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	<title>Astronaut &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>Asteroid Day Luxemburg 2025: Interview mit Dumitru Dorin Prunariu</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/asteroid-day-luxemburg-2025-interview-mit-dumitru-dorin-prunariu/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Kirsten Müller]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Sep 2025 20:44:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im Rahmen der Hauptveranstaltung des Asteroid Day in Luxemburg hatte Raumfahrer.net am 28. Juni 2025 die Gelegenheit, Interviews mit den vier teilnehmenden Raumfahrern zu führen. Einer davon war der rumänische Raumfahrer Dumitru Dorin Prunariu. Autoren: Ingo Muntenaar und Kirsten Müller, Quelle: Veranstaltungsbesuch. Dumitru Dorin Prunariu wurde am 27. September 1952 in Brasov, Rumänien geboren. 1971 [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Im Rahmen der Hauptveranstaltung des Asteroid Day in Luxemburg hatte Raumfahrer.net am 28. Juni 2025 die Gelegenheit, Interviews mit den vier teilnehmenden Raumfahrern zu führen. Einer davon war der rumänische Raumfahrer Dumitru Dorin Prunariu.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph"> Autoren: Ingo Muntenaar und Kirsten Müller, Quelle: Veranstaltungsbesuch.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dumitru Dorin Prunariu wurde am 27. September 1952 in Brasov, Rumänien geboren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">1971 machte er seinen Abschluss an der Physik- und Mathematik-Oberschule in Brasov und studierte anschließend Luft- und Raumfahrttechnik an der Polytechnischen Universität Bukarest, an der er 1976 auch seinen Abschluss in Luftfahrttechnik erzielte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">1977 schrieb er sich an der Offiziersschule der rumänischen Luftwaffe ein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Er wurde 1978 im Rahmen des Interkosmos-Programms für die Weltraumflugausbildung ausgewählt. Während der dreijährigen Vorbereitung erzielte er die besten Noten, danach wurde er für einen gemeinsamen Raumflug mit dem ukrainischen Kosmonauten Leonid Popov ausgewählt. Der Raumflug an Bord von Soyuz 40 und dem Weltraumlabor Salyut 6 fand vom 14. Mai bis zum 22. Mai 1981 statt. Die Gesamtflugdauer dieses neunten Fluges innerhalb des Interkosmos-Programms betrug 7 Tage, 20 Stunden, 41 Minuten.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/Prunariu-Autogrammstunde.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Dorin Prunariu während der Autogrammstunde Foto: Kirsten Müller" data-rl_caption="" title="Dorin Prunariu während der Autogrammstunde Foto: Kirsten Müller" data-wpel-link="internal"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="260" height="347" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/Prunariu-Autogrammstunde-klein.jpg" alt="Dorin Prunariu während der Autogrammstunde Foto: Kirsten Müller" class="wp-image-148269" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/Prunariu-Autogrammstunde-klein.jpg 260w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/Prunariu-Autogrammstunde-klein-225x300.jpg 225w" sizes="(max-width: 260px) 100vw, 260px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Dorin Prunariu während der Autogrammstunde
Foto: Kirsten Müller </figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">2007 schied Prunariu mit dem militärischen Rang eines Generalmajors vollständig aus der Luftwaffe aus und setzte seine berufliche Tätigkeit als Beamter fort, wurde Ende 2015 allerdings noch zum Generalleutnant (a. D.) befördert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Zeitraum 1990 bis 2008 war Prunariu in verschiedenen Positionen tätig: stellvertretender Verkehrsminister und Leiter der rumänischen Zivilluftfahrtbehörde (1990 bis Mitte 1992), Co-Leiter des Weltbankprojekts zur Umstrukturierung des rumänischen Hochschul- und Forschungssystems (1992 bis 1993), Vizepräsident des Internationalen Instituts für Risiko-, Sicherheits- und Kommunikationsmanagement (EURISC) in Bukarest (seit 1995), Präsident der rumänischen Weltraumagentur (1998 bis 2004), außerordentlicher Professor für Geopolitik an der Fakultät für Internationale Wirtschaft und Wirtschaftswissenschaften der Akademie für Wirtschaftswissenschaften in Bukarest, Rumänien (seit 2000), außerordentlicher und bevollmächtigter Botschafter Rumäniens in der Russischen Föderation (Mai 2004 bis 2006), Vorsitzender des Wissenschafts- und Technik-Unterausschusses der UN-COPUOS (Februar 2004 bis Februar 2006), Vorsitzender der UN-COPUOS (Juni 2010 bis Juni 2012) sowie Direktor des rumänischen Büros für Wissenschaft und Technologie bei der Europäischen Kommission (ROST) in Brüssel (2006 bis 2008).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Derzeit arbeitet Prunariu für die rumänische Weltraumagentur als Experte innerhalb der rumänischen Vereinigung für Weltraumtechnologie und -industrie – ROMSPACE.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Jahr 2014 wurde Prunariu für eine Amtszeit von drei Jahren zum stellvertretenden Vorsitzenden des Ausschusses für internationale Beziehungen der ESA gewählt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Prunariu ist 1985 eines der Gründungsmitglieder der Vereinigung der Raumfahrer (ASE &#8211; Association of Space Explorers). Von 1993 bis 2004 war er ständiger Vertreter der ASE bei den Sitzungen des Ausschusses der Vereinten Nationen für die friedliche Nutzung des Weltraums (UNCOPUOS &#8211; United Nations Committee on the Peaceful Uses of Outer Space).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit 1996 ist Prunariu Mitglied des Exekutivkomitees der ASE für jeweils zwei Amtszeiten von drei Jahren. Seit 2005 ist Prunariu Mitglied des NEO-Komitees (NEO – Near-Earth Objects / erdnahe Objekte) der ASE, nimmt an mehreren wichtigen Aktivitäten zu diesem Thema teil und organisierte 2007 in Rumänien einen der vier internationalen Workshops des Internationalen Gremiums der ASE zur Minderung der Bedrohung durch Asteroiden. Prunariu war die wichtigste Schnittstelle bei der Förderung des Berichts des ASE International Panel „Asteroid Threats: A Call For Global Response” auf der Ebene der UNCOPUOS als Arbeitsdokument für die Fachgremien dieses UN-Ausschusses.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Jahr 2016, auf der 53. Sitzung der UNCOPUOS, schlug Prunariu im Namen der Association of Space Explorers vor, dass die UN-Generalversammlung den Internationalen Tag der Asteroiden (Asteroid Day) ausruft. Jedes Jahr solle auf internationaler Ebene der Jahrestag des Tunguska-Einschlags über Sibirien, Russische Föderation, am 30. Juni 1908 begangen und die Öffentlichkeit für die Gefahr von Asteroideneinschlägen sensibilisiert werden. Der Vorschlag wurde von der UN-Generalversammlung auf ihrer 71. Sitzung im Oktober 2016 angenommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Mitbegründer des Asteroid Day ernannten Prunariu für seine großartigen Verdienste und seinen Beitrag zum Schutz der Erde vor Asteroideneinschlägen zum ersten offiziellen Botschafter des Asteroid Day.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Oktober 2010 wurde Prunariu auf dem XXIII. Kongress der ASE zum Präsidenten des neu gegründeten Zweigs der Vereinigung, ASE Europe, gewählt und hatte dieses Amt sechs Jahre lang inne. Auf dem XXIV. Kongress der ASE im September 2011 wurde Prunariu für eine Amtszeit von drei Jahren zum Präsidenten der ASE International gewählt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Rahmen des Asteroid Day 2025 in Luxemburg trafen Kirsten Müller und Ingo Muntenaar den rumänischen Kosmonauten Dumitru Dorin Prunariu zu einem Gespräch.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumfahrer.net:</strong> Hatten Sie einen Masterplan in Ihrem Leben? Wann entstand der Wunsch, Astronaut zu werden? Oder war das Ganze eher Zufall? Einfach nach dem Motto: &#8222;Mal sehen was die Zukunft bringt. Ich probiere es einfach mal.“</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Dumitru Dorin Prunariu:</strong> Ein Masterplan in meinem Leben? Eigentlich war mein Masterplan, Luft- und Raumfahrtingenieur zu werden. Und das bin ich auch geworden. Das Weltraumprogramm kam erst danach.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumfahrer.net:</strong> Interkosmos.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Dumitru Dorin Prunariu:</strong> Interkosmos. Ja. Als ich Ingenieur wurde, wusste ich nichts über Interkosmos. Ich trat dem Programm bei und wurde der erste rumänische Kosmonaut.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumfahrer.net:</strong> Nach der derzeitigen Planung soll die Internationale Raumstation im Jahr 2030 aufgegeben werden. Wie werden die astronautischen Missionen nach dem Ende des ISS-Programms aussehen? Denken Sie, dass es weiterhin kombinierte Missionen mit russischen und europäischen Astronauten geben wird?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Dumitru Dorin Prunariu:</strong> Es wird einige große amerikanische Unternehmen geben, die ihre eigenen Raumstationen bauen werden. Und solange die NASA eine Vereinbarung mit SpaceX hat, um Astronauten ins All zu schicken, werden sie Vereinbarungen mit den privaten Stationen treffen, um den Raum und die Zeit zu nutzen. Sie werden sie mieten. Das ist also die einzige Zukunft, die ich derzeit für die Weltraumforschung sehe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Natürlich hat China seine eigene Raumstation. Sie ist zu 100 Prozent staatlich. Russland kann seine eigene Raumstation bauen, vielleicht unter Verwendung einiger Module der Internationalen Raumstation. Aber ich sehe in Zukunft kein Projekt wie die Internationale Raumstation.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumfahrer.net: </strong>Keine gemeinsame Arbeit?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Dumitru Dorin Prunariu:</strong> Nun, es wird einige gemeinsame Arbeiten geben, aber nicht alle Nationen werden zusammenarbeiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es gibt einige Verbündete, darunter Westeuropa, Kanada und Japan. Sie könnten einige Module beisteuern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber soweit ich weiß, ist die Axiom-Raumstation derzeit die am weitesten entwickelte Stufe 1. Sie ist unabhängig und in privater Hand. Sie wird ins All geschickt und kann von jedem genutzt werden, der dafür bezahlt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich denke, für eine Regierung ist es einfacher und kostengünstiger, Platz und Zeit an Bord einer privaten Raumstation zu mieten, als eine eigene zu bauen und zu warten und so weiter und so fort.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumfahrer.net: </strong>Wir haben Ihren Vortrag auf dem ASE Planetary Congress in Wien gehört. Dort haben Sie eine beeindruckende Präsentation über eine Asteroiden-Einschlagmission zum Doppelasteroidensystem Didymos und Dimorphos gehalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie sind auch der ASE-Vertreter bei den Vereinten Nationen für Asteroidenaufklärung.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Dumitru Dorin Prunariu:</strong> Von Zeit zu Zeit. Wenn die Association of Space Explorers jemanden dort braucht. Nachdem wir 1993 dem Büro der Vereinten Nationen für Weltraumfragen (UNOOSA – United Nations Office of Outer Space Affairs) beigetreten waren, war es eigentlich mein Beitrag, 2022 das Büro für Weltraumfragen und die Association of Space Explorers zusammenzubringen&#8230;. Entschuldigung, 1992 und 1993 wurde die Vereinigung Beobachtermitglied bei UNCOPUOS, und dann war ich mehrere Jahre in Folge der Vertreter der Association of Space Explorers.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumfahrer.net:</strong> Sie haben also die planetare Verteidigung als Ziel der UNO umgesetzt?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Dumitru Dorin Prunariu:</strong> Ja, ich war tatsächlich von Anfang an Teil der Arbeitsgruppe der Association of Space Explorers zu erdnahen Objekten. Sie wurde 2005 von Rusty Schweickart gegründet. Er brachte einige Kollegen, Astronauten &#8230;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumfahrer.net:</strong> B612?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>(*Anmerkung der Redaktion: Das Asteroid Institute ist ein Programm der B612 Foundation. Es bringt Wissenschaftler, Forscher und Ingenieure zusammen, um Werkzeuge und Technologien zu entwickeln, mit denen sich unser Sonnensystem verstehen und kartografieren lässt und mit denen man durch das Sonnensystem navigieren kann. Im Mittelpunkt der Mission steht die Open-Source-Astrodynamik-Plattform Asteroid Discovery Analysis and Mapping (ADAM), die eine maßstabsgetreue Analyse von Daten beweglicher Objekte für die Entdeckung, Charakterisierung und Aufprallüberwachung kleiner Körper ermöglicht.)</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Dumitru Dorin Prunariu:</strong> Ja, er arbeitete seit langer Zeit in der Stiftung B612 und verfügte über ein breites Wissen über Asteroiden und darüber, was wir tun müssen. Und er versuchte auch, die Association of Space Explorers zu mobilisieren. Die Association of Space Explorers ist ein beobachtendes Mitglied der UNCOPUOS. B612 ist es nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um eine Idee auf UN-Ebene zu fördern, müssen wir einer NGO (Non-Governmental Organization – Nichtregierungsorganisation) angehören, die bereits mit der UN verbunden ist. Und das war die Association of Space Explorers. Also haben wir 2005 einen Ausschuss gegründet. Wir haben vier internationale Workshops organisiert, einer davon fand in Rumänien statt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und dann haben wir 2009 der UN einen Bericht vorgelegt, den unsere Vereinigung zusammen mit einer Gruppe von Fachleuten aus aller Welt verfasst hatte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bedrohung durch Asteroiden erforderte eine globale Reaktion. Es war ein Bericht, der der UNO vorgelegt wurde, und die UNO hat ihn berücksichtigt und bereits ein Aktionsteam organisiert, um sich mit sehr konkreten Vorschlägen im Zusammenhang mit Asteroiden zu befassen, und für die Debatten eine Arbeitsgruppe zu Asteroiden eingerichtet, die ihre eigenen Beiträge einbringen sollte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unser Bericht trug maßgeblich dazu bei, die Ideen und die Organisation voranzubringen, was schließlich zur Gründung von zwei internationalen Organisationen führte: dem International Asteroid Warning Network (IAWN &#8211; Internationales Asteroidenwarnnetzwerk) und der Space Planning Mission Advisory Group (SMPAG – Beratergremium für die Planung von Weltraummissionen).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie wurden in die Association of Space Explorers aufgenommen. Sie wurden als ausführender Teil aufgenommen, um Maßnahmen zu ergreifen und zu handeln. Die Vereinten Nationen sind eine etwas weichere Organisation und organisieren diese Institution als Beratungsgremien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie beraten, sie bringen Informationen ein, und die Entscheidungsträger entscheiden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und dann haben wir 2016 einige Programme ins Leben gerufen, um in Asteroidenprogramme zu investieren und die Ablenkung von Asteroiden zu erforschen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir waren der Meinung, dass die Bevölkerung nicht ausreichend informiert ist, und beschlossen daher, zusätzlich zu den beiden bereits von der UNO eingerichteten Organisationen einen Asteroidentag einzuführen, einen internationalen Tag, an dem alle Menschen aufgeklärt und darüber informiert werden, was ein Asteroid ist, welche Asteroiden gefährlich sind, was wir tun können, was die geplanten Missionen bezwecken und so weiter.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und ich habe im Namen der Association of Space Explorers den Asteroid Day bei den Vereinten Nationen vorgeschlagen. Er wurde im Dezember 2016 von der Generalversammlung als Asteroid Day genehmigt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und jetzt feiern wir den Asteroid Day als internationalen Tag.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumfahrer.net: </strong>Wir haben wahrscheinlich an fünf der zehn Asteroid Days hier in Luxemburg teilgenommen. Es ist immer fantastisch.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kommen wir nun zur letzten Frage. Was sind Ihre Visionen für eine Asteroidenabwehr?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Dumitru Dorin Prunariu: </strong>Wissen Sie, wir stehen noch ganz am Anfang. Die Probleme mit Asteroiden werden noch die nächsten Jahrtausende betreffen, nicht nur unsere Kinder. Wir lernen viel über Asteroiden. Wir wissen heute viel mehr als noch vor zehn oder zwanzig Jahren. Wir organisieren die ersten Ablenkungsmissionen – derzeit DART und HERA. Wir untersuchen, was passiert ist. Wir versuchen, die Mechanismen der Ablenkung eines Asteroiden besser zu verstehen. Es gibt mehrere Arten von Missionen, aber wir müssen entscheiden, welche davon wirklich effizient sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und natürlich in ferner Zukunft, ich sage ferner Zukunft, nicht in naher Zukunft, ein Raumschiff zu bauen, das zu einem Asteroiden fliegen kann, und jede Möglichkeit zu nutzen, um ihn abzulenken. Oder den Asteroiden anzustoßen. Oder eine Explosion auf der Oberfläche eines Asteroiden zu verursachen, um ihn anzustoßen. Nicht um den Asteroiden zu zerstören. Es geht nicht darum, einen Asteroiden zu zerstören. Es geht darum, ihn anzustoßen. Wir untersuchen die Möglichkeit einer Ablenkung. Aber es ist noch ein langer Weg bis zur ersten echten Verteidigung des Planeten gegen einen echten Asteroiden.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/Prunariu-Ingo-Kirsten-Asteroid-Day-2025.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Dorin Prunariu (Mitte) mit Ingo Muntenaar (links) und Kirsten Müller (rechts) Foto: Kirsten Müller" data-rl_caption="" title="Dorin Prunariu (Mitte) mit Ingo Muntenaar (links) und Kirsten Müller (rechts) Foto: Kirsten Müller" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="347" height="260" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/Prunariu-Ingo-Kirsten-Asteroid-Day-2025-klein.jpg" alt="Dorin Prunariu (Mitte) mit Ingo Muntenaar (links) und Kirsten Müller (rechts) Foto: Kirsten Müller" class="wp-image-148271" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/Prunariu-Ingo-Kirsten-Asteroid-Day-2025-klein.jpg 347w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/Prunariu-Ingo-Kirsten-Asteroid-Day-2025-klein-300x225.jpg 300w" sizes="(max-width: 347px) 100vw, 347px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Dorin Prunariu (Mitte) mit Ingo Muntenaar (links) und Kirsten Müller (rechts) 
Foto: Kirsten Müller</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumfahrer.net:</strong> Ich habe einige Vorträge über künstliche Intelligenz gehört. Letztes Jahr hatten wir am Asteroidentag einige Vorträge darüber, wie man Asteroiden mithilfe von künstlicher Intelligenz findet und wie man ihre Dichte bestimmt. Woraus bestehen Asteroiden? Sind sie aus Stein oder ähnlichem, also sind sie harte Körper oder bestehen sie aus Staub oder porösem Material?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Dumitru Dorin Prunariu:</strong> Wissen Sie, Sie benötigen Daten. Selbst wenn Sie künstliche Intelligenz einsetzen, benötigen Sie Daten über den Asteroiden. Künstliche Intelligenz könnte alle Ihnen vorliegenden Informationen durchsehen und Ihnen die wahrscheinlichste Antwort geben. Aber Sie können KI nicht bitten, einen Asteroiden zu finden und zu fragen, um was es sich dabei handelt. Das ist nicht möglich.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumfahrer.net:</strong> Aber das kann eine Art Klassifizierung sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Dumitru Dorin Prunariu:</strong> Es könnte ein Werkzeug sein. Es könnte ein sehr wichtiges Werkzeug sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die B612-Stiftung hat in den Vereinigten Staaten das Asteroid Institute gegründet, der Leiter ist der amerikanische Astronaut Ed Lu. Sie haben ein spezielles Programm entwickelt, um den Himmel nach Asteroiden zu kartografieren – das ADAM-Programm. Es ist ein sehr interessantes Programm, mit dem sie vorab sehen können, wo neue Asteroiden zu finden sind, sodass sich die Astronomen viel direkter und besser darauf konzentrieren und die Asteroiden viel besser entdecken können.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumfahrer.net:</strong> Das war die letzte Frage. Sie haben sehr interessante Antworten gegeben, und wir müssen nun in den kommenden Tagen daran arbeiten, einen Bericht darüber zu erstellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vielen Dank für das Gespräch. Zum Abschluss hätten wir gerne noch ein gemeinsames Photo. Ist das möglich?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=16280.msg578912#msg578912" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Asteroid Day</a></li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Asteroid Day Luxemburg 2025: Interview mit Paolo Nespoli</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/asteroid-day-luxemburg-2025-interview-mit-paolo-nespoli/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Kirsten Müller]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Sep 2025 20:29:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Besatzungen]]></category>
		<category><![CDATA[Flüge zur ISS]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
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		<category><![CDATA[Paolo Nespoli]]></category>
		<category><![CDATA[Sojus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im Rahmen der Hauptveranstaltung des Asteroid Day in Luxemburg hatte Raumfahrer.net am 28. Juni 2025 die Gelegenheit, Interviews mit den vier teilnehmenden Raumfahrern zu führen. Einer davon war der italienische Raumfahrer Paolo Nespoli. Autoren: Ingo Muntenaar und Kirsten Müller, Quelle: Veranstaltungsbesuch. Paolo Nespoli wurde am 6. April 1957 in Mailand, Italien geboren. 1988 erhielt er [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Im Rahmen der Hauptveranstaltung des Asteroid Day in Luxemburg hatte Raumfahrer.net am 28. Juni 2025 die Gelegenheit, Interviews mit den vier teilnehmenden Raumfahrern zu führen. Einer davon war der italienische Raumfahrer Paolo Nespoli.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph"> Autoren: Ingo Muntenaar und Kirsten Müller, Quelle: Veranstaltungsbesuch.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Paolo Nespoli wurde am 6. April 1957 in Mailand, Italien geboren. 1988 erhielt er einen Bachelor of Science in Luft- und Raumfahrttechnik von der Polytechnic University of New York und 1989 einen Master of Science in Luft- und Raumfahrttechnik von derselben Institution.</p>



