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	<title>Astronaut:innen &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>Astronaut:innen &#8211; Raumfahrer.net</title>
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		<title>Asteroid Day 2024: RN trifft Julie Payette und Mark Polansky</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Kirsten Müller]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Jul 2024 14:23:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im Rahmen der Hauptveranstaltung des Asteroid Day in Luxemburg hatte Raumfahrer.net am 29. Juni 2024 die Gelegenheit ein Interview mit den Raumfahrern Julie Payette und Mark Polansky zu führen. Ein Beitrag von Kirsten Müller und Ingo Muntenaar. Julie Payette wurde am 20. Oktober 1963 in Montreal, Quebec geboren und ist kanadische Staatsbürgerin. Sie studierte an [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Im Rahmen der Hauptveranstaltung des Asteroid Day in Luxemburg hatte Raumfahrer.net am 29. Juni 2024 die Gelegenheit ein Interview mit den Raumfahrern Julie Payette und Mark Polansky zu führen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Kirsten Müller und Ingo Muntenaar.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-full has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/07/JuliePayetteMarkPolanskyIngoKirstenLuxemburg1k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="v.l.: Kirsten Müller, Julie Payette, Mark Polansky, Ingo Muntenaar." data-rl_caption="" title="v.l.: Kirsten Müller, Julie Payette, Mark Polansky, Ingo Muntenaar." data-wpel-link="internal"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="260" height="347" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/07/JuliePayetteMarkPolanskyIngoKirstenLuxemburg26.jpg" alt="v.l.: Kirsten Müller, Julie Payette, Mark Polansky, Ingo Muntenaar." class="wp-image-142420" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/07/JuliePayetteMarkPolanskyIngoKirstenLuxemburg26.jpg 260w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2024/07/JuliePayetteMarkPolanskyIngoKirstenLuxemburg26-225x300.jpg 225w" sizes="(max-width: 260px) 100vw, 260px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">v.l.: Kirsten Müller, Julie Payette, Mark Polansky, Ingo Muntenaar. (Bild: Raumfahrer.net)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Julie Payette wurde am 20. Oktober 1963 in Montreal, Quebec geboren und ist kanadische Staatsbürgerin. Sie studierte an der McGill University in Montreal und erhielt dort 1986 einen Bachelor of Engineering mit Auszeichnung und 1990 einen Master of Applied Science in Technischer Informatik.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie bewarb sich bei der kanadischen Raumfahrtagentur als Astronautin und wurde am 9. Juni 1992 zusammen mit Chris Hadfield, Michael McKay und Dafydd Williams ausgewählt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Vorbereitung ihrer Astronautenausbildung erwarb sie ihre Berufspilotenlizenz und danach ihre Musterberechtigung zum Fliegen des Militärjet CT-114 Tutor, sowie die militärische Instrumentenflugberechtigung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ab August 1996 begann sie im Johnson Space Center in Houston ihre Ausbildung zur Missionsspezialistin, die sie im April 1998 abschloss.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als achter kanadischer Staatsbürger absolvierte sie als Missionsspezialistin ihren ersten Raumflug vom 27. Mai bis 6. Juni 1996 an Bord der Raumfähre Discovery im Rahmen der Mission STS-96.</p>



<p class="wp-block-paragraph">STS-96 war eine Logistik- und Versorgungsmission zur Internationalen Raumstation. Diese Mission mit der Designation <a href="https://www.raumfahrer.net/ssaf-2a-1/" data-wpel-link="internal">ISS-02-2A.1</a> brachte sowohl logistische Ausrüstung als auch den Integrated Cargo Carrier (<a href="https://www.raumfahrer.net/integrated-cargo-carrier-icc/" data-wpel-link="internal">ICC</a>) mit dem russischen Frachtkran STRELA zur ISS, welcher an der Außenseite des russischen Stationssegments montiert wurde. Auch wurden ca. 2 Tonnen Versorgungsgüter zur Raumstation transferiert. Zum Zeitpunkt des Fluges STS-96 bestand die Internationale Raumstation aus den Modulen Unity und dem Servicemodul <a href="https://www.raumfahrer.net/sarja/" data-wpel-link="internal">Zarya</a> und diese Mission diente u.a. der Vorbereitung des Einzugs der dreiköpfigen Besatzung Expedition 1.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ihre zweite Mission an Bord der Raumfähre Endeavour absolvierte Julie Payette im Rahmen der Mission STS-127. Sie war ebenfalls als Missionsspezialistin eingesetzt und flog vom 15. &#8211; 31. Juli 2009. Hauptziel von STS-127 (ISS-2J/A JEM EF, JEM ELM-ES) war die Lieferung und Installation des dritten und letzten Teils der Japanese Exposed Facility (JEM EF) an <a href="https://www.raumfahrer.net/kibo/" data-wpel-link="internal">Kibo</a> und des Kibo Japanese Experiment Logistics Module &#8211; Exposed Section (JEM ELM-ES).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Insgesamt absolvierte Julie Payette zwei Raumflüge als Missionsspezialistin mit einer Fluggesamtdauer von 25 Tagen und 12 Stunden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Julie Payette verließ die kanadische Raumfahrtagentur im Mai 2013.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach ihrer Astronautenkarriere war Julie Payette in verschiedensten Aufsichtsräten und Beiräten tätig. Vom 2. Oktober 2017 bis zum 21. Januar 2021 diente Julie Payette als Generalgouverneurin von Kanada und hielt formaltheoretisch die Stellung des Oberbefehlshabers der Kanadischen Streitkräfte im Namen des Königs von Kanada.</p>



