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	<title>Ausfall &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<description>Das Portal für Astronomie- und Raumfahrtbegeisterte</description>
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	<title>Ausfall &#8211; Raumfahrer.net</title>
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	<item>
		<title>ISRO: GSAT 32 als Ersatz für schweigenden GSAT 6A</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/isro-gsat-32-als-ersatz-fuer-schweigenden-gsat-6a/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Aug 2018 09:19:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 12. August 2018 wurde bekannt, dass die indische Weltraumforschungsorganisation (Indian Space Research Organisation, ISRO) GSAT 32 als Ersatz für ihren gescheiterten Kommunikationssatelliten GSAT 6A starten will. Ein Beitrag von Axel Nantes. Quelle: Firstpost, Hindustan Times, Indian Express, India Finance News, ISRO, Raumfahrer.net, The Hindu, VA Online News. GSAT 6A war am 29. März 2018 [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/isro-gsat-32-als-ersatz-fuer-schweigenden-gsat-6a/" data-wpel-link="internal">ISRO: GSAT 32 als Ersatz für schweigenden GSAT 6A</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Am 12. August 2018 wurde bekannt, dass die indische Weltraumforschungsorganisation (Indian Space Research Organisation, ISRO) GSAT 32 als Ersatz für ihren gescheiterten Kommunikationssatelliten GSAT 6A starten will.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Axel Nantes. Quelle: Firstpost, Hindustan Times, Indian Express, India Finance News, ISRO, Raumfahrer.net, The Hindu, VA Online News.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15082018111951_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15082018111951_small_1.jpg" alt="ISRO" width="260" height="185"/></a><figcaption>
GSAT 6A &#8211; Illustration 
<br>
(Bild: ISRO)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">GSAT 6A war am 29. März 2018 auf der indischen Trägerrakete Typ GSLV-MkII mit der Flugnummer F08 ins All transportiert worden. Nach der Trennung von der Trägerrakete konnte der Satellit mit einer Startmasse von rund 2.140 Kilogramm zunächst eine Verbindung zum Boden aufbauen und die allfälligen Bahnanhebungsmanöver wurden eingeleitet. Nach Abschluss des zweiten von drei großen Bahnanhebungsmanövern brach der Kontakt zu <a href="https://www.raumfahrer.net/indiens-comsat-gsat-6a-nach-start-in-schwierigkeiten/" data-wpel-link="internal">GSAT 6A</a> allerdings ab. Seitdem schweigt dieser Erdtrabant. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Eigentlich wollte die ISRO GSAT 6A an einer Position bei 83 Grad Ost im Geostationären Orbit (GEO) insbesondere zur Bereitstellung von Kommunikationsdiensten für Militär und Regierungsstellen Indiens und als Verstärkung von <a href="https://www.raumfahrer.net/indien-gslv-d6-bringt-gsat-6-ins-all/" data-wpel-link="internal">GSAT 6 alias INSAT 4E</a>, gestartet am 27. August 2015, einsetzen. GSAT 6 und GSAT 6A werden unter anderem als „Multi-media Mobile communication satellites for strategic applications“ bezeichnet. GSAT  6A basiert wie GSAT 6 auf dem indischen Satellitenbus I-2K und sollte eine Auslegungsbetriebsdauer von zehn Jahren überstehen. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15082018111951_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/15082018111951_small_2.jpg" alt="ISRO" width="260"/></a><figcaption>
GSAT 6 &#8211; Illustration 
<br>
(Bild: ISRO)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Direktor des Vikram Sarabhai Space Centre (VSSC) S. Somanath hatte berichtet, dass man analysiert und verstanden habe, was an Bord von GSAT 6A passiert sein könnte. Somanath beschrieb die Schwierigkeiten als ein Problem im Stromversorgungssystem aus Akkumulatoren, Solarzellenauslegern und elektronischen Schaltungen. Unterstellt wird ein Kurzschluss, der im Verein mit möglicherweise versagenden Schutzschaltungen Leitungen zerstört habe. Ein derartiger Kurzschluss kann beispielsweise auftreten, nachdem Komponenten des Satelliten sich elektrisch aufgeladen haben, und die Möglichkeit einer derartigen Aufladung konstruktiv nicht berücksichtigt bzw. verhindert wurde. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Hinsichtlich der wegen des Ausfalls von GSAT 6A vorgenommenen zusätzlichen Überprüfungen des größeren Kommunikationssatelliten <a href="https://www.raumfahrer.net/gsat-11-zum-testen-in-indien/" data-wpel-link="internal">GSAT 11</a> soll der ISRO-Vorsitzende Dr. Sivan mitgeteilt haben, das Stromversorgungssystem von GSAT 11 besitze eine Konfiguration wie die von zwei älteren Satelliten. RISAT 1 habe vorzeitig versagt und GSAT 6A bald nach seinem Start am 29. März wegen angenommenen Problemen mit dem Stromversorgungssystem, Kabelbäumen etc. aufgehört zu kommunizieren. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Sämtliche Bemühungen der ISRO, noch einmal Kontakt zu GSAT 6A zu bekommen, scheiterten bis dato. Die ISRO gibt zwar an, GSAT 6A vom Boden aus weiter zu verfolgen und zu beobachten, und ihn erst 2019 für tot zu erklären. Szenarien, nach denen sich ein derartiger Satellit nach langer Auszeit selbsttätig noch einmal zurückmeldet oder auf ein Signal vom Boden reagiert, sind tatsächlich nicht völlig abwegig, aber doch sehr unwahrscheinlich – auch nach Einschätzung von ISRO-Offiziellen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die ISRO will also für den Fall, GSAT 6A nicht nutzen zu können, GSAT 32 im Oktober 2019 starten. GSAT 32 wird vermutlich eine GSAT 6A sehr ähnlich Kommunikationsnutzlast besitzen und angesichts des beabsichtigten Starts auf einer GSLV-Rakete eine Startmasse im Bereich von etwas über 2.000 Kilogramm besitzen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">GSAT 6A ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 43.241 und als Cospar-Objekt 2018-027A. Nach dem letzten absolvierten Bahnanhebungsmanöver wurde der Satellit auf einer rund 3,3 Grad gegen den Erdäquator geneigten Bahn mit einem der Erde nächstliegenden Bahnpunkt 25.979 Kilometer über der Erde und einem erdfernsten Bahnpunkt 36.368 Kilometer über der Erde beobachtet. Aktuell befindet sich GSAT 6A auf einer rund 3,1 Grad gegen den Erdäquator geneigten Bahn mit einem der Erde nächstliegenden Bahnpunkt 25.990 Kilometer über der Erde und einem erdfernsten Bahnpunkt 36.372 Kilometer über der Erde. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=16126.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">GSAT-6A auf GSLV-F08 von Sriharikota </a> </li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Angola angelt im Trüben &#8211; Aus für Angosat 1</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/angola-angelt-im-trueben-aus-fuer-angosat-1/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 May 2018 16:43:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Satelliten]]></category>
		<category><![CDATA[Angola]]></category>
		<category><![CDATA[Angosat 1]]></category>
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		<category><![CDATA[Kommunikationssatellit]]></category>
		<category><![CDATA[RKK Energia]]></category>
		<category><![CDATA[Zenit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Angola wollte einen ersten eigenen Kommunikationssatelliten. Unbedingt. Dass man Angosat 1 bald in Betrieb nehmen würde, wurde mantraartig wiederholt. Sogar dann noch, als auch Fachbeobachtern längst klar war, dass mit dem Ende 2017 gestarteten Raumfahrzeug einiges nicht stimmt. Ein Beitrag von Axel Nantes. Quelle: Energia, Jornal de Angola, Raumfahrer.net, Roskosmos. Unter der Überschrift „Die Arbeiten [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Angola wollte einen ersten eigenen Kommunikationssatelliten. Unbedingt. Dass man Angosat 1 bald in Betrieb nehmen würde, wurde mantraartig wiederholt. Sogar dann noch, als auch Fachbeobachtern längst klar war, dass mit dem Ende 2017 gestarteten Raumfahrzeug einiges nicht stimmt.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Axel Nantes. Quelle: Energia, Jornal de Angola, Raumfahrer.net, Roskosmos.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/02052018184307_small_1.jpg" alt="GGPEN" width="260"/><figcaption>
Angosat 1 &#8211; Illustration 
<br>
(Bild: GGPEN)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Unter der Überschrift „Die Arbeiten am Projekt Angosat werden fortgesetzt“ meldete der Hersteller von Angosat 1, das Unternehmen Energia aus Koroljow vor den Toren Moskaus, schließlich mit Datum vom 23. April 2018, Vertragsparteien aus Angola und aus Russland hätten sich auf den Bau von Angosat 2 geeinigt, welcher eine verbesserte Variante von Angosat 1 sei. Gleichlautend äußerte sich auch die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos am selben Tag. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Energia wurde in Angola von seinem leitenden Entwickler für automatisierte Raumfahrtsysteme Igor Frolow vertreten. Außerdem nahmen neben verschiedenen Botschaftsangehörigen der russische Botschafter in Angola, Wladimir Tararow, der für internationale Zusammenarbeit zuständige stellvertretende Generaldirektor von Roskosmos, Sergej Saweljew, und ein Vertreter einer militärischen russischen Industrie-Kommission, Oleg Frolow, an den Gesprächen teil. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf angolanischer Seite lagen die Verhandlungen in den Händen des Ministers für Telekommunikation und Informationstechnik, José Carvalho da Rosha, und des Leiters des Büros für das Management des nationalen Raumfahrtprogramms Angolas (Gabinete de Gestão do Programa Espacial Nacional, GGPEN) João Rui Zolana. </p>