<p class="wp-block-paragraph">1989 kehrte er nach Italien zurück und arbeitete als Konstrukteur bei Proel Tecnologie in Florenz. Dort führte er mechanische Analysen durch und unterstützte die Qualifizierung der Flugeinheiten der Elektronenkanonenbaugruppe, welche als Experiment auf dem Tethered Satellite System (TSS) implementiert war. Der TSS war ein experimenteller seilgefesselter Satellit, der als Beitrag der italiensichen Raumfahrtbehörde ASI (Agenzia Spaziale Italiana &#8211; ASI) an Bord der Space Shuttle Flüge STS-46 (31.07. bis 08.08.1992) und STS-75 (22.02. bis 09.03.1996) flog.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/Nespoli-Autogrammstunde.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Paolo Nespoli während der Autogrammstunde beim Asteroid Day Foto: Kirsten Müller" data-rl_caption="" title="Paolo Nespoli während der Autogrammstunde beim Asteroid Day Foto: Kirsten Müller" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="347" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/Nespoli-Autogrammstunde-klein.jpg" alt="Paolo Nespoli während der Autogrammstunde beim Asteroid Day Foto: Kirsten Müller" class="wp-image-148261" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/Nespoli-Autogrammstunde-klein.jpg 260w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/Nespoli-Autogrammstunde-klein-225x300.jpg 225w" sizes="(max-width: 260px) 100vw, 260px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Paolo Nespoli während der Autogrammstunde beim Asteroid Day <br>Foto: Kirsten Müller</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">1991 trat er in die Abteilung Astronautentraining im Europäisches Astronautenzentrum auf dem Gelände des DLR in Köln-Porz ein. Dort war er als Ingenieur für das Astronautentraining zuständig. Er war an der Vorbereitung und Durchführung der europäischen Astronauten-Grundausbildung beteiligt. Er verantwortete auch die Astronautentrainingsdatenbank. Dieses Softwaresystem wird für die Vorbereitung und Verwaltung des Astronautentrainings eingesetzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Rahmen des EUROMIR-Projekts wurde Paolo Nespoli 1995 zum ESTEC nach Noordwijk, Niederlande abgeordnet. Dort führte er das Team, welches den auf der russischen Raumstation Mir verwendeten Payload and Crew Support Computer vorbereitete, integrierte und unterstützte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">1996 wurde Paolo Nespoli zum Johnson Space Center der NASA in Houston, Texas, versetzt. Dort arbeitete er in der Spaceflight Training Division. Diese ist an der Vorbereitung des Trainings für die Boden- und In-Orbit-Besatzung der Internationalen Raumstation beteiligt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im August 1998 wurde Paolo Nespoli durch die italienische Raumfahrtagentur zur Europäischen Raumfahrtagentur ESA entsandt. Dort wurde er dann Mitglied des Europäischen Astronautenkorps.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seinen ersten Raumflug absolvierte Paolo Nespoli als Missionsspezialist vom 23.10. bis 07.11.2007 an Bord des Space Shuttle Discovery im Rahmen der Mission STS-120 / ISS 10A. Hauptnutzlast war das U.S. Modul Harmony (Node 2), welches permanent an die Internationale Raumstation installiert wurde. Die Flugdauer dieser Mission betrug 15 Tage, 2 Stunden und 23 Minuten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Dezember 2008 wurde Nespoli der Expedition 26/27 zugeteilt, einer Langzeitmission zur ISS. Die Expedition 26 startete am 16. Dezember 2010 vom Kosmodrom Baikonur in Kasachstan mit dem russischen Raumschiff Sojus TMA-20, in dem Nespoli als Flugingenieur 1 fungierte. Die Expedition 26/27 kehrte am 24. Mai 2011 in der Nähe von Dzheskasgan, Kasachstan, zur Erde zurück. Die Flugdauer dieser Mission betrug 159 Tage, 7 Stunden und 17 Minuten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Juli 2015 wurde Paolo Nespoli im Rahmen der Expeditionen 52 und 53 zur Internationalen Raumstation mit seinem dritten Raumflug beauftragt. Die Mission war Teil eines Tauschabkommens zwischen der NASA und der italienischen Weltraumagentur ASI, an dem auch ESA-Astronauten beteiligt waren. Die Besatzung startete vom Kosmodrom Baikonur an Bord des Raumschiffs Sojus 51S. Nespoli wurde von dem NASA-Astronauten Randy Bresnik und dem russischen Kosmonauten Sergey Ryazanskiy begleitet. Während der Mission führte die Besatzung über 300 wissenschaftliche Experimente und Untersuchungen durch, arbeitete mit vier verschiedenen Raumfahrzeugen zusammen und unternahm vier Weltraumspaziergänge (drei USOS und einen russischen). Die Expedition 52/53 dauerte 138 Tage, 16 Stunden und 56 Minuten. Nespoli war Flugingenieur an Bord der Sojus MS-05 (auch als ISS AF-51S bezeichnet) sowie Flugingenieur der Internationalen Raumstation für die Expedition 52/53.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Während seiner drei Raumflüge hat Paolo Nespoli insgesamt 313 Tage, 2 Stunden und 36 Minuten im Weltraum verbracht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Rahmen des Asteroid Day 2025 in Luxemburg trafen Kirsten Müller und Ingo Muntenaar den ESA-Astronauten Paolo Nespoli zu einem Gespräch.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumfahrer.net: </strong>Hatten Sie einen Masterplan in Ihrem Leben? Wann entstand der Wunsch, Astronaut zu werden? Oder war das Ganze eher Zufall? Einfach nach dem Motto: Mal sehen was die Zukunft bringt. Ich probiere es einfach mal.“</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Paolo Nespoli:</strong> Das Leben ist seltsam, und wenn man ein Kind ist, denkt man sich Geschichten oder Ideen aus. Und diese hängen meist mit der Wahrnehmung oder der Umgebung zusammen. Natürlich möchte man jemanden nachahmen, der erfolgreich ist oder interessante Dinge tut. Als ich aufwuchs, gab es den Wettkampf um die erste Mondlandung zwischen Amerikanern und Russen. Das waren seinerzeit Helden. Alle Kinder wollten zu dem Zeitpunkt Astronauten werden. Ich natürlich auch. Irgendwann ist mir dann klar geworden, dass es ein langer Weg zwischen dem Sagen und dem wirklichen Tun ist. Ich hab den Traum erst einmal beiseite geschoben, bis ich später mehr Möglichkeiten hatte. Sagen wir es einfach mal so, ich habe den Traum beiseite geschoben, bis ich reifer wurde. Und dann habe ich mir irgendwann gedacht, dass es doch möglich sei. Es war nicht so einfach. Ganz im Gegenteil, es war sogar sehr kompliziert. Und es dauerte mehrere Jahre. In der Zeit habe ich mir einige Anforderungen für den Job erarbeitet. Nein, einfach war es nicht. Es hat nicht beim ersten Mal, und auch nicht beim zweiten Mal geklappt. Bei der dritten Bewerbung hat es dann geklappt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nein, ich bin nicht zufällig Astronaut geworden. Ich denke auch nicht, dass es einfach war. Aber es ist nun einmal passiert. Fazit ist, dass man einen Traum haben muss. Träume können Realität werden, andernfalls wäre es kein Traum. Du musst nur daran glauben, dass Du das schaffen kannst. Wenn Du es nicht schaffst, dann musst Du entscheiden, ob Du an Deinem Traum festhältst oder ob Du den Traum auf Eis legst. Und dann versuchst Du halt was anderes. Ja, ich habe es versucht. Es hat nicht geklappt, aber ich habe nicht aufgegeben. Und am Ende hat es sich ausgezahlt. Was ist der Unterschied zwischen jemandem, der in seiner Arbeit ehrlich ist, und jemandem, der zu hartnäckig, zu stur und zu unfähig ist, zu verstehen, dass diese Sache nicht funktionieren wird? Es ist ein sehr schwieriger Weg.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumfahrer.net: </strong>Sie haben insgesamt drei Raumflüge absolviert. Der erste Flug war als Besatzungsmitglied der Space Shuttle Mission STS-120. Die beiden weiteren waren Langzeitmissionen als Besatzungsmitglieder von Expedition 26/27 und Expedition 52/53. Welcher dieser 3 Flüge war der wichtigste und welcher hat am meisten Spaß bereitet?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Paolo Nespoli:</strong> Jede dieser Missionen hatte ihre eigene Besonderheit. Der erste Flug war mit dem Space Shuttle. Somit war es nur eine Kurzzeitmission. Es war die Krönung eines Traums. Es gab viel Inhalt, aber auch viel Arbeit. Und viele Möglichkeiten, etwas zu vermasseln. Und ich war froh, dass alles geklappt hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei den Langzeitmissionen hatte ich wirklich das Gefühl, dass ich den Job eines Astronauten machte, weil man so lange dort ist und Experimente durchführt. Ich hatte wirklich das Gefühl, dass ich zum weiteren Wissen der Menschheit beigetragen habe. Ich kann mich wirklich nicht entscheiden, welche Mission die beste war. Alle waren die besten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumfahrer.net: </strong>Welche dieser Missionen hat am meisten Spaß gemacht?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Paolo Nespoli:</strong> Ich habe versucht, bei jeder einzelnen Spaß zu haben. Natürlich ist die Shuttle-Mission eine sehr konzentrierte Angelegenheit. Sie haben versucht, so viel wie möglich in die Mission zu packen. Man hat das Gefühl, fast keine Luft mehr zu bekommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Trotzdem hatten wir als Crew Spaß. Wir haben uns gegenseitig Streiche gespielt. Wir haben viele Dinge unternommen, die die Mission leichter, ja sogar lustig gemacht haben. Aber es war eine harte Arbeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumfahrer.net: </strong>Was sind die Hauptunterschiede zwischen der Ausbildung zum Missionsspezialisten für das Space Shuttle und der Ausbildung zum Flugingenieur für die Sojus? Oder was haben sie gemeinsam?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Paolo Nespoli:</strong> Sie alle haben gemeinsam, dass sie Sie darauf vorbereiten, ein Raumfahrzeug zu steuern, das fliegt und Sie ins All bringt. Daher müssen Sie lernen, wie das Fahrzeug funktioniert, und Sie müssen wissen, wie Sie das Fahrzeug steuern können, falls das System eine Fehlfunktion hat. Sie müssen eine Menge Dinge tun.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Shuttle ist ein komplizierteres System als die Sojus. Letztendlich sind sie aber mehr oder weniger gleich. Das Shuttle ist etwas technologischer. Es ist etwas komfortabler. Die Sojus ist spartanischer, härter. Aber letztendlich war es mit beiden Fahrzeugen in Ordnung.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumfahrer.net: </strong>Was halten Sie derzeit von der ISS und der Partnerschaft mit Russland im Bereich der bemannten Raumfahrt? Wird es in Zukunft gemeinsame bemannte Missionen geben? Wird es gemeinsame Wissenschaftsprogramme im Weltraum geben?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Paolo Nespoli:</strong> Ich weiß es nicht. Ich kann diese Frage nicht beantworten, weil ich kein Politiker bin. Ich kann nur sagen, dass man im Weltraum seine Flagge auf der Kleidung trägt. Man kommt aus einem bestimmten Land. Ich komme aus Italien und bin Teil der Europäischen Weltraumorganisation.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber eigentlich würde ich sagen, dass man sich im Weltraum vor allem als Teil einer Crew fühlt. Als Teil der Menschheit, die außerhalb des Planeten etwas zu tun hat. Die Nationalität spielt keine große Rolle. Vielleicht beim Fotografieren: „Oh, schau mal, da ist Italien.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie sind weniger mit den Vereinigten Staaten oder Russland verbunden. Ich denke, wenn wir in Zukunft das Sonnensystem erforschen und vielleicht nach anderen Planeten suchen wollen, müssen wir das gemeinsam tun. Es wäre also schade, wenn wir unsere Ressourcen und Fähigkeiten nicht bündeln würden und stattdessen weiterhin als einzelne Nationen vorgehen würden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir verpassen die Chance, gemeinsam voranzukommen. Aber Sie wissen ja, Politik ist Politik, und darauf habe ich keinen Einfluss.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumfahrer.net: </strong>Das ist genau die Frage. Wie beeinflusst die Politik diese Dinge?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Paolo Nespoli:</strong> Ich bin Ingenieur. Ich bin kein Politiker, ich bin kein Philosoph. Es fällt mir schwer, diese Fragen zu beantworten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich bin der Meinung, wir sollten zusammenarbeiten. Aber ich verstehe, dass die Dinge aus politischer Sicht anders aussehen. Ich kann anderer Meinung sein, aber wer bin ich schon?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich wünsche mir, dass die Politiker, oder wer auch immer dafür verantwortlich ist, einen größeren Blickwinkel haben und uns nicht als kleine Einheiten betrachten, sondern als ein Team, das tatsächlich versucht, etwas zu finden, das für alle von Vorteil ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumfahrer.net: </strong>Wir haben gerade mitbekommen, dass das NASA-Budget um ein Drittel gekürzt werden soll. Was geschieht mit dem Artemis-Programm? Was geschieht mit dem Space Launch System? Was mit der Orion Kapsel und was mit der Station im Mondorbit namens Gateway?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Paolo Nespoli:</strong> Diese Frage ist ja noch wesentlich komplizierter. Wir sprechen hier über Politik, wir sprechen über Geld, wir sprechen über Kooperationen. Ich weiß es einfach nicht. Diese Frage kann ich beim besten Willen nicht beantworten. Ich habe keine aktuellen Informationen oder Daten, um diese Frage zu beantworten. Ich weiß, dass wir jetzt merkwürdige, schwierige Zeiten haben. Anders, schwierig, merkwürdig, wie auch immer.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Allgemeinen war ich kein Fan der Artemis-Mission. Nicht, weil ich nicht an die Mission glaube, sondern weil ich denke, dass man, wenn man über eine bestimmte Summe Geld verfügt und diese für eine Weltraummission einsetzen möchte, zum Mars fliegen sollte und nicht beim Mond Halt machen sollte.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/Nespoli-Ingo-Kirsten-Asteroid-Day-2025.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Paolo Nespoli / ESA (Mitte) mit Ingo Muntenaar (links) und Kirsten Müller (rechts) Foto: Dumitru Prunariu / Kirsten Müller" data-rl_caption="" title="Paolo Nespoli / ESA (Mitte) mit Ingo Muntenaar (links) und Kirsten Müller (rechts) Foto: Dumitru Prunariu / Kirsten Müller" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="347" height="260" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/Nespoli-Ingo-Kirsten-Asteroid-Day-2025-klein.jpg" alt="Paolo Nespoli / ESA (Mitte) mit Ingo Muntenaar (links) und Kirsten Müller (rechts) Foto: Dumitru Prunariu / Kirsten Müller" class="wp-image-148263" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/Nespoli-Ingo-Kirsten-Asteroid-Day-2025-klein.jpg 347w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/Nespoli-Ingo-Kirsten-Asteroid-Day-2025-klein-300x225.jpg 300w" sizes="(max-width: 347px) 100vw, 347px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Paolo Nespoli / ESA (Mitte) mit Ingo Muntenaar (links) und Kirsten Müller (rechts)

Foto: Dumitru Prunariu / Kirsten Müller</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn man beim Mond Halt macht, nimmt man alle Ressourcen mit, die man dringend benötigt. Es ist eine komplizierte Situation. Eine Reise zum Mars würde wahrscheinlich ein 15-jähriges Projekt erfordern, was irgendwie im Widerspruch zu unserem politischen Umfeld und der Funktionsweise unserer Gesellschaft steht. Als Politiker macht man nichts, was 15 Jahre dauert, und vielleicht nimmt man Geld aus dem Bildungsbereich oder den Krankenhäusern weg, es ist schwierig, so etwas durchzusetzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich möchte nicht in der Haut der Politiker stecken, die darüber entscheiden müssen. Bisher haben sie beschlossen, den Mars beiseite zu lassen. Ich glaube, sie haben sich für den Mond entschieden, weil sie erkannt haben, dass der Mars zu kompliziert ist. Aber das ist eine andere Geschichte.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumfahrer.net: </strong>Sprechen wir über das Hier und Jetzt. Wir befinden uns beim Asteroid Day in Luxemburg. Der 30. Juni dieses Jahres erinnert an den Asteroideneinschlag im Jahr 1908 in der Region Tunguska im heutigen Krasnojarsker Gebiet. Der Asteroid Day soll das Bewusstsein für die Gefahr eines Asteroiden- oder Kometeneinschlags in die Erdatmosphäre schärfen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was sind Ihre Visionen für die Asteroidenabwehr?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Paolo Nespoli:</strong> Bislang sind wir in Schwierigkeiten, denn wenn wir entdecken würden, dass etwas auf uns zukommt, glaube ich nicht, dass wir in der Lage wären, etwas dagegen zu unternehmen. Wir haben es nach und nach versucht. Es gab die DART-Mission, die gezeigt hat, dass wir etwas tun können, aber es ist kompliziert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein großer Asteroid, der auf die Erde zukommt, wäre ein Problem. Aber wissen Sie, die Menschheit hat sich noch nie von Problemen einschüchtern lassen. Jedes Mal, wenn wir ein Problem hatten und eine Lösung finden mussten, haben wir sie gefunden. Selbst am Anfang schien es unmöglich. Deshalb denke ich, dass dieser Asteroid Day eine gute Gelegenheit ist, um das Thema wichtig zu machen und den Menschen klar zu machen: Okay, im Moment kommt kein Asteroid auf uns zu, aber es könnte passieren. Und wenn wir entdecken, dass ein Asteroid auf uns zukommt, was können wir dann tun? Nichts. Heute nichts. Wir sollten besser mit der Planung beginnen. Laut Statistik könnte einer auf uns zukommen, aber wir hoffen, dass das nicht passiert. Und wir hoffen, dass das noch lange nicht passiert. Aber wenn es passiert, sollten wir bereit sein. Es ist nicht unvermeidlich, dass wir nicht bereit sind und akzeptieren, dass wir einfach verschwinden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das könnte ein großer Asteroid mit uns anstellen. Stimmt&#8217;s, Dorin? <em>(Anmerkung der Redaktion: der rumänische Kosmonaut D</em><em>umitru Dorin Prunariu saß während des Interviews mit uns am Tisch)</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumfahrer.net: </strong>Letztes Jahr haben wir Julie Payette am Asteroid Day interviewt. Und sie sagte, dass Dinosaurier nicht intelligent genug waren, aber wir sind intelligent genug, um Asteroiden zu finden, bevor sie uns finden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Dumitru Dorin Prunariu:</strong> Wir finden sie, und dann?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Paolo Nespoli: </strong>Es gibt mehrere Schritte. Bislang haben wir noch keinen großen Asteroiden gefunden, der auf die Erde treffen könnte. Aber wenn wir einen finden würden, hätten wir jetzt ein Problem. Aber schon allein das Finden ist ein Schritt. Wenn man ein Problem nicht sieht, kann man es auch nicht lösen. Man löst ein Problem Schritt für Schritt. Und wenn man einen findet, kann man einen Satelliten oder etwas Ähnliches mit Hilfe der Orbitalmechanik in seine Nähe schicken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Missionen hier <em>(Anmerkung der Redaktion: HERA und DART)</em> sind keine einfachen Dinge. Man wacht nicht morgens auf, wirft etwas ins All und macht das einfach so. Es sind komplizierte Missionen. Es gibt eine Menge Dinge, die wir lernen müssen. Wenn wir etwas lernen müssen, wenn wir etwas tun, dann ist es beim nächsten Mal natürlich einfacher. Am Anfang ist es sehr schwer.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das gilt für alles. Heute ist es für uns einfach, ein Glas herzustellen <em>(nimmt dabei ein Glas in die Hand)</em>, aber als man damit begann, war es nicht so einfach. Die Herstellung eines Mobiltelefons <em>(nimmt dabei ein Mobiltelefon in die Hand)</em> oder eines Kugelschreibers ist kompliziert. Heute ist es für uns einfach, weil wir wissen, wie es geht. Das müssen wir erreichen, um dieses mögliche Problem lösen zu können.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumfahrer.net: </strong>O.K. Das waren unsere Fragen. Vielen Dank. Jetzt bleibt nur noch eine Sache. Wir würden gerne mit Ihnen zusammen ein Photo machen. Und ich weiß auch schon, wer das Photo machen wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Dumitru Dorin Prunariu:</strong> Lacht. <em>(Anmerkung der Redaktion: Wir übergeben Prunariu das Mobiltelefon.)</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=16280.msg578455#msg578455" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Asteroid Day</a></li>
</ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Asteroid Day Luxemburg 2025: Interview mit Christer Fuglesang</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/asteroid-day-luxemburg-2025-interview-mit-christer-fuglesang/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Kirsten Müller]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 31 Aug 2025 13:42:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Exploration]]></category>
		<category><![CDATA[Flüge zur ISS]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Mir]]></category>
		<category><![CDATA[Module]]></category>
		<category><![CDATA[Mondlandung]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumstationen]]></category>
		<category><![CDATA[Sonnensystem]]></category>
		<category><![CDATA[Spaceshuttle]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[Asteroid Day]]></category>
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		<category><![CDATA[Christer Fuglesang]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[STS]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.raumfahrer.net/?p=148313</guid>