<p class="wp-block-paragraph">STS-127 war ebenfalls der letzte Raumflug von Mark Polansky.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mark Polansky wurde am 2. Juni 1956 im Bundesstaat New Jersey geboren. 1978 machte Polansky seine Bachelor- und Masterabschlüsse in Luft- und Raumfahrttechnik an der Purdue University.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Januar 1980 erwarb er auf der Vance Air Force Base (AFB), Oklahoma, die Pilotenlizenz. Danach war Polansky von 1980 bis 1983 der Langley AFB, Virginia, zugeteilt, wo er die F-15 flog. 1983 wechselte Polansky zur F-5E und diente als Aggressor-Pilot, wo er taktische Flugzeugbesatzungen zur Bekämpfung feindlicher Flugzeugtaktiken ausbildete.</p>



<p class="wp-block-paragraph">1986 absolvierte er die USAF Test Pilot School auf der Edwards AFB in Kalifornien. Nach seiner erfolgreichen Ausbildung zum Testpiloten wurde er der Eglin AFB in Florida zugewiesen, wo er Waffen- und Systemtests an den Flugzeugen F-15, F-15E und A-10 durchführte. 1992 verließ Polansky den aktiven Militärdienst, um eine Karriere bei der NASA einzuschlagen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im gleichen Jahr wurde er von der NASA als Raumfahrtingenieur und Forschungspilot unter Vertrag genommen. Dort war er der Abteilung Flugzeugbetrieb im Johnson Space Center in Texas zugeteilt. Eine seiner Aufgaben war die Unterrichtung von Landetechniken der Astronautenpiloten auf dem Shuttle Training Aircraft sowie die Unterrichtung von Astronautenpiloten und Missionsspezialisten auf dem Trainingsflugzeug T-38.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im April 1996 wurde Polansky als Astronautenanwärter der NASA ausgewählt und begann im August 1996 mit seiner Astronautenausbildung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach dem Abschluss seiner Ausbildung durchlief Mark Polansky weitere Stationen im Unterstützungsteam am Kennedy Space Center bei Space Shuttle-Starts und -Landungen, Leiter der CAPCOM-Abteilung (April 2002 bis Dezember 2002), leitender Astronautenausbilder (April 2003 bis Januar 2004) und Leiter der Abteilungen Return to Flight und Orbiter Repair. Polansky war außerdem Betriebsdirektor des NASA Verbindungsbüros im Gagarin Cosmonaut Training Center in Star City, Russland.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seinen ersten Raumflug absolvierte Polansky als Pilot auf der Mission STS-98 des Space Shuttle Atlantis vom 7. bis 20. Februar 2001. Hauptziel des Fluges mit der Designation ISS-06-5A war der Transport und die Installation vom U.S. Labor &#8222;<a href="https://www.raumfahrer.net/destiny/" data-wpel-link="internal">Destiny</a>&#8220; an die Internationale Raumstation.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Den ersten Flug als Kommandant absolvierte Mark Polansky dann auf der Mission STS-116. Das Space Shuttle Discovery flog mit der Designation <a href="https://www.raumfahrer.net/ssaf-12a-1/" data-wpel-link="internal">ISS-20-12A.1</a> vom 10. bis 22. Dezember 2006 zur ISS. Hauptaufgabe dieser Mission war der Transport und die Installation des ITS P5, eines Teils der integrierten Gitterstruktur.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf der Mission STS-127 war Mark Polansky erneut der Kommandant der Mission. Eines seiner Besatzungsmitglieder war Julie Payette.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Insgesamt hat Mark Polansky bei seinen drei Raumflügen 41 Tage und fast 11 Stunden im Weltraum verbracht. Am 30.06.2012 ist er aus dem Astronautenkader der NASA ausgeschieden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumfahrer.net (RN):</strong> STS-127 war Ihr letzter Raumflug. Wussten Sie zu diesem Zeitpunkt bereits, dass dies Ihr letzter Raumflug sein würde und dass Sie möglicherweise nicht zur Raumstation zurückkehren würden?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Mark Polansky (M.P.):</strong> Ich hatte bereits lange vor dem Start von STS-127 beschlossen, dass dieses mein letzter Raumflug sein würde.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Julie Payette (J.P.):</strong> Ich wusste es auch so gut wie sicher. Für kanadische Staatsbürger gab es nur sehr wenige Fluggelegenheiten. Nach meiner Berufung zu STS-127 gab es noch drei weitere kanadische Raumflugkandidaten, die noch nicht geflogen waren und es war an der Zeit, dass diese auch ihren ersten Raumflug bekommen würden. Wir haben jetzt einen kanadischen Raumfluganwärter, der nächstes Jahr mit <a href="https://www.raumfahrer.net/tag/artemis-2/" data-wpel-link="internal">Artemis-II</a> fliegen wird. Er wartet bereits seit 15 Jahren auf seinen ersten Raumflug.