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	<title>Apollo-Asteroiden &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<title>Apollo-Asteroiden &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>DLR: „2011 ES4“ fliegt an der Er­de vor­bei</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/dlr-2011-es4-fliegt-an-der-erde-vorbei-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 31 Aug 2020 05:44:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Erde]]></category>
		<category><![CDATA[Sonnensystem]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 1. September wird der mehrfamilienhausgroße Felsbrocken mit der Bezeichnung „2011 ES4“ in etwa ein Drittel mittlerer Monddistanz die Erde passieren. „2011 ES4“ wird den Apollo-Asteroiden zugerechnet, die aufgrund ähnlicher Bahnen nach dem Asteroiden „1862 Apollo“ benannt sind. Eine Kollision von „2011 ES4“ mit der Erde käme dem Tscheljabinsk-Ereignis gleich. Eine Pressemitteilung des Deutschen Zentrums [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Am 1. September wird der mehrfamilienhausgroße Felsbrocken mit der Bezeichnung „2011 ES4“ in etwa ein Drittel mittlerer Monddistanz die Erde passieren. „2011 ES4“ wird den Apollo-Asteroiden zugerechnet, die aufgrund ähnlicher Bahnen nach dem Asteroiden „1862 Apollo“ benannt sind. Eine Kollision von „2011 ES4“ mit der Erde käme dem Tscheljabinsk-Ereignis gleich. Eine Pressemitteilung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: DLR.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/09/Bahnen2011es4erdeNASAJPLSmallBodyDatabaseBrowser-1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/09/Bahnen2011es4erdeNASAJPLSmallBodyDatabaseBrowser26-1.jpg" alt=""/></a><figcaption>Konstellation der Bahnen von 2011 ES4 und der Erde<br>(Bild: NASA &#8211; JPL Small-Body Database Browser)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Am 1. September wird um 18:12 MESZ ein kleiner Asteroid mit der Bezeichnung 2011 ES4 die Erde in nur ein Drittel Monddistanz passieren. Solche „knappen, rasanten“ Erdvorbeiflüge von kleinen Himmelskörpern finden jedoch recht häufig statt, werden aber von der Öffentlichkeit in der Regel kaum wahrgenommen; in diesem Jahr waren es allein schon rund 60. Nur wenige Asteroiden sind darunter, deren Ausmaße im Falle einer Kollision mit der Erde wirklich bedrohlich wären. Auch der Asteroid 2011 ES4 ist weniger gefährlich, obschon er mit einem geschätzten Durchmesser zwischen 22 und 49 Metern zu den etwas größeren seiner Art zählt. Ein Einschlag oder ein Auseinanderbrechen in der Atmosphäre würde voraussichtlich zu einem ähnlichen Ereignis führen, wie wir es am 15. Februar 2013 in der Gegend um die russische Stadt Tscheljabinsk erlebt haben. Damals zerbrach ein rund 19 Meter großer Meteor dreißig Kilometer hoch über der Stadt in der Atmosphäre und löste mit seiner Druckwelle zahlreiche Gebäudeschäden und Verletzungen bei Personen durch zerberstende Glasscheiben aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der einige zehn Meter große Asteroid 2011 ES4 zieht jedoch am 1. September in einer sicheren Distanz von etwa 120.000 Kilometer an der Erde vorbei. „Der Weltraum ist zum Glück relativ leer und auf der Zeitskala eines Menschenlebens muss man &#8211; statistisch betrachtet &#8211; nicht unbedingt mit einem gewaltigen Einschlag rechnen wie zum Beispiel mit jenem, der vor 65 Millionen Jahren schlagartig zum Aussterben der Dinosaurier und anderer Arten geführt haben soll“, erläutert Dr. Manfred Gaida, Astronom am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). „Dennoch, der nächste Impakt kann jeder Zeit geschehen.“</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/09/ToutatisNASAEDeJongSSuzuki-1.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/09/ToutatisNASAEDeJongSSuzuki26-1.jpg" alt=""/></a><figcaption>Toutatis<br>(Bild: NASA / E. DeJong, S. Suzuki)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Dass „2011 ES4“ zu den Apollo-Asteroiden gerechnet wird, rührt daher, dass der sonnennächste Punkt seiner Bahn, das Perihel, zwar innerhalb der Erdbahnebene liegt, die große Halbachse der Bahn aber mehr als eine Astronomische Einheit beträgt. Demzufolge „überqueren“ diese Asteroiden regelmäßig die Erdbahn und zählen deshalb zu den sogenannten Erdbahnkreuzern. Ein relativ gut bekannter und erforschter aus dieser Gruppe ist der 2 x 4 kilometergroße Asteroid „4179 Toutatis“, der alle vier Jahre die Erdbahn mal mehr oder mal weniger weit entfernt kreuzt, zuletzt am 29. Dezember 2016 in 100facher Monddistanz. Mit der Erde befindet er sich in einer 1:4 und mit Jupiter in einer 3:1 Bahnresonanz, was einen „chaotischen“ Bahnverlauf