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	<title>Asteroid Retrieval Mission &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>Asteroid Retrieval Mission &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<item>
		<title>Asteroid Retrieval &#8211; Die Entscheidung ist gefallen</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/asteroid-retrieval-die-entscheidung-ist-gefallen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Apr 2015 09:59:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[ARV]]></category>
		<category><![CDATA[Asteroid Retrieval Mission]]></category>
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		<category><![CDATA[NEA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die US-amerikanische Luft- und Raumfahrtbehörde NASA plant, einen erdnahen Asteroiden einzufangen und in den Mondorbit zurückzuführen, damit er dort von Astronauten erforscht werden kann. Nun wurden weitere Details dieses Konzeptes bekanntgegeben. Ein Beitrag von Martin Knipfer. Quelle: NASA, SpaceNews. Sie sind Boten aus der Frühzeit unseres Sonnensystems: Asteroiden. Bei ihnen handelt es sich um Himmelskörper, [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die US-amerikanische Luft- und Raumfahrtbehörde NASA plant, einen erdnahen Asteroiden einzufangen und in den Mondorbit zurückzuführen, damit er dort von Astronauten erforscht werden kann. Nun wurden weitere Details dieses Konzeptes bekanntgegeben.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Martin Knipfer</a>. Quelle: NASA, SpaceNews.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/02042015115911_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/02042015115911_small_1.jpg" alt="Wikimedia" width="260"/></a><figcaption>
Der Asteroid Lutetia, aufgenommen von der Raumsonde Rosetta.  
<br>
(Bild: Wikimedia)
</figcaption></figure></div>



<p>Sie sind Boten aus der Frühzeit unseres Sonnensystems: Asteroiden. Bei ihnen handelt es sich um Himmelskörper, die sich zu Zeiten der Entstehung der Planeten gebildet haben, sich jedoch nicht zu Planeten weiterentwickelt haben. Vielmehr sind sie unterschiedlich große Gesteinsbrocken, die sich seit ihrer Entstehung vor 4,5 Milliarden Jahren kaum verändert haben. Forscher hoffen deshalb, durch Untersuchungen von Asteroiden Genaueres über die Entstehung unseres Sonnensystems herauszufinden. Deshalb statteten bereits zahlreiche Raumsonden Asteroiden einen Besuch ab. Um Asteroiden noch genauer zu untersuchen, ist auch geplant, mithilfe von Sonden Proben zu entnehmen und diese Proben auf der Erde zu landen, damit Wissenschaftler sie in irdischen Labors analysieren können. Zu einer solchen Mission (auch Sample Return genannt) ist momentan die japanische Sonde Hayabusa 2 unterwegs, 2016 soll die amerikanische Osiris-REx-Mission folgen. Doch die aufwendigste Mission, um einen Asteroiden zu erforschen, steht noch bevor: Asteroid Redirect.    </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/02042015115911_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/02042015115911_small_2.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Zwei Astronauten erforschen den rückgeführten Asteroiden. 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p>Diese Mission wurde 2013 der Öffentlichkeit vorgestellt und besteht aus zwei Teilen: Als erstes startet eine unbemannte Sonde (ARV, Asteroid Retrieval Vehicle) und fliegt zu einem erdnahen Asteroiden (NEA, Near Earth Asteroid). Dieser wird in eine Art Beutel verfrachtet, der sich an der Vorderseite des ARV befindet. Dann fliegt das ARV mitsamt dem eingefangenen Asteroiden wieder zurück und schwenkt in eine Umlaufbahn um den Mond ein. Daraufhin fliegen Astronauten mithilfe von Orion und dem Space Launch System, das neue Raumschiff und die neue Schwerlastträgerrakete der US-amerikanischen Luft- und Raumfahrtagentur NASA, zu dem ARV und erforschen den Asteroiden. Diese Mission wurde noch nicht von dem US-Kongress bewilligt, ihr endgültiger Ablauf wurde nun festgelegt. Am 25. März wurde dann in einer Telefonkonferenz bekanntgegeben, dass die Wahl auf Option B (Entnahme eines kleinen Brockens von der Oberfläche eines größeren Asteroiden) gefallen ist.   </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/02042015115911_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/02042015115911_small_3.jpg" alt="NASA/JAXA" width="260"/></a><figcaption>
Der Asteroid Itokawa. Zu erkennen sind mehrere kleinere Brocken auf der Oberfläche. 
<br>
(Bild: NASA/JAXA)
</figcaption></figure></div>