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>RN:</strong> Sie sprechen da gerade Jeremy Hansen an.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>J.P.:</strong> Daran können Sie erkennen, dass es wichtig ist, andere Kandidaten in die Pflicht zu nehmen. Ich hatte andere Optionen für meinen weiteren Werdegang und bin nach Kanada zurückgekehrt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>RN:</strong> Kommen wir mal auf den Beginn ihrer akademischen Ausbildung zurück, oder vielleicht sogar Ihre Kindergartenzeit. Wann haben Sie für sich beschlossen eine Astronautenkarriere einzuschlagen?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>M.P.:</strong> Ich bin in den 1960er Jahren aufgewachsen. Ich habe mich in der Zeit sehr stark mit den Anfängen der bemannten Raumfahrt und dem Wettrennen zum Mond zwischen den USA und der Sowjetunion befasst. Als ich 13 Jahre alt war, sind wir auf dem Mond gelandet. Als Kind hatte ich immer schon den Wunsch verspürt Astronaut zu werden. Allerdings wollen viele Kinder Astronaut, Doktor, Profisportler, …</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>J.P.:</strong> …Rockstars…</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>M.P.:</strong> … werden. Als ich schliesslich auf die Universität ging, wurde es ernster mit dem Berufswunsch. In meinem ersten Jahr auf der Universität habe ich Gene Cernan, den letzten Menschen, der den Mond betreten hat, getroffen. Das Treffen fand in einem recht intimen Rahmen statt. Und dieses Treffen hat mich zum Nachdenken gebracht. Dieses Treffen hat mich dann in die Position gebracht, um die richtigen Schritte in Richtung Astronautenkarriere einzuschlagen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>RN:</strong> Für einen kanadischen Staatsbürger war es dann wohl noch einiges schwerer. Als Sie Frau Payette ihren Universitätsabschluss erlangten, gab es nur einen kanadischen Astronauten. Marc Garneau flog vom 5. bis 13. Oktober 1984 in den Weltraum. Und es gab auch nicht viele kanadische Staatsbürger, in deren Fußstapfen Sie treten konnten. Roberta Bondar flog erst 1992.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>J.P.:</strong> Aber es ist eine Anmaßung, dass man sich von einer Person inspirieren lässt, die aus demselben Land kommt, so aussieht wie man selbst oder demselben Geschlecht angehört. Es gibt tatsächlich weltweit Menschen, die sich von den Apollo-Missionen inspirieren ließen, die zum Mond flogen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich wurde Anfang der 1960er Jahre geboren und ich habe die Apollo-Missionen gesehen. Bei der ersten Mondlandung muss ich wohl geschlafen haben. Das sagte mir meine Mutter. Ich war einfach zu klein. Apollo 16 und Apollo 17 habe ich dann in der Schule mitverfolgt. Und es spielte keine Rolle, dass sie nicht wie ich waren oder nicht aus demselben Land kamen. Sie sprachen nicht einmal die gleiche Sprache, die ich verstand. Als ich zehn war, habe ich nicht wirklich Englisch gesprochen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber es war sehr inspirierend, und ich wollte Astronaut werden, weil ich gesehen habe, wie die Apollo-Astronauten auf dem Mond gelandet sind und dann auf dem Mond spazieren gingen und den Lunar Rover fuhren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Später, als Marc Garneau in den Weltraum flog, war ich schon an der Universität und hatte schon einige Entscheidungen getroffen, denn das ist es, was wir den jungen Leuten raten: Lege gute Eier in deinen Korb. Wenn Sie Rennfahrer werden wollen, müssen Sie vielleicht etwas anderes tun, als wenn Sie Arzt oder Feuerwehrmann oder etwas anderes werden wollen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich wurde Ingenieur, weil ich Astronaut werden wollte. Auch wenn es so etwas wie kanadische Astronauten nicht gab.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber dann ist es passiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>RN:</strong> Das heißt Sie wollten auch keine Langzeitmission auf der Internationalen Raumstation absolvieren?