<p class="wp-block-paragraph">In den Meldungen von Energia und Roskosmos wird Zolana mit den Worten zitiert, die am 23. April 2018 getroffene Vereinbarung erlaube es, die Arbeit an Angosat 2 morgen zu beginnen. Außerdem soll Zolana seinen Stolz über das von russischen Experten in Angola eingerichtete Kontrollzentrum geäußert haben. Den Leiter des Kontrollzentrums Amaru Joao zitieren die beiden Meldungen mit der Äußerung, dass man seit der Installation von Software durch Spezialisten aus Russland keinen Zweifel daran habe, das es sich um das Beste handele, was in diesem Bereich existiere. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Allein mit der Nutzbarkeit des Kontrollzentrums ist das so eine Sache: Es gibt aktuell keinen Satelliten, den man von dem Zentrum aus überwachen und bedienen könnte. Mit Angosat 2 ändert sich das vielleicht. Energia jedenfalls beteuerte seine Absichten, alle vertraglichen Verpflichtungen im Zusammenhang mit dem Aufbau eines Satellitenkommunikations- und Übertragungssystems für Angola zu erfüllen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Laut Energia und Roskosmos will die russische Seite in dem Zeitraum, in dem an dem Ersatzsatelliten für Angosat 1 gearbeitet werde, Angola Satellitenübertragungskapazitäten im C- und im K<sub>u</sub>-Band zur Verfügung stellen. 
<br>
Im Onlinemagazin „Jornal de Angola“ wird zu den Gesprächen in Angola unter der Überschrift „Russland räumt Versagen von Angosat 1 ein“ berichtet, für den Bau von Angosat 2, den man im Jahr 2020 starten wolle, würden Angola keine Kosten in Rechnung gestellt, obwohl der Satellit mit einer Auslegungsbetriebsdauer von 18 Jahren teurer sei als Angosat 1. Auch die Stellung der Ersatzkapazitäten erfolge ohne Berechnung. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/02052018184307_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/02052018184307_small_2.jpg" alt="Roskosmos" width="260"/></a><figcaption>
Angosat 1 in der VK 600/300 Kammer in Pereswet 
<br>
(Bild: Roskosmos)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Weiter meldete das Journal, dass am 15. Mai 2018 mitgeteilt werden soll, welche konkreten Gründe zum Abbruch der Kommunikation mit Angosat 1 geführt haben. Mit der abgebrochenen Kommunikation beschäftige sich eine Untersuchungskommission. Gleichzeitig habe man weiter versucht, wieder Kontrolle über den Satelliten zu bekommen, was aber daran gescheitert sei, dass eine Kommunikation mit dem Satelliten nicht möglich war. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Unter Bezugnahme auf Igor Frolow schrieb das Journal, man werde eine Entscheidung über die Nutzung von Angosat 1 Angola überlassen, falls es doch gelänge, den Satelliten wieder unter Kontrolle zu bekommen. Würde Angola dann für die Fortsetzung des Angosat-2-Programms optieren, könnte Angosat 1 für Ausbildung und Tests verwendet werden. Der Autor von Raumfahrer.net rechnet nicht, dass derartiges noch im Bereich des wahrscheinlichen ist. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Noch wesentlich merkwürdiger ist die Angabe des „Jornal de Angola“, Igor Frolow habe gesagt, man habe vorher nie derartige Probleme mit einem Satelliten gehabt. Der Autor verweist diesbezüglich auf die zahlreichen Schwierigkeiten mit von Energia wie Angosat 1 auf Basis des Satellitenbus USP (Universal Satellite Platform, auch als Jamal-Bus bezeichnet) aufgebauten Raumfahrzeugen und entsprechende vollständig ausgefallene, von Energia gebaute Satelliten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Mögliche Schwierigkeiten seien, so Frolow laut „Jornal de Angola“, bereits am Boden vorhersehbar, sie würden unverzüglich bewältigt. Die einzige Beteiligung seines Unternehmens an einem fehlgeschlagenen Programm sei eine, die mit dem Tod dreier Astronauten endete (gemeint ist hier wohl die Sojus-11-Tragödie). Aktuell würden laut Frolow nur Russland und China Satelliten starten. Das wäre aber nur richtig, bezöge man sich ausschließlich auf bemannte Raumfahrzeuge. Und einen konkreten Bezug zu Angosat 1 kann der Autor nicht erkennen. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/02052018184307_small_3.jpg" alt="Energia" width="260"/><figcaption>
Angosat 1 beim Hersteller 
<br>
(Bild: Energia)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Den einen oder anderen mag die von Widersprüchen und Wunschdenken durchsetzte Öffentlichkeits- und Pressearbeit erstaunen. Der Autor glaubt, dass es wohl ohne weiteres möglich gewesen wäre, gegenüber der interessierten Öffentlichkeit, und vielleicht auch gegenüber beteiligten Organisationen, mit fallbezogenen, konkreten, zutreffenden und verbindlichen Informationen aufzutreten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Vorstellbar erscheint dem Autor auch, dass ein Plus an zusätzlicher Information durch unmittelbar beteiligte Stellen ins Kraut schießende Spekulationen und Phantastereien von vorne herein reduzieren könnte. Bedauerlich ist die offensichtliche Tatsache, dass allzu oft unüberprüfbares, gar unrichtiges verbreitet wird. Dessen hemmungslose Publikation liegt womöglich im Trend, möglichst zahlreiche Text-Häppchen anzubieten, ohne noch auf ihren Inhalt Wert zu legen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Was da insbesondere an die Öffentlichkeit in Angola gerichtet berichtet wird, reiht sich ein in eine ganze Reihe auffälliger Meldungen, die es jedenfalls dem Autor dieser Zeilen hier schwer machen, an Missinterpretationen oder Nachlässigkeiten beim Übersetzen zu glauben. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die russische Nachrichtenagentur RIA Nowosti beispielsweise hatte am 21. März 2018 geschrieben, in der ersten Märzhälfte habe ein Test des Antriebssystems von Angosat 1 stattgefunden. Man sei nun in der Lage, den Satelliten die geplante Position im Geostationären Orbit (GEO) einnehmen zu lassen. Den (angeblichen) Antriebstest im März meldete auch das Konsulat Angolas in New York in einer im Internet mittlerweile nicht mehr aufrufbaren Meldung unter der Überschrift „Angosat 1 erreicht die Zone der Funksichtbarkeit im April diesen Jahres“. Der Autor kann sich allenfalls Tests am Boden vorstellen, um zum Beispiel Kommandosequenzen für das Antriebssystem zu überprüfen, welche man an den Satelliten senden könnte, falls sich letzterer noch einmal empfangsbereit zeigt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 4. April 2018 gaben eine Anzahl russischer Nachrichtenagenturen an, dass am gleichen Tag erfolglos versucht worden sei, von Russland aus eine Verbindung zu Angosat 1 herzustellen. Unter Bezug auf Roskosmos ergänzten die Agenturen, man wolle bis Ende des Frühjahrs weiter versuchen, Verbindung zu Angosat 1 zu bekommen. Am 15. April 2018 meldeten einige russische Agenturen dann den Totalverlust von Angosat 1. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Angosat 1 kreist seit seinem Start auf einer Rakete vom Typ Zenit-3SLBF mit Fregat-SB-Oberstufe am 26. Dezember 2017 um die Erde. Nach zahlreichen Agenturmeldungen über einen recht bald nach dem Aussetzen erfolgten Kontaktverlust und Berichten über danach noch einmal vom Satelliten empfangene Daten hatte Energia dann am 15. Januar 2018 endlich bekannt gegeben, man denke, ein mögliches Problem beim Betrieb von den Komponenten des Stromversorgungssystems von Angosat 1 identifiziert zu haben &#8211; <a href="https://www.raumfahrer.net/angosat-1-das-abenteuer-geht-weiter/" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete</a>. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bahn von Angosat 1 hat einen der Erde nächsten Bahnpunkt von rund 35.982 Kilometern über der Erde, einen erdfernsten Bahnpunkt von rund 36.108 Kilometern über der Erde und eine Neigung gegen den Erdäquator von 0,3 Grad. Bis dato gab es seit dem Aussetzten von der Raketenoberstufe keinerlei erkennbare aktive Bahnveränderungen des mit elektrischen Triebwerken vom  Typ SPT-70  ausgestatteten, etwas oberhalb des GEOs frei driftenden Raumfahrzeugs. Stationieren wollte man Angosat 1 an einer Position zwischen 12 und 15 Grad Ost im GEO (im Durchschnitt rund 35.786 Kilometer über der Erde). Der Satellit ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 43.087 und als COSPAR-Objekt 2017-086A. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=14712.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Angosat 1 auf Zenit</a> </li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>GloNaSS nach Satellitenausfall mit Umstellungen</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/glonass-nach-satellitenausfall-mit-umstellungen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 Feb 2016 20:21:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Anomalie]]></category>
		<category><![CDATA[Ausfall]]></category>
		<category><![CDATA[GloNaSS]]></category>
		<category><![CDATA[GNSS]]></category>
		<category><![CDATA[Roskosmos]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[TASS]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=10330</guid>

					<description><![CDATA[<p>Das GloNaSS-Raumfahrzeug mit der Nummer 738 ist ausgefallen, andere Satelliten befinden sich in Wartung. Deshalb sind in der Konstellation des russischen Globalen Navigations-Satelliten-System (Globalnaja Nawigationnaja Sputnikowaja Sistema, GloNaSS) Veränderungen erforderlich. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: glonass-iac.ru, TASS, UNIAN, vestnik-glonass.ru. Die russische Nachrichtenagentur TASS berichtete am Morgen des 17. Februar 2016, GloNaSS habe gemäß einer [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Das GloNaSS-Raumfahrzeug mit der Nummer 738 ist ausgefallen, andere Satelliten befinden sich in Wartung. Deshalb sind in der Konstellation des russischen Globalen Navigations-Satelliten-System (Globalnaja Nawigationnaja Sputnikowaja Sistema, GloNaSS) Veränderungen erforderlich.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/redakteure/" data-wpel-link="internal">Thomas Weyrauch</a>. Quelle: glonass-iac.ru, TASS, UNIAN, vestnik-glonass.ru.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/glonass260.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/07/glonass260.jpg" alt=""/></a><figcaption>GloNaSS-M-Satellit &#8211; Illustration<br>(Bild: Reschetnjo</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die russische Nachrichtenagentur TASS berichtete am Morgen des 17. Februar 2016, GloNaSS habe gemäß einer nicht näher beschriebenen Quelle aus der (russischen) Raumfahrtindustrie mit Problemen zu kämpfen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Schwierigkeiten stünden im Zusammenhang mit dem von einem mechanischen Problem verursachten Ausfall von GloNaSS-M 738 und dem Wechsel der GloNaSS-M-Satelliten 736, 737 und 738 in einen Wartungsmodus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die in den Wartungsmodus versetzten Raumfahrzeuge kreisen seit dem 2. September 2010 um die Erde und waren gemeinsam auf einer Proton-M-Trägerrakete gestartet worden, <a href="https://www.raumfahrer.net/dreimal-glonass-m/" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit Oktober 2010 waren die Satelliten in die aktive Betriebskonstellation von GloNaSS integriert. Die drei Erdtrabanten waren unter denjenigen der GloNaSS-Konstellation, die wegen eines Softwareupdates mit mathematischen Fehlern Anfang April 2014 für einen rund 11 Stunden andauernden <a href="https://www.raumfahrer.net/glonass-voruebergehend-ausser-betrieb/" data-wpel-link="internal">GloNaSS-Ausfall</a> sorgten. Nr. 737 und Nr. 738 waren außerdem unter den acht Satelliten, die in der Nacht vom 14. auf den 15. April 2014 quasi gleichzeitig für rund eine halbe Stunde unbenutzbar wurden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">2015 befand sich Nr. 738 im Spätsommer in einem Wartungsmodus, am 9. September 2015 ging der Satellit wieder in den Regelbetrieb.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nr. 738 wird nach Informationen der TASS voraussichtlich am 18. Februar 2016 von der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos offiziell ausgemustert. Nach dem jetzt aufgetretenen Ausfall der Nr. 738 soll diesen die Nr. 736 ersetzen. Letzterer Satellit wird nach Angaben der TASS Anfang März 2016 auf der Postion 16 in der Ebene 2 erwartet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die ehemalige Position von GloNaSS-M 736 wird der vorher als Test-Satellit geführte GloNaSS-K 702 beziehen, berichtete die TASS. Laut GloNaSS-Statusmeldungen hat Nr. 702 den Betrieb an der Position 9 aufgenommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zusätzlich hat man zwischenzeitlich den bereits über 10 Jahre um die Erde kreisenden GloNaSS 714 in der Ebene 3 reaktiviert. Das Raumfahrzeug mit einer Auslegungsbetriebsdauer von 7 Jahren ist GloNaSS-Statusmeldungen zufolge an der Position 17 aktiv. Es wird evtl. wieder außer Betrieb gehen, wenn der jüngst gestartete <a href="https://www.raumfahrer.net/navigationssatellit-vom-typ-glonass-m-gestartet/" data-wpel-link="internal">GloNaSS-M 751</a> seine Test- und Inbetriebnahmephase überstanden hat. Aktuellen Planungen zufolge soll es voraussichtlich Anfang März 2016 so weit sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">GloNaSS-M 738 alias Kosmos 2.466 ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 37.137 und als COSPAR-Objekt 2010-041A.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4142.msg353725#msg353725" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">GloNaSS (Globalnaja Nawigationnaja Sputnikowaja Sistema)</a></li></ul>
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		<item>
		<title>SMAP: Kein Neustart mehr für´s Radar</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/smap-kein-neustart-mehr-fuers-radar/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 05 Sep 2015 17:14:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Anomalie]]></category>
		<category><![CDATA[Ausfall]]></category>
		<category><![CDATA[Erdbeobachtungssatellit]]></category>
		<category><![CDATA[JPL]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[Radar]]></category>
		<category><![CDATA[SMAP]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Radaranlage des erst am 31. Januar 2015 gestarteten US-amerikanischen Erdbeobachtungssatelliten SMAP ist nicht mehr benutzbar. Bemühungen, die am 7. Juli 2015 ausgefallene Anlage wieder in Betrieb zu setzen, wurden mangels Erfolgsaussichten eingestellt. Ein Beitrag von Axel Nantes. Quelle: JPL. Das Labor für Strahlantriebe (Jet Propulsion Lab, JPL) der US-amerikanischen Luft- und Raumfahrbehörde (National Aeronautics [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die Radaranlage des erst am 31. Januar 2015 gestarteten US-amerikanischen Erdbeobachtungssatelliten SMAP ist nicht mehr benutzbar. Bemühungen, die am 7. Juli 2015 ausgefallene Anlage wieder in Betrieb zu setzen, wurden mangels Erfolgsaussichten eingestellt.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Axel Nantes. Quelle: JPL.   </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/SMAPNASA4X3nasa.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/SMAPNASA4X3nasa260.jpg" alt="" class="wp-image-17551" width="260" height="196"/></a><figcaption>SMAP über der Erde &#8211; Illustration
(Bild: NASA)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Das Labor für Strahlantriebe (Jet Propulsion Lab, JPL) der US-amerikanischen Luft- und Raumfahrbehörde (National Aeronautics and Space Administration, NASA) aus Pasadena im US-Bundesstaat Kalifornien gab am 2. September 2015 bekannt, dass am 24. August 2015 ein letzter Versuch, die Radareinheit einzuschalten, scheiterte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Man geht seitens der Satellitenbetreiber jetzt davon aus, dass man das Radar an Bord von SMAP nicht mehr nutzen wird können. Es hätte zusammen mit dem zweiten Hauptinstrument des Satelliten, einem Radiometer, Daten zu Bodenfeuchte und Gefrierzustand in einer neuen Qualität liefern sollen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Den Ausfall des Radars führt man auf ein Problem mit einem Hochleistungsverstärker (high-power amplifier, HPA) bzw. dessen Stromversorgung zurück,&nbsp;<a href="https://www.raumfahrer.net/erdbeobachter-smap-derzeit-ohne-radar/" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete</a>. Im Regelbetrieb hat der Verstärker die Aufgabe, auszusendende Radarimpulse auf über 500 Watt anzuheben, bevor sie über die von Northrop Grumman Aerospace Systems (NGAS) in Carpenteria im US-Bundesstaat Kalifornien gebaute Antenne mit einer Masse von rund 65,5 kg Richtung Erde geschickt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Alle von einer nach dem Ausfall des Radars zusammengestellten Arbeitsgruppe zur Untersuchung der Anomalie identifizierten Optionen zur Wiederinbetriebnahme wurden nach Angaben des JPL ausgeschöpft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Rahmen der vorgenommenen Überprüfungen und Untersuchungen wurde eine Reihe von Prozeduren und Tests an Bord von SMAP sowie mit am Boden vorhandener Ersatzausrüstung abgewickelt. Sie sind Basis für die Einschätzung, dass man die Radaranlage an Bord von SMAP definitiv verloren hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um die Wahrscheinlichkeit ähnlicher Versager bei künftigen Satellitenmissionen zu reduzieren, hat die NASA die Bildung eines Untersuchungsausschusses festgelegt. Er soll ermitteln, welche Umstände zum Ausfall des Verstärkers führten, auf welche konkrete Art und Weise der Ausfall vonstatten ging, und wie solch ein Ereignis bei künftigen Missionen verhindert werden kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">SMAP war vom bzw. für das JPL gebaut worden. NASAs Goddard-Raumflugzentrum (Goddard Space Flight Center, GSFC) aus Greenbelt im US-Bundesstaat Maryland hat Ausrüstung an Bord beigesteuert, darunter das Radiometer. Letzteres teilt sich mit der Radaranlage das Antennensystem. Da das Radiometer keine Impulse sendet, sondern ausschließlich Mikrowellenstrahlung empfängt, wird sein Betrieb durch den Verstärkerausfall nicht beeinträchtigt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">SMAP ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 40.376 und als COSPAR-Objekt 2015-003A.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit im Raumcon-Forum:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=12453.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Soil Moisture Active Passive &#8222;SMAP&#8220; auf Delta II</a></li></ul>
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		<item>
		<title>Erdbeobachter SMAP derzeit ohne Radar</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/erdbeobachter-smap-derzeit-ohne-radar/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Aug 2015 10:42:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Anomalie]]></category>
		<category><![CDATA[Ausfall]]></category>
		<category><![CDATA[Erdbeobachtungssatellit]]></category>
		<category><![CDATA[JPL]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[Radar]]></category>
		<category><![CDATA[SMAP]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der US-amerikanische Erdbeobachtungssatellit SMAP muss derzeit ohne eines seiner beiden Hauptinstrumente auskommen. Die Radaranlage des erst am 31. Januar 2015 gestarteten Satelliten ist derzeit nicht einsatzfähig. Ein Beitrag von Axel Nantes. Quelle: NASA/JPL. Drei Jahre mindestens hätte SMAP seinen Aufgaben im Kontext mit Messungen der Bodenfeuchte auf annähernd polarer Umlaufbahn in Höhen um 685 Kilometer [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Der US-amerikanische Erdbeobachtungssatellit SMAP muss derzeit ohne eines seiner beiden Hauptinstrumente auskommen. Die Radaranlage des erst am 31. Januar 2015 gestarteten Satelliten ist derzeit nicht einsatzfähig.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Axel Nantes. Quelle: NASA/JPL.   </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/smapbeginssciencenasajpl800.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/smapbeginssciencenasajpl300.jpg" alt="" class="wp-image-17541" width="300" height="168"/></a><figcaption>SMAP über der Erde &#8211; Illustration
(Bild: NASA / JPL)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Drei Jahre mindestens hätte SMAP seinen Aufgaben im Kontext mit Messungen der Bodenfeuchte auf annähernd polarer Umlaufbahn in Höhen um 685 Kilometer über der Erde nachkommen sollen. Seine Auslegungsbetriebsdauer umfasst eben diesen Zeitraum.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Mai 2015 begannen nach einer nicht ganz störungsfreien, ursprünglich auf 90 Tage angesetzten Inbetriebnahmephase SMAPs reguläre wissenschaftliche Beobachtungen. Das Radar war bereits vorher am 13. April 2015 in Gang gesetzt worden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben der US-amerikanischen Raumfahrtagentur (NASA) brach der von der Radaranlage erzeugte Datenstrom dann jedoch am 7. Juli 2015 gegen 21:16 Uhr Weltzeit (UTC) ab. Die übrigen Instrumente und Geräte an Bord von SMAP arbeiteten weiter.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das zweite Hauptinstrument von SMAP, ein Radiometer, das Mikrowellen natürlichen Ursprungs von der Erdoberfläche erfasst, und sich mit dem Radar die große, im All entfaltete, rotierende Antenne teilt, liefert weiter Daten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die eigentliche Besonderheit von Mission und Satellit, nämlich der kombinierte Einsatz eines Radars und eines Radiometers zur Bodenfeuchtebestimmung, kommt so aber nicht zum Tragen &#8211; zumindest derzeit. Ingenieure und Techniker arbeiten hart daran, das Radar für die rund 916 Millionen US-Dollar teure Mission wieder in Gang zu setzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Vorteil des Radiometers liegt in einer geringeren Abhängigkeit von Oberflächenunebenheiten und Bewuchs, der Vorteil des im L-Band arbeitenden Radars liegt in einer besseren Auflösung (Radiometer ~40 Kilometer, Radar ~3 Kilometer). Im kombinierten Einsatz können Daten mit einer Auflösung im Bereich von 10 Kilometern generiert werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Daten von SMAP sollen helfen, die Abhängigkeiten von Wasser-, Energie- und Kohlenstoffkreisläufen untereinander besser zu verstehen. Sie sollen verwendet werden, um die Ursachen für Veränderungen in den genannten Kreisläufen aufzuklären. Außerdem erhofft man sich von ihnen Verbesserungen bei der Vorhersage des Wetters und der Abschätzung der künftigen Entwicklung des Klimas.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Konkreten Nutzen könnten gute Daten von SMAP beispielsweise bei der Vorhersage von Dürreperioden und Überflutungen, für die Planung von Bepflanzung und Bewässerung in der Landwirtschaft, und die Beurteilung von Auftauen und Gefrieren des Bodens global haben.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20144277NASARandyBeaudoin1500.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/20144277NASARandyBeaudoin300.jpg" alt="" class="wp-image-17539" width="300" height="200"/></a><figcaption>SMAP am Boden mit zusammengefalteter Antenne
(Bild: NASA / Randy Beaudoin)</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Bis dato hat man die Versuche, das Radar wieder in Betrieb zu setzen, nicht aufgegeben. Vermutet wird ein Problem mit einem Hochleistungsverstärker (high-power amplifier, HPA), dessen Kleinspannungsstromversorgung einen Fehler aufweise. Die betroffene Komponente des Verstärkers ist nicht redundant.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Verstärker wird benötigt, um die von der Radaranlage auszusendenden Impulse so zu verstärken, dass sie nach ihrer Reflektion an der Erdoberfläche und dem Rückweg durch die Atmosphäre für SMAPs Radarantenne gut erfassbar sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Telemetriedaten vom Satelliten enthalten Signaturen, die Hinweis auf eine Reihe von unterschiedlichen möglichen Defekten in der suspekten Stromversorgung geben. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt befindet sich die Radaranlage in einem Sicherheitsmodus (safemode).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Angaben der NASA wird man möglicherweise Ende August 2015 einen neuen Versuch zur Aktivierung der Radaranlage starten. Ob man aktuell mit einem Erfolg rechnen kann, ist ungewiss. Wir drücken die Daumen!</p>