					<description><![CDATA[<p>Im Rahmen der Hauptveranstaltung des Asteroid Day in Luxemburg hatte Raumfahrer.net am 28. Juni 2025 die Gelegenheit, Interviews mit den vier teilnehmenden Raumfahrern zu führen. Einer davon war der schwedische Raumfahrer Christer Fuglesang. Autoren: Ingo Muntenaar und Kirsten Müller, Quelle: Veranstaltungsbesuch. Christer Fuglesang ist ein europäischer Astronaut schwedischer Abstammung. Er wurde am 18. März 1957 [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Im Rahmen der Hauptveranstaltung des Asteroid Day in Luxemburg hatte Raumfahrer.net am 28. Juni 2025 die Gelegenheit, Interviews mit den vier teilnehmenden Raumfahrern zu führen. Einer davon war der schwedische Raumfahrer Christer Fuglesang.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph"> Autoren: Ingo Muntenaar und Kirsten Müller, Quelle: Veranstaltungsbesuch.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Christer Fuglesang ist ein europäischer Astronaut schwedischer Abstammung. Er wurde am 18. März 1957 in Stockholm, Schweden, geboren. 1981 erwarb er einen Master of Science in Ingenieurphysik an der Königlichen Technischen Hochschule (KTH) in Stockholm. 1987 promovierte er in experimenteller Teilchenphysik an der Universität von Stockholm, und 1991 wurde er an dieser Universität Dozent für Teilchenphysik. 2006 wurde er zum außerordentlichen Professor an der Königlichen Technischen Hochschule ernannt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits als angehender Doktorand forschte Fuglesang am Europäischen Forschungszentrum für Teilchenphysik (CERN) am UA5-Experiment über Proton-Antiproton-Kollisionen. 1988 nach seiner Promotion bekam er dort eine Festanstellung und arbeitete am CPLEAR-Experiment, das sich mit K-Mesonen beschäftigt. Nach einem Jahr wurde er Gruppenleiter am Teilchenidentifikations-Subdetektor. Im November 1990 erhielt Fuglesang eine Stelle am Manne-Siegbahn-Institut für Physik in Stockholm, blieb aber noch ein weiteres Jahr am CERN, wo er an dem neuen Projekt Large Hadron Collider (LHC) arbeitete.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/Fuglesang-Autogrammstunde.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Christer Fuglesang während der Autogrammstunde Foto: Kirsten Müller" data-rl_caption="" title="Christer Fuglesang während der Autogrammstunde Foto: Kirsten Müller" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="347" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/Fuglesang-Autogrammstunde-klein.jpg" alt="Christer Fuglesang während der Autogrammstunde Bild: Kirsten Müller" class="wp-image-148258" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/Fuglesang-Autogrammstunde-klein.jpg 260w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/Fuglesang-Autogrammstunde-klein-225x300.jpg 225w" sizes="(max-width: 260px) 100vw, 260px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Christer Fuglesang beim Asteroid Day während der Autogrammstunde<br>Foto: Kirsten Müller</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Christer Fuglesang bewarb sich für eine ausgeschriebene Stelle bei der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) als Astronaut. Er wurde im Mai 1992 für das Astronautenkorps der ESA mit Sitz im Europäischen Astronautenzentrum (EAC) in Köln, Deutschland, ausgewählt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im August 1996 trat Christer Fuglesang in die Klasse der Missionsspezialisten im Johnson Space Center der NASA in Houston, USA, ein. Im April 1998 qualifizierte er sich für den Einsatz als Missionsspezialist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Christer Fuglesang verbrachte auf seinen beiden Raumflügen insgesamt 26 Tage, 17 Stunden und 37 Minuten im Weltraum, davon 31 Stunden und 54 Minuten bei fünf Weltraumausstiegen außerhalb druckbeaufschlagter Module.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seine erste Space Shuttle Mission STS-116 erfolgte vom 9. bis 22. Dezember 2006. Während dieser Mission wurde von der Besatzung das P5-Gitterstrukturelement zur Raumstation befördert. In den nachfolgenden Tagen wurde das P5-Modul bei mehreren Außenbordeinsätzen in den Gitterstrukturelementverbund integriert. Die Missionszeit betrug 12 Tage, 20 Stunden und 45 Minuten. Bei drei Weltraumausstiegen verbrachte Fuglesang 18 Stunden und 14 Minuten im freien Weltraum.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der zweite Raumflug von Christer Fuglesang STS-128 fand vom 29. August bis zum 2. September 2009 statt. Fuglesang konnte auf diesem Flug weitere 13 Tage, 20 Stunden und 53 Minuten auf seinem Flugkonto verbuchen, davon zwei weitere Weltraumspaziergänge mit einer Gesamtdauer von 13 Stunden und 40 Minuten. Dieser Flug war ein Logistikflug, bei dem das MPLM (Multi-Purpose Logistics Module) Leonardo zur Nutzlast gehörte. Es wurden Experimente und Flughardware zur Internationalen Raumstation (ISS) gebracht, um diese für eine sechsköpfige Besatzung auszurüsten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Christer Fuglesang beendete im Jahr 2017 seine aktive Karriere als Astronaut bei der ESA.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Rahmen des Asteroid Day 2025 in Luxemburg trafen Kirsten Müller und Ingo Muntenaar den ESA-Astronauten Christer Fuglesang zu einem Gespräch.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumfahrer.net: </strong>Hatten Sie einen Masterplan in Ihrem Leben? Wann entstand der Wunsch, Astronaut zu werden? Oder war das Ganze eher Zufall? Einfach nach dem Motto: &#8222;Mal sehen was die Zukunft bringt. Ich probiere es einfach mal.“</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Christer Fuglesang: </strong>Ich habe niemals studiert, um einmal Astronaut zu werden. Ich war immer an Mathematik und Physik interessiert. Mein größeres Interesse galt allerdings der Physik. Ich habe einen Doktorgrad in Physik erlangt. Dann habe ich eine Forschungsstelle bei CERN (Europäische Organisation für Kernforschung) außerhalb von Genf angeboten bekommen. Eines Tages habe ich dann in einer Tageszeitung eine Anzeige der ESA gelesen. Es wurden Astronauten für zukünftige Raumflüge mit europäischen Astronauten gesucht. Dann habe ich erst einmal überlegt. Sollte ich es wirklich mal in den Weltraum schaffen dann müsste ich jetzt aktiv werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumfahrer.net</strong><strong>:</strong> Sie haben sich nur ein einziges Mal beworben.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Christer Fuglesang:</strong> Ja. Der Bewerbungsprozess hat sich über 2 Jahre hingezogen. Im Mai 1992 waren wir dann nur noch 6 Bewerber. Also wurden wir dann als 2. Bewerbergruppe zu ESA-Astronauten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumfahrer.net</strong><strong>:</strong> Sie waren das Ersatzcrewmitglied für Thomas Reiter auf seinem Sojus TM-22 / Euromir 95-Flug. Was sind die Hauptunterschiede zwischen der Ausbildung zum Missionsspezialisten für das Space Shuttle und der Ausbildung zum Flugingenieur für die Sojus? Oder was haben sie gemeinsam?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Christer Fuglesang:</strong> Gemeinsamkeiten sind Checklisten. Wir haben immer nach Checklisten gearbeitet. Aber im russischen Programm musste man mehr über die einzelnen Bordsysteme wissen. Wir mussten sehr viel mehr über die einzelnen Systeme lernen. Ich habe natürlich nicht nur für einen Soyuzflug trainiert sondern auch für einen Langzeitaufenthalt auf der Raumstation Mir.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Mir-Station hatte nicht solche Kontaktzeiten zu Bodenstationen, wie es heute die ISS hat. Die Kontaktzeiten zur Bodenstationen waren bei der Mir-Station wesentlich kürzer. Daher musste man sämtliche Systeme viel besser kennen, weil man längere Zeit autark arbeiten musste.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beim Space Shuttle wurde man beinahe rund um die Uhr durch Bodenstationen überwacht. Die Space Shuttle Missionen waren sehr kompakte Missionen. Die Bordzeit wurde sehr effizient genutzt. Sämtliche Arbeiten mussten während der Flugzeit abgearbeitet werden. Aber wir haben gelernt, unsere Arbeiten hauptsächlich nach Checklisten abzuarbeiten. Das war bei Situationen der Fall, in denen wir vom Erwartbaren abgewichen sind, also unplanmäßige Situationen während des Fluges.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumfahrer.net</strong><strong>:</strong> Lassen Sie uns mal über ihre erste Space Shuttle Mission STS-116 sprechen. Sie wurden für diese Mission als EVA-Teammitglied ausgebildet. Von den 5 Raumspaziergängen haben Sie insgesamt 3 absolviert. Der vierte Raumspaziergang war ein unplanmäßiger Ausstieg. Den haben Sie gemeinsam mit Robert Curbeam absolviert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie haben Sie diesen unplanmäßigen EVA geplant? Oder haben Sie solche unerwarteten Ereignisse im großen Schwimmbecken im Johnson Space Center in Houston trainiert (NBL – Neutral Buoyancy Tank / Schwimmbecken als Teil der Sonny Carter Training Facility)?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>(Anmerkung der Redaktion: Bei EVA 3 setzten die Astronauten Robert Curbeam und Sunita Williams als „Zusatzaufgabe“ zur EVA auch die Arbeit am Einfahren eines klemmenden Solarzellenauslegers fort. Weitere sechs Abschnitte des P6 (Solarzellenausleger an der Backbordseite) konnten vollständig eingefahren werden. Am Ende des EVA 3 waren somit noch 11 Abschnitte übrig, die manuelle Hilfe zum vollständigen Einfahren des Solarzellenauslegers benötigten. Diese Arbeiten wurden bei dem unplanmäßigen Weltraumspaziergang am 18. Dezember 2006 von Robert Curbeam und Christer Fuglesang durchgeführt.)</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Christer Fuglesang:</strong> Natürlich haben wir im NBL außergewöhnliche Szenarien trainiert für den Fall, dass etwas schiefgeht. Aber für diese besondere Reparaturmaßnahme hatten wir keinen Plan. Als wir diesen Weltraumausstieg gestartet hatten, wusste noch niemand genau, wo der Fehler lag. Wir hatten einige improvisierte Werkzeuge dabei. Uns hatte die Bodenstation Anweisungen gegeben, wie wir diese selbstgebauten Werkzeuge bauen sollten. In der Kabine hatten wir dann einige Teile mit Tape zusammengebaut und damit sollten wir dann bei unserem Raumspaziergang an den klemmenden Solarzellenfeldern herummanipulieren in der Hoffnung, diese bewegen und lösen zu können. Dabei mussten wir sehr vorsichtig mit diesen Solarzellen sein. Bei voller Sonneneinstrahlung haben diese Solarzellen 60 Volt Gleichstrom produziert und man konnte diese Stromerzeugung nicht abschalten. Wir mussten also sämtliche metallischen Teile an unseren Raumanzügen isolieren, um nicht Gefahr zu laufen, dass wenn wir doch versehentlich die Solarzellenausleger berühren, es zu einem Stromschlag kommt. Also ja, es war schon ein sehr interessanter Weltraumspaziergang.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nun, wir waren nur 2 Personen, die an diesem Unternehmen direkt beteiligt waren. An Bord des Space Shuttle und der Internationalen Raumstation waren 8 Personen, von der Bodenkontrollstation haben ebenfalls hunderte Leute zugeschaut. Gemeinsam haben wir an dem Problem gearbeitet und konnten es lösen. Ja, wir konnten am Ende den kompletten Solarzellenausleger einfahren. Für mich war es der interessanteste Weltraumspaziergang.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>(Anmerkung der Redaktion zum Flug STS-128: Als Sie etwa 20 Minuten nach dem Start von STS-128 über Deutschland flogen, sah ich das Space Shuttle und den externen Tank nebeneinander fliegen. Das war in der Morgendämmerung des 29. August 2009, und für mich war es ein großartiger Anblick. Es war das erste Mal, dass ich eine Raumfähre so kurz nach dem Start gesehen habe.)</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumfahrer.net</strong><strong>: </strong>Warum haben Sie nie einen Langzeitflug auf der ISS gemacht?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Christer Fuglesang: </strong>Ganz einfach. Schweden hat nicht genug Geld bezahlt. Es hat nichts damit zu tun, dass ich keinen Langzeitflug hätte machen wollen. Es ging auch nicht darum, dass ich nicht kompetent genug wäre.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach meinem ersten Flug hatte ich den damaligen DG (Generaldirektor der ESA) Jean-Jacques Dordain (Direktor von Juli 2003 bis Juni 2015) getroffen. Er sagte mir, dass ich mit meinem ersten Raumflug eine sehr gute Arbeit geleistet hatte. Er sagte mir auch, dass es für mich einen weiteren Space Shuttle Flug in der Zukunft gäbe. Und das wäre es dann für mich gewesen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und auch wenn er dass nicht gesagt hätte, hätte ich mir denken können, dass es das gewesen ist. Ich war da bereits lange genug bei der ESA. Wenn Dein Land genug für bemannte Raumfahrt bezahlt, steigen Deine Chancen für weitere Flüge.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumfahrer.net</strong><strong>:</strong> Wir wollen jetzt einfach mal die politischen Fragen auslassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Christer Fuglesang: </strong>Nein, nein, die sind schon sehr wichtig.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumfahrer.net</strong><strong>:</strong> Gut, es ist Ihre Zeit, die wir hier beanspruchen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was wir momentan sehen ist, dass die NASA ihr Budget sehr stark kürzen wird. Am 2. Mai 2025 veröffentlichte die Trump-Regierung ihren Haushaltsvorschlag für das Jahr 2026 für die NASA, der die Einstellung der Programme Orion und SLS nach Artemis III vorsieht. Was aus den weiteren Flügen im Rahmen des Artemis-Programms wird, weiß zur Zeit keiner. Die Besatzungsgröße bei den Crew Dragon Flügen wird möglicherweise auf nur noch einen NASA Astronauten reduziert werden. Die Besatzung würde bei drei verbliebenen Crew-Mitgliedern vermutlich aus einem NASA-Astronauten, einem russischen Raumfahrer und einem internationalen Besatzungsmitglied zusammengesetzt werden <em>(Anmerkung der Redaktion: Ansicht von Raumfahrer.net)</em>. Ein weiterer NASA-Astronaut wird dann zukünftig bei einer Crewgröße von 3 Personen entweder gar nicht erst nominiert werden oder auf einen kommenden Flug umgebucht werden. Es würde abgesehen von den bereits im Flugplan stehenden Orion-Flügen keine weiteren Orion-Raumfahrzeuge mehr gebaut werden. Genauso sieht es bei der Trägerrakete SLS (Space Launch System) aus. Die in Entwicklung befindliche Mondstation LOP-G (Lunar Orbital Platform-Gateway) steht durch die Haushaltskürzungen wohl ebenfalls vor dem Aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie wird die Einstellung sämtlicher Aktivitäten Europa, Kanada und Japan beeinflussen? Was können diese Staaten tun, wenn die Vereinigten Staaten nicht mehr am Mondexplorationsprogramm teilnehmen?</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/Fuglesang-Ingo-Kirsten-Asteroid-Day-2025.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Christer Fuglesang / ESA (Mitte) mit Ingo Muntenaar (links) und Kirsten Müller (rechts) Foto: Kirsten Müller" data-rl_caption="" title="Christer Fuglesang / ESA (Mitte) mit Ingo Muntenaar (links) und Kirsten Müller (rechts) Foto: Kirsten Müller" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="347" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/Fuglesang-Ingo-Kirsten-Asteroid-Day-2025-klein.jpg" alt="Christer Fuglesang / ESA (Mitte) mit Ingo Muntenaar (links) und Kirsten Müller (rechts) Foto: Kirsten Müller" class="wp-image-148260" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/Fuglesang-Ingo-Kirsten-Asteroid-Day-2025-klein.jpg 260w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/Fuglesang-Ingo-Kirsten-Asteroid-Day-2025-klein-225x300.jpg 225w" sizes="(max-width: 260px) 100vw, 260px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Christer Fuglesang / ESA (Mitte) mit Ingo Muntenaar (links) und Kirsten Müller (rechts) 
Foto: Kirsten Müller</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Christer Fuglesang: </strong>Stellen wir uns einfach mal vor, dass Europa genauso viel bezahlt, wie es die USA nach den Budgetkürzungen macht. Wir (Anmerkung der Redaktion: Europa), können eine Menge machen. Wir sollten uns nicht darüber beschweren, dass die NASA ihr Raumfahrtbudget kürzt. Es ist dann immer noch einiges höher als unser Budget. Es ist auch nicht so, dass die NASA das Raumfahrtbudget kürzt. Trump möchte das. Und der U.S. Kongress wird die entsprechenden Beschlüsse dazu fassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Budgetkürzungen so drastisch ausfallen, wie Trump es vorgeschlagen hat. Es wird bestimmt Kürzungen geben. Aber es werden hauptsächlich Kürzungen im Wissenschaftsprogramm stattfinden. Bei der Erkundung des Weltraums sollen nicht so drastische Kürzungen durchgeführt werden. Trump schlägt vor, dass Gelder, die für die Mondexploration vorgesehen waren, für die Marsexploration ausgegeben werden. Er möchte, dass man schneller zum Mars kommt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Er möchte auch, dass man das Space Lauch System einstellt. Das ist übrigens auch meine Meinung. SLS ist nicht nachhaltig und darüber hinaus sehr teuer. Bevor Trump zurück ins Amt kam, war meine Meinung die, dass SLS drei mal fliegen würde. Danach hätte ich mir vorstellen können, dass man Starship oder möglicherweise die New Glenn Rakete einsetzen würde. Es wird möglicherweise eine Verzögerung im Artemis-Programm geben. Ich glaube aber nicht, dass das Programm nach dem Artemis-III Flug gestoppt wird. Die orbitale Mondstation Gateway wird möglicherweise nicht gebaut werden. Ich war sowieso nicht von Gateway überzeugt. Natürlich ist es gut, wenn wir Infrastruktur im Weltraum, und auch um den Mond, aufbauen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn man sich auf die Monderkundung konzentrieren möchte, Erkundung der Mondoberfläche und eine Station auf der Mondoberfläche, ist es dann preiswerter, wenn man eine orbitale Mondstation baut (Gateway), oder ist es preiswerter, wenn man den Mond direkt anfliegt? Ich bin nicht traurig, wenn Gateway nicht kommt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für Europa ist es sehr traurig. Da haben wir in die Orion-Kapsel investiert. Und möglicherweise gibt es da nur noch 2 weitere Flüge. Wir bauen auch zur Zeit Module für Gateway. Wir können unsere Zukunft doch selbst gestalten. Wir können das fehlende Geld doch selber einbringen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumfahrer.net</strong><strong>:</strong> Sprechen wir über das Hier und Jetzt. Wir befinden uns beim Asteroid Day in Luxemburg. Der 30. Juni dieses Jahres erinnert an den Asteroideneinschlag im Jahr 1908 in der Region Tunguska im heutigen Krasnojarsker Gebiet. Der Asteroid Day soll das Bewusstsein für die Gefahr eines Asteroiden- oder Kometeneinschlags in die Erdatmosphäre schärfen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was sind Ihre Visionen für die Asteroidenabwehr?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Christer Fuglesang:</strong> Ich finde das, was wir gerade machen, sehr gut. Wir verbessern uns gerade bei den Beobachtungsmethoden. Und parallel dazu können wir neue Methoden entwickeln. Wenn wir etwas auf uns zukommen sehen, können wir Maßnahmen ergreifen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die HERA- (als Teil der Asteroid Impact and Deflection Assessment Zusammenarbeit) und die DART- (Double Asteroid Redirection Test) Missionen sind die ersten Missionen, bei denen wir so etwas austesten. Zukünftig sollten wir uns weiter in Richtung Techniken zum Ablenken von Asteroiden aus ihrer Bahn konzentrieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumfahrer.net</strong><strong>:</strong> Vielen Dank für das Gespräch. Zum Abschluss hätten wir gerne noch ein gemeinsames Photo. Ist das möglich?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=16280.msg578295#msg578295" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Asteroid Day</a></li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Asteroid Day Luxemburg 2025: Interview mit Claude Nicollier</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/asteroid-day-luxemburg-2025-interview-mit-claude-nicollier/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Kirsten Müller]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 30 Aug 2025 10:33:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Columbia]]></category>
		<category><![CDATA[Hubble]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Spaceshuttle]]></category>
		<category><![CDATA[Asteroid Day]]></category>
		<category><![CDATA[Astronaut]]></category>
		<category><![CDATA[Claude Nicollier]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[Schweiz]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im Rahmen der Hauptveranstaltung des Asteroid Day in Luxemburg hatte Raumfahrer.net am 28. Juni 2025 die Gelegenheit, Interviews mit den vier teilnehmenden Raumfahrern zu führen. Einer davon war der Schweizer Raumfahrer Claude Nicollier. Autoren: Ingo Muntenaar und Kirsten Müller, Quelle: Veranstaltungsbesuch. Claude Nicollier wurde am 2. September 1944 in Vewey in der Schweiz geboren und [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Im Rahmen der Hauptveranstaltung des Asteroid Day in Luxemburg hatte Raumfahrer.net am 28. Juni 2025 die Gelegenheit, Interviews mit den vier teilnehmenden Raumfahrern zu führen. Einer davon war der Schweizer Raumfahrer Claude Nicollier.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph"> Autoren: Ingo Muntenaar und Kirsten Müller, Quelle: Veranstaltungsbesuch.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Claude Nicollier wurde am 2. September 1944 in Vewey in der Schweiz geboren und ist bis heute der einzige Schweizer mit Weltraumerfahrung. Von 1966 bis Ostern 1969 war er Milizpilot bei der Schweizer Luftwaffe mit insgesamt 5600 Flugstunden, wovon 4000 in Strahlflugzeugen. Auch absolvierte er ein Physikstudium an der Universität Lausanne, das er 1970 abschloss. Als Wissenschaftler arbeitete er dann an den Instituten für Astronomie der Universitäten Lausanne und Genf. Einen Postdiplom-Abschluss der Universität Genf in Astrophysik erhielt er 1975. Parallel zu seinen Forschungsaktivitäten wurde er an der Schweizer Luftfahrtschule zum Linienpiloten ausgebildet und wurde 1974 DC-9-Pilot bei Swissair. Ende 1976 begann er in der Abteilung Weltraumwissenschaften der ESA in Noordwijk, Niederlande, bei verschiedenen Programmen über Infrarotastronomie zu forschen. Im Juli 1978 wurde er von der ESA als einer der ersten drei europäischen Astronauten ausgewählt. Als Teil der Kooperation zwischen ESA und NASA fing er im Mai 1980 in der Astronautengruppe 9 der NASA das Training zum NASA-Missionsspezialisten an. Dieses schloss er vollständig ab und wurde somit als erster Nicht-US-Amerikaner Vollzeitastronaut der NASA.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/Nicollier-Autogrammstunde.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Claude Nicollier während der Autogrammstunde Foto: Kirsten Müller" data-rl_caption="" title="Claude Nicollier während der Autogrammstunde Foto: Kirsten Müller" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="347" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/Nicollier-Autogrammstunde-klein.jpg" alt="Claude Nicollier während der Autogrammstunde Bild: Kirsten Müller" class="wp-image-148265" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/Nicollier-Autogrammstunde-klein.jpg 260w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/Nicollier-Autogrammstunde-klein-225x300.jpg 225w" sizes="(max-width: 260px) 100vw, 260px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Claude Nicollier während der Autogrammstunde zum Asteroid Day<br>Bild: Kirsten Müller </figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Bei vier Raumflügen in Space Shuttles hat Nicollier 42 Tage, 12 Stunden und 5 Minuten im Weltraum verbracht. Bei seinem ersten Flug, STS-46 vom 31. Juli bis zum 8. August 1992 mit Atlantis, hat die Besatzung den unbemannten ESA-Satelliten EURECA mit 15 Experimenten sowie das Tethered Satellite System (TSS-1), ein Gemeinschaftsprojekt der NASA mit der italienischen Weltraumagentur ISA, ausgesetzt. Mit diesem Technologiedemonstrator eines seilgefesselten Satelliten sollten die Messungen zur Generierung von Elektrizität als auch Möglichkeiten zur Anhebung der Umlaufbahn von seilgefesselten Flugkörper-Systemen getestet werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sein zweiter Flug, STS-61 vom 2. bis zum 13. Dezember 1993 mit Endeavour, war der erste Reparaturflug für das Hubble-Weltraumteleskop. Während dieses Fluges wurden eine neue Kamera und ein Paket zur optischen Korrektur im Hubble Weltraumteleskop eingebaut. Dabei wurde ein Fehler von 2 Mikrometern im Hauptspiegel des Teleskopes, welcher einen Durchmesser von 2,40 m hatte, korrigiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vom 22. Februar bis zum 9. März 1996 war er Besatzungsmitglied der Raumfähre Columbia auf der Mission STS-75. In Nachfolge von STS-46 sollte bei diesem Flug das TSS-1-System nochmals als TSS-1R (Anmerkung der Redaktion: R = Reflight) geflogen werden, um Messungen in der Ionosphäre durchzuführen; beim Ausfahren des Seils zwischen beiden Raumflugkörpern brach dieses allerdings. Dabei wurde TSS zum Totalverlust und es konnten nur kurzzeitig vor dem Seilbruch Messungen durchgeführt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seine vierte und letzte Mission, STS-103 mit der Discovery vom 20. bis 28. Dezember 1999, war die dritte Hubble-Reparaturmission. Während dieses Fluges nahm er an einem achtstündigen Aussenbordeinsatz teil. Dieses war der erste Aussenbordeinsatz eines ESA-Astronauten in der Nutzlastbucht eines Space Shuttle.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Von 2000 bis 2007 arbeitete er für das NASA-Astronautenbüro in der Abteilung für Aussenbordeinsätze. 2004 nahm er einen Lehrauftrag an der École polytechnique fédérale de Lausanne an, wo er 2007, als er die ESA verlassen hatte, eine volle Professur übernahm.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Frage von Raumfahrer.net an Claude Nicollier: </strong>Sie waren einer der ersten ESA-Astronauten, zusammen mit Uf Merbold und Wubbo Ockels. Hatten Sie einen Masterplan in Ihrem Leben? Wann entstand bei Ihnen der Wunsch, Astronaut zu werden?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Claude Nicollier:</strong> Ich bin jetzt 80 Jahre alt. Bei Apollo 11 war ich 25 Jahre. Sie wissen, astronautische Raumfahrt fing 1961 an, als ich ein Teenager war. Für mich war es ein Ziel, Astronom zu werden, weil ich Wissenschaft, ganz besonders Astronomie, mag. Ich hatte auch großes Interesse an der Luftfahrt. So wurde ich Astronom und parallel Pilot bei der Schweizer Luftwaffe. Das war für mich eine schöne Kombination meiner Interessen. Die Idee, Astronaut zu werden, kam relativ spät. Apollo 11 war sehr inspirierend für mich, aber lange war die Raumfahrt ja nur ein Wettbewerb zwischen den USA und der Sowjetunion. Erst als 1975, nach dem Ende des Apollo-Programms, zum Beginn des Shuttle-Programms auch die europäische und die kanadische Raumfahrtagentur zur Zusammenarbeit eingeladen wurden, dachte ich: Wow, da würde ich gerne mitmachen. Von da an wurde es ein Ziel. Auch wenn ich mich als Astronom und Pilot fühlte, sah ich dies als eine Möglichkeit. Dann war Ende 1978 die Selektion zu Ende, die etwa ein Jahr dauerte, und es klappte. Ich war natürlich sehr motiviert und irgendwie war ich auch schon vorbereitet. All die Zeit dachte ich: es gibt die Möglichkeit, Astronaut zu werden, also wollte ich körperlich fit bleiben und viel über die Disziplin Astrophysik lernen, weil Wissenschaft eine gute Möglichkeit für Europa war, an der Raumfahrt teilzunehmen. Wir haben Spacelab beigetragen, ein Laboratorium, das an Bord des Shuttle mitgenommen werden konnte. Auf die Selektion habe ich mich bei meiner Arbeit in der Universität vorbereitet, und es hat geklappt. Zwei Jahre später sind Wubbo Ockels und ich dann nach Houston geschickt worden, Ulf Merbold nicht. Wir haben dort das Training für den Space Shuttle absolviert. Noch zwei Jahre später, 1982, wurde dann beschlossen, dass Wubbo und Ulf als Wissenschaftsastronauten für die ESA arbeiten sollten und ich weiter für den Shuttle das Training für Missionsspezialisten absolvieren würde. Ich war also der erste Nicht-Amerikaner, der das Training für den Shuttle bekam. Nach dem Challenger-Unglück 1986 gab es drei Jahre lang keine Shuttle-Flüge. Mein erster Flug, als erster nicht-amerikanischer Missionsspezialist, war dann 1992, vierzehn Jahre, nachdem ich ausgewählt worden war. Diese erste Mission lief sehr gut, danach hatte ich im gleichen Jahrzehnt noch drei Flüge, einschließlich des ersten Fluges zum Hubble Space Teleskop, der eine wundervolle Mission war. So kann man sagen, dass es ein Kindheitstraum war, Astronaut zu werden, wenn auch zuerst ein unmöglicher Traum, der erst möglich wurde, als ich ein junger Erwachsener war.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumfahrer.net:</strong> Sie erwähnen Ihre Flugfähigkeiten. Haben diese Ihnen bei Ihrer Astronautenlaufbahn geholfen?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Claude Nicollier:</strong> Ja, Pilot zu sein bei der Luftwaffe, oder grundsätzlich alle Arten von Pilotenerfahrung auf hohem Niveau, ist hilfreich dafür, als Astronaut ausgewählt zu werden. Man muss lernen, eine ziemlich komplexe Maschine in einer gefährlichen Umgebung zu beherrschen. Das ist etwas, das in die Richtung von Fähigkeiten kommt, die für den Beruf des Astronauten nötig sind. Kampfpilot in der Schweizer Luftwaffe zu sein, war ein wichtiger Schritt in meiner Ausbildung.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumfahrer.n</strong><strong>et:</strong> Sie haben vier Space Shuttle Flüge gemacht. Alle vier Flüge waren Spacelab-Flüge, bei denen nicht das druckbeaufschlagte Modul, sondern nur jeweils eine Spacelab-Palette in der Nutzlastbucht integriert war. Zwei dieser Flüge waren Missionen, in denen der Tethered Satellite ausgesetzt wurde, zwei waren Wartungsmissionen des Hubble Space Telescope. Welcher dieser vier Flüge war für Sie am wichtigsten, und welcher hat Ihnen am meisten Spaß gemacht?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Claude Nicollier:</strong> Ich würde sagen, sie haben alle Spaß gemacht. Jede Mission macht Spaß. Für mich als Astronomen war aber Hubble sehr bedeutend. Ich war schon Astronom, war dann Astronaut geworden, und bin dann bei Hubble gewesen, um es zu reparieren. Das waren zwei Missionen, und es waren tolle Missionen. Die bedeutendste Mission war für mich die Hubble-Reparaturmission STS-61 im Dezember 1993. Die Bedeutung dieser Mission war sehr wichtig: Hubble wieder in Ordnung zu bringen, damit es wieder ein produktives Instrument sein würde, was es eine Zeitlang nicht war. Also würde ich sagen: meine erste Mission wegen ihrer Bedeutung und der hohen Verantwortung, das war sehr befriedigend, dann mein letzter Flug STS-103, bei der Außenbordeinsätze stattgefunden haben, war auch sehr wichtig. Die beiden Hubble-Flüge würde ich also an erster Stelle erwähnen, dann meinen ersten, weil man dabei die Umgebung des Weltraums entdeckt, das ist eigentlich die „Feuertaufe“. Der für mich am wenigsten interessante Flug war eigentlich STS-75 im Jahre 1996. Das war eigentlich eine Wiederholung des Tethered Satellite Fluges, den wir vorher schon gemacht hatten. Er war zwar erfolgreicher gewesen als STS-46, aber die Hubble-Missionen haben dennoch Spaß gemacht und sind auch bedeutungsvoll gewesen. Die Idee eine Technologiemission mit einem seilgefesselten Satelliten zu fliegen, wurde vorher leider nicht weiterverfolgt. Hier sollte der Satellit nicht als Generator genutzt werden, um elektrische Energie zu produzieren, sondern quasi als Elektromotor, um die Umlaufbahn anzuheben.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumfahrer.net:</strong> Ja, das haben wir in der Universität auch gelernt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Claude Nicollier: </strong>Das System konnte Elektrizität produzieren, und konnte sie in einem Elektromotor einsetzen, um die Umlaufbahn wieder anzuheben. Vielleicht wird es irgendwann in der Zukunft wieder aufgegriffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumfahrer.net:</strong> Als wir dieses Interview vorbereitet haben, ist uns aufgefallen, dass Sie vier Flüge in vier verschiedenen Orbitern geflogen sind: Atlantis, Endeavour, Columbia und Discovery. Welcher dieser vier Orbiter war der perfekteste für Sie?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Claude Nicollier: </strong>Das war wirklich nicht relevant. Sie unterschieden sich fast nicht, darum kann ich das auch nicht beantworten. Columbia hatte viele Instrumente, weil es die erste Raumfähre war, aber ansonsten haben sie sich kaum unterschieden. Ich würde also keinen bestimmten von ihnen auswählen.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/Nicollier-Ingo-Kirsten-Asteroid-Day-2025.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Claude Nicollier (rechts) mit Ingo Muntenaar (links) und Kirsten Müller (Mitte) Foto: Kirsten Müller" data-rl_caption="" title="Claude Nicollier (rechts) mit Ingo Muntenaar (links) und Kirsten Müller (Mitte) Foto: Kirsten Müller" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="347" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/Nicollier-Ingo-Kirsten-Asteroid-Day-2025-klein.jpg" alt="Claude Nicollier (rechts) mit Ingo Muntenaar (links) und Kirsten Müller (Mitte)" class="wp-image-148267" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/Nicollier-Ingo-Kirsten-Asteroid-Day-2025-klein.jpg 260w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2025/08/Nicollier-Ingo-Kirsten-Asteroid-Day-2025-klein-225x300.jpg 225w" sizes="(max-width: 260px) 100vw, 260px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Claude Nicollier (rechts) mit Ingo Muntenaar (links) und Kirsten Müller (Mitte) <br>Bild: Kirsten Müller</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumfahrer.net:</strong> Lassen Sie uns über das Hier und Jetzt sprechen. Wir sind beim Asteroid Day. Dieser erinnert an den Asteroideneinschlag im Jahr 1908 in der Region Tunguska im heutigen Gebiet Krasnojarsk. Wie sehen Ihre Vorstellungen für eine Asteroidenabwehr aus?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Claude Nicollier:</strong> Wir hatten heute morgen eine Präsentation und ich wusste von der DART-Mission und der HERA-Mission, und ich denke, das ist ein guter Anfang. Ab einem gewissen Punkt müssen wir genug Informationen gesammelt haben über die gefährlichsten Asteroiden von zwanzig und mehr Metern Größe. Der Asteroid von Tscheljabinsk hatte weniger als 20 Meter Durchmesser, das war also nicht dramatisch. Wir müssen aber ein viel besseres Bild von den charakteristischen Flugbahnen der Asteroiden von mehr als 100 m Größe bekommen. Ich weiß, dass es über 900 Asteroiden mit einem Durchmesser von einem Kilometer oder mehr gibt, aber 95% aller Asteroiden sind kleiner. Je kleiner sie sind, desto weniger wissen wir von ihnen. Ich habe nicht alle Zahlen im Kopf. Wir müssen ein wesentlich besseres Gesamtbild bekommen und wir müssen an Ideen zur Ablenkung von Asteroiden arbeiten. HERA war schon ein guter Start, und die Idee durch einen Impuls die Flugbahn zu ändern ist wesentlich besser als beispielsweise eine nukleare Explosion. Es gibt auch die Idee mit einem neben dem Asteroiden herfliegenden Raumschiff und die somit auf beide Körper gegenseitig ausgeübte Gravitationskraft, die Asteroidenbahn abzulenken. Aber ich finde, dass DART eine sehr erfolgreiche Mission war.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumfahrer.net: </strong>Und beim Einschlag verändert sich die Flugbahn ein kleines bisschen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><strong>Claude Nicollier:</strong> </strong>Wenn Sie das früh genug machen, kriegen Sie genug Ergebnisse. Ich meine, man benötigt eine gute Früherkennung. Dann müssen Sie den Flug früh genug starten, um sicher zu sein, dass der Impuls zu einer großen Ablenkung des Asteroiden führt. Ich denke, es ist gut, jedes Jahr Asteroid Day zu haben, so dass das Bewusstsein für das Problem erhöht wird, sowohl für die Erkennung als auch für die Abwehr. So würde ich es zusammenfassen. &#8211; Jetzt habe ich keine Zeit mehr.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumfahrer.net:</strong> Wissen Sie was? Jetzt haben wir keine Fragen mehr. Eine Bitte noch: Ist es möglich ein gemeinsames Photo zu machen?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=16280.msg578261#msg578261" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Asteroid Day</a></li>
</ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Asteroid Day 2024: RN trifft Julie Payette und Mark Polansky</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/asteroid-day-2024-rn-trifft-julie-payette-und-mark-polansky/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Kirsten Müller]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Jul 2024 14:23:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Besatzungen]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
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		<category><![CDATA[Julie Payette]]></category>
		<category><![CDATA[Mark Polansky]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.raumfahrer.net/?p=142422</guid>

