i>LTPs</i> sind kurzzeitige Erhellungen an der Mondoberfläche. Bis jetzt waren sich die meisten Wissenschaftler einig, dass es sich dabei um den sichtbaren Beweis von einschlagenden Meteoriten handelt. &#8222;Es wäre möglich, dass diese <i>LTPs</i> von Sonnenreflektionen des aufsteigenden, elektrostatisch geladenen Mondstaubes verursacht werden können,&#8220; behauptet Olhoeft.     
Durch diese neuen Erkenntnisse der überarbeiteten, über 30 Jahren alten Daten des <i>LEAM</i> wurde das <i>LTP</i> Phänomen erneut aufgerollt. &#8222;Wir können noch eine Menge über den Mond lernen,&#8220; sagte Timothy Stubbs, ein Wissenschaftler des <i>NASA Goddard Space Flight Center</i>, der sich ebenfalls mit diesem Phänomen beschäftigt.    
    
</p>
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		<title>Achtung Mondstaub!</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/achtung-mondstaub/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 Apr 2005 21:05:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Mondlandung]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Sonnensystem]]></category>
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		<category><![CDATA[Raumanzug]]></category>
		<category><![CDATA[Staub]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eine der größten Gefahren für Astronauten auf dem Mond ist der Mondstaub. Er ist überall und extrem gefährlich, sollte er einmal eingeatmet worden sein. Ein Beitrag von Roman Polak. Quelle: Universe Today. Mondstaub ist dem Kieselerde-Staub auf der Erde sehr ähnlich. Das Einatmen dieses Staubes kann zu einer Staublunge führen. Der Staub auf dem Mars [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading" id="eine-der-grossten-gefahren-fur-astronauten-auf-dem-mond-ist-der-mondstaub-er-ist-uberall-und-extrem-gefahrlich-sollte-er-einmal-eingeatmet-worden-sein">Eine der größten Gefahren für Astronauten auf dem Mond ist der Mondstaub. Er ist überall und extrem gefährlich, sollte er einmal eingeatmet worden sein.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Roman Polak. Quelle: Universe Today.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22042005230526_small_1.jpg" alt="None" width="258" height="169"/><figcaption>
Eine gefährliche Angelegenheit: Ein Spaziergang auf dem Mond.  (Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Mondstaub ist dem Kieselerde-Staub auf der Erde sehr ähnlich. Das Einatmen dieses Staubes kann zu einer Staublunge führen. Der Staub auf dem Mars ist sogar noch gefährlicher, da er ein starkes Oxydationsmittel ist. Bei Berührung mit diesem Marsstaub würde die eigene Haut verbrennen. Deshalb arbeitet die NASA an Möglichkeiten, die Gefahr zu verringern, die bei zukünftigen Mond- und Marsmissionen existiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die ersten Anzeichen darauf, dass Mondstaub schädlich ist, kamen im Jahre 1972 während einer <i>Apollo</i> Mission. Der damalige Astronaut Harrison Schmidt atmete diesen Staub im Mondmodul der <i>Challenger</i> ein. Der Staub kam in das Modul, weil die Astronauten nach ihrem Mondspaziergang noch immer Staub auf ihrer Ausrüstung hatten. Kurze Zeit später hatten Schmidt und sein Commander Gene Cernan Fieber. Das Fieber verging allerdings am nächsten Tag und beide konnten ohne großen gesundheitlichen Schaden auf die Erde zurückkehren.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/AS1713420524nasa2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/AS1713420524nasa26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Verschmutzter Raumanzug, verschmutzte Helme. (Bild: NASA (Apollo 17))</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Das größte Problem sind die Lungen&#8220;, sagt Russell Kerschmann, Pathologe im <i>NASA Ames Research Center</i>. Der erste Fall, wo die Öffentlichkeit auf dieses Problem aufmerksam wurde, war beim Bau vom <i>Hawk&#8217;s Nest Tunnel</i> in West Virgina, wo die Hälfte aller Bauarbeiter starben, weil sie beim Bohren den gefährlichen Kieselerde-Staub eingeatmet hatten. &#8222;So etwas muss nicht unbedingt bei Astronauten passieren, aber wir sollten versuchen, das Problem dennoch zu lösen&#8220;, meint Kerschmann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Quarz, die Hauptursache einer Staublunge, muss nicht unbedingt giftig sein. &#8222;Man könnte es essen und würde trotzdem nicht krank werden&#8220;, fügt Kerschmann hinzu. &#8222;Aber wenn frischer Quarz im Staub vorhanden ist, kann es in der Lunge zu einer Reaktion kommen und die Lunge kann den Staub dann nicht mehr entfernen. Der Körper versucht daher, mit weißen Blutkörperchen zu reagieren um den Staub aus der Lunge zu entfernen. Diese Sterben allerdings beim Versuch, die scharfkantigen Staubpartikel zu entfernen ab. Daher wird die Lunge automatisch mit Proteinen vom eigenen Blut gefüllt. Dadurch erstickt das Opfer dann langsam, was einer Lungenentzündung ähnlich ist“, erklärt Kerschmann. 
<br>
Noch gefährlicher als Mondstaub ist allerdings der Marsstaub. Viele Wissenschaftler nehmen an, dass der Staub auf dem Mars ein sehr starkes Oxidationsmittel ist, das Plastik, Gummi und menschliche Haut ohne Probleme durchbrennt. Das Problem, das den Mars noch gefährlicher macht, ist, dass es am Mars häufig starke Stürme gibt und somit der Staub einen ständig trifft. Es gibt also keine Möglichkeit, dem zu entkommen.
<br>
Um Wege zu finden, dieses Problem zu lösen, beginnt die NASA nun damit das <i>Project Dust</i> zu unterstützen. Das <i>Project Dust</i> ist eine vier Jahres-Studie von Masami Nakagawa, außerordentlicher Professor in Bergbau-Ingenieurskunst an der Schule für Bergbau in Colorado. Das Projekt wird Technologien austesten, wie zum Beispiel einen Stoff für Raumanzüge, der den Staub abstößt. Der Vorteil des Projektes ist, dass man die Techniken gleich vor Ort auf der Erde testen kann und nicht extra Staub vom Mond oder Mars benötigt.</p>
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