<p>2020 soll das ARV (Asteroid Retrieval Vehicle) zu einem erdnahen Asteroiden starten. Momentan gibt es drei Kandidaten für den genauen Zielasteroiden: Itokawa, Bennu und 2008 EV5. Itokawa besteht zum größten Teil aus Silikaten, der Asteroid wurde bereits 2005 von der japanischen Raumsonde Hayabusa erforscht. Aufnahmen zeigen, dass sich auf seiner Oberfläche hunderte von kleinen Brocken befinden, geeignet zur Rückführung durch das ARV. Bennus genaue Zusammensetzung ist noch unbekannt, er wird jedoch ab 2018 von der amerikanischen Raumsonde Osiris-REx genauer untersucht werden. 2008 EV5 besteht zum hauptsächlich aus Kohlenstoff, er wurde bisher nur von der Erde aus mithilfe von Radar untersucht. Welcher dieser Asteroiden letztendlich ausgewählt wird, wird 2019 entschieden, bis dahin wird weiterhin nach anderen geeigneten Kandidaten gesucht.   </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/02042015115911_big_4.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/02042015115911_small_4.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Das ARV entnimmt einen kleineren Brocken von der Oberfläche des größeren Asteroiden. Seitlich sind die Landebeine, über dem Brocken die Roboterarme mit den Microspines zu erkennen. 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p>Zunächst wird der Zielasteroid mithilfe von mehreren optischen Kameras an Bord des ARVs während mehreren Vorbeiflügen in etwa einem Kilometer Entfernung genauer untersucht, um geeignete Brocken auf der Oberfläche zu finden. Danach werden zunächst zwei Trockenläufe an bis zu drei verschiedenen Stellen des Asteroiden durchgeführt. So wird die Gravitation an diesen Orten genauer bestimmt, außerdem können schärfere Bilder aufgenommen werden. Dann wird mit dem Einsammeln eines Brockens begonnen. Das ARV steuert auf den Felsen zu und landet dann mithilfe von drei Landebeinen über ihm. Zwei Roboterarme, an deren Enden mehrere kleine Schaufeln angebracht sind (Microspines), greifen sich dann den Brocken. Ist diese Aufgabe abgeschlossen, stößt sich das ARV mithilfe der Landebeine wieder von der Oberfläche des Asteroiden ab. Dabei wird der Brocken sozusagen von dem Asteroiden abgerissen. Sollte die Entnahme des Brockens beim ersten Anlauf scheitern, sind vier weitere Versuche möglich.   </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/02042015115911_big_5.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/02042015115911_small_5.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Das ARV führt die Demonstration planetarer Verteidigung durch- grafische Darstellung. 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p>Nachdem die Probe entnommen wurde, wird sie zunächst drei Tage lang mithilfe der Kameras untersucht. Danach beginnt der nächste Teil der Mission: Die Demonstration einer Technik zur planetaren Verteidigung. So sollen potenziell gefährliche Asteroiden davon abgehalten werden, auf die Erde einzuschlagen. Zu diesem Zweck fliegt das ARV mehrmals um den Asteroiden herum. Die Schwerkraft des Raumfahrzeuges bewirkt dabei eine minimale Bahnänderung, die im realen Einsatz den Asteroiden von seinem Kollisionskurs mit der Erde ablenken könnte. Nachdem die Ergebnisse dieser Demonstration bestätigt wurden, führt das ARV den Asteroidenbrocken in einen Mondorbit zurück, damit er dort von Astronauten eingehend untersucht werden kann. Dazu verfügt das ARV über eine innovative Antriebstechnologie: Einen Solar-elektrischen Antrieb.   </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/02042015115911_big_6.jpg" data-rel="lightbox-image-5" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/02042015115911_small_6.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Mithilfe des solarelektrischen Antriebs fliegt das ARV mitsamt dem Asteroiden in den Mondorbit. Gut zu erkennen sind die seitlich angebrachten Solarzellen. 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p>Bei konventionellen Raketenantrieben wird der Treibstoff zusammen mit dem Oxidator verbrannt, die Verbrennungsgase werden nach hinten ausgestoßen. Der Rückstoß treibt das Raumfahrzeug nach vorne. Bei einem Solar-elektrischen Antrieb wird dagegen ein elektrisch geladenes Gas (häufig wird Xenon verwendet) mithilfe eines Elektromagnetfeldes nach hinten ausgestoßen und so das Raumfahrzeug angetrieben. Die nötige elektrische Energie wird von Solarzellen produziert. Zwar ist der Schub relativ gering, der mithilfe eines solchen Antriebes erzeugt werden kann, der Antrieb ist jedoch wesentlich effizienter als ein gewöhnlicher Raketenantrieb. So kann das Gewicht des Raumfahrzeuges erheblich reduziert werden, da nun weniger Treibstoff benötigt wird. Solar-elektrische Antriebe werden bereits in Erdsatelliten eingesetzt, der Antrieb des ARVs ist jedoch um ein vielfaches leistungsstärker. Es wird etwa sechs Jahre dauern, bis das ARV mithilfe dieser Antriebstechnologie in einen Orbit 70.000 km über der Mondoberfläche eingeschwenkt ist. Unterdessen wird der Brocken weiterhin untersucht.   </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/02042015115911_big_7.jpg" data-rel="lightbox-image-6" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/02042015115911_small_7.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Das Orion-Raumschiff dockt an dem ARV mitsamt Asteroiden an. 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p>Dann, Ende 2025, soll es soweit sein: Das Space Launch System (SLS), die neue Schwerlastträgerrakete der NASA, hebt von dem Startplatz LC-39B des Kennedy Space Centers in Florida ab. Es transportiert Orion, das neue Raumschiff der Behörde, an Bord von ihm sind zwei Astronauten. Die Oberstufe der Rakete transportiert das Raumschiff zum Mond. Orion schwenkt in denselben Orbit wie das ARV ein und dockt dort an dem Raumfahrzeug mitsamt dem Asteroiden an. Die beiden Astronauten führen daraufhin mehrere Außenbordeinsätze in ihren Raumanzügen durch, bei denen sie den Asteroidenbrocken genauer untersuchen und Bodenproben von ihm entnehmen. Nach etwa sieben Tagen dockt Orion wieder von dem ARV ab und fliegt zurück zur Erde. Das kapselförmige Crewmodul tritt in die Erdatmosphäre ein und landet daraufhin sanft mithilfe von Fallschirmen im pazifischen Ozean. Die Mission wird insgesamt 24 bis 25 Tage dauern.   </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/02042015115911_big_8.jpg" data-rel="lightbox-image-7" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/02042015115911_small_8.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Eine Mission zum Marsmond Phobos auf Basis des ARVs- Illustration. 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p>Das wichtigste Ziel von Asteroid Retrieval ist es, Technologien zu testen, die für das Fernziel der NASA von großer Bedeutung sein könnten, nämlich einer bemannten Landung auf dem Mars. Dazu zählt etwa der solarelektrische Antrieb des ARVs, der auch ein Marsraumschiff antreiben könnte. Auch wird es geübt, große Objekte in einen Mondorbit zu befördern und diese Umlaufbahn dann als Brückenkopf für eine Mission zu nutzen. Außerdem werden Außenbordeinsätze jenseits des niedrigen Erdorbits und das Einsammeln von Bodenproben trainiert. Des weiteren kann das ARV die technische Basis für ein Raumschiff darstellen, mit dem die Marsmonde Phobos und Deimos erforscht werden. Insgesamt wird das ARV wohl 1,25 Milliarden Dollar plus die Trägerrakete kosten, die gesamte Mission dürfte wohl mit drei bis vier Milliarden Dollar zu Buche schlagen. SLS und Orion werden bereits entwickelt, hier arbeitet man gegenwärtig auf eine wichtige Designprüfung hin, bei der das Design eingefroren und mit der Produktion der Hardware begonnen wird. Für die Entwicklung des ARVs hat die NASA bei dem Kongress für das Fiskaljahr 2016 220 Millionen Dollar angefragt, diese Geldmittel sind jedoch noch nicht bewilligt.   </p>