bewirkt. Darüber hinaus kreuzt er auch die Marsbahn. Dank Radarmessungen und Aufnahmen der chinesischen Mondsonde Chang’e 2 wissen wir, dass Toutatis‘ Gestalt dem Kern des Kometen Churyumov-Gerasimenko ähnelt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Während man Toutatis im Jahre 2004 bei seiner Erdpassage in vierfacher Mondentfernung sogar in einem lichtstarken Fernglas sehen konnte, wird 2011 ES4 am 1. September nur mit Hilfe eines größeren Teleskops fotografisch zu erkennen sein, denn mit einer geschätzten, kurzzeitigen Helligkeit von höchstens 12,5ter Größenklasse während seiner minimalen Erddistanz bleibt der Asteroid recht lichtschwach. „Freilich ist es wichtig, ein möglichst genaues Bild von allen Objekten zu bekommen, die der Erde eines Tages gefährlich werden könnten“, betont Dr. Christian Gritzner, Raumfahrtingenieur und Programmleiter für Sonnensystemmissionen im Raumfahrtmanagement des DLR. „Denn nur so erhalten wir hinreichend Kenntnis, um uns eines Tages nachhaltig vor den möglichen Einschlägen erdbahnkreuzender Körper schützen zu können, selbst wenn sie keinen global verheerenden Schaden anrichten würden.“</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/09/NearEarthAsteroidSurveyNASAPlanetDefCoordOff-1.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/09/NearEarthAsteroidSurveyNASAPlanetDefCoordOff26-1.jpg" alt=""/></a><figcaption>Near Earth Asteroid Survey<br>(Bild: NASA Planetary Defense Coordination Office)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">So hat man in den vergangenen Jahrzehnten weltweit umfangreiche Überwachungssysteme aufgebaut, die auch noch relativ kleine Asteroiden von Metergröße auffinden. Und davon werden es immer mehr, wie man der Übersicht des Center for Near Earth Object Studies entnehmen kann. Ebenfalls werden Studien über wirksame Abwehrmöglichkeiten zunehmend detaillierter und es bleibt zu hoffen, dass ihre Ergebnisse bald raumfahrttechnisch erprobt und etabliert werden – gleichsam als eine Daseinsvorsorge gegen natürliche außerirdische Gefahren. Wir sollten wie auch bei anderen Gefahren, welche unsere irdische Existenz bedrohen, unser Wissen und Können als Chance nutzen!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Apollo-Asteroid „2011 ES4“ dürfte jedenfalls noch oft seine Bahn unauffällig an der Erde vorbeiziehen. Im Jahr 2055 soll er den Berechnungen zufolge wieder näher kommen und in knapp zehnfacher Mondentfernung an der Erde vorbeisausen. Wenn die Menschen dann bereits auf dem Erdbegleiter Fuß gefasst und einen lunaren Außenposten errichtet haben, könnten die Astronauten auf dem Mond solche Nahbegegnungen wahrscheinlich ungestörter verfolgen, als es von der Erde aus möglich ist. Und zweifellos ist die von Kratern übersäte Oberfläche des Mondes selber ein untrügliches und zugleich mahnendes Zeichen, alle Arten von Asteroiden, ob groß oder klein, nicht auf die leichte Schulter zu nehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=669.msg488031#msg488031" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Erdnahe Asteroiden (NEOs)</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Chang`e 2 überträgt Bilder von Toutatis</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/change-2-uebertraegt-bilder-von-toutatis/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 15 Dec 2012 19:11:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Apollo-Asteroiden]]></category>
		<category><![CDATA[Kamera]]></category>
		<category><![CDATA[Lagrange-Punkt L2]]></category>
		<category><![CDATA[Mondsonde]]></category>
		<category><![CDATA[Umlaufbahn]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die 2010 eigentlich als Mondsonde gestartete Chang&#8217;e 2 hat vorgestern offenbar erfolgreich den 1989 entdeckten Asteroiden Toutatis passiert und dabei mehrere Nahaufnahmen zur Erde übertragen. Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: Xinhua, Unmanned Spaceflight, Planetary.org, Wikipedia, Raumcon. Dabei war die Sonde für eine solche Aufgabe niemals vorgesehen. Sie hatte eigentlich relativ gemächlich den Mond umrundet [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Die 2010 eigentlich als Mondsonde gestartete Chang&#8217;e 2 hat vorgestern offenbar erfolgreich den 1989 entdeckten Asteroiden Toutatis passiert und dabei mehrere Nahaufnahmen zur Erde übertragen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: Xinhua, Unmanned Spaceflight, Planetary.org, Wikipedia, Raumcon.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15122012201127_small_1.jpg" alt="Xinhua Shidian/Weibo" width="338" height="238"/><figcaption>
Chang&#8217;e 2 fertigte beim Vorbeiflug mehrere Bilder des Asteroiden Toutatis an. 