					<description><![CDATA[<p>Im Rahmen der Hauptveranstaltung des Asteroid Day in Luxemburg hatte Raumfahrer.net am 29. Juni 2024 die Gelegenheit ein Interview mit den Raumfahrern Julie Payette und Mark Polansky zu führen. Ein Beitrag von Kirsten Müller und Ingo Muntenaar. Julie Payette wurde am 20. Oktober 1963 in Montreal, Quebec geboren und ist kanadische Staatsbürgerin. Sie studierte an [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Im Rahmen der Hauptveranstaltung des Asteroid Day in Luxemburg hatte Raumfahrer.net am 29. Juni 2024 die Gelegenheit ein Interview mit den Raumfahrern Julie Payette und Mark Polansky zu führen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Kirsten Müller und Ingo Muntenaar.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/07/JuliePayetteMarkPolanskyIngoKirstenLuxemburg1k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="v.l.: Kirsten Müller, Julie Payette, Mark Polansky, Ingo Muntenaar." data-rl_caption="" title="v.l.: Kirsten Müller, Julie Payette, Mark Polansky, Ingo Muntenaar." data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="347" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/07/JuliePayetteMarkPolanskyIngoKirstenLuxemburg26.jpg" alt="v.l.: Kirsten Müller, Julie Payette, Mark Polansky, Ingo Muntenaar." class="wp-image-142420" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/07/JuliePayetteMarkPolanskyIngoKirstenLuxemburg26.jpg 260w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/07/JuliePayetteMarkPolanskyIngoKirstenLuxemburg26-225x300.jpg 225w" sizes="(max-width: 260px) 100vw, 260px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">v.l.: Kirsten Müller, Julie Payette, Mark Polansky, Ingo Muntenaar. (Bild: Raumfahrer.net)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Julie Payette wurde am 20. Oktober 1963 in Montreal, Quebec geboren und ist kanadische Staatsbürgerin. Sie studierte an der McGill University in Montreal und erhielt dort 1986 einen Bachelor of Engineering mit Auszeichnung und 1990 einen Master of Applied Science in Technischer Informatik.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie bewarb sich bei der kanadischen Raumfahrtagentur als Astronautin und wurde am 9. Juni 1992 zusammen mit Chris Hadfield, Michael McKay und Dafydd Williams ausgewählt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Vorbereitung ihrer Astronautenausbildung erwarb sie ihre Berufspilotenlizenz und danach ihre Musterberechtigung zum Fliegen des Militärjet CT-114 Tutor, sowie die militärische Instrumentenflugberechtigung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ab August 1996 begann sie im Johnson Space Center in Houston ihre Ausbildung zur Missionsspezialistin, die sie im April 1998 abschloss.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als achter kanadischer Staatsbürger absolvierte sie als Missionsspezialistin ihren ersten Raumflug vom 27. Mai bis 6. Juni 1996 an Bord der Raumfähre Discovery im Rahmen der Mission STS-96.</p>



<p class="wp-block-paragraph">STS-96 war eine Logistik- und Versorgungsmission zur Internationalen Raumstation. Diese Mission mit der Designation <a href="https://www.raumfahrer.net/ssaf-2a-1/" data-wpel-link="internal">ISS-02-2A.1</a> brachte sowohl logistische Ausrüstung als auch den Integrated Cargo Carrier (<a href="https://www.raumfahrer.net/integrated-cargo-carrier-icc/" data-wpel-link="internal">ICC</a>) mit dem russischen Frachtkran STRELA zur ISS, welcher an der Außenseite des russischen Stationssegments montiert wurde. Auch wurden ca. 2 Tonnen Versorgungsgüter zur Raumstation transferiert. Zum Zeitpunkt des Fluges STS-96 bestand die Internationale Raumstation aus den Modulen Unity und dem Servicemodul <a href="https://www.raumfahrer.net/sarja/" data-wpel-link="internal">Zarya</a> und diese Mission diente u.a. der Vorbereitung des Einzugs der dreiköpfigen Besatzung Expedition 1.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ihre zweite Mission an Bord der Raumfähre Endeavour absolvierte Julie Payette im Rahmen der Mission STS-127. Sie war ebenfalls als Missionsspezialistin eingesetzt und flog vom 15. &#8211; 31. Juli 2009. Hauptziel von STS-127 (ISS-2J/A JEM EF, JEM ELM-ES) war die Lieferung und Installation des dritten und letzten Teils der Japanese Exposed Facility (JEM EF) an <a href="https://www.raumfahrer.net/kibo/" data-wpel-link="internal">Kibo</a> und des Kibo Japanese Experiment Logistics Module &#8211; Exposed Section (JEM ELM-ES).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Insgesamt absolvierte Julie Payette zwei Raumflüge als Missionsspezialistin mit einer Fluggesamtdauer von 25 Tagen und 12 Stunden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Julie Payette verließ die kanadische Raumfahrtagentur im Mai 2013.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach ihrer Astronautenkarriere war Julie Payette in verschiedensten Aufsichtsräten und Beiräten tätig. Vom 2. Oktober 2017 bis zum 21. Januar 2021 diente Julie Payette als Generalgouverneurin von Kanada und hielt formaltheoretisch die Stellung des Oberbefehlshabers der Kanadischen Streitkräfte im Namen des Königs von Kanada.</p>



<p class="wp-block-paragraph">STS-127 war ebenfalls der letzte Raumflug von Mark Polansky.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mark Polansky wurde am 2. Juni 1956 im Bundesstaat New Jersey geboren. 1978 machte Polansky seine Bachelor- und Masterabschlüsse in Luft- und Raumfahrttechnik an der Purdue University.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Januar 1980 erwarb er auf der Vance Air Force Base (AFB), Oklahoma, die Pilotenlizenz. Danach war Polansky von 1980 bis 1983 der Langley AFB, Virginia, zugeteilt, wo er die F-15 flog. 1983 wechselte Polansky zur F-5E und diente als Aggressor-Pilot, wo er taktische Flugzeugbesatzungen zur Bekämpfung feindlicher Flugzeugtaktiken ausbildete.</p>



<p class="wp-block-paragraph">1986 absolvierte er die USAF Test Pilot School auf der Edwards AFB in Kalifornien. Nach seiner erfolgreichen Ausbildung zum Testpiloten wurde er der Eglin AFB in Florida zugewiesen, wo er Waffen- und Systemtests an den Flugzeugen F-15, F-15E und A-10 durchführte. 1992 verließ Polansky den aktiven Militärdienst, um eine Karriere bei der NASA einzuschlagen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im gleichen Jahr wurde er von der NASA als Raumfahrtingenieur und Forschungspilot unter Vertrag genommen. Dort war er der Abteilung Flugzeugbetrieb im Johnson Space Center in Texas zugeteilt. Eine seiner Aufgaben war die Unterrichtung von Landetechniken der Astronautenpiloten auf dem Shuttle Training Aircraft sowie die Unterrichtung von Astronautenpiloten und Missionsspezialisten auf dem Trainingsflugzeug T-38.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im April 1996 wurde Polansky als Astronautenanwärter der NASA ausgewählt und begann im August 1996 mit seiner Astronautenausbildung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach dem Abschluss seiner Ausbildung durchlief Mark Polansky weitere Stationen im Unterstützungsteam am Kennedy Space Center bei Space Shuttle-Starts und -Landungen, Leiter der CAPCOM-Abteilung (April 2002 bis Dezember 2002), leitender Astronautenausbilder (April 2003 bis Januar 2004) und Leiter der Abteilungen Return to Flight und Orbiter Repair. Polansky war außerdem Betriebsdirektor des NASA Verbindungsbüros im Gagarin Cosmonaut Training Center in Star City, Russland.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seinen ersten Raumflug absolvierte Polansky als Pilot auf der Mission STS-98 des Space Shuttle Atlantis vom 7. bis 20. Februar 2001. Hauptziel des Fluges mit der Designation ISS-06-5A war der Transport und die Installation vom U.S. Labor &#8222;<a href="https://www.raumfahrer.net/destiny/" data-wpel-link="internal">Destiny</a>&#8220; an die Internationale Raumstation.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Den ersten Flug als Kommandant absolvierte Mark Polansky dann auf der Mission STS-116. Das Space Shuttle Discovery flog mit der Designation <a href="https://www.raumfahrer.net/ssaf-12a-1/" data-wpel-link="internal">ISS-20-12A.1</a> vom 10. bis 22. Dezember 2006 zur ISS. Hauptaufgabe dieser Mission war der Transport und die Installation des ITS P5, eines Teils der integrierten Gitterstruktur.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf der Mission STS-127 war Mark Polansky erneut der Kommandant der Mission. Eines seiner Besatzungsmitglieder war Julie Payette.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Insgesamt hat Mark Polansky bei seinen drei Raumflügen 41 Tage und fast 11 Stunden im Weltraum verbracht. Am 30.06.2012 ist er aus dem Astronautenkader der NASA ausgeschieden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumfahrer.net (RN):</strong> STS-127 war Ihr letzter Raumflug. Wussten Sie zu diesem Zeitpunkt bereits, dass dies Ihr letzter Raumflug sein würde und dass Sie möglicherweise nicht zur Raumstation zurückkehren würden?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Mark Polansky (M.P.):</strong> Ich hatte bereits lange vor dem Start von STS-127 beschlossen, dass dieses mein letzter Raumflug sein würde.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Julie Payette (J.P.):</strong> Ich wusste es auch so gut wie sicher. Für kanadische Staatsbürger gab es nur sehr wenige Fluggelegenheiten. Nach meiner Berufung zu STS-127 gab es noch drei weitere kanadische Raumflugkandidaten, die noch nicht geflogen waren und es war an der Zeit, dass diese auch ihren ersten Raumflug bekommen würden. Wir haben jetzt einen kanadischen Raumfluganwärter, der nächstes Jahr mit <a href="https://www.raumfahrer.net/tag/artemis-2/" data-wpel-link="internal">Artemis-II</a> fliegen wird. Er wartet bereits seit 15 Jahren auf seinen ersten Raumflug.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>RN:</strong> Sie sprechen da gerade Jeremy Hansen an.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>J.P.:</strong> Daran können Sie erkennen, dass es wichtig ist, andere Kandidaten in die Pflicht zu nehmen. Ich hatte andere Optionen für meinen weiteren Werdegang und bin nach Kanada zurückgekehrt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>RN:</strong> Kommen wir mal auf den Beginn ihrer akademischen Ausbildung zurück, oder vielleicht sogar Ihre Kindergartenzeit. Wann haben Sie für sich beschlossen eine Astronautenkarriere einzuschlagen?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>M.P.:</strong> Ich bin in den 1960er Jahren aufgewachsen. Ich habe mich in der Zeit sehr stark mit den Anfängen der bemannten Raumfahrt und dem Wettrennen zum Mond zwischen den USA und der Sowjetunion befasst. Als ich 13 Jahre alt war, sind wir auf dem Mond gelandet. Als Kind hatte ich immer schon den Wunsch verspürt Astronaut zu werden. Allerdings wollen viele Kinder Astronaut, Doktor, Profisportler, …</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>J.P.:</strong> …Rockstars…</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>M.P.:</strong> … werden. Als ich schliesslich auf die Universität ging, wurde es ernster mit dem Berufswunsch. In meinem ersten Jahr auf der Universität habe ich Gene Cernan, den letzten Menschen, der den Mond betreten hat, getroffen. Das Treffen fand in einem recht intimen Rahmen statt. Und dieses Treffen hat mich zum Nachdenken gebracht. Dieses Treffen hat mich dann in die Position gebracht, um die richtigen Schritte in Richtung Astronautenkarriere einzuschlagen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>RN:</strong> Für einen kanadischen Staatsbürger war es dann wohl noch einiges schwerer. Als Sie Frau Payette ihren Universitätsabschluss erlangten, gab es nur einen kanadischen Astronauten. Marc Garneau flog vom 5. bis 13. Oktober 1984 in den Weltraum. Und es gab auch nicht viele kanadische Staatsbürger, in deren Fußstapfen Sie treten konnten. Roberta Bondar flog erst 1992.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>J.P.:</strong> Aber es ist eine Anmaßung, dass man sich von einer Person inspirieren lässt, die aus demselben Land kommt, so aussieht wie man selbst oder demselben Geschlecht angehört. Es gibt tatsächlich weltweit Menschen, die sich von den Apollo-Missionen inspirieren ließen, die zum Mond flogen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich wurde Anfang der 1960er Jahre geboren und ich habe die Apollo-Missionen gesehen. Bei der ersten Mondlandung muss ich wohl geschlafen haben. Das sagte mir meine Mutter. Ich war einfach zu klein. Apollo 16 und Apollo 17 habe ich dann in der Schule mitverfolgt. Und es spielte keine Rolle, dass sie nicht wie ich waren oder nicht aus demselben Land kamen. Sie sprachen nicht einmal die gleiche Sprache, die ich verstand. Als ich zehn war, habe ich nicht wirklich Englisch gesprochen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber es war sehr inspirierend, und ich wollte Astronaut werden, weil ich gesehen habe, wie die Apollo-Astronauten auf dem Mond gelandet sind und dann auf dem Mond spazieren gingen und den Lunar Rover fuhren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Später, als Marc Garneau in den Weltraum flog, war ich schon an der Universität und hatte schon einige Entscheidungen getroffen, denn das ist es, was wir den jungen Leuten raten: Lege gute Eier in deinen Korb. Wenn Sie Rennfahrer werden wollen, müssen Sie vielleicht etwas anderes tun, als wenn Sie Arzt oder Feuerwehrmann oder etwas anderes werden wollen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich wurde Ingenieur, weil ich Astronaut werden wollte. Auch wenn es so etwas wie kanadische Astronauten nicht gab.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber dann ist es passiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>RN:</strong> Das heißt Sie wollten auch keine Langzeitmission auf der Internationalen Raumstation absolvieren?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>J.P.:</strong> Doch, doch. Aber wie ich gerade bereits erwähnt hatte, hat Kanada nur sehr wenig Flugmöglichkeiten. Zum Zeitpunkt als ich meine zweite Mission flog, haben 3 weitere kanadische Astronauten auf ihren ersten Flug gewartet. Ich hätte sehr gerne eine Langzeitmission geflogen, aber auch so war ich sehr privilegiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>RN:</strong> Für Sie Herr Polansky war eine Langzeitmission auf der Internationalen Raumstation keine Option? Es gab ja doch mehrere Astronauten, wie z.B. Frank Culbertson, Ken Bowersox, Scott Kelly, Ron Garan, Kevin Ford, die als Piloten das Space Shuttle geflogen haben, und danach als Flugingenieur eine Langzeitmission absolviert haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>M.P.:</strong> Nein, es war immer eine Option. Du musstest nur aktiv deine Präferenzen gegenüber dem NASA Management äußern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber die Zeiten haben sich geändert und die Dinge haben sich weiterentwickelt. In der Anfangsphase des Baus der Raumstation gab es nicht so viele Piloten, die Langzeitmissionen geflogen sind, weil wir die Piloten brauchten, um das Space Shuttle zu fliegen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und es waren dann hauptsächlich die Piloten, die zum Ende ihrer aktiven Astronautenkarriere einen Langzeitaufenthalt auf der ISS durchgeführt haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Laufe der Zeit gab es immer weniger Shuttle-Flüge und das Büro hat sich verändert. Damals gab es eine bestimmte Aufteilung. Man musste so viele Piloten haben, dass man sie als Pilot-Astronauten einstellte. Heute ist das nicht mehr der Fall. Jetzt ist es eher ein homogenes Büro, in dem jeder größtenteils die gleiche Art von Aufgabe an Bord der ISS sucht. Das ändert sich gerade ein wenig wegen Artemis und dem, was dort passiert. Es kommt einfach auf den Bedarf des Büros an.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>RN:</strong> Sie haben 3 Flüge absolviert, einen als Pilot, zwei als Kommandant (an M.P. gerichtet) und Sie haben an zwei Flügen als Missionsspezialist (an J.P. gerichtet) teilgenommen. Welcher Ihrer Flüge war der wichtigste und welcher hatte den größten Spaßfaktor?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>M.P.:</strong> Meine Antwort wird immer die gleiche sein. Da könnten Sie mir die Frage stellen welches von meinen Kindern ich am meisten liebe. Und ich habe kein Lieblingskind. Jede Mission war unterschiedlich, die Werkzeuge, die wir verwendet haben, waren unterschiedlich und unser Auftrag war auch immer unterschiedlich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der erste Flug – nichts ist so besonders wie das erste Mal im Weltraum. Der letzte Flug war speziell weil ich da wusste, das es mein letzter Flug ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>J.P.:</strong> … und es war eine großartige Mission …</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>M.P.:</strong> Es waren alles großartige Missionen. Die zweite Mission war meine erste, in der ich der Kommandant war. Und das war schon was Besonderes. Und du hast keinen Spaß, wenn du fragst, was davon am meisten Spaß gemacht hat. Wenn du im Weltraum bist und keinen Spaß hast, dann stimmt etwas nicht mit dir.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>J.P.:</strong> Ich war sehr privilegiert. Mein erster Flug fand ganz am Anfang des Aufbaus der Internationalen Raumstation statt. Wir waren erst die zweite Crew, die dort ankam und die erste Crew, die manuell an die Raumstation andockte. Es gab nur diese beiden Module (Anmerkung der Redaktion: Unity und Zarya) und die Station war unbesetzt. Zehn Jahre später fliege ich meine nächste Mission ganz am Ende der Konstruktionsphase. Welch ein Privileg, diese Ära miterlebt zu haben. Und natürlich arbeitet man zwischen den Flügen am Boden. Man unterstützt die Missionen der anderen Kollegen am Boden. Ich habe viele Jahre in der Missionskontrolle gearbeitet und war immer noch sehr stark an den Missionen anderer beteiligt. Ich denke, es war ein großes Privileg, genau zu dieser Zeit dort zu sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich denke, ich hatte das große Privileg, beim Bau dieser außergewöhnlichen Plattform und des Orbitallabors ISS dabei gewesen zu sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>RN:</strong> Lassen Sie uns über das Hier und Jetzt sprechen. Wir sind beim<a href="https://www.raumfahrer.net/tag/asteroid-day/" data-wpel-link="internal"> Asteroid Day</a> in Luxemburg. Dieser 30. Juni erinnert an den Asteroideneinschlag im Jahr 1908 in der Region Tunguska im heutigen Gebiet Krasnojarsk. Der Asteroidentag soll das Bewusstsein für die Gefahr des Einschlags eines Asteroiden oder Kometen in die Erdatmosphäre schärfen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie sehen Ihre Vorstellungen für eine Asteroidenabwehr aus?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>J.P.:</strong> Ich weiß jetzt gerade nicht genau, ob Sie auch gestern den Programmpunkt des Asteroid Day Programms miterlebt haben (Anmerkung der Redaktion: Ja, haben wir) als erwähnt wurde, dass wir in unserer Entwicklung als raumfahrtbetreibende Welt an einem Punkt angelangt sind, an dem wir nie wieder ein Ereignis wie den Asteroideneinschlag vor 56 Millionen Jahren erleben werden, der die Dinosaurier aussterben ließ. Es wird nie wieder ein Massenaussterben aufgrund eines Asteroideneinschlags geben, weil wir in der Lage sind, sie kommen zu sehen und uns darauf vorzubereiten. Es ist wichtig, über die planetarische Verteidigung zu sprechen. Aber wenn es tatsächlich zu einer Annäherung zwischen einem Asteroiden und unserem Planeten kommt, werden wir das schon Jahre, wenn nicht Jahrzehnte vorher wissen. Wenn wir dieses Ding kommen sehen, werden wir einen Plan haben, um sicherzustellen, dass es uns nicht schadet. Und das alles nur, weil wir Raumfahrt betreiben.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>M.P.:</strong> Ich denke einfach, dass wir im Laufe der Zeit so viel gelernt haben, und es ist eine Tatsache, dass wir Veranstaltungen wie diese und viele andere auf der ganzen Welt haben, dass wir Menschen haben, die ihr Leben und ihre Karriere der Planetenverteidigung, der Asteroidenerkennung und der Kollisionsvermeidung widmen, dass wir Missionen wie <a href="https://www.raumfahrer.net/tag/dart/" data-wpel-link="internal">DART</a> hatten, die bewiesen haben, dass wir Dinge tun können, die nicht nur theoretisch sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn man sich also ansieht, wie weit wir gekommen sind und wie wir immer mehr lernen und unsere Technologien weiterentwickeln, bin ich sehr optimistisch, was die Zukunft angeht, und Veranstaltungen wie diese tragen wirklich dazu bei, dies der gesamten Weltbevölkerung zu vermitteln.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>RN:</strong> Wir bedanken uns bei Ihnen, dass Sie sich die Zeit für uns genommen und uns für ein Interview zur Verfügung gestanden haben.</p>


