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	<title>ASTRON &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>ASTRON &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>ASTRON: Astronomen entdecken ein Sternsystem mit einem Weißen Zwerg, das helle Radiowellenimpulse mit einem seltsamen Rhythmus aussendet.</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Jul 2025 06:46:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Forscher identifizieren einen rätselhaften langperiodischen Transienten mit zu 100 % polarisierter Radioemission, was auf eine neue Art kosmischer Radioquelle hindeutet. Ein Team von Astronomen des niederländischen Instituts für Radioastronomie ASTRON hat eine mysteriöse neue kosmische Radioquelle entdeckt, die aktuelle Theorien darüber, wie tote Sterne solch starke Emissionen erzeugen können, in Frage stellt. Mit dem LOFAR-Radioteleskop [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Forscher identifizieren einen rätselhaften langperiodischen Transienten mit zu 100 % polarisierter Radioemission, was auf eine neue Art kosmischer Radioquelle hindeutet. Ein Team von Astronomen des niederländischen Instituts für Radioastronomie ASTRON hat eine mysteriöse neue kosmische Radioquelle entdeckt, die aktuelle Theorien darüber, wie tote Sterne solch starke Emissionen erzeugen können, in Frage stellt. Mit dem LOFAR-Radioteleskop (Low Frequency Array) empfing das Team das ungewöhnliche Signal im Rahmen einer Studie unter der Leitung der Astronomin Sanne Bloot. Diese Forschungsergebnisse wurden heute in der Fachzeitschrift Astronomy &amp; Astrophysics veröffentlicht. Eine Pressemitteilung von ASTRON.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: ASTRON NL, 17. Juli 2025.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/07/A.Dong_binary_final.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Bild: Künstlerische Darstellung des Langzeit-Transienten J1634+44, der sich als Weißer Zwerg mit einem Begleiter herausgestellt hat. Bildnachweis: NSF/AUI/NSF NRAO/P. Vosteen" data-rl_caption="" title="Bild: Künstlerische Darstellung des Langzeit-Transienten J1634+44, der sich als Weißer Zwerg mit einem Begleiter herausgestellt hat. Bildnachweis: NSF/AUI/NSF NRAO/P. Vosteen" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/07/A.Dong_binary_final_360x300.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">Künstlerische Darstellung des Langzeit-Transienten J1634+44, der sich als Weißer Zwerg mit einem Begleiter herausgestellt hat. Bild: NSF/AUI/NSF NRAO/P. Vosteen</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">17. Juli 2025 &#8211; Dwingeloo &#8211; <strong>Entdeckung einer neuen Klasse kosmischer Radioemitter</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Quelle mit der offiziellen Bezeichnung ILT J163430+445010 scheint zu einer bisher unbekannten Klasse von Objekten zu gehören, die als Long-Period Transients (LPTs) bekannt sind: rätselhafte Himmelskörper,<br>die viel langsamer als typische Pulsare helle Radiopulse aussenden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dieses System, das Tausende von Lichtjahren von der Erde entfernt ist, erzeugt alle 14 Minuten Radiopulse und weist dabei eine außergewöhnliche Eigenschaft auf. Einige Pulse haben Radiowellen, die sich im Kreis drehen (zirkulare Polarisation), während andere in geraden Linien schwingen (lineare Polarisation). „J1634+44 ist selbst unter der kleinen Population von Langzeit-Transienten, die bisher gefunden wurden, einzigartig“, sagte Sanne Bloot. „Sein schneller Polarisationswechsel von zirkular zu linear wurde bisher noch bei keinem anderen Objekttyp beobachtet und bietet uns eine seltene Gelegenheit, die Physik hinter diesen hellen und rätselhaften Impulsen zu untersuchen.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um die Natur des Objekts zu identifizieren, das die Impulse aussendet, kombinierten die Forscher Radiobeobachtungen mit Beobachtungen im Infrarot-, optischen und ultravioletten Bereich. Ihre Analyse deutet auf einen Weißen Zwerg hin: den heißen, dichten Kern, der übrig bleibt, wenn ein Stern wie unsere Sonne stirbt. Dieser Weiße Zwerg hat eine Oberflächentemperatur zwischen 15.000 und 33.000 Grad Celsius und ist damit viel heißer als unsere Sonne.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Hinweise auf einen versteckten Begleiter, der die Radioemissionen auslöst</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine weitere außergewöhnliche Eigenschaft dieser Objekte ist, dass die Radiopulse in einem merkwürdigen Rhythmus eintreffen: Sie kommen paarweise, aber erst nachdem sich der tote Stern mehrmals gedreht hat, ohne dass dabei erkennbare Signale erzeugt wurden. Astronomen glauben, dass dieses Muster darauf hindeutet, dass der Weiße Zwerg einen Begleiter hat, möglicherweise einen anderen toten Stern oder einen gescheiterten Stern, einen sogenannten Braunen Zwerg, der durch magnetische Wechselwirkungen die Radioemissionen auslöst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Bemerkenswert ist, dass die Zeit zwischen den Impulspaaren einem choreografierten Muster zu folgen scheint“, sagte Dr. Harish Vedantham, Astronom bei ASTRON und Mitautor der Studie. „Wir glauben, dass dieses Muster wichtige Informationen darüber enthält, wie der Begleiter den Weißen Zwerg dazu veranlasst, Radiowellen auszusenden. Eine fortgesetzte Beobachtung sollte uns helfen, dieses Verhalten zu entschlüsseln, aber im Moment stehen wir vor einem echten Rätsel.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bislang wurden nur zehn dieser langsam pulsierenden Radioquellen gefunden, sodass jede neue Entdeckung für das Verständnis ihrer Funktionsweise von großem Wert ist. Im Gegensatz zu den meisten früheren Entdeckungen, die hinter Staubwolken und Sternen verborgen waren, befindet sich diese in einem relativ klaren Teil des Himmels und kann detailliert untersucht werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Entdeckung wurde durch eine systematische Suche nach Impulsen in den Daten des LOFAR Two Metre Sky Survey ermöglicht, einer hochempfindlichen Untersuchung des nördlichen Himmels. Da LOFAR seine Himmelsuntersuchung fortsetzt, erwartet das Team, noch mehrere solcher Objekte zu entdecken. Diese bevorstehenden Entdeckungen könnten endgültig erklären, wie tote Sterne als radioemittierende Leuchtfeuer wieder zum Leben erweckt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">J1634+44 wurde gleichzeitig mit dem CHIME-Teleskop von einem Team unter der Leitung von Dr. Fengqiu Adam Dong entdeckt. Ihre Arbeit mit dem Titel „CHIME/FRB Discovery of an Unusual Circularly Polarized Long-Period Radio Transient with an Accelerating Spin Period” wurde im Astrophysical Journal Letters veröffentlicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>LOFAR enthüllt seltene pulsierende tote Sterne</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">IDie Quelle wurde bei einer systematischen Suche nach ungewöhnlichen Radiosignalen im Rahmen des LOFAR Two-Metre Sky Survey entdeckt, der große Bereiche des nördlichen Himmels überwacht. Dank der Empfindlichkeit von LOFAR für zirkular polarisierte Radiowellen, die sich wie Korkenzieher drehen, konnte das Team die charakteristische Signatur dieses Systems erkennen. Über einen Zeitraum von fast vier Jahren verfolgten die Astronom*innen die Quelle und zeichneten 19 separate Radiobursts auf. Der hellste davon war hunderte Male stärker als das schwächste nachweisbare Signal.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Entdeckung zeigt, wie moderne Radioteleskope seltene kosmische Phänomene aufdecken können, die für Asteronom*innen bisher unsichtbar waren. Während LOFAR seine Himmelsdurchmusterung fortsetzt, erwartet das Team, mehrere weitere dieser mysteriösen, Radiowellen aussendenden toten Sternsysteme zu entdecken, die eine völlig neue Population kosmischer Objekte offenbaren könnten. Diese Forschung und die zu erwartenden weiteren Entdeckungen könnten endgültig erklären, wie tote Sterne als radioemittierende Leuchtfeuer wieder zum Leben erweckt werden können.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="Discovery: Astronomers Uncover White Dwarf System Emitting bright radio pulses with strange rhythm" width="1200" height="675" src="https://www.youtube.com/embed/i8Re1gUxntg?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div><figcaption class="wp-element-caption"><em>In diesem kurzen Video erklärt die leitende Forscherin Sanne Bloot mehr über ihre Forschungsarbeit</em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Forschungsteam</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Forschungsergebnisse wurden in Astronomy &amp; Astrophysics veröffentlicht und sind das Ergebnis einer Zusammenarbeit zwischen ASTRON, der Universität Groningen, der Universität Amsterdam, der Universität Texas in Austin, der Universität Hawaii, der Universität Leiden und der Universität Edinburgh.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Artikel:</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>1) Strongly polarised radio pulses from a new white dwarf hosting<br>long-period transient: <a href="https://www.aanda.org/articles/aa/full_html/2025/07/aa55131-25/aa55131-25.html" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://www.aanda.org/articles/aa/full_html/2025/07/aa55131-25/aa55131-25.html</a></em></p>



<p class="wp-block-paragraph">2) CHIME/FRB Discovery of an Unusual Circularly Polarized Long-Period Radio Transient with an Accelerating Spin Period: <a href="https://arxiv.org/abs/2507.05139" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://arxiv.org/abs/2507.05139</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Über LOFAR ERIC</strong>:</p>



<p class="wp-block-paragraph">LOFAR (LOw Frequency ARray) ist das weltweit größte und empfindlichste Radioteleskop, das bei niedrigen Frequenzen (10–240 MHz) eingesetzt werden soll. Es besteht aus 52 Antennenstationen, die strategisch günstig in ganz Europa verteilt sind: in den Niederlanden, Frankreich, Deutschland, Irland, Lettland, Polen, Schweden und dem Vereinigten Königreich. Der Bau von zwei weiteren internationalen Stationen in Italien und Bulgarien ist geplant.</p>