<p class="wp-block-paragraph">SMAP ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 40.376 und als COSPAR-Objekt 2015-003A.</p>



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<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=12453.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Soil Moisture Active Passive &#8222;SMAP&#8220; auf Delta II</a></li></ul>
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		<item>
		<title>GLONASS vorübergehend außer Betrieb</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/glonass-voruebergehend-ausser-betrieb/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 Apr 2014 15:23:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Satelliten]]></category>
		<category><![CDATA[Anomalie]]></category>
		<category><![CDATA[Ausfall]]></category>
		<category><![CDATA[GloNaSS]]></category>
		<category><![CDATA[IAC]]></category>
		<category><![CDATA[Navigationssatellit]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=38565</guid>

					<description><![CDATA[<p>In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch haben sämtliche aktiven Satelliten des von Russland betriebenen Satellitennavigationssystems GLONASS für bis zu zehn Stunden ihren Betrieb eingestellt. Die Gründe für das Totalversagen der gesamten Trabantenflotte sind bisher unklar. Ein Beitrag von Michael Clormann. Quelle: glonass-iac.ru, insidegnss.com, amerisurv.com, sdcm.ru, Raumcon. Für die Nutzer der GPS-Alternative GLONASS ist am [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch haben sämtliche aktiven Satelliten des von Russland betriebenen Satellitennavigationssystems GLONASS für bis zu zehn Stunden ihren Betrieb eingestellt. Die Gründe für das Totalversagen der gesamten Trabantenflotte sind bisher unklar.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Michael Clormann. Quelle: glonass-iac.ru, insidegnss.com, amerisurv.com, sdcm.ru, Raumcon.</p>



<figure class="wp-block-image alignright size-large is-resized advgb-dyn-35654b89"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/03042014172357_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/03042014172357_small_1.jpg" alt="glonass-iac.ru" width="260"/></a><figcaption class="wp-element-caption">
Der Status aller aktiven GLONASS-Satelliten am 3. April gegen 17:00 Uhr MESZ: alle Anzeigen sind wieder normal. 
<br>
(Bild: glonass-iac.ru)
</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Für die Nutzer der GPS-Alternative GLONASS ist am 1. April um 23:00 Uhr Mitteleuropäischer Sommerzeit alles sehr schnell gegangen: der gleichzeitige Ausfall von 21 der 24 Satelliten im Einsatz bedeutete den sofortigen Zusammenbruch der Funktionsfähigkeit des russischen Navigationssystems. Für eine effektive Ortsbestimmung auf dem Boden ist der parallele Empfang von mindestens vier Sendern im Orbit nötig.           </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zwar konnten bis 02:00 Uhr morgens immerhin sechs der Satelliten ihre Arbeit wieder aufnehmen, jedoch blieb der Rest des Netzwerks größtenteils bis Mittwoch etwa 09:00 Uhr außer Funktion. Überwiegend wurden die auftretenden Fehlfunktionen von Seiten des russischen Information-Analytical Centre (IAC) für GLONASS  als „illegal ephemeris“ eingestuft &#8211; offenbar sendeten die Satelliten falsche Bahndaten aus. Zwar konnte eine Handvoll der Satelliten zwischenzeitlich wieder eine Positionsbestimmung vornehmen, jedoch blieb die Empfangsgenauigkeit für Endgeräte so schlecht, dass das Kontrollzentrum den Zustand weiterhin als Systemversagen &#8211; „failure“ &#8211; einstufte. Eine Verwertung der Signale zur brauchbaren Ortsbestimmung war erst wieder in den Morgenstunden des 2. April möglich.           </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Unbekannte Ursache der Störung</strong>
<br>
Obwohl es sich bei dem Ausfall um eine Beeinträchtigung von erheblichem Ausmaß handelte, sind gegenwärtig noch keine offiziellen Stellungnahmen veröffentlicht. Auf der Webseite des IAC beschreibt die letzte verfügbare Statusmeldung eine Routinewartung des GLONASS-Satelliten mit der Kennnummer 717 am 21. März. Ende März war außerdem der jüngste Spross der Satellitenfamilie – Kennnummer 754 – durch einen Sojus-Träger vom Kosmodrom Plessezk erfolgreich in eine Umlaufbahn befördert worden. Er befindet sich derzeit noch in der Phase der Inbetriebnahme. Ob ein Zusammenhang zwischen dem Systemversagen und dieser jüngsten Erweiterung der Satellitenflotte besteht, ist nicht bekannt.           </p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine mögliche Erklärung von dritter Seite geht von einer Auswirkung des Weltraumwetters auf GLONASS zum Zeitpunkt der Störung aus. Diese Interpretation stützt sich auf eine Stunden zuvor gemessene, erhöhte Strahlungs- und Partikelemission der Sonne. Am 29. März war das Auftreten eines vergleichsweise starken Sonnensturms beobachtet worden. Er könnte womöglich die Funktionsfähigkeit der Satelliten beeinträchtigt haben.           </p>



<p class="wp-block-paragraph">Alternative Berichte sehen den Grund des Navigations-Blackouts in technischem oder menschlichem Versagen. Demnach könnten falsche Bahndaten von den Bodenstationen an die Satelliten gesendet worden sein. Diese hätten sich, gemäß der Programmierung, um Punkt 23:00 Uhr initialisiert und alle Trabanten zeitgleich lahmgelegt. </p>



<figure class="wp-block-image alignleft size-large is-resized advgb-dyn-9bb66600"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/03042014172357_small_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/03042014172357_small_2.jpg" alt="Roskosmos" width="260"/></a><figcaption class="wp-element-caption">
Die Sojus 2.1b mit GLONASS-K1 auf dem Starttisch am 26. Februar 2011. 
<br>
(Bild: Roskosmos)
</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>GLONASS vom Pech verfolgt</strong> <br> Ohnehin sah sich das russische Navigationssatelliten-Netzwerk in den vergangenen Jahren mit wiederholten Herausforderungen konfrontiert. Nachdem bis Mitte der 2000er Jahre die Infrastruktur im Orbit in Ermangelung betriebsbereiter Satelliten teilweise brach lag, musste auch das dann einsetzende Modernisierungsprogramm für GLONASS einige Rückschläge hinnehmen. Im Dezember 2010 und im vergangenen Jahr, Anfang Juli 2013, gingen jeweils drei Satelliten bei Fehlstarts verloren. Während der gesamten Zeit seines Bestehens war das russische System zudem von der Kurzlebigkeit der genutzten Satellitentypen und mehrfachen Ausfällen einzelner Trabanten bedroht.           </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ende Februar 2011 wurde der erste Prototyp der nächsten Satellitengeneration GLONASS-K1 erfolgreich gestartet. Der schrittweise Einsatz dieser neuen Bauart in der Navigationsflotte soll in den kommenden Jahren deren Zuverlässigkeit und Langlebigkeit steigern.              </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verwandte Meldungen:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/weiterer-glonass-satellit-im-orbit/" data-wpel-link="internal">Weiterer GloNaSS-Satellit im Orbit</a></li>