<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=16280.msg563618#msg563618" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Asteroid Day</a></li>
</ul>
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		<item>
		<title>Die ESA-Astronautenklasse 2022 graduiert</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/die-esa-astronautenklasse-2022-graduiert/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 Apr 2024 20:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Astronaut]]></category>
		<category><![CDATA[Astronautin]]></category>
		<category><![CDATA[EAC]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[Katherine Bennell-Pegg]]></category>
		<category><![CDATA[Köln]]></category>
		<category><![CDATA[Marco Sieber]]></category>
		<category><![CDATA[Pablo Álvarez Fernández]]></category>
		<category><![CDATA[Raphaël Liégeois]]></category>
		<category><![CDATA[Rosemary Coogan]]></category>
		<category><![CDATA[Sophie Adenot]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.raumfahrer.net/?p=138594</guid>

					<description><![CDATA[<p>Heute feierte die ESA den Abschluss ihrer Astronautenanwärter*innen der Klasse 2022. Die Zeremonie, die im Europäischen Astronautenzentrum in Köln stattfand, bedeutete den erfolgreichen Abschluss der Grundausbildung für die fünf europäischen Astronautenabsolvent*innen und die erste Astronautin der Australischen Weltraumorganisation, die jetzt alle für Raumfahrtaufgaben in Frage kommen. Eine Pressemitteilung der European Space Agency (ESA). Quelle: ESA [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Heute feierte die ESA den Abschluss ihrer Astronautenanwärter*innen der Klasse 2022. Die Zeremonie, die im Europäischen Astronautenzentrum in Köln stattfand, bedeutete den erfolgreichen Abschluss der Grundausbildung für die fünf europäischen Astronautenabsolvent*innen und die erste Astronautin der Australischen Weltraumorganisation, die jetzt alle für Raumfahrtaufgaben in Frage kommen. Eine Pressemitteilung der European Space Agency (ESA).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: ESA 22. April 2024.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/NewESAastrocandistartbasictrainingESASCorvaja2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Grundausbildung der neuen ESA-Astronaut*innen. (Bild: ESA - S. Corvaja)" data-rl_caption="" title="Grundausbildung der neuen ESA-Astronaut*innen. (Bild: ESA - S. Corvaja)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/NewESAastrocandistartbasictrainingESASCorvaja26.jpg" alt="Grundausbildung der neuen ESA-Astronaut*innen. (Bild: ESA - S. Corvaja)" class="wp-image-138607"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Grundausbildung der neuen ESA-Astronaut*innen. (Bild: ESA &#8211; S. Corvaja)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">22. April 2024 &#8211; Die neuen ESA-Absolvent*innen sind Sophie Adenot, Pablo Álvarez Fernández, Rosemary Coogan, Raphaël Liégeois und Marco Sieber. Als Beleg für das Engagement der ESA in internationaler Zusammenarbeit schloss Katherine Bennell-Pegg von der Australian Space Agency ihren Abschluss mit ihren Kolleginnen und Kollegen der ESA ab.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Der heutige Tag ist ein bedeutender Meilenstein, da wir den Abschluss einer neuen Klasse von fünf ESA-Astronaut*innen feiern, die nun für künftige Raumflüge qualifiziert sind. Ich bin auch stolz darauf, den Abschluss einer australischen Astronautenanwärterin mitzuerleben, welcher unser Engagement für die Förderung der internationalen Zusammenarbeit in der Weltraumforschung bekräftigt. Der Zuwachs an frischem Talent und vielfältigen Perspektiven und Kompetenzen stärkt unsere Fähigkeit, durch die Komplexität der Weltraumforschung zu navigieren, und festigt die Rolle der ESA als Vorreiter bei der Gestaltung unserer Zukunft im All&#8220;, sagte ESA-Generaldirektor Josef Aschbacher.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/AR_medical_training_at_the_EAC_ESA_2k.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Medizinisches Training am Europäischen Astronautenzentrum - Marco Sieber, Rosemary Coogan und Raphaël Liégeois (von links). (Bild: ESA)" data-rl_caption="" title="Medizinisches Training am Europäischen Astronautenzentrum - Marco Sieber, Rosemary Coogan und Raphaël Liégeois (von links). (Bild: ESA)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/AR_medical_training_at_the_EAC_ESA_26.jpg" alt="Medizinisches Training am Europäischen Astronautenzentrum - Marco Sieber, Rosemary Coogan und Raphaël Liégeois (von links). (Bild: ESA)" class="wp-image-138615"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Medizinisches Training am Europäischen Astronautenzentrum &#8211; Marco Sieber, Rosemary Coogan und Raphaël Liégeois (von links). (Bild: ESA)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Astronautenanwärter*innen, die 2022 auf der ESA-Ministerratskonferenz zur Ausbildung ausgewählt wurden, begannen ihre Grundausbildung im April 2023 zunächst im Europäischen Astronautenzentrum der ESA und anschließend auf der ganzen Welt. Sie schlossen ein umfassendes einjähriges Ausbildungsprogramm ab, das wesentliche Fähigkeiten wie Raumfahrzeugsysteme, Weltraumspaziergänge, Flugtechnik, Robotik und Lebenserhaltungssysteme sowie Überlebens- und medizinische Ausbildung abdeckt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach der Zertifizierung werden zugewiesene ESA-Astronaut*innen aus der neuen Klasse in die nächsten Phasen der Vorauswahl und des missionsspezifischen Trainings übergehen und so den Weg für künftige Missionen zur Internationalen Raumstation und darüber hinaus ebnen.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/A_journey_through_ice_and_fire_ESA_2k.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="Rosemary Coogan beim Überlebenstraining. (Bild: ESA/Trailhaven)" data-rl_caption="" title="Rosemary Coogan beim Überlebenstraining. (Bild: ESA/Trailhaven)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="371" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/A_journey_through_ice_and_fire_ESA_26.jpg" alt="Rosemary Coogan beim Überlebenstraining. (Bild: ESA/Trailhaven)" class="wp-image-138599" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/A_journey_through_ice_and_fire_ESA_26.jpg 260w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/A_journey_through_ice_and_fire_ESA_26-210x300.jpg 210w" sizes="(max-width: 260px) 100vw, 260px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Rosemary Coogan beim Überlebenstraining. (Bild: ESA/Trailhaven)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die ESA erhielt mit mehr als 22.500 Bewerber*innen aus den ESA-Mitgliedstaaten eine überwältigende Antwort auf ihre Aufforderung zur Einreichung von Bewerbungen. Aus diesem Pool wurden 17 Personen für die Astronautenklasse 2022 ausgewählt, darunter 12 Mitglieder der ESA-Astronautenreserve und fünf Astronautenanwärter*innen, die ihre Grundausbildung absolviert haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Außerdem richtete die ESA 2022 erstmals einen Reservepool an Astronaut*innen ein. Dieser Reservepool besteht aus Kandidat*innen, die während des gesamten Auswahlverfahrens hervorragend abgeschnitten haben und bereit sind, bei sich bietenden Fluggelegenheiten als Projektastronaut*innen benannt zu werden. Der erste von ihnen war <a href="https://www.raumfahrer.net/tag/marcus-wandt/" data-wpel-link="internal">Marcus Wandt</a>, der im Januar dieses Jahres auf der Mission <a href="https://www.raumfahrer.net/?s=axiom-3" data-wpel-link="internal">Axiom-3</a> mitflog.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Daniel Neuenschwander, ESA-Direktor für Astronautische und Robotische Exploration, sagte: „Da die Grundausbildung von unseren neuen ESA-Astronaut*innen erfolgreich abgeschlossen ist, treten wir in eine neue Ära der europäischen Astronautengeschichte ein. Diese fünf neuen Mitglieder des Europäischen Astronautenkorps und die Mitglieder der Reserve unterstreichen unser Engagement für die Förderung von Talenten und die Maximierung der Möglichkeiten für die Weltraumforschung. Wir sind bereit, eine neue Ära gemeinsamer Anstrengungen einzuleiten, die die Grenzen der Entdeckung verschiebt und die Zukunft der Weltraumforschung gestaltet.&#8220;</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Astro_basic_training_spacewalk_sim_for_Sophie_ESA_2k.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="Training für den Außenbordeinsatz: Sophie Adenot. (Bild: ESA)" data-rl_caption="" title="Training für den Außenbordeinsatz: Sophie Adenot. (Bild: ESA)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Astro_basic_training_spacewalk_sim_for_Sophie_ESA_26.jpg" alt="Training für den Außenbordeinsatz: Sophie Adenot. (Bild: ESA)" class="wp-image-138601"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Training für den Außenbordeinsatz: Sophie Adenot. (Bild: ESA)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Zusätzlich nimmt ein Mitglied des Reservepools an der „Fly! Machbarkeitsstudie&#8220; teil, welche Optionen für die Einbeziehung körperlich behinderter Astronautinnen und Astronauten in bemannte Raumflugmissionen und zukünftige Bestrebungen erforschen wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Klasse der Astronautenabsolvent*innen 2022 in eigenen Worten</strong><br><strong>ESA-Astronautin Sophie Adenot</strong><br>„Astronautin zu werden, war ein lebenslanger Traum, und die Grundausbildung ist erst der Anfang einer außergewöhnlichen Reise. Mit früheren Erfahrungen, die mich geprägt haben, stand ich vor Herausforderungen, die mich auf die Strenge der Weltraumforschung vorbereitet haben. Ich fühle mich geehrt, meinen Hintergrund und meine Begeisterung in ein Team zu bringen, das sich dem Ziel widmet, die Grenzen der menschlichen Fähigkeiten im Weltraum, der schwierigsten und feindlichsten Umgebung, die es gibt, zu erweitern.&#8220;</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Astronaut_basic_training_Earth_observation_ESA_2k.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="Grundausbildung: Erdbeobachtung (Pablo Álvarez Fernández). (Bild: ESA)" data-rl_caption="" title="Grundausbildung: Erdbeobachtung (Pablo Álvarez Fernández). (Bild: ESA)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Astronaut_basic_training_Earth_observation_ESA_26.jpg" alt="Grundausbildung: Erdbeobachtung (Pablo Álvarez Fernández). (Bild: ESA)" class="wp-image-138603"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Grundausbildung: Erdbeobachtung (Pablo Álvarez Fernández). (Bild: ESA)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>ESA-Astronaut Pablo Álvarez Fernández</strong><br>„Der Abschluss der Astronautengrundausbildung war eine außergewöhnliche Reise des persönlichen Wachstums. Ich bin zutiefst dankbar für die wertvollen Lehren von den besten auf diesem Gebiet und begeistert, eine Rolle bei der Gestaltung der Zukunft der Weltraumforschung zu spielen. Als ESA-Astronaut für Spanien fühle ich mich geehrt, der Folge an Pionieren wie Pedro Duque beizutreten. Diese Gelegenheit erfüllt mich mit immensem Stolz, und ich freue mich darauf, unsere gemeinsame Leidenschaft für den Weltraum in noch nie dagewesene Höhen zu heben.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>ESA-Astronaut Rosemary Coogan</strong><br>„Der Abschluss der Astronautengrundausbildung ist für mich ein unglaublich bewegender Moment. Vom Träumen über den Weltraum bis hin zum Erreichen des Weltraums bin ich voller Dankbarkeit und Entschlossenheit, diese außergewöhnliche Gelegenheit optimal zu nutzen. Ich bin stolz darauf, diesen Moment mit meinen Astronautenkolleg*innen und dem Engagement unseres internationalen Teams für die Exploration zu teilen. Gemeinsam sind wir bereit, die vor uns liegenden Herausforderungen und Chancen anzunehmen -vereint durch unsere gemeinsame Leidenschaft für die Raumfahrt.&#8220;</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Rocking_robotics_training_ESA_2k.jpg" data-rel="lightbox-image-5" data-magnific_type="image" data-rl_title="Raphaël Liégeois während einer Robotikschulung. (Bild: ESA)" data-rl_caption="" title="Raphaël Liégeois während einer Robotikschulung. (Bild: ESA)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Rocking_robotics_training_ESA_26.jpg" alt="Raphaël Liégeois während einer Robotikschulung. (Bild: ESA)" class="wp-image-138609"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Raphaël Liégeois während einer Robotikschulung. (Bild: ESA)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>ESA-Astronaut Raphaël Liégeois</strong><br>„Der Abschluss der Astronautengrundausbildung war eine intensive Erfahrung, die die Bedeutung von Teamarbeit und kontinuierlichem Lernen unterstreicht. Ich freue mich, diese Lektionen anzuwenden, wenn ich in die nächste Phase meiner Reise gehe. Ich möchte einen Beitrag zur weiteren Entdeckungsreise und zum wissenschaftlichen Fortschritt leisten, inspiriert von Belgiens unerschütterlichem Engagement für die Erforschung der neuen Grenzen.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>ESA-Astronaut Marco Sieber</strong><br>„Während ich an der Schwelle zu einem neuen Kapitel in meinem Leben stehe, schaue ich mit Demut auf die Herausforderungen und Triumphe der Astronautengrundausbildung. Ich bin bereit, Teil der gemeinsamen Bemühungen zur Erforschung unseres Universums zum Wohle des Lebens auf der Erde und für künftige Generationen zu sein und zur Beteiligung der Schweiz an der Entstehung, Konsolidierung und Erweiterung der europäischen Weltraumkooperation beizutragen.&#8220;</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Astronaut_basic_training_radiation_physics_ESADLR_2k.jpg" data-rel="lightbox-image-6" data-magnific_type="image" data-rl_title="Grundausbildung: Strahlenphysik (Katherine Bennell-Pegg). (Bild:ESA/DLR)" data-rl_caption="" title="Grundausbildung: Strahlenphysik (Katherine Bennell-Pegg). (Bild:ESA/DLR)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/Astronaut_basic_training_radiation_physics_ESADLR_26.jpg" alt="Grundausbildung: Strahlenphysik (Katherine Bennell-Pegg). (Bild:ESA/DLR)" class="wp-image-138605"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Grundausbildung: Strahlenphysik (Katherine Bennell-Pegg). (Bild:ESA/DLR)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Australische Raumfahrtagentur Astronautin Katherine Bennell-Pegg</strong><br>„Als ich als Kind davon geträumt habe, Astronautin zu werden, hätte ich es nie für möglich gehalten, Australien zu repräsentieren. Jetzt haben wir die Australische Weltraumorganisation und einen wachsenden Weltraumsektor, der wirklich von den Kenntnissen und Erkenntnissen profitieren kann, die ich während meines Trainings bei der ESA gewonnen habe. Ich bin unglaublich entschlossen, das Beste aus diesem vergangenen Jahr zu machen, und was auch immer folgt, weitere Möglichkeiten für die australische Industrie und die Bestrebungen aller zu Hause zu generieren. Die Partnerschaft mit der ESA war eine bemerkenswerte Gelegenheit, nicht nur zu unseren gemeinsamen Zielen beizutragen, sondern auch die Zusammenarbeit auf globaler Ebene zu fördern, die für die Zukunft der Weltraumforschung von entscheidender Bedeutung ist.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3426.msg561096#msg561096" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">ESA</a></li>
</ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Asteroid Day 2022: Raumfahrer.net trifft Ron Garan</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/asteroid-day-2022-raumfahrer-net-trifft-ron-garan/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Kirsten Müller]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 24 Jul 2022 18:18:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Flüge zur ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 29. Juni 2022 konnte Raumfahrer.net (RN) im Rahmen des Asteroid Day 2022, am Rande des Asteroid Day Technical Briefings, dem US-Astronauten Colonel Ron Garan (STS-124, Sojus-TMA 21 / Expedition 27 / Expedition 28) einige Fragen stellen. Ein Beitrag von Kirsten Müller und Ingo Muntenaar. Ronald Garan wurde am 30. Oktober 1961 in Yonkers, U.S. [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Am 29. Juni 2022 konnte Raumfahrer.net (RN) im Rahmen des Asteroid Day 2022, am Rande des Asteroid Day Technical Briefings, dem US-Astronauten Colonel Ron Garan (STS-124, Sojus-TMA 21 / Expedition 27 / Expedition 28) einige Fragen stellen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Kirsten Müller und Ingo Muntenaar.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/RonGaran2KM2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Ron Garan. (Bild: Kirsten Müller)" data-rl_caption="" title="Ron Garan. (Bild: Kirsten Müller)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/RonGaran2KM26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Ron Garan. (Bild: Kirsten Müller)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Ronald Garan wurde am 30. Oktober 1961 in Yonkers, U.S. Bundesstaat New York geboren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach seinem Schulabschluss erzielte er 1994 einen Master in Luftfahrt an der Embry-Riddle Aeronautical University. 1996 hat er noch einen weiteren Masterabschluss in Luft- und Raumfahrttechnik an der University of Florida gemacht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach dem Besuch der Pilotengrundausbildung auf der Vance Air Force Base in Oklahoma erwarb er 1985 seinen Pilotenschein. Danach absolvierte er seine weitere fliegerische Ausbildung auf der Luke Air Force Base in Arizona zum Flugzeugführer einer F-16. Als erfahrener F-16 Pilot diente Garan dann im Zeitraum 1986 bis 1988 im 496. taktischen Jagdgeschwader auf dem Luftwaffenstützpunkt Hahn in der Bundesrepublik Deutschland. Von August 1990 bis März 1991 war er zur Unterstützung der Operationen Desert Shield/Desert Storm in Südwestasien im Einsatz, wo er Kampfeinsätze in der F-16 flog. 1991 wurde Garan an die USAF Weapons School versetzt, wo er als Ausbilderpilot, verantwortlicher Luftfahrzeugführer und stellvertretender operativer Diensthabender der F-16 Weapons School diente.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Jahr 1994 wurde er als Entwicklungstestpilot und leitender F-16-Pilot der 39. Flugerprobungsstaffel, Eglin Air Force Base, Florida, zugewiesen. Nach dem Besuch der Testpilotenschule der Marine auf der Patuxent River Naval Air Station, Maryland, von Januar bis Dezember 1997, leistete er dann wieder Dienst bei der 39. Flugerprobungsstaffel, Eglin Air Force Base als Direktor der gemeinsamen Erprobungsstelle für Boden-Luft-Raketensysteme. Er hat über 5.000 Flugstunden in mehr als 30 verschiedenen Flugzeugen absolviert. Während seiner Zeit als Einsatzoffizier der 40. Flugerprobungsstaffel wurde er im Juli 2000 für das Astronautenprogramm der NASA als Pilot ausgewählt und begann im August 2000 seine Astronautenausbildung. Garan schied am 1. Juni 2009 aus der US-Luftwaffe aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im April 2006 nahm er als Aquanaut an der gemeinsamen NASA-NOAA-Mission NEEMO 9 (NASA Extreme Environment Mission Operations) teil, einer Forschungsmission in Aquarius, dem einzigen Unterwasserforschungslabor der Welt. Während dieser 18-tägigen Mission entwickelte die sechsköpfige Besatzung von NEEMO 9 Verfahren zur Erforschung der Mondoberfläche und telemedizinische Technologieanwendungen zur Unterstützung zukünftiger Verfahren für die Erforschung des Weltraums.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Garan arbeitete in der Open Government Initiative der NASA, die sich um die Entwicklung innovativer Kooperationen innerhalb der Regierung, der Industrie und mit Bürgern auf der ganzen Welt bemüht. Zuletzt wechselte er von der NASA zur United States Agency for International Development (USAID), um bei der Implementierung modernster Technologien zur Lösung von Problemen in den Entwicklungsländern zu helfen. Bei der USAID initiierte er das Unity Node Program, ein Gemeinschaftsprojekt, das es humanitären Organisationen auf der ganzen Welt ermöglicht, auf gemeinsame Ziele hinzuarbeiten. Garan verließ die Behörde im September 2013, um diese Arbeit als Privatperson fortzusetzen, internationale Raumfahrtprogramme durch die Initiative Fragile Oasis weiter zu fördern und mehrere sozialunternehmerische Projekte zu starten, die zur Lösung der Herausforderungen unseres Planeten beitragen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.raumfahrer.net/sts-124-statusreports/#e462d67624d8" data-wpel-link="internal">Als Missionsspezialist absolvierte Ron Garan seinen ersten Weltraumeinsatz während des Space Shuttle-Fluges STS-124.</a> Discovery startete am 31. Mai 2008 zum 26. Shuttle-Flug zur Internationalen Raumstation. Nach einer Flugzeit von 13 Tagen, 18 Stunden und 13 Minuten endete die Mission auf der Landebahn am Kennedy Space Center in Florida. Ein Missionsziel war der Tausch eines Besatzungsmitgliedes der Internationalen Raumstation. Gregory Chamitoff als Bordingenieur der Expedition 17 flog mit STS-124 zur ISS und hat Garrett Reisman als Bordingenieur der ISS Expedition 16 abgelöst. Dieser flog als Besatzungsmitglied von STS-124 zur Erde zurück. Als Hauptnutzlast waren in der Nutzlastbucht von Discovery weitere Teile des japanischen Kibo-Moduls (Japanese Experiment Module – Pressurized Module, JEM PM) und der japanische Roboterarm (JEM RMS) verankert. Während dreier Außenbordeinsätze bereiteten Michael Fossum und Ron Garan die neuen Module für das Andocken an der ISS vor und führten Wartungsarbeiten am Drehgelenkmotor einer Solarzellenfläche durch.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seinen zweiten Raumflug absolvierte Ron Garan als Besatzungsmitglied der Expedition <a href="https://www.raumfahrer.net/expedition-27/" data-wpel-link="internal">27</a>/<a href="https://www.raumfahrer.net/expedition-28/" data-wpel-link="internal">28</a>. <a href="https://www.raumfahrer.net/sojus-tma-21-gagarin-fliegt-zur-iss/" data-wpel-link="internal">Mit Sojus-TMA 21 startete er</a> als zweiter Bordingenieur am 4. April 2011 von der gleichen Startrampe in Baikonur, von der Juri Gagarin fast 50 Jahre zuvor gestartet war. <a href="https://www.raumfahrer.net/iss-besatzung-absolviert-aussenbordeinsatz/" data-wpel-link="internal">Als Mitglied der Expedition 28 unternahmen Garan und Fossum den letzten Weltraumspaziergang vom angedockten Space Shuttle Atlantis während der Mission STS-135.</a> Ron Garan war es, der die Luke zum Space Shuttle zum letzten Mal schloss. Danach koppelte Atlantis ab, um die letzte Mission eines Space Shuttle abzuschließen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Mission von Sojus-TMA 21 endete am 15. September 2011 in der kasachischen Steppe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Garan hat als NASA Astronaut 18 Tage auf dem Grund des Ozeans verbracht. Und im Laufe von 2.842 Umkreisungen unseres Planeten hat er 71.075.867 Meilen zurückgelegt, wobei er mehr als 178 Tage im Weltraum verbrachte, davon 27 Stunden und 3 Minuten bei vier Weltraumspaziergängen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Autor hat Ron Garan bisher drei Bücher veröffentlicht. Das erste Buch „The Orbital Perspective: An astronaut‘s view“ erschien 2015. Die beiden anderen Bücher, „Floating in darkness“ und das Kinderbuch „Railroad to the Moon“, erschienen 2021.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was fragt man einen Astronauten? „Wie geht man im Weltraum auf die Toilette“? Diese Frage hätten wir stellen können, konnten es uns dann aber doch verkneifen. Wir haben uns allerdings für eine andere Aufwärmfrage entschieden. Das Gespräch fand bis auf eine Ausnahme auf Englisch statt. Wir geben dieses Gespräch in der deutschen Übersetzung wieder.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/RonGaran1KM2k.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="Ron Garan. (Bild: Kirsten Müller)" data-rl_caption="" title="Ron Garan. (Bild: Kirsten Müller)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/RonGaran1KM26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Ron Garan. (Bild: Kirsten Müller)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumfahrer.net (RN)</strong>: Wann haben Sie sich entschieden, Astronaut zu werden?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ron Garan</strong>: Am 20. Juli 1969. Das war der Tag, an dem der erste Mensch seinen Fuß auf die Oberfläche des Mondes setzte.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>RN</strong>: Dann können wir Ihnen die exakte Uhrzeit zu diesem Ereignis nennen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ron Garan</strong>: Ich war zu dem Zeitpunkt sieben Jahre alt und habe die Mondlandung am Fernseher verfolgt. Und es gibt noch ein weiteres Ereignis, welches für mich mit dem 20. Juli zusammenhängt. Ich erhielt genau am 20. Juli 2000 den Telefonanruf der NASA, in dem man mich einlud am Johnson Space Center in Houston meine Astronautenausbildung bei der NASA zu beginnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>RN</strong>: Sie haben ihre Pilotenausbildung gemacht und sind dann als F-16 Pilot zum Luftwaffenstützpunkt nach Hahn versetzt worden. Eigentlich könnten wir das Gespräch nun auch auf deutsch weiterführen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ron Garan</strong>: Stimmt, ich war einige Jahre in Deutschland stationiert. Mein Deutsch reicht aber nur, um mich in einer Gaststätte zu verständigen. (Anmerkung: Diesen Gesprächsanteil haben wir in deutscher Sprache gesprochen)</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>RN</strong>: Sie sind als Pilot für das Space Shuttle ausgewählt worden. Sie haben sämtliche Space Shuttle Systeme gelernt und die dazugehörigen Prozeduren. Dann haben Sie unzählige Trainingsflüge und Anflüge mit dem Shuttle Training Aircraft (Anmerkung der Redaktion: eine modifizierte Grumman Gulfstream II, die die Flugeigenschaften des Space Shuttle im Unterschallbereich simuliert) auf der Shuttle Landing Facility des Kennedy Space Center und am White Sands Space Harbor durchgeführt. Dazu kamen noch hunderte Stunden im Simulator, um Aufstiegsszenarien zu erlernen. Sie sind aber niemals als Pilot für eine Space Shuttle Mission nominiert worden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ron Garan</strong>: Das stimmt. Ich war auf meinem ersten Flug STS-124 als Missionsspezialist nominiert worden. Meine Reise zu dieser Nominierung hatte bereits eineinhalb Jahre früher begonnen. Kent Rominger, der damalige Chefastronaut, hatte an alle diejenigen aus meiner Astronautenklasse, die als Space Shuttle Pilot ausgewählt wurden, eine Nachricht geschickt. Darin fragte er, ob wir uns vorstellen könnten, unseren ersten Raumflug nicht als Pilot, sondern als Missionsspezialist durchzuführen. Ich habe geantwortet, dass ich absolut glücklich wäre, wenn man mich für einen Raumflug nominieren würde. Es wäre mir vollkommen egal, in welcher Position. Es muss die richtige Antwort gewesen sein. Einen Monat später wurde ich für meinen ersten Raumflug als Missionsspezialist ausgewählt. Für den Flug STS-124 war meine Position seitlich versetzt hinter dem Kommandanten Mark Kelly und dem Piloten Ken Ham. So konnte ich meine Erfahrung in Start und Landung mit einbringen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>RN</strong>: Als Pilot wären Sie sehr wahrscheinlich nie in den Genuss gekommen auf dieser Mission drei Weltraumausstiege durchzuführen?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ron Garan</strong>: Nun, ich glaube ich hatte in meiner Ausbildung zumindest ein Basistraining im Neutral Buoyancy Tank. Aber genau weiß ich es nicht mehr. Das ist schon zu lange her. Das Training für Außenbordaktvitäten gehört nicht zur Ausbildung für Piloten. Für die tatsächliche Mission hatte ich dann wohl ausgiebiges Training für Außenbordeinsätze.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>RN</strong>: Als Missionsspezialist waren Sie für diesen Flug doch ein bisschen überqualifiziert, oder?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ron Garan</strong>: Ich hätte jederzeit als Pilot übernehmen können, wenn dem Kommandanten oder dem Piloten etwas passiert wäre.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>RN</strong>: Vor Ihrer Auswahl zum Astronauten waren Sie F-16 Pilot. Ihr Kommandant des Fluges Sojus-TMA 21, Alexander Samokutjajew, war früher Luftwaffenpilot bei den russischen Streitkräften und hat die Suchoi SU-24 geflogen. Er war stellvertretender Staffelkommandant. Im kalten Krieg hätten Sie auf verschiedenen Seiten möglicherweise gegeneinander gekämpft. War das jemals ein Thema in Ihrer Ausbildung in Russland?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ron Garan</strong>: Das war es nicht. Aber in der Tat war es ein merkwürdiges Gefühl, als ich am Starttag vor unserer Rakete in Baikonur stand. Ein ehemaliger F-16 Pilot, der gerade im früher hochgeheimen Baikonur steht, gleich eine russische Rakete besteigt und mit zwei russischen Kollegen zur Raumstation fliegt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>RN</strong>: Wie ist denn der Kontakt zwischen Ihnen?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ron Garan</strong>: Sehr gut. Wir haben uns gut verstanden. Ich wollte damals die russische Kultur erleben. &#8211; Ach so, Sie meinen jetzt. Nun, wir haben momentan keinen Kontakt. Gespräche sind gerade sehr schwierig. Die Zusammenarbeit mit den Russen an der ISS geht aber weiter.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>RN</strong>: Sie schreiben in Ihrem Buch über die orbitale Sichtweise (Anmerkung: siehe Buchtitel „The orbital perspective“). Wie sieht Ihre Vision für eine Asteroidenabwehrmission aus?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ron Garan</strong>: Während unseres dritten Weltraumspaziergangs bei STS-124 hatten wir die Aufgabe, einen leeren Stickstofftank gegen einen gefüllten Stickstofftank zu tauschen. Das Gewicht des Tanks stellte nicht das Problem dar. Es war eher die Größe des Tanks. Die Aufgabe bestand daher darin, den voluminösen Tank von einem Punkt der Raumstation zu einem anderen zu bewegen, ohne andere externe Ausrüstung zu beschädigen. Dies machten wir dann mit dem Canadarm2. Karen (Nyberg) und Aki (Hoshide) bedienten den Roboterarm der ISS, während ich meine Schuhe in der Fußhalterung am Ende des Roboterarms eingerastet hatte. Mit beiden Händen hielt ich den sperrigen Tank und dann wurde ich in einem „Windshield Wiper“ (Anmerkung der Redaktion: Scheibenwischer) genannten Flugmanöver in einem hohen Bogen von einem Ende der Raumstation zum anderen Ende gehoben. Im Scheitelpunkt des Bogens war ich ca. 30 m über der Raumstation. Dieses Flugmanöver fand im Erdschatten statt. Es war ein bisschen unheimlich, über die Lichter der Raumstation in die Dunkelheit aufzusteigen. Ich löste eine Hand von dem Griff des leeren Tanks und knipste meine Helmlichter aus. Nachdem sich meine Augen an die Dunkelheit gewöhnt hatten, konnte ich eine unglaubliche Aussicht genießen. Ich sah die Milchstraße. Ich konnte in die Unendlichkeit schauen. Nachdem ich den leeren Tank auf der anderen Seite des Bogens an Mike (Fossum) übergeben hatte und gegen den vollen Tank getauscht hatte, führten wir den „Windshield Wiper“ in die entgegengesetzte Richtung aus. Nur diesmal fand das Flugmanöver auf der Tagseite unserer Umlaufbahn statt. Im Scheitelpunkt des Bogens angekommen, sah ich die Raumstation 30 m unter mir, vor dem Hintergrund unseres blauen Planeten, der sich 240 Meilen (ca. 440 km) darunter befand.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich wunderte mich einfach nur, wie es sein konnte, dass viele Nationen, von denen einige nicht die besten Freunde waren, einen Weg gefunden haben, ihre Differenzen beiseite zu legen und so etwas Erstaunliches wie die ISS erreicht haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als ich dort oben auf unseren Planeten herunterschaute, habe ich mich gefragt, wie die Welt aussehen würde, und mit wie vielen Problemen wir weniger konfrontiert wären, wenn wir bei unseren Interaktionen auf der Erde das gleiche Maß an Kooperation und Zusammenarbeit erreichen könnten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Daher ist die Initiative „<a href="https://asteroidday.org/about/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Asteroid Day</a>“ ein wunderbares Beispiel dafür, wie Menschen aus allen Regionen der Welt mit ihren unterschiedlichen Stärken und Erfahrungen ihr Wissen zusammen bringen, um unseren Planeten vor der kosmischen Bedrohung zu beschützen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>RN</strong>: Vielen Dank, Colonel Garan, für das interessante Gespräch.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=16280.msg535357#msg535357" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Asteroid Day</a></li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Alexander Gerst erneut ausgezeichnet</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/alexander-gerst-erneut-ausgezeichnet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 Oct 2019 13:35:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Astronaut]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Kommandant]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Alexander Gerst bekommt eine weitere Stufe des Bundesverdienstkreuzes. Eine Information der Europäischen Raumfahrtagentur (European Space Agency, ESA). Quelle: ESA. 2. Oktober 2019 &#8211; &#8222;Mut zur Zukunft: Grenzen überwinden&#8220; – unter diesem Motto zeichnete heute Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zum Tag der Deutschen Einheit Alexander Gerst mit einer weiteren Stufe des Bundesverdienstkreuzes aus. Die Verleihung fand im [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Alexander Gerst bekommt eine weitere Stufe des Bundesverdienstkreuzes. Eine Information der Europäischen Raumfahrtagentur (European Space Agency, ESA).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: ESA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/02102019153514_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/02102019153514_small_1.jpg" alt="Bundespressedienst" width="260"/></a><figcaption>
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zeichnete Alexander Gerst mit einer weiteren Stufe des Bundesverdienstkreuzes aus. 
<br>
(Bild: Bundespressedienst)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">2. Oktober 2019 &#8211; &#8222;Mut zur Zukunft: Grenzen überwinden&#8220; – unter diesem Motto zeichnete heute Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zum Tag der Deutschen Einheit Alexander Gerst mit einer weiteren Stufe des Bundesverdienstkreuzes aus. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Verleihung fand im Schloss Bellevue in Berlin statt. Neben Alexander Gerst wurden weitere 12 Frauen und 12 Männer als „Akteure der Friedlichen Revolution“ ausgezeichnet, die mit Tatkraft und Mut die Gesellschaft und die Zukunft gestalten. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Astronaut, Wissenschaftler, engagierter Weltbürger</strong>
<br>
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ist davon überzeugt, dass jede Zeit Entdecker braucht und der deutsche ESA-Astronaut Alexander Gerst einer von ihnen ist. </p>