<p class="wp-block-paragraph">LOFAR wurde ursprünglich von ASTRON (dem niederländischen Institut für Radioastronomie) entwickelt und hat die Niederfrequenz-Radioastronomie revolutioniert, was in den letzten zehn Jahren zu einer beeindruckenden Anzahl wissenschaftlicher Veröffentlichungen geführt hat. LOFAR bietet eine unübertroffene Empfindlichkeit – über 100 Mal besser als frühere Teleskope, die bei diesen Frequenzen eingesetzt wurden – mit einer außergewöhnlichen Bildauflösung und multidirektionalen Beobachtungsmöglichkeiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit Dezember 2023 wird die Infrastruktur von LOFAR ERIC verwaltet, einer einzigen juristischen Person in der Europäischen Union, deren Gründungsmitglieder Bulgarien, Deutschland, Irland, Italien, die Niederlande und Polen sind. Mit dem Beitritt Schwedens und des Vereinigten Königreichs ist die Gesamtzahl der Mitglieder auf acht Länder gestiegen, wobei die fortgesetzte Zusammenarbeit mit Instituten in Frankreich und Lettland eine weitere Beteiligung an der verteilten Infrastruktur und dem Forschungsprogramm von LOFAR sicherstellt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">LOFAR führt derzeit eine umfassende Aufrüstung (LOFAR 2.0) durch, die seine wissenschaftlichen Forschungskapazitäten erheblich verbessern und erweitern wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Auswirkungen auf die Forschung</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die umfassenden Datenarchive von LOFAR ermöglichen Forschern weltweit den Zugriff auf und die Analyse von vielfältigen astronomischen Beobachtungen und fördern so die globale wissenschaftliche Zusammenarbeit. Diese Archive enthalten detaillierte Beobachtungen von Galaxien und anderen kosmischen Phänomenen und dienen als dynamische Ressource zur Vertiefung unseres Verständnisses des Universums.<br>Die leistungsstarken Rechen- und Datenspeichereinrichtungen für LOFAR – sowohl inhaltlich als auch vom Umfang her astronomisch – werden in verteilten Rechenzentren in Amsterdam (Niederlande), Jülich (Deutschland) und Posen (Polen) gehostet.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>ASTRON</strong> ist das niederländische Institut für Radioastronomie und gehört zur Institutsorganisation der NWO. Unsere Mission ist es, Entdeckungen in der Radioastronomie zu ermöglichen. Dazu entwickeln wir neue und innovative Technologien, setzen Weltklasse-Radioastronomieanlagen wie das Westerbork Synthesis Radio Telescope (WSRT) und das Low Frequency Array (LOFAR) ein und betreiben astronomische Grundlagenforschung.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Übersetzung: DeepL.com / Stefan Goth</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=19128.msg570297#msg570297" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal"></a><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=19128.msg562978#msg562978" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal"></a><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=1167.msg566358#msg566358" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal"></a><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=1167.msg576680#msg576680" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Radioteleskop LOFAR</a></li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>ASTRON: Exoplanet entfacht stellares Feuerwerk.</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/astron-exoplanet-entfacht-stellares-feuerwerk/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 Jul 2025 17:59:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Astronom*innen haben beobachtet, wie ein Planet Stürme auf seinem Mutterstern auslöste – eine Entdeckung, die unser Verständnis davon, wie Planeten und Sterne miteinander interagieren und sich gemeinsam entwickeln, grundlegend verändern könnte. Diese Ergebnisse wurden heute in der Fachzeitschrift Nature veröffentlicht. Eine Pressemitteilung von ASTRON. Quelle: ASTRON NL, 2. Juli 2025. 2. Juli 2025 &#8211; Dwingeloo [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Astronom*innen haben beobachtet, wie ein Planet Stürme auf seinem Mutterstern auslöste – eine Entdeckung, die unser Verständnis davon, wie Planeten und Sterne miteinander interagieren und sich gemeinsam entwickeln, grundlegend verändern könnte. Diese Ergebnisse wurden heute in der Fachzeitschrift Nature veröffentlicht. Eine Pressemitteilung von ASTRON.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: ASTRON NL, 2. Juli 2025.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/cover_art_danielle_futselaar_840x1200.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Künstlerische Darstellung von Danielle Futselaar. Die Illustration zeigt den Mutterstern HIP 67522 und seinen umkreisenden Planeten HIP 67522 b. Eine starke Sterneruption bricht aus dem Stern hervor und ist auf den Planeten gerichtet. Das Bild visualisiert auch die Magnetfeldlinien des Sterns und verdeutlicht die magnetische Verbindung zwischen Stern und Planet. Bild: ASTRON" data-rl_caption="" title="Künstlerische Darstellung von Danielle Futselaar. Die Illustration zeigt den Mutterstern HIP 67522 und seinen umkreisenden Planeten HIP 67522 b. Eine starke Sterneruption bricht aus dem Stern hervor und ist auf den Planeten gerichtet. Das Bild visualisiert auch die Magnetfeldlinien des Sterns und verdeutlicht die magnetische Verbindung zwischen Stern und Planet. Bild: ASTRON" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/cover_art_danielle_futselaar_300x429.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">Künstlerische Darstellung von Danielle Futselaar. Die Illustration zeigt den Mutterstern HIP 67522 und seinen umkreisenden Planeten HIP 67522 b. Eine starke Sterneruption bricht aus dem Stern hervor und ist auf den Planeten gerichtet. Das Bild visualisiert auch die Magnetfeldlinien des Sterns und verdeutlicht die magnetische Verbindung zwischen Stern und Planet.<br>Bild: ASTRON</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">2. Juli 2025 &#8211; Dwingeloo &#8211; Wissenschaftler*innen haben den ersten eindeutigen Fall entdeckt, in dem ein Planet einen Flare seines Muttersterns verursacht hat, und damit neue Einblicke in die dramatischen Wechselwirkungen zwischen Sternen und ihren eng umkreisenden Planeten gewonnen. Die Forschung wurde von Dr. Ekaterina Ilin vom ASTRON (Niederländisches Institut für Radioastronomie) zusammen mit einem internationalen Team von Mitarbeiter*innen durchgeführt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>HIP 67522: ein junges und dynamisches Sternsystem</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Studie konzentrierte sich auf HIP 67522, ein junges Sternsystem in 408 Lichtjahren Entfernung in der Region Upper Centaurus Lupus. Mit einem Alter von nur 17 Millionen Jahren, was in kosmischen Maßstäben noch ein Kleinkind ist, enthält dieses System einen riesigen Planeten in einer extrem engen Umlaufbahn, der alle 6,95 Tage eine Runde um seinen Stern dreht. „Wir haben den ersten eindeutigen Beweis für eine magnetische Wechselwirkung zwischen Stern und Planet gefunden, bei der ein Planet energiereiche Flares auf seinem Mutterstern auslöst“, sagte Ekaterina Ilin. „Besonders spannend ist, dass diese Wechselwirkung seit mindestens drei Jahren andauert, sodass wir sie detailliert untersuchen können.“</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>TESS und CHEOPS enthüllen magnetische Störungen</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Durch die Analyse von Daten aus fünf Jahren, die vom TESS-Satelliten der NASA und dem CHEOPS-Teleskop der Europäischen Weltraumorganisation stammen, entdeckten die Forscher, dass Flares auf HIP 67522 vor allem dann beobachtet werden, wenn der Planet aus unserer Perspektive auf der Erde vor dem Stern vorbeizieht. Diese Beobachtung ermöglichte es ihnen zu zeigen, dass die Flares auftreten, wenn der Planet die Magnetfeldlinien des Sterns stört und Energie entlang dieser magnetischen Bahnen zurück zur Oberfläche des Sterns sendet, wo sie explosive Energiefreisetzungen auslöst.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/HIP_-67522_HIP_-67522_b_2025-07-02_864x1142.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Künstlerische Darstellung von Janine Fohlmeister. Die Illustration zeigt den Mutterstern HIP 67522 und seinen umkreisenden Planeten HIP 67522 b. Eine starke Sterneruption bricht aus dem Stern hervor und ist auf den Planeten gerichtet. Im Hintergrund ist der zweite bekannte Planet, HIP 67522 c, zu sehen. Bild: ASTRON" data-rl_caption="" title="Künstlerische Darstellung von Janine Fohlmeister. Die Illustration zeigt den Mutterstern HIP 67522 und seinen umkreisenden Planeten HIP 67522 b. Eine starke Sterneruption bricht aus dem Stern hervor und ist auf den Planeten gerichtet. Im Hintergrund ist der zweite bekannte Planet, HIP 67522 c, zu sehen. Bild: ASTRON" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/HIP_-67522_HIP_-67522_b_2025-07-02_300x397.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">Künstlerische Darstellung von Janine Fohlmeister. Die Illustration zeigt den Mutterstern HIP 67522 und seinen umkreisenden Planeten HIP 67522 b. Eine starke Sterneruption bricht aus dem Stern hervor und ist auf den Planeten gerichtet. Im Hintergrund ist der zweite bekannte Planet, HIP 67522 c, zu sehen.<br>Bild: ASTRON</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Sechsmal häufigere Flares</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ergebnisse zeigen auch, dass der Planet etwa sechsmal häufiger den Flares seines Muttersterns ausgesetzt ist, als dies ohne die Wechselwirkung der Fall wäre. Die verstärkten Flares haben erhebliche Auswirkungen auf den Planeten selbst, der laut jüngsten Beobachtungen mit dem James-Webb-Weltraumteleskop eine ungewöhnlich ausgedehnte Atmosphäre aufweist. „Der Planet setzt sich im Wesentlichen einem intensiven Bombardement von Strahlung und Partikeln aus diesen induzierten Flares aus“, erklärte Harish K. Vedantham, Mitautor und Forscher bei ASTRON. „Dieses selbstverschuldete Weltraumwetter führt wahrscheinlich dazu, dass sich die Atmosphäre des Planeten aufbläht, und könnte die Geschwindigkeit, mit der der Planet seine Atmosphäre verliert, dramatisch beschleunigen.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">In einem begleitenden Artikel, der in Astronomy &amp; Astrophysics veröffentlicht wurde, bestätigten die Autoren, dass HIP 67522 ein magnetisch aktiver Stern mit starker Radioemission ist, die durch sein Magnetfeld angetrieben wird. Das Team beobachtete das Stern-Planeten-System etwa 135 Stunden lang mit dem Australian Telescope Compact Array bei niedrigen Radiofrequenzen und stellte fest, dass es sich um eine helle und burstartige Quelle oder Emission handelt. Gleichzeitig zeigte der Stern keine Anzeichen von Radioemissionen, die auf die Wechselwirkung mit dem Planeten zurückzuführen wären. Die Nicht-Detektion entspricht den Erwartungen und stützt die Schlussfolgerung des Hauptartikels, dass die magnetische Wechselwirkung zwischen Stern und Planet die Flares verursacht.