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>J.P.:</strong> Doch, doch. Aber wie ich gerade bereits erwähnt hatte, hat Kanada nur sehr wenig Flugmöglichkeiten. Zum Zeitpunkt als ich meine zweite Mission flog, haben 3 weitere kanadische Astronauten auf ihren ersten Flug gewartet. Ich hätte sehr gerne eine Langzeitmission geflogen, aber auch so war ich sehr privilegiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>RN:</strong> Für Sie Herr Polansky war eine Langzeitmission auf der Internationalen Raumstation keine Option? Es gab ja doch mehrere Astronauten, wie z.B. Frank Culbertson, Ken Bowersox, Scott Kelly, Ron Garan, Kevin Ford, die als Piloten das Space Shuttle geflogen haben, und danach als Flugingenieur eine Langzeitmission absolviert haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>M.P.:</strong> Nein, es war immer eine Option. Du musstest nur aktiv deine Präferenzen gegenüber dem NASA Management äußern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber die Zeiten haben sich geändert und die Dinge haben sich weiterentwickelt. In der Anfangsphase des Baus der Raumstation gab es nicht so viele Piloten, die Langzeitmissionen geflogen sind, weil wir die Piloten brauchten, um das Space Shuttle zu fliegen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und es waren dann hauptsächlich die Piloten, die zum Ende ihrer aktiven Astronautenkarriere einen Langzeitaufenthalt auf der ISS durchgeführt haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Laufe der Zeit gab es immer weniger Shuttle-Flüge und das Büro hat sich verändert. Damals gab es eine bestimmte Aufteilung. Man musste so viele Piloten haben, dass man sie als Pilot-Astronauten einstellte. Heute ist das nicht mehr der Fall. Jetzt ist es eher ein homogenes Büro, in dem jeder größtenteils die gleiche Art von Aufgabe an Bord der ISS sucht. Das ändert sich gerade ein wenig wegen Artemis und dem, was dort passiert. Es kommt einfach auf den Bedarf des Büros an.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>RN:</strong> Sie haben 3 Flüge absolviert, einen als Pilot, zwei als Kommandant (an M.P. gerichtet) und Sie haben an zwei Flügen als Missionsspezialist (an J.P. gerichtet) teilgenommen. Welcher Ihrer Flüge war der wichtigste und welcher hatte den größten Spaßfaktor?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>M.P.:</strong> Meine Antwort wird immer die gleiche sein. Da könnten Sie mir die Frage stellen welches von meinen Kindern ich am meisten liebe. Und ich habe kein Lieblingskind. Jede Mission war unterschiedlich, die Werkzeuge, die wir verwendet haben, waren unterschiedlich und unser Auftrag war auch immer unterschiedlich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der erste Flug – nichts ist so besonders wie das erste Mal im Weltraum. Der letzte Flug war speziell weil ich da wusste, das es mein letzter Flug ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>J.P.:</strong> … und es war eine großartige Mission …</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>M.P.:</strong> Es waren alles großartige Missionen. Die zweite Mission war meine erste, in der ich der Kommandant war. Und das war schon was Besonderes. Und du hast keinen Spaß, wenn du fragst, was davon am meisten Spaß gemacht hat. Wenn du im Weltraum bist und keinen Spaß hast, dann stimmt etwas nicht mit dir.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>J.P.:</strong> Ich war sehr privilegiert. Mein erster Flug fand ganz am Anfang des Aufbaus der Internationalen Raumstation statt. Wir waren erst die zweite Crew, die dort ankam und die erste Crew, die manuell an die Raumstation andockte. Es gab nur diese beiden Module (Anmerkung der Redaktion: Unity und Zarya) und die Station war unbesetzt. Zehn Jahre später fliege ich meine nächste Mission ganz am Ende der Konstruktionsphase. Welch ein Privileg, diese Ära miterlebt zu haben. Und natürlich arbeitet man zwischen den Flügen am Boden. Man unterstützt die Missionen der anderen Kollegen am Boden. Ich habe viele Jahre in der Missionskontrolle gearbeitet und war immer noch sehr stark an den Missionen anderer beteiligt. Ich denke, es war ein großes Privileg, genau zu dieser Zeit dort zu sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich denke, ich hatte das große Privileg, beim Bau dieser außergewöhnlichen Plattform und des Orbitallabors ISS dabei gewesen zu sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>RN:</strong> Lassen Sie uns über das Hier und Jetzt sprechen. Wir sind beim<a href="https://www.raumfahrer.net/tag/asteroid-day/" data-wpel-link="internal"> Asteroid Day</a> in Luxemburg. Dieser 30. Juni erinnert an den Asteroideneinschlag im Jahr 1908 in der Region Tunguska im heutigen Gebiet Krasnojarsk. Der Asteroidentag soll das Bewusstsein für die Gefahr des Einschlags eines Asteroiden oder Kometen in die Erdatmosphäre schärfen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie sehen Ihre Vorstellungen für eine Asteroidenabwehr aus?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>J.P.:</strong> Ich weiß jetzt gerade nicht genau, ob Sie auch gestern den Programmpunkt des Asteroid Day Programms miterlebt haben (Anmerkung der Redaktion: Ja, haben wir) als erwähnt wurde, dass wir in unserer Entwicklung als raumfahrtbetreibende Welt an einem Punkt angelangt sind, an dem wir nie wieder ein Ereignis wie den Asteroideneinschlag vor 56 Millionen Jahren erleben werden, der die Dinosaurier aussterben ließ. Es wird nie wieder ein Massenaussterben aufgrund eines Asteroideneinschlags geben, weil wir in der Lage sind, sie kommen zu sehen und uns darauf vorzubereiten. Es ist wichtig, über die planetarische Verteidigung zu sprechen. Aber wenn es tatsächlich zu einer Annäherung zwischen einem Asteroiden und unserem Planeten kommt, werden wir das schon Jahre, wenn nicht Jahrzehnte vorher wissen. Wenn wir dieses Ding kommen sehen, werden wir einen Plan haben, um sicherzustellen, dass es uns nicht schadet. Und das alles nur, weil wir Raumfahrt betreiben.