<p class="wp-block-paragraph">„Seine wissenschaftliche Exzellenz, Energie und Eloquenz haben ihn nicht nur zu einem der bekanntesten Bürger – und auch Blogger – unseres Landes werden lassen, sondern auch zu einem großen Vorbild.“ </p>



<p class="wp-block-paragraph">In der Begründung des Bundespräsidenten heißt es weiter, dass vor allem seine Appelle zu Umwelt- und Klimaschutz uns über unsere eigene Lebensweise nachdenken lassen. So veröffentlichte Alexander Gerst während der Horizons-Mission im Dezember 2018 eine bewegende Botschaft an „seine Enkelkinder“, die gleichzeitig ein Appell an die Menschheit war, unseren Planeten besser zu behandeln – nicht nur in Bezug auf die Umweltverschmutzungen. Er sagte in der Aussichtskuppel der ISS auch, dass die Menschheit „zum Großteil sinnlose Kriege“ führe und hoffe, dass sie einen Teil der Zerstörung rückgängig machen könne. </p>



<p class="wp-block-paragraph">„Immer wieder betont Alexander Gerst, dass die Raumfahrt auch der Völkerverständigung dient. In der Zeit, in der er Kommandant der Internationalen Raumstation ISS war, hat er das besonders vorgelebt. Seine Forschungsmissionen Blue Dot 2014 und Horizons 2018 haben Jung wie Alt fasziniert, Forschung und Technologie vorangebracht und den Wissenschaftsstandort Deutschland enorm gestärkt.“ </p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehr Informationen zur Ordensverleihung zum Tag der Deutschen Einheit finden Sie <a class="a" href="https://www.bundespraesident.de/SharedDocs/Berichte/DE/Frank-Walter-Steinmeier/2019/10/191002-Verdienstorden-TdDE.html?nn=2236336" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">hier</a>. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/02102019153514_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/02102019153514_small_2.jpg" alt="BPA" width="260"/></a><figcaption>
2015 zeichnete der ehemaligen Bundespräsident Joachim Gauck Alexander Gerst mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse aus. 
<br>
(Bild: BPA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>2015: Alexander Gerst erhält das Bundesverdienstkreuz erster Klasse</strong>
<br>
Im Nachgang zu der sehr erfolgreichen und weithin öffentlich mitverfolgten „BlueDot“-Mission verlieh der damalige Bundespräsident Joachim Gauck am <a class="a" href="https://www.esa.int/Space_in_Member_States/Germany/Bundespraesident_Joachim_Gauck_zeichnet_Alexander_Gerst_nach_ISS-Mission_mit_Bundesverdienstkreuz_aus" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">12. Januar 2015</a> Alexander Gerst in Berlin das Verdienstkreuz 1. Klasse der Bundesrepublik Deutschland. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Rahmen der Ordensverleihung betonte Joachim Gauck die Bedeutung von Alexander Gersts Mission auf der ISS: &#8222;Durch ihr mutiges Engagement im Weltall sind Sie ein Rollenmodell für die Spitzenforschung in Deutschland und in Europa. Raumfahrt wird immer wichtiger für die Herausforderungen der Gesellschaft der Zukunft.&#8220; </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ordensverleihung zum Tag der Deutschen Einheit</strong>
<br>
Die Rede des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier bei der Ordensverleihung zum Tag der Deutschen Einheit ist bereits <a class="a" href="https://www.bundespraesident.de/SharedDocs/Reden/DE/Frank-Walter-Steinmeier/Reden/2019/10/191002-Ordensverleihung-TdDE.html" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">online</a>. </p>
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		<title>ESA unterstützt Raumfahrtprojekte der VAE</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/esa-unterstuetzt-raumfahrtprojekte-der-vae/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 27 Sep 2019 07:51:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Astronaut]]></category>
		<category><![CDATA[Columbus]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[JAXA]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der erste Astronaut der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), Hazza Al Mansouri, ist gestern Abend auf der Internationalen Raumstation angekommen. Das Betriebspersonal im neu eingerichteten Kontrollzentrum in Dubai wurde zuvor von der ESA geschult. Eine Information der Europäischen Raumfahrtagentur (European Space Agency, ESA). Quelle: ESA. 26. September 2019 &#8211; Hazza startete am 25. September zusammen mit [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Der erste Astronaut der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), Hazza Al Mansouri, ist gestern Abend auf der Internationalen Raumstation angekommen. Das Betriebspersonal im neu eingerichteten Kontrollzentrum in Dubai wurde zuvor von der ESA geschult. Eine Information der Europäischen Raumfahrtagentur (European Space Agency, ESA).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: ESA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/27092019095157_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/27092019095157_small_1.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Sojus MS-15 Crewmitglieder 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">26. September 2019 &#8211; Hazza startete am 25. September zusammen mit der NASA-Astronautin Jessica Meir und dem Roskosmos-Kosmonauten Oleg Skripochka an Bord einer russischen Sojus-Kapsel vom Kosmodrom Baikonur in Kasachstan. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Hazza wirkt an zwei europäischen Experimenten mit</strong>
<br>
In Vorbereitung auf seine achttägige Mission trainierte er mit internationalen Partnern wie Roscosmos, NASA, ESA und der japanischen Raumfahrtbehörde JAXA. Seine Kollegen vom Mohammed Bin Rashid Space Centre (MBRSC) führten zudem Schulungen für das Bodenpersonal im Europäischen Astronautenzentrum der ESA in Köln und im Columbus-Kontrollzentrum in Oberpfaffenhofen durch. </p>