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/clingy_planets_can_trigger_own_doom-2025-07-02_864x485.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="Engverbundene Planeten können ihr eigenes Verderben herbeiführen, vermuten Cheops und TESS. Astronom*innen haben mithilfe der Cheops-Mission der Europäischen Weltraumorganisation einen anhänglichen Exoplaneten entdeckt, der offenbar Strahlungsausbrüche des Sterns auslöst, den er umkreist. Diese gewaltigen Explosionen sprengen die dichte Atmosphäre des Planeten weg, wodurch er jedes Jahr schrumpft. Bild: ESA" data-rl_caption="" title="Engverbundene Planeten können ihr eigenes Verderben herbeiführen, vermuten Cheops und TESS. Astronom*innen haben mithilfe der Cheops-Mission der Europäischen Weltraumorganisation einen anhänglichen Exoplaneten entdeckt, der offenbar Strahlungsausbrüche des Sterns auslöst, den er umkreist. Diese gewaltigen Explosionen sprengen die dichte Atmosphäre des Planeten weg, wodurch er jedes Jahr schrumpft. Bild: ESA" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/clingy_planets_can_trigger_own_doom-2025-07-02_534x300.jpg" alt=""/></a><figcaption class="wp-element-caption">Engverbundene Planeten können ihr eigenes Verderben herbeiführen, vermuten Cheops und TESS.<br>Astronom*innen haben mithilfe der Cheops-Mission der Europäischen Weltraumorganisation einen anhänglichen Exoplaneten entdeckt, der offenbar Strahlungsausbrüche des Sterns auslöst, den er umkreist. Diese gewaltigen Explosionen sprengen die dichte Atmosphäre des Planeten weg, wodurch er jedes Jahr schrumpft.<br>Bild: ESA</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ein Modell für die Erforschung der Planetenentwicklung</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Entdeckung macht HIP 67522 zu einem archetypischen System für die Erforschung, wie magnetische Wechselwirkungen zwischen Sternen und Planeten die Planetenentwicklung beeinflussen können, insbesondere bei jungen Planeten. Das Team plant weitere Beobachtungen dieses und anderer Systeme, um besser zu verstehen, wie Energie entlang der Verbindung zwischen Planet und Stern transportiert und freigesetzt wird, wie häufig dieses Phänomen in jungen Planetensystemen auftritt und was es für die Fähigkeit junger Planeten bedeutet, ihre entstehende Atmosphäre zu behalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Artikel:</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">1) Close-in planet induces flares on its host star DOI: <a href="https://www.nature.com/articles/s41586-025-09236-z" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">https://www.nature.com/articles/s41586-025-09236-z</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">2) Searching for planet-induced radio signal from the young close-in planet host star HIP 67522 DOI: <a href="https://arxiv.org/abs/2507.05139" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">http://doi.org/10.1051/0004-6361/202554684</a> <br>Arxiv:&nbsp;<a href="https://arxiv.org/abs/2507.00796" target="_blank" rel="noreferrer noopener follow" data-wpel-link="external">https://arxiv.org/abs/2507.00796</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>ASTRON</strong> ist das niederländische Institut für Radioastronomie und gehört zur Institutsorganisation der NWO. Unsere Mission ist es, Entdeckungen in der Radioastronomie zu ermöglichen. Dazu entwickeln wir neue und innovative Technologien, setzen Weltklasse-Radioastronomieanlagen wie das Westerbork Synthesis Radio Telescope (WSRT) und das Low Frequency Array (LOFAR) ein und betreiben astronomische Grundlagenforschung.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Übersetzung: DeepL.com / Stefan Goth</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=19128.msg570297#msg570297" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal"></a><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=19128.msg562978#msg562978" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal"></a><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=1167.msg566358#msg566358" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal"></a><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=483.msg577111#msg577111" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Exoplaneten</a></li>
</ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>MPIfR: ERC Starting Grant für Dr. Aditya Parthasarathy</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/mpifr-erc-starting-grant-fuer-dr-aditya-parthasarathy/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 Sep 2023 21:36:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Kosmologie]]></category>
		<category><![CDATA[Aditya Parthasarathy]]></category>
		<category><![CDATA[ASTRON]]></category>
		<category><![CDATA[ERC]]></category>
		<category><![CDATA[Fermi]]></category>
		<category><![CDATA[Gammaastronomie]]></category>
		<category><![CDATA[GIGA]]></category>
		<category><![CDATA[Gravitationswellen]]></category>
		<category><![CDATA[Gravitationswellenhintergrund]]></category>
		<category><![CDATA[Horizon Europe]]></category>
		<category><![CDATA[MPIfR]]></category>
		<category><![CDATA[Pulsar]]></category>
		<category><![CDATA[Pulsar Timing Array]]></category>
		<category><![CDATA[supermassereiches Schwarzes Loch]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wie entwickeln sich Galaxien? Was passiert, wenn supermassereiche schwarze Löcher verschmelzen? Wie sah das Universum kurz nach dem Urknall aus? Eine Pressemeldung des Max-Planck-Instituts für Radioastronomie, Bonn. Quelle: Max-Planck-Institut für Radioastronomie 5. September 2023. 5. September 2023 &#8211; Der Europäische Forschungsrat (ERC) hat Dr. Aditya Parthasarathy, einem Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Radioastronomie (MPIfR) in Bonn, [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Wie entwickeln sich Galaxien? Was passiert, wenn supermassereiche schwarze Löcher verschmelzen? Wie sah das Universum kurz nach dem Urknall aus? Eine Pressemeldung des Max-Planck-Instituts für Radioastronomie, Bonn.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Max-Planck-Institut für Radioastronomie 5. September 2023.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/DrAdityaParthasarathyAParthasarathyMPIfR12.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Dr. Aditya Parthasarathy (Foto: Aditya Parthasarathy / MPIfR)" data-rl_caption="" title="Dr. Aditya Parthasarathy (Foto: Aditya Parthasarathy / MPIfR)" data-wpel-link="internal"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="260" height="320" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/DrAdityaParthasarathyAParthasarathyMPIfR26.jpg" alt="Dr. Aditya Parthasarathy (Foto: Aditya Parthasarathy / MPIfR)" class="wp-image-130881" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/DrAdityaParthasarathyAParthasarathyMPIfR26.jpg 260w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/DrAdityaParthasarathyAParthasarathyMPIfR26-244x300.jpg 244w" sizes="(max-width: 260px) 100vw, 260px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Dr. Aditya Parthasarathy (Foto: Aditya Parthasarathy / MPIfR)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">5. September 2023 &#8211; Der Europäische Forschungsrat (ERC) hat Dr. Aditya Parthasarathy, einem Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Radioastronomie (MPIfR) in Bonn, im Rahmen des Förderprogramms „Horizon Europe“ einen renommierten und äußerst begehrten Starting Grant in Höhe von rund 1,6 Millionen Euro verliehen. Der Betrag wird es ihm und seinem Team ermöglichen, die genannten grundlegenden Fragen der Astrophysik im Rahmen des Projekts &#8222;A Gamma-ray Infrastructure to Advance Gravitational Wave Astrophysics“ (GIGA) zu untersuchen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Es ist eine sehr aufregende Zeit für die Gravitationswellenforschung bei niedrigen Frequenzen. Mit GIGA werden wir den Stand der Technik für Pulsar-Timing-Arrays sowohl im Gammastrahlen- als auch im Radiowellenbereich vorantreiben“, sagt Dr. Aditya Parthasarathy. Pulsare entstehen durch den finalen Gravitationskollaps massereicher Sterne, der einen kompakten Neutronenstern zurücklässt, der dichter als ein Atomkern ist und sich Hunderte Male pro Sekunde um die eigene Achse dreht. Neutronensterne senden bei jeder Umdrehung Strahlen aus, die wie ein Signal von kosmischen Leuchttürmen durch die Galaxis ziehen. Die unglaubliche Regelmäßigkeit ihrer Pulse kann genutzt werden, um nach winzigen Schwankungen in ihrem Ticken zu suchen, die eine Fülle astrophysikalischer Informationen enthalten. Ein Pulsar-Timing-Array nutzt eine ganze Ansammlung solcher kosmischen Uhren, um das schwache Meer von Gravitationswellen zu entdecken, das das Universum durchdringt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es wird erwartet, dass dieser sogenannte Gravitationswellenhintergrund von Paaren supermassereicher schwarzer Löcher stammt, die in den Zentren verschmelzender Galaxien zu finden sind. Ein signifikanter Nachweis dieses Signals wird unser Verständnis der Entwicklung von Galaxien und der Eigenschaften des frühen Universums kurz nach dem Urknall verbessern. Kürzlich hat ein internationales Team von Astronomen den ersten überzeugenden Beweis für den Gravitationswellenhintergrund bekannt gegeben, wobei viele der empfindlichsten Radioteleskope der Welt und über 15 Jahre lang gesammelte Daten zum Einsatz kamen. Obwohl dieses bahnbrechende Ergebnis den ersten Schritt zur Erforschung niederfrequenter Gravitationswellen darstellt, bleibt noch sehr viel zum weiteren Verständnis zu tun.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Eines der größten Hindernisse bei der Verbesserung der Empfindlichkeit von Pulsar Timing Arrays ist unsere Kenntnis des interstellaren Mediums und der Modellierung seiner Auswirkungen auf die Beobachtungsdaten von Pulsaren“, sagt Dr. Parthasarathy. Wenn sich Radiowellen vom Pulsar zu unserem Planeten ausbreiten, werden sie von den Elektronen im interstellaren Medium abgelenkt, was direkte Messungen der Gravitationswellenparameter verfälscht. „GIGA wird diese große Einschränkung überwinden, indem es Gammastrahlen-Beobachtungen von Pulsaren mit dem Fermi-Weltraumteleskop der NASA nutzt. Da Gammastrahlen nicht in gleicher Weise durch das interstellare Medium beeinflusst werden, wird ein Gammastrahlen-Pulsar-Timing-Array einen unabhängigen und direkteren Nachweis des Gravitationswellenhintergrunds ermöglichen“, fügt er hinzu.