<p><strong>Verwandte Meldungen bei Raumfahrer.net:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/asteroid-retrieval-die-qual-der-wahl/" data-wpel-link="internal">Asteroid Retrieval: Die Qual der Wahl</a> (31. Januar 2015)</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/nasa-will-asteroiden-einfangen/" data-wpel-link="internal">NASA will Asteroiden einfangen</a> (08. April 2013)</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/category/exploration/" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net Sonderseite zu SLS/Orion</a></li></ul>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=10974.150" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Asteroid Retrieval Feasibility Study  </a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Asteroid Retrieval: Die Qual der Wahl</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/asteroid-retrieval-die-qual-der-wahl/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 31 Jan 2015 10:23:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[ARV]]></category>
		<category><![CDATA[Asteroid Retrieval Mission]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[NEA]]></category>
		<category><![CDATA[Orion]]></category>
		<category><![CDATA[SLS]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die US-amerikanische Luft- und Raumfahrtagentur NASA plant, einen erdnahen Asteroiden (NEA) in eine Mondumlaufbahn zurückzuführen, damit er dort von Astronauten genau analysiert werden kann. Nun steht die Entscheidung bevor, ob ein kleiner Asteroid als Ganzes oder eine kleine Probe von einem großen Asteroiden zurückgeführt werden soll. Unterdessen wird Kritik an dieser Mission immer lauter. Ein [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die US-amerikanische Luft- und Raumfahrtagentur NASA plant, einen erdnahen Asteroiden (NEA) in eine Mondumlaufbahn zurückzuführen, damit er dort von Astronauten genau analysiert werden kann. Nun steht die Entscheidung bevor, ob ein kleiner Asteroid als Ganzes oder eine kleine Probe von einem großen Asteroiden zurückgeführt werden soll. Unterdessen wird Kritik an dieser Mission immer lauter.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Martin Knipfer</a>. Quelle: NASA, NSF, SpaceNews, Hattiesburg American.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/31012015112308_small_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/31012015112308_small_1.jpg" alt="Wikimedia" width="260"/></a><figcaption>
Der Asteroid Lutetia, aufgenommen von der Raumsonde Rosetta. 
<br>
(Bild: Wikimedia)
</figcaption></figure></div>



<p>Sie sind Boten aus der Frühzeit unseres Sonnensystems: Asteroiden. Bei ihnen handelt es sich um Himmelskörper, die sich zu Zeiten der Entstehung der Planeten gebildet haben, sich jedoch nicht zu Planeten weiterentwickelt haben. Vielmehr sind sie unterschiedlich große Gesteinsbrocken, die sich seit ihrer Entstehung vor 4,5 Milliarden Jahren kaum verändert haben. Forscher hoffen deshalb, durch Untersuchungen von Asteroiden Genaueres über die Entstehung unseres Sonnensystems herauszufinden. Deshalb statteten bereits zahlreiche Raumsonden Asteroiden einen Besuch ab. Um Asteroiden noch genauer zu untersuchen, ist auch geplant, mithilfe von Sonden Proben zu entnehmen und diese Proben auf der Erde zu landen, damit Wissenschaftler sie in irdischen Labors analysieren können. Zu einer solchen Mission (auch Sample Return genannt) ist momentan die japanische Sonde Hayabusa 2 unterwegs, 2016 soll die amerikanische Osiris-REx-Mission folgen. Doch die aufwendigste Mission, um einen Asteroiden zu erforschen, steht noch bevor: Asteroid Redirect.  </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/31012015112308_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/31012015112308_small_2.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Zwei Astronauten untersuchen den zurückgeführten Asteroiden- Illustration. 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p>Diese Mission wurde 2013 der Öffentlichkeit vorgestellt und besteht aus zwei Teilen: Als erstes startet eine unbemannte Sonde (ARV, Asteroid Retrieval Vehicle) und fliegt zu einem erdnahen Asteroiden (NEA, Near Earth Asteroid). Dieser wird in eine Art Beutel verfrachtet, der sich an der Vorderseite des ARV befindet. Dann fliegt das ARV mitsamt dem eingefangenen Asteroiden wieder zurück und schwenkt in eine Umlaufbahn um den Mond ein. Daraufhin fliegen Astronauten mithilfe von Orion und dem Space Launch System, das neue Raumschiff und die neue Schwerlastträgerrakete der US-amerikanischen Luft- und Raumfahrtagentur NASA, zu dem ARV und erforschen den Asteroiden. Diese Mission wurde noch nicht von dem US-Kongress bewilligt, ihr endgültiger Ablauf wird momentan noch festgelegt.  </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/31012015112308_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/31012015112308_small_3.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Das ARV (Option A) führt einen vorher eingefangenen Asteroiden zurück. 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p>Eine wichtige Entscheidung bezüglich dieses Missionskonzeptes steht nun kurz bevor: Das ARV kann entweder einen kleinen Asteroiden als Ganzes in einen Beutel verstauen oder einen kleineren Brocken von der Oberfläche eines großen Asteroiden wegreißen. Ursprünglich sollte diese Entscheidung bereits Mitte Dezember fallen, jedoch wollten die Verantwortlichen noch mehr Daten sammeln. Die Entscheidung steht nun am 28. Februar an, es ist aber möglich, dass sie vorgezogen wird.  </p>