<p class="wp-block-paragraph">David Parker, ESA-Direktor für astronautische Raumfahrt und robotische Exploration, sagt: &#8222;Die ESA freut sich, einen Astronauten aus einer neuen Raumfahrtnation willkommen zu heißen und auf die gemeinsame Arbeit bei Einsätzen und in der Wissenschaft auf der Raumstation&#8220;. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/27092019095157_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/27092019095157_small_2.jpg" alt="ESA" width="260"/></a><figcaption>
VAE-Astronauten mit ihren Ausbildern im EAC in Köln 
<br>
(Bild: ESA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Während seines kurzen, aber arbeitsreichen Aufenthalts auf der ISS ist Hazza an zwei europäischen Experimenten zu den Themen Zeit und Strömungstechnik beteiligt. Das Zeit-Experiment untersucht, wie Astronauten Zeit im Weltraum wahrnehmen, während im Experiment zur Strömungstechnik untersucht wird, wie sich Flüssigkeiten in der Mikrogravitation verhalten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Hazza wird außerdem Post-Flight-Untersuchungen für die europäischen Experimente Brain DTI und DNAm-Age durchführen. Bei diesen Experimenten geht es um die Wirkung von Schwerelosigkeit auf das menschliche Gehirn sowie mögliche Auswirkungen eines Raumfluges auf die menschliche DNA. Zudem wird er eine Reihe von Videos für Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeiten aufnehmen. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Geteiltes Wissen </strong>
<br>
ESA-Astronaut Luca Parmitano nimmt während seiner aktuellen Raumfahrtmission Beyond auch an diesen vier Experimenten teil. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Antonio Fortunato, ESA Management Support Officer, ist Teil eines Teams, das die Zusammenarbeit der ESA mit dem MBRSC betreut. Er erläutert, dass die Kurzzeitmission von Hazza Teil des von den VAE entwickelten Raumfahrtprogramms ist. Sie haben bereits erste Satelliten in Betrieb genommen, die sie von ihrem Raumfahrtzentrum aus steuern. </p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Die VAE wollen mehr und mehr im Weltraum arbeiten. Zu diesem Zweck wollen sie lernen, wie man Operationen vom Boden aus durchführt und wie man die Mission eines Astronauten auf der Internationalen Raumstation in Echtzeit und in vollem Umfang unterstützt&#8220;, erklärt er. </p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;In diesen Bereichen sind wir Experten. Wir haben im vergangenen Jahr gemeinsam an der Ausbildung von Flugsicherungsexperten und Bodenspezialisten in Deutschland gearbeitet und beim Aufbau eines Operations Support Center der VAE mitgewirkt.“ </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/27092019095157_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/27092019095157_small_3.jpg" alt="ESA" width="260"/></a><figcaption>
EUROCOM Konsole im EAC 
<br>
(Bild: ESA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Rückkehr am 3.Oktober</strong>
<br>
Die endgültige Inbetriebnahme erfolgte in der ersten Septemberwoche. Das MBRSC Operations Support Center ist mit zwei voll funktionsfähigen Konsolen ausgestattet, die das VAE-Unterstützungspersonal über das Columbus-Kontrollzentrum der ESA und das Eurocom-Team mit der Internationalen Raumstation verbinden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Antonio erklärt weiter, dass die Kommunikation der VAE mit den Astronauten auf der Station größtenteils auf Englisch erfolgt und über die Kommunikationsexperten der ESA oder Eurocom geleitet wird. Das Kontrollzentrum der ESA hat jedoch auch eine direkte Verbindung vom Weltraum zur Bodenstation, falls sie während der Mission aus bestimmten Gründen auf Arabisch sprechen müssen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 3. Oktober kehrt Hazza gemeinsam mit dem NASA-Astronauten Nick Hague und dem Roscomos-Kosmonauten Alexei Ovchininin mithilfe der russischen Sojus-Kapsel MS-12 zur Erde zurück. Die Abreise des Trios markiert den Beginn der Expedition 61, in der <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/luca-wird-kommandant-der-iss/" data-wpel-link="internal">Luca</a> die Rolle des Kommandanten der Internationalen Raumstation übernehmen wird. </p>
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		<item>
		<title>Luca wird Kommandant der ISS</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/luca-wird-kommandant-der-iss/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Sep 2019 09:11:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Besatzungen]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumstationen]]></category>
		<category><![CDATA[Astronaut]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[Kommandant]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraumspaziergang]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>ESA-Astronaut Luca Parmitano wird nach einer offiziellen Zeremonie am 2. Oktober 2019 der dritte europäische und erste italienische Kommandant der Internationalen Raumstation. Eine Information der Europäischen Raumfahrtagentur (European Space Agency, ESA). Quelle: ESA. 25. September 2019 &#8211; Luca Parmitano übernimmt die Nachfolge des abreisenden russischen Kosmonauten Alexej Owtschinin, was den Beginn der Expedition 61 und [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">ESA-Astronaut Luca Parmitano wird nach einer offiziellen Zeremonie am 2. Oktober 2019 der dritte europäische und erste italienische Kommandant der Internationalen Raumstation. Eine Information der Europäischen Raumfahrtagentur (European Space Agency, ESA).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: ESA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/26092019111107_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/26092019111107_small_1.jpg" alt="ESA / A. Conigli" width="260"/></a><figcaption>
Luca Parmitano 
<br>
(Bild: ESA / A. Conigli)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">25. September 2019 &#8211; Luca Parmitano übernimmt die Nachfolge des abreisenden russischen Kosmonauten Alexej Owtschinin, was den Beginn der Expedition 61 und den Start der zweiten Hälfte von Lucas zweiter Raumfahrtmission Beyond bedeutet. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die feierliche Zeremonie ist für den 2. Oktober von 15:20 &#8211; 15:40 Uhr MEZ geplant und wird von <a class="a" href="https://www.youtube.com/watch?v=21X5lGlDOfg" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">NASA TV</a> übertragen. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Europäisches Kommando</strong>
<br>
Der vollständige Titel von Lucas neuer Rolle lautet &#8222;International Space Station Crew Commander&#8220;. Während das Gesamtkommando der Station von den bodengestützten Flugdirektoren durchgeführt wird, ist die Rolle des Crew Commanders für den Erfolg der Mission von zentraler Bedeutung. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/26092019111107_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/26092019111107_small_2.jpg" alt="ESA / S. Corvaja 2009 " width="260"/></a><figcaption>
Frank De Winne bei der Rückkehr seiner OasISS-Mission nach Moskau 
<br>
(Bild: ESA / S. Corvaja 2009)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der ESA-Astronaut und derzeitige Leiter des ESA-Astronautenzentrums (EAC) in Köln, Frank De Winne, war der erste Europäer, der während seiner OasISS-Mission im Jahr 2009 diese Führungsrolle inne hatte. Im Jahre 2018 folgte ihm ESA-Astronaut Alexander Gerst, der im zweiten Teil seiner Horizons-Mission Kommandant der ISS wurde. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Frank erklärt, dass der Crew-Commander der Internationalen Raumstation die Verantwortung für die Moral und das Wohlbefinden der Crew trägt und sicherstellen muss, dass die Besatzungsmitglieder in der Lage sind, die ihnen während ihrer Zeit im Weltraum übertragenen Aufgaben zu erfüllen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Er ist überzeugt, dass Luca eine ausgezeichnete Arbeit leisten wird, und glaubt, dass die Ernennung von zwei europäischen Kommandanten in kürzester Zeit viel über das Vertrauensverhältnis zu Europa als Partner aussagt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Die Menschen können sich auf uns verlassen, und das tun sie auch&#8220;, erklärt Frank. &#8222;Nicht nur in Bezug auf die Hardware, die wir für die Raumstation und jetzt auch für das europäische Servicemodul von Orion bereitstellen, sondern auch im Bereich des Crew-Betriebs. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Luca hat ebenfalls seinen Stolz über die Ernennung zum Ausdruck gebracht: &#8222;Es ist mir eine Ehre, dass ich für diese Rolle ausgewählt wurde, und zugleich habe ich größten Respekt vor dieser Aufgabe.&#8220;  </p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Es kann beängstigend sein, Kommandant der am besten ausgebildeten und kompetentesten Menschen auf und abseits der Erde zu sein. Ich sehe mich als Vermittler und mein Ziel wird es sein, die Crew dabei zu unterstützen, das Beste aus ihren Fähigkeiten herauszuholen. Letztendlich bin ich aber auch für die Sicherheit der Besatzung und der Station sowie für den allgemeinen Erfolg der Mission verantwortlich.&#8220; </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Volle Kraft voraus</strong>
<br>
Luca übernimmt das Kommando für den Stationsbetrieb zu einer besonders arbeitsintensiven Zeit. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Für November sind mehrere Weltraumspaziergänge geplant, um die Nutzungsdauer des Alpha-Magnetspektrometers (AMS-02) zu verlängern. Dabei handelt es sich um einen hochmodernen kosmischen Strahlendetektor, der die grundlegenden Eigenschaften von Dunkler Materie, Antimaterie und fehlender Materie sowie den Ursprung des Universums untersuchen soll. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Später im November soll Luca außerdem im Rahmen eines Experiments namens Analog-1 einen Roboter auf der Erde fernsteuern, um unter Anleitung von Wissenschaftlern geologische Proben zu sammeln.  </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/26092019111107_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/26092019111107_small_3.jpg" alt="ESA / NASA" width="260"/></a><figcaption>
Die Expedition 60-Crew beim Abendessen 
<br>
(Bild: ESA / NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die aktuelle Weltraumcrew</strong>
<br>
Luca lebt und arbeitet an Bord der Internationalen Raumstation, seit er dort am 21. Juli 2019 an Bord der russischen Sojus MS-13 mit dem NASA-Astronauten Andrew Morgan und dem russischen Kosmonauten Alexander Skworzow angekommen ist. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 3. Oktober 2019 kehren Expedition 60-Kommandant Alexei Owtschinin, NASA-Astronaut Nick Hague und Astronaut Hazzaa Al Mansoori aus den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE), der gerade eine achttägige Mission auf der ISS absolviert, an Bord der Sojus MS-12 zurück auf die Erde. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die NASA-Astronauten Christina Koch, Andrew Morgan und Jessica Meir sowie die russischen Kosmonauten Alexander Skworzow und Oleg Skripochka bleiben als Crew der Expedition 61 auf der Station. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Luca soll derzeit bis Februar 2020 als Kommandant der Raumstation an Bord bleiben, bevor er dann mit Alexander und Christina zur Erde zurückkehren wird. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3793.msg462164#msg462164" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">**ISS** Hauptthema</a> </li></ul>
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			</item>
		<item>
		<title>ISS-Experimente wieder zurück auf der Erde</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/iss-experimente-wieder-zurueck-auf-der-erde/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 Sep 2019 01:39:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumstationen]]></category>
		<category><![CDATA[Astronaut]]></category>
		<category><![CDATA[Columbus]]></category>
		<category><![CDATA[DLR]]></category>
		<category><![CDATA[Dragon]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[Sojus]]></category>
		<category><![CDATA[Spektrometer]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=42916</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die Beyond-Mission des ESA-Astronauten Luca Parmitano hat in den letzten Wochen einen Gang zugelegt. Er hat gemeinsam mit seinen Crewmitgliedern dafür gesorgt, dass die Internationale Raumstation ISS reibungslos funktioniert und arbeitet auch aus der Ferne mit europäischen Forschern zusammen &#8211; selbst Lucas Mahlzeiten waren Gegenstand eines Experiments. Eine Information der Europäischen Raumfahrtagentur (European Space Agency, [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Die Beyond-Mission des ESA-Astronauten Luca Parmitano hat in den letzten Wochen einen Gang zugelegt. Er hat gemeinsam mit seinen Crewmitgliedern dafür gesorgt, dass die Internationale Raumstation ISS reibungslos funktioniert und arbeitet auch aus der Ferne mit europäischen Forschern zusammen &#8211; selbst Lucas Mahlzeiten waren Gegenstand eines Experiments. Eine Information der Europäischen Raumfahrtagentur (European Space Agency, ESA).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: ESA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20092019033900_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20092019033900_small_1.jpg" alt="ESA/NASA" width="260"/></a><figcaption>
Blick von der ISS 
<br>
(Bild: ESA/NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">19. September 2019 &#8211; Als Amateur-Triathlet weiß Luca, wie wichtig die Ernährung für einen gesunden und effizienten Lebensstil ist. Die richtige Nahrungszufuhr ist ein essenzieller Baustein einer Weltraummission. &nbsp;Das Experiment „Nutrition Monitoring für die Internationale Raumstation (NutrISS)“ verfolgt daher Lucas Energiebilanz. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20092019033900_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20092019033900_small_2.jpg" alt="ESA/NASA" width="260"/></a><figcaption>
ESA-Astronaut Paolo Nespoli bei der Ernährungsüberwachung mit EveryWear. 
<br>
(Bild: ESA/NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Mit der EveryWear Astronauten-App und einem „bioelektrischen Impedanzgerät“ zur Messung seiner „Körperleitfähigkeit“ hat Luca sein Fett-zu-Masse-Verhältnis überwacht. Die Wissenschaftsteams auf der Erde hoffen, dass eine sorgfältig abgestimmte proteinreiche Ernährung den durch die Schwerelosigkeit bedingten Verlust von Knochen und Muskeln begrenzen kann. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Sojus-Raumfahrzeuge werden „umgeparkt“</strong>
<br>
Das Andocken der Raumsonde Sojus MS-14, das ursprünglich für den 24. August erwartet wurde, und neben Vorräten auch den russischen Roboter „Fedor“ transportierte, musste aufgrund eines Problems mit dem automatischen Andocksystem verschoben werden. Für das erfolgreiche Docking wurde ein anderer Port gewählt, der jedoch zunächst geräumt werden musste. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20092019033900_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20092019033900_small_3.jpg" alt="ESA/NASA" width="260"/></a><figcaption>
Luca beim &#8222;umparken&#8220; der Sojus. 
<br>
(Bild: ESA/NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Folglich manövrierten Luca Parmitano und seine Kollegen, der US-Astronaut Andrew Morgan und der russische Kosmonaut Alexander Skvortsov, am 26. August die Sojus MS-13 in einem halbstündigen Raumflug an den ursprünglich für Sojus MS-14 vorgesehen Port. Die Solaranlagen der Raumstation richten sich bei solchen Manövern nicht mehr zur Sonne aus, so dass vor diesem Manöver elektrische Energie eingespart werden musste. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Dafür wurden viele Einrichtungen vorübergehend abgeschaltet, darunter auch Europas kommerzielle ICE Cubes-Plattform, auf der momentan drei Experimente durchgeführt werden: ein Test von handelsüblichen Computerteilen, eine Kunstinstallation und eine ESA- Untersuchung zur orbitalen Cybersicherheit. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20092019033900_big_4.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20092019033900_small_4.jpg" alt="ESA/NASA - L. Parmitano" width="260"/></a><figcaption>
Dragon-Transporter 
<br>
(Bild: ESA/NASA &#8211; L. Parmitano)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Tschüss Dragon!</strong>
<br>
Ein viertes ICE Cubes-Experiment wurde Anfang des Monats beendet. SpectroDemo &#8211; ein neuartiges Spektrometer, das in einem ESA-Exobiologie-Experiment eingesetzt werden kann, wurde getestet, um zu prüfen, ob die Technologie robust und fit für die Weltraumforschung ist. Mit der Rückkehr des Dragon-Raumtransporters am 27. August enden einige weitere europäische Experimente. So wurden beispielsweise Proben aus dem Amyloid- Aggregationsexperiment, mit der untersucht wurde, wie sich Protein in Gehirnzellen ansammelt, aus dem -80°C-Gefrierschrank der Station entnommen und für die Rückkehr zur Erde verpackt. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20092019033900_big_5.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20092019033900_small_5.jpg" alt="ESA/NASA" width="260"/></a><figcaption>
Luca beim fotografieren: BioRock. 
<br>
(Bild: ESA/NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Neben Proteinen und exobiologischen Instrumenten transportierte Dragon auch Mikroben, die ebenfalls im Gefrierschrank auf ihre Rückreise zur Erde gewartet hatten. Das BioRock-Experiment war die erste Untersuchung über die Verwendung von Organismen zum Abbau von Ressourcen im Weltraum. Die Mikroben wurden auf einer Basaltplatte in einem geschlossenen Behälter freigesetzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere Organismen in Form von Algen befinden sich nun auch zurück auf der Erde. Sie waren Teil des PhotoBioreaktor-Experiments des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt DLR, das darauf abzielte, Kohlendioxid in atmungsaktiven Sauerstoff und essbare Algen umzuwandeln &#8211; fünf Proben versanken im Pazifik. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20092019033900_big_6.jpg" data-rel="lightbox-image-5" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20092019033900_small_6.jpg" alt="ESA/NASA" width="260"/></a><figcaption>
Matiss-2 im Columbus-Labor. 
<br>
(Bild: ESA/NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Schließlich hat die französische Raumfahrtagentur CNES eine zweite Untersuchung der Materialien für keimfreie Raumfahrzeuge abgeschlossen. Das Experiment Matiss-2 wurde im europäischen Raumlabor Columbus für knapp ein Jahr durchgeführt, um Staub und Bakterien zu sammeln. Forscher werden nun die Oberflächen analysieren, um herauszufinden, welche Materialien für unerwünschte Bakterien am wenigsten gastfreundlich sind &#8211; mit Schwerpunkt auf wasserabweisende Materialien. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Zeit für ein Upgrade</strong>
<br>
Luca und seine CrewkollegInnen haben auch dazu beigetragen, dass die Hardware an Bord der ISS reibungslos funktioniert &#8211; ein zwar etwas unglamouröser, aber wesentlicher Aspekt der Raumfahrt. Sie bereiteten Laptops für Upgrades vor, installierten aktualisierte Firmware im Kubik-Zentrifugen-Inkubator, bereiteten die AstroPi-Mini-Lerncomputer für den Betrieb neuer Schülercodes vor und wechselten die Laptop-Batterien im Rahmen des regelmäßigen Funktionschecks des BioLab Handschuhfach-Systems. </p>
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		<title>20 Jahre DLR-Parabelflug</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/20-jahre-dlr-parabelflug/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Sep 2019 09:14:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Airbus]]></category>
		<category><![CDATA[Astronaut]]></category>
		<category><![CDATA[Cubesat]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Grundlagenforschung mit Alltagsbezug. 14 Experimentatoren-Teams aus ganz Deutschland &#8211; von Cottbus bis Köln, von Bremen bis München &#8211; beteiligten sich vom 2. bis 13. September 2019 an der 34. DLR-Parabelflugkampagne in Bordeaux. Der deutsche ESA-Astronaut Matthias Maurer war ebenfalls an Bord und wirkte bei zwei Experimenten mit. Eine Pressemitteilung des Deutschen Zentrums für Luft- und [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Grundlagenforschung mit Alltagsbezug. 14 Experimentatoren-Teams aus ganz Deutschland &#8211; von Cottbus bis Köln, von Bremen bis München &#8211; beteiligten sich vom 2. bis 13. September 2019 an der 34. DLR-Parabelflugkampagne in Bordeaux. Der deutsche ESA-Astronaut Matthias Maurer war ebenfalls an Bord und wirkte bei zwei Experimenten mit. Eine Pressemitteilung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: DLR.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zum 34. Mal kamen vom 2. bis 13. September 2019 Wissenschaftler und Ingenieure deutscher Hochschulen und Forschungseinrichtungen ins südfranzösische Bordeaux, um an Bord des europaweit einzigen Parabelflugzeugs A310 ZERO-G unter der &#8222;Flagge&#8220; des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Schwerelosigkeit zu arbeiten. Parabelflüge gelten als &#8222;Brücke&#8220; ins All und dienen insbesondere als Testplattform von Experimenten für die Internationale Raumstation ISS. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/17092019111425_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/17092019111425_small_1.jpg" alt="Novespace" width="260"/></a><figcaption>
Der deutsche ESA-Astronaut Matthias Maurer war ebenfalls auf Einladung des DLR an Bord des Airbus A310 ZERO G und half beim FLUMIAS-Experiment der Universitäten Frankfurt und Marburg, gemeinsam mit Airbus. 
<br>
(Bild: Novespace)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">14 unterschiedliche Teams nutzten die Vorbereitungs- und die anschließende Flugwoche, um besonderen Fragestellungen aus den Bereichen (Grundlagen-) Physik, Biologie, Technologie und Materialwissenschaften sowie Humanphysiologie auf den Grund zu gehen. Als prominenter Experimentator war Matthias Maurer an Bord. Der deutsche ESA-Astronaut war Teil des FLUMIAS-Teams der Universitäten in Frankfurt und Marburg sowie von Airbus in Bremen. FLUMIAS ist ein Fluoreszenz-Mikroskop, mit dem man Zellen und Gewebe, unter anderem Pflanzenzellen, lebend und in hoher dreidimensionaler und zeitlicher Auflösung in der Schwerelosigkeit beobachten kann. </p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Pflanzen sind Modellorganismen für die Wahrnehmung und Anpassung an die Schwerkraft. Sie spielen auch im All eine wesentliche Rolle als Nahrungs- und Sauerstoffquelle sowie als Abfallregenerator. Wir haben im Parabelflug die Wahrnehmung und frühe Signalweiterleitung nach Schwerkraftänderungen untersucht&#8220;, erklärt Matthias Maurer. &#8222;Für mich war es besonders interessant, wie schnell die Pflanzen auf die Schwerelosigkeit reagieren und Botenstoffe ausschütten. Ich freue mich schon darauf, FLUMIAS in wenigen Jahren auf der Raumstation zu sehen und eventuell sogar selbst in Betrieb zu nehmen.&#8220; </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/17092019111425_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/17092019111425_small_2.jpg" alt="Novespace" width="260"/></a><figcaption>
Matthias Maurer zusammen mit seinem französischen ESA-Astronautenkollegen Thomas Pesquet. Pesquet ist auch Pilot im A310 ZERO-G. 
<br>
(Bild: Novespace)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">FLUMIAS wurde von Airbus im Auftrag des DLR Raumfahrtmanagements für den Einsatz beim Parabelflug und auf TEXUS-Forschungsraketen gebaut und bietet Wissenschaftlern seit 2014 die Möglichkeit, an lebenden Zellen in Schwerelosigkeit zu forschen. Auf der Internationalen Raumstation ISS kam im Jahr 2018 zudem ein Demonstrator eines weiterentwickelten FLUMIAS &#8211; hier in der Größe eines Schuhkartons &#8211; erfolgreich und erstmalig für das sogenannte &#8222;Live-Cell-Imaging&#8220; zum Einsatz. &#8222;Für die Zukunft steht das Projekt ´FLUMIAS-ISS´ an, das mit einer perfektionierten Form des Mikroskops Forschern aus Deutschland &#8211; und in Kooperation mit der ESA auch aus anderen Ländern &#8211; zur Verfügung stehen soll&#8220;, erläutert DLR-Parabelflugprogrammleiterin Katrin Stang. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Matthias Maurer &#8211; selbst promovierter Werkstoffwissenschaftler &#8211; hat außerdem als assoziiertes Teammitglied beim Experiment Flying OCULUS (Optical Coatings for Ultra Lightweight Robust Spacecraft Structures) mitgearbeitet: Entwickelt in einer Kooperation des Instituts für Raumfahrttechnik der TU Braunschweig mit der INVENT GmbH und dem Fraunhofer IST wurde ein Prozess entwickelt, um die Oberflächen von Kohlenstoff-Faserverbund (CFK)-Werkstoffen zu metallisieren. Ziel ist hierbei, weltraumtaugliche, leichte und kostensparende Spiegelsysteme herzustellen, die zum Beispiel bei Weltraumteleskopen eingesetzt werden können. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/17092019111425_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/17092019111425_small_3.jpg" alt="Novespace" width="260"/></a><figcaption>
Wissenschaftler der Deutschen Sporthochschule Köln untersuchten bei der 34. DLR-Parabelflugkampagne, wie sich Schwerelosigkeit auf die kognitive Leistungsfähigkeit im All auswirkt. 
<br>
(Bild: Novespace)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Wir haben beim Parabelflug das Konzept und die Mechanik der Entfaltung eines Leichtbauspiegels mit 75 Prozent Gewichtsreduktion im Vergleich zu konventionellen Spiegelsystemen in der Raumfahrt getestet, der in einem CubeSat-Kleinsatelliten eingebaut war&#8220;, sagt Maurer. &#8222;Leichtbau ist ein Schlüsselthema für die Raumfahrt. Denn jedes Kilogramm kostet mehr als 10.000 Euro, um es in den Weltraum zu bringen. Das System hat in Schwerelosigkeit erfolgreich funktioniert.&#8220; </p>