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ArtTwoDanielleFutselaarMPIfRartsourcenl.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Zwei künstlerische Darstellungen: Links: Ensemble von Pulsaren, die dazu dienen, einen Hintergrund von Gravitationswellen im Weltraum aufzuspüren, die von verschmelzenden supermassereichen schwarzen Löchern erzeugt werden. Rechts: Das Fermi-Weltraumteleskop der NASA bei der Beobachtung von Gammastrahlenpulsaren und der unabhängigen Erfassung des Gravitationswellenhintergrunds. (Grafik: Daniëlle Futselaar / MPIfR (artsource.nl))" data-rl_caption="" title="Zwei künstlerische Darstellungen: Links: Ensemble von Pulsaren, die dazu dienen, einen Hintergrund von Gravitationswellen im Weltraum aufzuspüren, die von verschmelzenden supermassereichen schwarzen Löchern erzeugt werden. Rechts: Das Fermi-Weltraumteleskop der NASA bei der Beobachtung von Gammastrahlenpulsaren und der unabhängigen Erfassung des Gravitationswellenhintergrunds. (Grafik: Daniëlle Futselaar / MPIfR (artsource.nl))" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="600" height="312" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ArtTwoDanielleFutselaarMPIfRartsourcenl60.jpg" alt="Zwei künstlerische Darstellungen: Links: Ensemble von Pulsaren, die dazu dienen, einen Hintergrund von Gravitationswellen im Weltraum aufzuspüren, die von verschmelzenden supermassereichen schwarzen Löchern erzeugt werden. Rechts: Das Fermi-Weltraumteleskop der NASA bei der Beobachtung von Gammastrahlenpulsaren und der unabhängigen Erfassung des Gravitationswellenhintergrunds. (Grafik: Daniëlle Futselaar / MPIfR (artsource.nl))" class="wp-image-130879" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ArtTwoDanielleFutselaarMPIfRartsourcenl60.jpg 600w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ArtTwoDanielleFutselaarMPIfRartsourcenl60-300x156.jpg 300w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Zwei künstlerische Darstellungen: Links: Ensemble von Pulsaren, die dazu dienen, einen Hintergrund von Gravitationswellen im Weltraum aufzuspüren, die von verschmelzenden supermassereichen schwarzen Löchern erzeugt werden. Rechts: Das Fermi-Weltraumteleskop der NASA bei der Beobachtung von Gammastrahlenpulsaren und der unabhängigen Erfassung des Gravitationswellenhintergrunds. (Grafik: Daniëlle Futselaar / MPIfR (artsource.nl))</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">„GIGA ist eine aufregende Idee, die bahnbrechende Ergebnisse verspricht“, sagt Prof. Michael Kramer, Direktor am MPIfR und Leiter der Forschungsabteilung „Radioastronomische Fundamentalphysik“ des Instituts. „Eine Kombination von Gammastrahlen- und Radiodaten wird nicht nur die abgeleitete Empfindlichkeit für den Gravitationswellenhintergrund erhöhen, sondern auch dazu beitragen, dessen astrophysikalische Ursprünge besser zu verstehen“, fügt er hinzu.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dr. Parthasarathy wird vor Ende 2023 zu ASTRON, dem niederländischen Institut für Radioastronomie, wechseln, wo er seinen ERC Starting Grant nutzen wird, seine eigene Forschungsgruppe aufzubauen. „Ich freue mich sehr darauf, meine Forschungsgruppe aufzubauen, während ich weiterhin mit meinen MPIfR-Kollegen zusammenarbeite, und ich bin dem ERC für die Finanzierung dankbar“, sagt er abschließend.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Hintergrundinformation</strong><br>Der Europäische Forschungsrat (ERC) gibt die Vergabe von 400 Starting Grants an junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in ganz Europa bekannt. Mit den Finanzhilfen in Höhe von insgesamt € 628 Mio. € &#8211; wird die Spitzenforschung in einem breiten Spektrum von Bereichen unterstützt, von Medizin und Physik bis hin zu Sozial- und Geisteswissenschaften. Die Grants helfen Forschern am Anfang ihrer Laufbahn, ihre eigenen Projekte zu starten, Forschungsteams zu bilden und ihre besten Ideen zu verfolgen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=19511.msg553568#msg553568" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Ehrungen</a></li>
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			</item>
		<item>
		<title>MPIfR: Elektromagnetische Leckstrahlung von Satelliten gefunden</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/mpifr-elektromagnetische-leckstrahlung-von-satelliten-gefunden/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 Jul 2023 17:46:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wissenschaftler beobachten mit dem LOFAR-Teleskop zum ersten Mal niederfrequente Radiowellen von Satelliten in großen Konstellationen. Eine Pressemeldung des Max-Planck-Instituts für Radioastronomie, Bonn. Quelle: Max-Planck-Institut für Radioastronomie 5. Juli 2023. 5. Juli 2023 &#8211; Wissenschaftler führender Forschungseinrichtungen, darunter das Max-Planck-Institut für Radioastronomie in Bonn, haben mit dem Radioteleskop LOFAR 68 Satelliten von SpaceX beobachtet. Die Autoren [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Wissenschaftler beobachten mit dem LOFAR-Teleskop zum ersten Mal niederfrequente Radiowellen von Satelliten in großen Konstellationen. Eine Pressemeldung des Max-Planck-Instituts für Radioastronomie, Bonn.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Max-Planck-Institut für Radioastronomie 5. Juli 2023.</p>



<p class="wp-block-paragraph">5. Juli 2023 &#8211; Wissenschaftler führender Forschungseinrichtungen, darunter das Max-Planck-Institut für Radioastronomie in Bonn, haben mit dem Radioteleskop LOFAR 68 Satelliten von SpaceX beobachtet. Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass sie elektromagnetische Leckstrahlung entdeckt haben, die von der Bordelektronik erzeugt wird. Sie könnte astronomische Forschung behindern und unterscheidet sich von den normalen Kommunikationssignalen, die bisher im Fokus der Radioastronomen lagen. Die Autoren fordern daher Satellitenbetreiber und Regulierungsbehörden dazu auf, die Auswirkungen auf die Radioastronomie sowohl bei der Entwicklung von Raumfahrzeugen als auch bei Regulierungsverfahren zu berücksichtigen. Die Ergebnisse werden heute in der Fachzeitschrift „Astronomy &amp; Astrophysics“ veröffentlicht.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/SatellitenkonstellationueberLOFARDFutselaarartsourcenl.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Künstlerische Darstellung einer großen Satellitenkonstellation in einer erdnahen Umlaufbahn, die über dem LOFAR-Teleskop kreist. (Bild: Daniëlle Futselaar (artsource.nl))" data-rl_caption="" title="Künstlerische Darstellung einer großen Satellitenkonstellation in einer erdnahen Umlaufbahn, die über dem LOFAR-Teleskop kreist. (Bild: Daniëlle Futselaar (artsource.nl))" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="600" height="337" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/SatellitenkonstellationueberLOFARDFutselaarartsourcenl60.jpg" alt="Künstlerische Darstellung einer großen Satellitenkonstellation in einer erdnahen Umlaufbahn, die über dem LOFAR-Teleskop kreist. (Bild: Daniëlle Futselaar (artsource.nl))" class="wp-image-128475" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/SatellitenkonstellationueberLOFARDFutselaarartsourcenl60.jpg 600w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/SatellitenkonstellationueberLOFARDFutselaarartsourcenl60-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Künstlerische Darstellung einer großen Satellitenkonstellation in einer erdnahen Umlaufbahn, die über dem LOFAR-Teleskop kreist. (Bild: Daniëlle Futselaar (artsource.nl))</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ein neues Phänomen auf niedrigen Umlaufbahnen</strong><br>Astronomen müssen für ihre Arbeit sehr schwache Signale aus dem Universum empfangen können. Von Menschen verursachte Radiosignale können astrophysikalische Quellen aber um ein Vielfaches überstrahlen. Daher werden die meisten Radioteleskope an Standorten gebaut, die besonders vor terrestrischen Störungen geschützt sind. Einige befinden sich sogar in radioruhigen Zonen, die von einigen Staaten eingerichtet wurden. Der technologische Fortschritt ermöglichte in den letzten Jahren erstmalig, riesige Satellitenkonstellationen ins All zu befördern, die für den Breitband-Internetzugang oder die Erdbeobachtung genutzt werden. Sie stellen eine völlig neue Herausforderung für die Astronomie dar. Da sich nun Tausende von Satelliten auf niedrigen Erdumlaufbahnen befinden, hat jedes Radioteleskop zu jeder Zeit viele Satelliten im Blick, die Signale ausstrahlen. Bisher ging man davon aus, dass es hauptsächlich die Kommunikationssignale der Satelliten wären, die radioastronomische Beobachtungen behindern können. Die nun erstmalig beobachtete Leckstrahlung, wahrscheinlich verursacht vom elektronischen Equipment der Satelliten, hatte man bisher nicht auf dem Schirm und weitere Untersuchungen dazu sind vonnöten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Diese Studie ist der jüngste Versuch, die Auswirkungen von Satellitenkonstellationen auf die Radioastronomie besser zu verstehen“, sagte der Hauptautor Federico Di Vruno, „in früheren Workshops zum Schutz des Nachthimmels und der Astronomie vor Auswirkungen von Satelliten wurden Theorien über diese Strahlung aufgestellt; unsere Beobachtungen bestätigen, dass sie messbar ist.“ Di Vruno ist Co-Direktor des Centre for the Protection of the Dark and Quiet Sky from Satellite Constellation Interference der Internationalen Astronomischen Union (IAU CPS) und außerdem Spektrum-Manager für das SKA-Observatorium (SKAO). Die weiteren Autoren der Studie sind alles aktive Mitglieder des CPS.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Bestehende und geplante Satellitenkonstellationen</strong><br>Das Team um Di Vruno konzentrierte sich zunächst auf die SpaceX-Satelliten, da SpaceX zum Zeitpunkt der Beobachtungen die größte Anzahl von Satelliten &#8211; mehr als 2.000 – im Orbit hatte. Die Autoren stellen jedoch klar, dass SpaceX nicht der einzige Betreiber von großen Satellitenkonstellationen ist. Sie gehen davon aus, dass andere Satelliten ähnliche unbeabsichtigte Emissionen ausstrahlen. Es sind bereits weitere Messungen geplant, die sich auf andere Satellitenkonstellationen konzentrieren werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Mit LOFAR konnten wir von 47 der 68 beobachteten Satelliten Strahlung zwischen 110 und 188 MHz nachweisen. Dieser Frequenzbereich umfasst ein geschütztes Band zwischen 150,05 und 153 MHz, das von der Internationalen Fernmeldeunion (ITU) speziell für die Radioastronomie zugewiesen wurde“, sagt Mitautor Cees Bassa von ASTRON, dem niederländischen Institut für Radioastronomie. SpaceX verstößt jedoch nicht gegen Vorschriften oder Regulierungen, da diese Art von Strahlung für Satelliten nicht durch internationale Regelungen abgedeckt ist. Im Gegensatz dazu gelten für terrestrische Geräte Vorschriften, um sicherzustellen, dass ein Gerät nicht ein anderes in der Nähe stört.