<p><strong>Option A: Rückführung eines kleinen Asteroiden als Ganzes</strong></p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/31012015112308_big_4.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/31012015112308_small_4.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Das ARV (Option A) fängt mithilfe eines Beutels einen kleinen Asteroiden ein- Illustration. 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p>Bei dieser Variante würde das ARV einen kleinen Asteroiden als Ganzes mithilfe eines Beutels an der Vorderseite einfangen. Die Sonde würde entweder auf einer Trägerrakete vom Typ Delta IV Heavy oder dem Space Launch System zu einem NEA fliegen. Der Start könnte ab Mitte 2019 bis 2021 erfolgen. Das ARV nähert sich dem Asteroiden an und untersucht ihn zunächst 14 Tage lang. Danach wird zwei Tage lang planetare Verteidigung demonstriert. Sollte sich eines Tages ein großer Asteroid auf Kollisionskurs mit der Erde befinden, könnte die NASA ein Raumfahrzeug starten, das sich dem Asteroiden annähert. Die minimale Schwerkraft, die dann von diesem Raumfahrzeug ausgeht, lenkt den Asteroiden leicht von seiner bisherigen Bahn ab, sodass er die Erde verfehlt. Diese Technologie unter dem Namen planetare Verteidigung möchte die NASA bei Asteroid Retrieval testen. In fünf Tagen wird daraufhin der Asteroid in den Beutel eingefangen, mit 30 Tagen Reserve. Danach wird der Asteroid zurück zum Erde-Mond System befördert, das ARV schwenkt in eine Umlaufbahn um den Mond ein. Dieses Manöver dauert 1-3 Jahre. Das ARV verfügt zu diesem Zweck über einen solarelektrischen Antrieb. Bei dieser Technologie wird elektrisch geladenes Stützgas (wahrscheinlich Xenon) mithilfe von elektromagnetischen Feldern beschleunigt und aus dem Raumfahrzeug geleitet. Die benötigte elektrische Energie dafür stammt von 50 kW-Solarzellen. Dieser Antrieb erzeugt zwar verglichen mit gewöhnlichen Raketenantrieben nur einen geringen Schub, ist aber sehr effizient.   </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/31012015112308_big_5.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/31012015112308_small_5.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Ein Diagramm der Masse des Asteroiden, die mit Option A zurückgeführt werden kann. 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p>Die Masse des zurückgeführten Asteroiden hängt von dem Starttermin, dem Termin, an dem die Rückführung abgeschlossen sein soll, und der verwendeten Trägerrakete ab. Bei einem Start 2019 bis Ende 2020 ist eine zurückgeführte Masse des Asteroiden von 200 bis 100 Tonnen möglich, wenn die Rückführung 2023 abgeschlossen sein soll. Mit dem Space Launch System sind immer ein paar Tonnen mehr möglich, dafür ist der Startpreis dieser Rakete deutlich teurer als der der Delta IV Heavy. Bei einer Rückführung bis 2024 sind mit beiden Trägerraketen deutlich höhere Massen möglich. Bei einer Rückführung bis 2026 oder 2027 liegen die Werte mit beiden Trägerraketen deutlich niedriger, da dann ein Asteroid mit einer anderen Bahn (2013 EC20) angeflogen wird.  </p>



<p><strong>Option B: Entnahme einer kleinen Probe von einem größeren Asteroiden</strong></p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/31012015112308_big_6.jpg" data-rel="lightbox-image-5" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/31012015112308_small_6.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Das ARV entnimmt eine Probe von der Oberfläche eines größeren Asteroiden- Illustration. 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p>Bei dieser Variante würde das ARV mithilfe von Greifarmen einen kleinen Brocken von der Oberfläche eines großen Asteroiden entnehmen. Genauso wie bei Option A soll der Start mit dem Space Launch System oder der Delta IV Heavy ab Mitte 2019 bis 2021 erfolgen. Das ARV nähert sich dem Asteroiden an und untersucht ihn zunächst 72 Tage. Dann wird eine kleine Probe von der Oberfläche entnommen, was 69 Tage dauern soll. Danach wird wie bei Option A planetare Verteidigung demonstriert, und zwar 150 Tage lang, wovon 120 Tage Wartezeit auf eine Verifizierung der Ergebnisse sind. Danach schwenkt das ARV in eine Mondumlaufbahn ein.   Die zurückgeführte Masse der Probe beläuft sich auf etwa 60 bis 10 Tonnen, wenn der Start zwischen 2019 und 2021 stattfinden und die Rückführung zwischen 2024 und 2027 abgeschlossen sein soll. Angenommen wird dabei, dass der Asteroid sich auf der Bahn von 2008 EV5 befindet. Erneut liegen beim Einsatz des Space Launch System die Werte für die zurückgeführte Masse etwas höher als bei der Delta IV Heavy.  </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/31012015112308_big_7.jpg" data-rel="lightbox-image-6" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/31012015112308_small_7.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Das ARV (Option B) führt eine Demonstration planetarer Verteidigung durch- grafische Darstellung. 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p>Die Entscheidung zwischen beiden Optionen wird nicht leicht sein. Option B gilt als technisch anspruchsvoller und wird etwa 100 Millionen Dollar teurer sein, dafür würden mehr Technologien für eine Marsmission demonstriert werden und die Technologie dieser Option für spätere Missionen erneut verwendet werden könne. Das Kostenziel zuzüglich der Trägerrakete liegt bei beiden Optionen bei 1,25 Milliarden Dollar. Beide Optionen sind technisch möglich. Robert Lightfoot, der stellvertretende Leiter der NASA, deutete an, dass die Entscheidung sehr knapp werden würde.  </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/31012015112308_small_8.jpg" alt="NASA" width="260"/><figcaption>
In der Testumgebung für Option A wird ein simulierter Asteroid in eine Testversion des Beutels hineingelassen. 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p>Die Arbeiten an der Asteroid Retrieval Mission sind bereits im vollen Gange. Teleskope am Boden und im Weltall suchen nach geeigneten Zielasteroiden, für jede Option wurden bereits drei gefunden. Auch entwickelt man die Technologie des solarelektrischen Antriebs weiter. Darüber hinaus wurden der Zeitplan und die Kostenschätzung aktualisiert. Außerdem laufen bereits vorläufige Arbeiten an beiden Varianten des ARVs, die zum Ziel haben, dass das Einfangen des Asteroiden bei der realen Mission ungefährlich verläuft. Zahlreiche Computersimulationen wurden durchgeführt, des Weiteren wurden Testumgebungen am Boden angelegt. Bei diesen Anlagen wird ein simulierter Asteroid mithilfe von Testversionen des ARVs eingefangen, Option A verfügt über eine Testumgebung im Maßstab 1:5, Option B über eine im Maßstab 1:1. Dabei werden Kräfte gemessen, die auf die Hardware wirken, sodass der Einfangmechanismus besser auf die erwarteten Bedingungen ausgelegt werden kann.  </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/31012015112308_big_9.jpg" data-rel="lightbox-image-7" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/31012015112308_small_9.jpg" alt="KSC" width="260"/></a><figcaption>
In einer Halle auf dem Gelände des Kennedy Space Centers wird die Orion-Kapsel nach ihrem Erstflug inspiziert. 
<br>
(Bild: KSC)
</figcaption></figure></div>