<br>
(Bild: Xinhua Shidian/Weibo)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei war die Sonde für eine solche Aufgabe niemals vorgesehen. Sie hatte eigentlich relativ gemächlich den Mond umrundet und dabei das Objektiv ihrer CCD-Kamera immer in Richtung Mond gewandt. Jetzt musste sie sich innerhalb kurzer Zeit äußerst präzise drehen, um den Kleinkörper während der nur 15 Sekunden währenden Aufnahmesequenz bei rund 11 km/s nicht aus dem Blick zu verlieren. Dies stellt außerordentlich hohe Anforderungen an die Genauigkeit der Manöver. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Dies ist den chinesischen Ingenieuren und Technikern offenbar mit Bravour gelunden, da sie eine ganze Bildserie vom Vorbeiflug vorgelegt haben. Dieser fand am Donnerstag in einer Entfernung von etwa 7 Millonen Kilometern von der Erde statt und dauerte nur wenige Minuten. Die geringste Distanz erreichte Chang&#8217;e 2 dabei gegen 9.30 Uhr MEZ. Die Sonde raste mit 38.600 Kilometern pro Stunde (10,73 km/s) in einem Abstand von minimal 3,2 Kilometern an Toutatis vorbei und fertigte Bilder mit einer besten Auflösung von etwa 10 Metern an, dies allerdings aus Abständen von 93 bis 240 Kilometern. </p>



<p class="wp-block-paragraph">(4179) Toutatis gehört zur Gruppe der Apollo-Asteroiden, seine Bahn kreuzt die der Erde und beide Himmelskörper kommen sich in etwa Vierjahresabständen relativ nahe. Toutatis wurde im Januar 1989 entdeckt und nach einem keltischen Gott benannt. Von der Erde aus war der unregelmäßige Kleinkörper mit Abmessungen von 4,5 km Länge, 2,4 km Breite und 1,9 km Tiefe bisher nur mittels Radarmessungen genauer erfasst worden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Chang&#8217;e 2 ist eine chinesische Mondsonde, die am 1. Oktober 2010 zum Erdtrabanten startete und am 6. Oktober in eine Mondumlaufbahn gelangte. Hier wurde die Oberfläche des Mondes zunächst aus einem Arbeitsorbit etwa 100 km über der Oberfläche komplett erfasst. Danach wurde die Bahn so korrigiert, dass der mondnächste Punkt nur noch etwa 15 km über der Oberfläche lag. Nach Erfüllung dieser Aufgabe hatte die Sonde noch ausreichend Treibstoffreserven, alle Systeme funktionierten gut. Daher wurde die Bahn des Mondsatelliten angehoben und die Sonde entfernte sich schließlich wieder vom Mond und steuerte den Lagrangepunkt L<sub>2</sub> des Erde-Mond-Systems, etwa 1,5 Millionen Kilometer von der Erde entfernt an. Diesen Punkt umlief Chang&#8217;e 2 für mehrere Monate, wobei technische Systeme getestet und weitere Messungen, z.B. am Sonnenwind durchgeführt wurden. Im April 2012 schließlich verließ Chang&#8217;e 2 auch diese Position und nahm Kurs auf den Rendezvouspunkt mit Toutatis. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit konnte die Vielseitigkeit eines derartigen Raumfahrzeugs eindrucksvoll unter Beweis gestellt werden. China hatte bisher kaum Erfahrungen außerhalb des Erdorbits gemacht. Chang&#8217;e 2 wurde damit zur zweiten Mondsonde, zur ersten Raumsonde und zur ersten Asteroidensonde aus dem Reich der Mitte. Hier hat man sogar Russland etwas voraus. Für 2013 plant China den Start eines ersten unbemannten Mondlanders/rovers. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4156.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Chang&#8217;e 2</a></li></ul>
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