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Autoren führten auch umfangreiche Simulationen dieses Effekts für verschiedene Satellitenkonstellationen durch. „Unsere Simulationen zeigen unter anderem, dass dieser Effekt umso wichtiger wird, je größer die Konstellation ist, da sich die Strahlung aller Satelliten summiert. Das bereitet uns natürlich Sorgen, insbesondere wenn man an die Vielzahl von geplanten Satelliten denkt. Und es fehlt an spezifischen Regeln, die die Radioastronomie vor unbeabsichtigter Strahlung der Satelliten schützen“, sagt Mitautor Benjamin Winkel vom Max-Planck-Institut für Radioastronomie (MPIfR) in Bonn.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verstärkte Zusammenarbeit mit Satellitenbetreibern ist entscheidend</strong><br>Die Autoren stehen in engem Kontakt mit SpaceX. Das Unternehmen möchte mögliche negative Auswirkungen auf die Astronomie auf jeden Fall verhindern. SpaceX hat bereits Änderungen an der kommenden Satellitengeneration vorgenommen und hofft, dass damit eine Verbesserung der Situation erzielt wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mitautor Gyula Józsa (ebenfalls vom MPIfR und von der Rhodes-Universität in Südafrika) betont: „Wir glauben, dass das rechtzeitige Erkennen dieser Situation den Astronomen und den Betreibern großer Satellitenkonstellationen die Chance gibt, gemeinsam an technischen Maßnahmen zu arbeiten. Parallel dazu sind aber dringend Gespräche mit Regulierungsbehörden zu führen, um geeignete Regulierungen zu schaffen.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die vorliegende Studie zeigt, dass neue technologische Entwicklungen unvorhergesehene Nebenwirkungen auf die Astronomie haben können“, schließt Prof. Michael Kramer, Direktor am MPIfR und Präsident der Astronomischen Gesellschaft in Deutschland. Er begrüßt ausdrücklich den kooperativen Ansatz von SpaceX. „SpaceX geht mit gutem Beispiel voran. Nun hoffen wir auf eine breite Unterstützung durch die gesamte Satellitenindustrie und die Regulierungsbehörden.“</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/LeckstrahlungStarlinkSataIAUCPS.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Nachweis von unbeabsichtigter elektromagnetischer Strahlung, die von einem Starlink-Satelliten ausgeht, mit dem LOFAR-Radioteleskop. Die gelb-grünen Kreise zeigen die Pixel der synthetischen Radiokamera, die ein sechseckiges Gitter am Himmel bilden. Der rote Pfeil zeigt die vorhergesagte Bewegung eines Starlink-Satelliten durch das Sichtfeld des Teleskops. Tatsächlich verursachte der Satellit ein Signal in den Pixeln entlang seiner Bewegungsspur. Der Hintergrund zeigt die Vorschau auf eine laufende Durchmusterung des Himmels, die derzeit mit dem LOFAR-Teleskop durchgeführt wird (&quot;The LOFAR Two-metre Sky Survey&quot;, Shimwell et al., in prep.). Die blauen Punkte und Strukturen sind Galaxien, die im Radiobereich des elektromagnetischen Spektrums zu sehen sind (Falschfarbendarstellung). (Bild: IAU / CPS)" data-rl_caption="" title="Nachweis von unbeabsichtigter elektromagnetischer Strahlung, die von einem Starlink-Satelliten ausgeht, mit dem LOFAR-Radioteleskop. Die gelb-grünen Kreise zeigen die Pixel der synthetischen Radiokamera, die ein sechseckiges Gitter am Himmel bilden. Der rote Pfeil zeigt die vorhergesagte Bewegung eines Starlink-Satelliten durch das Sichtfeld des Teleskops. Tatsächlich verursachte der Satellit ein Signal in den Pixeln entlang seiner Bewegungsspur. Der Hintergrund zeigt die Vorschau auf eine laufende Durchmusterung des Himmels, die derzeit mit dem LOFAR-Teleskop durchgeführt wird (&quot;The LOFAR Two-metre Sky Survey&quot;, Shimwell et al., in prep.). Die blauen Punkte und Strukturen sind Galaxien, die im Radiobereich des elektromagnetischen Spektrums zu sehen sind (Falschfarbendarstellung). (Bild: IAU / CPS)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="600" height="450" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/LeckstrahlungStarlinkSataIAUCPS60.jpg" alt="Nachweis von unbeabsichtigter elektromagnetischer Strahlung, die von einem Starlink-Satelliten ausgeht, mit dem LOFAR-Radioteleskop. Die gelb-grünen Kreise zeigen die Pixel der synthetischen Radiokamera, die ein sechseckiges Gitter am Himmel bilden. Der rote Pfeil zeigt die vorhergesagte Bewegung eines Starlink-Satelliten durch das Sichtfeld des Teleskops. Tatsächlich verursachte der Satellit ein Signal in den Pixeln entlang seiner Bewegungsspur. Der Hintergrund zeigt die Vorschau auf eine laufende Durchmusterung des Himmels, die derzeit mit dem LOFAR-Teleskop durchgeführt wird (&quot;The LOFAR Two-metre Sky Survey&quot;, Shimwell et al., in prep.). Die blauen Punkte und Strukturen sind Galaxien, die im Radiobereich des elektromagnetischen Spektrums zu sehen sind (Falschfarbendarstellung). (Bild: IAU / CPS)" class="wp-image-128470" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/LeckstrahlungStarlinkSataIAUCPS60.jpg 600w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/LeckstrahlungStarlinkSataIAUCPS60-300x225.jpg 300w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Nachweis von unbeabsichtigter elektromagnetischer Strahlung, die von einem Starlink-Satelliten ausgeht, mit dem LOFAR-Radioteleskop. Die gelb-grünen Kreise zeigen die Pixel der synthetischen Radiokamera, die ein sechseckiges Gitter am Himmel bilden. Der rote Pfeil zeigt die vorhergesagte Bewegung eines Starlink-Satelliten durch das Sichtfeld des Teleskops. Tatsächlich verursachte der Satellit ein Signal in den Pixeln entlang seiner Bewegungsspur. Der Hintergrund zeigt die Vorschau auf eine laufende Durchmusterung des Himmels, die derzeit mit dem LOFAR-Teleskop durchgeführt wird (&#8222;The LOFAR Two-metre Sky Survey&#8220;, Shimwell et al., in prep.). Die blauen Punkte und Strukturen sind Galaxien, die im Radiobereich des elektromagnetischen Spektrums zu sehen sind (Falschfarbendarstellung). (Bild: IAU / CPS) </figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Über das CPS</strong><br>Das Centre for the Protection of the Dark and Quiet Sky from Satellite Constellation Interference (CPS) der Internationalen Astronomischen Union (IAU) ist eine globale Organisation, die gemeinsam vom NOIRLab der US-amerikanischen National Science Foundation (NSF) und dem SKA-Observatorium (SKAO) unter der Schirmherrschaft der IAU betrieben wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das CPS erleichtert die globale Koordinierung der Bemühungen der astronomischen Gemeinschaft in Zusammenarbeit mit Observatorien, Raumfahrtbehörden, Industrie, Regulierungsbehörden und anderen Sektoren, um die negativen Auswirkungen von Satellitenkonstellationen auf die Astronomie zu mildern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu den teilnehmenden Forschungseinrichtungen gehören das SKA-Observatorium, das European Research Council (ERC), das Max-Planck-Institut für Radioastronomie (MPIfR), das Niederländische Institut für Radioastronomie (ASTRON), die Rhodes-Universität in Südafrika und das Jodrell Bank Centre for Astrophysics in Großbritannien. Benjamin Winkel, Gyula I. G. Józsa und Axel Jessner sind Ko-Autoren vom MPIfR. Mehrere der Autoren sind außerdem im Committee for Radioastronomy Frequencies (CRAF) aktiv, das sich für den Schutz von radioastronomischen Beobachtungen vor menschengemachten Funksignalen stark macht. Alle Autoren sind Mitglieder des Opticon RadioNet Pilot, welches die ORP Sky Protection Group unterhält.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/LeckstrahlungStarlinksatbIAUCPS.gif" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="Nachweis von unbeabsichtigter elektromagnetischer Strahlung, die von einem Starlink-Satelliten ausgeht, mit dem LOFAR-Radioteleskop. Die blau-gelben Kreise zeigen die Pixel der synthetischen Radiokamera, die ein sechseckiges Gitter am Himmel bilden. Blaue Kreise stehen für ein schwaches Signal, gelbe Kreise für ein starkes Signal. Der Satellit verursachte ein Signal in den Pixeln entlang der Spur. Die Positionen des Satelliten am Himmel stimmten perfekt mit den Pixeln überein. (Animation: IAU / CPS)" data-rl_caption="" title="Nachweis von unbeabsichtigter elektromagnetischer Strahlung, die von einem Starlink-Satelliten ausgeht, mit dem LOFAR-Radioteleskop. Die blau-gelben Kreise zeigen die Pixel der synthetischen Radiokamera, die ein sechseckiges Gitter am Himmel bilden. Blaue Kreise stehen für ein schwaches Signal, gelbe Kreise für ein starkes Signal. Der Satellit verursachte ein Signal in den Pixeln entlang der Spur. Die Positionen des Satelliten am Himmel stimmten perfekt mit den Pixeln überein. (Animation: IAU / CPS)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="600" height="450" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/LeckstrahlungStarlinksatbIAUCPS60.gif" alt="Nachweis von unbeabsichtigter elektromagnetischer Strahlung, die von einem Starlink-Satelliten ausgeht, mit dem LOFAR-Radioteleskop. Die blau-gelben Kreise zeigen die Pixel der synthetischen Radiokamera, die ein sechseckiges Gitter am Himmel bilden. Blaue Kreise stehen für ein schwaches Signal, gelbe Kreise für ein starkes Signal. Der Satellit verursachte ein Signal in den Pixeln entlang der Spur. Die Positionen des Satelliten am Himmel stimmten perfekt mit den Pixeln überein. (Animation: IAU / CPS)" class="wp-image-128472"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Nachweis von unbeabsichtigter elektromagnetischer Strahlung, die von einem Starlink-Satelliten ausgeht, mit dem LOFAR-Radioteleskop. Die blau-gelben Kreise zeigen die Pixel der synthetischen Radiokamera, die ein sechseckiges Gitter am Himmel bilden. Blaue Kreise stehen für ein schwaches Signal, gelbe Kreise für ein starkes Signal. Der Satellit verursachte ein Signal in den Pixeln entlang der Spur. Die Positionen des Satelliten am Himmel stimmten perfekt mit den Pixeln überein.