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>M.P.:</strong> Ich denke einfach, dass wir im Laufe der Zeit so viel gelernt haben, und es ist eine Tatsache, dass wir Veranstaltungen wie diese und viele andere auf der ganzen Welt haben, dass wir Menschen haben, die ihr Leben und ihre Karriere der Planetenverteidigung, der Asteroidenerkennung und der Kollisionsvermeidung widmen, dass wir Missionen wie <a href="https://www.raumfahrer.net/tag/dart/" data-wpel-link="internal">DART</a> hatten, die bewiesen haben, dass wir Dinge tun können, die nicht nur theoretisch sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn man sich also ansieht, wie weit wir gekommen sind und wie wir immer mehr lernen und unsere Technologien weiterentwickeln, bin ich sehr optimistisch, was die Zukunft angeht, und Veranstaltungen wie diese tragen wirklich dazu bei, dies der gesamten Weltbevölkerung zu vermitteln.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>RN:</strong> Wir bedanken uns bei Ihnen, dass Sie sich die Zeit für uns genommen und uns für ein Interview zur Verfügung gestanden haben.</p>


<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=16280.msg563618#msg563618" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Asteroid Day</a></li>
</ul>
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			</item>
		<item>
		<title>Die ESA-Astronaut:innen Sophie Adenot und Raphaël Liégeois für ISS-Mission ernannt</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/die-esa-astronautinnen-sophie-adenot-und-raphael-liegeois-fuer-iss-mission-ernannt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 May 2024 17:03:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Besatzungen]]></category>
		<category><![CDATA[ISS]]></category>
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		<category><![CDATA[Raphaël Liégeois]]></category>
		<category><![CDATA[Raumstation]]></category>
		<category><![CDATA[Sophie Adenot]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die ESA Astronaut:innen Sophie Adenot und Raphaël Liégeois sind für ihre ersten Raumflüge zur Internationalen Raumstation (ISS) auf Missionen ausgewählt worden, die derzeit für 2026 geplant sind. Eine Pressemitteilung der European Space Agency (ESA). Quelle: ESA 22. Mai 2024. 22. Mai 2024 &#8211; Dieser bedeutende Meilenstein wurde heute vom ESA-Generaldirektor Josef Aschbacher auf der Tagung [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die ESA Astronaut:innen Sophie Adenot und Raphaël Liégeois sind für ihre ersten Raumflüge zur Internationalen Raumstation (ISS) auf Missionen ausgewählt worden, die derzeit für 2026 geplant sind. Eine Pressemitteilung der European Space Agency (ESA).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: ESA 22. Mai 2024.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-full has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/SophieAdenotRaphaelLiegeoisESAAConigli2k.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="Sophie Adenot und Raphaël Liégeois. (Bild: ESA - A. Conigli)" data-rl_caption="" title="Sophie Adenot und Raphaël Liégeois. (Bild: ESA - A. Conigli)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="260" height="200" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/SophieAdenotRaphaelLiegeoisESAAConigli26.jpg" alt="Sophie Adenot und Raphaël Liégeois. (Bild: ESA - A. Conigli)" class="wp-image-140312"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Sophie Adenot und Raphaël Liégeois. (Bild: ESA &#8211; A. Conigli)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">22. Mai 2024 &#8211; Dieser bedeutende Meilenstein wurde heute vom ESA-Generaldirektor Josef Aschbacher auf der Tagung des Weltraumrates am 22. und 23. Mai 2024 in Brüssel bekanntgegeben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Generaldirektor bemerkte: „Die Ernennung von Sophie und Raphaël als nächste ESA- Astronaut:innen, die zur <a href="https://www.raumfahrer.net/tag/iss/" data-wpel-link="internal">Internationalen Raumstation</a> fliegen, ist ein bedeutender Meilenstein für die ESA und seinen Astronautenjahrgang 2022. Sie ist ein greifbares Ergebnis unseres Engagements, eine starke europäische Präsenz im internationalen Kontext fortzusetzen. Da sich die Explorationstätigkeiten in nie dagewesenem Tempo entwickeln, ist die Entsendung von zwei neu graduierten ESA-Astronauten in den Weltraum ein entscheidender Schritt auf dem Weg zur Erhaltung des europäischen Know-hows, um Europas langfristige Beteiligung an laufenden Programmen wie Artemis sowie an künftigen Projekten im Bereich bemannte Raumfahrt und Exploration sicherzustellen.