<p>Ebenfalls sollen bei Asteroid Retrieval das neue Raumschiff der NASA, Orion, und die neue Schwerlastträgerrakete zum Einsatz kommen, das Space Launch System (SLS). Das SLS wird ein bemanntes Orion-Raumschiff zum Mond befördern, das daraufhin mithilfe eines Fly-By Manövers in dieselbe Mondumlaufbahn einschwenkt, auf der sich auch das ARV mit dem Asteroiden befindet. Orion dockt an das ARV an und die Astronauten in Raumanzügen führen mehrere Außenbordmanöver an dem Asteroiden durch, bei denen sie Proben von seiner Oberfläche nehmen und genauere Daten sammeln. Nach etwa einer Woche dockt Orion wieder ab und fliegt wieder zur Erde zurück, wo die Astronauten in dem kapselförmigen Crewmodul sanft mithilfe von Fallschirmen im Ozean landen. Orion befindet sich noch in der Entwicklung, im Dezember absolvierte das Raumschiff seinen ersten Testflug. Gegenwärtig wird diese Orion-Kapsel sorgfältig analysiert, damit das Design des Raumschiffs verbessert werden kann. Wenige mögliche Probleme wurden erkannt, an ihrer Lösung wird gearbeitet. Auch das SLS befindet sich noch in der Entwicklung, gegenwärtig werden eine Testzündung des Boosters und Testzündungen des Haupttriebwerks vorbereitet. Das SLS und Orion werden diesen Sommer ihr Critical Design Review absolvieren, eine rigorose Designprüfung, bei der das endgültige Design festgelegt wird.  </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/31012015112308_big_10.jpg" data-rel="lightbox-image-8" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/31012015112308_small_10.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Eine Mission zum Marsmond Phobos auf Basis des ARVs- Illustration. 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p>Die Ziele von Asteroid Retrieval sind klar festgelegt: Zum einen sollen Asteroiden, die Menschen auf der Erde gefährlich werden könnten, besser erfasst und verfolgt werden. Auch sollen Technologien für planetare Verteidigung getestet werden, die das Risiko für einen vernichtenden Einschlag dieser Asteroiden senken. Darüber hinaus ist es natürlich ebenfalls ein Ziel, unser Wissen über Asteroiden zu erweitern. Doch das wichtigste Ziel ist es, Technologien zu testen, die für das Fernziel der NASA notwendig: Ein bemannter Flug zum Mars in den 2030er Jahren. Dazu zählt etwa der solarelektrische Antrieb. Auch soll die Technologie von Asteroid Retrieval für andere Missionen einsetzbar sein, wie etwa einer Landung auf dem Marsmond Phobos. Jedoch wurde von der NASA immer noch kein Plan vorgestellt, wie eine bemannte Marsmission tatsächlich verlaufen soll.  </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/31012015112308_big_11.jpg" data-rel="lightbox-image-9" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/31012015112308_small_11.jpg" alt="Boeing" width="260"/></a><figcaption>
Ein Vorschlag des Unternehmens Boeing für eine bemannte Mondlandung- Illustration. 
<br>
(Bild: Boeing)
</figcaption></figure></div>



<p>Unumstritten ist Asteroid Retrieval nicht: Das NASA Advisory Council, Berater der NASA, ist skeptisch, ob Asteroid Retrieval tatsächlich eine bemannte Marsmission vorbereitet. NASA-Administrator Bolden, der diese Vorwürfe bestritt, wirkte auf die Berater nicht überzeugend. Der Berater Thomas Young drückte Folgendes aus: „Wenn wir zeigen, dass wir einen Asteroiden zurückführen können, hat das nichts mit einer Marsmission zu tun.“ Auch der republikanische US-Kongressabgeordnete Steven Palazzo hält Asteroid Retrieval für eine Geldverschwendung, die nicht eine Marsmission vorbereitet. Stattdessen will er sich im Kongress dafür einsetzen, dass eine bemannte Rückkehr zum Mond stattfindet. Das war bereits Ziel des Constellation-Programms, das 2010 aus Kostengründen eingestellt wurde. Ob hinter den populistisch anmutenden Aussagen Palazzos tatsächlich ein Versuch steht, bemannte Mondlandungen auf politischer Ebene als das Ziel der NASA durchzusetzen, ist jedoch noch nicht abzuschätzen.  </p>



<p><strong>Verwandte Meldungen bei Raumfahrer.net:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/nasa-will-asteroiden-einfangen/" data-wpel-link="internal">NASA will Asteroiden einfangen</a> (08. April 2013)</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/asteroid-oder-mond/" data-wpel-link="internal">Asteroid oder Mond?</a> (26. Mai 2013)</li><li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/category/exploration/" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net Sonderseite zu SLS/Orion</a></li></ul>