<p class="wp-block-paragraph">Vom DLR selbst waren das Institut für Materialphysik im Weltraum aus Köln, in Kooperation mit der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM), mit einem Experiment zum 3D-Druck in Schwerelosigkeit und das Institut für Robotik und Mechatronik aus Oberpfaffenhofen bei München mit ECOS, einem Experiment für teleoperierte Anwendungen (&#8222;Mensch-Maschine-Interaktion&#8220;) an der Kampagne beteiligt. Bei ECOS geht es darum, anstelle eines Joysticks zur Steuerung eines Roboterarms im All eine Schnittstelle zu nutzen, die die Muskelaktivität elektrisch erfasst und durch die Kontraktion verschiedener Muskelgruppen Steuersignale erzeugt. Diese Technologie ist neben der Teleoperation auch für prothetische Anwendungen interessant. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Gründe, warum Parabelflugkampagnen so interessant für die Wissenschaft sind, waren übrigens vor 20 Jahren dieselben wie heute: &#8222;Auf der Erde herrscht immer und überall Schwerkraft. Aber was passiert genau in biologischen oder nicht-biologischen Systemen, wenn die Schwerkraft keinen Einfluss mehr hat? Der Parabelflug erlaubt über das spezielle Flugmanöver, die Schwerkraft für eine kurze Zeit lang &#8218;auszusetzen‘, weil die wirkenden Kräfte sich gegenseitig aufheben. Das ist perfekt, um die vielen offenen Fragen in der Biologie, der Humanphysiologie, Materialforschung und Physik zu klären, die wir hier auf der Erde nicht beantworten können &#8211; und damit möglichst gut gerüstet zu sein, wenn es Richtung Exploration geht&#8220;, erklärt DLR-Parabelflugprogrammleiterin Katrin Stang. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/17092019111425_big_4.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/17092019111425_small_4.jpg" alt="Novespace" width="260"/></a><figcaption>
Plasma ist ein elektrisch leitfähiges Gas. Im Weltraum ist das Plasma der Normalzustand, auf der Erde nutzen wir Plasmen u.a. in Leuchtstofflampen und zur Chipherstellung. Wissenschaftler der Universität Greifswald untersuchten bei der 34. DLR-Parabelflugkampagne das Verhalten staubiger Plasmen in Schwerelosigkeit. 
<br>
(Bild: Novespace)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Denn die einzige Möglichkeit, auf der Erde beziehungsweise in ihrem direkten Umfeld in Schwerelosigkeit zu forschen, sind Experimente in Falltürmen, Forschungsraketen oder eben &#8211; wenn Menschen ins Spiel kommen &#8211; bei Parabelflügen. Deutsche Wissenschaftler nutzten Parabelflüge schon seit den 1980er-Jahren, damals noch innerhalb des ESA-Programms oder über Kooperationen mit anderen Raumfahrtnationen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf der ersten eigenständigen DLR-Kampagne vor 20 Jahren &#8211; im Dezember 1999 &#8211; mit acht wissenschaftlichen Experimenten waren u.a. die Vor- und Begleitexperimente für das erste Plasmakristall-Experiment auf der Internationalen Raumstation ISS (2001-2005) mit an Bord: &#8222;Die Versuche im Jahr 1999 legten mit die Basis für die später sehr erfolgreiche Reihe von deutsch-russischen Plasmakristall-Experimenten auf der ISS&#8220;, erläutert Katrin Stang. Auf der 34. Kampagne war nun ein neues Experiment vom DLR Institut für Materialphysik im Weltraum an Bord, um die Forschung im Bereich der Plasmakristalle fortzusetzen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Firma Novespace organisierte im Auftrag der europäischen Raumfahrtagenturen ESA, CNES und DLR die Forschungsflüge bis 2014 mit einem umgebauten Airbus A300 ZERO-G, seit 2015 kommt dafür sein Nachfolger, ein Airbus A310 ZERO-G, zum Einsatz. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Seit 20 Jahren im Dienst der Schwerelosigkeit</strong>
<br>
Seit 1999 organisiert das DLR Raumfahrtmanagement regelmäßig Parabelflüge für biologische, humanphysiologische, physikalische, technologische und materialwissenschaftliche Fragestellungen. Das aktuell genutzte Forschungsflugzeug, der A310 ZERO-G, startete im April 2015 zu seinem ersten wissenschaftlichen Parabelflug. Genutzt wird die von der französischen Firma Novespace angebotene Fluggelegenheit jeweils ein- bis zweimal jährlich für wissenschaftliche Kampagnen des DLR, der Europäischen Weltraumagentur ESA und der französischen Raumfahrtagentur CNES. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine DLR-Parabelflugkampagne besteht in der Regel aus drei Flugtagen mit zirka vier Flugstunden, an denen jeweils 31 Parabeln geflogen werden. Dabei steigt das Flugzeug aus dem horizontalen Flug steil nach oben, drosselt die Schubkraft der Turbinen und folgt dabei der Flugbahn einer Parabel. Während jeder Parabel herrscht für etwa 22 Sekunden Schwerelosigkeit. Insgesamt stehen bei einer Flugkampagne etwa 35 Minuten Schwerelosigkeit &#8211; im Wechsel mit normaler und nahezu doppelter Erdbeschleunigung &#8211; zur Verfügung, die Forscher für ihre Experimente nutzen können. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Bis zu 40 Wissenschaftler können an einem Flug teilnehmen, bei dem sich zwischen zehn und 13 Experimente an Bord befinden. Ein besonderer Vorteil für die Wissenschaftler und Ingenieure besteht darin, dass sie ihre vertrauten Laborgeräte verwenden können. Die Instrumente werden eigenhändig in die sogenannten &#8222;Racks&#8220; (Halterungen) eingebaut, und die Wissenschaftler können auf der Kampagne die Experimente an Bord selbst durchführen und genauso kontrollieren wie in ihrem Labor auf der Erde. Parabelflüge finden zudem regelmäßig und zu kalkulierbaren und verlässlichen Terminen statt. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href=" https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=8191.msg461230#msg461230" data-wpel-link="internal">Parabelflüge</a> </li></ul>
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		<item>
		<title>Thomas Reiter am 5. September 2019 in Neu-Isenburg</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/thomas-reiter-am-5-september-2019-in-neu-isenburg/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 Aug 2019 14:59:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumstationen]]></category>
		<category><![CDATA[Spaceshuttle]]></category>
		<category><![CDATA[Astronaut]]></category>
		<category><![CDATA[Thomas Reiter]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=42856</guid>

					<description><![CDATA[<p>Aktuelle Entwicklungen in der Raumfahrt: New Space Economy, Sicherheit im Weltraum. Veranstaltungsankündigung und Einladung des Vereins für Geschichte, Heimatpflege und Kultur Neu-Isenburg (GHK) e.V.. Quelle: GHK Herbert Hunkel. Vor 50 Jahren betrat mit Neil Armstrong erstmals ein Mensch den Mond – vor 50 Jahren schrieb der damals 11jährige Neu-Isenburger Thomas Reiter einen begeisterten Brief an [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Aktuelle Entwicklungen in der Raumfahrt: New Space Economy, Sicherheit im Weltraum. Veranstaltungsankündigung und Einladung des Vereins für Geschichte, Heimatpflege und Kultur Neu-Isenburg (GHK) e.V..</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: GHK Herbert Hunkel.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vor 50 Jahren betrat mit Neil Armstrong erstmals ein Mensch den Mond – vor 50 Jahren schrieb der damals 11jährige Neu-Isenburger Thomas Reiter einen begeisterten Brief an den NASA-Astronauten. In diesem Brief schilderte der Junge aus dem Tannenweg, dass er gerne dabei gewesen wäre, jedoch immerhin die Direktübertragung im Fernsehen verfolgte. „Wenn ich einmal erwachsen bin, möchte ich auch einmal so ein Astronaut wie Sie werden. Bitte richten Sie auch herzliche Glückwünsche an Herrn Aldrin und Herrn Collins. Bitte schicken Sie mir ein Autogramm von Ihnen, Herrn Aldrin und Herrn Collins. Wenn es Geld kostet, dann schreiben Sie mir.“ 
<br>
26 Jahre später, im November 1995 beantwortete Neil Armstrong den Brief mit einer Botschaft an Thomas Reiter, nicht in den Tannenweg in Neu-Isenburg, sondern zur Internationalen Raumstation ISS. „Ich schicke meine aufrichtig besten Wünsche für den Erfolg Ihres Fluges, für die Erledigung sämtlicher Flugziele und Ihre erfolgreiche Rückkehr zur Erde.“ </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/TReitersuitingupsts121NASAKimShiflett2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/TReitersuitingupsts121NASAKimShiflett26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Thomas Reiter während der Vorbereitung<br> auf den Start der Mission STS-121.<br> (Bild: NASA/Kim Shiflett)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Aufenthalt auf der ISS war bereits der zweite Weltraumflug von Thomas Reiter: am 4.Juli 2006 der Start der „Discovery“ auf Cape Canaveral, zwei Tage später die Ankunft auf der ISS – während des Aufenthalts 3 Ausstiege mit einer Gesamtzeit von 22 Stunden und 56 Minuten. Am  22. Dezember 2006 erfolgreiche Rückkehr. Zuvor war Thomas Reiter vom 3.9.1995 bis zum 29. Februar 1996 auf der russischen Raumstation MIR. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Thomas Reiter erhielt zahlreiche Ehrungen und Auszeichnungen für seine erfolgreiche Arbeit im Weltraum. Die Stadt Neu-Isenburg verlieh ihm am 6. April 1996 die Ehrenbürgerschaft, im neuen Wohngebiet Birkengewann wurde eine Straße nach ihm benannt. In seinem weiteren beruflichen Wirken blieb er der Raumfahrt als Vorstand des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt und danach in leitender Position der ESA verbunden. Heute ist Thomas Reiter ESA-Koordinator Internationale Agenturen und Berater des Generaldirektors. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir freuen uns auf ein Wiedersehen und viele spannende Neuigkeiten aus der Raumfahrt – und auch einen Blick zurück auf den Astronauten Thomas Reiter. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wann und Wo:</strong>
<br>
Donnerstag, den 5. September 201919:00 Uhr, Hugenottenhalle</p>



<p class="wp-block-paragraph">Frankfurter Straße 15263263 Neu-Isenburg</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Eintritt ist frei. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Download der Einladung:</strong>
<br>
<a class="a" href="https://images.raumfahrer.net/news/GHKTReiter0509219.pdf" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Thomas Reiter in Neu-Isenburg (.pdf-Datei)</a>. </p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/thomas-reiter-am-5-september-2019-in-neu-isenburg/" data-wpel-link="internal">Thomas Reiter am 5. September 2019 in Neu-Isenburg</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Luca Parmitano erneut auf der ISS</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/luca-parmitano-erneut-auf-der-iss/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 Jul 2019 06:27:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Flüge zur ISS]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumstationen]]></category>
		<category><![CDATA[AMS-02]]></category>
		<category><![CDATA[Astronaut]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[EVA]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[Sojus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>ESA-Astronaut Luca Parmitano ist im Rahmen seiner Mission &#8222;Beyond&#8220; an Bord der Internationalen Raumstation ISS angekommen, womit das Team der neuen Expedition 60 seine Arbeit aufnehmen kann. Eine Pressemitteilung der Europäischen Raumfahrtagentur (European Space Agency, ESA). Quelle: ESA. Parmitano und seine Mannschaftsmitglieder, der NASA-Astronaut Andrew Morgan und der russische Kosmonaut Alexander Skworzow, starteten am 20. [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">ESA-Astronaut Luca Parmitano ist im Rahmen seiner Mission &#8222;Beyond&#8220; an Bord der Internationalen Raumstation ISS angekommen, womit das Team der neuen Expedition 60 seine Arbeit aufnehmen kann. Eine Pressemitteilung der Europäischen Raumfahrtagentur (European Space Agency, ESA).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: ESA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22072019082701_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22072019082701_small_1.jpg" alt="ESA / S. Corvaja" width="260"/></a><figcaption>
Luca Parmitano vor dem Start im Sokol-Raumanzug 
<br>
(Bild: ESA / S. Corvaja)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Parmitano und seine Mannschaftsmitglieder, der NASA-Astronaut Andrew Morgan und der russische Kosmonaut Alexander Skworzow, starteten am 20. Juli 2019 um 18.28 Uhr MESZ vom Kosmodrom in Baikonur aus und dockten nach einem sechsstündigen Flug an Bord ihrer Sojus MS-13 am 21. Juli um 0.48 Uhr MESZ an der ISS an. Nach einer gründlichen Überprüfung der Dichtungen konnten die NASA-Astronauten Christina Koch und Nick Hague sowie der russische Kosmonaut und derzeitige ISS-Kommandant Alexej Owtschinin die neuen Mannschaftmitglieder um 03.04 Uhr MESZ schließlich an Bord willkommen heißen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">In den kommenden sechs Monaten wird Parmitano die Durchführung von mehr als 50 europäischen und 200 internationalen Experimenten unterstützen. Hierzu gehören z. B. Untersuchungen, wie sich die Schwerelosigkeit auf bestimmte Aspekte des menschlichen Körpers auswirkt oder wie Astronauten Roboter zur Exploration des Mondes fernsteuern könnten. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22072019082701_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22072019082701_small_2.jpg" alt="ESA / S. Corvaja" width="260"/></a><figcaption>
Beginn der Mission &#8222;Beyond&#8220; mit dem Start in Baikonur 
<br>
(Bild: ESA / S. Corvaja)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Mit dem Rückflug des Kosmonauten Owtschinin zur Erde bzw. der Beendigung der Expedition 60 wird Parmitano im Herbst auch die Rolle des ISS-Kommandanten für die anschließende Expedition 61 übernehmen, womit nach den ESA-Astronauten Frank De Winne (2009) und Alexander Gerst (2018) zum dritten Mal ein europäischer Astronaut und zum ersten Mal ein italienischer ESA-Astronaut diese Funktion innehaben wird. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Für De Winne, heute Leiter des Astronautenzentrums der ESA in Köln, beweist Parmitanos Ernennung zum ISS-Kommandanten die Anerkennung der Rolle der ESA im Kreise der internationalen Raumfahrtagenturen: &#8222;Wir sind verlässlich und man verlässt sich auf uns&#8220;, so De Winne. &#8222;Und das nicht nur bei dem Gerät, das wir liefern, sei es für die Raumstation oder das neue Service-Modul für das Raumfahrzeug Orion, sondern auch bei der Organisation der Mannschaftstätigkeiten an Bord. Ich denke, die Investitionen der ESA-Mitgliedstaaten haben hier zu sehr bemerkenswerten Resultaten geführt.&#8220; </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Den Mond im Blick</strong>
<br>
Angesichts von Parmitanos Starttermin genau 50 Jahre nach der ersten Apollo-Mondlandung erscheint es nur logisch, dass er Experimente durchführen wird, die den Weg für künftige Weltraumexplorationsvorhaben ebnen sollen.  </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22072019082701_big_3.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22072019082701_small_3.jpg" alt="UK Centre for Astrobiology/University of Edinburgh–Rosa Santomartino " width="260"/></a><figcaption>
zum Experiment BioRock 
<br>
(Bild: UK Centre for Astrobiology/University of Edinburgh–Rosa Santomartino )
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Zu diesen Experimenten zählt beispielsweise BioRock. Es soll Wissenschaftlern helfen zu verstehen, ob für den biologischen Abbau von Substanzen auf der Erde eingesetzte Mikroben ihre Arbeit auch auf anderen Himmelskörpern verrichten könnten und wie sich Bakterienstämme auf Gesteinen im Weltraum vermehren. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Darüber hinaus wird Parmitano das Life Support Rack der ESA erproben und nutzen, mit dem Kohlendioxyd in zum Atmen nutzbaren Sauerstoff umgewandelt werden kann. Dieses Gerät ist Teil der von der ESA anvisierten Fähigkeit, Astronauten unabhängig vom Planeten Erde im All dauerhaft überlebensfähig zu machen. Parmitano wird ferner von der ISS aus einen auf der Erde befindlichen Rover bedienen, um Fernsteuerungsfunktionen zu testen, die auch auf dem Mond zum Einsatz kommen könnten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ergebnisse dieser Experimente werden in den Beitrag der ESA zum Lunar Gateway und zur Mondmission Heracles einfließen, die im Rahmen von Gemeinschaftsvorhaben mit ihren internationalen Partnern verwirklicht werden sollen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Der heutige Flug ist auch Teil unserer künftigen Reise in Richtung Mond&#8220;, verkündete ESA-Generaldirektor Jan Wörner. &#8222;Wir freuen uns gemeinsam mit unseren internationalen Partnern darauf, Mitglieder einer neuen Generation von Entdeckern des Weltraums zu werden und allen unseren Mitgliedstaaten Forschungsmöglichkeiten und einen Zugang zum Weltraum eröffnen zu können.&#8220; </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ausstieg in den Weltraum</strong>
<br>
Luca Parmitano hat sich auch auf Außenbordeinsätze vorbereitet, bei denen er mit Teams am Boden zusammengearbeitet hat, die neue Verfahren und Werkzeuge zur Reparatur des Alpha-Magnetspektrometers (AMS-02) entwickelt haben. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei dem im Jahr 2011 an der Außenseite der Raumstation angebrachten AMS-02 handelt es sich um einen Teilchenphysik-Detektor zur Erfassung kosmischer Strahlung, von dem sich Wissenschaftler einen Beitrag zum Verständnis der dunklen Materie sowie der Antimaterie erhoffen. Das Spektrometer war ursprünglich nur für eine dreijährige Nutzung im Weltraum ausgelegt, arbeitete jedoch so reibungslos, dass sein Einsatz verlängert wurde. Allerdings müssen hierfür drei seiner vier Kühlpumpen bei einem anspruchsvollen Außenbordeinsatz repariert werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Beyond &#8211; über den derzeitigen Horizont hinaus</strong>
<br>
Parmitanos Mission &#8222;Beyond&#8220; ist Teil der langfristigen Vision der ESA, die eine erstmalige Entsendung europäischer Astronauten über die Erdumlaufbahn hinaus vorsieht und Europa als Schlüsselpartner bei der bemannten Exploration des Sonnensystems etablieren will. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22072019082701_big_4.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/22072019082701_small_4.jpg" alt="ESA / NASA" width="260"/></a><figcaption>
Experiment ICE Cubes im ISS-Modul Columbus 
<br>
(Bild: ESA / NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Ziel der ESA ist es, in Zusammenarbeit mit internationalen Partnern allen Bürgern in Europa zu neuen Erkenntnissen, Innovationen und Inspirationen zu verhelfen und Wissenschaftlern mit neuen ISS-Einrichtungen, wie etwa dem 2018 im Columbus-Modul eingerichteten Dienst für internationale kommerzielle Experimente (ICE Cubes), den Zugang zu Forschungsmöglichkeiten zu erleichtern. </p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Die Erfahrungen, die wir heute in der niedrigen Erdumlaufbahn gewinnen, werden es der nächsten Generation ermöglichen, bei ihren fortlaufenden Entdeckungen noch weiter vorzustoßen. Wenn wir erneut zum Mond und darüber hinaus bis zum Mars fliegen wollen, müssen wir wissen, wie wir in diesen anderen Welten überleben und arbeiten können. Auf dem Weg dahin stellt die Internationale Raumstation einen wichtige Etappe dar&#8220;, so Parmitano. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Live-Schaltung zu Parmitano und Aktuelles zu seiner Mission</strong>
<br>
Die erste europäische Pressekonferenz mit einer Live-Schaltung zu Luca Parmitano auf der ISS ist am 29. Juli im Museo Nazionale della Scienza e della Tecnologia &#8222;Leonardo da Vinci&#8220; in Mailand geplant. Sie steht europäischen Medienvertretern offen und wird live übertragen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere aktuelle Online-Meldungen zur Mission &#8222;Beyond&#8220; werden auf folgender Webseite veröffentlicht: <a class="a" href="https://blogs.esa.int/exploration/category/astronauts/luca-parmitano/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Luca Parmitano</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Dort kann auch der Podcast &#8222;ESA explores&#8220; mit aktuellen Meldungen und Interviews mit Astronauten-Experten zur gesamten Mission abgerufen werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Über die ESA</strong>
<br>
Die Europäische Weltraumorganisation (ESA), Europas Tor zum Weltraum, ist eine 1975 gegründete zwischenstaatliche Organisation, deren Aufgabe darin besteht, europäische Raumfahrtkapazitäten zu entwickeln und sicherzustellen, dass die Investitionen in die Raumfahrt den Bürgern in Europa und anderswo zugutekommen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die ESA hat 22 Mitgliedstaaten: Belgien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Luxemburg, die Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, die Schweiz, Spanien, die Tschechische Republik, Ungarn und das Vereinigte Königreich. Slowenien ist assoziiertes Mitglied. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Außerdem arbeitet die ESA förmlich mit sechs EU-Mitgliedstaaten zusammen. Im Rahmen eines Kooperationsabkommens nimmt auch Kanada an bestimmten ESA-Programmen teil. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Dank der Koordinierung der Finanzressourcen und Kompetenzen ihrer Mitgliedstaaten kann die ESA Programme und Tätigkeiten durchführen, die weit über die Möglichkeiten eines einzelnen europäischen Landes hinausgehen. Des Weiteren arbeitet sie eng mit der EU bei der Verwirklichung der Programme Galileo und Copernicus und mit EUMETSAT bei der Entwicklung von Meteorologiemissionen zusammen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die ESA entwickelt Raumfahrzeugträger, Satelliten und Bodenanlagen, um sicherzustellen, dass Europa bei Raumfahrtvorhaben weltweit an der Spitze bleibt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie entwickelt und startet Erdbeobachtungs-, Navigations-, Telekommunikations- und Astronomiesatelliten, schickt Raumsonden in entlegene Regionen des Sonnensystems und beteiligt sich an der bemannten Exploration des Weltraums. Außerdem führt sie ein umfangreiches Anwendungsprogramm zur Entwicklung von Erdbeobachtungs-, Navigations- und Telekommunikationsdiensten durch. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=15617.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Sojus MS-13 (Nr.746) &#8211; Sojus-FG &#8211; Baikonur 1/5</a> </li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Vergangenheit würdigen und Zukunft vorbereiten</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/vergangenheit-wuerdigen-und-zukunft-vorbereiten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Jun 2019 09:16:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[Astronaut]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[European Space Talks]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
		<category><![CDATA[Mondlandung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die ESA greift mit den European Space Talks (Europäische Raumfahrtgespräche) ebenfalls das Thema Mond auf. Eine Information der Europäischen Raumfahrtagentur (European Space Agency, ESA). Quelle: ESA. Aus Anlass der weltweiten Feiern zum Jahrestag der ersten Landung eines Astronauten auf der Mondoberfläche in diesem Sommer, wird die ESA mit den European Space Talks (Europäische Raumfahrtgespräche) ebenfalls [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die ESA greift mit den European Space Talks (Europäische Raumfahrtgespräche) ebenfalls das Thema Mond auf. Eine Information der Europäischen Raumfahrtagentur (European Space Agency, ESA).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: ESA.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aus Anlass der weltweiten Feiern zum Jahrestag der ersten Landung eines Astronauten auf der Mondoberfläche in diesem Sommer, wird die ESA mit den European Space Talks (Europäische Raumfahrtgespräche) ebenfalls das Thema Mond aufgreifen. Vor fünfzig Jahren wurden die Menschen vom Weltraum inspiriert, als Neil Armstrong und Buzz Aldrin auf dem Mond landeten. Jetzt können unsere Pläne, auf den Mond zu gehen und viele andere herausfordernde Aufgaben zu übernehmen, eine ganz neue Generation inspirieren. Da kommen Sie ins Spiel! </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20062019111602_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20062019111602_small_1.jpg" alt="ESA" width="260"/></a><figcaption>
Logo zu den European Space Talks 
<br>
(Bild: ESA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Nach dem Erfolg der ersten Serie im Jahr 2018 sind die European Space Talks bereit für die nächste Runde. European Space Talks lädt Weltraumbegeisterte ein, sich in großen oder kleinen Gruppen zu treffen und ihre Leidenschaft für den Weltraum zu teilen &#8211; sei es eine Gruppe von Freunden, die sich zum Kaffee treffen, ein Gastredner, der in ein Klassenzimmer kommt, oder eine große öffentliche Veranstaltung mit Weltraumwissenschaftlern und Ingenieuren auf der Bühne. 25.000 Menschen aus 26 Ländern nahmen im vergangenen Jahr an einem Space Talk teil, darunter ein großes Finale am Frankfurter Flughafen, an dem sich zusätzliche auch viele Menschen online beteiligten. In diesem Jahr soll die Initiative noch größer werden, wenn Europa über die Inspiration des Weltraums nachdenkt und die Menschen ihre Leidenschaft teilen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der ESA-Astronaut Thomas Pesquet wird die Saison der Space Talks mit einem Auftritt auf der Pariser Luft- und Raumfahrtshow in Le Bourget am 21. Juni starten. Dort wird die ESA-Bühne Prominente aus den Bereichen Raumfahrt, Sport und Musik begrüßen. Auch die Fête de la Musique beginnt an diesem Tag. Thomas wird die Bühne daher mit dem Saxophonisten Guillaume Perret, Komponist des Soundtracks aus dem Dokumentarfilm &#8222;16 Sonnenaufgänge&#8220;, und einem jungen Kollegen der ESA mit einem überraschenden Musiktalent teilen. Der französische Segler François Gabart wird darüber berichten, wie das All ihn inspiriert und unterstützt.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20062019111602_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20062019111602_small_2.jpg" alt="ESA / Philippe Sebirot " width="260"/></a><figcaption>
ESA-Astronaut Reinhold Ewald bei Space Talks 2018 am Flughafen Frankfurt/Main 
<br>
(Bild: ESA / Philippe Sebirot )
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Dies ist der Beginn einer ganzen Reihe von Gesprächen, die bis Ende Oktober dauern und die die Inspiration der Vergangenheit in die Vorbereitungen für die Zukunft der Weltraumforschung einbringen. ESA-Astronaut Luca Parmitano wird in einer einzigartigen Position sein, um das Jubiläum der Mondlandung zu feiern, da er an diesem Tag zur Internationalen Raumstation fliegen soll. Aber vielleicht möchten Sie Ihre Leidenschaft für den Weltraum durch Musik, Kunst, Literatur oder durch einige andere Highlights dieses Jahres teilen, wie z.B. den Start der Cheops Exoplaneten-Mission oder die Sonnen- und Mondfinsternisse im Juli. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie bisher können Organisatoren auf der Website einen Space Talk mit Zeit, Ort und Beschreibung registrieren, Sprecherprofile hochladen und sich online austauschen. Die Vorträge des letzten Jahres reichten von einigen Dutzend bis zu mehreren hundert Zuhörern, und die Themen sind nur durch Ihre Vorstellungskraft begrenzt. Teilen Sie uns mit, wie der Weltraum Sie inspiriert hat &#8211; Beiträge mit #spacetalks werden auf der Space Talks Website mit dem Titel &#8222;<a class="a" href="https://web.archive.org/web/20190720150551/https://spacetalks.net/space2inspire/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Space2Inspire</a>&#8220; erscheinen.  </p>
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