(Animation: IAU / CPS)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Originalveröffentlichung</strong><br>Unintended radio emission from Starlink satellites detected with LOFAR between 110 and 188 MHz<br>F. Di Vruno, B. Winkel, C. G. Bassa, G. I. G. Józsa, M. A. Brentjens, A. Jessner, and S. Garrington, 2023, Astronomy &amp; Astrophysics, July 05, 2023 (DOI: 10.1051/0004-6361/202346374), pdf: <a href="https://www.aanda.org/articles/aa/pdf/2023/08/aa46374-23.pdf" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">https://www.aanda.org/articles/aa/pdf/2023/08/aa46374-23.pdf</a>.</p>



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<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=17396.msg551167#msg551167" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Beeinträchtigung von astronomischen Teleskopen durch Megakonstellationen</a></li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Kosmische Radioblitze an einem überraschenden Ort im Weltraum</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/kosmische-radioblitze-an-einem-ueberraschenden-ort-im-weltraum/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 23 Feb 2022 18:56:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Beobachtung]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[ASTRON]]></category>
		<category><![CDATA[Chalmers-Universität]]></category>
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		<category><![CDATA[Radioastronomie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Lokalisierung einer wiederkehrenden Quelle von Radiostrahlungsausbrüchen in der nahen Galaxie M81. Eine Pressemeldung des Max-Planck-Instituts für Radioastronomie, Bonn. Quelle: Max-Planck-Institut für Radioastronomie. 23. Februar 2022 &#8211; Astronomen wurden überrascht von einer Quelle mysteriöser Radiostrahlungsausbrüche am Himmel, so genannter schneller Radiobursts, im bisher geringsten Abstand von der Erde. Präzisionsmessungen mit Radioteleskopen haben ergeben, dass die Ausbrüche [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Lokalisierung einer wiederkehrenden Quelle von Radiostrahlungsausbrüchen in der nahen Galaxie M81. Eine Pressemeldung des Max-Planck-Instituts für Radioastronomie, Bonn.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Max-Planck-Institut für Radioastronomie.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Fig1DanielleFutselaarASTRONartsourcenl2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Fig1DanielleFutselaarASTRONartsourcenl26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Die Quelle mysteriöser Radiosignale: Künstlerische Darstellung eines Radiostrahlungsausbruchs, der in einem Kugelsternhaufen, einem System alter Sterne in der Nähe der Spiralgalaxie Messier 81 (M81), stattfindet. (Bild: Daniëlle Futselaar/ASTRON (artsource.nl))</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">23. Februar 2022 &#8211; Astronomen wurden überrascht von einer Quelle mysteriöser Radiostrahlungsausbrüche am Himmel, so genannter schneller Radiobursts, im bisher geringsten Abstand von der Erde. Präzisionsmessungen mit Radioteleskopen haben ergeben, dass die Ausbrüche in einem Kugelsternhaufen, einem System alter Sterne, entstanden sind, und zwar auf eine Weise, die niemand so erwartet hatte. Der Ursprung in der nahen Spiralgalaxie M 81 stellt die der Erde nächstgelegene Quelle von Radioblitzen dar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ergebnisse eines internationalen Teams von Wissenschaftlern, darunter Ramesh Karuppusamy und Uwe Bach vom Max-Planck-Institut für Radioastronomie in Bonn, werden diese Woche in zwei Veröffentlichungen in den Fachzeitschriften &#8222;Nature&#8220; und &#8222;Nature Astronomy&#8220; präsentiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schnelle Radiostrahlungsausbrüche (Fast Radio Bursts oder FRBs) sind unvorhersehbare, extrem kurzzeitige Lichtblitze aus dem All. Seit ihrer Entdeckung im Jahr 2007 bemühen sich Astronomen, sie zu verstehen. Bislang wurden sie nur mit Radioteleskopen im Radiobereich des Spektrums gefunden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jeder dieser Radiostrahlungsausbrüche dauert nur rund ein Tausendstel einer Sekunde. Dennoch sendet jeder Blitz so viel Energie aus, wie die Sonne an einem ganzen Tag abstrahlt. Jeden Tag werden mehrere hundert dieser Radioblitze gezündet, und sie wurden bereits überall am Himmel beobachtet. Die meisten befinden sich in großer Entfernung von der Erde, in Galaxien, die Milliarden von Lichtjahren entfernt sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In zwei Artikeln, die diese Woche parallel in den Fachzeitschriften Nature und Nature Astronomy veröffentlicht werden, stellt ein internationales Team von Astronomen Beobachtungen vor, die die Wissenschaftler einen Schritt näher an die Lösung des Rätsels bringen &#8211; und gleichzeitig neue Rätsel aufwerfen. Das Team wird gemeinsam von Franz Kirsten (Chalmers-Universität, Schweden, und ASTRON, Niederlande) und Kenzie Nimmo (ASTRON und Universität Amsterdam) geleitet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Wissenschaftler nahmen sich vor, hochpräzise Messungen einer Quelle von sich wiederholenden Blitzen durchzuführen, die im Januar 2020 im Sternbild Ursa Major, dem Großen Bären, entdeckt wurde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir wollten nach Hinweisen auf die Ursprünge der Ausbrüche suchen. Wenn wir viele Radioteleskope im Verbund benutzen, können wir den Ort der Quelle am Himmel mit äußerster Präzision bestimmen. Das gibt uns die Möglichkeit festzustellen, wie die lokale Umgebung eines schnellen Radiostrahlungsausbruchs aussieht&#8220;, sagt Franz Kirsten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Nahe, aber überraschende Position</strong><br>Bei der Analyse ihrer Messungen entdeckten die Astronomen, dass die wiederholten Radioblitze von einer Stelle ausgingen, die niemand so erwartet hatte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie verfolgten die Ausbrüche bis in die Außenbezirke der nahe gelegenen Spiralgalaxie Messier 81 (M 81), die etwa 12 Millionen Lichtjahre entfernt ist. Damit stellt diese Entdeckung die bisher nächstgelegene Quelle für schnelle Radiostrahlungsausbrüche dar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es gab noch eine weitere Überraschung. Die Position stimmte genau mit einem Kugelsternhaufen überein, einer dichten Ansammlung von sehr alten Sternen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Es ist erstaunlich, schnelle Radiostrahlungsausbrüche in einem Kugelsternhaufen zu finden. Dies ist ein Ort im Weltraum, an dem man nur alte Sterne findet. Weiter draußen im Universum hat man solche Ausbrüche an Orten gefunden, an denen die Sterne viel jünger sind&#8220;, sagt Kenzie Nimmo.</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Die Ähnlichkeit des Ausbruchs mit der Emission einiger Pulsare in unserer Galaxie bringt uns zwar auf vertrautes Terrain, macht aber auch deutlich, dass die Vorläufer des Strahlungsausbruchs sehr unterschiedlich sein können. Dies ist sicherlich ein Anreiz für die Lokalisierung und Charakterisierung weiterer solcher Radiobursts&#8220;, fügt Ramesh Karuppusamy (Max-Planck-Institut für Radioastronomie, MPIfR), ein Mitautor der Studie, hinzu.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Viele schnelle Radiostrahlungsausbrüche wurden in der Umgebung von jungen, massereichen Sternen gefunden, die viel größer als die Sonne sind. An diesen Orten kommt es häufig zu Sternexplosionen, die stark magnetisierte Überreste hinterlassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Reihe von Wissenschaftlern sind zu der Überzeugung gelangt, dass schnelle Radiobursts in Objekten entstehen können, die als Magnetare bekannt sind. Magnetare sind extrem dichte Überreste explodierter Sterne, die die stärksten bekannten Magnete im Universum darstellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Wir erwarten, dass Magnetare strahlende und junge Objekte sind und definitiv nicht aus einer Umgebung von alten Sternen kommen. Wenn das, was wir hier sehen, also wirklich ein Magnetar ist, dann kann er nicht durch die Explosion eines jungen Sterns entstanden sein. Es muss einen anderen Weg geben&#8220;, sagt Jason Hessels (Universität Amsterdam und ASTRON), ein weiteres Mitglied des Forscherteams.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Wissenschaftler glauben, dass es sich bei der Quelle der Radioblitze um etwas handelt, das zwar vorhergesagt, aber bisher noch nie gesehen wurde: ein Magnetar, der sich bildete, als ein Weißer Zwerg genügend Masse angesammelt hatte, um unter seinem eigenen Gewicht zu kollabieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Im Laufe des mehrere Milliarden Jahre dauernden Lebens eines engen Sternhaufens geschehen seltsame Dinge. Wir glauben, dass wir hier einen Stern mit einer ungewöhnlichen Geschichte sehen&#8220;, sagt Franz Kirsten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gewöhnliche Sterne wie die Sonne werden mit der Zeit alt und verwandeln sich in kleine, dichte, helle Objekte, die man Weiße Zwerge nennt. Viele Sterne im Sternhaufen leben in Doppelsternsystemen zusammen. Von den Zehntausenden von Sternen im Haufen kommen sich einige wenige so nahe, dass ein Stern Material vom anderen aufsammelt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Das kann zu einem Szenario führen, das mit dem Fachbegriff „akkretionsinduzierter Kollaps“ bezeichnet wird&#8220;, erklärt Kirsten.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Fig2NorbertTackenMPIfR2k.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Fig2NorbertTackenMPIfR26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Radio-Observatorium Effelsberg mit dem 100-m-Radioteleskop des MPIfR. Das Teleskop wurde gleichzeitig für Pulsarbeobachtungen mit dem PSRIX-Datenaufzeichnungssystem und VLBI-Beobachtungen im Rahmen des EVN-Radioteleskop-Netzwerks eingesetzt. (Bild: Norbert Tacken/MPIfR)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Wenn einer der Weißen Zwerge genug zusätzliche Masse von seinem Begleiter aufnimmt, kann er sich in einen noch dichteren Stern, einen so genannten Neutronenstern, verwandeln. Das ist ein seltenes Ereignis, aber in einem Haufen alter Sterne wäre es der einfachste Weg, um schnelle Radiostrahlungsausbrüche zu erzeugen&#8220;, sagt Teammitglied Mohit Bhardwaj von der McGill-Universität in Kanada.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Der schnellste aller Zeiten</strong><br>Auf der Suche nach weiteren Hinweisen, indem sie ihr Datenvolumen vergrößerten, fanden die Astronomen eine weitere Überraschung: einige der Blitze waren sogar kürzer, als sie erwartet hatten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Die Radioblitze veränderten ihre Helligkeit innerhalb von nur ein paar Dutzend Nanosekunden. Das sagt uns, dass sie aus einem winzigen Volumen im Weltraum kommen müssen, kleiner als ein Fußballfeld und vielleicht nur einige Dutzend Meter groß&#8220;, sagt Kenzie Nimmo.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ähnlich ultrakurze Signale wurden auch von einem der berühmtesten Objekte am Himmel, dem Pulsar im Krebsnebel, beobachtet. Dabei handelt es sich um einen winzigen, dichten Überrest einer Supernova-Explosion, die 1054 n. Chr. von der Erde aus im Sternbild Stier (Taurus) beobachtet wurde. Sowohl Magnetare als auch Pulsare sind verschiedene Arten von Neutronensternen und damit extrem dichte Objekte mit der Masse der Sonne in einem Volumen von der Größe einer Stadt, die starke Magnetfelder aufweisen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Einige der Signale, die wir gemessen haben, sind kurz und extrem stark, genau wie einige Signale des Krebs-Pulsars. Das deutet darauf hin, dass wir tatsächlich einen Magnetar sehen, allerdings an einem Ort, an dem bisher noch keine Magnetare gefunden wurden&#8220;, sagt Kenzie Nimmo.