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sophie und Raphaël, Mitglieder des jüngsten Jahrganges von ESA-Astronaut:innen, die 2022 ausgewählt wurden, schlossen kürzlich ihre einjährige Grundausbildung ab, die ihren Höhepunkt in ihrer offiziellen Abschlussfeier am 22. April im Europäischen Astronautenzentrum in ESA in Deutschland erreichte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit der Ernennung von Sophie und Raphaël sollen die ersten beiden Astronaut:innen des ESA-Astronautenjahrganges 2022 zu Langzeitmissionen zur Internationalen Raumstation aufbrechen, wobei Sophie als Erste fliegen soll, gefolgt von Raphaël.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Mit Sophies und Raphaëls Einsatz für ISS-Expeditionen erleben wir die Verwirklichung ihrer lebenslangen Träume und Bestrebungen, die sowohl ihre persönlichen Leistungen als auch die kollektive Leistung des Teams symbolisieren, das sie im Europäischen Astronautenzentrum ausgebildet hat&#8220;, bemerkte Daniel Neuenschwander, Direktor für Bemannte und Unbemannte Raumfahrt bei der ESA. „Heute werden diese beiden erstaunlichen Personen die ESA als zuverlässigen Partner an Bord der Raumstation vertreten und die Wettbewerbsfähigkeit der ESA verkörpern.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sophie wurde 1982 in Frankreich geboren und ist Ingenieurin, Testpilotin für Hubschrauber und Oberst bei der französischen Luft- und Raumfahrtbehörde. „Es ist eine große Ehre, für diese Mission ausgewählt zu werden! Ich bin wirklich begeistert, einen neuen Teil dieser Reise zu beginnen, der es mir ermöglichen wird, einen Beitrag zur wissenschaftlichen Forschung und Exploration an Bord der Internationalen Raumstation zu leisten. Und zu denken, dass ich dazu in der Lage sein werde, Frankreich und Europa mit der ESA zu vertreten, verleiht diesem Abenteuer eine neue Dimension.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Raphaël wurde 1988 in Belgien geboren und hat einen Werdegang in biomedizinischer Technik und Neurowissenschaften. „Vor einem Monat haben wir uns alle versammelt, um das Ende unserer Grundausbildung zu feiern, und jetzt habe ich die Chance, eine Mission zur ISS zu erhalten. Ich kann es einfach nicht erwarten, diese neue bevorstehende Herausforderung anzugehen und dort oben die Farben Belgiens und ESA tragen zu können!&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sophie und Raphaël gelangen in die anschließenden Phasen der Vorbereitung und des missionsspezifischen Trainings und erwerben während ihrer Reise zu allen Partnerstandorten tiefgreifendere Kenntnisse, die sie während der Astronauten-Grundausbildung erworben haben, und bereiten sich auf ihre zugeteilten Missionen vor, wobei sie sich auf bestimmte Aufgaben und Experimente konzentrieren, die im Weltraum durchgeführt werden sollen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Während ihrer Missionen auf der Raumstation werden ESA-Astronaut:innen zahlreiche wissenschaftliche Experimente durchführen, von denen viele aus Europa stammen, medizinische Forschung betreiben, zur Erdbeobachtung beitragen und an Betriebs- und Wartungsaufgaben der Raumstation beteiligt sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die neuesten <a href="https://www.raumfahrer.net/die-esa-astronautenklasse-2022-graduiert/" data-wpel-link="internal">Abgänger:innen des neuesten ESA-Astronautenjahrganges</a>, darunter Sophie Adenot, Pablo Álvarez Fernández, Rosemary Coogan, Raphaël Liégeois und Marco Sieber, kommen nun für Raumfahrt in Frage. ESA will, dass alle fünf neuen Astronaut:innen bis 2030 zu Missionen zur Internationalen Raumstation aufbrechen.</p>



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<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3426.msg561787#msg561787" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">ESA</a></li>
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		<title>JMU: Über die Uni Würzburg ins Weltall</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/jmu-ueber-die-uni-wuerzburg-ins-weltall/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 May 2024 17:27:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Besatzungen]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Astronaut:innen]]></category>
		<category><![CDATA[Astronautin]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[JMU]]></category>
		<category><![CDATA[Katherine Bennell-Pegg]]></category>
		<category><![CDATA[Klaus Schilling]]></category>
		<category><![CDATA[SpaceMaster]]></category>
		<category><![CDATA[Universität Würzburg]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Universität Würzburg hat ihre erste Astronautin! Die Australierin Katherine Bennell-Pegg studierte einst in Würzburg, nun hat sie erfolgreich ihre Grundausbildung bei der European Space Agency (ESA) absolviert. Eine Pressemitteilung der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU). Quelle: Julius-Maximilians-Universität Würzburg 13. Mai 2024. 13. Mai 2024 &#8211; Im April präsentierte die ESA im Astronautentrainingszentrum bei Köln ihre nächste [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Die Universität Würzburg hat ihre erste Astronautin! Die Australierin Katherine Bennell-Pegg studierte einst in Würzburg, nun hat sie erfolgreich ihre Grundausbildung bei der European Space Agency (ESA) absolviert. Eine Pressemitteilung der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: Julius-Maximilians-Universität Würzburg 13. Mai 2024.</p>