<li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/glonass-satellit-728-aufgegeben/" data-wpel-link="internal">GloNaSS-Satellit 728 aufgegeben</a></li>



<li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/glonass-satellit-gestartet/" data-wpel-link="internal">GloNaSS-Satellit gestartet</a></li>



<li><a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/navigationssatellit-vom-typ-glonass-k1-gestartet/" data-wpel-link="internal">Navigationssatellit vom Typ GloNaSS-K1 gestartet</a></li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie mit:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4142.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">GLONASS</a></li>



<li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=12295.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Glonass-M #54 (754) auf Sojus-2.1b / Fregat</a></li>
</ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Planetenjäger Kepler ist angeschlagen</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/planetenjaeger-kepler-ist-angeschlagen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Jan 2013 21:11:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonden]]></category>
		<category><![CDATA[Ausfall]]></category>
		<category><![CDATA[Drallrad]]></category>
		<category><![CDATA[Exoplanetenforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Lageregelungssystem]]></category>
		<category><![CDATA[NASA]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraumteleskop]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=36270</guid>

					<description><![CDATA[<p>Das zur Suche nach erdähnlichen Planeten eingesetzte Weltraumteleskop der US-amerikanischen Luft- und Raumfahrtagentur NASA muss eine Pause einlegen, da es Probleme mit einem weiteren seiner Reaktionsräder zur Lageregelung gibt. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: NASA. Das System zur Bestimmung und Steuerung der Lage des Weltraumteleskops im All von Kepler namens ADCS für Attitude and [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/planetenjaeger-kepler-ist-angeschlagen/" data-wpel-link="internal">Planetenjäger Kepler ist angeschlagen</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Das zur Suche nach erdähnlichen Planeten eingesetzte Weltraumteleskop der US-amerikanischen Luft- und Raumfahrtagentur NASA muss eine Pause einlegen, da es Probleme mit einem weiteren seiner Reaktionsräder zur Lageregelung gibt.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/redakteure/" data-wpel-link="internal">Thomas Weyrauch</a>. Quelle: NASA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/21012013221142_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/21012013221142_small_1.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Kepler im All &#8211; Illustration 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Das System zur Bestimmung und Steuerung der Lage des Weltraumteleskops im All von Kepler namens ADCS für Attitude and Determination Control Subsystem besitzt eine als RWA für reaction wheel assembly bezeichnete Baugruppe mit vier aktiv redundanten Reaktionsrädern. Drei aktive Reaktionsräder werden wegen der erforderlichen exakten Ausrichtung für den Regelbetrieb des Teleskops im Beobachtungseinsatz benötigt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Im vergangenen Jahr begann ein erstes der vier Reaktionsräder, das Rad mit der Nummer zwei, ein auffälliges Verhalten zu zeigen. Nachdem es nicht mehr auf Steuereingaben reagierte, wurde es schließlich stillgelegt (<a href="https://www.raumfahrer.net/reaktionsradproblem-an-bord-von-kepler/" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete</a>). Nach der Isolation des defekten Reaktionsrades konnte Kepler den Beobachtungsbetrieb wieder aufnehmen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Versagt ein weiteres Reaktionsrad, müsste man den Betrieb von Kepler einstellen, da dann kein sinnvoller Beobachtungseinsatz des Teleskops mehr möglich ist. Als am 7. Januar 2013 eines der verbliebenen drei Reaktionsräder erhöhte Reibungswerte entwickelte und eine absichtlich herbeigeführte Rotation des Raumfahrzeugs keine positive Wirkung erzielte, ging man auf Nummer Sicher und versetze Kepler in einen speziellen Sicherheitsmodus, bei dem die Lageregelung ausschließlich durch kleine Lageregelungstriebwerke erfolgt. Der Beobachtungseinsatz ist deshalb vorerst unterbrochen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Hoffnung ist, dass sich die Verfassung des betroffenen Reaktionsrades mit der Nummer vier innerhalb eines Zeitraums von zehn Tagen, beginnend mit dem 17. Januar 2013, normalisiert. Man geht davon aus, dass sich das Schmiermittel für die Lagerkugeln während der Ruheperiode neuerlich gleichmäßig verteilen kann. Am 27. Januar 2013 will man den Zustand des betroffenen Reaktionsrades erneut intensiv begutachten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Sofern sich das möglicherweise vorliegende Schmierproblem lösen lässt, könnte Kepler die ausgefallenen Beobachtungstage problemlos nachholen. Die beschlossene Missionserweiterung des Weltraumteleskops reicht bis ins Jahr 2016. Der Zeitaufwand für die Wiederaufnahme des Beobachtungsbetriebs beträgt voraussichtlich drei Tage. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie in unserem Forum mit:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=1184.105" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Kepler</a></li></ul>
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		<title>CoRoT weiter ohne Teleskop</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/corot-weiter-ohne-teleskop/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 13 Jan 2013 10:14:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Astronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Extrasolar]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Sterne]]></category>
		<category><![CDATA[Ausfall]]></category>
		<category><![CDATA[Computer]]></category>
		<category><![CDATA[COROT]]></category>
		<category><![CDATA[ESA]]></category>
		<category><![CDATA[Exoplanetenforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Transitmethode]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraumteleskop]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der CoRoT genannte Satellit mit einem Teleskop zur Planetensuche an Bord sendet seit dem 2. November 2012 keine wissenschaftlichen Daten mehr. Es scheint sicher, dass es ein Problem mit der Elektronik des Teleskops gibt, welches einen neuerlichen Einsatz des Teleskops vermutlich ausschließt. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: astronomynow.com, flightglobal.com, Raumfahrer.net. Ohne aktives Hauptinstrument bleibt [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Der CoRoT genannte Satellit mit einem Teleskop zur Planetensuche an Bord sendet seit dem 2. November 2012 keine wissenschaftlichen Daten mehr. Es scheint sicher, dass es ein Problem mit der Elektronik des Teleskops gibt, welches einen neuerlichen Einsatz des Teleskops vermutlich ausschließt.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von <a href="https://www.raumfahrer.net/redakteure/" data-wpel-link="internal">Thomas Weyrauch</a>. Quelle: astronomynow.com, flightglobal.com, Raumfahrer.net.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ohne aktives Hauptinstrument bleibt nach aktuellem Stand nur die Option, die Mission des Forschungssatelliten, der unter der Ägide der französischen Raumfahrtagentur (CNES) und in Zusammenarbeit mit einer Reihe von wissenschaftlichen Institutionen sowie der Europäischen Raumfahrtorganisation (ESA) entstand, zu beenden. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/13012013111458_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/13012013111458_small_1.jpg" alt="CNES/D. Ducros" width="300" height="312"/></a><figcaption>
CoRoT beobachtet Stern bei Planetentransit &#8211; Illustration 
<br>
(Bild: CNES/D. Ducros)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die Aufgabe des Raumfahrzeugs war es entsprechend seines Namens, der für &#8222;Convection, Rotation and Planetary Transits&#8220; steht, mit der Transitmethode nach Planeten zu suchen. Dafür hatte man es mit einem Teleskop ausgerüstet, das Helligkeitsveränderung von Sternen aufspüren kann, wenn ein Planet durch die Sichtlinie zwischen dem Teleskop und dem Stern im Hintergrund wandert. Das Teleskop weist eine Fokuslänge von rund 110 Zentimetern auf, sein Hauptspiegel besitzt einen Durchmesser von rund 27 Zentimetern. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach dem Ausfall des Teleskops im November 2012 hatte man mehrfach versucht, es wieder in Betrieb zu setzen und ging von einer strahlungsinduzierten Unterbrechung zwischen dem Instrument und dem Hauptcomputer des Satelliten aus. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Hauptcomputer von CoRoT und die übrigen Systeme des Raumfahrzeugs funktionieren weiter wie vorgesehen, allein das Teleskop selbst liefert keine Beobachtungsdaten. Ein Backup für ausgefallene Komponenten im Instrument steht nicht zu Verfügung, da eine der beiden Datenverarbeitungseinheiten des Instruments bereits im Februar 2009 versagte. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Fehler im Februar 2009 und im November 2012 traten jeweils auf, nachdem CoRoT einen strahlungsintensiven Bereich über der Erde, südatlantische Anomalie genannt, passiert hatte. In dieser Region, auch als SAA für &#8222;South atlantic anomaly&#8220; bezeichnet, kommt der Van-Allen-Strahlungsgürtel der Erde deutlich näher als an anderen Stellen über der Erde. Satelliten, die die Anomalie durchqueren, sind ungewöhnlich starker Teilchenstrahlung ausgesetzt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Spezialisten der CNES versuchten im Dezember 2012, das Teleskop von CoRoT wiederzubeleben, in dem sie die elektrischen Systeme des auf dem Satellitenbus Proteus basierenden Erdtrabanten neu starteten und seinen Reservedatenbus in Betrieb nahmen. Die Bemühungen waren nicht von Erfolg gekrönt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist aufgrund der feststellbaren Erwärmung einer Elektronikbox im Teleskop wahrscheinlich, dass diese auf Einschaltversuche reagiert, selber Daten liefern konnte sie jedoch nicht mehr. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/13012013111458_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/13012013111458_small_2.jpg" alt="CNES/Pierre Jalby" width="300" height="225"/></a><figcaption>
CoRoT im Test in Weltraumsimulationskammer 
<br>
(Bild: CNES/Pierre Jalby)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Ingenieure der CNES untersuchen zwischenzeitlich, ob es alternative Wege gibt, das Teleskop von CoRoT wieder zu aktivieren. Auf Seiten der Wissenschaftler ist man besonders enttäuscht, dass der Ausfall des Teleskops stattfand, nachdem drei Tage vorher die zweite Missionsverlängerung für CoRoT beschlossen worden war. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Mittlerweile befindet sich CoRoT über sechs Jahre im Weltraum. Am 27. Dezember 2006 hatte eine Rakete des Typs Sojus 2.1b mit einer Fregat-Oberstufe den Forschungssatelliten von Baikonur in Kasachstan aus ins All befördert. Die ursprüngliche Auslegungsbetriebsdauer von CoRoT betrug zweieinhalb Jahre. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit des Beginns des wissenschaftlichen Einsatzes des Teleskops konnten Wissenschaftler mit seiner Hilfe die Existenz von 34 sogenannten Exoplaneten, also von Planeten außerhalb unseres Sonnensystems, nachweisen. Bei fünf weiteren Exoplaneten stehen die Untersuchungen zu ihrem Nachweis kurz vor dem Abschluss. Die Veröffentlichung der Beobachtungsdaten von CoRoTs Teleskop der letzten 18 Monate steht noch aus. Deshalb ist es möglich, dass die Entdeckung einer zusätzlichen Zahl an Exoplaneten auf CoRoT zurückgeführt können wird. </p>