<p><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=10974.120" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Asteroid Retrieval Feasibility Study</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=7627.930" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Künftige Strategie der bemannten US Raumfahrt</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>NASA-Budget &#8211; eine unendliche Kürzungsgeschichte</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/nasa-budget-eine-unendliche-kuerzungsgeschichte/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 Jun 2013 20:04:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Asteroid Retrieval Mission]]></category>
		<category><![CDATA[CRS]]></category>
		<category><![CDATA[JWST]]></category>
		<category><![CDATA[NASA-Budget]]></category>
		<category><![CDATA[SLS]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraumteleskop]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im Unterausschuss Weltraum des Ausschusses für Wissenschaft, Weltraum und Technologie des US-Repräsentantenhauses stand kürzlich das NASA-Budget auf der Tagesordnung. Um gut eine Milliarde auf 16,8 Milliarden US-Dollar wollen die Abgeordneten der Republikaner das NASA-Budget kürzen. Und auf diesem Niveau soll es im kommenden Jahr weitergehen. Insbesondere im Einfangen eines Asteroiden sehen sie wenig Sinn. Ein [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Im Unterausschuss Weltraum des Ausschusses für Wissenschaft, Weltraum und Technologie des US-Repräsentantenhauses stand kürzlich das NASA-Budget auf der Tagesordnung. Um gut eine Milliarde auf 16,8 Milliarden US-Dollar wollen die Abgeordneten der Republikaner das NASA-Budget kürzen. Und auf diesem Niveau soll es im kommenden Jahr weitergehen. Insbesondere im Einfangen eines Asteroiden sehen sie wenig Sinn.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von Roland Rischer. Quelle: NASA, Spaceflight now, NASA Watch.</p>



<p>Für die die Mehrheit im US-Repräsentantenhauses stellenden Republikaner sind Kürzungen im NASA-Haushalt und anderen bundesstaatlichen Budgets unvermeidlich, um endlich in Übereinstimmung mit den Vorschriften des US-Budgetkontrollgesetzes von 2011 zu kommen. Die NASA arbeitet deshalb bereits im Sparmodus, nachdem im März dieses Jahres mangels politischer Einigung über das Budget 2013 automatische Zwangskürzungen auf die fortgeschriebenen Budgetansätze 2012 in Kraft traten. Diese Zwangskürzungen entziehen den Volksvertretern jedoch die Gestaltungshoheit. Und das will man natürlich auch nicht. Neben maximaler Steuerentlastung soll gleichzeitig die Führungsrolle der USA bei der Weltraumforschung gesichert werden. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/27062013220408_small_1.jpg" alt="NASA" width="260"/><figcaption>
Nach Ansicht der Republikaner im US-Repräsentantenhaus geht SLS &#8230; 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p>Für die Republikaner heißt dies, dass einige Prioritäten neu gesetzt werden müssen. Ihr Gesetzentwurf für ein NASA-Budget 2013 in Höhe von 16,8 Mrd. US-Dollar (USD) legt die Schwerpunkte auf das Space Launch System, das Orion-Raumschiff, die Erforschung des Weltraums und die Internationale Raumstation. Im laufenden Haushaltsjahr 2013 sieht der Gesetzentwurf 1,77 Mrd. USD für die Entwicklung des SLS und der zugehörigen Bodensysteme vor. 1,12 Mrd. USD sind für die Orion-Kapsel reserviert, 2,9 Mrd. USD für die ISS und 4,62 Mrd. USD für die Weltraumforschung einschließlich des aufwendigen  James-Webb-Weltraumteleskops. Während man bei SLS, Orion, ISS und der Erforschung des Weltraums ex Erde nahe an den Budget-Vorstellungen der NASA-Administration und des US-Präsidenten bleibt, wurde im Haushaltsgesetzentwurf bei der Erforschung der Erde (Earth Science), ein Unterposten der Weltraumforschung, kräftig der Rotstift angesetzt. Um gut ein Drittel auf 1,2 Mrd. USD soll der Etat gekürzt werden. Unter Earth Science laufen 15 Satellitenmissionen, aber auch die nicht weltraumgestützte Klimaforschung wie zum Beispiel das Projekt Ice Bridge. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/27062013220408_small_2.jpg" alt="NASA" width="260"/><figcaption>
&#8230; Asteroid Retrieval geht nicht &#8230; 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p>Der Gesetzentwurf würde, wenn so verabschiedet, jegliche Arbeiten am Asteroiden-Projekt sofort zum Stillstand bringen. Im Mai wurde seitens der NASA die Idee veröffentlicht, anstelle einer Mondlandung einen Klein-Asteroiden einzufangen und in eine Mondumlaufbahn zu bringen. Das sei, so die kritischen Abgeordneten, nicht nur teuer, es lenke die Mittel auch in eine falsche Richtung. Den Nutzen zur Vorbereitung einer bemannten Mars-Landung in den 2030er Jahren könne man nicht erkennen. Die Abgeordneten plädierten denn auch für den Aufbau einer Mondbasis als Vorbereitung für spätere Mars-Landungen. Sollte das nicht ausreichen, sieht ein altes NASA-Konzept als Zwischenschritt noch den Anflug an einen der Mars-Monde vor. </p>



<p>Seitens der NASA beeilte man sich festzustellen, dass man hinsichtlich des Asteroiden-Projektes erst am Anfang der Debatte stehe. Lori Garver, stellvertretende NASA-Chefin, betonte, dass neben Grundlagenerkenntnissen zur Entstehung des Sonnensystems auch bei Analysen zur Asteroiden-Bedrohung und nicht zuletzt in der Technik enorme Fortschritte zu erwarten seien. „Ich denke“, so wird sie bei Spaceflightnow zitiert, „dass wir in der Lage sind, den Nutzen einer solchen Mission aufzuzeigen.“ </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/27062013220408_small_3.jpg" alt="NASA" width="260"/><figcaption>
&#8230; James-Webb-Space-Telescope geht &#8230; 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p>Da wird die NASA noch einiges zu tun haben, denn Skepsis war im Wissenschaftsausschuss nicht nur von Politikern zu vernehmen. Als Experten waren Steven Squyres, Astronom und leitender Forscher im Mars Exploration Rover-Programm und Thomas Young, ehemaliger Lockheed Martin-Manager, geladen. Beide sahen keinen direkten Bezug zwischen dem Asteroiden-Projekt und einer späteren Mars-Expedition. Sie plädierten für eine langfristige Planung eines bemannten Mars-Fluges, bei der die NASA sich selbst die Zwischenziele setzt. Auf die Frage, wann denn unter der aktuellen Budget-Planung mit einem bemannten Mars-Flug gerechnet werden könne, sagte Young: „Nie“. Und Squyres stimmte ihm zu. </p>