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Künftige Beobachtungen dieses und anderer Systeme werden dabei helfen, herauszufinden, ob es sich bei der Quelle tatsächlich um einen ungewöhnlichen Magnetar handelt oder um etwas anderes, wie einen Pulsar mit ungewöhnlichen Eigenschaften oder ein schwarzes Loch und einen dichten Stern in einer engen Umlaufbahn.</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Diese schnellen Radiostrahlungsausbrüche scheinen uns neue und unerwartete Einblicke in das Leben und Sterben von Sternen zu geben. Wenn das stimmt, könnten sie uns, ähnlich wie Supernovae, etwas über Sterne und ihr Leben sagen, das für das gesamten Universum gilt&#8220;, sagt Franz Kirsten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Weitere Informationen</strong><br>Um die Quelle mit der höchstmöglichen Auflösung und Empfindlichkeit zu untersuchen, verbanden die Wissenschaftler Teleskopmessungen im Rahmen des Europäischen VLBI-Netzwerks (EVN). Durch die Kombination der Daten von 12 Parabolantennen, die über die halbe Welt verteilt sind (Schweden, Lettland, Niederlande, Russland, Deutschland, Polen, Italien und China), konnten sie genau lokalisieren, wo am Himmel der Radiostrahlungsausbruch seinen Ursprung hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das 100-m-Radioteleskop des MPIfR, das empfindlichste Einzelteleskop in Europa, wurde in zweifacher Hinsicht genutzt: zum einen im Rahmen des EVN-Netzwerks, zum anderen lieferte es mit dem PSRIX-Datenaufzeichnungssystem Pulsardaten mit hoher Zeitauflösung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Ich freue mich immer, wenn Daten aus Effelsberg zu einem so tollen Ergebnis beitragen können. Gerade bei VLBI-Beobachtungen von schwachen Signalen kann die Beteiligung unseres 100-m-Teleskops entscheidend sein&#8220;, sagt Uwe Bach vom MPIfR, Mitautor und zuständiger VLBI-Experte am Radio-Observatorium Effelsberg.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die EVN-Messungen wurden durch Daten von mehreren anderen Radioteleskopen ergänzt, darunter das Karl G. Jansky Very Large Array (VLA) in New Mexico, USA.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Publikationen</strong><br><a href="https://www.nature.com/articles/s41586-021-04354-w" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">A repeating fast radio burst source in a globular cluster</a><br>F. Kirsten et al., Nature, 2022.<br>DOI: 10.1038/s41586-021-04354-w<br><a href="https://www.nature.com/articles/s41550-021-01569-9" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Burst timescales and luminosities link young pulsars and fast radio bursts</a><br>K. Nimmo et al., Nature Astronomy, 2022.<br>DOI: 10.1038/s41550-021-01569-9</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=7199.msg527837#msg527837" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Radioastronomie</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Himmelskarte aus LOFAR-Daten veröffentlicht</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/himmelskarte-aus-lofar-daten-veroeffentlicht/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 30 Apr 2019 13:01:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[ASTRON]]></category>
		<category><![CDATA[Forschungszentrum Jülich]]></category>
		<category><![CDATA[Galaxien]]></category>
		<category><![CDATA[LOFAR]]></category>
		<category><![CDATA[Magnetfeld]]></category>
		<category><![CDATA[Radioteleskop]]></category>
		<category><![CDATA[Schwarzes Loch]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=42670</guid>

					<description><![CDATA[<p>Ein internationales Team von mehr als 200 Astronominnen und Astronomen aus 18 Ländern hat erste Karten einer Himmelsdurchmusterung von bisher unerreichter Empfindlichkeit mit dem Radioteleskop &#8222;Low Frequency Array&#8220; (LOFAR) veröffentlicht. Eine Information des Forschungszentrums Jülich. Quelle: Forschungszentrum Jülich. Die Karte enthüllt Hunderttausende unbekannter Galaxien und wirft ein neues Licht auf Forschungsgebiete wie Schwarze Löcher, interstellare [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading advgb-dyn-fef5b2a4">Ein internationales Team von mehr als 200 Astronominnen und Astronomen aus 18 Ländern hat erste Karten einer Himmelsdurchmusterung von bisher unerreichter Empfindlichkeit mit dem Radioteleskop &#8222;Low Frequency Array&#8220; (LOFAR) veröffentlicht. Eine Information des Forschungszentrums Jülich.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Forschungszentrum Jülich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Karte enthüllt Hunderttausende unbekannter Galaxien und wirft ein neues Licht auf Forschungsgebiete wie Schwarze Löcher, interstellare Magnetfelder und Galaxienhaufen. Eine Sonderausgabe der Fachzeitschrift &#8222;Astronomy &amp; Astrophysics&#8220; widmet sich den ersten 26 Forschungsarbeiten, in denen die Ergebnisse beschrieben werden. </p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large is-resized advgb-dyn-d11bff89"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/30042019150115_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/30042019150115_small_1.jpg" alt="Volker Heesen/LOFAR-Surveys-Team" width="260"/></a><figcaption class="wp-element-caption">
Die Radiogalaxie 3C31, die von Heesen et al (2018) mit LOFAR beobachtet wurde, ist rot über einem optischen Bild dargestellt. LOFAR konnte zeigen, dass die Radiogalaxie mehr als 3 Millionen Lichtjahre groß ist. 
<br>
(Bild: Volker Heesen/LOFAR-Surveys-Team)
</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">LOFAR (Low Frequency Array) ist ein riesiges europäisches Netzwerk von Radioteleskopen, die über ein Hochgeschwindigkeits-Glasfasernetz miteinander verbunden sind und deren Messsignale zu einem einzigen Signal kombiniert werden. Leistungsstarke Supercomputer verwandeln 100.000 Einzelantennen in eine virtuelle Empfangsschüssel mit einem Durchmesser von 1.900 Kilometern. LOFAR arbeitet in den bisher weitgehend unerforschten Frequenzbereichen zwischen etwa 10 bis 80 Megahertz (MHz) und 110 bis 240 MHz. Es wird von der Forschungseinrichtung ASTRON in den Niederlanden gesteuert und gilt als das weltweit führende Teleskop seiner Art. </p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Diese Himmelskarte ermöglicht eine unglaubliche Zahl von wissenschaftlichen Entdeckungen von bleibendem Wert. Der hohe Aufwand und die eingegangenen Risiken bei der Entwicklung von LOFAR werden durch diese Ergebnisse reichlich belohnt&#8220;, sagt Dr. Carole Jackson, Generaldirektorin von ASTRON. In Deutschland befinden sich sechs Messstationen, die von verschiedenen wissenschaftlichen Einrichtungen betrieben werden. Eine davon befindet sich südöstlich vom Forschungszentrum Jülich und wird vom Forschungszentrum und der Ruhr-Universität Bochum gemeinsam betreut. </p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large is-resized advgb-dyn-e7d1a028"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/30042019150115_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/30042019150115_small_2.jpg" alt="Rafaël Mostert/LOFAR Surveys Team/Sloan Digital Sky Survey DR13 " width="260"/></a><figcaption class="wp-element-caption">
Eine neue Sicht auf das Universum: Das Bild zeigt das Galaxiencluster Abell 1314. In Grautönen ist ein Stück vom Himmel zu sehen, wie wir ihn im sichtbaren Licht wahrnehmen. Die orangefarbenen Farbtöne zeigen die radioemittierende Strahlung im gleichen Teil des Himmels. Das Radiobild sieht gänzlich verschieden aus und ändert unsere Annahmen darüber, wie Galaxien entstehen und sich entwickeln. Diese Objekte befinden sich in einer Entfernung von etwa 460 Millionen Lichtjahren von der Erde. In der Mitte jeder Galaxie befindet sich ein schwarzes Loch. Fällt Materie in die schwarzen Löcher, wird eine gigantische Menge an Energie freigesetzt und Elektronen werden wie ein Wasserstrahl ausgestoßen. Diese beschleunigten Elektronen erzeugen eine Radioemission, die sich über riesige Entfernungen erstrecken kann und bei optischen Wellenlängen nicht sichtbar ist.  
<br>
(Bild: Rafaël Mostert/LOFAR Surveys Team/Sloan Digital Sky Survey DR13 )
</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Hier sind die wichtigsten Ergebnisse in sechs Punkten: </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die neue Himmelskarte</strong>
<br>
Mit Hilfe von LOFAR haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nun eine neue Himmelskarte erstellen können. Viele der dort abgebildeten Galaxien waren bisher unbekannt, da sie extrem weit entfernt sind und ihre Radiosignale Milliarden von Lichtjahren zurücklegen müssen, um die Erde zu erreichen. Zudem ermöglichen Radiowellen kosmische Phänomene zu erforschen, die im für Menschen sichtbaren Wellenlängenbereich nicht beobachtet werden können. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Schwarze Löcher</strong>
<br>
Wenn Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit einem Radioteleskop den Himmel beobachten, ist hauptsächlich Strahlung aus der Umgebung von Schwarzen Löchern zu sehen, die Millionen Mal schwerer sind als die Sonne. &#8222;Mit LOFAR wollen wir herausfinden, welchen Einfluss die Schwarzen Löcher auf die Galaxien haben, in denen sie sitzen&#8220;, sagt Prof. Dr. Marcus Brüggen, Astrophysiker von der Universität Hamburg. Prof. Dr. Huub Röttgering von der Universität Leiden und wissenschaftlicher Leiter der Himmelsdurchmusterung ergänzt, &#8222;Und wir wollen herausfinden, woher diese Schwarzen Löcher kommen.&#8220; </p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Gas auf Schwarze Löcher fällt, stoßen sie Materialstrahlen ‒ sogenannte Jets ‒ aus, die bei Radiowellenlängen sichtbar sind. Aufgrund der bemerkenswerten Empfindlichkeit von LOFAR konnten die wissenschaftlichen Teams jetzt zeigen, dass diese Jets in jeder riesigen Galaxie vorhanden sind und dass Schwarze Löcher ständig wachsen. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Magnetfelder</strong>
<br>
Mit der Radiostrahlung, die LOFAR empfängt, können zudem kosmische Magnetfelder gemessen werden. So haben die Forscherinnen und Forscher aus Deutschland die Magnetfelder innerhalb von Galaxien vermessen und auch zwischen diesen nachgewiesen. Dabei konnten sie zeigen, dass sich zwischen Galaxien enorme magnetische Strukturen befinden. Dies bestätigt theoretische Vermutungen, konnte bislang aber nicht nachgewiesen werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Galaxienhaufen</strong>
<br>
Durch die Verschmelzung zweier Galaxienhaufen werden Radioemissionen ‒ sogenannte Radiohalos ‒ mit einer Größe von Millionen von Lichtjahren erzeugt, wie Dr. Amanda Wilber von der Sternwarte der Universität Hamburg erläutert: „Radiohalos werden von extrem schnellen Elementarteilchen hervorgerufen. Mit LOFAR können wir erforschen, welche kosmischen Beschleuniger diese Teilchen erzeugen und was diese antreibt.“ </p>



<p class="wp-block-paragraph">Dr. Matthias Hoeft von der Thüringer Landessternwarte Tautenburg fügt hinzu: &#8222;Wenn Galaxienhaufen verschmelzen, entstehen riesige Stoßwellen. Mit LOFAR können wir deren Radioemission aufspüren und lernen dadurch viel über das Gas am Rand der gigantischen Galaxienhaufen.&#8220; </p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large is-resized advgb-dyn-d84a1d43"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/30042019150115_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/30042019150115_small_3.jpg" alt="Cyril Tasse/LOFAR Surveys Team" width="260"/></a><figcaption class="wp-element-caption">
Die nahegelegene Spiralgalaxie M106 in einem optischen Bild, mit LOFAR-Radioemission überlagert. Die hellen Funkstrukturen im Zentrum der Galaxie sind keine echten Spiralarme, sondern vermutlich auf die Aktivität aus dem zentralen supermassiven Schwarzen Loch der Galaxie zurückzuführen. 