<p class="wp-block-paragraph">CoRoT ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 29.678 und als COSPAR-Objekt 2006-063A. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Diskutieren Sie in unserem Forum mit:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=9880.30" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Planetensucher COROT</a></li></ul>
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		<title>Interferenzen stören Eutelsat 25A</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/interferenzen-stoeren-eutelsat-25a/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Jul 2012 04:49:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[ANFR]]></category>
		<category><![CDATA[Anomalie]]></category>
		<category><![CDATA[Arabsat]]></category>
		<category><![CDATA[Ausfall]]></category>
		<category><![CDATA[Eutelsat]]></category>
		<category><![CDATA[Eutelsat 25A]]></category>
		<category><![CDATA[GEO]]></category>
		<category><![CDATA[Interferenzen]]></category>
		<category><![CDATA[ITU]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikationssatellit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die nationale französische Frequenzagentur (ANFR) meldete am 20. Juli 2012, dass es wegen Interferenzen zum Ausfall von Transpondern des von Eutelsat betriebenen Kommunikationssatelliten Eutelsat 25A gekommen ist. Als vermeintlicher Verursacher der Störungen wurde der multinationale Kommunikationssatellitenbetreiber Arabsat ausgemacht. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: advanced-television.com, cardsharinginfo.com, spacenews.com. Eine Beschwerde von Eutelsat hat die ANFR sowohl [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die nationale französische Frequenzagentur (ANFR) meldete am 20. Juli 2012, dass es wegen Interferenzen zum Ausfall von Transpondern des von Eutelsat betriebenen Kommunikationssatelliten Eutelsat 25A gekommen ist. Als vermeintlicher Verursacher der Störungen wurde der multinationale Kommunikationssatellitenbetreiber Arabsat ausgemacht.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: advanced-television.com, cardsharinginfo.com, spacenews.com.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25072012064934_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/25072012064934_small_1.jpg" alt="ESA" width="260"/></a><figcaption>
Kommunikationssatellit über der Erde &#8211; Illustration  
<br>
(Bild: ESA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Beschwerde von Eutelsat hat die ANFR sowohl bei der International Telecommunications Union (ITU) als auch bei der Regierung des Königreichs Saudi-Arabien als Eigner von Arabsat vorgelegt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Sechs Transponder von Eutelsat 25A waren seit dem 14. Juli 2012 derartig gestört, dass Eutelsat von ihnen keine brauchbaren Signale mehr empfangen konnte. Der bei 25,5 Grad Ost im Geostationären Orbit positionierte und an anderer Position ursprünglich als Hot Bird 5 und später als EUROBIRD 2 bezeichnete Satellit wird von Eutelsat hauptsächlich zur Versorgung des Mittleren Ostens mit Fernseh- und Radioprogrammen sowie Breitbanddiensten eingesetzt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Laut Eutelsat waren unter den für die Transponderausfälle ursächlichen Störsignalen Übertragungen von drei nicht autorisierten Fernsehkanälen in DVB-Formaten. Die Störsignale erreichten den Satelliten außerdem mit falscher Polarisation und/oder mit hoher Signalstärke, was zusätzliche Interferenzen verursachte, berichtete Eutelsat. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Um die eigenen Kunden weiter versorgen zu können, hielt es Eutelsat für erforderlich, verschiedene ursprünglich von Eutelsat 25A ausgestrahlte Dienste auf andere Satelliten zu transferieren. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Sicher ist man sich bei Eutelsat, dass als Quelle der Störsignale nur der Kommunikationssatellitenbetreiber Arabsat in Frage kommt. Es kann nur spekuliert werden, ob die Störsignale einfach Ergebnis menschlichen Versagens beim Ausrichten einer Sendeantenne sind, oder mit bestimmten Intentionen verursacht wurden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Eutelsat sieht sich als einziger berechtigte Benutzer der Orbitalposition bei 25,5 Grad Ost. Eutelsat 25A steht nur rund ein halbes Grad entfernt von Satelliten, die Arabsat bei 26 Grad Ost unter anderem einsetzt, um Telekommunikationsdienste für den Iran zur Verfügung zu stellen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Eutelsat kämpft seit zwei Jahren mit Arabsat und dem Iran um eine sinnvolle Nutzung von Frequenzen im K<sub>u</sub>-Band-Bereich bei 25,5 Grad Ost. Bislang war von der ITU moderierten Einigungsversuchen kein Erfolg beschieden. Für Eutelsat drängt die Zeit, denn in weniger als einem Jahr soll Eutelsat 25B gestartet werden, den man im Geostationären Orbit ebenfalls bei 25,5 Grad Ost einsetzen möchte. Eutelsat 25B wird deutlich größer und leistungsfähiger sein als der seit Ende 1998 um die Erde kreisende Eutelsat 25A. 
<br>
Einig sind sich Arabsat und Eutelsat, dass es in der derzeitigen Situation niemandem möglich ist, im Bereich von 25,5 bis 26 Grad Ost einen Kommunikationssatelliten problemlos zu betreiben. Iranischerseits werden Störungen der eigenen Signale angeführt, die wegen Interferenzen mit Signalen von Eutelsat 25A auftreten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine bei einem Einigungsversuch vermutlich diskutierte mögliche Lösung könnte eine beiderseitige Begrenzung der Zahl auf Satelliten aktiver Transponder bei 25,5 Grad Ost und bei 26 Grad Ost sein. Arabsat und Eutelsat würden demzufolge künftig offiziell jeweils 12 Transponder mit einer Bandbreite von 36 MHz verwenden, um den Mittleren Osten und Nordafrika zu versorgen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Um die Zusammenarbeit bei Eutelsat 25B mit Es’hailSat aus Qatar nicht einzuschränken, überlegt Eutelsat, bei Arabsat offiziell zusätzliche vier Transponder auf einem Satelliten bei 26 Grad Ost zu mieten. Praktisch würde man wohl einfach entsprechend mehr Transponder von Eutelsat 25B aktivieren, die Miete der Transponder wäre eine Geste zur Gesichtswahrung. Dienstleistungen oder Zahlungen an Arabsat für die Nutzungsmöglichkeit der vier Transponder hält Eutelsat für vorstellbar. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Störung von Eutelsat 25A durch Arabsat wäre, wurde sie absichtlich ausgelöst, erst recht angesichts eines praktizierbaren Ausgleichs zwischen den beiden Kommunikationssatellitenbetreibern, unverständlich. Ob der Iran im Transponder- und Positionspoker zu unlauteren Mitteln gegriffen hat, konnte bislang nicht verifiziert werden. Den geschilderten Ausgleich unterstützt der Iran nicht. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Das jüngsten Treffen unter der Ägide der ITU fand an dem Tag statt, an dem das Nutzungsrecht der Orbitalposition bei 34 Grad Ost durch den Iran verfiel, weil es dem Iran bis zum Ende einer Frist von sechs Monaten nicht möglich war, einen Satelliten für diese Position anzugeben. Möglicherweise drückt sich die resultierende Unzufriedenheit der iranischen Delegation auch in dem Protest gegen den möglichen Vergleich zwischen Arabsat und Eutelsat aus. Ein Teilnehmer an der Veranstaltung berichtete außerdem, iranischerseits sei man unglücklich, dass der Vergleich ohne Beiträge der iranischen Seite entwickelt wurde. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Eutelsat 25A ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 25.495 bzw. als COSPAR-Objekt 1998-057A. </p>
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		<item>
		<title>ROSAT ist zurück auf der Erde (Update)</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/rosat-ist-zurueck-auf-der-erde-update/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 23 Oct 2011 07:55:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[InSound]]></category>
		<category><![CDATA[Satelliten]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraummüll]]></category>
		<category><![CDATA[Ausfall]]></category>
		<category><![CDATA[Röntgenteleskop]]></category>
		<category><![CDATA[ROSAT]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraumschrott]]></category>
		<category><![CDATA[Wiedereintritt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In der Nacht zum Sonntag ist der deutsche Röntgensatellit ROSAT in die Erdatmosphäre eingetreten und zumindest teilweise verglüht. Inwiefern Teile von ihm bis zur Erdoberfläche durchgekommen sind, ist zum aktuellen Zeitpunkt noch unbekannt. Ein Beitrag von Simon Plasger. Quelle: DLR, Spaceflight101, Twitter. Vertont von Peter Rittinger. Nachdem er bereits seit Jahren an Höhe verloren hat, [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net/rosat-ist-zurueck-auf-der-erde-update/" data-wpel-link="internal">ROSAT ist zurück auf der Erde (Update)</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.raumfahrer.net" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">In der Nacht zum Sonntag ist der deutsche Röntgensatellit ROSAT in die Erdatmosphäre eingetreten und zumindest teilweise verglüht. Inwiefern Teile von ihm bis zur Erdoberfläche durchgekommen sind, ist zum aktuellen Zeitpunkt noch unbekannt.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Simon Plasger. Quelle: DLR, Spaceflight101, Twitter. Vertont von Peter Rittinger.</p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2011-10-25-36610.mp3"></audio></figure>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/23102011095547_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/23102011095547_small_1.jpg" alt="EADS Astrium" width="260"/></a><figcaption>
ROSAT im Orbit (Künstlerische Darstellung) 
<br>
(Bild: EADS Astrium)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Nachdem er bereits seit Jahren an Höhe verloren hat, ist ROSAT (Röntgensatellit) zwischen 3:45 Uhr MESZ und 4:15 Uhr MESZ am Sonntagmorgen in die Erdatmosphäre eingetreten. Dabei sind große Teile von ihm verglüht. Ob Teile auf der Erde aufgeschlagen sind und ob diese Schäden verursacht haben, ist bis jetzt noch nicht bekannt.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Während des Eintrittsfensters führte der Orbit des Satelliten über den indischen Ozean sowie Teile von Asien (China und Myanmar). Genauere Daten über die Position und über möglicherweise betroffene Gebiete werden wahrscheinlich im Laufe des Tages veröffentlicht. Aktuelle Updates finden Sie dann auch auf unserer Homepage. </p>



<p class="wp-block-paragraph">ROSAT war am 1. Juni 1990 an Bord einer Delta-II-Rakete gestartet worden und durchsuchte 9 Jahre lang den Himmel im Röntgen- und UV-Bereich. Dabei wurden über 125.000 neue Röntgenquellen gefunden, darunter viele Supernovaüberreste. Zu seinen Entdeckungen gehören auch Neutronensterne, die nur im thermischen Bereich strahlen  und die Reflektion von Röntgenstrahlung am Mond. Zu den eher weniger erwarteten Ergebnissen gehörte unter anderem die Erkenntnis, dass Kometen trotz ihrer niedrigen Temperatur Röntgenstrahlung aussenden. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/23102011095547_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/23102011095547_small_2.jpg" alt="NASA" width="260"/></a><figcaption>
Der Start von ROSAT im Jahre 1990 
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Ursprünglich war ROSAT für eine Einsatzdauer von 5 Jahren ausgelegt, diese wurde jedoch erheblich überschritten. 1998 kam es schließlich zu altersbedingten Ausfällen an Bord des Satelliten, die einen Forschungsbetrieb erschwerten. So fiel zuerst der primäre Sternsensor aus, woraus eine Fehlausrichtung mit resultierte. Wenige Monate später gab es aufgrund der Sättigung eines Drallrades erneut eine Fehlorientierung, wobei der hochauflösende Detektor für Röntgen- und UV-Strahlung (High Resolution Imager, HRI) schwer beschädigt wurde. Am 12. Februar 1999 schließlich wurde ROSAT abgeschaltet, da nun auch die Treibstoffvorräte nahezu verbraucht waren. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>UPDATE:</strong> Wie das DLR bekannt gab, ist ROSAT über dem Golf von Bengalen, einem Randmeer des indischen Ozeans, eingetreten. Über Teile, die die Erdoberfläche erreicht haben und eventuellle Schäden ist weiterhin nichts bekannt.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=9585.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Wiedereintritt ROSAT</a></li></ul>
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]]></content:encoded>
					
		
		<enclosure url="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2021/01/ismobil-2011-10-25-36610.mp3" length="3591502" type="audio/mpeg" />

			</item>
		<item>
		<title>Japanischer Erbeobachtungssatellit IGS 4A ausgefallen</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/japanischer-erbeobachtungssatellit-igs-4a-ausgefallen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Sep 2010 19:01:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Anomalie]]></category>
		<category><![CDATA[Ausfall]]></category>
		<category><![CDATA[IGS 4A]]></category>
		<category><![CDATA[Japan]]></category>
		<category><![CDATA[Radarsatellit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Nach Angaben einer japanischen Regierungsstelle hat der Radaraufklärer IGS 4A am 23. August 2010 seinen Betrieb eingestellt. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: Mainichi Japan, THE DAILY YOMIURI. Der Ausfall des Satelliten ist auf eine Fehlfunktion im Stromversorgungssystem zurückzuführen, wird vermutet. Als wahrscheinlich betrachtet man ein Versagen im Zusammenhang mit den Akkumulatoren des Satelliten. Das [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Nach Angaben einer japanischen Regierungsstelle hat der Radaraufklärer IGS 4A am 23. August 2010 seinen Betrieb eingestellt.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: Mainichi Japan, THE DAILY YOMIURI.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Ausfall des Satelliten ist auf eine Fehlfunktion im Stromversorgungssystem zurückzuführen, wird vermutet. Als wahrscheinlich betrachtet man ein Versagen im Zusammenhang mit den Akkumulatoren des Satelliten. <br>Das am 2. Februar 2007 auf einer H-2A-Rakete von Tanegashima aus zusammen mit IGS 4B ins All transportierte Raumfahrzeug war zuletzt in einer annähernd kreisförmigen Bahn zwischen 480 und 500 Kilometern über der Erdoberfläche und mit einer Neigung von etwa 97,4 Grad unterwegs. IGS 4A ist der zweiten Radarsatellit, den Japan insbesondere zur Aufklärung von Aktivitäten in Nordkorea und China eingesetzt hat. Vor seinem Ausfall war er der einzige aktive japanische Radaraufklärer. Die Aussichten, den Satelliten noch einmal in einen betriebsfähigen Zustand versetzen zu können, werden als ausgesprochen gering eingeschätzt. Mit Arbeiten zur Reaktivierung des Trabanten hat man aber trotzdem begonnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Fünf Jahre lang hätte IGS 4A im Weltraum nutzbar sein sollen, bis 2012 wollte man ihn einsetzen. IGS 1B alias IGS R-1, Japans erster operativer Radaraufklärungssatellit, erreichte ebenfalls nicht seine Auslegungsbetriebsdauer von fünf Jahren. Der 2003 gestartete Satellit fiel 2007 wegen eines Akkumulatorenproblems aus. Bleibt IGS 4A unbenutzbar, bedeutet dies einen weiteren einer ganzen Kette von Rückschlägen im japanischen Aufklärungssatellitenprogramm.</p>