<p>Nicht nur die Fernziele standen im Fokus. Auch bei kommerziellen Flügen zur ISS möchten die Republikaner über 100 Mio. USD gegenüber dem NASA-Planwert von 830 Mio. USD einsparen. Diese Summe wäre laut NASA-Chef Charles Bolden jedoch jährlich mindestens notwendig, um bis Ende 2017 einen ersten bemannten Flug zur ISS im Rahmen des Commercial Spaceflight-Programms darstellen zu können. Die Republikaner stellten im Ausschuss auch gleich klar, dass dieses späteste Datum trotz der angedachten Kürzungen nicht verhandelbar sei. Die Demokraten erinnerten daran, dass Budgetrestriktionen in Verbindung mit ehrgeizigen Zeitplänen auch für die Challenger- und Columbia-Katastrophen verantwortlich waren. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/27062013220408_small_4.jpg" alt="Orbital" width="260"/><figcaption>
&#8230; und Commercial Spaceflight zur ISS geht billiger. 
<br>
(Bild: Orbital)
</figcaption></figure></div>



<p>Für die Finanzmanager bei Orbital Sciences Corporation und SpaceX dürfte der Kürzungsvorschlag nicht das erste Warnsignal gewesen sein. Wenige Tage vor der Diskussion im Weltraum-Unterausschuss hat die Innenrevision der NASA (Office of Inspector General) vorgeschlagen, die Zahlungen an Orbital zeitlich zu strecken. Auch das hilft der NASA beim Sparen. Offiziell wird eine Neuverhandlung der Terminierung von Auszahlungstranchen mit den bereits eingetretenen Verzögerungen und Risiken begründet, denen künftige Orbital-Versorgungsflüge zur ISS unterliegen. Immerhin könnte der anstehende Demonstrationsflug im September technische Modifikationen an der Antares-Rakete und/oder dem Cygnus-Transporter notwendig machen, die zu weiteren substanziellen Verzögerungen im Zeitplan führen. </p>



<p>Unter dem gegenwärtig gültigen Auszahlungsplan hat Orbital bereits Anspruch auf 70 Prozent des insgesamt für seine Dienstleistungen vorgesehenen Budgets. Damit sind sechs der acht vereinbarten Versorgungsflüge abgedeckt, bevor überhaupt der Demonstrationsflug voraussichtlich im September 2013 gelungen ist. Konkret schlägt die Innenrevision vor, die Auszahlung von rund 150 Mio. USD für die Orbital-Versorgungsflüge 4 und 5 in das nächste Haushaltsjahr 2014 (beginnt am 1. Oktober 2013) zu verschieben. Gleiches gilt für Mission 6, für die Orbital bereits erste Zahlungen erhalten müsste. Und an einer Aufnahme der Arbeiten an Mission 7 und damit einer ersten Zahlung ist man bei Orbital dringend interessiert. </p>



<p>Die den US-Senat dominierenden Demokraten kündigten für Juli einen Gegenentwurf zum vorgeschlagenen NASA-Budget-Gesetz der Republikaner an. Es bleibt also spannend. </p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit: </strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=9540.240#lastPost" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">NASA &#8211; Budget</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Charles Bolden und die Ziele der NASA</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/charles-bolden-und-die-ziele-der-nasa/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 May 2013 12:52:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Asteroid Retrieval Mission]]></category>
		<category><![CDATA[Commercial Crew]]></category>
		<category><![CDATA[Marsforschung]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[Orion]]></category>
		<category><![CDATA[SLS]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In zwei Ansprachen hat sich der NASA-Adminstrator Charles Bolden Anfang Mai zu den Zielen der NASA bei schmaler werdendem Budget geäußert. Ein Beitrag von Hans Lammersen. Quelle: spacenews.com, space politics. Vertont von Peter Rittinger. Bolden sprach Anfang Mai bei einem von der Space Transportation Association (STA) organsiertem Mittagessen auf dem Capitol Hill und ein paar [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">In zwei Ansprachen hat sich der NASA-Adminstrator Charles Bolden Anfang Mai zu den Zielen der NASA bei schmaler werdendem Budget geäußert.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Hans Lammersen</a>. Quelle: spacenews.com, space politics. Vertont von Peter Rittinger.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2013-05-25-69459.mp3"></audio></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20052013145255_small_1.jpg" alt="NASA" width="260"/><figcaption>
NASA-Administrator Charles Bolden 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p>Bolden sprach Anfang Mai bei einem von der Space Transportation Association (STA) organsiertem Mittagessen auf dem Capitol Hill und ein paar Tage später anlässlich einer Konferenz unter dem Titel &#8222;Humans to Mars&#8220;, ebenfalls in Washington </p>



<p>In beiden Reden verteidigte er die Fortführung des Commercial Crew Programmes und das Projekt, einen Asteroiden einzufangen und in eine Umlaufbahn um den Mond zu bringen, damit dieser dann von Astronauten besucht werden könne. Gleichzeitig sprach er sich für die geplanten Kürzungen im &#8222;Planetary Sciences&#8220;-Programm und die Neuausrichtung der Bildungsbemühungen der NASA aus. </p>



<p>Bolden forderte die Politik dazu auf, das Commercial Crew-Programm finanziell voll zu unterstützen, denn nur so könne man in der Zeitplanung bleiben. &#8222;Du musst dafür bezahlen, wenn du etwas willst&#8220;, so Bolden auf dem Capitol Hill, &#8222;und wenn die Nation Kapazitäten haben will, Fracht oder eine Crew in den niedrigen Erdorbit zu bringen, dann muss sie dafür bezahlen.&#8220; Dabei ging Bolden auch auf die Notwendigkeit ein, die ISS nach 2020 weiter zu betreiben. Denn, wenn die ISS aufgegeben werde, bräuchte man auch keine Fracht- oder Personenflüge durch private Raumfahrtunternehmen mehr. Dann würden hier Anreize zur Weiterentwicklung fehlen. </p>