<p class="wp-block-paragraph">13. Mai 2024 &#8211; Im April präsentierte die ESA im Astronautentrainingszentrum bei Köln ihre nächste Astronautengeneration: Sechs neue Absolventinnen und Absolventen der Grundausbildung zum Astronauten wurden vorgestellt. Darunter ist auch Katherine Bennell-Pegg. Die Australierin studierte im Wintersemester 2008/09 an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg den europäischen Master in Space Science and Technology, kurz SpaceMaster. Für den Ausbildungsplatz zur Astronautin wurde sie aus etwa 22.500 Bewerbungen ausgewählt. Einer ihrer ersten offiziellen Termine war am 27. April im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln die 52. Jahrestagung des Internationalen Förderkreises für Raumfahrt (IfR).</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full has-lightbox"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/csm0513Astronautin35df7e1k2.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="V.l.n.r.: Professor Klaus Schilling, Katherine Bennell-Pegg, IfR-Präsident Dr. Fritz Merkle und Campbell Pegg (Ehemann der Astronautin). (Bild: Klaus Schilling)" data-rl_caption="" title="V.l.n.r.: Professor Klaus Schilling, Katherine Bennell-Pegg, IfR-Präsident Dr. Fritz Merkle und Campbell Pegg (Ehemann der Astronautin). (Bild: Klaus Schilling)" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" width="600" height="258" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/csm0513Astronautin35df7e60.jpg" alt="V.l.n.r.: Professor Klaus Schilling, Katherine Bennell-Pegg, IfR-Präsident Dr. Fritz Merkle und Campbell Pegg (Ehemann der Astronautin). (Bild: Klaus Schilling)" class="wp-image-140633" srcset="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/csm0513Astronautin35df7e60.jpg 600w, https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/csm0513Astronautin35df7e60-300x129.jpg 300w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">V.l.n.r.: Professor Klaus Schilling, Katherine Bennell-Pegg, IfR-Präsident Dr. Fritz Merkle und Campbell Pegg (Ehemann der Astronautin). (Bild: Klaus Schilling)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Vielseitige Grundausbildung</strong><br>In der einjährigen Grundausbildung standen für Bennell-Pegg und ihre Kolleginnen und Kollegen neben wissenschaftlichen Grundlagen, etwa Biologie und Labortechnik, auch der Umgang mit der Schwerelosigkeit sowie Sicherheits- und Überlebenstrainings auf dem Lehrplan.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Geleitet wurde die Gruppe vom bekannten deutschen Astronauten Alexander Gerst. Auf die Grundausbildung folgt nun ein Missionstraining. Hier verschiebt sich der Fokus auf die konkreten Herausforderungen, die im Weltraum warten. Zum Beispiel die geplanten wissenschaftlichen Experimente auf der Raumstation ISS oder auch das Arbeiten im Raumanzug.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>„Überrascht und stolz“</strong><br>Professor Klaus Schilling – an der JMU bis 2022 Lehrstuhlinhaber für Informatik VII, und treibende Kraft hinter dem SpaceMaster-Studiengang – war bei der Feier in Köln anwesend: „Natürlich ist man überrascht und auch stolz, wenn jemand dann plötzlich oben am Podium steht und sich sehr positiv an die Studienzeit in Würzburg erinnert! Dass aus all den Bewerbungen, die über verschiedene Auswahlstufen weiter ausgedünnt werden, bei den letzten verbliebenen sechs eine ehemalige SpaceMaster-Studentin aus Würzburg mit dabei sein wird, war wirklich nicht zu erwarten!“</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3426.msg562214#msg562214" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">ESA</a></li>
</ul>
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		<title>Auswahl neuer ESA-Astronaut*innen in der Endphase</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/auswahl-neuer-esa-astronautinnen-in-der-endphase/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 10 Jul 2022 11:29:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[astronautische Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Top-Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Astronaut:innen]]></category>
		<category><![CDATA[Auswahlverfahren]]></category>
		<category><![CDATA[EAC]]></category>
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		<category><![CDATA[Europa]]></category>
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		<category><![CDATA[Parastronaut Fly!]]></category>