<p class="wp-block-paragraph">IGS 4A alias IGS R-2 ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 30.586 bzw. als COSPAR-Objekt 2007-005A. </p>
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		<title>AMC 11 geht auf Distanz zu Galaxy 15</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/amc-11-geht-auf-distanz-zu-galaxy-15/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 May 2010 07:46:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Ausfall]]></category>
		<category><![CDATA[GEO]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikationssatellit]]></category>
		<category><![CDATA[Sonnensturm]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der von SES World Skies betriebene Kommunikationssatellit AMC 11 soll so manövriert werden, dass er während des Vorbeidriftens des unkontrollierbaren Kommunikationssatelliten Galaxy 15 möglichst lange einen ausreichend großen Abstand zu diesem hat, um den Kunden von SES World Skies einen störungsfreien Empfang zu ermöglichen. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: SES World Skies. Seit einem [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Der von SES World Skies betriebene Kommunikationssatellit AMC 11 soll so manövriert werden, dass er während des Vorbeidriftens des unkontrollierbaren Kommunikationssatelliten Galaxy 15 möglichst lange einen ausreichend großen Abstand zu diesem hat, um den Kunden von SES World Skies einen störungsfreien Empfang zu ermöglichen.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: SES World Skies.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/18052010094629_small_1.jpg" alt="Lockheed Martin" width="346" height="249"/><figcaption>
AMC 11 im All &#8211; Illustration 
<br>
(Bild: Lockheed Martin)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Seit einem Sonnensturm Anfang April lässt sich Intelsats Galaxy 15 nicht mehr kontrollieren. Der Satellit hat seine Position bei 133 Grad West im geostationären Orbit mit weiterlaufender Kommunikationsnutzlast verlassen. Die Satellitenkontroller haben keine Zugriffsmöglichkeit auf das Antriebssystem des Satelliten, und die Kommnuikationsnutzlast lässt sich nicht abschalten. Während der Satellit ostwärts driftet, bereitet sich SES World Skies darauf vor, möglichen Interferenzen im Sende- und Empfangsbetrieb mit AMC 11 nach Kräften aus dem Weg zu gehen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">AMC 11 steht bisher bei 131 Grad West im geostationären Orbit. Im Verlauf der Passage von Galaxy 15 möchte man eine angepaßte Bewegungen von AMC 11 initiieren, die sicherstellt, dass ein Mindestabstand zwischen AMC 11 und Galaxy 15 nicht unterschritten wird. AMC 11 soll für einen gewissen Zeitraum vor Galaxy 15 ebenfalls ostwärts treiben. Am 31. Mai wird Galaxy 15 zu AMC 11 aufgeholt haben, AMC 11 will SES World Skies dann unverzüglich wieder nach Westen versetzen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit die Kommunikationsverbindungen, die Kunden von SES World Skies durch auf AMC 11 etablierte Dienste nutzen können, nicht irgendwann abreißen, will SES World Skies den kürzlich gestarteten neuen Kommunikationssatelliten SES 1 im geostationären Orbit gewissermaßen hinter den nach Osten weglaufenden AMC 11 und Galaxy 15 positionieren. SES 1 wird dazu von Westen herangeführt. Die Kunden können entscheiden, ob sie weiter via AMC 11 empfangen möchten, oder ihre Antennen auf den westlich von AMC 11 stationierten SES 1 ausrichten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die geplante koordinierte Drift von AMC 11 wird am 25. Mai 2010 beginnen müssen, teilte SES World Skies am 17. Mai 2010 mit. Während dieser Operation will SES World Skies eine Antennenanlage mit einer Schüssel mit neunzehn Metern Durchmesser einsetzten, um das Risiko der Unterbrechung von durch Kunden genutzten Kommunikationsverbindungen möglichst gering zu halten. Eine besondere Gefahr der Kollision der Satelliten besteht nicht, was auch SES World Skies ausdrücklich betont. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Visualisierung der geplanten Manöver stellt SES World Skies im Internet zur Verfügung:</p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://www.youtube.com/watch?v=j7ybrn3X23U" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">amc-11-ses-1-avoidance-maneuvers.wmv</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<item>
		<title>Spirit &#8211; Vom Rover zum Lander?</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/spirit-vom-rover-zum-lander/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 13 Dec 2009 00:00:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Spirit]]></category>
		<category><![CDATA[Ausfall]]></category>
		<category><![CDATA[Gusev-Krater]]></category>
		<category><![CDATA[Marsoberfläche]]></category>
		<category><![CDATA[Marsrover]]></category>
		<category><![CDATA[Räder]]></category>
		<category><![CDATA[Solarpanele]]></category>
		<category><![CDATA[Staubsturm]]></category>
		<category><![CDATA[Telemetriedaten]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=32789</guid>