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(Bild: Cyril Tasse/LOFAR Surveys Team)
</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Qualitativ hochwertige Bilder</strong>
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Die Erstellung von Radiohimmelskarten mit niedriger Frequenz bedarf sowohl beträchtliche Teleskop- als auch Rechenzeit und erfordert die Analyse der Daten durch große Teams. „LOFAR produziert gigantische Datenmengen ‒ wir müssen das Äquivalent von zehn Millionen DVDs verarbeiten. Dies stellt höchste Ansprüche an Soft- und Hardware und ist nur durch ein internationales und interdisziplinäres Team möglich“, sagt Prof. Dr. Dominik Schwarz von der Universität Bielefeld und Repräsentant Deutschlands beim Steuerungsgremium von LOFAR. </p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Wir haben in Deutschland mit dem Forschungszentrum Jülich zusammengearbeitet, um die riesigen Datenmengen effizient in qualitativ hochwertige Bilder umzuwandeln. Diese Bilder sind nun öffentlich und werden Astronominnen und Astronomen die Möglichkeit geben, die Entwicklung von Galaxien in bisher unerreichter Detailgenauigkeit zu untersuchen&#8220;, ergänzt Prof. Dr. Ralf-Jürgen Dettmar von der Ruhr-Universität Bochum. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Forschungszentrum Jülich beherbergt nahezu 15 Petabyte an LOFAR-Daten. &#8222;Dies ist fast die Hälfte aller LOFAR-Daten, eine der größten astronomischen Datensammlung der Welt. Die Verarbeitung dieser gigantischen Datensätze stellt eine große Herausforderung dar. Was normalerweise auf herkömmlichen Computern Jahrhunderte gebraucht hätte, konnte durch die Verwendung von innovativen Algorithmen und extrem leistungsfähiger Computer auf ein Jahr reduziert werden&#8220;, sagt Prof. Dr. Dr. Thomas Lippert, Institutsleiter vom Jülich Supercomputing Centre. Jülich ist eins der drei Datenzentren des LOFAR-Projekts. Außerdem managt das Jülich Supercomputing Centre den Daten-Netzwerkverkehr zwischen den deutschen LOFAR-Stationen und zum zentralen LOFAR-Rechner in Groningen. </p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large is-resized advgb-dyn-d7c075fb"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/30042019150115_big_4.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/30042019150115_small_4.jpg" alt="Forschungszentrum Jülich / Ralf-Uwe Limbach" width="260"/></a><figcaption class="wp-element-caption">
Die Jülicher LOFAR-Station DE605 besteht aus zwei Antennenfeldern zur Messung hoher und niedriger Frequenzen. Der Container in der Mitte enthält Elektronik zur Verarbeitung der Signale der einzelnen Antennen. 
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(Bild: Forschungszentrum Jülich / Ralf-Uwe Limbach)
</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ausblick</strong>
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Die 26 nun in einer Sonderausgabe von Astronomy &amp; Astrophysics veröffentlichten Arbeiten basieren auf nur etwa zwei Prozent der mit LOFAR geplanten Beobachtungen. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler wollen nun die gesamte nördliche Himmelskugel kartieren. Sie erwarten schließlich rund 15 Millionen Radioquellen zu finden. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>LOFAR in Deutschland</strong>
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Deutschland ist neben den Niederlanden mit sechs Stationen der größte internationale Partner bei LOFAR. Die Radio-Teleskop-Stationen werden von der Ruhr-Universität Bochum, der Universität Hamburg, der Universität Bielefeld, dem Max-Planck Institut für Radioastronomie in Bonn, dem Max-Planck Institut für Astrophysik in Garching, der Thüringer Landessternwarte, dem Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam und dem Forschungszentrum Jülich betrieben. Diese Institutionen sind im GLOW (German Long Wavelength) Konsortium zusammen geschlossen. Gefördert wird LOFAR in Deutschland von der Max-Planck-Gesellschaft, dem Bundesministerium für Bildung und Forschung, den jeweiligen Bundesländern und von der Europäischen Union. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Originalveröffentlichung:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a class="a" href="https://www.aanda.org/component/toc/?task=topic&amp;id=920" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">&#8222;LOFAR Surveys&#8220;, 26 Fachartikel als Sonderausgabe der Fachzeitschrift „Astronomy and Astrophysics“ 2019</a></li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=1167.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Radioteleskop LOFAR</a> </li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/himmelskarte-aus-lofar-daten-veroeffentlicht/" data-wpel-link="internal">Himmelskarte aus LOFAR-Daten veröffentlicht</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>LOFAR-Einsatz auch für SETI</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/lofar-einsatz-auch-fuer-seti/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 21 Apr 2010 17:17:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Antenne]]></category>
		<category><![CDATA[ASTRON]]></category>
		<category><![CDATA[Urknall]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=33041</guid>

					<description><![CDATA[<p>Signale, die mit dem LOw Frequency ARray (LOFAR) aus dem Weltall empfangen werden, sollen auch auf Hinweise für außerirdische Intelligenz untersucht werden. Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: lofar.org, LOFAR Deutschland, Wikipedia. LOFAR soll im Endausbau aus Dutzenden über halb Europa verteilten Feldern einfacher, fest installierter Dipol- und Flachantennen bestehen. Für Deutschland sind zunächst 7 [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Signale, die mit dem LOw Frequency ARray (LOFAR) aus dem Weltall empfangen werden, sollen auch auf Hinweise für außerirdische Intelligenz untersucht werden.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: lofar.org, LOFAR Deutschland, Wikipedia.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/21042010191731_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/21042010191731_small_1.jpg" alt="Wikipedia (Svenlafe/GNU Free Documentation Licence))" width="368" height="205"/></a><figcaption>
Mehrere einfache Dipole werden zu einem Messfeld zusammengeschaltet. 
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(Bild: Wikipedia (Svenlafe/GNU Free Documentation Licence))
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">LOFAR soll im Endausbau aus Dutzenden über halb Europa verteilten Feldern einfacher, fest installierter Dipol- und Flachantennen bestehen. Für Deutschland sind zunächst 7 Stationen geplant, von denen zwei bereits fertiggestellt und zwei weitere im Bau sind. Das System geht auf eine Initiative des Netherlands Institute for Radio Astronomy (ASTRON) zurück, dem sich wissenschaftliche Institutionen in Deutschland, Großbritannien, Schweden, Frankreich, Polen, Italien und der Ukraine angeschlossen haben. In den Niederlanden werden mit 36 Stationen allerdings die weitaus meisten Messkomplexe errichtet. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Station besteht jeweils aus 192 Dipolen für den Frequenzbereich von 10 bis 80 MHz sowie 48 bzw. 96 Antennen für den Bereich von 110 bis 240 MHz. Kosmische Radiosignale in diesen Bereichen werden von allen Antennen empfangen und erst durch Computerauswertung überlagert. Daraus ergeben sich dann genaue Angaben über Stärke und Quelle des Signals. Bisher wurde dieser Frequenzbereich für die Radioastronomie noch kaum erschlossen. LOFAR bringt in puncto Empfindlichkeit und Winkelauflösung eine Verbesserung mindestens um den Faktor 20. Offizieller Messbeginn ist am 12. Juni 2010, der Testbetrieb läuft aber bereits seit einigen Monaten mit ersten astronomischen Ergebnissen. Untersuchungsgegenstand sind insbesondere stark rotverschobene Signale von Wasserstoffwolken aus der „Epoche der Re-Ionisation” rund 1 Milliarde Jahre nach dem Urknall, langwellige Radiostrahlung von niederenergetischen Elektronen von lange zurückliegenden  kosmischen Explosionen sowie spezielle Aspekte der Sonnenphysik. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei werden die Signaldaten von Computern ausgewertet. So können einzelne Frequenzen ihren Quellen zugeordnet werden. Neu ist aber, dass die Computerauswertung nun auch die Suche nach Signalen intelligenter Herkunft einbeziehen soll. Im Prinzip ist dazu nur eine geringfügige Erweiterung der Suchparameter erforderlich. Künstliche Signale zu Kommunikations- oder Messzwecken, die von uns verwendet werden, sind erheblich schmalbandiger als die natürlicher Phänomene. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Hauptproblem wird wohl das Herausfiltern von Funkübertragungen irdischer Quellen sein. Diese sind im untersuchten Bereich sehr vielfältig. Immerhin senden hier u. a. terrestrischer Hörfunk (Kurzwelle, UKW), RFID, Fernsehen (VHF, UHF), Funknavigation, Flugfunk und Radar. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Dr. Alan Penny von der Universität St. Andrews sieht im SETI-Projekt keine bloße Spielerei. Sobald nachgewiesen ist, dass man irdische Funksendungen effektiv ausfiltern kann, will er prüfen, ob man nicht Zeit dafür einplanen sollte, das Teleskop bei Hunderten von Sternen für jeweils mehrere Stunden nach künstlichen Funksignalen suchen zu lassen. &#8222;Der Lohn dafür, wenn Du etwas entdeckst, ist grenzenlos, aber auch die Suche hilft, in der Öffentlichkeit ein Verständnis für Wissenschaft zu fördern. Es ist ein großartiges Werkzeug, die Öffentlichkeit für Wissenschaft zu interessieren.&#8220; </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=1167.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Radioteleskop LOFAR (seit Mai 2006)</a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
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	</channel>
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