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		<category><![CDATA[Raumfahrende]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Auswahl der ESA-Astronaut*innen verläuft wie geplant. Im März dieses Jahres endete die zweite Phase des Auswahlverfahrens, die dritte Phase wurde im Juni abgeschlossen. Eine Information der Europäischen Weltraumorganisation (ESA). Quelle: ESA 8. Juli 2022. 8. Juli 2022 &#8211; In der dritten Phase besuchten etwas mehr als 400 Bewerber*innen das Europäische Astronautenzentrum der ESA in [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die Auswahl der ESA-Astronaut*innen verläuft wie geplant. Im März dieses Jahres endete die zweite Phase des Auswahlverfahrens, die dritte Phase wurde im Juni abgeschlossen. Eine Information der Europäischen Weltraumorganisation (ESA).</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Quelle: ESA 8. Juli 2022.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/DestinationsEarthorbitcupolaESAOlivierPaques.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/DestinationsEarthorbitcupolaESAOlivierPaques26.jpg" alt=""/></a><figcaption>(Grafik: ESA–Olivier Pâques)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">8. Juli 2022 &#8211; In der dritten Phase besuchten etwas mehr als 400 Bewerber*innen das Europäische Astronautenzentrum der ESA in Köln. Dort wurden sie von einem internationalen Expertenteam einer gründlichen psychologischen Beurteilung unterzogen. Die genauen Aufgaben und Tests sind zwar vertraulich, aber in dieser Phase sollte sichergestellt werden, dass die ausgewählten Kandidat*innen das für die Arbeit als Astronaut*in erforderliche psychologische Profil erfüllen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die vierte Phase des Auswahlverfahrens begann am 2. Mai 2022 und ist noch nicht abgeschlossen. In dieser Auswahlrunde werden die Bewerber*innen einer medizinischen Untersuchung zur Beurteilung ihrer Gesundheit und körperlichen Leistungsfähigkeit unterzogen. Die Arbeit als Astronaut*in ist körperlich anspruchsvoll und erfordert Ausdauer, Geschicklichkeit und vieles mehr. Durch diese Beurteilung wird sichergestellt, dass die ausgewählten Bewerber*innen den körperlichen Anforderungen dieser Position sowohl auf der Erde als auch im Weltraum gewachsen sind.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ParastronautFeasibilityProjectESA.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ParastronautFeasibilityProjectESA26.jpg" alt=""/></a><figcaption>Auswahl neuer Astronaut*innen: Machbarkeitsprojekt &#8222;Parastronaut*in&#8220;. (Grafik: ESA)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die medizinische Beurteilung wurde auch auf Bewerber*innen für die Position als Astronaut*in mit körperlicher Behinderung angewendet, für die die typischen körperlichen Anforderungen ein Hindernis für die Auswahl darstellen würden. Bei dieser ersten Rekrutierung von „Parastronaut*innen“ werden Personen mit Funktionsbeeinträchtigungen an den unteren Gliedmaßen und/oder einer Körpergröße unter 130 cm berücksichtigt. Die ESA engagiert sich für eine Vision des Weltraums für alle und ist gespannt, welche Erfahrungen mit dem Machbarkeitsprojekt „Parastronaut Fly!“ gesammelt werden können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Einladungen für die letzte Phase, in der die Bewerber:innen an Vorstellungsgesprächen teilnehmen werden, werden diesen Sommer herausgegeben.</p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/MMaurer1stspacewalkESANASA2k.jpg" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/MMaurer1stspacewalkESANASA26.jpg" alt=""/></a><figcaption>(Foto: ESA/NASA)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">2021 schrieb die ESA Bewerbungen für die Rollen als Astronaut*in und Astronaut*in mit körperlicher Behinderung aus. Dies war die erste Bewerbungsaufforderung für neue Astronaut*innen seit 2008.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die ESA erhielt daraufhin mehr als 22.000 gültige Bewerbungen für die Rolle als Astronaut*in aus allen Mitgliedsstaaten und assoziierten Mitgliedern. Unter diesen Bewerbern wurden 1361 Personen zur Teilnahme an der zweiten Phase des Auswahlverfahrens eingeladen. Für die Rolle als Astronaut*in mit körperlicher Behinderung gingen 257 Bewerbungen ein, von denen 27 zur zweiten Phase eingeladen wurden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die endgültigen Bewerber*innen werden voraussichtlich Ende 2022 ausgewählt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die ESA möchte allen Bewerber*innen für ihr Interesse und ihr Engagement danken.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Handbuch zur Auswahl von Astronaut:innen</strong><br><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ESA_Astrosel_Handbook.pdf" data-wpel-link="internal">https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ESA_Astrosel_Handbook.pdf</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3349.msg534514#msg534514" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">ESA wählt neue Astronautinnen und Astronauten aus</a></li></ul>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/auswahl-neuer-esa-astronautinnen-in-der-endphase/" data-wpel-link="internal">Auswahl neuer ESA-Astronaut*innen in der Endphase</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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