					<description><![CDATA[<p>Nachdem der Marsrover Spirit am Beginn seiner Befreiungsfahrt aus einer Sandfalle erste minimale Fortschritte erzielen konnte, ist jetzt zu befürchten, dass ein weiteres defektes Rad einen Erfolg der Bemühungen verhindern wird. Mittlerweile muss man davon ausgehen, dass es Spirit nicht gelingen wird, sich aus dem extrem losen Untergrund zu befreien. Ein Beitrag von Ralph-Mirko Richter. [&#8230;]</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Nachdem der Marsrover Spirit am Beginn seiner Befreiungsfahrt aus einer Sandfalle erste minimale Fortschritte erzielen konnte, ist jetzt zu befürchten, dass ein weiteres defektes Rad einen Erfolg der Bemühungen verhindern wird. Mittlerweile muss man davon ausgehen, dass es Spirit nicht gelingen wird, sich aus dem extrem losen Untergrund zu befreien.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Ralph-Mirko Richter. Quelle: JPL, Planetary Society, Science@NASA, Cornell University.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/13122009010038_big_1.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/13122009010038_small_1.jpg" alt="NASA, JPL" width="348" height="328"/></a><figcaption>
Seit dem Frühjahr 2009 sind fünf der sechs Räder von Spirit tief in den Untergrund eingegraben. 
<br>
(Bild: NASA, JPL)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Im Frühjahr dieses Jahres bewegte sich der Marsrover Spirit auf seiner Forschungsreise im Gusev-Krater des Mars durch das sogenannte West Valley. Hierbei handelt es sich um eine flache Senke, welche sich am Westrand der Home Plate, einem Vulkan-Plateau, befindet. Am 23. April 2009 geriet der Rover dabei unverhofft auf einen aus extrem feinem Sand bestehenden Untergrund, welcher von einer dünnen Sulfat-Kruste überzogen war. Der Rover brach durch diese Kruste und grub sich mit fünf seiner sechs Räder in den Untergrund ein. In den folgenden Tagen durchgeführte Versuche, den Rover aus dieser &#8222;Sandfalle&#8220; zu befreien, verschlechterten die Situation noch weiter. Die für die Steuerung des Rovers verantwortlichen Mitarbeiter des Jet Propulsion Laboratory (JPL) beschlossen daraufhin, die Befreiungsversuche vorerst zu unterbrechen und die Situation ausführlich zu analysieren. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Auswertung der von Spirit übermittelten wissenschaftlichen Daten ergab, dass sich die linke Roverseite genau auf dem Rand eines kleinen Kraters befand. Diese als Scamander-Krater bezeichnete Formation ist komplett mit extrem feinem Sulfat-Pulver gefüllt. Die rechte Seite des Rovers befindet sich dagegen auf relativ festem Untergrund. In einer speziellen Testanlage des JPL wurde das Gelände detailgetreu nachgebildet und man verwendete zwei Rover-Modelle dazu, eine Strategie für die Befreiung von Spirit zu entwickeln. Mitte November 2009 war man schließlich dazu bereit, mit der Befreiung von Spirit zu beginnen (<a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/spirits-befreiungsfahrt-steht-unmittelbar-bevor/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">Raumfahrer.net berichtete</a>). </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/13122009010038_big_2.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/13122009010038_small_2.jpg" alt="NASA, JPL, University of Arizona" width="388" height="313"/></a><figcaption>
Spirit (der weißer Punkt in der linken Bildhälfte) befindet sich gegenwärtig in einer flachen Senke neben einem Vulkanplateau, dem sogenannten Home Plate. Dieses Bild wurde vom Marsorbiter MRO aufgenommen. 
<br>
(Bild: NASA, JPL, University of Arizona)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Am 17. November 2009 (Sol 2.088  der Spirit-Mission) wurden dem Rover dazu die ersten Fahrbefehle seit sechs Monaten übermittelt. Die Kommandos sahen vor, dass sich Spirit in zwei separaten Etappen über jeweils 2,5 Meter in nördliche Richtung bewegen sollte. Aufgrund des zu erwartenden Schlupfes der Räder und dem daraus resultierenden &#8222;Durchdrehen&#8220; ging man jedoch davon aus, dass der reale Geländegewinn lediglich im Millimeterbereich liegen würde. Allerdings zeigte sich bei der Analyse der nach dieser ersten Etappe übermittelten Telemetriedaten, dass Spirit seine Fahrt bereits nach weniger als einer Sekunde abgebrochen hatte. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Grund hierfür stellte sich heraus, dass die Sicherheitsautomatik des Rovers eine größere Neigungsänderung feststellte als durch die vorgegebenen Sicherheitsparameter zulässig war. Die Parameter ließen lediglich eine Neigungsänderung von maximal einem Grad zu, was letztendlich im Rollwinkel überschritten wurde. Das Roverdriver-Team hatte die anfänglichen Parameter bewusst sehr streng gewählt, da man das Fahrverhalten von Spirit vor dem Beginn der Fahrt noch nicht eindeutig einschätzen konnte. Auf diese Weise sollte verhindert werden, dass sich der Rover mit seiner linken Seite noch weiter in den Untergrund eingräbt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach einer ausführlichen Analyse der übermittelten Daten wurde der Fahrversuch zwei Tage später mit gelockerten Sicherheitsparametern für die Rover-Neigung wiederholt. Und diesmal konnte ein eindeutiger Erfolg erzielt werden. Nach bereits der Hälfte der kommandierten fünf Meter hatte sich Spirit um 12 Millimeter in die nach Norden zeigende Fahrtrichtung bewegt. Dabei kam es zudem zu einer leichten seitlichen Abdrift von sieben Millimetern in Richtung des westlich gelegenen Scamander-Kraters und zu einem Einsinken um vier Millimeter in den Untergrund. Die damit verbundene Neigungsänderung des Rovers betrug lediglich 0,1 Grad. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Da die Sicherheitsparameter für diese Fahrt lediglich eine Bewegung von zehn Millimetern gestatteten, wurde die zweite Etappe über 2,5 Meter nicht mehr angetreten. Besonders ermutigend war die Tatsache, dass das tief eingegrabene linke Vorderrad Anzeichen dafür zeigte, den Hang seiner selbst gegrabenen Grube zu erklimmen. Je höher sich dieses Rad befindet, desto besser stehen die Chancen, dass es mehr Bodenhaftung bekommt und nicht mehr so stark im Sand durchdreht. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/13122009010038_big_3.gif" data-rel="lightbox-image-2" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/13122009010038_small_3.gif" alt="NASA, JPL" width="349" height="345"/></a><figcaption>
Die Positionsveränderung von Spirit zwischen dem 19. und 21. November 2009 ist in der Großversion dieser Animation (Klick auf die Lupe) erkennbar. 
<br>
(Bild: NASA, JPL)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Ermutigt durch dieses Ergebnis plante man die nächste Fahretappe für den 21. November 2009 (Sol 2092). Auch für diesen Tag wurden zwei Fahrten in nördlicher Richtung über jeweils 2,5 geplante Meter vorgegeben. Diesmal sollte allerdings das rechte Hinterrad etwas langsamer gedreht werden als die restlichen Räder. Dadurch wollte man für das rechte Mittelrad eine höhere Traktion erzielen. Auf diese Weise sollte der Rover genügend Vortrieb erzeugen, um sich trotz des seit dem 13. März 2006 dauerhaft blockierten rechten Vorderrades zu bewegen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Da dieses Rad seit diesem Zeitpunkt nicht mehr zum Antrieb benutzt werden konnte und auch nicht mehr frei drehbar ist, wurde Spirit in der folgenden Zeit fast ausschließlich im &#8222;Rückwärtsgang&#8220; bewegt, wobei das blockierte Rad hinter dem Rover hergezogen wurde. Nun steht man vor der schwierigen Situation, dieses Rad vor Spirit herschieben zu müssen. Dabei ist man hauptsächlich auf die beiden verbliebenen funktionsfähigen Räder auf der rechten Seite angewiesen. Die drei Räder auf der linken Seite von Spirit sind dagegen zu tief in den Untergrund eingegraben und verfügen zudem aufgrund des sehr feinen Bodenmaterials über zu wenig Bodenhaftung. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Fahrt vom 21. November 2009 wurde allerdings bereits nach vier Metern von der Sicherheitsautomatik abgebrochen. Der Grund hierfür war, dass sich das rechte Hinterrad im Laufe der Fahrt plötzlich langsamer drehte als berechnet. Bis zum Zeitpunkt des Fahrabbruches überbrückte Spirit weitere vier Millimeter in nördliche Richtung. Dabei driftete der Rover erneut um drei Millimeter nach Westen ab und sank um drei Millimeter ab. Um dieser unerwarteten Entwicklung Rechnung zu tragen, wurde für den 24. November 2009 (Sol 2095) ein Diagnosetest des Hinterrades angesetzt. Neben der Ermittlung verschiedener Zustandsparameter und einem Widerstandstest wurde das Rad hierbei in eine rückwärts und anschließend vorwärts gerichtete Drehbewegung versetzt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Da die Sicherheitsautomatik des Rovers keine Auffälligkeiten feststellen konnte, wurde Spirit anschließend über eine Strecke von theoretisch 1,5 Metern bewegt. Dabei bewegte sich der Rover um weitere 2,1 Millimeter nach vorne und um 1,1 Millimeter nach links. Gleichzeitig erfolgte ein nur noch minimales Absinken um lediglich 0,3 Millimeter. Die bisherigen Resultate waren ermutigend und lagen sogar noch über den Erwartungen des Roverdriver-Teams, welches besonders in der Anfangsphase der Befreiungsfahrt nur von minimalen Bewegungen und Geländegewinnen des Rovers ausgegangen war. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/13122009010038_big_4.jpg" data-rel="lightbox-image-3" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/13122009010038_small_4.jpg" alt="NASA, JPL, USGS" width="378" height="318"/></a><figcaption>
Zusätzlich wird Spirit durch einen Stein behindert, welcher sich unterhalb des Rovers befindet. Hier ein Blick unter den Rover, aufgenommen mit dem Mikroskop am 2. Juni 2009. 
<br>
(Bild: NASA, JPL, USGS)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Aber bereits bei der nächsten Etappe am 28. November 2009 (Sol 2099) trat das Rad-Problem erneut auf. Im Rahmen einer vorgesehenen Fahrt über erneute 2,5 Meter kam es nach lediglich 1,4 Metern zu einer Blockade des rechten Hinterrades. Im Gegensatz zum Fahrtabbruch vom 21. November trat diesmal im für den Antrieb des Rades verantwortlichen Motor eine starke Widerstandserhöhung unmittelbar vor der Radblockade auf. Am 3. und 4. Dezember wurden daraufhin weitere intensive Untersuchungen des Rades durchgeführt. Im Rahmen von gezielten Drehbewegungen wurde der Elektromotor des rechten Hinterrades in drei verschiedenen Temperaturbereichen einem Rotorwiderstandstest unterzogen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Hierbei traten in allen Testphasen konstant anormal hohe Widerstandswerte auf. Kontrollmessungen des linken Hinterrades, deren Daten als Vergleichswerte herangezogen wurden, zeigten bei diesem Rad keine Auffälligkeiten. Eine versuchsweise Drehung des rechten Hinterrades im Rahmen einer vorgesehenen 57-Grad-Drehung in Fahrtrichtung führten zu einer sofortigen Blockade des linken Hinterrades. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterführender Test am 9. Dezember 2009 (Sol 2109) betätigte die Befürchtung, dass Spirit nur noch über vier operationsfähige Räder verfügt. Ein erneuter Widerstandstest des Motors mit einer veränderten elektrischen Spannung zeigte sowohl für vorwärts als auch für rückwärts gerichtete Bewegungen einen erhöhten Widerstandswert an. Messungen an den restlichen vier operablen Rädern zeigten hingegen keine Auffälligkeiten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Über den für den Ausfall des Rades verantwortlichen Grund können die Mitarbeiter des JPL bisher keine verlässliche Aussage tätigen. Nach den ersten Analysen kommen ein Defekt des Antriebsmotors, ein Getriebeproblem oder eventuell eine externe Ursache in Frage. Im letzteren Fall könnte sich zum Beispiel ein kleiner Stein im Radgehäuse festgesetzt haben und das Rad blockieren. Dieses Szenario wird allerdings nicht als sehr wahrscheinlich angesehen, da bereits zu früheren Zeitpunkten kleine Steine in das Innere der Radgehäuse gelangt waren und laut dem für die Marsrover-Mission verantwortlichen Projektmanager, John Callas, dabei nie eine Blockade wie zum gegenwärtigen Zeitpunkt auslösten. Vielmehr wird als wahrscheinlicher Grund für den momentanen Ausfall des rechten Hinterrades eine Abnutzung der Schleifkontakte im zuständigen Antriebsmotor angenommen. Diese Abnutzung würde dazu führen, dass die Kontaktstellen, welche die Energie auf die sich drehenden Teile des Motors übertragen sollen, den Kontakt verloren haben. Genau dieses Szenario gilt auch als die wahrscheinlichste Ursache für den Verlust des rechten Vorderrades im Jahr 2006. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits am 25. März 2009 wurde ein kurzzeitiges anormales Verhalten des rechten Hinterrades festgestellt. Da dieses Problem nur von kurzer Dauer war, gingen die Ingenieure des JPL ursprünglich davon aus, dass das unwegsame Gelände, durch welches sich Spirit zu diesem Zeitpunkt bewegte, hierfür verantwortlich war. Man vermutete, dass das betreffende Rad gegen einen Stein gefahren war und dieser plötzliche Widerstand zu den Unregelmäßigkeiten führte. Eine neue Analyse des Ereignisses legt allerdings die Vermutung nahe, dass sich bereits zu diesem Zeitpunkt erste Verschleißanzeichen gezeigt haben könnten, welche lediglich falsch interpretiert wurden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Verlauf der Tests der letzten zwei Wochen wird von den Ingenieuren des JPL als &#8222;nicht ermutigend&#8220; bezeichnet. Man müsse mittlerweile davon ausgehen, dass Spirit nur noch über vier funktionsfähige Räder verfügt. Da sich nur eines dieser Räder, dass rechte Mittelrad, außerhalb des Scamander-Kraters befindet, wird es vielleicht nicht mehr möglich sein, den Rover wieder auf sicheren Untergrund zu manövrieren und die Fahrt fortzusetzen. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/13122009010038_big_5.jpg" data-rel="lightbox-image-4" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/13122009010038_small_5.jpg" alt="NASA, JPL, Cornell University" width="354" height="335"/></a><figcaption>
Diese Falschfarbenaufnahme des Bodens vor Spirit zeigt die unterschiedliche Zusammensetzung des Bodens vor dem Rover an. Die beiden Steine haben Abmessungen von etwa 10 mal 3 Zentimetern. 
<br>
(Bild: NASA, JPL, Cornell University)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Aber selbst wenn es nicht gelingen sollte, Spirit wieder zu befreien, so wäre dies noch nicht das Ende der Mission. &#8222;Wir werden auch weiterhin unser Möglichstes geben und versuchen, Spirit wieder flott zu bekommen. Aber für den Fall, dass der Rover für den Rest seines Lebens an dieser Stelle verbleiben muss, so gibt es dort viele wissenschaftlich interessante Dinge, welche wir in diesem Bereich studieren können. Das ist wirklich der beste Ort, an dem Spirit hätte stecken bleiben können&#8220;, so Kim Lichtenberg, eine der für die Steuerung von Spirit verantwortlichen Rover-Driver. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Sollte aus dem Marsrover Spirit tatsächlich ein stationärer Lander werden, so befände sich ein für die an der Mission beteiligten Geologen und Geochemiker äußerst interessantes Betätigungsfeld in der Reichweite der verschiedenen wissenschaftlichen Instrumente. Das zu untersuchende Gebiet stellte sich im Laufe der letzten Monate bereits als eine &#8222;geologische Schatztruhe&#8220; heraus, so die Worte von Ray Arvidson von der Washington University. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Boden besteht aus mehreren Schichten unterschiedlicher Zusammensetzungen. In dem  Untergrund auf der Seite des Scamander-Krater konnte die höchste bisher auf dem Mars gemessene Sulfat-Konzentration nachgewiesen werden, während der auf der Seite der Home Plate befindliche Boden über eine normale Zusammensetzung verfügt. Die Trennlinie zwischen den detektierten Sulfat-Konzentrationen und den sulfatärmeren Gebieten verläuft direkt unterhalb des Rovers, so dass dessen am Instrumentenarm montierte Spektrometer diese unterschiedlichen Materialien analysieren können. Auch könnten an dieser Stelle weitere Ergebnisse über die Bildung der dünnen Kruste über dem Scamander-Krater gesammelt werden. Zum jetzigen Zeitpunkt liegt die Vermutung nahe, dass sich diese nur unter der Einwirkung von Wasser gebildet haben kann. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><a href="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/13122009010038_big_6.gif" data-rel="lightbox-image-5" data-magnific_type="image" data-rl_title="" data-rl_caption="" title="" data-wpel-link="internal"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/13122009010038_small_6.gif" alt="NASA, JPL, Cornell-University, Animation und Farbgebung: Peter Greutmann" width="370" height="366"/></a><figcaption>
Der Sonnenuntergang über dem Gusev-Krater am 20.August 2009. Die Sonne ist bereits etwa 10 Minuten vor dem eigentlichen Untergang nicht mehr durch die Staubschicht hindurch zu erkennen. 
<br>
(Bild: NASA, JPL, Cornell University, Animation und Farbgebung: Peter Greutmann)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Sehr bedenklich stellt sich allerdings die gegenwärtige Energiesituation von Spirit dar. Ende Juli konnte der ausschließlich mit Solarstrom betriebene Rover zwischenzeitlich über 900 Wattstunden Energie pro Tag generieren (0,9 kWh). Am 25. August 2009 sank dieser Wert aufgrund eines Staubsturmes auf nur noch 322 Wattstunden pro Tag ab <a class="a" href="https://www.raumfahrer.net/staubsturm-beeintraechtigt-spirits-energieaufnahme/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">(Raumfahrer.net berichtete)</a>. Nachdem sich der Sturm gelegt hatte, stieg dieser Wert zwischenzeitlich wieder an. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit der am 26. Oktober 2009 erfolgten Sonnenwende auf dem Mars hat mittlerweile jedoch auf dessen Südhalbkugel der Herbst begonnen. Für den Rover, welcher bei 14,6 Grad südlicher Breite operiert, bedeutet dies, dass die Tage zunehmend kürzer werden und immer weniger Sonnenlicht die Solarzellenflächen erreicht. In den vorausgegangenen Marswintern umging man das Problem, indem der Rover an einem nach Norden ausgerichteten Berghang ein Winterquartier bezog und dort auf den nächsten Frühling wartete. Auf diese Weise waren die Solarpaneele auf die Sonne ausgerichtet und die Sonnenlichteinstrahlung konnte optimal genutzt werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Verlauf des letzten Marswinters nahm der Rover aus diesem Grund eine Position am Nordhang der Home Plate ein, bei der die Solarpaneele ursprünglich um etwa 15 Grad in Richtung auf die Sonne ausgerichtet waren. Aufgrund der immer geringer werdenden Energieausbeute wurde diese Ausrichtung später sogar auf eine Neigung von 30 Grad korrigiert. Trotzdem konnte Spirit diesen Winter nur mit sehr viel Mühe überleben und sein Energiehaushalt bewegte sich lange Zeit an der Grenze zum &#8222;Kältetod&#8220;. Aufgrund der gegenwärtigen Bewegungsunfähigkeit ist ein entsprechendes Manöver im jetzt anstehenden Winter allerdings nicht möglich. Stattdessen sind Spirits Solarpaneele zum momentanen Zeitpunkt sogar um einen Grad in die südliche, also in die von der Sonne abgewandten Richtung geneigt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Welche Auswirkungen dies bereits jetzt hat, soll eine Auflistung der Energiewerte für die letzten Wochen verdeutlichen. Der Tau-Wert steht dabei für die Durchsetzung der Marsatmosphäre mit Staub. Je mehr Staub sich dort befindet, desto höher fällt dieser Wert aus. Der Wert für die Lichtdurchlässigkeit gibt an, wie viel Sonnenlicht die Solarpaneele erreicht und letztendlich zur Energiegewinnung genutzt werden kann. </p>



<ul class="wp-block-list"><li>04.11.2009: 0,359 kWh/Tag , Tau-Wert 0,599 , Lichtdurchlässigkeit 63,30 Prozent</li><li>10.11.2009: 0,368 kWh/Tag , Tau-Wert 0,569 , Lichtdurchlässigkeit 59,95 Prozent</li><li>19.11.2009: 0,346 kWh/Tag , Tau-Wert 0,517 , Lichtdurchlässigkeit 58,80 Prozent</li><li>24.11.2009: 0,325 kWh/Tag , Tau-Wert 0,590 , Lichtdurchlässigkeit 57,50 Prozent</li><li>28.11.2009: 0,316 kWh/Tag , Tau-Wert 0,572 , Lichtdurchlässigkeit 56,70 Prozent</li><li>09.12.2009: 0,298 kWh/Tag , Tau-Wert 0,517 , Lichtdurchlässigkeit 56,30 Prozent</li></ul>