<p>Zur Planung der NASA, einen Asteroiden einzufangen, ihn in eine Umlaufbahn um den Mond zu transportieren, um ihn dort etwa im Jahre 2021 von Astronauten besuchen zu lassen, äußerte sich Bolden zuversichtlich. Es sei geplant, dem Astroiden mit einer bemannten Orion-Kapsel einen Besuch abzustatten und die Wahrscheinlichkeit zur Durchführung der Planung wachse ständig, da man bereits mit der Suche nach einem geeigneten Kandidaten begonnen habe. Diese Mission sei ebenso wichtig für die Entwicklung und Erprobung von Technologien für eine spätere Mars-Mission. </p>



<p>In diesem Zusammenhang erteilte Bolden allen Gedankenspielereien eine Absage, diese Mission könnte ebenfalls durch private Raumfahrzeuge durchgeführt werden und sagte, die NASA wolle das Unternehmen mit der neuen Schwerlastrakete SLS (Space Launch System) und der Raumkapsel Orion durchführen. Sowieso sei die Entwicklung des SLS-Systems unabdingbar für die weiteren Pläne der NASA. Pläne, nach denen man die Schwerlastrakete durch kleinere Systeme und Treibstoffdepots in der Umlaufbahn ersetzen könne, wies er von sich. Wenn man dies anstrebe, so gäbe es keine Landung auf einem Astroiden 2021 und auch keine Landung auf dem Mars in den 2030ern.</p>



<p>In seiner Ansprache auf der Humans to Mars-Konferenz zeigte er sich sicher, dass der Mensch zum Mond zurückkehrt. Allerdings könne sich die NASA das derzeit wegen des sinkenden Budgets nicht leisten. Alle Anstrengungen, wieder auf dem Mond zu landen, würden die NASA davon abhalten, den Mars in den 2030ern zu erreichen. </p>



<p><strong>Diskutieren Sie mit:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=10801.0" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Raumstation bei EML 2</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=7627.0" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Künftige Strategie der bemannten US Raumfahrt </a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		<enclosure url="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2013-05-25-69459.mp3" length="4732531" type="audio/mpeg" />

			</item>
		<item>
		<title>NASA will Asteroiden einfangen</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/nasa-will-asteroiden-einfangen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Apr 2013 18:49:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonden]]></category>
		<category><![CDATA[Asteroid]]></category>
		<category><![CDATA[Asteroid Retrieval Mission]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Amerikanische Onlinemedien haben Meldungen darüber veröffentlicht, dass die NASA plant, mittels eines Robotschiffes einen Asteroiden einzufangen und in die Nähe des Mondes zu transportieren, wo er dann von Astronauten aufgesucht werden kann. Ein Beitrag von Hans Lammersen. Quelle: CBS, NBCNews. Vertont von Peter Rittinger. Dabei soll ein Robotschiff einen vorher ausgewählten Kleinkörper des Sonnensystems anfliegen, [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Amerikanische Onlinemedien haben Meldungen darüber veröffentlicht, dass die NASA plant, mittels eines Robotschiffes einen Asteroiden einzufangen und in die Nähe des Mondes zu transportieren, wo er dann von Astronauten aufgesucht werden kann.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/verein-raumfahrer-net-e-v/ehemalige/" data-wpel-link="internal">Hans Lammersen.</a> Quelle: CBS, NBCNews. Vertont von Peter Rittinger.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2013-04-12-72985.mp3"></audio></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/08042013204946_small_1.jpg" alt="NASA, JPL" width="610" height="458"/><figcaption>
Amerikanische Astronauten an einem Asteroiden 
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(Bild: NASA, JPL)
</figcaption></figure></div>



<p>Dabei soll ein Robotschiff einen vorher ausgewählten Kleinkörper des Sonnensystems anfliegen, der einen Durchmesser von etwa 10 Metern (30 Fuß) hat. Das Schiff soll dann den Asteroiden einfangen und ihn in einer für Astronauten im neuen Orion Crew Vehicle zu bewältigenden Entfernung von der Erde platzieren, und zwar in der Nähe des Mondes. </p>



<p>Mit diesem Plan soll offenbar eine sowieso schon geplante Mission zu einem Asteroiden mit Landung darauf so vereinfacht werden, dass sie nicht erst in der dritten Dekade unseres Jahrhunderts ausgeführt werden kann, sondern schon früher. Ursprünglich hatte man für eine Asteroidenmission mit dem Jahr 2025 als frühesten Startzeitpunkt gerechnet, nun aber peilt man das Jahr 2017 für den Start des Robotschiffes an. Der Transport soll im Jahr 2019 beginnen und der Kleinkörper bis 2021 an seinem Bestimmungsort angekommen sein. </p>



<p>Der ehemalige Astronaut und heutige Senator Bill Nelson hat am Freitag der vorigen Woche über das Projekt gesprochen. Am Samstag wurde die Planung von einem  offiziellen Vertreter der Weißen Hauses gegenüber CBS News bestätigt. Demnach sollen im Budget der NASA für das Jahr 2014 100 Millionen US-$ für das Projekt reserviert werden. </p>



<p>Bei ihrer Planung bezieht sich die NASA auf eine Studie von Wissenschaftlern des Keck Institute for Space Studies, welche bereits im letzten Jahr veröffentlicht worden ist. Die Kosten wurden dort mit 2,6 Milliarden Dollar angegeben, die NASA möchte diese aber noch drücken, indem die Flüge in das Testprogramm für die neue Schwerlastrakete SLS und die Orion-Kapsel einbezogen werden. </p>



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<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=10974.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Asteroid Retrieval Feasibility Study</a></li><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=10801.0" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Raumstation bei EML 2</a></li></ul>
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