<p class="wp-block-paragraph">Als Vergleich benutzt man am besten die Werte vom 19. November und vom 9. Dezember. Im Laufe dieser drei Wochen ist die Menge der täglich generierten Energie trotz eines identischen Tau-Wertes um 48 Wattstunden pro Tag abgefallen. Der Bedeckungsgrad der Solarzellen mit Staub hat sich in diesem Zeitraum um lediglich 2,5 Prozent verschlechtert. Sollte sich dieser Trend bei einem täglich niedrigeren Sonnenstand auch in Zukunft fortsetzten, so ist zu befürchten, dass Spirit spätestens ab dem März 2010 im wahrsten Sinne des Wortes ums Überleben kämpfen muss. Zur Aufrechterhaltung seiner überlebensnotwendigen Systeme wie zum Beispiel der Heizungen für den Bordcomputer, der Lithiumionen-Batterien und der Kommunikationsanlagen benötigt der Rover pro Tag etwa 140 Wattstunden an Energie. Sollte dieser Wert über einen Zeitraum von mehreren Tagen unterschritten werden, so würden auch die in der Batterie gespeicherten Reserven nicht ausreichen, um den Rover weiterhin am Leben zu halten. Selbst eine Reduzierung der für die Heizung aufgewandten Energiemenge könnte dann sein Schicksal nicht mehr abwenden. Hierbei ist des weiteren zu bedenken, dass der Marswinter auf der Südhalbkugel erst am 13. Mai 2010 einsetzen und bis zum 12. November 2010 anhalten wird. 
<br>
&#8222;Es hängt letztendlich davon ab, wie viel Staub sich in der nächsten Zeit auf den Paneelen ablagert&#8220;, so Ray Arvidson vor einer Woche. &#8222;Wir stehen unter einem gewissen Zeitdruck Spirit zu befreien. Andererseits wollen wir nichts überstürzen um zu verhindern, dass Spirit sich dauerhaft in einen Lander verwandelt.&#8220; Die momentane Entwicklung der Energiesituation lässt allerdings das Schlimmste befürchten. Nicht zuletzt diese Überlegungen haben jetzt wohl dazu geführt, dass das Roverdriver-Team nach dem &#8222;Strohhalm einer Hoffnung&#8220; greift. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Analyse des aktuellen Ausfalls des rechten Hinterrades wird auch in den nächsten Tagen fortgesetzt werden. Dabei wird man dem betreffenden Rad eine höhere Stromspannung zuführen und testen, ob dies vielleicht dazu führt, dass sich das Rad wieder drehen lässt. Gleichzeitig soll eine Zustandsüberprüfung des eigentlich inoperablen rechten Vorderrades durchgeführt werden. Durch diesen Test soll ergründet werden, ob dieses Rad wirklich, wie bis jetzt immer angenommen, nicht mehr auf die kommandierten Befehle reagiert oder ob es vielleicht nicht doch entgegen allen bisherigen Vermutungen für den Antrieb des Rovers genutzt werden kann. Eine entsprechende Vorgehensweise wurde innerhalb des Roverdriver-Teams bereits im Verlauf des letzten Sommers diskutiert. Allerdings wurde die Möglichkeit einer versuchsweisen Reaktivierung des rechten Vorderrades aufgrund der damit verbundenen Gefahren immer als eine der letzten möglichen Optionen zur Befreiung von Spirit angesehen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Durch die anstehende Untersuchung erhofft man sich zudem Erkenntnisse darüber, ob das Versagen des Hinterrades mit dem Ausfall des Vorderrades vergleichbar ist. In der Vergangenheit wurde ein solcher Versuch immer vermieden, da man befürchtet, dass durch eine Reaktivierung des rechten Vorderrades ein Kurzschluss innerhalb der Bordelektronik auftreten könnte, welcher letzendlich die Funktionalität des Instrumentenarmes des Rovers beeinträchtigen würde. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Kommandos für den nächste Fahrversuch von Spirit wurden dem Rover für den heutigen Sol 2113 der Mission übermittelt. Im Rahmen dieser Fahrt sollen weiteren Überprüfungen des rechten Hinterrades erfolgen. In erster Linie werden also vordergründig erneute Messungen der Spannungswerte dieses Rades durchgeführt werden. Spirit wird diese Fahrt um etwa 03:00 mitteleuropäischer Zeit am Sonntag, den 13. Dezember 2009 aufnehmen. Bis zum jetzigen Zeitpunkt überbückte Spirit eine Distanz von insgesamt rund 7.730 Metern auf der Oberfläche unseres äußeren Nachbarplaneten. Auch wenn die Vorzeichen momentan sehr negativ ausfallen, so bleibt doch zu hoffen, dass Spirit diesem aktuellen Wert noch viele weitere Meter folgen lassen wird. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon-Forum</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=3843.1245 " target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Aktuelle Diskussion zu Spirit und Opportunity</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Internetseite des JPL</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://science.nasa.gov/mission/mars-exploration-rovers-spirit-and-opportunity/" target="_blank" rel="noopener follow" data-wpel-link="external">Free Spirit (engl.)</a></li></ul>
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		<item>
		<title>JAXA meldet HAYABUSA-Triebwerksausfall</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/jaxa-meldet-hayabusa-triebwerksausfall/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Raumfahrer.net Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Nov 2009 06:46:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Raumsonden]]></category>
		<category><![CDATA[Asteroidensonde]]></category>
		<category><![CDATA[Ausfall]]></category>
		<category><![CDATA[Ionentriebwerk]]></category>
		<category><![CDATA[Probenbehälter]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die japanische Agentur für Luft- und Raumfahrtforschung JAXA meldete am 9. November 2009, dass auch das vierte Ionentriebwerk an Bord der Asteroidensonde HAYABUSA nicht mehr in Betrieb ist. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: JAXA. Der Ausfall des Triebwerks D war am 4. November 2009 festgestellt worden. Während Spezialisten der JAXA versuchen, den Grund für [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Die japanische Agentur für Luft- und Raumfahrtforschung JAXA meldete am 9. November 2009, dass auch das vierte Ionentriebwerk an Bord der Asteroidensonde HAYABUSA nicht mehr in Betrieb ist.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: JAXA.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/12112009074641_small_1.jpg" alt="JAXA" width="384" height="291"/><figcaption>
HAYABUSA über 25143 Itokawa &#8211; Illustration 
<br>
(Bild: JAXA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Ausfall des Triebwerks D war am 4. November 2009 festgestellt worden. Während Spezialisten der JAXA versuchen, den Grund für den Triebwerksausfall herauszufinden, wurde probiert, das Triebwerk D wieder in Betrieb zu setzen, bis zum 9. November jedoch erfolglos.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die übrigen Triebwerke A, B und C an Bord der Sonde laufen ebenfalls nicht. Triebwerk A war kurz nach dem Start wegen Instabilität abgeschaltet worden. Triebwerk B wurde wegen Verschleißerscheinungen seit April 2007 nicht mehr benutzt. Auch bei den Triebwerken C und D sind bereits Verschleißerscheinungen aufgetreten, aufgrund derer vermutlich jetzt das Triebwerk D ausgefallen ist. Triebwerk C wurde zuletzt nicht eingesetzt, soll aber betriebsbereit sein. Zusammen haben es die vier Ionentriebwerke bis jetzt auf fast 40.000 Betriebsstunden gebracht. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/12112009074641_small_2.jpg" alt="JAXA" width="360" height="270"/><figcaption>
HAYABUSAs Ionentriebwerke &#8211; Illustration 
<br>
(Bild: JAXA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Am 9. Mai 2003 war HAYABUSA auf einer M5-Rakete im japanischen Kagoshima gestartet worden. Die Sonde befindet sich aktuell auf dem Weg zurück zur Erde, die sie nach den bisherigen Plänen im Juni 2010 erreichen sollte. Ob das der angeschlagenen Sonde, die bereits mit ausgefallenen Reaktionsrädern und Akkumulatorenzellen sowie mit einem Treibstoffleck zu kämpfen hatte, gelingt, bleibt abzuwarten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mitte September 2005 besuchte die Sonde den Asteroiden 25143 Itokawa. Ein Versuch, im November 2005 kontrolliert auf dem Asteroiden zu landen, schlug fehl. Da man aber davon ausging, dass nach Bodenkontakten trotzdem etwas Material in eine Probenkammer der Sonde gelangt ist, wurde diese versiegelt und die Sonde auf den Rückweg zur Erde geschickt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die ursprünglich als MUSES-C bezeichnete Sonde HAYABUSA ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 27809 bzw. als Objekt 2003-019A.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4190.msg74967#msg74967" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">                    HAYABUSA bei ITOKAWA </a></li></ul>
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		<title>Wiedereintritt von Kosmos 2421 Ende 2009 erwartet</title>
		<link>https://www.raumfahrer.net/wiedereintritt-von-kosmos-2421-ende-2009-erwartet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Weyrauch]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 28 Mar 2009 18:08:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Satelliten]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraummüll]]></category>
		<category><![CDATA[Ausfall]]></category>
		<category><![CDATA[Erdbeobachtungssatellit]]></category>
		<category><![CDATA[Solarpanele]]></category>
		<category><![CDATA[Weltraumschrott]]></category>
		<category><![CDATA[Wiedereintritt]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://test-portal.raumfahrer.net/?p=32147</guid>

					<description><![CDATA[<p>Nach Angaben der russischen Raketentruppen entwickle sich die Umlaufbahn des zerfallenden Satelliten Kosmos 2421 so wie vorhergesagt. Ende 2009 soll der defekte Satellit wieder in die Erdatmosphäre eintreten. Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: roscosmos.ru, interfax.com, russianforces.org. Kosmos 2421, ein militärischer Ozeanüberwachungssatellit des Typs US-PU (alias US-PM) gelangte am 25. Juni 2006 auf einer in [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h4 class="wp-block-heading">Nach Angaben der russischen Raketentruppen entwickle sich die Umlaufbahn des zerfallenden Satelliten Kosmos 2421 so wie vorhergesagt. Ende 2009 soll der defekte Satellit wieder in die Erdatmosphäre eintreten.</h4>



<p class="has-text-align-right has-small-font-size wp-block-paragraph">Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: roscosmos.ru, interfax.com, russianforces.org.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kosmos 2421, ein militärischer Ozeanüberwachungssatellit des Typs US-PU (alias US-PM) gelangte am 25. Juni 2006 auf einer in Baikonur gestarteten Tsyklon 2-Rakete in den Weltraum.  <br>Kurz nach dem Start kam es möglicherweise zu Problemen mit der Stromversorgung an Bord des Satelliten, was dazu führte, dass er zunächst nicht wie vorgesehen eingesetzt werden konnte. Nach Angaben der russischen Raketentruppen soll der wahrscheinlichste Auslöser der Zerstörung des (bzw. eines) Solarpaneels des Satelliten ein Treffer durch irgend ein kleines Objekt aus dem Weltraum sein. Ein solches Objekt könnte z.B. ein Mikrometeorit oder auch ein Bruchstück einer ausgebrannten Raketenstufe oder eines zerstörten Satelliten sein. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/28032009190830_small_1.jpg" alt="ESA" width="332" height="249"/><figcaption> Loch in Hubble-Solarpanel nach Treffer durch ein Objekt aus dem Weltraum   (Bild: ESA) </figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Inwieweit Kosmos 2421 seine Aufgaben bis 2008 hat ausführen können, kann nach derzeitiger Informationslage nicht zuverlässig gesagt werden. Seit dem 10. Februar 2008 soll der Satellit keine dem Bahnerhalt dienenden Manöver mehr durchgeführt haben. Das US-amerikanische Luft- und Weltraum-Verteidigungskommando (NORAD, North American Aerospace Defense Command) gab für den 20. März 2008 15 Kosmos 2421 zuzuordnende Objekte im All an (32710 und 32715 bis 32728). </p>



<p class="wp-block-paragraph">Im April 2008 teilte das russische Verteidigungsministerium mit, dass die Mission von Kosmos 2421 beendet sei. Nachdem man die Anlagen an Bord abgeschaltet habe, sei der Satellit im Rahmen der üblichen Prozedur deaktiviert worden, neben dem Satellit seien auf nahen Bahnen außerdem eine Raketenstufe des Trägers, der den Satelliten befördert hatte, und zwei weitere Bestandteile dieses Trägers unterwegs. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die US-amerikanische Weltraumbehörde NASA berichtete in ihrem vierteljährlichen Report &#8222;Orbital Debris Quarterly News&#8220; von April 2008, dass der Satellit in einer Höhe zwischen  400 und 420 Kilometern über der Erdoberfläche bei einer Inklination von etwa 65 Grad war, als er am 14. März 2009 300 Objekte nach oben abstieß. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.raumfahrer.net/wp-content/uploads/2020/08/28032009190830_small_2.jpg" alt="NASA" width="333" height="228"/><figcaption>
Loch in Hubble-Antenne nach Treffer durch ein Objekt aus dem Weltraum  
<br>
(Bild: NASA)
</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Hauptkörper des Satelliten befinde sich nach einer Mitteilung der russischen Raketentruppen, auf die sich unter anderem die russische Weltraumbehörde Roscosmos und die Nachrichtenagentur Inferfax am 27. März 2009 bezogen, in einer Umlaufbahn, deren beobachtete Parameter den vorausberechneten Daten gut entsprechen würden. In nahen Bahnen bewegten sich rund 30 Objekte, die als nur noch kurzlebige Bruchstücke innerhalb der nächsten drei Monate bei ihrem Wiedereintritt in die Erdatmosphäre verbrennen sollen. Einen Wiedereintritt des Hauptkörpers erwarte man Ende 2009. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zum Schutz der internationalen Raumstation ISS beobachte man die Bahnen der Bruchstücke, um bei möglicherweise gefährlich geringen Abständen das zuständige Kontrollzentrum informieren zu können. Die Zerstörung von Raumfahrzeugen im Orbit bezeichnet man in den Mitteilungen aus Russland als unvermeidbaren Tribut der Aktivität im Weltraum. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Kosmos 2421 ist katalogisiert mit der NORAD Nr. 29247 bzw. als Objekt 2006-026A. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Raumcon:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a class="a" href="https://forum.raumfahrer.net/index.php?topic=4175.0" target="_blank" rel="noopener" data-wpel-link="internal">Tsyklon-2 mit Kosmos-2421</a></li></ul>
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